Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 31 (31.7.1925)
- Date
- 1925-07-31
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Beite 206 JÜDISCHE PRESSE Nr. 31 Lord Raglan weiter aus, weshalb die Regierung diese Inyformationen geben müsse. Mehrere aufeinanderfolgende^ Minister haben erklärt, dass Juden nach Palästina nur gemäss der Aufnahmefähigkeit des Landes hereinigelassem werden sollen. Dessenungeachtet sind in den letzten fünf Jahnen 35/JOO Juden ins Land gekommen, von' denen sich aber nur 2000 bis 3000 auf dem Lande niederliessen, wähnend der Rest in die bereits überfüllten jüdischen׳!Viertel von Haifa, Jaffa und Jerusalem zog. Die Informa׳- tidhen sind aber auch aus einem anderen Grunde erwünscht. In Sudeuropa studieren Juden die Landlwirtschaft, um sich dann irf Palästina diesem Zweige zu widmen. Wenn; auch Palästina landwirtschaftlich so dicht wie etwa York;- shire besiedelt wird, so wird es nur noch etwa 150.000 Landwirte aufnehmen können. Lord Stanhope erwiderte im Namen der Regierung: Palästina misst insgesamt 27 Millionen Dunam, davon entfallen auf die südliche Wüste' sieben Millionen Dunam, etwa siebeneinhalb Millionen Dunam unkultivierten Landes werden für Städte, Dörfer, Eisenbahnen und Wege abzurechnen sein, so dass nur zwölfeinhalb Millionen Dunam für Kultivierung verblei(* ben. Von diesem Boden verarbeiten die Araber etwc\ neun Millionen Dunam, wovon e^in Drittel eigei^ich unbebaut bleibt; 850.000 Dunam bearbeiten die ,Juden; 150.000. Dunam Angehörige anderer Nationen. Es verbleiben dem* nach etwa zweieinhalb Millionen Dunam unkultivierten Bodens, von welchem wahrscheinlich nicht mehr als einv einhalb Millionen der jüdischen Siedlung in Zukunft zutf Verfügung stehen werden. Es soll aber bemerkt werden, dass es wegen des Fehlens genauer Berichte unmöglich• ist, sichere Ziffern zu nen(nen; was demnach mit Bezugi auf das freistehende Ansiedlungsland gesagt worden istj beruht!lediglich auf Vermutungen.! Kirchenlieder am Grabe I. L. Porez. Warschau. (A. J. P. B.) Die zionistische Organisation von linksgerichteten Arbeiterparteien veranstaltet am Todestag von I. L. Porez an dessen Grab eine Gedächtnisfeier, wobei si jede religiöse Zeremonie ״als mit dem Geiste des Renaii sancejudentums unvereinbar“ ablehnten. Das französische Rabbinat gegen die ittdlsch Assimilation. Pari s. (!A, J. 1P. 1B.)!Die ״Union der frar zösi'schen.!Rabbiner“ hat;in ihrer!Plenarversammlung i einer Resolution folgenden!Passus der Oaffentlichke; übergeben: .,Das Rabbinat -kann, die Befürchtungen ׳nicfi verschweigen, welche ihm die Bestrebungen verursachet auf heiligem Boden ein r e i n 11׳ a t i o n a 1 ׳e!s u n ■! w el 11 i c 11׳ es Judentum zu k 0 n s t 1׳' t u i e r e n, ■uni die Gefahren, die aus einer solchen!Entwicklung sowol für das •jüdische Palästina wie für das!allgemeine Juden tum erwachsen. Das Rabbinat beschliesst daher in der! Wünsche, •die . Gemeinden• und die Gläubigen für dej Aufbau eines wahrhaft!jüdischen Palästina zu dnterj essieren, die Schaffung eines Werkes, das allen französij sehen Juden gestatten!wird, zur!Entwicklung von lErel Jisroel Sowohl in!landwirtschaftlicher und .industrielle! Beziehung .beizutragen, als!auch vom religiösen un sozialen Standpunkte aus, indem es in diesem!Geiste dl schon existierenden oder im Werden ■begriffenen Instittf tionen und Unternehmungen unterstützt.“! f _ . i | Tsehechosilowakei Von der Bratislavaer .!eschiiva. Am 28. und 29. Tarn ins fand das grosse Verhören!für den Sommer- זמן ,an der Pressburger ישיבה statt. Auch diesmal waren ausser ■dem •Rabbinat und dem!Gemeindevorstand zahlreiche בני תורה der Stadt anwesend und legten grosses Interesse für ■das Gedeihen dieser;berühmten Lehrstätte ■der תוה״ק .an den Tag. Se. Ehrw. Herr 0'berr.abbiner Schreiber unterbrach seinen Aufenthalt im Kurorte, um das Verhören i,m ■!Hanptsohhir persönlich vorzuniehmen und sich von ■den iLernfortschritten seiner Schülerschar zu überzeugen. ,Auch in diesem Sommersemester!zeichnete sich •der grösste Teil der Schüler durch reiche Kenntnisse und durch Fleiss!aus. Das Verhören zeigte zugleich, dass!in der ישיבה auch jetzt wie ׳in den besten Zeiten der Vergangenheit, ■ein guter Geist, vorherrscht und die Talmidi-m mit!Liebe und . Verehr׳un,g an ihrem Rabbi hängen. Aeusserst seiten traf es sich, dass ein בחור eine /Frage ,nicht beantworten konnte. 01b gross oder ׳klein, alle Schüler wurden vorgerufen und der Rabbi legte offenbar ■Gewicht ■darauf, den בהרים keinen Zweifel darüber zu ■lassen, dass er ausnahmslos von einem jeden unermüdlichen Fleiss und verständnisvolles Eindringen in den ,gesamten Lernstoff fordert. Während der!beiden quälend heissen Sommertage fand ■er ׳Gelegenheit, sich zu überzeugen, dass seine Bemühungen, die יי׳ ש י ב ה _ des grossen חתם סופר und seiner kongenialen Nachfolger in ihrem alten Glanze zu erhalten; von Erfolg ׳begleitet ist. Möge die breiteste oÖffentlichkeit der חלמירי.חכמים und 4er אוהבי חורה der Pflichten ■eingedenk sein, di,e der!Bestand, einer ישיבה von •dem unvergänglichen ■Ruhme ■der Pressburger allen ■denen auferlegt, die.!in der Lage sind, mehr oder :weniger die . materiellen. Lasten •der :Erhaltung der!Anstalt, mit- •zutragen und•, •mögen '!sich' •bald Mariner finden, , die •das längst allseits als Lebensnotwendigkedt :für die ישיבה erkannte Inter n a t zu errichten helfen! ■Nicht weniger lobenswerte■׳Arbeit•'leistete auch die ישיבה קטנה an der die Prüfung am 29. Tamus unter Vorsitz Sr. Ehrw. Herrn■ Oberrabbiuer ׳Sc'hfreib'er vonstatten gitjg. Rabbi Baruch Lö b l. der Leiter ,dieser: Vorbereitüngsjeschiwä, hat ■es nach dem Urteil aller :Augen- und Ohrehze!ngen ^itjj<l^ejrhö;ren_auf. ׳das, vor-; züglichste verstanden, •seinen Schülern ■einen דרך הלימוד b'cizubringen, .der . diesen jungen Menschen für' die ■Zukunft schöne ׳Erfolge ,im ״Lernen“ sichert. Im Interesse der Jüdischen Kurgäste in, Luhatschewitz. Wie ׳uns-; aus Luhatsohewitz berichtet wird, ■hat der Restaurateur Natow.itz die behördliche 'Bewilligung zur ׳Errichtung eines ,allen modernen Anforderungen! entsprechenden Gasthauses erhalten. •Herr Natowdtz plant den Bau eines eigens zii diesem Zwecke geeigneten!Hauses, sofort nach Beendigung der jetzigen 'Kairsaison in Angriff zu nehmen. Dadurch wird ׳ein Wunsch vieler jüdischer!Kurgäste, die Luhatschewitz stets ,gerne aufsuahen, in!Erfii'lluhg gehen. Um Henrn Natowitz die finanziellen Mittel in Form eines •gesicherten Darlehens zur Verfügung!zu stellen, hat sich vor einigen Tagen aus den Herren Rab- ‘biner Aron K atz; Leopold Weiss in Nitra, David L-ö wbe e r und Salomon Gelley in Topolcany ein iKomitee gebildet, das sich , jetzt •an ■die Oeffentlichkeit ,mit einem Aufruf zur Beteiligung ,an der Aufbringung des erforderlichen Kapitals wendet. Wir lenken , die Aufmerksamkeit unserer Leser 'auf dieses Unternehmen und bitten die Interessenten, ׳ sich mit allen Anfragen an Herrn David •׳L ö w b e e r in Topolcany zu wenden. ׳ Zionistische Jugendpflege in Bratislava. In Nr. 27 brachten ,wir einen kurzen Bericht über ein zionistisches Jugendfest; das von den Zionisten ■in Bratislava veranstaltet wurde. Unser Bericht war ein leiser, sehr | gemilderter Abklang des abstossenden Eindrucks, den diese zionistische Veranstaltung •in allen gut jüdisch denkenden und fühlende# Kreisen des religiösen Judentums von ■Bratislava hervorgerufen hat. Der dabei zutagegetretene חילול שבח und die öffentliche Verletzung der elementarsten צניעות Vorschriften wurden besonders hervorgehoben: Darauf veröffentlicht Dr. Oskar ׳Neumann in der ״Jüdischen Volkszeitung“ ■eine ganz in zionistischer Tonart gehaltene ״Erklärung“, in der er evidente Tatsachen, die von zahlreichen Leuten beobachtet wurden, in sehr bestimmt׳ klingenden!Ausdrücken■‘ glatt leugnet. Dabei ,macht er allerdings •recht vorsichtig geographische Einschränkungen über die Herkunft der Zionisten,•׳van denen er behauptet, dass ׳von ihnen ■nicht ein einziger am ׳ שבהin Bratislava angelangt sei. Für uns ist •es sehr gleichgültig; ob die מחללי שבת קודש von der ״SIowak e]‘ und- P0 d!k ar p a t s■k a־R uss“ . kamen oder ׳von einem anderen geographischen Punkte des Jn- und ׳Auslandes, ■ebenso wie es einerlei!ist, ob sie ״ordnungsgemässe Mitglieder“ der Schomrim-Gruppen oder anderer zionistischer Vereine sind. Dr. ■Oskar Neu- •niarni hätte sich über die Richtigkeit unseres!Berichtes ׳durch Nachfrage bei seinen eigenen ■zionistischen Freunden Gewissheit vorschaffen können, wenn er gewollt •hätte. Anstatt solch ,noble- ״!Erklärungen“ ,zu veröffentlichen, sollte er ׳sich bemühen, sich ein klein wenig :in die jtidisehen' Dinge einzuleben und eine ׳jüdische Gemeinde wie Bratislava von un jüdischen, Schaustellungen, wie das erwähnte zionistische J tigendfest•, jedenfalls verschonen. Der Rabbi von״״ Wiznitz in . Mukacevo. Von unserem Munka£Yef Berichterstatter erhalten wir folgende’Nachricht: Vor einigen Tagen hatten wir : die Ehre, den Grossrabbiner von Wiznitz, begleitet vom! ׳, Oberräbbiner von Visulde. Sus? fVilo) uhdT seinen anderen. Söhnen, hier zu empfangen* Im ■Bahnhof erwarteten ihn viele hunderte Anhänger. Während seines zweitägigen hiesigen Aufenthaltes besuchte ihn fast die gesamte fromme Judenschaft unserer Stadt und sehr zahlreiche Chassiditrt und Ansche Mäasse aus anderen Gemeinden. Bei seiner Abreise nach Polen begleiteten ihn die Mitglieder des. Wisnitzer Beshamidrasch bis zur Landesgrenze. Die Mitglieder des ״Hisachdus Charedim“ versammelten sich über Einladung des Oberrabbiners von Visul d. S. in seinem Zimmer zu einer Ausspracfte über die Bestrebungen des Vereins. Der Herr Oberrabbiner richtete eine aneifemde Ansprache an die Jugend, iri der er im besonderen auf die Gefahren hinwies, die infolge der Untätigkeit von ortho- . doxer Seite der. religiös gesinnten Jugend von seiten des! Zionismus droht. Seine Worte hinterliessen einen dauernden Eindruck auf alle An weisenden. Aguda-Versammlung 1f תי Tjacevo. *(Töcsö). Mon-1. tag, den 14., besuchte unsere Aguda-Jugend•- gruppe Herr Salomon Fischhof aus Bratislava. Unsere Jugendgruppe veranstaltete: aus diesem Anlasse eine Generalversammlurig im grossen בית המדרש zu der die ganze Gemeinde und auch׳ Vertreter einiger Nachbaigemeinden erschienen sind. ,Der Vorsitzende der Jugendgruppe Herr ’Martin Grö^s eröffnete die Versammlung; begriisste im Namen der; Versammelten den Gast und gab in kurzen Umrissen ein Bild der Tätigkeit der Aguda in Tjacevo, wobei er. dem öemein,devorstand und vor allem dem Präses Herrn Alois :R o t h in warmen Worten für für die Unterstützung der Jugend Dank sagte. In einer zweistündigen Rede, legte sodann Herr Fischhof Programm, Grundsätze und die bisherigen Leistungen der Agudas Jisroel dar.?»eine meisterhafte ’• Rede rief bei allen Anwesenden grossen Beifall hervor, so dass viele sich zum Anschluss an die Aguda meldeten. Herr G r o s s ־‘brachte in seinem Schlussworte die Begeisterung der Versammlung zum Ausdruck. Darauf fand ביה Edward Gruenwald und Frau London Dr. Nathan Birnbaum und Frau Hamburg beehren sich, die ,אי״ך am Mittwoch ט״ו באב (5. August 1925) um 1 Uhr nachmittags in Wien in der Schiffschul stattfindende Vermählung ihrer Kinder IRE N E UND S Ä LOH O ־. m ergebenst anzuzeigen Meine אי״ה am Mittwoch 5) ט״ו באב• August 1925) um 1 Uhr nachmittags iq Wien in der Schiffschul stattfindende Vermählung mit Fiäulein IRENE GRUENWALD bachelor of arts, Lond. Univ. beehre Ich mich hlemlt ergebenst anzuzeigen Dr. Salomo Birnbaum Hamburg saaa zu Ehren der auswärtigen Gäste ein Bankett statt, a dem auch mehrere angesehene Baale Batirn teilnahmen uij eindrucksvolle Reden gehalten wurden. Besonders zeicl nete sich auch diesmal wieder die glänzende דרשה di Herrn Aron Maged aus, in der er die Jugend für dl חוה״ק begeisterte und. sie zur Arbeit im Sinne der Aguc anspornte, die hier von ganz besonderer Wichtigkeit is Im gleichen Sinne sprachen auch die Herren Herrn.!F aj kas, Bernat Herskovits aus Tjacevo und Alm Lövy aus• Topolcany (zurzeit Hust). Herrn Fiscl1h<j sei auch an dieser Stelle für seine Bemühung der Dar der orthodoxen Jugend von Tjacevo zum Ausdruck gj bracht. I 01ain1BWuaBH«U«afiBMflBft»9aaaataa«»«aaaa2a*aA»»«aaaB*HaKaa»t1VB*as»a«MMMMH»«l! 5 Telephon Nr. 64. Gegründet 1872. | i ßET(NAT P־R£1SZ 5 & Söhne ן | Presov (Eperjes) I Suirituossn- '־ . Rum-u. Likörfabrik '״ empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in 1 5 jeder Qualität. כשר Weine von 40 Lt. aufwärts j f Slibowitz und Treber כשר* Versand in Gebinden) ־ Demijohns und elegant adjustierten Flaschen zu) billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie ׳ Offerte. 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