Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 17 (1.5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Nr. 17 Seite 116 JÜDISCHE PRESSE ©NACHRICHTEN. Die Keren-Hathora-Arbeit in Oesterreich. In den vergangenen Pessachtagen hat das Lahdesdirektoriüm des Keren-Hathora für Oesterreich bedeutende Beträge an mehrere Wiener Talmud-Thoras verteilt.Montag, den 19. Nissan (13. April) um 7 Uhr abends fand im Saale des Vereines ״Tmichu ubikur Cholim“, XX., Treustrasse 7. eine Propagandaversammlung für den Keren-Hathora statt. Die Herren Rabbiner Dr. Joel Pollak und Moses Blech, haben den Anwesenden die grosse Bedeutung dieser Institution vor Augen.;•geführt. Zum Schluss sprach noch Herr Elias Grünberg. Die Reden fanden reichen Beifall. Keine jüdische Vertretung im Landesschulrat der Steiermark. Im Grazer 1Landtag halben ׳Sozialdemokraten gemeinsam mit Grossdewkschen und Ghristiliichsozialen gegen das Stimmrecht des Rabbiners irn Landesschulrat gestimmt. Die Juden bleiben sonach 0!hne 'Vertretung im' Landesschulrat des!Bundeslandes Steiermark. Vortrag von Frau Edi_ Goldschrnidt in der Mädchengruppe. Samstag, den 24. Nissan, 1׳ .8־.Apr.il, sprach auf Einladung der Wiener Mädchengruppe im vollbesetzten.’ grossen Vortragssaale des Elisabeth-Hpims Frau Goldschmidt aiis Hamburg über die Aufgaben und Pflichten; der jüdischen Frau.. An Hand des laufenden Wochenabschnittes und mit grosser Sachkenntnis gewählter* Midraschstellen, entwarf die .Rednerin ein anschauliches Bild der!Kämpfe der frommen jüdischen Frau, in der, rnoderben Zeit, fr.au!Goldschmidt verstand es bisher stets, durch die Wärme ihrer Ucberzcugung die Zuhörerinnen zu entzücken, es ist ihr auch diesmal. glänzend gelungen. Rabbi Schajele Kereszturer זצ״ל♦ Rabbi• Schajele Kerekzturer, einer der, populärsten Rebbejim in Ungarn, tist infolge Blutvergiftung am 3. .Ijar ׳verschieden. iDic-Leiwajo fand .unter!massenhafter Beteiligung, am 4. Ijar statt.!Rab'bi Schajele Kereszturer war einst, der. Gabbal vom Liskoer, Grossrabbiner זצ״ל und errang durch seine Frömmigkeit' und moralischen Qualitäten eine solch hervorragende Stel- Iung in der chassidischen ■Welt, dass man ihn selbst als Rabbi verehrte. Wirtschaftskrise und Kinderschutz. Die Wirtschaftliehe ־ ,Depression in!Budapest hat den"!Bestand der sozialen Institutionen in ihren‘ Grundfesten' erschüttert. Der' einzelne gellt׳ gänzlich in seinem eigenen •Existenzkampf׳ auf und hat fiir das Gemeinsame weder' Zeit ,noch Geld.■ Unter• solchen Verhältnissen muss die Tätigkeit des ' Kinderschutzvereines ״Hanna“ besonders hervorgehöben werden.. An der'Mensa dieses Vereines ' erhalten täglich 450 Kinder unentgeltliche Mittagskost. Die Leitung ־— mit Fräulein.!Dora Heiden an der Spitze ׳— sorgt.für; dje Bekleidung der verlassenen־׳ armen Kinder, •und ׳ er-f -richtet alljährlich auch Ferienkolonien hi der Provinz. ׳Der Verein verdient dlie weitestgehende Unterstützung unserer Glaubensgenossen., . Aguda-Arbeit in Transylvanien. Die Landeszepträle und die' Jitgeridgruppe der Agudas Jisroel in Oradea Mare', haben eine intensive Propaganda-Arbeit zur Organisierung von Ägudagrüppen in der Provinz begonnen;. Von der Jugendgriiippe sind. die Herren Schächter, Blonder lind Glanzer mit der Führung der Propaganda-Arbeit betraut. Diese haben bereits mehrere Ortschaften im Komitate Marmärosch' aufgesucht und überall mit gutem Erfolg Pro« pagandaversammlungen abgehalten. Für die bereits gegründete Jugendgruppe haben sie bereits hundert neue Mitglieder gewonnen.! ■■׳•׳ Rabbinerwahl. Die orthodoxe ׳Gemeinde ln Nagykäroly hat ,הרב חג ׳ מו״ה _ יואל י טייטעלבוםeinen Sohn des weltberühmten verewigten Oberrabbiners aus Marmarosszi.get, z.u :ihrem Oberrabbiner gewählt. .. Meier ■Kaufmann י' זצ״ל Das orthodoxe Judentum von Grosswärdein hat einen herben Verlust. Einer seiner Besten, einer seiner!Würdigsten מו״ח מאיר קופמאן ist am 20. Nissan plötzlich unter ׳solchen Umständen gestorben, wie es ■nur wenigen sterbliehen Menschen gegönnt worden ist. Montag morgens ging!er •׳in die Schul, wo er immer מעשרה ראשנים gewesen ist, ■hat Tolis und Tefilin angelegt, worauf er plötzlich •zusammenbrach und i׳m!Momente seine!Seele aushauchte.!Herr Oberrabbiner fuchs!hat die irdische Hülle des Verewigten aus der •Schul nicht wegtragen lassen, sie •wurde in die Vorhalle der Schul gelegt, wo noch am selben Nachmittag die טהרה und gleich nachher die ׳ . ל1יהgesohah, unter solch grosser!Beteiligung,!wie 1m׳an es fast!noch nicht gesehen hat. Im Schulhof hielt Herr Oberrabbiner Fuchs einen tief ergreifenden הספד. Er;hob empor die vorzüglichen Eigenschäften des Verblichenen, würdigte sein; frommes Leben, seine Verdienste in Klallangelegenheiten *und betonte besonders, wie •er durch seine!Bekanntschaft und Verbindüngen ׳mit Aufopferung seiner eigenen Interessen, seiner Gesundheit, mit, מסירת הנפש selbstlos, ausschliesslich לשם שמים für Tausende eäntrat, wo es sich darum handelte, Menschen für die Jiidisohkeit und für die Familie!zu retten und zu erhalten, besonders wo es sich um Rettung eines •jüdischen!Menschen, eines תלדה p handelte. IMeier Kaufmann ■ist •Jahrzehnte hindurch an der Spitze der orthodoxen Gemeinde, der Ghewra KadisohaK und der Schass Chewra gestanden. Lange Jahre hindurch war er Vizepräses der Gemeinde und der Chewra,!war einer derjenigen, die die Schass Chewra gegründet •haben, nahm dort täglich teil an den Schiurim. Als treuer Mitarbeiter des. rühmlichst ׳bekannten ׳g-ttseligen Oiberrabbiners!M. Z.!Fuohs und der ׳berühmten verewigten ׳Präsidenten der Gemeinde. Jisroel Ullmann und Sahn an Ullmann hat er viel!zur Ent- Wicklung der Gemeinde ׳und ihrer!Institutionen beigetragen. Er war die ׳personifizierte 'Ehrlichkeit, *Korrektheit, Güte ,und Bescheidenheit und diese Eigenschaften machten ihn zu dem prächtigsten und beliebtesten!Menschen. Diese Beliebtheit gab sich in imposanter Weise kund bei der ל1יה Fast die ganze Gemeinde, von klein bis gross war dort ,zugegen. Der grosse Schulhof, die Gasse waren dicht mit ׳Menschen gefüllt. Der!Andrang war so gross, dass man mit der מטה nur mit der grössten Anstrengung schrittweise ׳vorwärtskommen konnte. Ein jeder war gerührt und!jeder hat es tief :empfunden, dass mit ימרח מאיר י קופמאן ז״ל einer der würdigsten Menschen, von dannen geschieden ist. Zwei Juden im neuen französischen Kabinett. Auf der Ministerliste 1des neuen Premiers, und früheren Kammer- Präsidenten Painleve figurieren zwei Juden: Herr Schrameck als Minister des . Innern und Herr Hesse als Kolonienminister. Der lettländische Sejm fehnt das. Biirgerschaftsgesetz ab.!Der •lettländische Sejm hat in seiner Sitzung vom 21. April den von dem jüdischen Deputierten unterstützten Gesetzesantrag, das Bürgerrecht allen denen tu gewähren, die am 1. August ,1914 ihren dauernden Aufenthalt in Lettland hatten, mit 43 gegen •40 Stimmen nach einer Rede des orthodoxen Deputierten Dubin abgelehnt. (Anlässlich der Behandlung dieses für tausende' jüdische Familien, die als Fremde in Lettland sich aufhalten, lebens-‘ wichtigen Antrages waren alle jüdischen Abgeordneten permanent bei den Beratungen. N;u׳n hatte aber der orhtodoxe Abgeordnete Wittenberg aus Dinaburg Samstag Jahrzeit und die Freitag-Abendsitzung dauerte׳ bis 10 Uhr nachts. Nachdem er seinen Kumme,r ob des versäumten Kadischj seinem Kollegen Dubin geäussert hat, ging der letztere; rasch entschlossen auf den ׳Präsidenten zu und •ersuchte ihn um die die Abhaltung eines G-ttesdienstes im Sejm. Die jüdischen Zuhörer von der• Galerie wurden rasch herbeigeholt und ein regelrechter Freitag-Abendg-ttesdienst im Sitzungssaal des Sejm inprovisiert. Also hatte Deputierter Wittenberg Gelegenheit, das Kadisch an dem Jahrzeitstage seines Vaters im lettländischen Sejm zu verrichten, Charakteristisch ist, dass während ׳des ganzen G-ttesdienstes viele mcht'jüdische Abgeordnete!mit regem Interesse ge-״, folgt haben, bloSs ein einziger Abgeordneter׳ hatte es fiii( nötig. gefunden, gegen diese g-ttesdienstliche Handlung zu protestieren, und dies war• der bundistische jüdische Abgeordnete Dr. •Meisel.) Keine Beteiligung der Aguda an der polnischen ״Propalästinakonferenz“. Warschau (A. J. P. B.). Das Zenträlbureau der;Agudas; jisroel für Polen; hat׳ die Ein- :; ladung des zionistischen Vorbereitungskomitees für die; sogenannte polnische Propalästinakonferenz folgendermassen beantwortet: ״In Anbetracht dessen, dass die Frage der Zusammenarbeit mit den Zionisten in Erez Jisroel allgemeiner Natur ist ürid . somit in der Kompetenz der Weltorganisation, beziehungsweise des Rabbinischen Rates und nicht der Landesorganisation liegt, muss die Landes- Organisation ihre Beteiligung ablehnen . und die Entscheidüng der Weltorganisation abwarten.“ Wie .unser Warschauer Korrespondent von massgebender Seite erfährt, ,;syurde dieser Beschluss am Dienstag den 10. März ini-der. Sitzung des Warschauer Zentralbureaus auf Grund einer Diskussion gefasst, in der folgende Momente einmütig .zum Ausdruck kamen: 1. Da die ״Propalästinakonferenz“ die Wahl von polnischen Vertretern. für, die Jewish Agency bezweckt..:. 2. Da keine Garantie-gegeben ist, dass gemäss Be- Schlusses der Kenessio Gedaulo über religiöse Dinge keine Abstimmung, sondern einzig und allein das jüdische Gesetz entscheiden ist . . . *• ׳ 3. Da die Zusammensetzung der Jewish Agency eine Fiktion der zionistischen Organisation ist, die sich auf absolut undemokratische Weise den Vorsitz und mindestens die Hälfte der Sitze von vornherein gesichert hat und überdies das polnische Judentum, das das Hauptkontingent irn Aufbau Erez Jisroels liefert, kaum 7 Prozent der Sitze eingeräumt erhält (II von 150!) ... 4. Da, von allen Einzelheiten abgesehen, die Zusammenarbeit der Aguda mit den ,Zionisten־ eine allgemein prinzipielle Frage ipt ... kann die- Orthodoxie Polens an der ״Propalästinakonferenz“ keinen Anteil oehmen und betrachtet diese als rein zionistisches Unternehmen, dessen Beschlüsse־ für die polnische Judenheit, die zü 90 Prozent orthodox ist, nicht bindend sein.;; .: Die Stellungnahmej der polnischen Aguda zur Universität.. Warscha}!. (A. J. P. B.) Der geschäftsführende Ausschuss der Warschauer. Agudas Jisroel hat beschlossen: י ln Anbetracht dessen, dass keinerlei Garantie vorhanden ist, dass die hebräische Universität keine Institution wird, die g־ttesleugner!ische Prinzipien verbreitet, und überdies das orthodoxe Judentum im allgemeinen die Ansicht vertritt, dass ihrer nur Feierlichkeiten für Institutlonen, die im Geiste der :Thora wirken, würdig sind, perborresziert die Agudas Jisroel nicht nur die mit grossem Herreii-׳, Knabenand Hinderkleider fertig und nach Mass Massabteiluug bis zu den feinsten englischen Stoffen. Erstklassige Zu• Schneider. Eleganteste Ausführung. Auf Vermeidung von שעטנז ־ wird geaauestens geachtet. J. STERN, Wien, XX.,׳ ölookengraase 25. T. 46913. _Beachten Sie die Hausnummer._ Aplomb in Bewegung gesetzte ''Eröffnungsfeierlichkeit fiir die Universität, sondern sie' wird sich auch bei allen datffit ' zusammenhängenden Ereignissen vollständig passiv verhalten. Die' Orthodoxie wird" in jeder Körperschaft, •'wo sie die Majorität ־ besitzt, jede materielle Und geistige Förderung der- Universität unterbinden und in allen übrigen Fällen sich der Abstimmung enthalten.'“ Agudasieg fn Sanok. S a n ö k." (A. j, P. B.) Zut* -Wahl eines RaWs und behufs Vornahme von Statuten,-! änderungeri ־ wurden hier durch ' mehrere Wochen mühevolle Verhandlungen geführt, um im Komprom-isswege ‘eine vereinigte Liste zur Ergänzung des Kultusvorstandes und der statutarisch notwendigen 15 Beisitzenden aufzustellen. Da seitens der Misrachisten und Zionisten!keine!(-! lei Entgegenkommen zu erreichen war, beschloss die Orthodoxie selbständig vorzugehen und es gelang ihr, sämtliche 15 Sitze zu erobern, so dass Zionisten und Misrachisten mit ihren grossen Forderungen ganz durchfielen. Missbrauch mit Central Relief Geldern. J e r usalcm. (A. J. P. B.) Der ״Doar Hajom“ meldet: ״Das Komitee der vereinigten Jeschiwoth und Talmud Thoras in Erez Jisroel hat eine Protestversammlung gegen die in letzter Zeit eingerissene Praxis des Misrad Horabbonuth bei Verteilung der Relief-Gelder abgehalten. Zu einer Zeit, da die Rabbiner, Melamdim, Bachurim entsetzlich an Hunger leiden, werden die amerikanischen Gelder im Kreise des Misrad Horabbonuth verteilt, wiewohl an der Hand zahlreicher Briefe nachgewiesen wurde, dass das Geld die aus-;schliessliche Bestimmung fiir Jeschiwoth und Talmud Thoras hat.“ Der Kampf gegen den Sabbat in Erez Jisroel. Jerusalem. (A. J. P. B.) In Tel Awiw besteht bekanntlieh ein Gemeinäegesetiz, nach welchem!dlie öffentliche Entweihung des Sabbat verboten ist. Da diese Verordnung vielfach" nicht eingehalten wurde, hat der Verein ״Mischme reih’ Hasohabbos“ öffentlich Stellung!gegen die mit jeder Woche •mehr einreissenden schweren Verletzungen der Sabbatheiligung genommen, wobei es zu erbitterten Ribereien kam, die mit mehrfachen Verhaftungen endeten. Zur Klärung diesre Frage hat sich die Jaffaer Behörde an die Stadtverwaltung von Tel AwiW gewendet, damit diese deutlich bekanntgebe, was im Sinne •der Stadtverordnung unter Sabbatehtheiligung zu verstehen ist, damit eine gesetzliche Handhabe geschaffen werde, Uebertretungen!dieses Gesetzes zu hintertreiben. Daraufhin teilte die Stadt- Verwaltung ihren äd hoc gefassten Beschluss mit, der besagt, dass nur das Arbeiten und die Führung von Geschäften int Sinne eines nationalen Ruhetages am Sabbat verboten sei. Der ״Kol. Jisroel“ bemerkt hiezu: ״Somit sind alle verbotenen Sachen, wie Feuermachen; Wagenfahren, Zigarrenrauchen, Kochen usw.־, also Gesetze, um deretwillen Juden seit Gedenkzeiten ihr Leben geopfert ,halben;! nach' der״'neuen ■ Fäs'süng* efläub't.'1Zahllose ,fromme Juden Jaffas haben ׳bei Hören dieser erschreckenden Nachrieht ihre Kleider zerrissen und einen Fasttag proklamiert.“ Der ״Doar Hajom“ berichtet, dass in Jaffa, Tel Awiw von Tausenden Juden besuchte Massenversammlungen statt- ■gefunden ,haben, die gegen diesen Verrat am. Judentum energisch protestierten. Es wurde beschlossen,,bei den in kurzer Zeit vorzitnehmenden Gemeindewahlen ׳in Tel A׳wiw mit ׳aller Energie für eine orthodoxe Majorität zu sorgen. Aehnliche Protestversanumlungen fanden in ,allen übrigen Teilen ׳des Landes statt ■und man forderte in einer Resolution die ganze Judenheit der \Velt auf, nicht früher die Förderung der Aufbanbestrebungen Tel Awiws fortzusetzen, bis ״diese Schmach“ getilgt sei. Amerikanische Rabbiner für die Aguda. N e!w Y o r k (A. J.P.B.). Öen Herren Rabbinern ׳Dr. ׳R osenberg und Lervi׳ Jizcho'k SKahane wurde• eine •Adresse [überreicht," die von mehr ais fünfzig der bedeutendsten Rabbiner :imterzefahnet!ist. Sie beinhaltet •ein begeistertes:!Bekenntnis ־ zur Aguda- Idee ׳und •einen dringenden Appell an die Aguda-Welt- (zentrale, raschest eine ׳Delegation dahin zu •entsenden, wo־ •für sich die Unterzeichneten verpflichten,׳ ihre!ganze Kraft 1i׳n •den Dienst ׳der •heiligen Sache der Agudas jisroel z!u stellen. Die Verhältnisse in ־Amerika seien derart, dass die!ganze Judenheit Amerikas des Rufes der Gesetzestreüen harrt, und es bestehe kein Zweifel,־ dass eine solche De-legation aufklärend auf die Massen wirken ׳werde, die bisher ׳über die Tätigkeit der Agudas Jisroel . aus tendenziösen Gründen gar nicht oder falsch!informiert waren. . Mister Louis Marshall über die orthodoxe Alia. Wien 1(A. •J. P. IB.). •In der ׳am 1. März ׳zu ׳New York tagenden ״’Non«Partisan־!Konferenz.“ sprach■ 1M •r. L o u :1 s M׳!a ׳r s h a 11׳ über die Einwanderung• in Erez Jisroel und ■betonte, dass ׳die steigende Ein wanderungszahl insbesondere den orthodoxen Juden zu verdanken ist, denen das Judentum teuer ist und ׳die;ihre Religion in ׳aller Hingabe und Främmigkeiit üben. Sie verstehen, wie wichtig es ist, auf dem Lande zu leben, es -zu bebauen und gleichzeitig jene geistigen ,Werte ■dorthin zu bringen, ohne die auch das heilige Land ■nur eine leere Schalewäre. Diese Enunziation stimmt vollkommen!mit der ־Mitteilung •des Leiters ׳dei־ agudistischen Palästina- •Wirtschaf!tsdelegat'ion Julius Holländer in seinem am 5. Nissan!gehaltenen ׳Referat •während der Sitzung der Frankfurter ׳Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel überein. Er sagte nämlich unter anderem wörtlich: ״An dem Sonnabend, ׳an!dem ich ׳in Tel-Awiw war, ׳kamen zwei Schiffe an, .davon eines mit 900 und ■eines ׳miit •200, zusammen ׳mit 1100׳ Juden; von diesen waren, wie lieh mit Sicherheit feststellen ־konnte, •nahezu 95 Prozent orthodoxe Juden und zum überwiegenden Teile Menschen, die uns als Agudisten nahestehen. Sie sind Mitglieder in den verschiedenen Ortsgruppen, aus denen die meisten kamen.“