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Jüdische Presse · 1925-07-10 · 28 (10.7.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
28 (10.7.1925)
Date
1925-07-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 188 JÜDISCHE: PRESSE Nr. 28 Tscliecho'Slow &®®9< Vor der neuen Wahlkampagne. 2.*) W!ir sprachen in unserem vorigen!Artikel!von!den Vorbedingungen, die ׳unter allen Umständen geschaffen werden müssten, um den jüdischen Stimmen bei den be- ׳vorstehenden Parlamentswahlen die!ihnen gebührende Geltung zu ermöglichen, und erwähnten dabei, dass erstens die neuen jüdischen ״Nationalisten“ ■ihre bisher zutage getretene Sucht, die grosse Masse der orthodoxen Juden in Karpathorussland und der Slowakei politisch zu 'bevormunden und in ihrem Namen in Eingaben, Reden und Zeitungsartikeln p o 1 i t i s c.11 e und jk■ u 1t׳ur eile Forderungen zu stellen, e n /d g ii 11 ig!und vollständig auf geben müssen, und dass zweitens das D e!n u n:z i a n t cu tu m, wie es von den Zionisten und ihren Wortführern in der offiziell zionistischen und der' allgemeinen tschechischen• Presse getrieben wird, als Kampfmittel gegen die Orthodoxie aus unserem jüdischen Leiben verschwind■e 11 müsse. Die Berechtigung unserer ersten Vorbedingung leuchtet ohne weiteres ein. Wir orthodoxen Juden sind gewohnt — oder sollten ,es sein —, a I l e unsere Lebensäusserungen an den Mas Stäben der Thora zu messen, und können nicht anders, als unsere p 01 i •t i s c 11 e Betätigung, zumal wenn sie aus solchem '!Grunde immer , mit unserem :J '11 d e •n; t u •m r in■ Beziehung gebracht; werden soll, eiben-!falls im Lichte eiben dieser Weltanschauung der uncingeschränkten und bedingungslosen Tlioratreue ,zu., üben. Wir lehren unsere Massen, thoragemäss zu leben ■und zu wirken. Diese Massen müssen mit der 1fortschreitenden politischen Reife begreifen, dass ein Wahlrecht unter!dem Schlagwort ,■,Judentum“ auszuiiben nichts anderes heisst, als auch diesen Wahlakt unter die!allgemeinen Nonnen des persönlichen Lebens stellen. Das orthodoxe Judentum weiss, dass ■es dem Staate und dier .Gesellschaft den besten Dienst leistet, :wenn es sich gegen •eine jede Verwirrung der Begriffe ׳mit allen Kräften zur Wehr setzt •und nicht zulässt, dass die Menschheit der ׳historischen Vorstellungen vom jüdischen Volke!und v.om Judentum einem politischen Mqdeschkigwort zuliebe ,beraubt werde. Die ,orthodoxen Juden ,in det Slowakei und Karpathorussland׳: wollen jedenfalls a u s 1 hr e n e lg e n e n,;E r w äg!u n g e n heraus umd ihren politischen, . wirtschaftlichen .und kulturellen Bediirfnissen .entsprechenid ihre politischen׳ Entschlüsse fassen. •Sie lehnen .eine jede Bevormundung, namentlieh von' solchen sogenannten ״Juden“!ab, die!ihr Judentum neu. entdeckt und nicht im Sinne der Leibensverpfliohtung, auf' ׳Lehre ■und Gesetz des Judentums, sondern als eine neu ׳in Verkehr gebrachte politische Marke: von günstiger Konjunktur, begreifen. So denkt eigentlich •auch ausserhalb der Slowakei, und Podkarpatska-Russ jeder Jude, idem das Judentum noch' etwas bedeutet; nur haben wir infolge unserer zahlenmässigen ■Stärke den Vorteil, dass es von unserem eigenen Willen und unserem eigenen Entschluss allein abhängt, dieser nunmehr auch politisch wertvollen und organisatorisch tragfähigen Anschauung Respekt!zu verschaffen. Keinerlei Terror, keinerlei Demagogie, ,aber!auch keinerlei!politischer Schacher darf auf unsere!Massen eine entscheidende Wirkung austiben,!wenn an jedem Orte •die nötige Aufklärungsarbeit geleistet wird. Und diese wird diesmal ganz bestimmt ,geleiset werden müssen, wenn nicht von vornherein mit der Tatsache gerechnet wird, dass das orthodoxe Judentum ln der Slowakei und Karpathorussland jeden Versuch der nationalistischen Neujuden von Prag und anderwärts, unsere Gemeinschaft wahlpolitisch zu be- Vormunden, auf das entschiedenste zurückweisen wird. Viel schwerer fällt jedoch unsere zwei t e Grundfonderung ins Gewicht. Ohne den radikalen Verzicht von Seiten ■der Zionisten auf!die p 01 i t i s c h e D e u u nziabion gegen die Gesamtheit des orthodoxen Judentums in ider •Slowakei und Karpathorussland un!d gegen ׳die gesetzliche organisatorische Vertretung!ihrer Gemeinden ist ein >e r t r ä g 1 i ch es V e r 11 ä 11 n i s zwischen den beiden Antipoden des jüdischen Gesamtheitswolleris, nämlich dem geschiehtilichenj, religiösen Judentum ׳und!dem!nationalistischen Zionismus, ,schlechtweg m i c 111 d e!11 k b a r.!Es soll!hier nicht etwa versucht werden, darzulegen, welch ,absoluter Mangel an jüdischer Moral und welch hoher Grad von menschlicher Verworfenheit ׳dazu gehört, wenn.in einem Staate von der Zusummensetzung der tschechoslowakischen Republik die .Wortführer einer jüdischen Partei!hingehen und eine gros'se, hunderttausende jüdische Seelen zählende jüdische Gemeinschaft, ,weil sie auf gesetzlich!erworbene Rechte nicht verzichten kann, öffentlich der ׳politischen!Unzu- *) Siehe Nr, 26. — Die in Uzhorod erscheinende ״Kelet'i/Ujsag“, Nr. 149 vom 4. Juli, gibt eine ganz falsche!Inhaltsangabe unseres ersten Artikels und knüpft ■daran verleumderische, unwahre Behauptungen tiiber^ füllrende!Persönlichkeiten der Orthodpxie. Auch diese Taktik irgend eines zionistischen Skriblers gehört!in die Klasse der im zweiten Artikel gekennzeichneten Erscheinungen. Civ. Jud. verlässigkeit denunziert, um für sich selbst ein Folio zu erschleichen. Es war seit je eine sehr beliebte,!wenn auch nicht gerade von grossem Mut zeugende Kampfesart der Feinde!des traditionellen jüdischen Lebens, den nichtjüidisehen Mitbürgern Argwohn und Misstrauen einzuiflössen gegen das orthodoxe Judentum, das dem Nichtjud-en liaturgemäss rätselhaft, und, ׳von!der Oberfläche ■betrachtet, sogar kulturell riicksäntlig erscheinen muss. Das Judentum wusste sich ■gegen diese jüdischen Feinde erfolgreich zu erwehren, weil es immer eine Anzahl moralisch hochstehender -umd geistig unabhängiger Männer gab, deren; Blick nicht an der äusseren Schale haften blieb, sondern in •die Tiefe drang und doch eine Welt entdeckten, deren Schönheit ihnen Bewunderung für ,die Einrichtungen des orthodoxen Judentums entrang. Was aber heute von Seiten der Zionisten und ihrer Lohnschreiiber gegen die Ortliodoxie hi unserer Republik uivfeTno'mmen wird, geht sehr weit über den Rahmen dieser beinahe Gewohnheitsrecht erlangten Verdächtigungstaktik hinaus. Aeusserst selten — vielleicht niemals— kam es jn früheren Zeiten vor, dass eine jüdische Partei irgend eine andere jüdische Gemeinschaff gerade *-heraus des I r r eden t ism 11 s, des Zun e i g e n s z 11 ־ e i n e rn fremden St a a t e, denunziert hätte. Wer Aehnliclies versucht haben würde, wäre moralisch unmöglich geworden und sicherlich!nicht wagen!dürfen, jemals als ״jüdische“ Körperschaft ׳im öffentlichen Leben irgend eine Geltung zu beanspruchen. In unserer! Tagen scheint dies anders!geworden zu sein. Wie denn sonst wäwf :es möglich, dass ■die b'losse Ankündigung durch den Präses der orthodoxen Zentralkanzlci in seinem Jahresberichte in der Bratisiavaer Delegierte1 wersam ml ung dcr?orthodox׳cn Gemeinden, dass die Gemeindeorganisation -in-nicht allzu langer Zeit daran gehen werde, die innere Organisation der ihr augeschlosseneu Gemeinden durch Aiisurbqitiing der Richtlinien für ein Normalstatut zu vollenden, ,.;allein ׳schon den Zionisten zur Veranlassung dient,, •über die Orthodoxie■ irnit den wüstesten Verleumdungen und׳. den •unsinnigsten Denunziatiomen gespickte Artikel:in tschechische Zeitungen zu lancieren, um dann diese;Auslassungen' in der eigenen •0!f f i z!i :e11:1 ס n P r e s 's' e,A mit billigenden Einfnhrungs- •notizen ■zu ״zitieren“? — jdan lese zum Exempel den folgenidem,. ״Ernste Bemenkuhgen4־ür' jüdischen Frage“ ülber-;;: schriebenen ’'־Artikel; ■"'•dem:.Wir^ ׳:aus Nr.:. 25 •vom■ 18;!April der'־ ״Podkarpatske Hlasy“;überse'tzen:; ' ״Die jüdische Fragfe:'in Podkarp. Russ־ ist nicht nur in!den Religionsimterschieden!gegeben, sondern vor allem!in 'bestimmten wirtschaftlichen• und sozialen Wirklichkeiten. Die Juden in der Padkarp; Russ unterscheiden sich von denen Böhmens!durch iih'wn äusseren und inneren Habitus, ' Sprache, Knltur" uind Moral. Bis zum Umstürze ■haben sie!im Magyarisationsprozess eine Rolle gespielt, was ihnen vorg.eworfcn ׳wurde, und welche darin bestand, dass der ajv.m e ' J u!de, d ,e n ä r m e r e n Slowaken u n te r drifc k t e.*) .Nicht achtend der schwachen Schichte!der magyarischen Assimilanten, war־ ihr Bildungs- und Lebensniveau auf einer sehr niedrigen Stufe; sie schwammen .in der :Atmosphäre der Wiun-. derrabbis, welche einander■ um die. Volksseele!bis aufs Messer bekämpften, ünd■'״mtir um die Erhaltung!ihres!Wohllebens und Autorität*.sich kümmerten. Die magyarisehe Regierung sah nicht ungern diesen ,Zustand, im Gegenteil, *sie trachtete ihren Einfluss zu erhöhen,!denn ,sie sah in ihnen das Werkzeug ihrer Glättiingspolitik. Und so kann man sagen, dass .׳für die Verhältnisse in den Jude׳ng,emei11׳den die' Ralbbinen!verantwortlich sind, die von idem magyarischem Regime!gezüchtet . wurden. Durch. den Umsturz ׳wurde diese Situation in grossem Masse verändert... Neue Strömungen .tauchten auf,, darunter der Zionismus. Die magyarische Re-, gierung hat den Zionismus auf ihrem Gebiet!nicht geduldet. Sogleich ׳bei der Angliederung der iPodkarpatska Russ an. die. tschechoslowakische Republikist diese Be- •wegung sehr gewachsen. Die Zionisten, welche!die sittliehe Regeneration!des Judentums verkünden, weichen, nicht der Kritik.!einiger jüdischer Fehler aus, häuptsächlieh :bemühen sie sich uin'-die Verbesserung, Sie v.erkünde!n die Prodiiktivierung ^er jüdischen Massen, sie gründen Skautsyerb'ändej in ■welchen : die jüdische Jugend zur Selbstachtung, zur •Mensehenliebe, zur Arbeit und Wahrheit!erzogen wird. Sie widmen ihre Aufmerksamke.it der Körperaiisbilidung •und modernen Erziehung und haben schon schöne Resultate erzielt. Es ist natürlieh, dass!diese Bewegung,■ schon gleich von Anfang an . ׳־) Alle Sperrungen stammen1 von uns. Red. «■■■■■■■■■י»■■*■ jr» ■■■■»■■*■ס **!מ ■■■■■■«»«■*» «■*so■■■«■□»■*■■*!™■«■*■•■■■■»■« Telephon Nr. 64. Gegründet 1872. ■ 9 9 ■ &:5öhne Presov (Eperjes) j Spirituosen■" ". 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Es zeigte sich dies nicht nur bei!den Wahlen ins Parlament, sondern es zeigt sich auch im täglichen Leben, durch das Anwachsen d e •r z i 0 n i s t i sehen Bewcgn n g, hauptsächlichst bei der Jugend. ־ , Uns würde dieser innerjüdische Streit :nicht intercssicren, würde es sich nicht um Erscheinungen handeln, welche den t s c11׳ e c•h 0 s 1 0 w ä k i s c.11 e n Staatsg c d a n k ,c 11 t a!11 g i c r e n. Die Rabbiner liatten bisher eine Stütze in;der rückschrittlichen magyarischen W a h 10 r d n u n,g i n d e n K u 1111 s g e m c i n d e!n, ,welche eine Menge von Machinationen izuliessen, mittels welchen die unbequeme. Majorität verstummt gemacht werden konnte. Die Zionisten bemühen ,sich, •eine Aenderung ■dieser Wahlordnung herbeizuführen, indem sie. verlangen,!dass das!moderne tschechdslowa!kiseh:e Wahlrecht in die Gemeinden eingeführt werde..Es ist interessant, dass sie mit dieser Forderung nicht vereinsamt sind, •sondern dass auch die mächtige Partei!des Mu nk aeser Rabb 1 '11 er s S p i r a anlässlieh der vergangenen Sonntag abgehaltenen Versammlung, die von 1400 Mitgliedern besucht war,!diese Forderung aufgestellt hat. ■Umsomehr ,muss cs einen jeden aufrichtigen Tschechen in der Podkarpatsika Rus überraschen, wenn er erfährt, dass die Prager!Regierung, nicht dieser fortschrittlichen nnd demokratischen Forderung ider Juden •zuneigt,, sondern ״im Gegenteil, soll in den Antrag des neuen!Statuts für die Kultiisgemeinden, welches von den ‘Rubbinern i׳m Kultusministerium .ausgebrütet wurde, unseren Informationen nach, die r e a k t i o n ä r e Seite dieses Statuts noch •befestigter sein als bisher. Eine derartige Losung kann den Tschechen in Podkarpatska Rus nicht gleichgültig!bleiben. U,ns imponiert keine Deklamation über die Loyalität, wir wollen Taten sehen,'die Zeugenschaft ablegen, dass sich die Juden!der t s ch e c.11 o.s low a k i s c h ,e 11 S t a a t s i d e e anpassen. Diese Tatsachen sehen wir in' diesem Falle!bei den Zionisten. : Die Entgegnung, .׳dass das .moderne Wahlrecht dem jüdischen Religionskodex widersprechen würde, ist :hin- ■fällig. S,ie werden durch.•die gelehrte Schrift des Prager 0 י b e r r ab.ib in e r s Br o dy (das Verhältniswahlrecht),;welche durch die Urteile, beider ,offiziellen Ob e r r ab- . •■•b i:׳n;e ä 1 i i־;) didvsich ' ausdrücklich' ׳!für׳ das■ V;erhälthiswahireöHt ausgesprochen •haben, entkräftet. Demnach ist das, was die ■re a ׳kt ionär e n R a b b i n e r in Jüdengemeinden erhalten wollen, nichts Jüdisches, sondern •nur ,ein Ueberlbleibsel der alten magyarischen Mentalität.• ־־ ' ' 'Es־ ist die sittliche Pflicht!eines!jeden. Tschechen, 1; gegen; diese!magyarische Mentalität zu ''י ■kämpfen, denn insolange noch im öffentlichen Leben die Anzeichen ׳des altmagyarischen Regimes :bestehen wer- •den, werden •wir nicht Herren im eigenen Hause sein. Unstreitig haben in :,diesem •Sinne die Zionisten selbst sehr!viel verschuldet, durch ihre heutige Inkonsequenz in anderen Fragen und •hauptsächlichst durch ,ihre politisehe Unreife. Dies ändert ,aber, 'nichts an dem Faktum, dass •die überwiegende Mehrizahl der jüdischen Bevölkerung (und mit derselben auch eine. Reihe von •vernünf- .tigen Rabbinern)!die Demokratie und der Fortschritt in eigenem Lager verlangen, dass sie zum tschechoslowaki- . sehen Muster greift, un!d hiefür gebührt ihr Unterstützung und• Anerkennung.“ Auch, wenn• ׳die loffiziell-ziohistische. ״Zidowske Spravy“ des Herrn Wnldstein die Artikel nicht triiumphierend aus der ׳״Poclkarpatske iHlasy“ zitieren würde, wäre der Ursprung solcher Niedertracht, nicht zju verkennen. Wir..sind überzeugt, •dass nicht ein einziger gesitteter ׳ •Mensch einen'solchen giftspr.ühenden Artikel ohne ein .Gefühl des-Ekels ■und des .Abscheus zu Ende lesen kann. Soll - aber endlich' eine Säuberung unseres öffentlichen Lebens in Angriff ,genommen werden, so muss auch diese zionistisehe Eiterbäule aufgestochen werden. (Schluss folgt.) Givis J u da eus. Tagung der Agüda-Jugend in Bratislava. Am Sonntag, den 13. Tamus, fand in Bratislava anlässlich des׳ fünfjährigen. Bestandes der Agudas Jisroel-JugendorganF sation eine ausserordentliche Delegiertenversammlung der Agudas Jisroel-Jugendgruppen in der Slovvakei bei zahlreicher Beteiligung von ■fast allen Gruppen satt. Bei den Verhandlungen führte Herr Dezider Ungar den Vorsitz; Zunächst vvurden verschiedene Anträge behandelt und das Arbeitsprögramm für das kommende Jahr besprochen. Diej Nachmittagssitzung wurde' mit der Begriissungsrede des. Vorsitzenden der Landesorganisation Herrn Dezider Ungar eröffnet. In das .Tagespräsidium wurden die Herl ren. Dr. K. R o s e n b a u m- Bratislava, zum Mitvprsitzenden, Paul L i n k - Topolcany »Und ׳N. Bock-Nitra zu Beisitzenden gewählt. Protokollführer war Herr Mor. Weisz. Den .mit Beifall aufgenommenen Berichten der Gruppen folgte der Bericht des Organisationsvorstandes; gehalten durch Herrn Harry Kohlmann, in welchem er alle die Agudas Jisroel in der Slowakei interessierende^, Aktionen und Angelegenheiten gründlich behandelte. Im besonderen trat er der Auffassung entgegen, Agudas Jis* roel sei eine Kampforgapisation und führte aus, dass es! Agudas Jisroel ais Selbstzweck betrachte, alle im abhängigen thoratreuen Juden unter ihrem Banner orga* nisatorisch zusammenzufassen. Darauf folgte die Diskussiori über die einzelnen Berichte,, die zeitweise sehr leb*' haft war. Es beteiligten sich daran die Herren: Dezidei Ungar, Max Löwy, Ludwig Kästner, Heinrich Kohlmann, H erz 1, Dr, Rosenbaum und Herr Gen.-Sekr. J. J. Baun (Bratislava), Eugen S c h 1 e s i n* *) Unter ״Ludaki“ versteht mail die oppositionell« Hlinka:Partei. ■ 00000201000102

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