Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 20 (22.5.1925)
- Date
- 1925-05-22
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE PRESSE Nr. 20 Seite 136 überantwortet bleibt, die grosse Lebensaufgabe nach Mass.- gäbe der in in ihnen sthlunlhiernden Kräfte und Fähigkeiten def Organisation zu dienen, die Verwirklichung! ihres gefneiirsatneii Ideals zur günstigen Lösung iii führen. Agudas jisröel hat ein Vorzügliches Programm da!es sich die' Lösung der Galuth-Ärbeit und der ferez jisroelt-Prage 1111פ> חתי zum Ziele gemacht* jedes Mitglied dieser Organisa,tiöH ist vor grosse und heilige Lebens4 atifgaben gestePlt; Meines Erächtlens hafc'h ist detti Zu vVehig Bedeutung bäigefegt .tV'öfttefi*. dass jedes Mitglied wirklich darauf bedacht sei, sein Privatleben streng itaclt. der Disziplin iitid defi Normen der Ag. JisfOCl eiHZti* richten. Unser grosser Lehrer und Meister der Chofez-Chajirn 'שוח hatte anlässlich der Eröffnung der Universität einen (Aufruf an uns gerichtet, in dem er uns die so grossen Gefahren einer Universität in ארץ הקדושה ergreifend schildert. Dürfen wir uns etwa damit begnügen, dass wir diesen flammenden Protest der gesamten gesetzestreueri Judenheit mit dem Brustton der Ueberzeugimg in die Welt! hinaitsposaunen? Vielmehr müssen wir diese Mahnung tiet 1ns Herz schlliessen. In dieser Zeit, wo die Körperkultun ״leider’׳ eine grosse, fast souveräne Machtstellung einnimmt mail ist schon so weit, dass ein schöner Körper ׳'mehr giTt als ein ־schöner und gesundler Geist, man schiess* zum Teil damit über das hellenistische Ziel —■ würde es sehr traurig anmuten, wenn Agudoh-Arbeit, d. h. תורה וכלל au diesem Drang nach körperlicher Gesundung erschlaffen und erlahmen würde.. Beweisen wir, dass Pflichtbewusstsein und Disnicht das Vorrecht unjüdischer, nichtjüdischer Ver-. eine und Organisationen sind, vielmehr ist der thoralernende und thoratreue Jehudi — der das karge Brot: und harte Lager vierjährigen Thoralernens hinter sich hat — wie sonst kein anderer prädestiniert, sich diesen so schmückenden Eigen/schaftn ־ der Manneszucht zu rühmen. Den so verlockenden Verführungen, die alle i-m Namen des Zeitgeistes zu uns sprechen, müssen wir ge(- schlossen entgegentreten, denn ein einzelner könnte leicht; unterliegen, es tut nichts, wenn man .uns für riickschritt- Weh, für Körperkultur.feinde hält. Darüber hinweg kaum« uns nur der in uns so straffe Geist der Parteidisziplir! führen, jene Tatsache, dass wir Mitglieder ein.er Organisation wie Agudas Jisroel sind. Dieses religiöse Bewusstsein müssen wir uns so kräftigen, dass es zu einer mit Suggestioriskraft ausgestatteten Grossmacht werde, in der uns die Gewähr für eine, religiöse und sittliche Durchbildüng der Jugend und Ailmenschheit liegt. Die dann den,׳ Ansturm freigeistiger Angriffe mit dem Gleichmut des Mondes erträgt, der seine bellenden Feinde ruhig ge.־ währen lässt, ohne sich in selineni Wirken nur im ga■׳ ringsten stören zu lassen. So wird dann der höchste allen Gedanken, der Gedanke an Q-tt, trotz aller menschlichen Irrun'gsfähigkeit, zu jener durchsichtigen Klarheit, die eihmal zum Abschluss die Menschheit erlösen soll. Jüdische Bücher! Dieser Tage hatte ich eine Begegnung,'die mich aufs ,tiefste erschütterte. Ich traf einen alten Schulfreund, der.;,manche Jahre :mit mir auf der Schulbank iii der Tältaudi-Thora gesessen war. Nun sah er ganz anders aus,' Selbstbewusst blickte er mich mit überlegener Miene an, als ob er sagen wollte, ich bin ein freier Mensch,1 dem das lächelnde Leben mit all seinen Freuden gehört und der es •auch versteht, den schäumenden Becher, der Vergnügungen v'0,11 zu geriiessen. ״Guter Freund,”, fragte ich ihn, ״was ist aus dir geworden?” — Da fing' er an, voll Selbstzufriedenheit, seinen Werdegang zu schildern, Wie er von der Schule ins Leben hinaustrat! und sich ihm da eine ganz neue, glänzende Welt auftat,{ die sein jugendlich schlagendes Herz im Banne nahm; dann erzählte er weiter von den Stunden, da er allerlei׳, Bücher und Rdmante las, die dieses Leben der Liebe und Freude verherrlichten und in den rosigsten Farben, malten, so dass mächtig in ihm wurde die Sehnsucht,( dieses Leben zu kosten. Und er tat’s auch! Dann ging es rasch bergab rnit ihm und bald verlor er alles, w,as; einem Ben-Jisroel heilig un,d teuer ist.-Es tat mir furchtbar wehe. Erinnerte ich mich doch noch so gut# mit. welcher FVeude er stets Thora gelernt hatte und wie stolz er war, ein Ben-Jisroel zu sein und jetzt —ז war er ein anderer geworden! Nicht zum kleinsten Teil hatten die Bücjier unserer Tage schuld daran. Aber dies ist kein Einzelfall. Hunderte von jungen jüdischem Menschen, die inmitten der Grosstadt auf-' wachsen, gehen zugrunde durch die Bücher. Denn sie wollen auch geistig leben und gemessen, aber woher* sollen sie es nehmen? Aus der Gmoroh-Tiefen sich Er-* kenntnis und Freude zu schöpfen oder lieibiiche Blüten! aus T׳nacl1 und Midrasch zu pflücken, ist leider in unserer Zeit nur wenigen mehr möglich. Die meisten können es nicht und es gelingt ihnen nicht beim besten Willen, Geistl und Gemüt mit ein ״Stücke! Gemoroh” zu befriedigen. ׳So nimlmt die Jugend Bücher in die Hand, die scheinbar ganz harmlos und menschlich ergreifend geschrieben und doch so unendlich Weit entfernt sind von jüdischer Leibensauffassung lind Lebensweisheit, von jüdischer K&- duschoh und Taharoh, Bücher, die allen heiligen jüdir sehen. Gefühlen feindlich gegenüberstehen oder sie bestenfalls ignorieren! Wie viele jüdische Eltern ahnen es gar nicht, welchen verderblichen Einfluss diese Bücher und Romane auf das Gemüt ihrer Söhne und Töchter haben.׳ So werden langsam aber sicher die Neschomoss vom jungen jüdischen Menschen vergiftet. Wie leicht aber könnte man da bei ein bischen gutem Wijlen Abhilfe; leisten! Gibt es denn nicht eine stattliche Reihe von guten־ jüdischen Büchern, die in vornehmer Weise jüdisches' Denken und Fühlen schildern? Gibt es denn nicht eine, grosse Zahl von Erzählungen und Romanen, die interessant! Und künstlerisch geschrieben und trotzdem wahrhaft jüdisch sind?! Deshalb ist es unsere heilige Pflicht, die Wich!-׳ tigkeit des jüdischen Buches überallhin zu verbreiten! Billige Seidenstoffe I Ein Posten Crep de Chine, alle Farben, 100 cm breit ä K 751000, Rohseide bedruckt, für Kleider und Futter K 75.000. Iä Jap. Ponges K 48.000. Seidenhaus KOMORNER, WIEN I., Taborstras»« 14_I., Fischerltlege 3 Herrengarderoben nach Mass Weldler & Fürst, Wien, II., Hollandstrasse 16 Läger feinster orig. engl. Stoffe. Anfertigung auch in 24 Stunden. und mit ganzer Aufmerksamkeit darauf zu schauen, dass jüdische Menschen auch jüdische Bücher lesen! Und wenni Wif hören* dass die Wiener Jiigendgrüppe ernstlich daran geht,, eine grössere Leihbibliothek aufzub'aiieh, so Wolieh Wif ihr Von ganzem Herzen völlen Lffolg Wünschen tirid hoffen* däss die jüdisohe OeffentlicHkeit ihr hilfreich aii die Hand geilen wird! O. S. mSättSSSSSm Der bolschewistische Rabbiner. Die Rigaer Zeitung ״Das Volk“ druckt den im russischen ״Wecker“ erschienenen Brief des Neu-Bichower Rabbiners Israel Mosche Mannes ab, in welchem ׳der Rabbiner, der zwanzig Jahre hindurch in seiner Gemeinde gewirkt hat, die Gründe darlegt, warum er ein Anhänger der!kommunistischen ״Thora“ wurde. Sie sind nicht sehr interessant. Der betreffende Rabbiner vergisst auch nicht, iii dem kurzen Brief eine verhältnissinässig ausführliche Autobiographie zu geben. Er habe neun Jahre in Wolösyn gelernt. Dann war er Mitglied des Pcruszim Kolei in!Kowno unter der Leitung von Rabbi Jizcliok Elchanan. Rabbiner Mannes bezeugt nun von sich selbst, dass er immer ziemlich skeptisch veranlagt war und dass der Reformer Geiger auf ihn schon frühzeitig einen tiefen Eindruck gemacht habe; doch ׳erst die Oktoberrevolution hat seine Augen geöffnet und die kommunistische Herrschaff habe ihn überzeugt, dass der jetzige jüdische Glaube nur ein Werkzeug in!Händen der ׳Bourgeoisie sei, die Volksmüssen zu verdummen. Bei den Manen von Lenin beteuern wir, dass wir den obigen Auszug aus den Briefen des kommunistischen Rabbiners nicht deshalb hier wiedergeben, weil er so überaus originell wäre. Im Gegenteil, uns scheint der Brief,' wie überhaupt der kommunistische Ra׳bbiner, eine typische Erscheinung zu sein. Herrschende Ideen haben ihre suggestive Wirkung immer auch auf Juden ausgeübt, die wohl aus der l’hora Kenntnisse gezogen, ohne die Weltanschauung, den Geist der Thora!ganz in sich aufgenommen zu haben. Vor hundert Jahren waren sie die Reformrabbiner, die unter dem Eindruck der nationalistischkosmopolitischen Zeitidee plötzlich entdeckt haben, dass der jüdische Glaube veraltet wäre und die Massen verderbe. Dann!kam die!kräftige Reaktion in der!Form des Nationalismus. Schon waren!Rabbiner da, die entdeckt haben, dass!der jüdische Glaube für die heutige Zeit nicht mehr taugt ■und!den jüdischen Massen nur durch restlose Nationalisierung geholfen werden kann. Auch dieser Zeitidee ward ׳keine!Ewigkeit beschieden. Der Sozialismus, in der wirksamen Form der Dritten Internationale, kämpft mit gewaltigen Fäusten gegen sie. Dass auch die ׳Dritte Internationale ihre Rabbiner gefunden hat, beweist nur, dass momentan die rote Sonne alle anderen Gestirne überstrahlt. Der naive Brief des Neubiehower Rabbiners erhärtet nur, ,'dass selbst der r 6 t e ■Räbbineh*hur!eine, typische: ErsöheF ־: mnig ist. ך Neue Sonutagsprobleme. in Wien sind Bestrebungen am Werke, die Sonntagsruhe dadurch ׳ einheitlicher und!durchgreifender zu machen, dass , auch die Zeitungen an Sonntagen nicht erscheinen, ln Amerika wiederum ist eine grosse Bewegung entfacht worden, um ein sogenanntes!Blausonntagsgesetz ditrchzubringen, nach welchem der Sonntag so vollkommen ruhig durch Sperrung aller Unterlialtii'iigs- und Vergniigungslokale gemacht werde, dass die Gläubigen förmlich sich vor der Oede des Sonntags in die Kirche flüchten ׳müssten. Der amerikanische Gesetzen!- wurf ist be׳i der!New Yoriker •Legislative durchgefallen. Die Gründe des amerlikanischejn!Projektes sind sicher ganz andere als jene, die die Wiener Zeitungsverschleisstellen und Journalisten bewegen, ln Amerika möchte man mehr Religion in den Sonntag hineintragen, in Wien mehr Gemütliohkeit. Beide haben es aber gemeinsam, dass sie bei ihrem Sonntag gar keine Rücksicht auf die Mutter dieses Tages, auf den Sabbat, nehmen. Ob Reaktionär, ob‘ Ultrademokrat, wallen die herrschenden Parteien des zwanzigsten Jahrhunderts von den primitivsten Förderiingen des jüdischen Sabbats •lind jener Existenzen, die sowohl leben wie den Sabbattag heilig halten wollen, keine Notiz nehmen. Und da der grössere Teil der Juden selbst gerne bei diesen grossen Parteien auch!geistige Unterkunft sucht, denken selbst diese ■gar ׳nicht daran, selbständig jüdisch zu fühlen und zu handeln. Leider steht auch ein grosser Teil unserer jüdischen Brüder mit eisiger Lethargie dem brennenden Sabbatproblem gegenüber. Die Redaktion übernimmt; keine Verantwortung bezüglich der Kaschruth, der im Annoncenteil angekündigten Unternehmungen. Es ist Sache <jes Lesers, beL seinem zuständigen Rabbinat die nötigen Erkundigungen einzuziehen. Wo erhält man den wirklich naturgetreuen SCHEITEL? Dem bekannten Spezialisten künstlicher Haararbeiten für orthodoxe Frauen, Franz’Balla, ist es nach jahrzehntelangen Bemühungen endlich gelungen Scheitel herzustellen, die dem eigenen Haare mit verblüffendster Täuschung nachgeahmt sind. Nach einem Besuche in dem Atelier des Herrn Balla wird siehjede örth. Braut leichten und freudigen Herzens, entschüessen, das eigene Haar abschneiden zu lassen und einen Scheitel zu tragen, Die Damen werden zum Besuche des nachstehenden Ateliers höflichst eingeladen, woselbst Modelle kostenlos auaprobiert werden. Fvanz Balla, Wien, IV״ Gusshausstrasse 26 Telephon &8-9-12 SchWefe Beschuldigungen gegen das Palästmaamt. Das Wiener Mohtagb'lätt ״Öer Mofgen” bringt Üfiter obigcr Titelaüfschrift folgenden Vorbericht, über eiiien Ehrenbdleidigungsptö^ess, den det Leiter des Wiehief Palästina,- anites Df; Blauer gegen seinen Untergebenen Rischer angestfengt hat. Vor dem Bezirksgericht Schiffamtsgassc wird seit einigen Wochen ein interessanter Ehrenbbleidigungsprozess׳ verhandelt, den der verantwortliche Leiter des Palästina- 'arntes, Di־. Nuchem Moses. Blauer, gegen den ehemalige!} Ministerialbeamten und früheren Angestellten desselben. Amtes, Gustav Fischer, angestrengt hat. Die Angelegenheit selbst umfasst einen ganzen Komplex von angeblichen( Delikten, die Dr. Blauer als Vorstand des Palästirtaamtes begangen haben soll.! ־־ Die Vorgeschichte dieser nicht nur in Oesterreich, sondern auch in den. Nachfolgestaaten grösstes iAtifsclier^ erregende Affäre ist folgende: Gustav Fischer erstattete bei der .Wiener Rolizeidirektion gegen Dr. Blauer vor vier ■Monaten eine Straf׳- anzeige, in der er ausführte, dass das PalästÜnaamt, trotzdem es weder als Verein noch als Firma behördlich ange■- meldet erscheint, sich als juristische Person;betätige, An,- gestellte beschäftige, Verträge und Kaufgeschäfte allschljiesse und du!rch diese ihre Tätigkeit sowohl gegen das Vereei.nsgesetz, wie gegen die Gewerbeordnung verstosse! Ausserdem wird der Behörde bekanntgegeben, dass das Palästina amt, ohne die hiefür notwendige Konzession zu, besitzen, ein Reisebureau unterhalte und auch ,hiedurch eine Gesetzesverlietzung begiehe. Das Reisebureau dien* bekanntlich dem Zwecke, die jüdischen Emigranten, die sogenannten Haluzim, nach Palästina zu befördern, um auf diese Weise den Zuzug der jüdischen ,BeVölker 1mg nach!Palästina zu beleben. Dem Vorstande des Palästinaamtes, Dr. Blauer, wirft aber die Anzeige nicht nur Verstösse ,gegen die Verwaü tungsgesetze, sondern auch ehrenrührige Handlungen vori Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass laut dem .Vertrag, den Dr. Blatter in Vertretung des Palästinaamte^ mit der Schiffsgesellschaft Lloyd Triestino abgeschlossen hatte, das Palästinaamt nach je siebzig 'Schiffskarten 4. Klasse zwei Gratiskarten zwecks Verschenkung an arme Emigranten erhält, diese aber von Dr. Blauer eben(- falls gegen Schuldschein an d ie Emigranten verkauft! werden, wodurch si'ch Dr. Blauer einen ungebührlichen Nutzen sichern sali. Gegen das Palästinaamt wird weiters die Beschuldigüng der Preistreiberei;erhaben, weil das Amt für eine;Schiffskarte 4. Klasse 3 Pfund 14 Schilling einhebt, wähi- ׳rend für dieselbe Karte das Palästina’aimt in Warschau nun <2 Pfund 5 Schilling fordert. Es wjird in der Anzeige auch erzählt, dass Dr. Blauer anlässlich eines Gruppentranavon 600 ukrainischen Progromflitchtlingen unter deml Titel ״Transportbegleiter’5 ׳ Lire per Kopf einhob und, mit diesen Emigranten Verrechnungen, die sich aus Valutentausch ergaben, ohne gehörige Buchung und ,Quittierung durchführte. Schliesslich wird die Beschuldigung erhoben, dass in der Kassagebairung des Di־. Blauer, den in einer Persoh Vorstand, Buchhalter und Klassier ist, ein Fehlbetrag von zirka 12 englischem Pfunden sich ergeben habe, den er bis zur Stunde nicht aufzuklären vermochte^ Gustav Fischer beruft sich darauf, dass ver mit diese« schweren Beschuldigungen nicht allein stehe. Vor ,einigen Monaten soll ein Führer der rumänischen zionistischen Bewegung, Ing. Kan,ner. ans ,Bukarest,״ nach Wien gekommen sein und dieselben V:eff0blüffgef«־:dds> fiiösigen Palästina,- (amtes und des Vorstandes Dr. Blauer festgestellt haben, Der Skandal des Wiener Palästinaamtes beschäftigte tat- Sächlich auch eine Reihe von ausländischen zionistischen Blättern, in denen die Zustände im Wiener Bureau in schärfster Weise kritisiert worden sind. Diese Strafanzeige des früheren Beamten des Palästinaamtes wurde vom Polizeikommissär Hausdorf merkwürdigerweise dem Angezeigten direkt zugee,ellt und seine schriftliche Aeusserung verlangt. Der Referent, Regierungsrat Bendl, Leiter der Auswanderungszentrale, unitersuchte die Angelegenheit nicht näher und zog die Enledigung hinaus. Inzwischen strengte Dr. Blauer gegen Fischer die Ehrenbeleidigungsklage beim Strafbezirksgeficht 1 an, inkrimimerte jedoch nur jene Stellen der Anizeige, die sich auf die angeblich von ihm begangenenen Veruntreuungen und' anderer Unregelmässigkeiten materieller Art beziehen. Die Einwendungen gegen die Ungesetzlichkeit eines Reisebureaus ohne behördliche Kon- Zession und der Konstituierung eines kaufmännischen Betriebes ohne behördliche Anmeldung wurden im Rahmen dieses Prozesses nicht berührt. Vor einigen Tagen fand die Agudas Jisroel-Jugendgiiuppe, Wien II., Obere Donaustraase 69 Einladung zu der am Sonntag den 15• Siwan (7. VI.) stattfindenden Gesellschaftsreise nach Pressbnrg Programm: Besuch des alten Friedhofes, Gemeinsamer Sijum auf מ׳ס ביצה mit der Pressburger Aguda-Jugendgruppe usw. Anmeldungen werden von dbn Herren Nechemja Diekmann und Viktor Baumgarten von 7—8 Uhr abends im Vereinslokale bis spätestens am 26. Mai entgegengenommen, wo auch Auskünfte erteilt werden. Fahrtermüssigung. Visaermässigung Der Vorstand.