Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1925-04-08 · 14-15 (8.4.1925) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
14-15 (8.4.1925)
Date
1925-04-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2629891-2630099-2630113--1779-2633572
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seife* 98 JÜDISCHE PRESSE Nr. 14י1׳ ז aus ErezJisroel ■ EinePalästinawoche der Agudas jisroel Die ^4£1י0^ו’^';י'^46^/^’0:נ3;'^:|;י'ס::2’'ד;8;ו1־'11;^:8ין8ץ.« J j sro'e f hat in Verbindung ifiit der .deutsch-holländischen PaVästinaver waltunk ״die Pessächtage zur "Abhaltung einer . K f׳c z j i S r 0 c 1 ־’W 0 che bestimmt, in alleil Gemeinden seinen Veranstaltungen lind Versammlungen stattflnden, ״bei denen der. ieste^WiTic :dc'r gesetzesfreueh' Jüdenheit mäni״: testiert werden soll, an dem Aufbau Palästinas im Geiste der Thora, auf allen Gebieten des religiösen, kulturellen und sozialen Lebens ihren vollen Anteil zU nehmen.“ , . Die rührige Frankfurter Palästina-Zentrale hat in de« letzten Wochen ganze Arbeit geleistet. Abgesehen voii den Vorbereitungsarbeiten zur Gründung einer allgemeinen Kok)nisatk>t1sgeseHschaft für gesetzestrene Jaden und eines ,jüdischen Konsumvereines für Ercr, Jisroel, wurden von der WI r t s c H a f t s d e I e g a t i o 11 unter Führung des* Herrn J u lins 11 011 a n d e r nlch» weniger als 50.000 Düna in besten'Bodens für Red!nuiig der Agudas Jisroel . »«gekauft. Um den grossen Erfolg der praktischen Palästinaa .f b c i t g c s e t z-c s t r e u c r J u d c n, der in dieser Ziffer ׳iura Ausdruck kommt, gerecht zu werden, muss man die parallele Entwicklung bei anderen Palästina-Organisationen vcfgi־ächeihV-Sö; hat ־ z. ' B.1 der '•'zionistische \;J ii d i s'c h e N a t i p n a 1 f 0 n d s“ (Keren Kajemcth Lejisrael) erst nacV zwanzig Jahren mühsamster Arbeit jenen Bodenbesitz erwerben können, den die Agudas Jisroel Innerhalb eines Jahres in’■ den jüdischen Besitz übergeführt hat. Bis 1919 hatte der Jüdische Natiouaifonds seit seines Gründung U901) 21.209 Dunam• Bodenbesitz . in , Erez Jisroel erworben. Das entspricht den ersten Bodenkäufen der Agudas Jisroel: 4000 Dunam (1924) und 17.000 Dunam (Februar 1925), die i 11 n e r h a 1 b cf n e s d r.eiiv ier t e L J a h r e s י erreicht wurden. 1920 י besäss־ der Jüdische Nationalfonds 22.500 Dunam, 192 ־! dehnte er sein Areal auf 73.044 Dunam aus. Ebensoviel besitz* die Agudas Jisroel heute, nämlich 71.000 Dunam. ])er zionistische .Nationalfonds verfügt derzeit über 190.000. Dunam, wozu noch die. von der Palästina-Land- Developement Company erworbenen Landstrecken kommen. . ä Die -Palästina-Zentrale bat mehr als ihre Pflicht getan, sie hat in grosszügigster Weise den Auftakt zu einer gesetzestrenen Masseneinwanderung gegeben. Es liegt nun an den einzelnen Landesorganisaticmen und Ortsgruppen,, ob sie dem Ruf ihrer Führer Folge leisten werden und durch intensivste Aufklärung und Propaganda für konstruktive, praktische E r e z J i s r 0 e 1 - A r beit der Bedeutung des historischen Augenblicks, in dem wir leben, gerecht werden. ' ^.Esvist!^hTd^äucrlichi. dass';,inrÖ e s t e r r c I c h, speziell in W i e n auf manchen Gebieten noch allzuwenig wirtschaftliche Erez Jisroel-Arbeit geleistet wurde. Gewiss sind die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse überaus •dr.üetfcM ' •' י :ז'" י ־;:,v: in vielen kleinen Dörfern Polens wurde tat letzten Jahre triehr Erez Jlsroel-Boden gekauft, mehr Kapital hl Palästina investiert, als vop den Agadisteq der grossen Stadt Wien. Die kommende Palästina-Woche• gibt allen Gelegenheit, sich während der Pessachtage der JMlzwas Jlsctmw Erez Jisroel zu erinnern, s j c h 1 0 Pal.ästina Land a n z u k a,u f e n Und die palästinensischen T h 0 r a I e h r s t ä 11 e n Zu unterstützen. Denn nur wenn Agudas Jisroel ln R'ult11n;Jler und wirtschaftlicher Hinsicht Vorbildliches In Erez Jisroel feisten wird, ererbt sie sich das Anrecht, bei der Gestaltung der pöjitiscben und religiösen Verhältnisse bestimmend mitztiwirken. Nicht mit Worten wird Palästina zu einem jüdischen La 11 de im Geiste der T h o r a a u f g e b a u t werden können, sondern nur durch die beispielgebende A r b ej t geset ze s t reuer Juden. Es ist die vornehmste Pflicht. aller Palästina-Zentralen, Orts- und Jugendgruppeu während der kommenden PäfästinaAAVoche dies jedem Mitglied ganz besonders In Erinnerung zu rufen, v :׳■■•־ Die Losung zum kulturellen und 'wirtschaftlichen Werke der gesetzestreueu Juden für.'Erez Jisroel ist; Nicht allein Kritik, sondern praktische, vorbildliche Arbeit! J^UQ^ grame. BodenkäüfecterAgudas Jisroel in Pafästlhl.■ J fc-ftrs01!14$וו? (J^vTtV5'Äy),feurzetifi in Palästina cingetröfferiö Abordnung der Weltörgani■^ sation Agudas Jisroel hat soeben eine Fläche von 50.000 Dunam Boden im Ertiek Jezreel käuflich er-' wöfben. Die Abordnung-, der Ägudah besteht aus dem Mitglied der Weltexekutive der-Agudah Julius Hol*!ander und dem Kolonisatidnssachverständigeh Daviä Trietsch. Die A^udah-Abondming beabsichtigt •während ihres jetzigen. Aufenthaltes in Palästina weitere• grosse Landkäufe zu tätigeu. Vorr einiger Zeit hat die Agudah eine Lamtfläobe von 4000 Duman in der Nahe des DoHes Iskal, einige M-eileu vorn Afuleh entfernt, erworben. Auf diesem Boden wird die. An* Siedlung von Agudah-Mitgli'edern Ende' September d. J. beginnen. Julius Holländer bei dem Oberkommissär. Sir Herbert Samuel' hat Mittwoch den 18. März, Herrn Julius Holländer, Leiter der wirtschaftlichen Erez Jisroel-Dele• gation,.-der Agnäa, jn einer :;längeren Privataudienz empfangen, die Herrn Holländer die Möglichkeit gegeben bat, über dje wirtschaftliche Tätigkeit der Agtida in Erez Jisroel eiuen: ,eingehenden Bericht zu erstatten. .Er vertrat bei dieser. Gelegenheit die mit der• wirtsChaftliciieii Öetätlgung der .Agtida in ErezJisroel verkniipften;,FQ.rdertmgen, besonders die.:Regelung der Fragender •:EJnrejseerläübnis. Der Oberkormnissär hat eine ernste Prüfung' dieser Forderuugen. zügesagt. Herr Holländer hatwährend seiner Anwesenheit in Erez' Jlsroci eine rastlose ״Tätigkeit entfaltet und. gemeinsam mit. Herrn Nussbaura aus Halberstadt liebst dein Abschluss von neuen,', sehr umfangreichen Bodenkäufen .mcihere tlioratreuc Siedlungen in Ere Jisroel besucht, wo. die traiiissylyanisehe Siedlung ■ von Tel Adasch,. wo er eine Spende von 150 Pfund im Nämen der Palästinazentrale der Agudas, J.isrqel für die Errichtung einer Mikwah überreichte! Herr. Nussbaum. selbst, hat un gefähr 20.000 .Pfund in wirtschaftlichen!Unternehmungen investiert. . ■:־' '.׳; *••׳ Vom Tafia Die ״vier' Söhne“ 'in der Pessach-Hagäda, ’ ל . ' ' I. .י: ' ■ . .. ׳ - D ח כ, der ״Weise“, wer kennt ihn dehn nieht' Hell leuchtet sein kluges, sein freundlich Gesicht; Dem,Water; der Mutter :macht etets'<er nur.Freude, Tut Menschen nur Gutes üpd nie was.zuleide. Belehre den W e i s e u, er wird noch mehr weise, Für ihn ist Belehrung die köstlichste Speise. ' ' a;׳ :^»•^!!׳x!vv״:C': :, רשע ist ein .Bösewicht, t - ■■ ■_ /;■, Komm' in seine Nähe nicht! ־ Gutes will nicht hören er,. Uns mög’ er nicht stören mehr, Ihn wir missen gerne, Stets, auch heut’, bleib’ er ■uns ferne,. ־';׳ III. Dem Einfältigen, תם genannt, Tu’/Vater, alles kund! Einst zieht in Ehren er, durchs Land, Hält treu zum VäterbümL Mit.Worten nur . nicht spare. Lehr’ Thora ihn, die wäHre. 1v. ' ושאינו יודע לשאול , Und ״d e r u n s h e u t’ n i c h t fragen kan n‘\ Weil zart er ist imd klein, Kann werden noch ein braver Mann. Und fromm und gut liVid fein. Des F.w'gen beil’gc Lelire Bringt ihm viel Glück und Ehre. Prof. Moritz Antsclieri, Wien. Nachrichten! Eine objektive Frage. Als in voriger Woche ein wegen seiner Charakterfestigkeit allgemein anerkannter Herr seinem Schmerz darüber Ausdruck gab, dass die . Universitätsgründung einen Angriff gegen die'Fundamente 'des Glaubens, gegen den;-Geist ^er wahren jüdischen Kultur, gegen den Sinn der jüdischen Geschichte zu bedeuten scheine, da tönte es von Entrüstung und man hörte sogar, es wäre ein Chlllul haschem, sich gegen eine solch grandiose Manifestation des jüdischen Geistes zu wenden. Nun sprach Herr Dr. Ehrlich, Präsident des Zionistischen Landeskomitees, folgendes: Die jüdische Studentenschaft, Wien, II., Taborstr. 24a. lelspliOB 44-1-51 •welche unter Aufsicht der עדת ישרונל Schiffschul steht, eröffnet אי0ח am 20, BKai 1925 in Bad Hall (OberSsterrolch) *SSS»1 ” eine streng 0rt|1.l^f5 BE ST AUE AXION כשר orth. אדי BEI VORANMELDUNGEN QBWAHRB ICH 9 fl Q O NSTI O U N Q B N. אד auf die, wj!־ immer stolz waren, wird der Grösse des sie wird, ii1ehY..ate״ vAf alle, ln der edlen Deglisterurig’ ihrer juü:endlfchen Herzen der; Gegen wärt vorauseilen, sie wird vorausahnen, dass äüs:'Jerusalem wieder das Wort Gottes kommen wird, nicht.der. jüdische Geist, den unsere Finsterlinge mit ihren ־ . .eigenen, selbsterfundenen Gesetzen in Fesselt» geschlagen-■;häben, sondern der Geist des freien,• göttlichen Schaffens, der sozialen; Gerechtigkeit Und jener Pröphetetn ׳ von deren Ideal die Menschheit heute entfernter ist als je.- -r* W’ir sind begierig, wie viele Herren., die hün aus autoritativeni Münde"' die Wahren,! fhit •der.' Universitätsgrt'indimz verbundenen, kulturkämpferischen Absichten gehört haben, nun auch eine Empftndnng für den ,Cbillu! haschem hufbringen. •׳,/. . Oberrabbiner Fürst über die Universität .in Jerusalem, in seiner grossangclegten Sabbos-Hogodaul-Derascha nahm Oberrabbiner Fürst nebst anderen aktuellen Ereignissen auch zur Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem Stellung. Er knüpfte an den Wmisch, den wir alle ln dj5r Festedsstimmung des Sedcr abends aussprachen; Wir möchten Dir', Einiger! mit neüe'n Liedern danken . . . sub: Es ist vorläufig noch nicht die Zeit, Jubelhymnen, an««- stimmen, so lange die Schaffung yon Kulturinstitutionen aüf heiligem Boden hierorts von Männern der Wissenschaft mit Ausfällen aüL die wahren Träger des jüdlscliej} .Geistes gcfeiert wird; ״Die Finsterlinge, die mit selbstgeschafjenen .,Gesetzen den freien Geist in Fesseln legten“, waren in Wirk- Ijchkeit jene Träger des ewigen jüdischen Geistes, die das jüdische Volk lebendig und frisch erhalten haben. Die alte;Wissehsciiaft• h'ät es verstanden,-die Pharaonen zti ■Ttoti־ servieren,; die moderne Wissenschaft versteht mit grosser -Kunst diesc'M.umicn hcrauszugrabCn. Das lebendige jüdische Volk wäre auch •mirals M u m i e Objekt der modernen VVissenschaft, wenn die Bewahrer des jüdischen Geistes, die Rabbiner Und ihre Schüler, nicht tfcüe Wacht gehalten hätten, Sehnsuchtsvoll wartet die thöratrcuc.־ Judenboit auf den Augenblick, wo sie ein neues Lied wird ansttmmen ■ können. Bei diesem Anlasse hat sic keine Lieder ... Vereinigung jüdischer Akademiker in Wien. Die Vereinigung jüdischer Akademiker, die vor vier Jahren die thoratreueri Akademiker Wiens zu einer einheitlichen Gruppe zusammeniasste und damals die Mensa äcademioa judaica, II., Im Wcrd 13, geschaffen hat, konnte unter den״; schweren; Druck der wirtschaftlichen Not ihrer geistigen Tätigkeit, nicht itn wünschenswerten Masse obliegen.. Dank einiger rühriger Bundesbrüder ist es. seit diesem . ^fnter- Semester anders geworden. Es würden ־seitens' -de^MÜglieder mehrere Schiurim gruppenweise besucht und für Anfänger unter der Leitung־ von Dr. Moritz Grünberg ü. a .. eigene Kurse eingerichtet; Dank des Entgegenkonimetis■ der Leitung der Talrnad Thora-8chule hat die . Vefefhigüng jdijischer Akademiker für! ihrc Bibliothek , und UfsebaJU! in'den Söuterrainrä.umen der Schule eine Unterkunft geftnv den, die auch für die Veranstaltung von Diskussionsr trnd Vortragsabenden ausgezeichnet geeignet ist. Es ist nun .zn erhoffen, dass die thoratreuen Akademiker Wiens es verstehen werden, eine neue Kraftquelle, einen geistigen Mittelpunkt für die'thoratreue Judenheit Wiens zu schaffen. Wtirzburg. An '־. der . israel. I-ehrerbildungsanstait \yürzhurg Ist..mit dem Sciiuljahre;: die Scjilussprtifün^'üpter Vorsitz des Oberrcgieruhgsrates Blass7 zu Ende gegabgöfi. Sämtliche Prüflinge haben bestahdeh. Ein Teil der Absolventen hat bereits Anstellungen in jüdischen Schulen der Grosstädte; angenommen,* eifl^^־ anderer' ־Töii 'besu'cht rvooh ini nächsten Jahr die Jeschibakurse der. Anstalt,;dfe ausschliesslich der jüdischen Fortbildung ^ewjtifnet"‘ jdnd. Lehrziel des־ Fortbildungskurses sind Taimutj mit Riscitaunim, Tnach mit Kommentaren und jüdische Koltin־- geschichte in entsprechender Vertiefung. Die Teibehmef sollen so weit gefördert ,werden, dass sie in der Lage sind, neben gründlicher Kenntnis des Tnach Talmud mit Tossäfoth selbständig zu lernen und zu unterrichten, ein Lehrziel, das mit den Absolventen im Vorjahre in der Tat bereits erreicht wurde. Für das neue Schuljahr, beginnend am 24. April 1925, : liegen Anmeldungen zu sämtlichen Klassen vor. Obwohl infolge der Wirtschaftlichen Verhältnisse der Vorjahre der Zugang zu den Präparandäen ein derart schwacher war, dass von dort ein Uebertritt in die unterste Seminarklasse heuer nicht erfolgen kann, liegen für den ersten Seminärkurs bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Es handelt sich um junge Leute, die mit Erfolg sechs Klassen eines Gymnasiums oder einer Realschule besucht haben. Ebenso liegen Aufnahmsgesuche in den obersten Seminärkurs von Abiturienten neunklassiger Mittelschulen, teilweise auch von solchen mit •schon begonnenem Hochschulstudium vor. Die wirtschaftßchen Verhältnisse haben sich eben völlig umgestaltet und der Beruf des jüdischen Lehrers ist heute aussichtsreich geworden. Insbesondere in Bayern Ist ־dank dem Wirken des Verbandes israel. Gemeinden die materielle Lage des jüdischen Lehrers eine gesicherte geworden und die volle Eingruppierung.in die Klassen 7 bis 9 der Reichsbesoldnngs- Ordnung ausgesprochen. Mit gutem Gewissen kann also heute die Wahl des jüdischen . Lehrerberufes empfohlen werden. Anfangsgehälter von M. 200 bis 250, Endgehäiter von M. 400 bis 500 sind doch wohl recht beachtenswert. Die Gemeindeverbände der anderen deutschen Staaten werden nicht umhin können, dem Vorbild Bayerns zw fplgen. Obwohl das Lehrerseminar Würzburg auch vom jüdischen Religionslehrer grundsätzlich die volle Bildung des Volksschuliebrers fordert (und dies auch für den Talinud-Thora-Lebrer als Ideal erachtet), ist Im Seminar auch die Ausbildung von pädagogisch und profan qualili-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.