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Jüdische Presse · 1925-07-24 · 30 (24.7.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
30 (24.7.1925)
Date
1925-07-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
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) Nr. 30 JÜDISCHE PRESSE Seite 199 der 9111 i besten in der Restauration des Wien, II., Kleine Sperlgasse 5 (Hotel New York). ן / , Unter Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffichul). speist man am Josef Nagel zu sagen, kein ernsthafter Misrachist steht hinter diesen Treibereien, die einzig und allein den Zwecken unserer unversöhnlichen Feinde auf dem radikalsten Flügel der. Agudas Jisroel. dienen.“ Das neue Sanhedrion in Jerusalem. Ein offener Brief an Oberrabbiner Kook. Frankfurt a. M. (J. T. A.) Der Redakteur des ״Jüdischen Wochenblattes“, Frankfurt a. M. Dr. Ernst Simon, richtet ait der;Spitze der Zeitung einen ״Offenen Brief“ am den׳ Oberrabbiner• von!Palästina, Rabbi Kook, in!welchem aut die Spaltung :in der jüdischen Nationalversammlung und!im jüdischen Nationalrat Palästinas, die zu schweren Gefahren ■für die ■Einheit des Judentums führen könne, hingewiesen und gesagt wird: ״In dieser Stunde äusserster Not und Gefahr sind die Augen vieler Ihnen persönlich unbekannter, Ihnen verborgener jüdischer ■Menschen auf Sie gerichtet. Wiir erwarten Ihr Eingreifen, wir warten auf die Macht Ihres lebendigen Wortes. Sie sind der einzige; dessen Autorität in fast allen Kreisen des palästinensischen Jischuw, bei den Frommen und bei den ״Unfrommen“ in unbedingter Geltung geblieben ist. Was freilich zu tun sei, das vermögen wir:!Ihnen nicht zu sagen. Uns mag es scheinen, als ob,!in diesem Augenblicke mit aller Macht Aufschub izu schaffen sei; dass die Linken gehindert werden müssen, schon jetzt. umwiderrufliche!Beschlüsse!zu fassen, und dass die!Gesetzestreuen sich aus der!Not des Augenblickes und aus der!Kraft ihrer Wahrheit von neuem um diejenige Aufgabe scharen sollten, die Sie, auch wieder Sie, ihn schon vor Jahren gewiesen haben: um das neue Sanhedrion in Jerusalem. Man wird die Arbeiter nur dann zur Zurückstellung ihrer Forderungen bereden können, wenn man von seiten des ge* setzestreuen Judentums eine neue Prüfung lind eine neue autoritative ■Regelung versprechen darf, die uns endlich aus dem halachischen Chaos dieser Zeit Wenigstens einen Schritt herausführen möge. Vielleicht liegt hier ein Weg.“ Aus diesem ernstlichen Vorschlag, an die Spitze eines׳ Sanhedrions .zu treten, kann Rabbi K u k . ersehen, wie( seine Persönlichkeit, sein Streben und Wirken bei vielen; ihm selbst wohl ״unbekannten, verborgenen jüdischen Men-, sehen״ aufgefasst1 wird. Oder glauben, diese verborgenen Menschen, dass Rabbi Kuk durch die Augen dieser Mensehen, die so' suggestiv auf ihn gerichtet sind, leicht be־' einflusst werde'n kann, solche Ideen ernst zu nehmen? Das■ Wechselspiel zwischen Ursache-und Wirkung ist in diesem Falle nur Eingeweihten klar. ) iflfrrt'r—o*j Jii. Tod des Rabbiner Jesaja Pollak ז צ״ל Rabbi Jesaja Pollak, Dajan und Schasschevrah־ Rabbiner!der Grosswardeinerorthodoxen israelitischen Gemeinde, verschied nach langem und schwerem Leiden am׳' 23. Tamus im Alter von 54 Jahren. Rabbi Jesaja Pollak — Schwiegersohn des berühmten Talmidchochom R. Mosche Ullmatin (der ein Sohn von, .־יר.:יע5מ. ■ג:;^.ל.מה,■Xw:ar)',.— fungierte,. beinahe drei Jahrzehnte hindurch als Schasschevra-Rabbiner in Gross־.:,. wardein, hat Tag für Tag. מרביץ .תורה ב ר ב י ם war als erstrangiger Talmidchochom überall bekannt und : verehrt; Seit langen Jahren hat er auch als ״ Dajan bei der Gemeinde fungiert und erfreute sich einer allgemeinen .Verehrung und Hochachtung.. Er hat eine zahlreiche Familie, grösstenteils unmündige Kinder, hinterlassen, die das frühe Hinscheiden ihres Vaters schmerzlieh beweinen. Die לוי ה hat unter ungemein grosser Beteiligung am 24. Tamus stattgefunden. Die ממה wurde in die Schasschevrah, den langjährigen Wirkungsort des Verblichenen, getragen, wo man die üblichen הקפות machte. . In Abwesenheit des Herrn Oberrabbiners Fuchs hielten' ergreifende הספדים Herr Oberrabbiner S. U 1.1 man n- Bistritz, Präsident der Landeskanzlei, ein Schwager des Verblichenen, ferner die Herren Oberrabbiner A 11 o f e n, M i h a 1 y f a 1 v a, S z e k e 1 y h i d, Rabbiner P; Z i m m e tbäum- Grosswardein iindfהב׳מו׳ה מ ^;־־ Pollak, Sohn des Verewigten.1 - '־ ־! .; Möge הק״בה der tiefgebeugten Familie Kraft vei־- . leihen, den herben Verlust ihres Hauptes -ertragen zu können! , ״־ v; Friede in Satumare. Ein Teil der Satumarer Oem'eindemitglieder hat gegen die im Monat April stättge-} fundenen Gemeindewahlen eine Petition eingereicht. Diel orthodoxe- Landeskanzlei hat den Oberrabbiner Adler aus Sigisoara und Akiba Blau aus Kraszna nach Saitumare! delegiert, die Angelesenheit zu untersuchen. Die Delegierten׳ haben es im Interesse des Friedens für angezeigt gehalten; 1bevor die Untersuchung formell durchgeführt ist, einen■ Ausgleichsplan der Gemeindeleitung vorzulegen, der dann! in der einberufenen Generalversammlung verhandelt wurde.! Im Laufe der Generalversammlung ist ein anderer Vor־/ schlag zur ,;Schlichtung des Konfliktes aufgetaucht. Auf dessen־ Basis wurden dann die Verhandlungen mit der Gegenpartei eingeleitet und ist zu hoffen, dass der Streit! zwischen den Gemeindemitgliedern aufhören und der ersehnte Friede in die Ge;meindes,Hube endlich einkehren; wird.' 1 י י Ein jüdisches Spital in Satumare. Die ChewraK Kadischa.h in Satumare hegte schon seit Jahren den) Wunsch, ein jüdisches Spital zu errichten, dessen Mangel die Satumarer Judenschaft sehr empfindliche fühlte, welches’ aber angesichts der schweren finanziellen Lage bisher nicht verwirklicht werden konnte. Im Laufe des vergangenen1 Winters ist aber eine ־׳ energische Aktion und eine gross■;) zügige Sammlung eingeleitet worden, welche dann einen Erfolg von zirka 3,5 Millionten Lei zum Resultat hatten! Und konnte demzufolge die Errichtung dieser wichtigen jüdischen Institution ihrer Verwirklichung entgegengehen. Vor einigen Tagen hat nun die G r u n d s t e i nl e g u n gl des Spitals unter Teilnahme der Behörde und der Vertretet der anderen Konfessionen stattgefunden. Nach einer gross-1 angelegten Rede des Herrn Öberrabbiners L. G r ü n w a l d hat man den Grundstein zpip Bau des Spitals gelegt* wobei die erschienenen Gäste und Notabilitäten je einen! Ziegel der Grundmauer eingefügt haben, bei welcher Ge* legenheit der Bürgermeister und Polizeipräfekt der Stadt Begrüssungsansprachen hielten. Mit besonderer Genug-! tuung müssen registriert werden die aus echtem Liberalismus entspringenden Begrüssungsansprachen des römisch■! katholischen und des neugewählten reformierten . Geistliehen, die ihre Hochachtung vor der jüdischen Wohltätig! keit und jüdischen Opfcrwilligkeit zum Ausdruck gebracht haben. Möge die Harmonie, welche bei dieser Gelegenheit zwischen den verschiedenen Konfessionen zum Ausdruck; kam, nie gestört werden! Eine orthodoxe Zeitschrift für Transsylvanien. Die, orthodoxe Judenschaft Transsylvaniens, besonders die Anhänge r der Agudas Jisroel, fühlen schon seit langem den Mangel einer jüdischen Zeitschrift, die als! Mittel zur Verbreitung der Agudaidee und zur Organisierung der gesetzestfreuen jüdischen Massen unter der Fahne der Agudas Jisroel diene und die als jüdische Tribüne die Angriffe, welche von gegnerischer Seite gegen' die Agitda, gegen die orthodoxen Interessen und gegen die orthodoxen Rabbiner mit Vorliebe ausgestreut werdeny zurückweisen könnte. Diesem Mangel abzuhelfen und das Erscheinen einer solchen jüdischen Zeitschrift zu ermög■* liehen, wird eine Aktiengesellschaft in Gross־! wardein mit einem Aktienkapital von׳: 5 00.0 0 0 L e i g e g r i'i n d e t. Es wird geplant, eine eigene) Druckerei zu errichten, damit diese, als lukratives Unternehmen, eine' feste Basis der;erscheinenden Zeitschrift verleihe. An der Spitze der Bewegung stehen die Herren! David Kohn, Mor U 11 mann, Ludwig F r e u n d, Filip Friedmann und noch viele angesehene Mitglieder der Grosswardeiner orthodoxen Judenschaft, deren Namen Bürgschaft dafür bieten, dass die Aktion eine ernste ist( und auf festem und reellem Grunde basiert* ׳ Die Aguda in der Marmaros. Petrova. (A. J. P. B.) Rabbi Menachem Hager, Sohn, des Wiznitzeu Rebben, ■befindet sich auf ■einer ßröpogandatournee für Agudas Jisroel in der Marmaros. In seiner Begleitung befindet sich Herr Stele Alfomd, Obmann der Oberwiszower Gemeinde.‘ In Borsa fand ein Massenmeeting statt, in dem. beide Herren Referate erstatteten. Gründung neuer Ägudagruppen in der Schweiz. Lebhafte Tätigkeit der Palästinazenirale und des Keren-Häthora-Direktorlums. Montrea u x. (A. J. P, B.) Die schweizerische Agudas Jisroel entfaltet eine, sehr lebhafte Tätigkeit. Neue Gruppen sind entstanden in Lugano und in Genf. •Dr. S. Ehr.mamn hat durch seinen Vortrag auf seiner Durchreise nach E r e z Jisroel ■in Genf grosse Erfolge erzielt. Ferner wurde!in Basel eine Jugendgruppe gegründet. Auch in S t. G a •11en soll demnächst eine Ortsgruppe gegründet werden. Dortselbst hielt .■kürzlich Herr E. BotsChko eine , Trauerrede über Rabib. Diskiin. ׳Erwähnenswert ist die Herausgabe der gut redigierten Nac hr i c h t e n b I ä t t'e r unter Leitung von Eiss jun. . Die Palästinazentrale wurde bekanntlich von Luzern nach Z ii r .i ch verlegt und ■hat ,unter ibeiwä'hrter ■Leitung von Josua Goldschimidt und Mayer Löwenstein eine erfremliche N e u b e 1 e b u n g erfahren. Viel Boden wurde gekauft; eine Klasse der Beth•:Jakob-Schule in Erez Jisroel wird von ■der Züricher Mädchengruppe erhalten. Die Palästimäzentrale plant demnächst eine Exkursion nach Erez,Jisroel zu unter-, nehmen.; Auch der Keren Hatliora ■entfaltet■ steh unter , Leitung ■von Rabb. ■Brom sehr günstig. Durch die Amtsniederleguttg des, Präsidenten A. ■W. 'Rosenzweig erleidet die Aguda' einen ■empfindlichen Verlust. Bundes- und Delegiertentag der Agudas Jisroel- Jugendorganisation in Wiirzburg. K ö 1 n. (A. J.!P. B.) Vom 12.!bis 14. Aw findet im'Hutenschen!Garten in Würizburg der Bundes- und Delegiertentag der Agudas Jisroel- Jugendorganisation!Deutschlands!statt. Das Programm; iautet: Sonntag, vormittags 10 Uhr: Sitzung ■des Organi-: sationisvorstandes. Sonntag, nachmittags 3V2 Uhr: Eröffnung des Delegierteritages, Wahl des Bureaus, Bericht des Organisationsvorstandes, erstattet von Herrn!Leo ■Munk. ־Anschliessend Generaldßbatte. Wähl des Wahlprüfungsausschusses und der Kommissionen :für Erez Jisroel, Keren Hathora und!Propaganda. Sonntag abends: ׳Gemütliches Beisammensein. Mädchensitzung (Referentin wird noch bekanntgegeben). Montag, vormittags 9 Uhr: ,2. Sitzung des Delegiertentages. Fortsetzung der ׳Generaldebatte. Entlastung und Neuwahl 'des Organisationsvorstandes. ■Montag, nachmittags 3 Uhr: ׳Eröffnung des Bundestages. Bericht von Vertretern des geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel, des Landesdirektoriums des Keren Hathora und der iPalästinazentrale. ,(!Referenten werden noch bekanntg.eg׳eben.) Montag, abends 8■ Uhr: Oeffentliche Fest- ■Sitzung,.Die Festreden halten S. ■E. Herr Rabb. Dr. Klein, Nürnberg, und!Herr Lehren Ruda, Wülhelmshafeh. Be־i griissungsansprachen de׳r versohiedenen Organisationen. Dienstag, vormittags 9 Uhr: 2. Sitzung des!Bundestages. Referat: ״Aulim“, gehalten von Herrn Dr. Robert. Weiss, Wien:. Debatte. Dienstag, nachmittags. 3 Ulw:t 3. Sitzung des Bundestages. Referate: wDie Arbeit irr' den Stadtgruppen“, gehalten von Herrn Wolf S. Jacobson, ■Hambürg, ״Die Arbeit auf dem Lande“, gehalten von Herrn Max '׳Guttmann, Nürnberg. Debatte. Schluss des Bundestages. . . ־• ־ ■ '־,.■■.; , Organisationsarbeiten in Galizien. TJumacz. (A. J. P. B.) Eliahu ■Seracki setzt seine Agudapropagandareise fort. Tm Laufe ■der vergangenen Woche hat er die Städte Tlumacz und Zablotow besucht und Ortsgruppen gegründet. - ־ . Tarnobrzeg. (!A. J. P. B.) Kürzlich ׳wurde Rabbi Menachem Horowitz als Oberrabbiner .!installiert. Seine Antrittsrede hielt ■ e!r vor einem, ■tausehdköpfigen Auditorium. Rabbi Menachem Horowitz :zählt sich zu den Agudaanhängern. Grosse Konferenz fUr Sabbatheiligung in Warschau. Warschau. (A. J. ■P. B.) Dienstag, den 2. Tamus. fand in Warschau eine grosse Konferenz wegen ׳Heiligung des Sabbats statt. Es waren 80 Rabbiner und 30 Rabbeim an-; wesend. Rabbiner M i c h e 1 s 0 h n eröffnete mit einem; grossangelegten Referate die Konferenz. Das Präsidium wurde ■der Leitung des Seimdeputierten Lewin anvertraut. Namens!des Warschauer Rabbinütes ibegriisste!nach der Rede Rabb. Lewins Rabb. Perlmutter •und ■namens der Warschauer Gemeinde S. Bergmann. ■Für die Agudas Jisroel sprach Senator Mendelsohn,,für Agudas Haräbbonim Rabb. Meier don Plotzki, für ■den orthodoxen Sejmkliu'b Deiputierter Leiwin, für die. Lodzer Kehilla Deputierter Münsberg und■ für ■Mlsrächi Farbstein. Nach Verlesung von ßegrüssujigsschreiben :wunde ein Permanenzausschuss gewählt. Mittwoch referierte in!der zweiten Sitzung Sische Friedmann über ■die emzuschlagendem Mittel und Wege zur- Eindämmüng des Chiliil Schabbös. Unter - anderen! wurde beschlossen: 1. In keiner Organisation und ■keinem Vereine Juden als Vorstand zu wählen, die den Sabbat öffentlich entweihen. 2. Die Liste der Sabbatentweiher öffentlich an den Pranger zu stellen. 3. Alle jüdischen Zeitungen aufzufordern, am Sabbat jede Tätigkeit einzustellen. 4. Zwangselnfiihrung des Unterrichtes der Sabbatvorschriften an sämtlichen jüdischen Schulen. 5, Intervention bei der!Regierung, an Samstagen keinen Markt ׳zu veranstalten.־ Der Konkurrenzkampf des ״Hachscharath. HaRschuw“. J׳e r׳u 9׳a׳le!m. ׳(!A. J. 1P. B.) In ■den letzten Wochen befänden sich einige bekannte Agudisten!in •Erez .Jisroel,• um!im Aufträge!ihrer Freunde dort Boden zu kaufen. Nach genauer Prüfung der Verhältnisse!verhandelten ■diese •in der Nähe von Petach-Tikwah, unr ein geschlossenes Gei biet von viertausend Dunam zu kaufen, und es gelang) ihnen■, diesen Kauf rechtskräftig ■abzuschliesseii. ׳Nachher stellte es sich heraus, - dass das zionistische Erwerbs»■ unternehmen ״Hachscharath Hajischuw“ auch um denselben Boden verhandelte und ihn bereits wesentlich teurer in!Krairkau ׳und Wien ■an ■einzelne Reflektanten; weiter verkauft hatte. Dies veranlasste das genannte Unternehmen zur Verbreitung tendenziöser ־Gerüchte über, einen angeblich ׳unwürdigen iKonkurrenzkafnpf-'der Aguda- Weltorganisation.!Wiewohl bekannt war,׳■ ■dass dieser' Kauf von ■aguidistii'schen Privatmännern getätigt ׳worden!ist, wurde die Aguda •in •der zionistischen Zeitschrift ״Haaretz" und durch diese ■in vielen anderen Zeitungen mit dieser Angelegenheit verquickt. Die ״Hachscharath!: Hdjischuw“ warf sich sogar!zum öffentlichen; Ankläger auf^^׳und forderte die Agudisten vor das Din>Thora des Rabbiners Aronsohh in Jaffa. Zur gegebenen Stunde erschienen sämtliche An-• . geklagte bei dem Gerichte, ׳dooh von den Anklägern war keine Spur. Daraufhin veranlassten •die veräntwortungsbewiussten Agudisten eine neue Tagsatzung. Doch zu dieser ■erschienen ■die Ankläger wieder nicht. Es stellte sich; heraus, dass die ״Hachscharath HajiSchuw״ in der Ver1 öffentitchimg von, mit den Tatsachen nicht übereinsti'mmeniden!Gerüchten ■und m׳i׳t der Verschleppung dieser Angelegenheit , •eine!politische ■und eine igeschäftliche Tendenz.: verfolgten. •Die angeklagten Agudisten Hessen aber nicht־ locker, und ׳erzwangen ein Din-Thora ■in Jerusalem. ■Bei dieser Verhandlung wurde einwandfrei festgestellt, dass ■der •in Frage kommende Bodenkomplex von ■mehreren!jüdischen und nichtijdLschen Vermi'ttlern. ausgeboten wurde-■ und sogar ׳die ׳arabisoh-m11sel׳man!ische!Gesellschaft darum . verhandelte, die es sich bekanntlich zur. Aufgabe ׳gemacht * hat, •den ßodenikauf durch ■Juden, zu ■verhindern.' Nach e!ingehenden Verhandlungeu wurde ■ein ׳Urteil gefällt, auf Grund dessen die ganze Anklage in sich zusammenbrgtchj. , und die im ׳Interesse ״der. Wahrheit in ׳ihren Einzelheiten veröffentlich werden •soll: ‘ ' . ־' ' ־ 1. Die ״Hachscharath Hajischuw“ darf unter keinerlei׳,' Umständen etwas •unternehmen!, : >.׳um den ■ Bödenkauf ■der Agudisten rechtsungültig ׳zu!machen.. . ■ ,b•׳ 2. Das .freiwillige •Angebot der. Agudisten, .für!den Fall, als es sich erweisen sollte, dass die ״Hachscharattt . iHaijischuiw“ um ׳den ßo!den verhandelt hat, ■beZÜehüingsweise ־ diesen •wieiterverikiauft ■hat, die Hälfte des Bodenkomplexes:: ־ an diese abzutreten, kann von ׳Gerichtswegen ׳ nicht beein- flusst werden, da der.Kauf einwandfrei getätigt worden!ist.. 3. Es ii'st nicht, erwiesen׳« •dass die ׳Agudisten von:* den angeblichen! Verkäufsverhandlungen des; ״Hachscharath Hajischuw“ wussten. Es ist aber notorisch, dass ■grosse!Gefahr!bestand, . dass dieser .־Böden - neuerlich in arabische Hände komme, was von der ״Hachscharath( 1Hajischuw“ ausdrücklich bestätigt ■wurde. ' Die Palästfriazentrale der!Agudas Ji'sfael in Polen '- ׳veröffentlicht e'iine Erklärung, ׳!die sich׳:.mit : demselben Thema beschäftigt. Es 'Wird festgestellt,-dass •die Agudas.־• Jisroel alle Badenkäufe in •Palästina ■ausschliesslifch ׳durch .' die Frankfurter . 1Weltzentrale tätigt ■und ‘sie iin keinem ' Falle!irgendwelchen Auftrag an Einzelpersonen zum Ankaufe von Boden ׳erteilf •hat. Sie legt.(weiters!Wert darauf, ifestzustellen!, dass ■die Agudas ,Jisroel zurzeit, ■ als Julius ׳Holländer!In Palästina weilte und ■den Kauf eines: grossen iBodenkomplexes abschliessen •wollte, die diesbezügliehen Verhandlungen ■sofort abbrach, ׳weil sie ׳in Erfahrung gebracht hatte, dass auch ״Hächscharalth Hajischuw“ um dalä: gleiche Terrain verhandle,,!wiewohl sie-, ■dabei tausende Pfund ׳Schaden erlitt/Zum Schlüsse•;ist ■der -Kaufabschluss nicht mit der ״Hachscharath Hajischuw“, sondern mit Privatleuten züstandegekommen. iSolcherart ■׳ist die Hand- ■lungsweise von Agudas Jisroel und ■es ■bedarf keiner Kommentare, wenn itendenziös ,zionistische Meldungen das Ansehen von Agudas Jisroel in ■den•Schmutz zerren wollen. Der Kol Jisroel an die Misrachisten. J e rus a le m. (A. J. P. B.) Das Organ der unabhängigen: Orthodoxtie. in •Jerusalem ״Kol Jisroel“ wendet sich ■in seiner Nummer 37, vom 5׳. Thamus unter dem Titel ,An die Misrachisten u׳nd ' gemässigten •Orthodoxen!“ an ■die religiös gesinnten Juden ‘ Palästinas und weist zusammenfassend auf die Leiden hin, ■die die Orthodoxie im Wäad Leumi und durch!ihre urigläubigen Kommilitonen zu!ertragen hat.- Im Hinblick auf die schweren Kämpfe, fragt das ■Organ, wie lange, noch. Gesinnungsbrüder fern von der grossem Kerntruppe der gläubigen Judenheit stehen wollen ■und dadurch• sich und diesen, ׳den Kampf für das ■jüdische Gesetz erschweren. Er versucht neuerlich, ah der Hand der letzten Ereignisse nachzuweisen, dass eine Gemeinschaft ׳in religiösen Fragen im ■Wege des!Kompromisses für ■die Dauer unhaltbar ist und dass die Forderungen ■der gemässigten Orthodoxie auch ausnahmslos ■durch eine starke Einheitsfront der gesamten Orthodoxie izu erreicHen-sind. ׳, Regierungseinfluss bei Rabbiner wählen. K i s c h inew. (J. T. A.) Der rumänische Kultusminister AnghelescK hat angeordnet, dass in den nächsten, Monaten in allen) Gemeinden Bessarabiens Neuwahlen der'Rabbiner stattzu* finden haben, wobei die Rabbiner-Kandidaten den Vor•* Schriften des Bildungsministers mit Bezug auf Kenntniq der rumänischen Sprache,: Landeszugehörigkeit usw. ent* sprechen müssen. Eine einzige Ausnahme wurde bei dem Oberrabbiner., von Kischinew, Abg. Zirelsohn, gemacht der bereits in seinem Amt bestätigt wurde. Von der Bejs-JakoW-Bewegung. Der Redakteur der Monatszeitung ״Bejs Jaköw“ Herr Friedensohn hat soeben' eine grosse Propagandatour,nee zugunsten der Bejs-Jakow- Bewegung in Polen beendet. ■Der ׳gefeierte. Redner besuchte die Städte Krakau, Kalisch, Bialystok, Bendzin, Czenstochau, Zarky, Lomza, Blaschy, Ostrow, Ostrolen'ko. Dom-. browa, Zawierca usw. Kurz nach den Schewuoth-Feier- . tagen unternimmt Friedenso-hn eine■ zweite, Tournee in Gouvernements ■von Lublin und Plozk. In den Städten Ostralenko, W!isko, Dombrowa, ׳Zarky wurden neue Bejs- Jakow*Schulen gegründet und von Frau Sara Schenierer, der Gründerin der Bejs-Jakow-Bewegung, eröffnet ׳und fachkundig eingeriobtet. ־ . ־ ,: ■ :

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