Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 19 (15.5.1925)
- Date
- 1925-05-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2629891-2630099-2630117--1817-2633622- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 132 Nr. 19 JÜDISCHE PRESSE Iro Interesse des Schabbos. Der Landesverband der Agudas Jfsroel-Jugendgruppe in der Slowakei ist seit Jahren bemüht, jungen Leuten, die den Schabbos wahren, Anstellungen zu verschaffen. Einer recht grossen Anzahl von jungen Leuten ist es auf diese Weise gelungen, zu Stellungen zu gelangen. In jüngster Zeit sind jedoch die Anmeldungen von vakanten Stellen ungemein spärlich, während die Zahl der Stellangsuchenden sehr׳ zunimmt. Augenblicklich stehen 15 Vakanzen etwa 200 Bewerber gegenüber. Die sabbathaltenden Kauf- 1 e u t e und Gewerbetreibenden in allen Branchen werden dringend gebeten, etwaige vakante Stellen, sofort an die Adresse: Schomre Schabbos Stellenvermittlung des La11desv׳erbandes der Agudas Jisroel-Jugendgruppe ln Bratislava, Turnergasse 14-16, zu melden. Vorsicht! Es wird bei uns Klage geführt, dass junge Leute, die bisher unter Ueberwindung grosser Schwierigkeiten den Sabbat gehalten haben, durch die Propaganda zionistischer Vereine in ׳ der Slowakei, zur Sabbate nt weil! u ng verleitet werden. Ein junger Mann aus einer jüdischen Gemeinde in der Nähe Pressburgs meldete sich bei einem zionistischen Verein zur Aus- Wanderung nach Palästina. Er wurde veranlasst, zuvor sich in der landwirtschaftlichen Arbeit ausbilden zu lassen. Auf seine Frage wurde ihm zugesichert, er werde an der Lehrstätte die jüdischen Religionsgesetze halten können. Auf der ihm zugewiesenen Lehrstätte auf einem Güte im Orte B. im YVagtale (nebenbei bemerkt: Der Eigentümer des Gutes ist ein bekannter Zionist und Vorsteher einer jüdischen Neplogen-Gemeinde) angelangt, fragte er abermals, ob er den Sabbat werde halten können. Darauf erwiderte ihm der Verwalter, a m Sabbat werde er nur dann nicht arbeiten m ii s s e n, wenn es regne und die Arbeit auf dem Felde unmöglich sei. Selbstverständlich hat der junge Mann sofort auf die Gunst des zionistischen Vereines verzichtet und die Stelle verlassen, bevor er noch in eine Zwangssituation geraten war. Wir werden auigefordert, die jüdischen jungen Leute in unserem Lande öffentlich darauf aufmerksam zu machen, dass es in ihrem religiösen Interesse geboten sei, sich vor der Abreise auf eine ihnen von zionistichen Vereinen und Organisationen . zugewiesene Lehrstelle auf d a s b e s t i m mteste zu ■vergewissern, dass sie nicht gezwungen würden, die Verwirklichung ihres guten Vorsatzes, ihr Leben der Besiedelung des Heiligen Landes zu widmen,, mit Uebertretungen jüdischer' Kardinal- 0©0 Bücher ספר מועד פלחי קובץ גדול מכל דיני יאהרציי^ Eines der merkwürdigsten Symbole und Denkmäler •der jüdischen Volksseele ist der einzigartige Begriff der. ״Jahrzeit“, in dem wie kaum an einem anderen Punkte des reichen jüdischen Lebens der unvergleichlich tiefwürzelnde, Familiensinn mit •dem alles durchdringenden, in Halacha und Agada zum Ausdruck kommenden jüdischen Gottesbewusstsein kulminiert. Die entfremdeten Söhne unseres Volkes, wieviel sic auch abgestreift haben mögen — die ״Jahrzeit“ führt sie ins Gotteshaus, und wer kann, ermessen, was an •einem solchen Augenblick der Sammlung sich an Möglichkeiten der Rückkehr anknüpfen kann. Für diejenigen Kreise aber, die üben und lernen, bietet der Komplex der .Jahrzeit-Dinim und noch mehr der Jahrzeit-Minhagim eine Fülle von hochinteressanten Problemen und Anregungen. •Nicht jeder weiss, auch unter den יודעי ספר/ den Quellen :all dieser Vorschriften und Bräuche nachzugehen, die eine Fülle von geistigen Beziehungen in sich bergen. Es war' daher ein glücklicher Gedanke des bekannten Herausgebers des וילקטי1םףHerrn Rabbiners Josef Schwartz in Oradea-Mare (Grosswardein) in Rumänien unter dem Titel "ספר טועד בל חי« im Selbstverläge eine Sammlung .aller דינים» welche Jahrzeit betreffen, herauszugeben, die von gründlichster Quellenkenntnis zeugt und auch dem Eingesendet• KOSCHERHETZE OEGEN FRAHCK- KAFFEE ÖFFENTLICHE ERKLKRUNG! Alle Zeitungsartikel, die bestimmt sind, Propaganda für die Unverlässlichkeit: des Frauck- Kaffee oder gegen denselben zu machen, M ISSBILLIG E ICH! > Eine solche Zeitungspolemik fordert das angestrebte Ziel nicht und ist dieselbe OHNE HEIN WISSEN OEGEN MEINEN WILLEN veröffentlicht worden! Saiamon Brach Oberrabbiner der Orth. isr. Kultusgemdnde, Kosice Leser die Möglichkeit der Nachprüfung und Vertiefung gewährt. Fasten, Lichtanziinden, Lernen und Thillim-Sagen, Friedhofbesuch, Kaddiscli, Aufrufen u. a. m., sowie der tiefere Sinn all dieser Bräuche und Vorschriften wird erörtert, und es folgen alsdann Responsen und Bemerkungen einer ganzen Anzahl von גדולים über einzelne haiachische Probleme aus dem Gebiete der Jalirzeit-Begehung. Im Anhang befindet sich eine kurze Zusammenfassung in jüdisch-deutscher Spraciie für den minder Kundigen. Das 40 Seiten starke Werkciien wird gewiss viel Anklang finden, zumal es auch dem Religionslehrer, der oft über diese Dinge befragt wird, reiches Material bietet. Briefkasten. ״Uj Viläg“, Presov: 0, Sie armer, armer Mann mit ״Rückgrat und Konsequenz“! Nun ja, Sie wussten nicht, was ein Eruw ist, und damit wollten Sie beweisen, dass Sie entgegen allen Vermutungen d o c 11 nicht von Ga- Iizien stammen. Denn die Nachkommen von galizischen Juden haben noch ״bis ins zehnte Geschlecht“ einige Kenntnis von der Erhabenheit jüdischer religiöser Vorschriften. ״Europäer“, wie Sie einer sein wollen, die ״nur vorwärts schreiten wollen mit eriiobencm Haupte“, finden wahrlieh eine Fülle von Möglichkeiten, ihre U n w i s s e 11heit unzweifelhaft zu beweisen. Weshalb machten Sic sich ausgerechnet an die orthodoxen ״Drahtzäune“ heran, Sie — Pechvogel! Der Hieb sass? Sie fühlen sicli nun b 1 0 s s g e s t e 111, wie Sie angstvoll wähnen, ״derumziert“, ״nach aussen, vor der n ic 111 j ii d i s che n Gesellschaft“? Und das soll unser böser J. J. B. getan haben, dadurch, dass er Ihre Teremtettc-Stilübung voller ״Rückgrat und Konsequenz“, die nur für den eng ״drahtumzäunten“ Kreis Ihrer Leser bestimmt war, grausamerweise einem weiteren Kreise gratis“ zu_ gär.glich machte? — Unser J. J. B. ist gar nicht so schlimm. Es braucht Ihnen vor ihm nicht bange zu sein! Er hat sogar Rachmoues mit Ihnen und er wird Ihnen 'nächstens, sobald Sie als ״Europäer“, unterstützt von sage und schreibe ״eintausend angesehenen, ehrlichen jüdischen Unterschriften“, sich abermals entschlossen sollten, ״elni a felebbezes kapesän“ gegen den jüdischen Eruw, mehr — K 0 w e d erweisen. Nach U—d. Lesen Sie in unserem Artikel ״Missbrauch mit dem Namen des Präsidenten Masaryk“ in '11,11serer Pessach-׳Nummer. Audi die neuerliche, vom 22. April datierte Zuschrift des zionistischen ״Nationationds“ braucht Sie nicht!irre zu machen. Der Satz, In .welchem von Ihrer Gemeinde dringende!Erledigung der ersten (von uns gekennzeiclmeten) Zuschrift gefordert wird, ״uni der ׳ .K •a h z 1 e i des Herrn P r äs 1d e n t e n ׳d׳ a s V e rz eich nis der Korporationen, die sich, an dieser E h 1־ u ng b et ei lig-t habe 11, v o r 7. u 1 e g e n“, sieht es auf naivere Seelen!ab, als Sie sind. Herr David Reissmann Frl. Cilly Schächter Wien XX Wien XVII Verlobte Zur Verlobung des Ihnt Davit Mmm Bit Frl. tiliy Hi gratuliert herzlichst Familie Moses Schreiber■ Dr. Isidor Reiniger u.Frau Frau Flora Steiner laden höflichst zur Trauung ihrer Kinder MARTA und LEOPOLD die am Sonntag 24 ר״ח סץן.fMai 1. J. um 4 Uhr nachmittags im Bethause der Adas Jisroel, II., Grosse Schiffgasse Nr. 8 (Schiffschul) stattfindet. Wien, II., Gr. Schiffg. 5 Szombathely, Kiräly utca 5 081 Landasvarband der Agudas Jjsrael- ' _ in der Slowakei gratuliert herzlicht seinem Vorstandsmitgliede, Herrn Alois Adler anlässlich seiner Vermählung mit Fräulein Fanni Breuer aus Wien. der bis zum 20. Jahre ישיבה בחור war und auch Bürgerschulen absolviert hat, sucht Posten als Erzieher zu Kindern, auch aufs Land, oder in Kanzlei als Aushilfskraft, nur in streng orth, Hause. Zuschriften unter ״S, T. Neutra“ an die Bratisl. Adm. Der Vorstand der בחורים rnNDrrJug6ndgruppe In Komarno gratuliert herzlichst seinem Sekretär, Herht Jakob Rosnea* zu seiner Verlobung mit Frl.llonka Woaner aus Dun. Streda. In der Mode* und Manufakturhandlung Ignaz Welsz! S a 1 a n./V. ist p e r sofort die Stelle eines - -LEHRBURSCHEN ־==־== zu besetzen. « " ■«"לד! סיר מכשול־•■ Wir machen bekannt, dass im Bad S LIA C in diesem Jahre kein Gasthaus unter unserer השגחה steht. Orth. Rabbinat Lucenec Banskä Bystrica והגליל Ich suche für meine Tochter einen relig. jungen Mann. Mitgift <5 IC 80 060. Zuschriften zu richten unter ״RslfgiSs" an die Bratisl&vaer Administration. □ rn ■ Die einzig verlässlichs! Q und in Qualität anerkannt beste □ n & Waschseife und כשף Toilettenseife ist שלוה 3 u □ ■ □ ■ □ ■ □ ■ □ ■ □ ■ □ H weil nebat הכשרים der grössten גאונים auch Erzeuger ■ 1 selbst für כשרות bürgt gjEF"‘ Ueberall erhältlich! jg □ Erzeuger: 2 2 SAMD WE1SZ S .. ..״ “(Sclialwi״! Sohn des Rabbiners □ הרב הגאון הצדיק ז״ל g in Nagymegyer (Slovensko) ■ Kultusgemeinden und Mazzosbäcker! Achtung! Spezialwerkstätte für neumoderne Mazzosrüffel sowie Teigquetschmaschinen und sämtliche Maschinenreparaturen zu kulautesten Preisen und garantiert für echtes Material Karl Bölim feilen- und Mascfiinenwepkstätte Bratislava, Fabrikstrasse 3, Tel. 1056 Konkurs In der orth. isr. Kultusgemeinde zu Frauenkirchen (Burgniland) ist die Stelle ein«8 tüchtigen ש1חט ובודק בע״ת וקורא der auch die Kassierung zu versehen hat, zu besetzen. Gebalt nach Uebereinkommen nebst freier Wohnung. Bewerber wollen ihre Offerte, unter welchen auch קבלות von drei anerkannten orth. Rabbinern sein müssen, nebst Angabe ihres. Alters, Familienstandes und bisherigen Wirkens dem gefertigten Vorstand sofort einsenden. Reisespesen werden nur den Berufenen vergütet. Frauenkirchen, den 10. Mai 1925 Isidor Fried, Präses KONKURS Endesgefertigte israelitische Kuitusgemeinde sucht per 1. August 1925 den Posten eines zeitgemässen Vorbeters der auch Schochet ubodek wekore ist (Moei bevorzugt) zu besetzen. Gehalt: 32 Millionen öst. K pro Jahr, freie Wohnung und von jedem Stück Vieh 1/a kg Fleisch. Reisespesen werden nur Berufenen vergütet. R e c h n i t z (Burgenland), am 10. Mai 1925 Der Vorstand KONKURS. Die Huster Israel. Kultusgemeinde sucht per sofort einen tüchtigen בעל תפלה, der zugleich die Stelle eines Fleisch-טשגיח zu versehen bat. ש1״ב wird bevorzugt., Gehalt nach Uebereinkommen. Bewerber wollen ihre Offerte nebst Angabe ihres Alters, Familienstandes und bisherigen Wirkens dem gefertigten Vorstande spätestens bis 1. Juni L. J. einsenden. Reisespesen werden nur dem Berufenen vergütet. Hust, 1. Mai 1925. Bela Krausz, Vorstands Schomre Schabbos-SteUenvermittlung des L. V.. der A. J.-Jugendgruppen in der Slowakei, Bratislava, Tiiruergasse 14-16. Offene Stellen: Nr. 30 Kommis, Mode-Schuhwaren 31 ״ Buchhalter (perf. Slov.) 33 ״ Kindermädchen ■־.•׳,! .. 35 Eisenhandlung-Lehriiug . / 37 ״ Gesellschafterin ' י r 1.ד 38 ״ Stütze der Hausfrau -‘•י 39 ״ Lehrling, Spezcreihaudluug; . 43 ״ Erzieherin* j :.■••״׳׳ 47 ״ BäckergehÜfe . i' .‘ ׳■ ״ 48 ״ Tapezierergehüfe ..*5 i.' V' ' Stellengesuche: ׳■.,■• ■ ' Nr. 70 Modewaren-Kommis , 71 ״ Oberteilherrichter J‘; : , 72 ״ Kommis, Farbwarenliandlung * : 73 ״ Kommis, Lederhandlung 74 ״ Goldarbeiter 75 ״ Kommis, Kurzwaren ., 78 Kommis, Spezereihandiung 80 ״ Kommis, Kurzwaren־ und Galanteriebranche 84 ״ Magazineur 85 ״ Stütze der Hausfra« (Ausland) 86 ״ Uhrraacherlehriinc , ׳־ 87 ״ Inkassant. Sacker 88 ״ Uhrraachergehilfe NB. Wir machen die Interessenten aufmerksam, dass nur solche Briefe beantwortet werden, welchen Retourmarken beigelegt sind. Bewerber berufen sich gefl. auf Anmeldnngsnummer. Angabe von Name, genauer Adresse, Alter, besonderen Fähigkeiten, Sprachkenutnissen und Art der gesuchten Stelle ist bei Stellengesuchen unbedingt erforderlich‘. Briefe ohne diese Angaben bleiben unbeantwortet. Bei offenen Stellen ist die Angabe der Branche, genaue Adresse, gew. Kenntnisse, Art der Stelle, Alter usw, notwendig. Verlangen Sie Anmeldvmgsformular! ■ ■1• l ia Pakete» od. T*blatte» llAIAAlÄ nl/n ®1־haltenSie in allen Groas- |J II I 11 י■ I I I V II handlangen. Wo nicht er- II L 11ו ו /I I A 1 1'ältlich, wolle man sieh 11 II I 11II I II I II II direkt an die Hauptnloderllv I Vv IUI 11 1# läge für die 08?, dor Fa. J. Havlik, Prag, VII. Belskoho tr. 3 7 ■ 1. —״ ׳.— ■ ■— wenden. — ׳■״ .- — 499595^2 3968^0