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Jüdische Presse · 1925-08-14 · 33 (14.8.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
33 (14.8.1925)
Date
1925-08-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 33 JÜDISCHE PRESSE Seite 217 sein; Nebst theoretischen Ausführungen weist die faktische TefPnahnie von Frauen am Misrachi-Kongress deutlich genüg darauf hin. Der bisherige Verlauf der^ Nebenkongresse, die bis zur Eröffnung des Hauptkcngresses dauern werden, fasst keinen Zweifel'übrig,, dass, von den; Flügelgruppen schwere Angriffe gegen das Zentrum werden geführt werden. Mtsrachi hofft und Prof. Pick IiaiJ dieser Hoffnung offen Ausdruck gegeben, dass die B ii rgterfichen, wenn auch nicht aus Liebe,. ihre Position im Kampfe gegen die Arbeiter stärken werden. NitMMSiMaMäHÜ Die lettländische Landeskonferenz der Zelre Agudas Jisroel. ׳R i g a. (AJP!B). ׳Das ■Zentralbureau der lettländisehen Zeire Agudas Jisroel ׳veröffentlicht die 'Beschlüsse der Plenarversammlung der Zeire Agudas Jisroel, welche int : Tamus stattgefunden hat: 1. Erziehungsträgern a), 1 Zur Hebung des geistigen!Niveaus an den!Schulen , Thauro uderech Erez“ sind fortlaufend Austauschlehrer von einer Schule, in die andere zu senden, ׳b) ,Weiters hat der Waad •liachinuch für die Ergänzung des Lehnpersonals Sorge!zu;tragen und durch (Besuch der iProivinzorte^sämtliche Mängel festzustellen, um’ das* Schulwesen ׳ entbrechend ausbauen zu!können.’:,g) Eine hrbchäpfende!Statistik äst vorzuhereiten. d)!Den ׳Mitgliedern der Zeire Agudas! Jisroel ist ׳nur dann;•gestattet, an Schulen, die nicht den Lehrplan der ״Thauro! uderech!Erez-Schulen“־!haben, zu .unterrichten, wenn das Zentralbureau seine ,besondere Zustimmung.gibt, e) Eine Organisation sämtlicher Lehrer; der ״ThaUro uderech Erez- Schulen'‘ ist umgehend zu gründen, f) Es sind alle Vorbereitungen zu treffen, um den Jünglingen!von 14 Jahren auf- ׳wärts eine Aguda-Organisation ׳zu schaffen,!die auf deren Erziehung wohltuenden Einfluss nehme, g) Eine ■Reihe!von Massnahmen sichern das Budget des künftigen Jahres, h) ■Schaffung geeigneter Literatur für 'Lehrer und Schüler. 2. C h i s u k H a d a h. a) Jede Ortsgruppe hat für Interventionierung des Thorastudiums in ihrem Bereiche zu sorgen, b) Der Daf-Jomi ist obligatorisch. Sollte er art einem Orte nicht eingeführt sein, so ist dieser Mangel sofort zu beheben.־ Ansonsten ist dafür Sorge zu tragen, wie die gesamte Jugend zum Lernen, des Daf-Jomi er-;fasst: \\׳ird. •c) Jede Ort^gnippe hat die Mashiref-Sabbat zu fördern und es ist eine Oesamtorganisation diesert Gruppe zu schaffen, d) Sämtliche. Agudisten haben sich zu verpflichten, nur bei sabbathaltenden Kaufleuten ein•* Zukaufen und hiefitr eifrige Propaganda zu machen, e) Es׳ ist eine Liste sämtlicher sabbathaltender Geschäfts- und Industrieunfernehmungen anzulegen und eine paritätische Arbeitsstellenvermittlung zu errichten. 3. Poale Agu1 : das Jisroej. DasPlenumJbeschliessJi.ini ganzen Landd PÖälerÄguda^jrsföeFGruppen zu-gründen. 4. Organ is a't i ö n u ק tl P; r o jf.a g'ä'n d a: ä)־ JedeOrtsgruppe hat umfassende vMässna_hmeri;;zu’־treffen,'. um . alle jungen Leute, dieT'tf w'TIfgahlM^ "stehen,' für diese zu verpflichten: b) Erfassung der einzelnen Persönlichkeiten in Ortschaften, wo keine Aguda-Gruppen existieren, c) Bereisung der Provinz, d) Verbreitung der 1gesamten orthof doxen Literatur, und Presse, e) Jede Gruppe ist verpflichtetj zumindest;einmal monatlich schriftlichen Tätig־' keitsbericht zu erstatten, f) Sämtliche Zeiref-Aguda-Mifr glieder sind an die Beschlüsse ihrer Organisation gebunden. 5. F i n a n t e n. a) Jedes Mitglied hat an ״die Orts-, gruppe den /Mitgliedsbeitrag abzuführen und die OrtsgruppBrr'haben' der Zentrale eine bestimmte ihnen vor! geschriebene Steuer abzuführen. In das Zentralbureau wurden die Herren Ch. M. C h a z i k ö w, I. A. Stu'I geJ wählt,welche einen ■dritten Herrn zu kooptieren habeni Bericht' :Goldschlags über ״Nachlaih Awrohom‘‘. Warsch au ' (AJPB). Vergangenen Sonntag berichtete das von Erez Jisroel zurückgekehrte Mitglied Awrohom G o 1 ds c h 1 a g, der unter der Leitung des Tomaczower Rabbiners nach Erez Jisroel gereisten agudistjschen Delegation' über die Durchführung des Bodenkaufes. Er führte aus: Die Kolonist örsgesellschaft NachlathAwrohoim ist von Sochaczower CHassidim auf den Namen ihres verstorbenen Rebben und berühmten Gaon Rabbi Awrohom, des VeH fassers vieler tälmudischen Werke, gegründet worden, ln der Kwuzah sind chassidische Juden, hervorragende Talmudisteri, unter ihnen Männer, die in der polnischen Industrie- und Handelswelt Namen von gutem Klang haben>׳ vereinigt. Die von ihnen entsandte Delegation hat nach' schweren Mühen dreitausend Dunam Boden käuflich erworben. Die grössten Schwierigkeiten verursachte did ״Hachschofath Hajischuw“. Sie hat die Kaufsverhandlungen der Delegation durch die unglaublichsten Mittel zu ־ver| hindern gesucht. Um schliesslich all die Widerwärtigkeiten zu umgehen, wäre die Delegation entschlossen gewesen; den Boden von ״Hachschorath Hajischuw“ selbst (Zu kaufen; doch stellte sich neuerdings heraus, dass diese weder iibert geeigneten noch über preiswerten Boden verfüge. Schliessi lieh sei es der Delegation gelungen, nahe der Bahnstation Ramla direkt von Arabern dreitausend Dunam zu kaufen! wobei diese durch ein grosses Pönale an die Durch! fiihrung des Kaufvertrages gebunden sind. Gleichzeitig wurde Option für weitere 3000 Dunam genommen. Das orthodoxe Schulwesen in Litauen. Den gemein•! samen Bemühungen der litauischen Rabbiner, der orthoJ doxen Jugend und last not least, einiger deutscher Schulmänner verdankt die orthodoxe Schulorganisation ״Jawne“ ihre Entstehung in Litauen. ״Jawne“ umfasst mit Aus-I nähme der Jeschiwoth, die von jeher von der orthadoxen Judenheit mit Liebe gepflegt ihr stolzes Dasein fühJ reu, alle orthodoxen Schulanstalten, also Volks- und Mittelschulen und Lehrerbildungsstätten mit einer ungefähren Schülergesamtzahl von 8000. Ausserdem sind im Schulleben des jüdischen Litauen auch solche Kräfte wirksam, die! auf die Zerstörung der traditionellen Erziehung hinarbei-' ten. Die zionistisch-hebräische Tarbutorganisation, diej soziaiistisch'-jidischistische Kulturliga unterhalten ein dickmaschiges Schulnetz. Es ist ein besonderes Verdienst der{ orthodoxen Schulorganisation ,,Jawne“, dass sie gegen diese unjüdischen Schultypen durch ' die Schaffung eines gut׳־ jüdischen Schulwerkes einen erfolgreichen Kampf führt. Die ״Jawne“-Volksschule entspricht den Forderungen der staatlichen Schulgesetze und ist ausserdem durch BeibeJ haltung des alten ״Cheders“ derart organisiert, dass siq auch den Wunsche der Thoragrössen und dem Willen der Eltern entspricht. Auf dem Gebiete des Volksschulwesen^ nimmt ״Jawne“ eine dominierende Stellung ein. Anders! steht ־ es hinsichtlich der Mittelschulen, unter denen nun die Mittelschule für Mädchen in Telschy der Jawne-Richtung angehören.' Nachdem die Jeschiwoh aus Slobotko nach Chevron übersiedelt ist, wurde das kleine Städtchen Tel'schy die bedeutendste Schulstadt Litauens. Eine Jeschi w ah unter der Leitung Rabbi Josef Leb Blochs^ des ehrwürdigen Nachfolgers Rabbi Leser Gordons, eine orthodoxe V o 1 k s s c h u l e, ein C h e d e r, eine M ä dc h e n m i 11 e 1 s c h u 1 e und ein Lehrerseminar, bei finden sich jetzt in dieser Stadt. Unter diesen Lehranstalt , ten wird besonders das Lehrerseminar mit viel Sorgfalt Zu Ros^-Haschanah wünschen Sie allen ihren Verwandten, Freunden, Kunden, Gästen u. Bekannten ׳ כתיבה• וחתימה׳ סובה י" in der .. 'י ״Jüdifchen Presse“ £ Si^ersparerr^Mühej^Pprt^nid Zeitaufwand! Wolf Pappenheim II., Kleine Pfarrgasse Nr. 1! Das Inserat laut nebenstehendem Muster kostet einschliesslich aller Steuern nur S5>— resp. KC 25■— - Bestellungen sind zu richten : Ftir die Slowakei an die Adresse: ״JUdische Presse“, Bratislava, Turnerg. 14 Für W i e n : \ ״Jüdische Presse“, Wien,!1., Leopoldsg. 26 und Lletbe gepflegt. Ist es doch die einzige vollständig ausgestaltete Lehrerbildungsanstalt nicht nur für die ■ Judenheit, sondern für da!s Land überhaupt. Während die orga-! nisatorische Leitung der Anstalt in Länden des bekannten Pädagogen Dr. H o 1 7. b e r g liegt, ist die religiöse Erzie■׳ hung der Zöglinge Rav Hirschowitz, dem Uebdrtsetzer der Schriften Hirsch‘, überantwortet, Der dominierende Einfluss des Telschyer Ravs, Rabbi Josef Leb,,gibt allen diesen verschiedenartigen Institutionen eine gemeinsame einheitliche Oeistesrichtüng zum Wohle der jüdi׳־ sehen Gesamtheit Litauens. Das Gesamtbild des orthq-i doxen Schulwesens Litauens macht einen befriedigenden' Eindruck, insbesondere wenn man noch die Bedeutung dCf vielen Jeschiwoth ketanoth berücksichtigt, die iri vielen Orten segensreich wirken. 'S; W; / W. Latzky über seine Mission in Südamerika. Heir W. Latzky-Bertholcli, der als Vertreter des Emig direkt in die Südamerika-Kommission des Internationalen Arbeite!■ amtes entsendet wurde, berichtete anlässlich der .zweiten Emigrationskonferenz, die am 9. d. M. in Berlin eröffnet wurde, über die Reise dieser Kommission und ihre negative Stellung zu jüdischen Emigrationsint'eressen. Diese! Kommission hatte zur Aufgabe, die südamerikänischen Länder nach der Richtung hin zu erforschen, wie ׳weit sie für die Aufnahme von russischen und armenischen Flüchtlingen in Betracht kämen. Die ganze Aktion ging zu überstürzt vor sich, die administrativ-technische Vorbereitung war mehr a'Is mangelhaft. In Uruguay en!!(־ deckte Herr Latzky ein immer sich verstärkendes . jüdisches Element, das aber vollkommen desorganisiert und aktionsunfähig war. Ohne dass man in Europa etwas davon wusste, entstand dort eine jüdische Ackerbaukotönie, die aber, da sich niemand um sie kümmerte, sich! ajucfo bafd aufzulösen begann, wobei der Boden in die Hände deutscher Bauern überging. Nur noch 14 jüdische Bauern‘־ famifien arbeiten gegenwärtig in dieser Kolonie. Herr Latzky organisierte die Juden in Uruguay und schuf so Gelegenheit für eine weitere Verstärkung des jüdischen Elements durch neue Einwanderung. In . Uruguay . wurde Herr Latzky noch als gleichberechtigtes .Mitgliedv.der Kommission behandelt. Aber als man nach Argentinien kam, änderte sich die Lage. In Argentinien nämlich' besteht in gewissen Regierungskreisen eine Abneigung gegen vermehrte jüdische Einwanderung. Dieser Stimmung machte der Führer der Delegation, v Colonel Procter, .Konzessionen: Man verschwieg der Prbäse, dass der De|.egation auch ein jüdisches : Mitglied ^,angehört. Und ^ls ein argentinisches Regierungsmitglied die Aeusserung tat, man habe für russische . Einwanderung kein, Interesse, weil es sich um r 11 s s i s che J u den Karitlelf, “würde deutlich entgegnet, es handle sich nicht um jüdische,! sondern um echt russische. Einwanderer. Auf die Proteste Latzkys wurde entgegnet, dass die Presse die Aeusserung missverstanden habe. Eine Berichtigung wurde nich? gegeben. Erst a'Is sich die jüdische Oeffentli,chkeit ein■־׳ mischte, wurde eine Art Entschuldigung, veröffentlicht, Die Lage des jüdischen Vertreters wurde immer" prop blematischer, so dass Herr Latzky in1 Paraguay a!u5 dieser Kommission austreten musste. Herr Latzky schloss; Allgemein hält man Südamerika für das Land der Zü!t kunft. Dort gilt das Axiom: Wenn das 19. Jahrhundert Nordamerika gehörte, so wird das 20 ־.' Jährfüincldrt' ,.‘das Emporkommen Südamerikas sehen. Auch die Juden haben dort, viele .Positionen, und es bestehen durchaus die \ Chancen 'für eine verstärkte jüdische Einwanderung. Die in Argentinien 1919 zutage getretene' Pogromstimmung * gegen die Juden ist abgeffaut. Es war durchaus ׳■nifcht nötig, dass die Kommission der Stimmung einzelner Regierungsviertreter fatalistisch Rechnung trage. In Argen י tinien und in den anderen südamerikänischen; Länderr! kann eine grosse systematische Arbeit: ei1ige׳feitet; werden. Dazu muss aber Amerika helfen. Wenn-Amerika nicht mehr neue Menschen aufnehmen -käniv so•■ muäs es uns sein Ge'ld und seinen Einfluss geben, damit die jüdische Position in Südamerika gestärkt ■werde.׳:׳— Nach Latzkys - Referat, welches allgemeines Aufsehen. erregte, trat, eme Pause ein, nach deren Schluss ■Präsident׳ Motzkin--laut den vom Präsidium des Emig direkt erhaltenen Infot- . mationen die folgende Erklärung abgab: .Das Präsidium hält dafür, dass die Angelegenheit der Südamerika- Kommission noch nicht, erledigt ist, man. müsse erst den Bericht der Delegation des Arbeitsamtes .'an den Völkerbund abwarten, erst dann wird man dazu, Stellung nehmen können. Die von Herrn Latzky mitgetei'Ilteii Detail^ waren verfrüht, es wird gebeten, über das Referat Latzkys keine Diskussion eintreten zu ■lassen... die Fräu gehört ins Haus, und nach ihrem Schälten und Walten im Heiligtume ihres Hauses wurde sie geschätzt und geachtet. •Heute kann man fast von der Frau nicht verlangen, einsam und verlassen zu Hause zu bleiben. Der Mann meidet das Haus und sucht seine Ruhe und Zerstreuung ausserhalb des Hauses; die Kinder sind eben־( falls nicht zu Hause, auch sie verbringen ihre freie Zeit ausserhalb des Hauses, teils auf den Sport- und Vergniii gungsplätzen, teils auf Ausflügen und Vergnügungsfahrten! teils;, in ,Vereinen: und;(;Versammlungen,;; Was soll, ״diel Priesterin des Hauses“, wie einst die jüdische Frau genannt wurde, im verödeten Heiligtume ihres Hauses allein an־j fangen? Wenn alle flüchten, muss auch sie die Flucht ergreifen und das Haus bleibt dann gänzlich leer.... ' Schön ist diese Massenflucht, jedenfalls nicht und jüdisch ebenfalls nicht. Sie ist die Sumpfpflanze der Assimiliation und eine Folge der Irreligiosität unserer hastenden lind drängenden Zeit, die so arm ist an wahrhafter Freude, an Glück und an alten jüdischen Tugenden. Abel Pann in der Sezession. Gebannt stehen wir vor den׳ Bildern Abel Pannsä in 'den Sälen der Sezession. Diese herrlichen Farben entstanden unter der heissen Sonne ׳ des Morgenlandes, diese Fülle der Gestältungskraft; blühte unter dem? weiten Himmel des heiligen Läihdesy wo die1ganze 1Natur* durchtränkt ist von lang Geschehenem und von Ahnung des Kommenden; Es ist ein altes Lied, welches mit altbekannten Töneri in unsere Seele Einlass begehrt — ein altes Lied, abeä die Stimme erklingt neu und frisch und hat einen nie genossenen Silberklang. . :!"‘1Wjr yer^qhen: die;grosse!,Wirkung^,.die Abel Paun^ | Kunst nichL nur auf Kenner und Feinschmecker, sondern( | auch auf das grosse Publikum ausübt. Wir verstehen, dass) diese Bilder in einem wahren Triumphzug *durch ganz1 Amerika und durch manche Grosstadt Europas zogen. Die!!Pracht der Farben, die Beweglichkeit der Gestalten, die) neue subjektive Auffassung des Themas, das Ausdrucksvolle der Charakteristik üben eine tiefen Eindruck auf jede empfängliche Menschenseele. Und wir erleben in diesen Bildern neu die ganze Schöpfungsgeschichte, wie L'cht und Dunkel, wie Wassert und Erde entstanden, wie das erste. Menschenpaar im1 Glanze des Paradieses lebte, wie sich' der strahlende Himmel über־ ihnen verdüstert und die Schlange, die ein wissendes, halb spöttisches Menschengesicht trägt, die herrliehe Harmonie der Schöpfung zerstört. In immer diisterert werdenden Farben entwickelt sich weiter Kains Tragödie, die Schatten des erstein Todes senken sich auf die freudige Pracht der jungfräulichen Erde — die Türen des Paradieses sind längst geschlossen. Abel Pann führt uns( durch Aegypten, das Land der Knechtschaft und weiter insl volle, ernste, schwere Leben des uralten Volkes. Wir folgen ihm gerne und willig, unsere Phantasie gibt sich dieser Meisterschaft gefangen, und in dem letzten Saale angelangt, stehen wir erschüttert vor Abel Pannsj Pogrommbildern *), die das Erlebte mit der Wucht desl Schmerzes und der Entrüstung wiedergebert. ' . Ein alter Jude vergoss heisse Tränen vor diesen; Bildern. Ich sehe ihn — diesen Sohn des' alten Volkes( diesen Leidträger eines alten Leides und ich fühlte, wie sich hier Kunst und Wahrheit in einer grossen Tragödie zusammenfanden. Edith Patai. .*) Diese 44 Bilder sind im Nationalmuseiim Bezahl in Jerusalem aufbewahrt (Saal des Tränenkruges) und wurden auf besonderen Wunsch der Sezession von Bezahl nach Wien gebracht. Abel Pann; Ein: junger Gelehrter, »TO! &*??• ׳,׳.•;י■',,;׳ > •':'׳'■,;.S׳. ׳M& w ►,׳י *ד!* j e״\?. •.,™ ipiiii fMÄ mm wmk mm, i's.ulv mmä ״:»!«Hl mt&Mnä:, m&i t:

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