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Jüdische Presse · 1925-07-10 · 28 (10.7.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
28 (10.7.1925)
Date
1925-07-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 28 JÜDISCHE PRESSE Seite 189 ger, Paul und Julius Link (Topolcany), Simon Stern( (Stupava), Beck, Wetzler (Trnava), Bock, Stark) (Nitra), Schönfeld (N. Zamky) und andere. Inzwischen׳ sind auch die Herren Rabb. Dr. J. P o I i a k und DoktoiJ Deutschiänder (Wien) in Vertretung de9 G. A., fer*׳ ner H. M. Blech in Vertretung der Wiener Ortsuncf Jugendgruppe wie auch Herf F. Benedikt, Vor- Steher der orth.-isr. Kultusgemeinde und Herr D. H a-{ b e r f e 1 d in Vertretung der Landesorganisation und deri Ortsgruppe Bratislava erschienen. Herr Dr. Karl Rosen-! bäum hielt eine vorzüglich aufgebaute Festrede, an die' sich die Reden dy|Jierren Dr. I. P o 11 a k, Dr. Deutsch^!ander und Gen.-Sekretär I. I. Braun anschlossen( und einen tiefen Eindruck auf alle Anwesenden machten. Bei der abends stattgefundenen öffentlichen Versammlung( sprach nach e'iner ׳eindrucksvollen Eröffnungsrede des (Herrn Max Lö wy in ׳faszinierender!Weise•1Herr M; B!lech über das Thema ״Agudas Jisroel ׳und Erez Israel“. Das Abendessen wurde gemeinschaftlich eingenommen,!worauf die .Verhandlungen des •Delegiertentages zu Ende geführt wurden. Herr ׳Ludwig 1K a s t n er fasste ׳die!Resultate in der Tagung in einer schwungvollen Rede zusammen, in der er den erschienenen •1Gästen ׳und Delegierten für ihre Mühe Dank sagte ׳und׳ den Wunsch ,für weitere gedeihliche Arbeit zum Ausdruck brachte.!Herr D. Ungar schloss •die ,,Tagung. Sämtliche Delegierten schieden( •׳von dieser Beratung mit dem!Bewusstsein, für Aguda und iKlall Israel Nützliches geleistet zu. haben‘. H. •K. Neue zionistische Terrorakte. In Miuhkacs kam es vor einigen Tagen zu wüsten Ausschreibungen zwischen orthodoxen Juden ׳und Zionisten. •Die .Zionisten verbreiteten Plakate •und (Flugschriften,!worin ׳sie •aus!Anlass des Schulschlusses auch orthodoxe Juden auffarderten,!ihre Kinder in die;zionistischen Schulen׳• ׳zu schicken. Darauf wurde von seiten der Orthodoxen im Beshamidrasch mit Zustimmung des Vorstandes ein auifiklärendes ׳Gegenplakat ausgehängt. Zionistische Terroristen versuchten, •dieses Plakat zu entfernen. Darauf entstand ■eine Schlägerei, der die Polizei!durch Leerung des Beshamidrasch eine Ende machen musste. — (In ׳Ungvar sprengten zionistische Terroristen!die Türen der orthodoxen iGemeindeschule und drangen mit Gewalt ׳ein,,!um dort!einen ״!Propagandaunterricht“ von zionistischen Lehrern abzuhalten. Vortrag in der Trnavaer .Tugendgruppe. Vergangenen ׳ שבת פ' קלחreferierte •vor der ׳hiesigen Agudas JisroeliTugendgrupe )Herr!Michael Münk aus Berlin über 1״D׳i׳e soziale Tätigkeit der Ag!u׳da׳s Jisroel .in D e u f s c h 1׳ a ׳n ׳d“. Von der Reformbewegung 'ausgehend, schildert der Redner,!wie es seit Hirsohs .und'!Hildesheimers• Wirken gelungen sei, der Jüdischkeit in Deutschland wieder feste Grundlagen zu schaffen. Trotz der fremden Kultur und!Umgebung •mit ihrem gefahrvollen •Einfluss wachse heute .ein!Geschlecht!heran, das ׳von wahrhaft!jüdischer Ehrlichkeit durchdrungen sei1. ׳Dafür zeuge auch die aufopfernde Tätigkeit •der Orthodoxie für בלל ישראל Auf sozialem Gebiet sei in den letzten Jahren besonders seitens der Aguda-Jugend, Bedeutendes geleistet worden. Referent skizziert in kurzen Zügen die •verschiedenen Zweige der Agudas-Jisroel-Hilfstätigkeit. Die in Frankfurt zentralisierte '!Vermittlung ז016ת1־שבת Stellen wiird hiebei hervor- - gehoben. Besondere Beachtung findet die fesselnde Schilde- ׳rung des Berliner Hilfswerkes, das, aus kleinsten Anfängen entstanden, binnen kurzer Zeit segensreiche Wirksamkeit entfaltet hat.!Miit der Auf forderen ׳durch künftig unvoreingenommenes, sachliches Urteilen über ׳den wahren Stand ׳des heutigen ,deutschen Judentums eine verständnisvolle Annäherung ׳beider Länder herbeizuführen. sohliesst Herr Munk unter grossem ׳Beifall׳ der zahlreich ׳erschienen (Zuhörer seinen interessanten Vortrag. l ■ •»-- •■4 ־b. Jüdische Gestalten. Von Georg Clemenceau, überl setzt von Schiller Marmorek, Wien 1924, Rombus-Verlag, In mehreren noch vor dem Kriege geschriebenen Reise•( Aufsätzen schildert Clemenceau Art und Weise des gali-, zischen Judentums. Er ist ein scharfer und guter Be־*, obachter. Trotzdem vermag er nur die äusserhche Seite! der dortigen Juden zu schildern, da deren Innenleben! ihm vollkommen fremd ist. Es ist .ein für uns Juden! wenig erfreuliches Buch. 1 Jud Süss, Roman von Lion Feuchtwanger. Drei-, maskenverlag, München 1925. Dieser Roman, der in einemi der heutigen Generation völlig fremd gewordenen Milieu! spielt, ist ungemein spannend geschrieben, so dass man( das Werk nur schwer aus der Hand zu legen vermag! Der Held des Romanes, Süss Oppenheimer, der grosse(־ Finanzmann und Hofjude, der vor Fürsten und Herzogen ewig dienert und bückelt, hat sich trotz niedriger ServilitäD ,ein Grosses bewahrt. Es ist das unbeugsame Bekenntnis1 zum Judentum, woran er trotz aller Qualen, ja selbst! angesichts des sicher nahenden Todes hartnäckig festhält.1 Die doppelte Wahrheit in der Philosophie des Als Obi׳ Von Otto Ritschl. Göttingen 1925. Vandenhoeck und Ruprecht. — Obgleich schon fast anderthalb Jahrzehnte( seit dem Erscheinen von Vaihingers ״Philosophie des) Als Ob“ verflossen sind und der Wechsel der Zeit■* Stimmung eine Polemik gegen diese Weltweisheit deit Verzweiflung an allem Absoluten heute fast überflüssig' erscheinen lässt, ist die vornehm sachliche und tieft schürfende Arbeit des Göttinger Theologen doch vori Wert. Sie führt Vaihingers Theorie von den ״zweck•( mässigen Fiktionen“, die angeblich überall, insbesondere( auf religiösem Gebiete, das Feld beherrschen, durch die einfache Erwägung ad absurdum, dass ein religiöser Glaube, der auf der ״Als Ob“-Fiktion basiert, seine innere Sicherheit eingebüsst hat und damit im höchsten Grade! ״unzweckmässig“ wird. Also kann von einem pragmati-i sehen Wert solchen Glaubens keine Rede sein. Freilich( weiss Ritschl keinen befriedigenden Ersatz zu bieten,1 Denn das subjektive Erleben des religiösen Individuums) reicht zur Begründung objektiver Religion ebensowenig aus wie das Erleben der Religionsstifter. Die Offenbarung in ihren objektiven Zeugnissen ist schliesslich die einzige, tragfähige Grundlage für eine Gemeinschaftsreligion. Um das Alt-Neue Land. Von Saly Geis. Palästina- Aufsätze eines thoratreuen Juden. Verlag Sänger u. Fried■* berg, Frankfurt a. M. Der Vorzug dieser in sieben Auf- Sätzen nacherzählten Schilderungen über Palästina besteht darin, dass der Verfasser den Vorkommnissen in Palästina) politisch objektiv gegenübersteht und somit nicht ein■( seitig schildert. Die Reiseeindrücke fesseln von der ersten; bis zur letzten Seite und atmen ehrliche Liebe zum heiligen׳׳ Lande. , f Böse Folgen des Antisemitismus. Ein Chemie- Professor in Cambridge, Haida ne, veröffentlicht ein Buch über den Gaskrieg, dem wir folgende interessante Stelle entnehmen: Die Deutschen konnten also!ihre Gasangriffe ׳nicht verfolgen, sondern mussten warten, bis die Gas wölken sich verflüchtigt hatten. Zu dieser Zeit war aber auch der Widerstand des Feindes wieder möglich. Haldane führt diesen Mangel darauf zurück, dass der tüchtigste Physiologe Deutschlands, der beste Kenner der Atmtmgs- Organe, ein Jude!war und dass die deutschen Militär- .behörden ihn deshalb nicht verwenden wollten. ״Auf diese Weise“, sagt Haldane, ״bezahlten die Deutschen ihren Antisemitismus. ׳Wahrscheinlich!zahlten sie dafür mit dem Verlust des .Krieges. Denn niemals wieder ist es ihnen gelungen, in die französische ׳Front eine solche Bresche tzu schlagen, nicht ׳einmal dm März 1918. Es war für die Deutschen gut, ■dass ׳die Russen noch antisemitischer waren als sie. Hunderttausende von russischen Juden!hatten sich 1914 für den Kriegsdienst freiwillig!gemeldet. Beinahe alle wurden zurüekgewiesen und kein einziger ,zum Offizier ge- •macht. Sie lenkten deshalb ihre iKampfinstinkte in andere Bahnen, zum ׳.nicht geringen Vorteil für die Deutschen.“ Warnung. Angeblich' •treiben sich’ in Polen Agenten •herum, die junge Leute dazu verleiten, nach Wien zu reisen,!unter ׳der Vorspiegelung, dass in ,Wien die!Möglichkeit bestehe, ׳leichter •Art nach Palästina zu!kommen. ׳Diese Agenten lassen sich gut ,bezahlen •und stürzen!ihre Opfer ins Unglück. Es!wird vor ihnen׳ naohdrüakliehst gewarnt. Landesorganisation der Aguda in!Oesterreich. חננו מברכים בברכת מזל טוב את חברנו ידיד נפשנו חמו״ט במעלות, חב׳ חחתן יודא ליב מילדער נ״י לארושיו עם הבתולה מ׳ חי׳ שרה בת הרב מוח׳ ר׳ שמעון מיללער נ״י מפארקאשד. חב׳ שמואל גאלדשטיין. חב׳ משה נאנעל. והב׳ משח דן גרינוואלד♦ בחורי ישיבת טרנוי י״צו. Leontine Rosenberger Neukirchen Verlobte David Altmann Bratislava-Myjava Reska Messinger Bernat Telts Felsö Szelli Magyarszögyön Verlobte. Berta Trebitsch Max Kaltmann Mattersburg, Burgenland Pressburg, Tschechoslowakei Verlobte. Juli 1925. Statt Karten. Konkurs In der orth. israelitlsch-aschkenasischen Kultusgemeinde in 110k (Jugoslawien) ist die Stelle eines tüchtigen שרב וקורא ובעל תפלה ופסקנר 2 שו״צמל״ץu besetzen. Bewerber müssen קבלות von drei an. erkannten orth. רבנים hab0d, י״ש ׳באמת sein• Offerte nebst Zeugnisabschriften der bisherigen Tätigkeit und Angabe des Familienstandes sind an den Unterfertigten bis 15. Juli 1. J. einzureichen. 110 k, 16. Juni 1925 Siegmund Stern 0 Stahl- NüraWfor GaUaUriaw— 0 ■ ן r a posm Posten es-Bi Kämme M. INTRATBR Wien, I., Adlergaste 4 Telephon 76-2-07 601 erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners S, B, Ehrenfeld, Mattersdorf »r Koch, et fs. $ Kt!ectfarkun. Tag Tamus Juli Taanith Sonntag 22. 12. 11. Montag 23. 13. 12. Dienstag 24. 14. 13. Mittwoch 25. 15. 14. Donnerstag 26. 16. 16. Freitag 27. 17. 16. Samstag 28. 18. 17. Adas Jisroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit vom 18. bis 20. Tamus 5685t Freitag den 18. Tamus קבלת שבת 7.80, שבת ס׳ פנחס Morgengebet 6.15 u. 9.30, Minchah 12.15. Um 3.30 Vortrag פרקי אבות! anschl. Minchah. 8.45 מוצאי שיק. An Wochentagen Morgengebet 5.15 u. 6 Uhr, Minchah 7.15. Buchhandlung Dr. Josef Flesch Prag! II.! Soukenlcka 5 Reichhaltiges Lager in Judaita, Hehraica Antiquariat Kataloge auf WunschI Achtung! Kultusgemeinden und Mazzosbäoker! Spezialwerkstätte für neumoderne Mazzosrüffel sowie Teigquetschmaschinen und sämtliche Maschinenreparaturen zu kulantesten Preisen und garantiert für echtes Material HatI Böhm Feilenand Haschinenwerkstätfe Bratislava, Fabrikstrasse 3, Tel. 1056 Sehr wichtig für SS Mache hiedurch bekannt,,dass ich eine Schleifsteinfabrik eröffnet habe. Die Steine sind von den שוחטים der Pressburger orth. isr. 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