Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 19 (15.5.1925)
- Date
- 1925-05-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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‘Nr. t§ JÜDISCHE PRESSE, Seite "131 für diese Ressorts aus allen Ortsgruppen. Vorträge des;Vorsitzenden, und des Herrn von G'c.ldern־.Groningen, zu welchen auch Gäste zugelassen waren, beschlossen die eindrucksvolle Tagung, welche neben der Wahl des Landesvörstahdes auch eine Reihe organisatorischer und sachlicher Beschlüsse für das kommende Arbeitsjahr fasste. Tagungen der Landesorgänlsatlonen ,der Agudas Jisroel von Holland und Belgien. Haag. (A. J. P. B.) Am 3. Mai fand in Haag die Plenarsitzung der Vorsteher der Landesorganisationen, der Agudas Jisroel von Holland und Belgien statt, Es waren 40 Delegierte erschienen, darunter namens des G. A. der Agudas Jisroel Rabbiner Dr. Pinchas Kolm und Jakob. Rosenheim. In Vertretung der Keren Hathora-Zentrale war Direktor Dr. Leo Deutschländer anwesend. Ferner Oberrabbiner Dr. Ritter. Rabbiner Saarlouis und Koppel Spira.. Die Versammlung wurde dujrch Oberrabbiner Hirsch-Zwolle eröffnet. Das erste Referat hielt Rabbiner Dr. Pinchas iKolin über die gegenwärtige Lage der Agudas Jisroel im Golus und in Palästina. Nach einer Ansprache Jakob Rosenheims referierte Direktor Dr. Leo Deutschländer über den Keren Hathora, Dr. Stein (Amsterdam) berichtete ausführlich über die Organisationstätigkeit in!Holland und konnte ein wesentliches Anwachsen der Mitgliederzahl Sowie insbesondere der Arbeit für Keren Hathora konstatieren. In ähnlichem Sinne referierte .Friedmann (Antwerpen) über Belgien. Nach lebhafter Diskussion wird der Zentrale unumschränktes Vertrauen ausgesprochen und ihr gleichzeitig versichert, dass die Westländer sich mit erhöhter Bereitwilligkeit und Opferfreudigkeit in den grossen Dienst der Aguda stellen werden. Nach einem Schlusswort durch Oberrabbiner Hirsch-Zwolle Wird die Ver- Sammlung in begeisterter Stimmung beendigt. Das Aguda-Massenmeetiiig in Haag. H a a g. (A. J. P. B.) Zu Ehren der anwesenden Mitglieder des G. A. veranstaltete die Aguda-Ortsgruppe Haag am 3. Mai ein; Massenmeeting.!Im überfüllten Saale hielt Jakob Rosen-■ heim eine grossangelegte Rede, die Lage der Agudas Jisroel ausführlich würdigend. Dr. Leo Deutschländer referierte über Keren ׳Hathora und Palästina-Arbeit. Unter dem ׳Eindruck der wirkungsvollen Vorträge wurde .im Auditoriurn spontan für den Keren Hathora gesammelt und beträchtliche Summen gespendet. Jüdische Volksversammlung in Amsterdam. Amsterdam. (A. J. P.!B.) Am 5. Mai fand in der Diamantenbörse zu Amsterdam im überfüllten grossen Saale unter Vorsitz von Rabbiner Saarlouis ein Massenmeeting der Agudas Jisroel statt. Direktor Dr. Leo Deutschländer referierte über ״Die gegenwärtige Lage des thoratreuen Judentums in Ost und West“. Sejmdeputierter. Oberrabbiner Schapira . schilderte in fesselnder Rede die Not im Osten und die Begeisterung der jüdischen Massen für die Aguda-ldee. In der Diskussion apostrophierte ein Poale-Zionist den Oberrabbiner Schapira in hässlicher Weise, wodurch die begeisterten Zuhörer dieses berühmten Redners in masslose Erregung gebracht wurden. Den Tumult meisternd, ergriff Oberrabbiner Schapira neuerlich das Wort und illustrierte an der Hand dieses Beispieles von Taktlosigkeit die Not- Wendigkeit der Erziehung durch Keren Hathora. Die holländische Aguda und die Sommerszeit. Amsterda m. (A. J. P. B.) Die holländische Landes- Organisation der Agudas jisroel beschloss, sich an die Regierung zu Wenden, um unter Hinweis auf die Erschwerung, die sich für die gesetzestreuen Juden bezüglich Sabbat und Feiertag bei Einführung der Sommerszeit ergeben würden, den bereits vorliegenden Antrag zur Ab- Schaffung der Sommerszeit zu unterstützen. Der neue Haager Oberrabbiner. An Stelle des vor einigen Monaten verstorbenen Haager Oberrabbiners A. varf Loen wurde das Mitglied des Amsterdamer Rabbinats Herr Izak Maarssen zum Oberrabbiner des Haag gewählt. Der neue Oberrabbiner ist 1892 in Amsterdam geboren und absolvierte das Amsterdamer Rabbinerseminar. Er hat sich als Gelehrter einen Namen gemacht. Auszeichnung des Oberrabbiners Sacerdoti. Der.Oberrabbiner von Rom Dr.!Angel0 Sacerdoti wurde durch d!ie Verleihung des Com!mandore-Ordens!mit der Krone Italiens an li'lio ausgezeichnet. In Bad Ischl, Egcl-Mossgasse 9 (Hotel zur Stadt Prag), und in Bad Hai I, Hauptplatz 15, wird am 1. Juni d. J. die bestbekannte Selclnvaremfabrik. Moritz Lazar, Wien, XX., Wallensteinstrasse 45, für die Sommersaison Filialen eröffnen. Die genannte Firma besitzt die älteste ־5; ש רSelchwarenerzeuguv1g in Wien und steht unter Aufsicht des Rabbinats der Adass Jisroel (Schiffschul). (Entgeltlich.) TSCHECHO'SLOWAKEL Eine aktuelle Frage. Vor einiger Zeit tamchten Pläne über eine neuartige jüdische Leichenbestattuug auf. Es handelte sich darum, unsere; Toten in der Weise zu bestatten, dass sie auf leichte' Art nach ארץ ישראל transportiert werden können. Der Plan begegnete aber der entschiedenen Ablehmirig — und mit Recht. Erstens, bei uns heisst es: ואל עפר תשוב Die mindeste dies' vereitelnde oder bloss verzögernde Handlung involviert einen gewaltigen Verstoss gegen den Geist unserer heiligen •Religion. Zweitens, für unsere׳ hochgeschätzte eigene Person sollten wir die weitestgehende Fürsorge treffen; die früher verschiedenen צדיקים וצדקניות und •גאוני עולם aber sollten uns Hekuba sein? Weil sie die Unklugheit begangen haben, vorzeitig diese Welt zu bevölkern, mögen sie nur bleiben, nur modern, alles ■über sich ergehen lassen! . . . Ich befasse mich seit Jahren schon mit •dieser!Frage, viel länger, als . besagtes Projekt alt ist. Ich bin in der;Läge, mich diesbezüglich auf die Zeugenschaft folgender גאונים וגדולים /zu berufen: Oberrabbiner Weber- Piestany׳; ״:■ .•. Oiberrabbinex ... Ungar-Triiava, Oberräibbiner Duschinsky-Galanta. Die Zeugenschaft wird genügen, obwohl ich mich auf angesehene weltliche Männer ׳berufen könnte. Ja, ich wäre sogar; in: der Lage, das neuartige Projekt auf meinen ׳Plan ziirüokzuführen, nur verstanden sie ־ mich, wie es scheint, nicht recht *oder wollten., mich übertrumpfen /und etwas besonders ÖngineHes, Sen.sationelles aiisführen. icü '.-selbht war inzwischen nicht bei: bester Gesundheit, dabei ausserordentlich, okkupiert, und. daher nicht in der Lage, der, wenn auch hochwichtigen, Frage die erforderliche Zeit und Mühe zu widmenj, Es handelt sich nämlich um folgendes:’ Wer ,,׳seinen Mitmenschen nur• so lange Achtung ent- , gegenbringt, als dieser*reich und einflussreich dasteht, der hat diesen niemals geachtet; wer .seinen Vater nach dessen Tode nicht ebrtv;hat ihn in,Wirklichkeit nie geehrt. Beim gefühlvollen Menschen 'steigt sogar Liebe und Achtung für den Verstorbenen, da die dadurch entstandene Liidke mehr in Erscheinung tritt. Unsere heilige ת ל ר ה macht uns die Ehrung aller Toten, nicht nur der Verwandten, ebenfalls zur hohen Pflicht. חםד.שעושין: עם המתים! Und •wir dürfen es'aussprechen, dass י חסד ׳שעושי[ עם המתים beim Juden- י turne zu allen Zeiten den höchsten Grad erreicht ■hat. Daher berührt der traurige Zustand vieler jüdischer Friedhöfe ungemein schmerzlich. Denn schon vor dem Kriege fanden im Stande der-Gemeinden grosse Verschiebungen statt;’ Ortschaften, wo ehedem ein reges jüdisches Leben pulsierte, standen total oder ■fast judenl'eer; der Weltkrieg hat diesen Prozess der Entvölkerung noch mehr gefördert. Die jüdischen Friedhöfe in solchen Gemeinden spotten jeder Beschreibung; sie.haberr keinen' Herrn, keinen Verwalter. Und es gibt, wie :wir wissen, nicht Wenig solcher Friedhöfe. Grabschändungen sind dort eine tägliche Erscheinung. Wie viel הםיידים! צדיקים וגדולים liegen dort (ruhen kann man nicht sagen)! Ich habe mit eigenen Augen die haarsträubenden Zustände gesehen: das Vieh weidet : in solchen ungeschützten Friedhöfen, die •Gräber sind beschmutzt, besudelt, die Grabsteine zerschlagen, verschleppt . . ... Das' Uebel besteht.. Auch der tschechoslowakische Staat widmet der Frage ,besondere Aufmerksamkeit, insoweit, dass er -die Friedhöfe unter direkte Aufsicht und Kontrolle nehmen will und die betreffenden Legate zu ver- Walten beabsichtigt. Natürlich haben w i r Juden in dieser Beziehung spezielle Vorschriften( (!wir erinnern bloss ans ״maskir sein“ usw.); allgemeine. Verwaltungsregeln, auch in bester Absicht und gewissenhaft ausgeführt, können uns daher nicht genügen. Anderseits ist zu,hoffen, dass der Staat die jüdischen!Friedhöfe uns gern in autonomer Verwaltung belassen wird. Hier ist zu bemerken.:,• was heute h i e r aktuell'׳ ist, kann es morgen überall sein, da die misslichen Zustände der jüdischen• Friedhöfe nicht in örtlichen, sondern ׳in allgemeinen Ursachen zu suchen sind. Es muss folglich etwas .geschehen. Da׳s Wie und W׳as st e ,11 e ich hie.rmit.den geehrten Leser ii d e ■r ״J ii d■ i s c h e 11 Presse“ zur Diskussion. Ais Basis und Ausgangspunkt lege ich folgende Richtlinien dar, ohne mich im allgemeinen׳ oder speziellen daran zu klammern. Die :Hauptsache ist und bleibt, dass etwas geschehe. Natürlich kann hier von einer Betätigung Einzelner keine Rede sein, auch wenn diese auf das pünktlichste funktionieren würde. Nur im Zusammenschluss liegt die Kraft und׳ die Macht. Dies gilt heute mehr denn je. In solchen Dingen muss man auch nach aussen imponieren und Vertrauen erwecken. ׳ In jeder Gemeinde gibt es eine הברא קדישא. Jedes Mitglied zahlt jährlich 1 bis 2 Kronen; an Mitgliedstaxe mehr ein und dieser Betrag fliesst solchen Zwecken zu.; Man kan« auch Legate für einen bestimmten ׳Friedhof öder!!im allgemeinen fiir solche Zwecke machen. Die הברא קדישא -Vereine eines Landes bilden einen Verband. Jede הברא קדישא hat die Oberaufsicht über die herrenlosen Friedhöfe i n i h re m Rayon. Manchmal kann man mit einer Kleinigkeit die. ganze Einfriedung und Schutzvorrichtung retten., ,Es lautet ein Sprichwort: Ein, einziger ‘ Dachziegel ist. häufig schaild am Einstürze eines ganzen Hauses. Der fehlende Dachziegel bildet dem Winde einen durchaus geeigneten Stützpunkt:!für . weitere• Verwüstungen; es kommt hernach der Bundesgenosse ״Regen“ und in ganz kurzer Zeit ׳ist's um das Haus geschehen.) Geht es schon durchaus nicht, wird־ eine Hecke,, ■der, sqgepaniite. ״lebende Zaun“, ■angelegt oder es׳ kofnirtiu’öin SclTutzgraben ringsherum/eventuell beides zügle,icln ׳.Das Alles kostet bloss eine Kleinigkeit, ׳erfüllt aber, den Zweck genügend.׳ (Es ist, dies ein bekannter Strauch und heisst lebender oder ewiger Baum. Er wird 1,5 bis 2 Meter hoch; bildet’ginen; dichten,!'mit kleinen; spitzen Dornen vefsehenen׳ Za1m von unbeschränkter■• Dauer; ein Stämmchenstirbt ab, ein anderes kommt nach. :Die Blätter■ ■sind-,■länglich., (lanzenartig), e.1hat weisse, bläuliche, violette Blüten, die Frucht ist gelblich-rot, korneillenförmig. Er wird durch Stecklinge vermehrt, die sich recht verbreiten!und braucht• gar keine, Pflege.) , ־ , Die' Geschäftsordnung könnte später festgesetzt werden. ■Allenfalls ,'werden di,e Angehörigen der in-solchen Friedhöfen Bestatteten brieflich zur!Mithilfe aufgefordert.' Die Chevrah ,Katjispha, in deren Rayon der betreffende Friedhof fällt, entsendet dahin i bis.2 Mitglieder, zur Vornähme event. Akkordierung der'nötigen Arbeiten. Bis, zu. einer ■gewissen Summe kann jede Chevrah selbständig vorgehen; bei grösseren Arbeiten ist die Einwilligung der. Zentrale einzuholen. ■Es besteht diesbezüglich eine Gegenseitigkeit zwischen den Chevroth, natürlich bloss, was die herrenlosen Friedhöfe anibelangt; im eigene'n Orte entsteht hiedurch׳ ׳gar keine Verschiebung in den bisherigen •Rechten und■ Pflichten der Chevrah. Nicht nür ׳das Bewusstsein etwas Edles, ׳Erhabenes, eine grosse מצלה ausgefiUirt *zu haben,!sondern auch das IUIIIHIIIUI Telephon Nr. 64. Gegründet 1872. ßEgNAT PTtElSZ & Söhne Presov (Eperjes) Soirituosen-Weingtosshandlung, Rumu.Likörtabrlk , empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in jeder QuaütäL כשף Weine von 40 Lt. aufwärts SlibowiU und Treber ׳כשף Versand in Gebinden Detnijohns und elegant adiustierten Flaschen zu billigen, Preisen׳ Prompte Bedienung. Verlangen Sie Offerte. Ueber die Verlässlichkeit können Referenzen beim orthodoxen Rabbinat in Presov eingeholt werden. »»«M» זכלת der ישני עפר Wird uns hoffentlich beistehen und unsere Herzenswünsche werden in Erfüllung gehen. Piestany, in Nissan 5685. G. A n m e r k 1111 g: Wir empfehlen die wertvolle Anregung •unseres geschätzten Mitarbeiters der Aufmerksamkeit unserer Leser. Wir •halten die!Bescluitzung der בתי עלמי vor entwürdigenden Zuständen für eine sehr aktuelle ,Aufgabe. Wir möchten jedoch ■bei dieser Gelegenheit daran erinnern, dass nicht nur die Friedhöfe, sondern auch viele בתי כנסיות und בתי מדרשות in verlassenen ■kleinen Gemeinden des Annehmers harren. Wie viele ספלי תולה lind בלי קודש befinden sich in diesen herrenlosen ׳Bethäusern, während sie in manchen neugegriindeten Gemein־( den vorzügliche Verwendung finden könnten. ' ׳ Die Redaktion. Sijum־Feier des Schass-Cliewra in Bratislava. Am 9. Ijar feierte die חבלת ש״ס in Bratislava den D ס י ו auf, ברכות ,ob und ד ר ז ר ע י ם D.’.,»v0m׳tkgiicfien du^cl/iRabbi David 'W־;e s s e״l y; unter Teilnahme , zahlreicher Baalebatirn vorgetragenen ■ש י ע ל ף.-An der Feier beteiligten sich auch viele Gäste. Herr Rabbiner ,Wes- , s e I y. und Sne. Ehrw. Herr Oberrabbinei; S c.h r e i b e r hielten tiefschürfende חליפות דרשות und mehrere Teilnehmer sagten während der . Mahlzeit schöne .: .דבריי תורה Aguda-Jugendgruppe in Tiacevo. Wie man uns von T i a c e v ö (Tecsö) schreibt, fand am 9.׳■Ijar unter Vorsitz des Herrn Martin G r o s s eine von den Mitgliedern und ‘zahlreichen angesehenen■ Baalebatirn gutbesuehte Vei׳- Sammlung statt. IJeber Antrag des Vorsitzenden; unterstützt ' durch eine begeisternde ■Rede; des Herrn• Aron Maged, wurde beschlossen, sofort an das - Inkasso der Jahresbeiträge und zur Einführung des regelmässigen ילמי {] VLernens zu schreiten. Ferner wurde'beschlössen, an die Bratislavaer Leitung die Bitte zu richten, zur zweckmässigen Organisierung der Gruppe einen Delegier-' ten nach Tiacevo und den ,Nachbargemeinden zu entsenden. Zur Vorbereitung wurde ein Fünfer-Komitee gewählt, bestellend aus den Herren: Martin Gross, Aron Maged, Jakob Rosenberger, Josef Kolm und Isak Weisz. Munkacser Chronik. Unter Vorsitz des zionistischen Vizebürgermeisters Dr. Spiegel beschloss der Stadträt von Munkacs in einer Sitzung vom«8. Mai mit 10 gegeVi 9׳ Stimmen, der dortigen, unter Leitung des Oberrabbiners Spira stehenden J e s eh i w a, eine einmalige S ü b v e n- ' t i o n v ö h z e h n t a 11 s e 11 d' K r o.'fre 11'zit gewähren. ■} .ל "ב בעומר in Bratislava. Wie alljährlich,, wurde auch diesmal der 32. Omer tag als ״Tag der Cliewra Kadi's'chä“ begangen. Die Cliewra hatte,ihre Mitglieder zum Fasten und , zur Teilnahme an der von־ Sr. Ehrw. Herrn Ober rabbiner Sehr ei ber angekündigten ד ל ש ח aufgefordert. Diese fand in üblicher Weise im Hofe des jüdischen .ßRitals unter freiem Himmel statt. Herr Oberrabbiner behandelte zunächst jm Charifus.teil seiner' .;Rede in scharfsinniger Weise einen Stoff מ ע נ ל; נ א די י ל מ א und wandte sich sodann mit eindringlichen דברי׳ מל ם ך an die Mitglieder der Cliewra Kadischa. Er erläuterte die die'Aufgaben der Cliewra als Körperschaft zur Pflege wahrer jüdischer Humanität und als Wegbalinerin'fiir den Geist der ד ל ש ה p» der ihre Mitglieder beseelen sollte, und malmte die Mitglieder, auch als Einzelmensqhen die Ideale einer Cliewra Kadischa praktisch .zu.verwirklichejn. Die Rede machte auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck. Es darf jedoch nicht verschwiegen, werden, dass die zählreichen Zuhörer sich zum allergrössten Teil nicht'ait^ den M i t g 1 i e d e r 11 der Che w r ä rekrutierten. ׳,-Es muss dies mit um so grösserem Bedauern konstätiqrjt; werden, als die Gleichgültigkeit solqhen Veranstaltungen gegenüber das allmähliche Schwinden guten, echten,, alt•■ jüdischen idealen Vereinslebens aus unserer Gemejiile־ verursacht. Die Vereinsleitung wird nach Mitteln trachten, müssen, das Interesse aller Mitglieder an. der Tätigkeit und den Veranstaltungen •des' -Verelnis׳. wächgtirufen•■'.;’;;•‘•:.•;