Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 31 (31.7.1925)
- Date
- 1925-07-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 JÜDISCHE PRESSE Seite 205 1 /ewish Agency die uichtzionistischcn Kreise .fernzubalten. I Von diesem Bestreben geleitet, ist er in den 'letzten Jahren der •radika-Isc Gegner Weitzmanns. ■Nun konnte er a-nlässlieh der •jüngsten grossen Versammlurrg der •!Konferenz* Gemeinschaft radikaler Zionisten frohlocken. •..׳Es hat sich gezeigt, stellte Jizchok Griinbaum fest, ■dass alle Opfer, [die man für die Heranziehung der nichtzionistischen 'Kreise gebracht hat, umsonst waren. Die ganze Energie ist umsonst ausgegeiben worden. Sobald das!Projekt der Krim- Kolonisation auftauchte, marschierten die!Herren ins andere •Lager ab. Wir aber werden alle Anstrengungen, alle natiojnalen Kräfte ־ entfachen, um Palästina zu bauen. P a 1 ii-!s t i n a ist eine e i f e r s ii c 1111 g e B r a u t, d i e kan n!d ie Liebe nicht mit anderen teilen“ Also sprach Herr Jizchok Griinbaum. Es soll zugegeben werden, dass Herr Grimibaum es versteht, seine Zuhörer mit!schönen Phrasen zu packen.!Doch die Phrase ״Palästina ist eine eifersüchtige!Braut“ besitzt keine innere Wahr* heit. Die Phrase stammt, im Grunde genommen, aus der Bibel,!wo davon die!Rede •ist, dass unser einziger.C-tt keine Götzen neben sich duldet. Nun .bat sich aber Herr Griinbaum von ■der Bibel sehr!weit entfernt. Er •hasst sogar tiefgründlich jene, die im Geiste der Bibel G-tt, der Götzen neben sich duldet, ewige Treue bewahren,, die Orthodoxie. ׳Er hasst sie, weil die Orthodoxie Palästina nicht als eifersüchtige Braut liebt, es nicht unter allen Umständen, unbedingt favorisiert. Nach der orthodoxen Anschauung gilt .nämlich auch für!Palästina der oberste Grundsatz,• dass unser .einziger G-tt keine Götzen neben sich duldet. Auch-dann :nicht, wenn diese Götzen der liebenden Leidenschaft zu der •eifersüchtigen •Braut •ihren Ursprung verdanken. Mit nichten Herr Jizchok Griinbaum. Für die Orthodoxie!ist Palästina nicht die eifersüchtige Braut. 'Es ist vielmehr die geduldige Mutter, die in harrender Liebe trotz aller Irrungen ihrer 'Söhne, •zu denen Jwir auch Sie, Herr Jizchok Grünbaum, zählen, ihrer seit i Jahrtausenden wartet, bis sie zu ihr zurück,kehren, nach- Idem diese verirrten!Kinder bereits zum Vater, zu I unserem einzigen G־tte, der keine •Götzen .neben sich duldet, den Weg gefunden־ haben. י¬ HACHRICHTJSK.! ■ Doppelsijum. Sabbat Matos-Masse fand in!der Storclienschul, 14. Bezirk, im Rahmen •des allsabbatlichen Scholansch :Saudoth eine Sijumfeier auf מם׳ ביצה שבת statt, an!welcher auch mehrere Zöglinge der!Aguda- Werkstätte teilnahmen. Allabendlich haben diese ־ernsten, strebsamen Handwer:k׳s’oersche 11 nach ׳den Tagesmühen einige Stunden dem Li.m11׳d-1Hator,a gewidmet. Die ׳Feier wurde mit einer gediegenen Ansprache Sr. Ehrw. Herrn’ Rabbiner Aron Wei׳ss ׳eröffnet, der die!Bedeutung und Wichtigkeit des gemeinsamen :Lernens ׳ henvorhob. ■ Es sprachen noch die Herren Naftali Gärtner und Moses He 11 reich. Um da׳s Gelingen des stimmungsvollen Festes haben sich die Herren Ofner, W a h 1׳, W e c ti s- 1 e r bemüht. Den gesanglichen Teil leistete Oberkanten־ :E i 11 11 0 r n, ferner Herr W •e ii n 1b e r g e r und!H 0׳ f fmi a n n. ,/ Hochzeit im Hause des Gaon aus Altstadt. Am 116. Aw findet in Krakau' die!Hochzeit der jüngsten Tochter des ehrw. Oberraibbiners J e r u ch e m aus Altstaclt mit Herrn Salomo Kluger statt. (Herzlichen מזל ט1ב) HHieruf. Iin 'Rahmen ׳der sozialen FürSorgetätigkeit ^cler Agudas Jisroei Jugendgriippe, Wien, 11״ würde vorige!Woche vom Vorstand eine Aktion ins Leben gerufen, welche die notleidenden Chaluzim, deren es hier noch eine grosse־ Zähl gibt; mit den notwendigsten Lebensbedürfnissen:- versorgen soll. Zu diesem •Behufe wurde beschlossen, an alle Kreise der Wiener Orthodoxie mit dem Ersuchen heranzutreten, jede Woche zumindest einen Laib Brot •oder den entsprechenden Betrag per Familie zugunsten der in Elend geratenen Palästinafahrer spenden zu wollen. Es ergeht daher an alle die dringende Bitte, sich an dieser ׳Aktion, deren Gelingen den Aermsten der Armen ׳eine wesentliche Erleichterung in ihrem־ Kampfe um das Dasein bieten würde, nach Kräften mitzuarbeiten, um 50 diese edle Sache zu fördern und ihr Gedeihen zu sichern. Ein Palästinabilderbaiid, der einen wirklichen, um-!fassenden •Eindruck des Landes, vermitteln soll, ■muss, die ganze Vielfältigkeit und die Gegensätze zeigen, .die;Erez schwarzen Schatten •und •Bildern des Jammers so verfolgt dass man sich bald wieder hinaus!in das Feuer d:e:r:׳! Schlacht sehnt. Gegen!Abend ging ich in das Beshamidrasch, das jetzt noch, mehr wie sonst der Sammelpunkt alles Lebens Uuid Leidens im Städtchen!ist. Die Leute kommen zum 1Beten und vergessen das Heimgehen. Haben draussea nichts; zu •versäumen und nichts zu verlieren. Kein Geschäft und ׳kein Haus, ׳kein Verdienst und kein Brot So bleiben sie 'denn hier im .unheimlich düsteren Raume — es ist Mangel an Talgkerzen., die!Petroleumlampen sind leer — spitzen jingstKch die Ohren wie verscheuchtes Wild lind lauschen, jauschen ... War es nicht ,wieder Kanonenschuss oder PferdegetraP'Pel,’Kosakengesang? Letzterer macht alle noch mehr erbeben, als der Donner der Geschütze. Ja, wenn Kosaken singend •durch den Ort traberf. . . Zuweilen erzählt •jemand etwas im, Flüstertöne und!•die Menschen •hören fröstelnd, schaudernd. Dort jenseits!׳des N.jemen, in Br., drangen sie nachts in das Haus des ,־Joel Salkin und hatten schon die Stricke mitgebracht . . .!Und dort ׳in Kl. . . . Half, hört man auch nichts? Keirfe Schüsse, kein Getrappel, kein Singen? ... So .überraschend kam das hier, Die Leute haben nie Zeitungen gelesen, bekümmerten sich nicht um den Gang der Politik, und vom Kriege sprachen nur die Kinder in ihren Märchenerzählungen . . . Nun war ׳es buchstäblich über Nacht da. Das Einziehen der jungen Männer und Söhne, das •Schftessen, der Hunger, die singenden Kosaken'. . Das erste Entsetzen ist nicht mehr gewichen und äst in seiner kälten Versteinerung auf den Gesichtern geblieben ... Man zeigte mir einen grossgewachsenen, schiefsehultrigen, älteren Mann, mit ausgemergeltem Asketengesicht und leeren Augen, der, über ׳ein altes Buch gebeugt, unaufhörlich unverständliche Worte murmelte. Ein ״Jpinkippurmacbspr“, sagte mir mein ׳Führer und erzählte jmir 5zugleich die tragisch^ Geschichte des Mannes. i (Fortsetzung folgt.) ׳! Seiden- und Woll-Talcsint ז־ידען־ & וואלל־טליתים ערציינט David Windschauer, Wien IX., Serviteiigasse Nr. 10 / Telephon 16-217־ Israel in seiner Landschaft und seiner Bevölkerung, in Geschichte und Gegenwart aufweist. Wie wir erfahren, erscheint soeben ein solches Bilderweirk im Verlage Meyer & Jessen in München. Dr. Georg Landauer, der Herausgeber des Bandes, hat als besonders guter Kenner des Landes 350 bisher unveröffentlichte Bilder zusämmengestellt, die das alte und •das neue Land lebendig!werden lassen. Besonderen Reiz erhält der •Band durch das Vorwort, das Sven Hedin dazu geschrieben hat. Ein ausführlicher Anhang unterrichtet über das Wesentliche jedes Bildes. Der Band wird auf schwerem ■Kunstdruckpapier in Grossoktavformat ,gedruckt und in künstlerischem Ganzleinenband M. 20 kosten. Sämtliche Buchhandlungen nehmen jetzt schon Bestellungen entgegen. Wir werden auf den!Band* der ein langbestehendes Bedürfnis erfüllt, nach seinem Erscheinen noch zurückkommen, , *• ■י■ — ■, י . - Grosse Befriedigung der reglerüngsamtliclien Schul- Inspektionen in Polen. — Eine Niederlage der Iink9gerich־! teten jüdischen Abgeordneten, Warschau. (A. J. P. B.) Die verräterischen Angriffe linksradikaler jüdischer Ab* geordneter gegen das jüdische Cheder veranlassen die polnische Regierung zu einer neuerlichen Inspizierung der Chedarim. Der schriftliche Bericht der Inspektion drückt einheitlich vollste Befriedigung über die Führung der Chedarim aus und stellt fest, dass die Chedarim das Programm der Regierungsschulen an5 Güte sogar übertrafen. Hiedurch haben die hässlichen Interpellationen der Wi-, gotzki, Prolutzki und Konsorten im Sejm und Senat ihre gebührende Abfuhr erhalten. Die Agudastellen sind rastlos; bemüht, die Chedarim im Sinne ihres Programmes weiten auszubauen. Jahresversammlung des Misrachi in Holland. Bei der. diesjährigen Jahresversammlung des Misrachi in Holland wies der Vorsitzende, Rabbiner Dr. B. Ricardo darauf hin, dass das Bestreben des Misrachi immer darauf gerichtet ist, in untergeordneten Punkten sich mit den anderen׳ Parteien zu verständigen, um die Sachen nicht auf die) Spitze zu treiben. Dieser Standpunkt kann jedoch nun daun aufrechterhalten werden, wenn .die Ehre und das Prinzip nicht in Frage kommen. Audi das Ziel der durch den Mändatsvertrag vorgeschriebenen Jewish Agency ist, die verschiedenen Strömungen innerhalb der Judenheit so weit als möglich unter einen Hut zu bringen und um die׳ gemeinsame Palästina-Arbeit za gruppieren. Dass^dadurch Aussicht vorhanden ,ist, mit der Aguda zusammenzuarbeitenl und die ersten Schritte hiezu schon getan sind, kann der Misrachi nur mit Freude begrüssen. Wenn diese Ver-) hanälungen zu einem Resultate führen, wird dadurch der! Wunsch des Misrachi erfüllt werden und die so notwendige Unterstützung von Nichtzionisten •Gleichgesinnten erhalten! werden, worauf Misrachi im Interesse des traditionellen Aufbaues immer gedrungen hat.. Dass die Aguda mit selb־* ständiger Palästina-Arbeit schon den Anfang gemacht hat, wird indirekt auch den allgemeinen zionistischen Bestrei ־bungen zugute kommen. Ist ja die Stärkung des koiiser- •vativen Elementes in Palästina, im heutigen Stadium eine! :Lebensfrage für die dort entstehende jüdische Gemeinschaft: da die revolutionär gefärbten;■. Gruppen den ruhigen Entn wicklungsgang zu stören .!drohen und mit ihren unreifen), Theorien auf unverantwortlicher Weise in bezug auf dass erst emporspriessende Leben des ^künftigen jüdischen ׳Staa tes experimentieren wollen. In bezug auf die hebräische) Universität stellt der Vorsitzende die Frage, ob , das, was׳ erreicht wurde, nicht zu!teuer erkauft wurde, mit der Gefahr, die mit der Universität in die1 Reihe des Mis־| rachi getreten ist. Würden die neologen Kräfte wirklich׳ die Oberhand erlangen!und :ahf dem geheiligten Boden Theorien verkündet werden, die dem alten überlieferten) Judentum fremd sind, so wird1‘die zionistische Bewegung) jedes religiöse. Motiv verlieren und den Auszug aller traditionellen Elemente unvermeidlich zum Gefolge haben. Die Eingliederung von Akaba und Maan in das Palästinamandat vor dem englischen Unterhaus. London. (J. •T. A.) In •der Sitzung des Unterhauses •am •6. Juli richtete Captain' Wedgwood au den Kolomenminister die •Frage, auf Grund welcher Autorität' er jüngst die südliche und .östliche׳ Grenze .Transjordaniens ,festgesetzt hat. Der Kolonienminister Mr. ■Amery erwiderte: Der Völkerbund billigte am 23. •September 1922 eine Definition des Territoriums Transjordaniens, dessen Grenzen von einem Punkt iziwei Meilen westlich der Stadt Akaba zum.!Zentrul von Wady Araba, zum Toten Meer und!zum Fluss Jordan bis zii seiner Verbindung mit dem Fluss Yermuk und dann zur syrischen Grenze laufen.!Aus dieser Definition!geht klar *hervor, dass das transjordanische Territorium sich über «die Stadt Akaba hinaus erstrecken dürfe. Die ׳Grenzen zwischen Transjordanien und den unabhängigen arabischen Territorien ■von ׳Hedschas und Neid konnten niemals bisher gezogen w,erden, obwohl die britische Regierung zu versöhiedenen Zeiten den Sultan von Nejd und den König von;Hedschas <zu einer-׳Festsetzung ׳dieser Grenzen eingeladen hatte. Die britische Regierung hat beiden Parteien mehr als einmal klar z«u •verstehen gegeben, dass sie als richtige Grenze den Punkt zwischen Maan und .Tebuk, der von der Hedsßhas-Eisenbahn •durchkreuzt wird und einen־ transjordänischen Zugang zum Meere in der Nachbarschaft von Akaba zulässt, betrachtet.!König Hussein hatte zuerst an־ erkannt, dass über die Zugehörigkeit des Villayets Maan noch keine ,Regelung besteht, Hess aber trotzdem durch dieses Territorium ,Kriegstransporte gehen. Um die Neutralität zu wahren, wurden Schritte unternommen, um die Kontrolle der transjordanischen Administration in einer Gegend, die laut _ dem Mandat ihrer Obhut, obliegt, durchzuführen. Der frühere König von Hedschas, dem anfangs erlaubt worden ׳ist, in Akaba eine Zuflucht zu!finden, wurde nunmehr eingeladen, Akaba zu verlassen und nach der Insel Cyperni ■ zu gehen. Die Autorität . des Emirs Abdullah von Transjordanien /wird nun bis zii den gesogenen Grenzen ausgedehnt werden. Die Spaltung Jm Waad Leumi. Jerusalem. (A. J. P. B.) Die misrachistisohep Wortführer haben einen Aufruf;, erlassen, worin die Forderung aufgestellt wird, •dass die Frage des Frauenwahlrechtes einer Volksabstimmung z.u unterwerfen sei. Däs Ergebnis dieser Volksabstimmung würde für Misrachi unter allen Umständen bindend sein. Auf Grund dieser Erklärung fand am 5'. Juli in Jerusalem eine Sitzung des linken Waad Leumi mit zwei Misrachi- Vertretern statt. Seitens des linken Waad Leumi wurde eine Volksabstimmung mangels einer .gesetzlichen Gr,undläge abgelehnt. Rabb. Assaf erklärte namens seiner Misrächiorganisafion, dass die Gegner anerkennen müssen, dass in der Zustimmung zu einer Volksabstimmung ein bedeutender Fortschritt des rechten Flügels liege. Rabbiner Bermann führte namens der gleichen Organisation aus, es sei Hauptaufgabe des. Misrachi, die Othod.oxie in . den Zionismus hineinzudrängen, weshalb •der Orthodoxie mehr Berücksichtigung gebühre. Dr. Klausner bemerkte, :dass für eine Volksabstimmung weder das formalenoch moralische Recht bestehe, da die Frauen bereits Mitglieder der Delegiertenversammlung seien und man ihnen ihre Menschenrechte nicht rauben könne. Die Forderung des. Misrachi erniedrige das Judentum. Agudas Jisroei werde unter keinen Umständen ,mitgehen, auch wenn die Volksabstimmung zugunsten der Frauen ausfiele. Die'' Agudisten könnten im Gegenteil den Misrachi schädigen, indem sie ihm entgegenhielten, dass eine religiöse Frage einer Volksabstimmung nicht unterworfen ,werden dürfe. Ben Gorion wandte sich ebenfalls gegen den Misrachivorschlag, .den er nicht verstehe, weil er nicht aus religiösen, sondern aus politischen Gründen hervorgeht. ׳Misrachi betrachtet sich nur als ein politisches Mittel, um die Orthodoxen an sich zu fesseln, während ■in Wirklichkeit •durch eine solche Taktik kein Mensch für diese gewonnen werden kann. Misrachi soll lieber seine Erkenntnis, dass •die ,F.rauenfrage keine religiöse sei, in die Oeffentlichkeit hinaustragen und dafür kämpfen. Durch seinen Mangel an Mut ab.er und Indem er *diese!Frage 1z,u einer taktischen erniedrige, be-, raube er sich •des Rechtes,!die gemässigten Konservativen :zu vertreten und treibe die Orthodoxie in •das Lager der Agudas Jisroei.!Im Namen der gemeinsamen zionistischen Interessen fordere er den Misrachi auf, sich zu dem zu bekennen, was er innerlich fühle. Bin Gewissensprohlem dürfe man nicht zu einem taktischen erniedrigen. : \ New York. (׳A. J. P. B.) Der amerikanische Misrachi hat an seine Gesinnungsgenossen in Palästina eine Aufforderung gerichtet, in der Frage des Frauenwahlrechtes nachzugeben. ' Berlin. •CA. J. P. B.) Der deutsche!Misrachi hat folgendes Telegramm an seine Jerusalemer Zentrale ge־- richtet: ״Wir halten ■den. Zeitpunkt!für •denkbar ungeeignetst,, durch Ablehnung des geforderten Referendums!die politische ׳Einheit der palästinensischen Judenheit in Frage zu*!stellen. Machet alle Anstrengungen, um durch Gestaltung des Wahlrechtes gemäss Referendum eine Einheitsfront •zu schaffen!“ Zwei Gaonim über das Frauenwahlrecht.!Riga: (A. J. P. B.) Die beiden grossen Rabbiner der ..Stadt. Dwinsk, ,welche sieh durch ,ihr •grosses talmudisches,Wissen in der ganzen Welt •einen bedeutenden Namen geschaffen haben, würden kürzlich über den Frauen Wahlrechts« freit־ befragt.!Der ,eine, Rabbi Meiir Simcha, verurteilte das Frauenwahlrecht als Prizus. Der Rogaczower sagte, es sei ein direkter :Issur, wofür er Belege aus der Halacha zitierte.־ Hiliel Zeitlin über Leben und Wirken der Chassidim. Jerusalem. (A. J. •P. B.) Hiliel Zeitlin erwiderte in־ einem Gespräch mit Aohad Haam gegen dessen Kritik über die ,neuen ,chassidischen!Einwanderer ,in!Erez Jisroei,־ ״dass •Ac'had Haam gar!keinen Einblick in ׳das chassidische Leben und in die Seele des Ohassids habe: Bei den!polnisehen Chassidim •ist eine kolossale-Bewegung für ,die Renaissance Erez-Jisroels entflammt und die Kolonien!BVrre i; Brak und N a c!h 1 a 111 Jakob sind glänzende Beweise^ ihrer starken Arbeitskraft, die 'allendings bloss .als kleiner* Anfang zu * 1bezeichnen sind, denn [wir ,haben ,nocJi־ Grosses voiribue.n zu erwarte n“. Auch in der Warschauer Zeitung, der: ״Moment", widmet' Zeitlin diesem Gedanken grosse Aufmerksamkeit und hebt. insbesondere das soeben ׳in ,jiddischer Spräche erschienene Werk ״Juden- Problem“ von Dr. .׳Isak Breuer mit. Anerkennung :hervor Orthodoxer Wahlsieg in Pultusk. (A. J. P. B.) ’ Bei den Kultusgemeinde wählen in Pultusk haben sieben Listen für den Erfolg gekämpft. In der letzten Phase der Wahlbewegung haben sich die drei orthodoxen Listen vereinigt; so konnte die Orthodoxie in Pultusk nach einem heftigen Wahlkampf mit sieben Mandaten '-־ die. übrigen Parteien: Handwerker zwei, Zionisten eines Unoartöiische zwei — «Be Mafgtftgt enrlHgefl. 1 Staatliche Subvention der jüdischen Synagogen in Lettland. Der!Sejm votierte im Budget Subventionen für •die Landes'konfessionen, darunter auch für •die jüdische in der Höhe von.l Million Rubel. Das erste Halacha-Werk seit Kriegsausbruch In Lettland. Der Krieg hat. die Vertagstätigkeit •auf dem Gebiete •der t,aImudi!sohen Forschung ,in ׳unserem.Lande ganz inis Stocken fföhmcht.!Daher ist es ׳besondens zu ibegTiissen, ,dass in den nächsten Tagen die erste.!Erscheinung auf diesem Gebiete aus dem Drucke kommt: Ein stattlicher Band.:שרת. genannt □שם עול von' R.-iM. S. Stal, Rabbiner in, iBausk. Einen Daf-Jomi Luach Hess di Zentrale der Geirel- A'gudas-Jj'sroel anlässlich des Sijum auf ׳ ר״הDD in einer grossen ^Auflage enscheinen־ . .׳' , .. Die Gruzinischen Juden wenden sich an die Aguda um HUfe. J e r u s a 1 e m. Im Aufträge der Gruzinischen Juden wandte sich Rabbiner David Woizub an die: Landesorganisation deir palästinensischen Agudas. Jisroei! mit einem ausführlichen Memorandum, das die schreckliche! Lage der dortigen Juden schildert und an die Aguda appelliert, sie möge diesen die Möglichkeit zua: AnsiedF lung im heiligen Lande verschaffen. Die Agudas jisroei beschäftigt sich seit längerer Zeit mit diesem Thema und hat auf Grund dieser Intervention eine Plenarsitzung einberufen. Eine Neugründung def palästinensischen Poalo Agu4 das Jisroei. Jerusalem. •Die unermüdliche palästinensi-, sehe Poalo Agudas Jisroei hat auf kooperativer Grundläge eine grosse Ziegelei gegründet. Sie ist bereits auf! längere Zeit mit Aufträgen versehen, unter anderem hafl das Diskinische Waisenhaus und die Bauleitung der Schaare! Chesed-Häuser die Bestellung ihres gesamten Ziegelbei darfes dieser Organisation vertraglich zugesagt. Die Bodenfrage In PsÜ(ä8tina vor dem englischem ^Oberhaus. — Die Araber kultivieren neun MJlUoitejn tDunam, die Judejn 850,000 Dünam; eineinhalb MaUoneri Duham für die zukünftige jüdische Siecßung. London( (J. T. A.) In der Sitzung des engljs.chen Oberhauses vomi 20. Mai richtete Lqrd Raglan an die Regierung dis Frage, wie gross in Pal£stin,a der anbaufähige Boden ist* wieviel von demselben 0on den Arabern und wieviel von den Juden bearbeitet wird. Wie gross endlich ist die für die jüdische Siedlung noch zur Verfügung stehende/ Fläche? Es sind mancherlei Gründe vorhanden,־ führtit