Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 18 (8.5.1925)
- Date
- 1925-05-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 124 Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung bezüglich der Kaschruth, der im Annoncenteil angekündigten Unternehmungen. Es ist Sache des Lesers, bei seinem zuständigen Rabbinat die nötigen Erkundigungen einzuziehen. Oberrabbiner Hirschler in Wien. Schabbos Parschoth Schemini weilte Seine Ehrwürden Herr Oberrabbiner Simon Hirschler in Wien und hielt Nachmittag im Saalei der Jugendgruppe eine Drösche. Ausgehend von einer Midrasch-Stelle, die der Redner in meisterhafter Weise! auslegte, schilderte er, wie erst das jüdische Volk seiner• grossen Mission mit dem Verlust der nationalen Selbst- •ständigkeit gegeben wurde, und dieser Aufgabe trotz zahlreicher Fährnisse treu geblieben ist und auch treu durchzuführen bereit ist, zum Wohle der jüdischen Sache und des jüdischen Geistes. Ernteten schon die geistreichen Ausführungen des ersten Teiles, die an Hand von biblisehen und Midrasch-Zitaten ein lichtvolles Bild jüdischen Denkens gaben, lebhaften Beifall, so steigerte sich dieser zur Begeisterung im zweiten, mehr politischen Teile det^ Rede, in dem der Redner die Stellung der Orthodoxie zii den jüdischen Tagesfragen beleuchtete. Insbesondere die’ Ausführungen über Erez Jisroel lind die jüdischen Partei•] richtungen zeigten den ehrvv. Redner als scharfen politisehen Beobachter und Denker. Am Abend war der ehr1־ würdige Redner Gast der Jugendgruppe bei einem Me4 lavvo Malko, bei dem Obmann Samuel Stern den ehrwürdigen Gast für seine herrlichen Ausführungen namens der Jugendgruppe, Herr W. Pappenheim namens der gesamten Wiener Orthodoxie dankte. Generalversammlung der Aguda - Jisroel - Jugendgruppe, Wien, II. Unter massenhafter!Beteiligung!der Mitglieder fand׳ Sonntag,' Cholhamoed •Pessach, ׳im grossen Lehrsaale der Jugendgruppe die diesjährige Generalver- Sammlung der A. J. J. statt. Der Obmann Samuel Stern eröffnete sie mit einer kurzen Begriissung der Erschienenen und einem ׳Rückblick •a׳uf das abgelaufene Arbeitsjalir, in dem er zur allgemeinen Zufriedenheit konstatierte, dass die moralischen und materiellen Verhältnisse der Jugendgruppe sich nach den Bewegungen der jüngsten' Vergangenheit schliesslich doch konsolidiert haben. Stehend hörten die Versammelten die tiefempfundenen Worte des Gedenkens!für die verstorbenen Mitglieder Elijahu Schischa und Jizchok Brody an. Als nächster1 Redner berichtete!Herr Artur B 0 g ne r für den Unterrichtsausscbuss. Aus seinem Berichte!ging hervor, dass es der Jugendgruppe trotz der!bereits erwähnten Schwierigkeiten gelungen ist, nicht nur den durch die Herren Aaron N e u f e 1 d, Viktor •Bum'garten und Jakob T e׳ i t e 1b au m mustergültig, geleiteten Daf Jaumi־Schi׳ur zu erhalten, sondern auch die ZLr k e 1 - S c 111 u r I m, die mehr den individuellen Bedürfnissen und Fäiigkeiten!Rechnung tragen, zu •einem wichtigen Lehrbehelf auszugestalten. Ein t besonderes Gewicht ■wird im Sommer auf ׳Geselligkeit ge- legt, die es unseren jungen!Leuten möglich machen soll, nach den Mühen der Woche die freie Zeit im!Kreise von Gleichgesinnten unter Aufsicht ernster Menschen nützlich und angenehm zu verbringen. (Beifall.) 'Herr Oskar!Hochmann!berichtete für den Arbeiterausschuss, dem es gelungen ist, unser schönes!Heim nicht nur ׳zu erhalten, sondern allen hygienischen und ästhetischen Bedürfnissen entsprechend auszustatten. Als nächster sprach Herr Max S c h i f f über die f 1 n :a n z i e 11 e Sanierung der Jugendgruppe. •Dankbar gedachte er der Unterstützung der Adas Jisroel• (Schiffschul), die •als erste mit!fünf!Millionen die Krise ׳zum guten entschied und den Weg für eine ׳weitere , Entwicklung ebnete. Redner demonstrierte an der Hand von Zahlen, dass die Jugendgruippe durch Mitgliedsbeiträge und sonstige sichergestellte Beträge beiweitem nicht ihr Minimal-!bndget decken kann ׳und auf das Wohlwollen •der weitesten Kreise der lokalen Judenschaft angewiesen ist. •Dieses Wohlwollen hat cs uns bisher ermöglicht, die Jugendgruppe in jeder Beziehung auf der Höhe zu erhalten und ist auch in Zukunft mit G-ttes Hilfe unsere Hoffnung. •(!Beifall.) Der nächste Punkt der Tagesordnung!war die Vorstandswahl, die lebhaft verlief und das endstehende Ergebnis brachte. Während der Auszählung der Stimmen wurde in Punkt 3 der Tagesordnung eingegangen. Als erster sprach!Herr Siegmund Stern, der •die allgemeine ׳Bilanz des Jahres als befriedigend bezeichnete, dessen ungeachtet aber einiges kritisch,zu bemerken hatte. •Aus Anlass der Uuiversitätseröffnung in Jerusalem fand in der Jugendgruppe der bekannte Vortrag Sr. Ehrwiirden Herrn Rabbiner Josef Bau mg arten!statt, dessen Folge eine sehr •ein drucksvolle Demonstration der Jugendgruppe war. Diese Demonstration wurde nun von der gegnerischen Presse au einer beispiellos •niederen, ׳Hetze benützt. Unter der stiirmischen Zustimmung der Anwesenden erklärte der Redner, dass die Jugendgruppe Wien an Seite •ihrer Führer, für eine rechtsgerichtete Politik der Aguda eintretend, kämpfen wird. Herr Lederer sprach unter stürmischem Beifall der A!nwesenden in gleichem Sinne.!Herr. Dt. R e i n ä 11 g er. •begriisste die Jugendgruppe namens der Agudas Jisroel, die die bestimmte Zuversicht hegt, dass die Jugendgruppe der Agudas Jisroel im gewohnten Sinne erzieherisch •weiterwirken wird, um der Orthodoxie in der Zukunft Männer zu liefern, die sich ihrer Aufgabe ׳bewusst und mit Herz •und׳ Hand bei der Aufgabe sind. Herr Josef Schick übermittelte den Ausdruck der Sympathien aller orthodoxen Bale iBatim für die Jugendgruppe. Es pracheii noch die!Herren Aschkenasi, Barbasch und 0. Stern, worauf Herr Nathan Adler namens des Wahlausschusses das Wahlergebnis mitteilte. JÜDISCHE PRESSE Nr. 18 Gewählt wurden die Herren: Adler Nathan, Aschkenasi Joel, Baumgarten Viktor, Breuer Ludwig, Bogner Artur, Dickmann Norbert, Felsenburg Simon, ׳Herzka Oskar! Herzog!Heinrich, Löwy Leopold, Rabinowitsch Benö, Richter Emil, Schiff Max, Stroh ׳Erwin, Stern Samuel, Stern Siegmund, Spitzer Ernst, Schlesinger Desider,, Teitelbaum Jakob. Als Revisoren wurden einstimmig die Herren Brody Egon und Kaufteil Heinrich gewählt. In der ersten konstituierenden Sitzung wurden folgende Herren gewählt: Samuel Stern zum Obmann, Leopold Löwy und Simon Felsenburg zu Obmannstellvertretern, Richter und!Herzka zu Schriftführern, Jakob Teitelbaum •und Siegtnund Stern zu Delegierten bei der Ortsgruppe. Ferner wurden sämtliche Mitglieder •der Ausschüsse bestimmt. Schliesslich beschloss der Vorstand, das verdienstvolle Mitglied Herrn Armin Braun neuerlich in diesen Ausschuss »zu kooptieren. Die לוי׳ von Rabbi Schajele Steiner זצ״ל Wie wif, schon vorige Woche kurz gemeldet haben, ist Rabbi Schajele SteinePT der Zadik von Bodrog Keresztur, M011tag den (27. April) 3. Ijar, infolge einer Blutvergiftung gestorben. Er hat noch trotz seines hohen Alters (er ist 71 Jahre alt geworden) anlässlich der Jahrzeit des Sanzeij Rebben nach Sanz sich begeben, jedoch auf der Rückreise kam er nur bis Pressov (Eperies). Auf seinem Fusse bil■« dete sich eine Entzündung, infolge dessen ist er so schwer erkrankt, dass er nach zweitägigem Aufenthalt in Eperies mittels Automobil nach Bodrog Keresztur geführt werden! musste. Die Todesnachricht verbreitete sich rasch, und imj Laufe des Tages kamen aus allen Teilen des Landes tau-; sende Anhänger und Verehrer des Verstorbenen, sowie] die Deputationen fast aller Gemeinden nach Bodrogl Keresztur geströmt. Die Teharo fand um halb(. 4 Uhr mor-j gens!statt. Da die Mikwah der Gemeinde zur Vornahme’ der Twilah nicht geeignet war, musste eine Mikwah] im Hofe des Sterbehauses improvisiert werden. Die Lewaja׳ selbst hat Dienstag zeitlich morgens begonnen. Zu dieser Zeit waren schon so viele Trauergäste angeiangt, dass! alle Strassen des Dorfes, ja selbst die Dächer der Häuseii und die Bäume besetzt waren. Gegen 8 Uhr wurde die! Bahre des Verblichenen in, sein Beth Hamidrasch getragen( um die üblichen Hakofoth zu machen. Der Andrang waij aber derart gross, dass es unmöglich war, auch mu( einen Schritt vorwärts zu kommen, und so beschloss man( die Bahre in den Hof hinauszutragen. Vorher schon hatte,׳ der Präses der Kultusgemeinde offiziell verkündigt, dass der letzte Wunsch des Verblichenen, dass sein einziger!' Sohn Rabbi Abraham sein Nachfolger werde, bereits er-f füllt sei. Im Hofe, wo auch die Vertreter der Behörden, wie aller nichtjüdischen Konfessionen Aufstellung genom-j men hatten, hielten die drei Schwiegersöhne des Ver-( storbenen, die Rabbiner aus, Szinna, Edeleny und B. Ricsd Hespedim. Nach ihnen sprächen der :Rabbiner von H. Mad| und ein Sohn des alten Sänzer Rabbiner, Rabbi S. Z. Hai■] berstamm. Am Beth Hachaim sprachen noch die Rabbiner!aus N. Kallo, Nyirbator und Ujhely. Alle Redner wür-' digten die Eigenschaften; die diesen grossen Mann geziert haben. Von seiner grenzenlosen Wohltätigkeit, eif soll 200 Millionen Kredite für arme Leute bei verschiedenen Banken in Anspruch genommen haben, erzählte? man Wunder. Seinen klugen Rat haben nicht nur JuderjJ begehrt. Auch vielen Nichtjuden ward seine Hilfe( Ztf seiner Lewaja kamen auch sehr viele Christen, um deny klugen und verlässlichen Ratgeber die letzte Ehre zu er-! weisen. In R. Schaleje זצ״ל verlor das ungarische Judentum einen der würdigsten und merkwürdigsten Repräseh-, tunten der chassidischen Richtung. Oradea Mare. Der Jugendgruppe der Aguda in Oradea Mare ist es nach langen vorbereitenden Arbei-1 ten endlich gelungen, weite Kreise für die Aguda zif interessieren. Am ersten Sabbat nach •Pessach würdigte. Oberrabbiner Fuchs Oradea Mare im Rahmen eines1 Perek-Vortrages die eifrige Tätigkeit der Jugendgruppe und spornte sie zu weiterer Arbeiten. Am nächstfolgenden, Sabbat hielt Rabbiner Chaim M, Hager aus Olcho-• jwiec, ein Sohn des Wiznitzer Rebben, ebenfalls einen Perek-Vortrag, in dem er aber nicht nur die Jugend, sondern auch die Alten zur. ,aufopfernder praktischer Arbeit für die Aguda aufrief. Unter: dem Eindruck dieser Vor•( träge entschlossen sich von der Landeszentrale die Herren L. Freund und David Kohn und von der Jugendgruppe ■mmmmmmbi Mir■!■■——■■יי■»«■——mammmmmmmm—1—■—waa—>——w Herren-, Knabenand Kinderkleider fertig u.nil nach Maas ]^assabteüuug bis zu den feinsten englischen Stoffen. Erstklassige Zu- Schneider. Eleganteste Ausführung. Auf Vermeidung von שעטנז wird genauestens geachtet. J. STERN, Wien, XL, Olookengasae 25. T. 46913. Beachten Sie die Hausnummer. Wo erhält man den wirklich naturgetreuen SCHEITEL? Dem bekannten Spezialisten künstlicher Haararbeiten für orthodoxe Frauen, Franz Balla, ist es nach Jahrzehntelangen Bemühungen endlich gelungen Scheitel herzustellen, die dem eigenen Haare mit verblüffendster Täuschung nachgeahmt sind. Nach einem Besuche in dem Atelier des Herrn Balla wird sich jede orth, Braut leichten und freudigen Herzens entschliessen, das eigene Haar abschneiden zu lassen und einen Scheitel zu tragen. Die Damen werden zum Besuche des nachstehenden Ateliers höflichst eingeladen, woselbst Modelle kostenlos ausprobiert werden. F v a n z B a 11 a, W i en, IV«, Gussbausstrass• 26 Telephon 68-9-12 Herr Schächter eine Propagandareise nach dem Komitate Marmaros, wo der Agudagedanke bereits Fuss gefasst hat, zu unternehmen, ln Viso hat sich gleich eine Gruppe mit 120 Mitgliedern konstituiert. Der Sommer soll zu eifrige!( Propagandatätigkeit in der ganzen Umgebung aiisgenützt werden. ׳ Gründung einer Aguda-Gruppe in Gurahumora. Bei der am 12. d. M. zwischen der orthodoxen Judenschaft Gurahumoras stattgefundenen Besprechung, bei welcher die Herren Jakob Apter und Jossel Rubin glänzend über Zweck und Ziel der Aguda referierten, wurde einhellig nachstehender Beschluss gefasst: 1. Gründung einer Agudaortsgruppe in engem Anschluss an die Agudawelt- Organisation. 2. Sofortige Ueberreichung der Statuten behufs behördlicher Genehmigung. 3. Einberufung einer Volksversammlung in allernächster Zeit, zu der die Herren Rabbiner Lau aus Suczawa und Josef Stern aus Sereth einJ zuladen wäre, um über die Bedeutung und Tätigkeit der Aguda aufzuklären. Wiederbelebung einer alten Jeschiwoh in Brody. Auf Initiative der Zeirei Agudas Jisroel wurde die noch vom Brodier Maggid, dem berühmten Rabbi Salomo Klüger, gegründete Jcschiwali Ez Chaim wieder eröffnet. Die Eröffnungsfeier fand bei zahlreicher Beteiligung Sonntag, den 2. Ijar, statt. Der Oberrabbiner von Brody R. Awrohom Mendel Steinberg hielt eine feierliche Ansprache und trug sogleich den ersten Schiur vor. Die Jeschiwoh hat bereits zwanzig Zöglinge. Als Jeschi wohleiter wurde Herr Chune Galatzer bestimmt. Abgeordneter Rabbiner Schapira in Ostrow. Ostro w. (A. J. P. B.) Der Sejmdeputierte, Oberrabbiner Meier Schapira referierte in einem von tausenden Juden besuchten Massenmeeting über die derzeitige Lage der Aguda und unter dem überwältigenden Eindrucke seiner meisterhaften mehrstündigen Rede wurden namhafte Beträge zugunsten der Lubliner Weltjeschiwoh gespendet. Von der ״Esrath Jesomim“ in Bialystock. B i a 1 ystock. (A. J. P. B.) Unter Vorsitz Dr. L. Niemcewitsch fand eine Hauptversammlung des Komitees ״Esrath Jessaumim“, das bisher von der Aguda subventioniert worden ist, statt. Im Interesse des religiösen Erziehungswesens forderte der Genannte die Kooptierung zweier Agudisten in den Verwaltungsrat des Waisenhauses, doch wurde er niedergestimmt. Hierauf erklärte Dr. Niemce- .׳«witsch, dass er der Aguda den Beschluss der Versamm- Jung mitteilen werde, die aus der Tatsache, dass sie auf die Führung eines Waisenhauses, das von deren Subvention abhängig ist, keinerlei Einfluss hat, die notwendigen Konsequenzen ziehen wird. Sie wird nicht zugeben, dass die Zöglinge dieses Waisenhauses in jiddischistischen ,Schulen erzogen werden.. Nach - dieser prinzipiellen Erklärung verliess Dr. Niemcewitsch die Versammlung. Dr. Niemcewitsch in Baranowitz. Baranowitz. (A. J. P. B.) Ueber Einladung des hiesigen Oberrabbiners David Weizel und anderer angesehener orthodoxer Stadtrepräsentanten besuchte Dr. Niemcewitsch unsere Kehiloh; um eine Chwazeleth-Schule in die Wege zu leiten. Unter stürmischen Akklamationen hielt er in der städtischen Synagoge zwei grossa.ngelegte Referate und es wurde ein Chawazeleth-Komitee gegründet. Fiume. Die diesjährige Generalversammlung der Orthodoxen israelitischen Vereinigung, •die Sonntag, den 18. Nissan stattfand, hatte folgendes Wahlergebnis: Gaboim S. Kurtz, H. Katz; Revisor: L. Deitel; Vorstandsmitglieder: M. Lager, F. Weisz, J. Pacht, L. Grauenfels und S; Rosenwasser. Der Palästina-Besuch Lord Balfours vor dem engllschen Unterhaus. London. (J. T. A.) In der Unterhaus- Sitzung vom 6. ׳April-stellte der A'bg. Sakiatvala an das Staatssekretariat für die Kolonien die Frage, ob die Baifour-Tage in Palästina wirklich in Ruhe verlaufen sind. Mr. Örmsby-Gore erwiderte, ausser der Verhaftung von 16 ׳Personen, Angehörigen der kleinen kommunistischen Gruppe im Lande, ■die, versucht hatten, den Frieden zu stören, sei •nichts vorgekommen, was die öffentliche ׳Ruhe hätte!bedrohen können. Diese 16 Personen versuchten, hetzerische und beleidigende Aufrufe gegen Lord Balfour zu verbreiten. Captain Waterhouse richtete an den!Kolonienminister •die Anfrage, ab er bereit sei, angesichts des legalen Charakters der arabischen Anti-Balfour-Proteste Massnahmen zur Befriedigung der arabischen Wünsche zu ergreifen, um die traditionelle ׳Freundschaft zu den Arabern Palästinas zu erhalten. Der Unterstaats- Sekretär für die Kolonien, Mr. Ormsby-Gore erwiderte, Palästina werde streng nach den Grundsätzen des Mandates verwaltet, es sei ihm kein Fall bekannt, wo •die biirgerliehen und religiösen Rechte der Araber irgendwie verletzt worden sind. Captain Waterhouse: Ist die arabische Beschwerde, in dem Gesetzgebenden Rat Palästinas nicht vertreten zu sein, unberechtigt? Mr. Ormsby-Gore: •Es wird Captain Waterhouse bekannt sein, dass sich alle englischen Regierungen bemüht haben, eine Mitarbeit der Araber an dem geplanten Gesetzgebenden, Rat zu sichern: bis jetzt waren alle Bemühungen erfolglos. Mr. Dixey fragte, ob!im Zusammenhang mit Lord Balfours Palästina- Besuch die Militärgarnison Palästinas verstärkt worden sei. Mr. Ormsby-Gore erwiderte, das sei nicht der Fall gewesen. Kopenhagen. Herr Harry Rüben, einer der eifrigsten Mitarbeiter der hiesigen Agtfdagruppe, der seit Bestehen derselben als Vorstandsmitglied für die Aguda hingebungsvoll gearbeitet hat, ist Schabbos den 8. Ijar (2. Mai)] ]plötzlich im Alter von 48 Jahren verschieden. Er hinter-( lasst Frau und sieben Kinder.