Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 19 (15.5.1925)
- Date
- 1925-05-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite ISO JÜDISCHE PRESSE Nr. 19 in• (tye Verhandlungen auf einen späteren Zeitpunkt zu ver; tagen, so wäre fieser Ziehpunkt doch erst dann gekommen, wenn die Prinzipien einje Aenderung erfahren hätten! Aber es wird in Israel immer eine unübersehbare grosse Gruppe geben, denen die Treue zu G-tteswort alles ist, und für die ist in der jetzigen Konstruktion der Jewish» Agency kein Raum. Wird dieser Gedankengang entsprechend gewürdigt, so dürfte auch in bezug auf die Londoner Verhandlungen* wie wir oben aiisgefiihrt habet!, Erwartung und Erfüllung harmonisch einander entsprechen. @00 Vom Tage. 000 Die hebräische Universität und d,er Lehrerstreik.! Kaum waren die Feierlichkeiten anlässlich der Universi(־ tätseroffnung in Jerusalem zu Ende, als ein neues Ereignis auf dem Gebiete des palästinensischen Erziehungs‘■ Wesens die Gemüter in Erregung versetzte. Infolge eines ■allgemeinen ׳Lehrerstreiks blieben alle Schulen, die von ■der zionistischen Organisation subventioniert oder alimentiert werden, nach ׳Pessach geschlossen. Herr Sokolow musste sein ganzes diplomatisches Talent auf wenden, um den Streik rasch aus der Welt zu schaffen. Tatsächlich hati dieser Streik die propagandistische Wirkung 4er ganzen grossen‘ Aufmachung anlässlich der Universitätsfeier zu,־ grundegerichtet. Er hat gezeigt, wessen Geistes die dortige zionistische Lehrerschaft ist. Er hat gezeigt, wie das! zionistische Schulwerk in Palästina, das der tragfähige Unterbau der Hochschule sein sollte, wirtschaftlich fun'- diert ist. Er hat ferner gezeigt, d,ass die Universitätsgründung mehr einem politischen als einem kulturellen Bedürfnis Genüge tun wollte. Der Streik wurde mit Vertröstungen auf den nächsten Kongress aus der Welt geschafft. Es wird sich zeigen, ob die zionistischen Vertreter am Kongresse den Mut haben werden, sich auf* den Boden der Tatsachen zu stellen' oder aber auch künftighin propagandistische Rücksichten gelten zu lassen.. Doch d.ies ist nicht mehr unsere Sach,e. Wir wollen nur für unsere Krebse, di.e sich anschicken, in ausgedehnjtem ■Umfange •und in •neuen Formen die alte Arbeit der Orthodoxie für Erez Jisroel fortzusetzen, die Lehre, ziehen, dass man ■ja nicht, von dem Augenblickserfolge •geleitet, •in den Netzen der Propaganda sich verstrickt. Die Orthodoxie, Aguaas Jisroel”, ist stark genug, um den! Mut zu besitzen, ihre Arbeiten in und für Erez Jisroel' nur im Hinblick auf die heilige Sache selbst und nicht mit: Rücksicht auf propagandistische Wirkungen zu vollbringen. r Juden und Araber vereinigt am Grabte des Mein Bai Haness. Wie aus Jerusalem berichtet wird,Waren, am 7. Mai — 13. Ijar — am Jahrzeitstage cles berühmten Meir Bai Haness mehr als 5000 Juden und etwa 200(1 Araber .am!Grabe desselben versammelt. An der Prozession zu seinem Grabmal nahmen der Vizegouverneur des, palästinensischen •Norddistr.iktes, der moslemische, *Mufti, zahlreiche arabische und jüdische Notablen, sowie Touristen aus Europa und Amerika teil. Die jüdiscjhen und arabischen Läden waren geschlossen. Diese Nachricht bedeutet für uns mehr als d,ie blosse Kunde von einem! interessanten Ereignis. Die brüderliche Vereinigung aller Schichten und aller Nationalitäten am Grabe von Rabbi/ 1Mei.r!Bai!Haness erscheint uns heute, nach den gehässigen Nationalkämpfen in Erez Jisroel, als ein!Wunder., Rabbi Meir ist eben ein Bai Haness, ein Wundertäter/ Es ist auch nicht bedeutungslos, dass das thoratreue Judentum jn heiliger Hingabe für Erez Jisroel in allen Jahrhunderten des Galuth d,ie erste und älteste Organisation! izu ׳Nutzen von ׳Erez Jisroel unter!dem Namen Rabbi 'Meir Bai Haness geschaffen hat. Wahrlich di,e Orthodoxie sollte auf ihre •Leistung für Erez Jisroel und aui den Geist dieser Leistung mehr stolz sein, als sie bis zum heutigen Tage war. Sie sollte durchdrungen sein von der; Erkenntnis, dass nur im Geiste dieser traditionellen Arbeit für Erez Jisroel der Friede zwischen den einzelnen' .Volksstellen in Erez Jisroel gesichert werden kann. Am Grabe Rabbi Meirs finden sich in brüderlicher Ein;- fcracht Juden und Araber. Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung bezüglich der Kaschruth, der im Annoncenteil angekündigten Unternehmungen. Es ist Sache des Lesers, bei seinem zuständigen Rabblnat die nötigen Erkundigungen einzuziehen. Wo erhält man den wirklioh naturgetreuen Dem bekannten Spezialisten künstlicher Haararbeiten für orthodoxe Frauen, Fr anz B a 11 a, ist es nach jahrzehntelangen Bemühungen endlich gelungen Scheitel herzusteilen, die dem eigenen Haare mit verblüffendster Täuschung nachgeahmt sind. Nach einem Besuche in ( dem Atelier des Herrn Balla wird sich jede orth. Braut leichten und freudigen Herzens entschliessen, das eigene Haar abschneiden zu lassen und einen Scheitel zu tragen. Die Damen werden zum Besuche des nachstehenden Ateliers höflichst eingeladen, woselbst Modelle kostenlos ausprobiert werden, Pranx Balla, Wien, IV», Gusshauastrasse 26 Telephon 68-9-12 Herren*, Knaben* and Hinderkleider fertig und nach Mass Massabteiluug bis zu den feinsten englischen Stoffen. 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Gleichzeitig wurde eine Sonderabteilung ׳״Kevuzatli CHoaulim“ gegründet, deren Aufgabe die geistige und physische Vorbereitung־ der Mitglieder für den Aufbau Erez Jisroels ist. Die Aguda- Ortsgruppe Wien II. stellte der neugegründeten Arbeiter- Organisation Lokalitäten zur Verfügung, die den Aulim als Tagesheim, Lesesaal und Lehrzimmer dienen sollen. Die regelmässigen Schiurim •haben bereits ,begonnen. Reise des Sadagoraer Rebbe nach Galizien und Rumänien. Wien. (A. J. P. B.) Sonntag den 16.!Ijar reiste Grossrabbiner!Markus Salomon Friedmann!aus Sadagora, Präsidialmitglied des Kereh Hathora und!der Palästinazentrale •der österreichischen Aguda, nach Galizien, wo er sich mehrere Wochen aufzuhalten gedenkt. Auch in iRumänien, beziehungsweise in der •Bukowina wird der Sadagoraer!Rebbe einige Wochen verbringen. Anlässlich seines vorjährigen Aufenthaltes in lOstgal'uzien und Rumänien •hat ,Grossrabbiner Friedmann bekanntlich ׳sehr viel für Keren Hathora und Erez Jisroel!geleistet. Rabbi Abr. Schreiber aus Wien als Korfuer-i^JOn חכם gewählt.. Wie uns aus Korfu gemeldet wird, wurde Herr Abraham Schreiber aus Wien einstimmig als Grand- Rabbiner von Korfu gewählt. Diese Wahl hat eine überaus eigenartige Vorgeschichte. Gelegentlich eines Büchereinkaufes hielten sich vor .einigen Wochen drei Vorsteher dieser Gemeinde in der Buchhandlung Schlesinger auf. Zufällig •war auch!Herr Abraham Schreiber anwesend, dessen Wesen und Gelehrsamkeit., einen solchen Eindruck auf die Herren machte, dass sie nach ,ihrer .Rückkehr bei einer ad hoc einberufenen Gemeindeversammlung die einstimmige Wahl des jungen Gelehrten erwirkten. Rabbi Abraham Schreiber, der durch sein talmudisches Wissen einen ausge- ■zeichneten Ruf!besitzt, ist bis jetzt!Kaufmann gewesen. Getreu dem Beispiel seiner grossen Ahnen — er ist ein Sohn des bekannten חלב הגאון הצדיק Räb;bi Simon Schreiber aus Erlau •und Enkel des כתב סופר - beschloss er, sich aber der rabbitiischen Laufbahn zu widmen. Die Korfuer Gemeinde, die eine def.ältesten sefardjschen. Gemeinden im Orient ist, besass immer hervorragende Rabbiner. Trotzdem entschloss sich ■Rabbi ■Abraham •Schreiber erst dann zur Annahme der Stelle, nachdem er die strikteste Zusicherung erhielt, dass seine Weisungen in bezug auf religiöse Führung der Gemeinde genauest befolgt werden. Rabbi Abraham Schreiber soll seine Stelle bereits!Schewonot antreten. (Wir gratulieren herzlichst. So wird ein Reis der grossen Familie Chassam •Sofers •auch auf sefardischem Boden wirken. Die /Red.) Hochzeit im Hause :Breuer. Ein Freudenfest echt jüdischer!Herzlichkeit versammelte am ל׳ג בעומר einen Grössten־ der Wiener ׳Orthodoxie in den!Räumen des Restaurant Mayerson. Herr Albert Breuer feierte "die ,Hochzeit seiner Tochter!Fani mit ׳Herrn Alois Adler aus Pressburg. Wie bei jeder Simcha schel mizwah vereinigten (vorzügliche kulinarische!Genüsse und geistreiche Thoraworte die .Festteilnehmer bis in die späten Nachtstunden. Der חתן eröffnet« den!Reigen der Tischredner, um in trefflichen לבלי תולה die Aufgaben, die ein wahrhaft jüdischer בעל הבית zu erfüllen hat, zu schildern. Herr Albert Breuer entwarf mit lebendiger Anschaulichkeit ׳das!Bild eines ׳frommen jüdischen!Hauses. In trefflieber ׳Rede feierte!Herr Jakob Stern Braut und ßräutigam, hernach sprach Herr Wolf Pappenheim in gewohnt meisterhafter Weise. Herr Max L ö w y überbrachte Grüsse des Herrn Rabbiner Hirschler ׳(Pressburg) sowie Wünsche und Dankesworte der Pressburger Agudas Jisroel- Jugend. Dr. Pinchas Kohn schilderte in geistreicher Rede das Streben und Wollen jüdischer Menschen und Herr M. iF e d e r w e i s ׳s!(Dunajska •Streda), ein Schwager!des Bräutigams, brachte gediegene Thoraworte zu Gehör. Schliesslich sprachen noch!die Herren Kraus ׳)׳Mattersbürg), Sal. Fischhof (iPressbur.g), L.!Breuer und Mendel!Hönlgsbeer sowie!Herr Jakob Deutsch, der!in launiger Weise ein humoristisches Gedicht vortrug. (W.ir wünschen dem Brautpaar und seinen Angehörigen herzlichst מזל טוב! Die Redaktion.) Trauerfeier nach Rabbi Lipmann׳ Ungar s. A. Montag, •am 32. Omer-Tag, am •Schlüsse ■der Schloschim, nach dem am ersten Tag Chol Hamoed Pessach verblichenen Rabbi Lipmann!U n g a r •in!Baden bei Wien veranstaltete die ,israelitische!Kultusgemände in Baden eine würdige Trauerfeier. Die Trauerrede hielt Oberrabbiner W. Reich. Tomche-Jeschiwo-Aktion in Ungarn. In der seit mehr denn sieben Monaten in׳ Schwebe gewesenen Frage, ob die, Organisierung der materiellen Unterstützung der zahlreichen Jeschiwos Ungarns von dem hiezu von der orthodox-jüdischen Landesrepräsentanz mit dem Sitz in Budapest gewählten Komitee, oder aber von dem seit einigen Jahren in R a ab bestehenden ״Tomche-Jeschiwos- Verein“ bewerkstelligt werden soll, hat die jüngst in Raab abgehaltene Generalversammlung desselben beschlossen, den gordischen Knoten folgendermassen zu lösen: Der Verein schliesst sich der von Budapest aus zu unternehmenden Aktion nicht an', sondern wird seine Sammeltätigkeit bloss auf Transdanubien beschränken, wenn Budapest die Organisierung der Jeschiwos- Unterstützung in allen übrigen Teilen des Landes innerhalb der nächsten vier Monate bewerkstelligt; sollte letzteres n i c h t geschehen, so wird der Verein ganz Ungarn als sein Betätigungsfeld betrachten. In der heute abgehaltenen Konferenz des Budapester Komitees wurde vereinbart, die diesbezügliche Stellungnahme, der nächste Woche stattfindenden Quartalskonierenz der Zentralkommission der Orthodoxie abzuwarten. Rabbi Amrom Fischer s. A. Am ersten Tage des vergangenen Chol Hamojed Pessach ist in Gyönk Rabbi Amrom Fischer nach 45jähr׳iger Amtstätigkeit verschieden. ■Er war ein Schüler von Rabbi Chaim Hirsch Mannheimer, Rabbi Dr. Hildesheimer und zuletzt der Pressburger Jeschiwah. ׳ (Rabbi Jakob Giinsz s. A. Oberrabbiner Jakob1 G ii n s z, der Gaon ׳von Hajduböszörmeny,!ist im Alter von 71 Jahren am 5. Nissan gestorben. Am 7. wurde er unter grosser Beteiligung seiner Gemeinde und der ganzen Umgebung 7.11 Grabe getragen. Sein Schwiegersohn und Nachfolger, Rabbi Josef Zitron, dann sein Sohn Josua, wie die Oberrabbiner von iHajdudorog, Debreczen, Büdszentmihaly, Balmoszujvaros haben in warmen Nachrufen die Bedeutung dieses grossen Qaon und Zaddik gewürdigt. •‘ Der deutsche Tierschutzverein und die rituelle Schächtung. B e r 1 i n. (J. T. A.) Vor kurzem tagte in München die!17. Jahresversammlung des Verbandes Deutscher Tierschutzvereine. Der Schriftsteller Fritz Westphal .unternahm einen Vorstoss gegen •die Methode der jüdischen ׳rituellen Schächtung und brachte ■den Antrag ein: Der Verband •der Tierschutzvereine ׳des Deutschen!Reiches ׳möge bei den gesetzgebenden Körperschaften vorstellig werden, dass ׳in Deutschland der Betäubungszwang für alle Sohlachttiere vorgeschrieben wird. Der Antrag rief eine lebhafte Diskussion ׳hervor. ,Rabbiner •Horawitz (Frankifurt a. M.) verwies auf die Gutachten der hervorragendsten Physiologen hin, •die bekundeten, ׳dass den geschächiteten Tieren schon nach wenigen Sekunden das .Bewusstsein schwinde. Neuere Untersuchungen über •den Blutdruck haben die Warnehrmmgen der Physiologen bestätigt. Von •einer Tierquälerei!könne ׳beim Schächten nicht ׳die!Rede sein. Die Juden sind ■von jeher, schon auf Grund ihrer religiösen Satzungen, Freunde des Tierschutzes. ׳Rabbiner Horowitz, regte an, es solle in dem Ausschuss für Schlachtviehtötung ein Rabbiner aufgenommen werden, damit die Vorbereitungen für die Niederlegung der zur Schächtung!bestimmten Tiere ׳möglichst verbessert werden. Rabbiner‘ Dr. Stein (1Schwein,furt) ׳erklärte,!durch Einführung ■des Be- •täubungszwanges würde •den gesetzestreuen Israeliten ׳der Flei'schgenuss, vollkommen unmöglich gemacht werden. Auch Geheimrat Volkmar und Kommerzienrat Fränkel ׳traten: für /die Ablehnung des Antrages Westphal ׳ein. Veterinärrat Storch (Schmakalden) ׳unterstützte Westphal ׳und meinte, würde die Bevölkerung sich einmal •das Schächten ansehen, es würde ein Sturm der Entrüstung durch das Land •gehen. Krämer!(Berlin) erklärte, wenn!die llsräeliteri sich auf einen •Gewissenszwang ־berufen so!bestehe für die Anhänger des Tierschutzes ebenfalls Gewissenszwang•, wenn sie zugeben würden, •dass die Tiere ׳durch •das Schächten unnötig gequält werden. Schlachthilfsdireik-tor Dr. May begründete ׳einen Antrag des Nieder- •rheinischen Tierschutzvereines Krefeld auf ״Verbot des Schächtens •der Bullen, da!das Niederlegen und das Durchschneiden ■der dicken Haut besonders schwierig!ist und im Grossbetrieb •gefährlich ,werden, ׳kann“. Es wurde zunächst der Antrag des Düsseldorfer Vereins, .der durch Westphal gestellt wurde, mit 35 gegen 18 Stimmen vertagt. Der Antrag Dr. (May (Niederrheinischer Tiierschutzyerein Krefeld) wurde angenommen. Dadurch erledigte sich der Antrag Dr.!Horowitz, •dass das Schächten!der Bullen nur •dort ,gestattet werde, wo ׳geeignete 'Sicherheitsvorrichtungen vorihanden sind. Zum Schluss wurde ein Antrag des Verefees ׳Kiel angenommen,!das Reichsministerium für Ernährung und ,Landwirtschaft zu •ersuchen, eine Verfügung zu ׳erlassen,!durch!die für das ganze Reichsgebiet Bestimmungen über das!Schlachten der Tiere getroffen •werden; diese Be- :Stimmungen sollen bei der Novelle zum Strafgesetzbuch berücksichtigt werden. Die Wahl Hindenburgs und die deutschen Juden. ׳ ,Den Israelit“, Frankfurt a. M., ,beschäftigt sich in seiner Nt '418 mit ■der Wahl •des Generalfeldmarschalls ■v. H-indenbürg zum ,Reichspräsidenten und bemerkt, •dass alles, was am Sonntag Bindenburg zustimmte, a priori und unbedingt reaktionär •eingestellt sei. Hindenburg Ist ein grosser Name und er bcs3ss!eben!biis dcihin aiuch 3.1s Mensch tiefere Sympathien ׳im Valke als die Säbelhelden um Ihn herum. Hindenburg selbst sprach viel, sogar im Rundfunk, von Frieden und Versöhnung ׳und •der Verfassung, die ■er, ein alter treuer Soldat, sobald er den Eid ■auf sie geleistet hat, hüten und schützen wollte. Die Zeitung schliesst: ,״..dass das deutsche Volk in seiner Mehrheit am letzten Sonntag kein Votum für die Politik ■der Versöhnlichkeit nach •aussen!und Innen abgegeben ■hat•, ergibt sieh schon aus der! nt- Sache, dass •das gleiche Volk ,im ■ersten Waldgange den exponiertesten Vertreter dieses ״grossen Hasses‘, Ludendorff, einmütig abgelehnt hat. Hindenburg dankt zum guten Teile seinen Erfolg der allgemeinen Auffassung, dass er kein Ludendorff sei, und es ist Im Laufe des!Wahlkämpf es •manches Versprechen nach dieser Richtung niin abgegeben worden. Es wird , sich nun zeigen, ,wie weit •die neue Reichsleitung den Willen zur Erfüll'ungspoliilk ernstlieh aufbringt, 2ur Eriülliingspolitik ׳in erster Reihe nach 1nI1e Delegierten Versammlung der holländischen Aguda. Amsterdam. (A. J. P. B,) In der zweiten MarZwoche fand •in Amsterdam die Delegiertenversammlung der holländischen Landesorganisation der Agudas Jisroel unter Vorsitz von Herrn Oberrabbiner Hirsch, Zwolle, statt. Es konnte gegenüber dem Vorjahre׳ auf eine Verdoppelung der Mitgliederschaft durch die neugegrtindete Ortsgruppe Rotterdam und Haag hingewiesen werden. Das grosse Interesse für Keren Hathoraun.d Erez Jisroel-Ärbeit bekündete sich durch Wahl von besonderen Kommissionen Ein Posten Crep de Chine, alle Farben, 100 cm breit & K 75.000. Rohseide bedruckt, für Kleider und Futter K 75.000. I a Jap. Ponges K 48.000. Seidenbaus KOHIORNER, WIEN l.f Taborslrassb 14 Fischerstiege 3