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Jüdische Presse · 1925-04-08 · 14-15 (8.4.1925) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
14-15 (8.4.1925)
Date
1925-04-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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beite 94 Nä5־14/1 •־ berechnet ■ das Sömienjalir. mit 1:365■ Tagen, 5 Stunden, 97<ז Teilen,,48 Teilchen;.:■Wird diese Summe mit 19• mülti- Püriert, so bekommen/wir 69.19 Tage, i6 Sturiden^545 Teile.;:N11n entspricliLdies genau 235 Monaten,.aus'welchen der indische.-19 jä h r i ge M.a chsa Kat an besteht, und?war das gewöhnliche .Jahr; mit 12 Monaten, das, Schaltjahr, welches immer das 3., 6., 8., 11., 14., 17. und 19. Jahr einer sojchen Periode ist, mit 13 Monaten. Nach dieser Berechnung ergibt sich, dass die Länge des 19jährigen Machsor jene von i9 astronomischen Sonnenjaliren um ungefähr 2 Stunden,. 6 Minuten übertrifft,, was. in ungefähr. 220;Jahren einen -Tag atismacht, wäjirend der Fehler im jiAaniscben Kalender ungefähr alle 128 J.ahre so. viel beträgt. Aber wie nichts auf der Welt, sind auch die Bewegungen von Sonne und Mond nicht unabänderlich. Auch ׳ diese sind mir Geschöpfe Gottes und unterliegen dem Wandel der Zeit. Die neuesten astronomischen Berech: mmgeii haben erwiesen, dass, infolge der Präzession und der Perturbatio״ der Sonne die Dauer dieser Bewegungen einet,׳ wenn auch' natürlich nur ganz minimalen,'Wandhing atisgeselzt ist. Es wäre daher ganz unsinnig, uns' über eine etwaige' Reform unseres lluachs, die vielleicht in. einigen Jahrtausenden wirklich stattfinden müsste, schon jetzt den Kopf zu zerbrechen. , Zuletzt will ich bei dieser Gelegenheit noch einige Druckfehler korrigieren. Im Rainbam, Hilcliöt Kidusch Hacbodcscb, 10. Perek, 1. Halacha, ׳ muss es im פירוש am Anfang (S. 133 b. d. der Wiener Ausgabe 1838) statt פחות כ״ב הלקים richtig 315^׳eissen. י׳" ln Rabbi Hirsch Chöreb § 255 stritt 996 Teile statt 997 und § 256 statt 206 Tage 17 Teile, 151 Teilchen, richtig‘ 17 Stunden,151 ־ Teile. Merkwürdigerweise finden .sich diese-Fehler npeh in der fünften Auflage 1921, auf. Seife 139 und 140. ‘ ' ’ Dr. M. G. Aufruf. . Wien, im Nissan 5685. Seit 18 Jahren wirken die Speisehallen der ״Einheit“ im Interesse der Armen und Minderbemittelten. In ‘diesem Zeitraum haben wir Millionen Mahlzeiten verabreicht,, gutes Essen, tief unter den Selbstkosten; unter unseren Gästen befanden sich Hunderttausende, denen wir infolge ihrer Not unentgeltlich zu essen gegeben ,haben, Unser Essen ist streng koscher, denn unsere Anstalt steht ■■unter Aufsicht der Adas Jisroel. Die Sabbat- und Festtage : haben■';wir immer unseren Gästen zur Weihe gestaltet.; Unsere Possachausspcisu.hgen waren immer eine erhabene, grosse' Feier. , •״ . .. . . - 'Unser• Wirken war also charitativ und.• sozial im; Sinne unserer heiligen Lehre, ... 8 ... . . , v. . ־ | i : Telephon Nr. 64. ' Gegründet 1872. 3 ■ i gE'RNAT PT^ElSZ j I ’ & Söhne , j; | Presov (Eperjes) I | Soirituasan-Weingrosshandtung, Rumu. LikArfabrlk j | empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in I g jeder , Qualität. כשף Weine von 40 Lt. aufwärts j ■ Sli'bowitz u. Treber כשר של פסח• Versand in Gebinden J ■ Deriijjohns und elegant adjustierten Flaschen zu I billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie | I .,Offerte. IJöber die Verlässlichkeit können Referenzen g beim orthodoxen Rabbinat in Presov eingeholt werden, g Durch die wirts0i1äftilchd^Kri^>’ii5t;nuh 'die ״Einheit“ von ddr-, Gdfähr des־ Z1isäifit%i4hjbf^*^hiefs,' beidffpht. Unsere Speisehallen sollen nicht hiehf I^eteh0h7 deH . Armen soll die Zufluchtsstätte der. ״Einheit“/veriöreingehen, die zu jeder Zeit und-überall zu helfen bereit war, ״./ Damit dieser v Zusammenbruch. -. verhütet werde, erheben wir die dringende und innige Bitte, dass jeder, der jüdisches Gefühl besitzt, zur Erhaltung unserer/ Anstalt beitrage. ׳ '׳.־: ~ ••' ' '־■; . Der Vorstand der ,.Einheit“. Aufruf! .. •’ Nach Urväterart werden-wir in den nächsten TageK ' das von so viel Poesie umflossene Pessachfest am Sedcr-; abend mit den Worten der. Hagadah einleiten: Kol dichfln jesej w’jechaul! ״W fen• es 11.11 n g er t, d e r k o m me und esse mit uns!-; .;;;•• 1 .v Und da ist es Wohl am Platze, die Aufmerksamkeit unserer Jiidenschaft auf folgende‘Tatsache zu lenken; Unsere Stadt beherbergt •gegenwärtig eine grössere Gruppe von Männern, die teils aus Idealismus, teils wegen Bedrückungen aller Art,; denen > sie iri ihrem östlichen Stiefvaterlande ausgesetzt gewesen waren, den Wänder-, stab ergriffen, um in das;Land unserer Väter, Erez Jisroel, zu ziehen. Infolge ״Mangelhaftigkeit der Pässe können diese Ojlim jedoch nicht/Weiterreisen und warten hier schon wochenlang,*־ dass. ihre Angelegenheiten in Ordnung gebracht ■ werden. Sie sind hier fremd. Ihr geringes Reisegeld ist auigez^hrt und. viele ‘von ihnen müssen buchstäblich h 1111 g e r n. Im Wanderheim des Jüdischen Hilfswerkes der Ag udas J i s r 0 e l,; :WiehF;K?G• Nprdwesfbal1nsi;rasse 77, sind auch mehrere Dutzend solcher Ojlim imtcrgebrachL j Erinnern• wir uns also *?der so schönen und edlen ' Worte der Hagadah: Köl."'äifih'firi jesej w'jeohaitl! Möge also jeder von uns nach seinen Verhältnissen einen oder mehrere Ojlim Pessach zu sich zu Tische laden! Und möge bei uns allen das weitere Wort der Hagadah in Erfüllung gehen: Leschonoh liaboo bearoh d’jisrocl! Eck....d. כשר של פסח. ״ ' י?,*■,/!*,•• .׳r.. . von allet feinster Qualität und billig, weil: bergestellt aus• |Rohmaterialien,• die aus dem eigenen, landwirtschaftlicbenf Betriebe; d^.Fjrni.a^hert^gelien/ ■ i Nicht die Reklarae/ spndem die vorzügliche Qualität der WaireMsl mafjgeb end. Ein Versuch genügt, um sich von der unübertrefflichen ■ Qualität unseres, Fabrikates zu •überzeugen. ' Aebt-.n 3ie auf unsere ,Schutzmarke; KAFFEE SACK■ Hergestelli 1•יכשר של. פסחbter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn ׳ Josef Abeies, Überrabbiner der örth.isr.Kultuagemeinde . in Velk6 Sarluhy'(Nagy Sal ö).;נעשה תחת השגחת הרב הגאון‘מוהר׳ר יוסף אבעלעס.אב״ד; בק״ק וועלקע שארלוה׳ יע״א.; :■ כשר בלי שום חשש ופקפוק,כלל.!אפילו.. למהדרין מי המהדרין.: in allen einschlägigen Geschäften erhältlich. EDUARD FRANKL,;VEL K£ S1AR6VCE - ■■־- ■ - ■ ־■ bei Velkö Sarluhy (SlovenskoV. I Schlaf befand, wurde er plötzlich aufgerüttelt. Vor ihm1 stand ’ein altes Weib, das die Bitte vorbrächte, er möge ihr ein Glas Wein einschenken, sie sei sehr schwach und könne nicht weiter. ״Wein?“ fragte der Schames, ״woher soll ich Wein nähmen? Ich bin. ein armer Teufel, der nie Wein auf seinem Tisch sieht/‘. ״Mein Leben hängt davon ab,“ sagte das Weib/ ״dass ich ein Glas Wein erhalte. Denke nach, vielleicht kannst, du mir. doch damit dienen. Es handelt sich um das• Leben, eines Menschen.“ ' Der Schames erinnerte sich an den Kiduschwein. Er ist Eigentum der Gemeinde, i^enn er diesen Wein andervveitig verwende, müsste er Ersatz leisten. Woher aber nehmen?:Er•.;•ist• ja so arm. v Als. er aber die jämmerliche, verzweifelte Gestalt* yo'r sich sah, sagte er sich, es müsse geschehen. Er werdai halt noch einige Fasttage einschalten und der ■Gemeinde den Wein ersetzen. Er begab feich daher in die Synagoge, ,um den Wein zu holen. , . . In der Synagoge wurde er von einer grossen Angst befallen• Als er die Flasche aus der ßuiideslade holte/ bemerkte er beim bleichen Schein des ״ewigen Lichtes“, dass diese ganz anders sei׳, als die übliche. Er untere■ suchte den Inhalt und erkannte, .dass es Blut sei. Nach Hause eilend, fand er das fremde Weib nicht mehr vor. Da wusste er, dass. ein Wunder geschehen sei. Er alarmierte die Gemeinde und meldete seine Wahr* nehmungen. Das Blut wurde ausgeschüttet und in die heilige Lade eine neue Flasche mit, Wein gestellt. ,Der Schames blieb die Nacht über als* Wächter zurück, um ein noch-; maliges Hineinschmuggeln von Blut zu verhüten. Als der Morgen graute, begab sich der Vorsteher der Gemeinde zum Bürgermeister des Städtchens und erstättate ihm Bericht über das Vorgefallene. ' Der Bürgermeister .war .ein objektiver, rechtlieben: derrMann; Er beruhigte die^Gemeinde und versicherte, sie mit aller Kraft zu schütze^•; . : ' Am darauffolgendet}#*4?end, als die Juden des Stadt- , chens das Pessachfest feierten, überfiel der Pfarrer das jüdische Viertel in Begleitung des Stadtmobs mit der : Beschuldigung, ein Ghristenkind geschlachtet zu haben. Der Bürgermeister wurde verständigt und erschien; bald mit der Stadtwache, um die Amtshandlung vorzu,-i nehmen. Der Pfarrer erklärte, wessen er die Juden ^beschuldige und zur Bestätigung seiner Anklage fügte er *hinzu, in der Synagoge sei noqh ein Fläschchen mit dem!Blute des Ghristenkindes für weitere rituelle Zwecke aufbewahrt. , Der Bürgermeister liess die Flasche bringen und 'er,- klärte nach einer kurzen . Untersuchung, dass dieselbe;Wein und kein Blut enthalte. Der Pfarrer blieb verschämt stehen und musste die Wahrheit eingestehen.; / Edle Handlungen. Von Ahron Jeruchem. Rabbi Jehiida Löw aus Prag war mit der Tochter des steinreichen Reid Schmelka verlobt, von diesem wurde er in Jeschiwoth geschickt,: ernährt, gekleidet und erhalten. Als nun eines Tages das Glück dem Schmelka den Rücken kehrte und derselbe in Armut geriet, setzte er Löw davon in Kenntnis und fügte hinzu, dass es ihm nicht möglich sei, die versprochene-Mitgift: zu erlegen, ■ weshalb es Letzterem freisteht, die Verlobung zu lösen. Löw' richtete hierauf , an seinen Schwiegervater ein Schreiben, in dem er seinem tiefsten Mitleid über die Katastrophe Ausdruck : verleiht, ihm Worte des. Trostes zuruft und teilte er ihm mit,'‘ dass er bereit sei, auch ohne Mitgift seine .Tochter zu heiraten. -In seiner Erwiderung erklärte navtnit dm feinsten aMKBbiniisiM eziai ares Kuae bestes S Pflanie פשר של פסח erzeugt unter streng ritueller. Aufsicht Seiner ■ Ehrwürden des Herrn Ober* rabbinera S. B. Ehr enfel d, Mattersdorf Wo erhält man den wirklicA naturgetreuen Dem bekannten Spezialisten künsllichwr Haarsrbeiten für orthodoxe Frauen, Franz B a 11 a, ist es hach jahrzehntelängen Bemühungen endlich gelungen Scheitel herzustellen, die dem eigenen Haare mit verblüffendster Täuschung nachgeahmt sind. Nach einem Besuche in: dem Atelier des Herrn Balla wird sich jede orth. Braut leichten und freudigen Herzens entschliesson, das eigene Haar abschneiden zu lassen und einen Scheitel zu tragen. Die Damen werden zum Besuche des nachstehenden Ateliers höfliebst eingeladen, woselbst Morl olle kostenlos ausprohiert werden. Franz!Balla, Gusshausstrasse 26 ju .Wf.Mpt?בג z g Telephon 58-fL12! ראם אונטעגשטעהענדע גרויסע םפרים-געשעפט מאכט .;ב^אגט;. ‘צו:אל^. .ם ן ח ך י.ם פון ם&רים׳' וויא :אויך צו אייען! v .:mh[.;;אינוי^ני.א^.-;^פ*ר;י ם .נ';י:ע• אדע-ר-.א,לט:ע; לאזט אוג־ן כלייך וויסען ■ ׳ מיר׳קויפק אלי! סאיטין ספיים מעג עם' דין א סומע.פון טויזענדער י דאללאן ס אדע^ו דאל. מירי צאהלען די. העכסטע פרייזין אובד פיע ר ק א ם!א; . אויך בעלי״מחברים זענען געבעטין צו שיקען מוסטערן ל. פון.,.זייערע ספרים איחר' קענט טעלדין גלויך צו אינז! Rabbi A. Gelernter, Ziegelheim & Äschkenazy 691, Biake Ave, B r o b k l y n, New York אדער צו אונזער שיתוןש אין וויען: Verlagsbacbhandl. H. ZIEGELHEIM, Wien, II., Gr, Schiffgasse 18 Telephon Nr. 46-4-76 Schmelka, dass er aus zweierlei Gründen diesem gutherzigen Vorschläge nicht zustimmen kann. Erstens will er nicht,, einen solch begabten, und gelehrten .Wunderknaben, für dessen Ausbildung und Weiterentwicklung er einer finanziellen Stütze bedarf, in arme Verhältnisse bringen. Zweitens ist er nicht in der Lage, auch nur, den allerkleinsten Betrag .für die unentbehrlichen Hochzeitsaüs: gaben aufzubringen. Löw beschloss nun, nicht früher in eine andere Verlobung einzugehen, bis sich seine Unglückliehe Braut verlobt haben wird. Viele Jahre vergingen. , Löw. ging seinem Talmud- Studium nach und Schmelka führte einen Verzwelflungskampf ums Dasein. Sein dürftiges Auskommen ermöglichte ihm seine. Tochter, die auf der Strasse Brot verkaufte. Nun aber Hess die Vorsehung e|n Wunder sich־ ereignen, das klar zu erkennen gab, dass der Allgütige seine Getreuen nicht für immer verlässt. -Ein General ritt an der Spitze einer Heeresgruppe dem Standorte der Tochter Schmelkas vorbei, Hess bei ihr einige Brote nehmen und ritt weiter ohne bezahlt zu haben. Weinend eilte sie ihm nach, ihre und ihrer Familie Not schildernd, bat sie, er möge' doch das Genommene bezahlen. Gerührt vom Unglücke, das dieses Haus getroffen, warf er ihr seine Brieftasche, in der sich viele Millionen befanden, mit der Bemerkung zu: ״Ich gehe in die Front, dies Geld wird bei euch eine bessere Verwendung haben“, ' Tatsächlich wurde es besser verwendet, denn gleich darauf fand die Hochzeit Rabbi ,Löw mit der Tochter des wiederaufgerichteten Reld Schmelka statt. . Der gefeierte talmudische Meister . Rabbi Jehuda Löw war zweiunddreissig, seine Lebensgefährtin Perl achtundzwanzig!®י Jahre alt als sie geheiratet hatten. Sie lebten glücklich zusammen bis ans Ende und selbst die alles zerstörende Macht des Todes vermochte nicht, sie zu trennen, denn ein gemeisames Grab vereinigt sie bis zum heutigen Tage; ^^.D

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