Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 17 (1.5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2629891-2630099-2630115--1798-2633601- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Prešov 1× ep/1045481
OCR text
Nr. 17 reissang der Scheidemauern, die zwischen den neologen und;:status quo ante-Gemeinden seit §0 Jahren :bestanden, und vereinigten sich zum Kampfe auf Leben und Tod zur Sicherung der eigenen Existenz. Als sie sahen, dass ihre geistige Rüstung zu schwach und ^zu mangelhaft ist,• um den Kampf innerhalb ihrer eigenen Grenzpfäble mit glückliehen, erfolgvcrheissenden Aussichten aufzunehmen, ge-״ schweige denn zu Ende zu führen‘, da wutiden ztfnäch&t die aus dem Arsenal der ungarischen Neologie geholtenverrosteten Waffen herbeigesehafft, um mittels ihnen die Einheitlichkeit des Judentums auf .dem. ganzen Erdenrund mit Ausnahme von Ungarn und Deutschland zu beweisen. Die unfreundlichen Gefühle des AltrUmäneii urtd sein Verdachtschnüffeln gegenüber allem, •was ׳ungarischer und deutscher Herkunft ist, sollten das ihrige beitragen, um der angeblich germano-hüngarischen Erfindung von orthodoxen und nichtorthodoxen Ju-den die Existenzberechtigung in Grossrumänien zu verbieten. Es wurden Ehqueten über diese Frage abgehalten und von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass diese unselige Zerklüftung der Gemeinden die Romanisierung der orthodoxen Judenschaft Transylvamens hemmend im Wege steilen werde, da im Altreich keine orthodoxe Organisation bestellt uiiä die orthodoxe Judensdhaft, ■also!der weitaus grössere Teil der in den neuangegliederten, ehemals imgarischen Ko• mitaten!wohnhaften Juden den rumänischen Juden, von denen sie romanisiert werden könnten und sollten, entfremdend gegenüberstehen werden. Und als sich noch ein soi disant orthodoxer Rabbiner von •Ruf, der übrigens derzeit nicht mehr unter .den Lebenden weilt, sich anlässlieh einer Enquete zu der Aeusserung verstieg, dass die Sonderstellung der Orthodoxie, am Masstabe unserer Zeit und ihrer ׳Betreuungen gemessen, nicht nur nicht religiös geboten, sondern vielmehr ein .Verbrechen gegen die Relig-ion sei: da schwebte wohl für einige Augenblicke die furchtbare Guillotine über den mit dem!Herzhlute und den Tränen unserer Grossen errungenen Schutzrechten der i:1 Transyivanien lebenden orthodoxen Juden, aber nur für einige Augenblicke, denn die Tränenbäche, die unsere 'Grosseltern ■in heissen Gebeten vor G־tt vergossen hatten, bis das Thoraleiben und die unverfälscht jüdischen Institutionen durch die Sanktionierung der .Austrittsgesetze; und des orthodoxen Organisationsstatutes gesichert waren, diese Ströme von Tränen waren mächtiger als alle Vericumdungversuche, politische Kniffe und Selbstentehrung der eigennützigen,, schlauberechneteii oder waunbetorten epigonenhaften' Enkel; die Existenzberechtigung der tränsylvanisclien Orthodoxie wurde anerkannt, und obschon es uns •noch nicht gelungen •ist, die •Approbierung des schon vor Jahr und Tag zur Genehmigung unterbreiteten •neuen Landesorganisationsstatutes; zu;erreiche^ so sind wir-:doch auf Grundlage des OrganlsätionsStatutes, der orthodoxen Gemeinden des ehemaligen •Ungarns regierungsbehördlich anerkannt in der Theorie und Praxis. Als nun die vereinigten neologen und Status quo- Gemeinden sahen, dass sic durch die erhoffte, im Wege eines Octroi durchzuführenden Vereinheitlichung der Kultusgemeinden vorderhand unmöglich ist, da traten sie abermals zu einer Beratung zusammen, die aber kein einheitliches Resultat förderte. Es wurde im allgemeinen an der Hoffnung festgehaltcn, dass es doch durch die wertvolle Mithilfe der Juden des Altreiches und ihres EinfluSSes bei der Regierung und der ihr Nahestehenden einerseits und den Nivellierungsprozess, der ..dem. Z-ionis- Eine Rabbinerwahl vor 200 Jahren. (Nach vergilbten Papieren.) ^Fortsetzung.) Am zweiten Tage ,ihrer Ankunft feierte eben ein angesehener Mann das Beschneidungsfest seines jüngsten Söhpchens, und wurden ׳nebst vielen Gästen auch unsere Reisenden dazu geladen. Im Verlaufe des Mahles hielt ein zehnjähriger Knabe, ein zweiter Sohn des Festgebers, wie es «damals Sitte war, ׳eine durch seinen Reben gut einstudiertes Charifas-Drascha, in weicher er unter ■anderem drei sehr schwierige Fragen aufstellte, die eine seltene Methodik und eine nicht alltägliche Begabung des eigentliehen Fragestellers verrieten, welche Fragen aber mit ebensolchem Scharfsinn und unterstützt von einer Staunenswerten Summe talmudischen Wissens beantwortet wurden, wofür dem jugendlichen •Darschan ein tausendstimmiges begeistertes Jascher-Koach gezollt wurde. Die drei fremden Gäste waren ganz paff und glotzten einander verdutzt an. ״Wie,“!brachen sie alle zugleich in Verwunderung aus, ״das sind ja die drei herben Fragen, •die wir bei uns aufgeschrieben in der Tasche haben und welche selbst unsere stärksten Lamdim nicht beantworten konnten!“ Sie winkten herauf!den Knaben freundlich zu sich heran. ״Bei wem lernst du, mein Kind?“ fragten sie. ״Dort sitzt mein Rebbe, Reb Schmul“, war seine Antwort. Dabei wies er auf ein schmächtiges Männchen, welches sie ׳setsiwärts. in einem Winkel erblickten. Sie näherten sich ihm ehrerbietig mit der Bitte, ihn besuchen zu dürfen, was er hnen aber rundweg versagte. ׳״Denn“, sagte er, ״ich bin ein Taglöhner und darf!meine Kinder (Schüler) nicht ׳um eine Minute ver- ,kürzen.“ Diese selbstlose Gewissenhaftigkeit •imponierte ׳ihnen nur noch mehr. Sie boten daher ihre ganze ׳Beredsamikeit auf, um ihn zur Gewährung ihres Verlangens zu bewegen. ׳Lange blieb er unerbittlich, endlich konnte •er ihrem unablässigen Bitten und Drängen nicht •länger widerstehen ׳und bewilligte ihnen enen kurzen Besuch, aber nur während der ׳Abenddämmerung, ׳wo seine ״Kinder“ nichts verlieren. _JÜDISCHE PRESSE______ mus auch als oberstes Prinzip gilt, und von ihm mit Dampfkraft betrieben vrird, andererseits* früher oder später doch gelingen wird, die hartnäckige Orthodoxie in ׳ das gemeinsame Joch spannen und!zwingen zu lassen. Bis dahin wurde, es jeder Gemeinde anheimgestellt, nach eigener Fasson selig oder unselig zu werden, zu vegetieren oder sich aufzulösen. In zwei bis drei grösseren Gemeinden herrscht noch einiges Leben an *Her•Oberfläche, wenigstens «um Scheine, einige Mittelgemeinden suchten durch die Annahme des orthodoxen! Prädikates sich der orthodoxen Organisation anzugliedern, um hierdurch die erschlafften, im Starrkrämpfe zuckeriden ■Glieder zu galvanisieren, zu neuer Lebenstätigkeit aufzustacheln. Allerdings sind sie schon in Sünde geborene orthodoxe Gemeinden und!wanden von der orthodoxen Landeszentrale nicht!in den Verband der Orthodoxie aufgenommen, Weil sie den als notwendig erachteten Vorbedingungen nicht nachgekommen waren und sogar •ihre ׳Aufnahme in den' Landesverband mittels Regierungsgewalt zu erzwingen suohten. Diese Zwittergemeinden mit ihrem Janusgesicht werden nicht von langer Dauer sein. Die Unbehaglichkeit, die sich in der Brust der Gemcindemitglieder immer tiefer einwurzelt ob dem Gefühle der ׳Ungewissheit ׳und der 1,Losgerissenheit von jeder Stabilität ׳wird im Laufe der!Zeit •ganz unerträglich werden. Die kleineren Gemeinden leben im Zustande der Bewusstlosiskeit und sind sich •noch nicht klar darüber, dass die Tage ihres Bestandes als jüdische Kultusgemeinden gezählt sind, sie gehen ihrer Auflösung entgegen. Nur die orthodoxen Gemeinden, und auch deren kleinste, bestanden die Feuerprobe des letzten!über •unsere Häupter dahingerauschten Jahrzehnts mit all seinen Erscheinungen, Begleitumständen und Folgen gut. Sie waren aus solchem Stoffe gemacht, •der ׳dem glühenden, durch das Feuer erweiohten' und •ins kalte .Wasser geworfenen!Eisen gleich zu hartem, widerstandsfähigem Stahl wurde. Das Herz ׳des orthodoxen Juden, ׳das von der Flamme der Liebe zu iG-tt und angestammter Religion von jeher erweicht und empfänglich war für .hingebungsvolle Arbeit, •für weitgehende Opfer zur ׳Erhaltung der Thora •und. der ihr dienenden sämtlichen Institutionen, ׳wurde in •den letzten Jahren durch. das Anstürmen, ׳der alles!hinspüferiden (Wogen der Revolutionen gestählt und gefestigt. Sie machten die grösstmöglichen •Anstrengungen, •um ihr heiliges Vätererbe den Unbilden der Zeiten zum Trotze nicht nur <m erhalten, sondern sogar auszubauen., . , aus Erez Jisroel Die Änsiedfungskosten eine ln der Landwirtschaft tätigen , Familie in Palästina. . \, Für die Ansiedlung einer FamiUe sind, abgesehen von den Kosten des Bodens, als Minimalbetrag 700 ägypt. Pfd. nötig, wobei nur auf das aller,notwendigste Inventar Rücksicht genommen ist, ,in der Annahme, dass gewisse Nachschaffungen sich in den folgenden Betriebsjahren nicht allzu schwer werden bewerkstelligen lassen. Diese 700 ägypt. Pfd. werden falgendermassen spezifiziert: Stall 125, Wohnung 150, Geflügelstall 15, Strohscheune, Schober 20, .׳Maultier 30, 2 K'ü'he 50, Geflügel 5, Bienenschwarm 1, Bienenstock 4h Deckvieh 5,1/a Wagen 15, Geschirr 4, 1/2 europ. Pflug 3, arabischer. Pflug L50, V5 Rechen 7, J/1e Mähmaschine 2.50, Harke 1.20, J/4 schwere Egge 1.25, '/« leichte Egge 1, , Vorratskammer 10, verschiedene Arbeitsgeräte 10, Höfe 10, Dreschmaschine, Mit sehnlichster Ungeduld zählten sie bis dahin dfe sohneckengängig verrinnenden Stunden, sich in der Hoff- ׳nung wiegend, für diese Qual die •so ׳glückliche Ausführung ihrer!hohen Mission einzuheimsen. Genau zur anberaumten Abendstunde •sprachen sie bei Reb Schmul vor,!indem sie .sich ■als die Abgesandten der ׳Gemeinde Frankfurt legitimierten, um ׳ihn als gewählten Rabbiner!dieser Gemeinde zu linstalilieren. Doch zu!ihrer bitteren Enttäuschung lehnte •der ׳gute Mann, der arme!Melamed, diesen ehrenvollen Antrag ab. ״Ich ,kann doch“,!motivierte er seine •Weigerung, ,meine Kinder nicht im Stich lassen und als!Frankfurter Rabbiner von ihnen Weggehen. Was soll •aus ׳diesen Kindern ׳werden?“ Da half nun!kein!Bitten, kein Zureden. Reb Schmul beharnte steif ׳und •unbeugsam bei seinem Ausspruch •und die .zurückigewiesenen ,•Abgeordneten!mussten schmerzlich betroffen!mit langer Nase ׳ähziehen.!Mit diesem ׳Gefühle zerstörter!Hoffnung duldete es sie ׳nicht länger an diesem Orte und ׳in der nächsten,!kaum recht angebrochenen Morgenstunde bestiegen ׳sie •wieder ihr Fahrzeug, um anderswo .ihr Glück zu versuchen. Am anderen. Tage nach!ihrer Abreise wurde Reb Schmul, der sonst nur selten .kriaiik war, plötzlioh von einem heftigen Unwohlsein befallen, das ׳ihn aufs Lager warf. Der!henbeigenufene Arzt erklärte z!um. Schrecken seiner Umgebung das Hebel für ,sehr bedenklich und besorgniserregend. 'Es trat auch bald eine Verschlimmerung ein, Die Krankheit machte sehr rasche- Fortschritte, von Stunde zu Stunde stieg die Gefahr und noch bevor die dritte Nacht vorübergegaugeii war, •umstanden das Krankenibett die ״C 11 ew ra -!M ä an e r“ mit den Wachskerzleiin in der Hand, das •Schlimmste erwartend. Da!mit eiiiemmal erhob sich der Patient., von seinem Lager, faltete die Hände •und, die Augen nach ׳oben gerichtet, sprach er: ״Ribono schel aulom! Wenn es durchaus dein Wille Ist, so will ich!mich darainfügen ׳und .;hin!gehen!“!Und, wunderbar genug, •von diesem Augenblick!an ׳sank die Krankheit zusehends von ihrem Höhepunkt herab.!Allmählich trat Seite 115 Traktor 20, Graupel- und •Häckselmaschine 1, Schmied?- werkkejj'ge lj5Ö, j^anzelle puhkt 10, Röhren, Kräne (vpn der Zentralleitung zum Hoi) 10, Dünger, 20, Setzlinge 20, Samen J5, Anlagen 5, Futter für das Vieh 4p, Lebensunterhalt der Familie 42, Petroleum etc. für tiefes Pflügen, 10, 5 Prozent unvorhergesehene Ausgaben 34.05.' ' Für den Bodenpreis •ühd die Kosten fiir dife Ameliörierung des Bodens,! Wasserversorgung etc. wären .weitere 400 bis 500 ägypt. Pfd. einzusetzen. Eine Familie, die sich in Palästina bereits länger als ein Jahr befindet, sich über genügende ,Kenntnisse in - der Landwirtschaft auisweisen kann und ein Kapital von 500 ägypt. Pfd. besitzt, kann damit rechnen, Boden auf Ratenzahlung von Gesellschaften wie Pica oder American Zion Commonwealth zu erhalten. Ausserdem hat sje Aussicht, von der Pica oder der American Zion Commonwealth noch dazu einen Kredit zur vollständigen Fundierung des Betriebes zu erhalten. Manchmal besteht auch die Möglichkeit, sich in einer schon bestehenden Siedlung niederzulassen, . was für neu Zugewanderte eine grosse Erleichterung bedeutet. Meistens ist aber hier der Boden zu teuer. Hauptbedingung für das Gelingen einer solchen landwirtschaftlichen Ansiedlung ist, dass das Familienhaupt in der Landwirtschaft erfahren .ist, alle Arbeiten innerhalb des Betriebes beherrscht und die Bedienung der modernen landwirtschaftlichen Maschinen versteht. Ausserdem sind Kenntnisse ,in den verscliiedenen Zweigen der Landwirtschaft, wie Milchwirtschaft, Ge- •mü&ebau, ׳Geflügel- und Bienenzucht ׳etc., erforderlich. Die Ansiedlung einer solchen Familie kann nur dann glücken, wenn in jeder Familie mindestens zwei Personen arbeiten, entweder Mann und Frau oder Mann und Sohn. ׳Mit grosser Kraftanstrengung und systematischer Arbeit dürfte es einer solchen Familie gelingen, festen Fuss zu fassen und sich durch ihre Arbeit in der Landwirtschaft eine •Existenz zu gründen. Denjenigen Familien, die in ׳der Landwirtschaft keine Erfahrung besitzen, muss geraten werden, vorerst ׳einen ihrer Söhne nach Palästina zu schicken, um dort in der Landwirtschaft mindestens ein Jahr tätig zu sein. Für Unverheiratete besteht keine Schwierigkeit, sich die erforderliehe Erfahrung praktisch ׳in einer der. im Lande schon existierenden Farmen oder Siedlungen zu erwerben, wohingegen es für •den Familienvater, der mit seiner Familie übersiedelt und in der Landwirtschaft festen Fuss fassen will, angebracht ist, vorher einen seiner Söhne ins Land zu schicken, damit sich dieser in der Landwirtschaft!und speziell in der palästinensischen aushildet und •die örtlichen Bedingungen kennen ״ lernt; worauf erst eventuell die Uelbersiedlung der ganzen •Familie stattfinden sollte. Telephon Nr. 54. י Gegründet 1572. ßERNAT PT(£1SZ & Söhne Presov (Eperjes) Suirituosin■■־ _ ־ ■־ Bumu. UkOrfaPrlk empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in jeder Qualität. כעך Weine von 40 Lt aufwärts Slibowitz und Treber כשר• Versand in Gebinden Deinijohris und elegant adjustierten Flaschen zu billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie Offerte. Ueber die Verlässlichkeit können Referenzen beim orthodoxen Rabbinat in Presov eingeholt werden. ■»»■א■*■ ■«■«««■■■■■»■■«■י eine Erleichterung :i׳n seinem Befinden ein. •Bald war ׳auch jede Gefahr beseitigt und ehe die Sonne zweimal ähren Ründgang vollbracht, war Reb Schmul soweit!hergestellt, ׳dass niemand •mehr glauben!mochte, dieser Rekonvaleszent sei bereits!den Toten beigezählt worden. Jetzt wurde er, von seinen ,Leuten befragt, was denn jene Worte zu!bedeuten!hatten, die er!beim Eintritt der Krise, wie es schien,!in einem lichten Augenblicke, gesprachen!hatte? Und da erzählte er .!ihnen, was zwischen ihm und den drei Reisenden als Abgesandten der Gemeinde Frankfurt vorgeifallen, •dass er nämlich ■das!ihm angebotene Rabbinat hartnäckig zurückgewiesen habe. Aber nachdem er die Krankheit als einen Verweis und eine Strafe von ■oben angesehen habe und daher seinen Eigensinn bereute, raffte er sich vom Schmerzenslager auf, ׳indem er dem göttlichen Willen sich zu fügen vorgenammen, dem Wunsche jener Gemeinde naohzugeben •und als!ihr Rabbiner hinzugehen. Freilich war’s jetzt schon zu spät, da die Deputierten längst abgereist und gewiss schon!über •alle Berge waren. Doch um ■die Sache nicht schlechtweg fallen zu lassen, wurden versuchsweise nach allen Richtungen der Windrose Eilboten •ausgesohickt, um womöglich das reisende Dreigestirn einzuholen. Wider -alles Erwarten wurden die 3 Herren in einem wenige Stunden von.der Stadt gelegenen Dorfe angetroffen. Auf •einem ihnen!unbekannten abschüssigen Wege war nämlich ihr Fuhrwerk gestürzt, wobei; einer von ihnen stark verletzt wurde, weshalb sie gezwungen waren, in dem nächsten Dorfe Halt zu machen und hier die Genesung des •Verwundeten abzuwarten. Diesem unliebsamen Zufälle verdankten sie nun die ihnen überbraohte freudig!überraschende!Botschaft von •dem Entschlüsse. Reb'Schmuls, den ihm angebotenen Rabbinerposten anzunehmen und mit ihnen zu gehen. Ueberglücklioh durch ׳diese unverhoffte!Wendung in ihrer Angelegenheit, machten sie sofort Kehrt, um sich persönlich von der Tatsache zu überzeugen ■und desfalls zur Heimreise mit ■dem gewonnenen Schatz die nötigen An- , stalten zu treffen. (Fortsetzung folgt.) 5219^82511