Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 10 (6.3.1925)
- Date
- 1925-03-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 JÜDISCHE PRESSE Seite 61 Die Fahrkosten betragen (in Pfund Sterlins): Für die Schiffsreise Triest—Alexandrien, bezw. Jaffa: Zwischendeck 3.15 (ermässister Preis), 3. Klasse 13.10, 2. Klasse 25.—, 1. Klasse 34.—. Die Eisenbahnfahrt Alexandrien—Kairo: 1. Klasse 1.5.3, 2. Klasse 0.14.5. Kairo—Jeru- Salem: 1. Klasse 4.7.8, 2. Klasse 3.0.8. Die S c hi f f s k a r t e n können auf dem B ureau der P a 1 ä s t i 11 a - Z e n t r a 1 e n in Frankfurt a. M., W a r s c h a u und Wien gelöst werden. — Koscher-Konserven - Verpflegung ist auf den Linien des Lloyd T r i e s t i n 0 bei r e c 111z c i t i s e r A 11111 e I d 11!1 g zu erhalten. 2. Ucbcr Marseille: Die französische Schiffahrtslinic Messagerics tnarititnes in Marseille unterhält einen regelmässigen Schifffahrtsverkehr nach Palästina. Die Schiffe fahren in der Zeit vom März bis Juni nach folgendem Fahrplan: a) Luxusdampfer (verkehren nur bis Alexandrien): ab Marseille: 3. März, 17. März, 31. März, 14. April,, 28. April, 12. Mai, 26. Mai, 9. Juni, 23. Juni; an Alexan-, drien: 7. März, 21. März, 4. April, 18. April, 2. Mai* 16. Mai, 30. Mai, 13. Juni, 27. Juni, b) Sehne 11 postdampf er: ab Marseille: 9. März, 23. März, 6. April,' 20. April, 4. Mai, 18. Mai; 1. Juni, 15. Juni; an Alexandrien: 14. März, 28. März, 11. April, 25. April, 9. Maij 23. Mai, 6. Juni, 20. Juni; an Jaffa: 18. März, 1. April, 15. April, 29. April, 13. Mai, 27. Mai, 10. Juni, 24. Juni.׳ Reisende, welche nicht im Besitze eines ägyptischen Einreisevisums sind, müssen einige Tage im Hafen von Alexandrien in Quarantäne liegen und fahren sodann mit dem Schiffe nach Jaffa weiter. Das Zweigbureau der Messagerics maritimes in Berlin vermittelt gegen eine Gebühr von etwa einem 11 a 1ben Pfund das ägyptische Einreisevisum. Die Entfernung von Berlin nach Marseille beträgt 36 Stunden. Reisende, welche den Anschluss in Marseille erreichen wollen, müssen Samstag abends mit dem Schnellzug Berlin verlassen und treffen Montag früh in Marseille ein. — Einige Aenderungen des Fahrplanes werden vorbelialten. Die Preise via Marseille sind einschliesslich Eisenbahn Berlin—Marseille und Schiff-Jaffa (in Pfund Sterling): Luxusdampfer bis Alexandrien: 1. Klasse 41.7.—, 2. Klasse 28.3.—, 3. Klasse 18.15.—; Schnelldampfer bis Jaffa: 1. Klasse 32.7.—, 2. Klasse 22.3.—, 3. Klasse 15.15.—, 3a Klasse 6.9.—. 1. Auf den Dampfern via Marseille werden koschere Konserven, bei mehreren Reisenden auch rituelle Verpflegung verabfelgt. — 2. Falls gleichzeitig eine Schiffskarte für hin und zurück auf einem der Dampfer gelöst wird, so wird eine Ermässigung von0'2׳ Prozent gewährt. — Die Preise verstehen sich einschliesslich voller Verpflegung auch für die Reisenden des Zwischendecks. — Ausser dem palästinensischen ׳Einreisevisum und für solche Reisende, welche in Alexandrien aussteigen wollen, auch das ägyptische, sind irgendwelche Durchreisevisa nicht erforderlich. Vermittlung der Karten erfolgt durch die Palästina- Zentralen der Agudas Jisroel in Frankfurt a. M., Wien und .Warschau, Der Palästina-Hafen wird in Haifa gebaut. Der Oberkohimissär von Palästina, Sir Herbert Samuel, empfing dieser Tage eine Abordnung der Städte T e 1 - A w i w und Jaffa, die von dem Bürgermeister von Tel-Awiw, Dizengoff, - und dem Präsidenten der Jaffaer Handelskammer geführt worden war. Die Abordnung drückte nochmals den Wunsch aus, dass die Regierung in Jaffa einen modernen Hafen erbaue, in welchem Falle die Stadtverwaltungen von Jaffa und! Tel-Awiw bereit wären, die Kosten für die Messungen und! Baggerungen zu tragen.! Sir Herbert Samuel erwiderte der Abordnung, die Regierung erwäge die Frage des Hafenbaues ganz unparteiisch und lasse sich nür von realen Rücksichten leiten.׳ Dei Anspruch Jaffas auf einen modernen Hafen gründet sich darauf, dass Jaffa ein weit grösserer Handelsumschlsgsplatz sei als Haifa. Demgegenüber besitzt Haifa zahlreiche ihm von der Natur verliehen e Eigenschaften, die ihm als Hafenplatz den Vorzug geben; vor allem eine geschützte Bucht. Es ist ferner zu berücksichtigen, dass Haifa eil. grosses Hinterland besitzt: Syrien, Transjordanien und Irak. Sobald die Oelfelder von Mos ul entwickelt sein werden, wird man die Oelröhren bis zum Mittelländischen Meer leiten, dann kann nur Haifa als Aüsgangshafen in Betracht kommen. Nicht zuletzt ist zu berücksichtigen, dass die Mineralquelle des Toteil Meeres etwa 100.000 Tons Mineral für die Ein-1 schifftmg liefern wird. Der Transport wird über das Jördantal mittels Eisenbahn geleitet werden und die Punkte Baisän-Häifa verbinden. Es wäre unpraktisch, setzte Sir Herbert Samuel fort, in einem so kleinen Lande wie Palästina zwei moderne Häfen in einem Abstand von nur fünf Meilen voneinander zu errichten. Der Sachverständige des Kölonialamtes, der berühmte Ingenieur Palmer, habe sich für den Bau des Hafens in Haifa ausgesprochen,1 der 1 M i Ilion Pfund kosten würde. Der Bau des Hafens in Jaffa würde freilich weniger 1als 1 Million kosten. Ein Hafen in Jaffa würde den^ Orangenexport viel nützen und auch den Jerus a 1 e m e r Handel fördern. Es bestehen aber Pläne, den Hafen von Haifa auch Jaffa und Jerusalem dienlich zd machen. Man wird die Linie Haifa—Aegypten teilen, so dass eine Linie Tel-Awiw und Jaffa berühren wird. Natürlieh muss erst die finanzielle Möglichkeit der Ausführung dieses Planes erwogen werden. Dann besteht das Proje kt der Schaffung eines Landungsplatzes äri-ekrtera Z e n!Fra 1 p u n kt zwischen Jaffa und T e 1־ A wi w. Sir Herbert Samuel schlug der Abordnung vor, eine Sachverständigenkommission eirtzüsetzen, die alle diese Projekte zu prüfen und zu verehriigen halben wird; 1Auch soll eine Kommission die F i n a n z i e r u ri g! dieser TJnternehmur^eit in den Kreis ihrer Erwägunlg ziehen. I MANISCHEWITZ מאנישעוויץ־מצות -HAZZOTH in Wien. מאנישעוויץ־מצות Zum ersten Mal wird die jüdische Bevölkerung Oesterreichs und der Nachbarländer Gelegenheit haben, sieb für die PESSACH-FEIERTAGE mit den weltberühmten amerikanischen Manischewitx- Mazzoth Mazzothgriess und Farvei die unter strengster rabb nischer Aufsicht erzeugt und von vielen Rabbinern sämtlicher Weltteile als streng כשר anerkannt werden, zu versehen. Wiederverkäufer, welche sich rechtzeitig mit diesen erstklassigen, in der Packung herrlich 000 adjustierten Mazzoth versehen wollen, wenden sich an die 000 HAUPTHIEDERLAGE: WIEN, II. BEZIRK, LEOPOLDSGASSE Nr. 43 ■ Telephon 46-1-90 en detail Brodetzky & C9, en cg ros Chronik der Woche■ \ Die Einwanderung in Palästina Im Jahre 1924. Wie einem vom britischen Kolonialamt am 24. Februar veröffentlichten Koninumiquec zu entnehmen ist, sind während des ganzen Jahres 1924 11.851 Juden (4573 Männer, 3836 Frauen, 3442 Kinder) in Palästina eingewandert. Während derselben Zeitperiode wanderten 2037 Juden aus Palästina wieder aus, so dass die Zunahme der jüdischen Bevölkerung 9814 betrifft. Die allpolnische Konferenz der Zionisten eröffnet. Am Sonntag den 1. März wurde in Warschau die erste Konferenz der Zionisten ganz Polens eröffnet. Die Konferenz bezweckt den Zusammenschluss der bisherigen vier Länderorganisationen Ostgalizien, Wcstgalizien, Kongresspolen und Wilna zu einer einheitlichen Organisation. 50 Zloty Strafe für den Besitz einer Nationalfonds- Büchse. Vor kurzem ordnete der Wojwode von Lublin an, dass alle Sammelbüchsen des Jüdischen Nationalfonds in der Wojwodschaft Lublin bei Strafe eingezogen werden. Die Zionistische Organisation in Ungarn nicht anerkannt. Der Unterrichtsminister Graf Klebelsberg erklärte, er sei nicht in der Lage, die Statuten der Zionistischen Organisation in Ungarn zu ratifizieren. Eine Anerkennung des Zionismus in Ungarn würde den extremen ungarischer; Nationalisten eine Handhabe bieten, gegen die Staatsbürgerrechte der Juden Sturrn zu laufen, unter dem Hinweis, dass die Juden eine besondere Nation seien. Der jüdische Einfluss in Sowjetrussfand. ״Daily Telegraph“ veröffentlicht. Auszüge aus dem Bericht der britisehen Gewerkschaftskornmission, die auf Grund eines Be- Schlusses des Generalrates der britischen Gewerkschaften Russland bereist hat, um sich aus eigener Anschauung über die Zustände zu unterrichten. Der Bericht nimmt Bezug auf die ausserhalb Russlands verbreitete Meinung, dass das Sowjetsystem eine jüdische Erfindung und dass der Einfluss der Juden in den Sowjetorganen ein überragender sei. Der Bericht stellt fest, dass das Sowjetregime weder seinem Geiste noch seinen Idealen nach jüdisch genannt werden könne. Auch ist der jüdische Einfluss in den Sowjet- Institutionen keineswegs bemerkbar; Tatsache ist lediglich, dass sich die in den Sowjet-Institutionen beschäftigten juden durch Intelligenz und Sachkenntnis auszeichnen und nützliche Staatsfunktionäre sind. Der Schochetim-Prozess in Minsk. Die Verhandlung gegen die drei Schächter Rappaport, Zaitschik und Swerzhanowsky, die beschuldigt werden, ein Komplott zur Ermordung des ״proletarischen Sehochets“ Droikin geschmiedet zu haben, wurde auf den 28. Februar festgesetzt. Die Durchführungsverordnung der Zwangssonntagsruhe in Litauen. Der Innenminister erliess eine Verordnung, dass die Arbeitsruhevorschriften für Handelsunternehmungen, Fabriken usw. auf solche Handwerker keine Giiltigkeit haben, die nicht an öffentlichen Plätzen arbeiten. Das heisst also, dass Handwerker, die in ihrer Privatwohnung bestellte Arbeiten ausführen, auch Sonntags arbeiten dürfen. a Rabbiner Dr. Jacob Nacht aus Braila ist zum Oberrabbiner der Gemeinde Radautz gewählt worden. Die lnstallierung hat mit Teilnahme der Behörde am 15. Februar stattgefunden. Der Rabbiner von Basel Dr. Cohn von seinem Amt zurückgetreten. Die Schweizerische Depeschenagentur verbreitet die folgende Meldung: ״Nach 40jähr!ger Amtstätigkeit ist der Rabbiner der jüdischen Gemeinde Basel, Doktor A. Cohn, in ־den Ruhestand getreten׳.“ ».» ».V-fcAJ&Hb» ■ <>«! »•.o.e'e.ela'CLe.te» *-.ij*» ■l•#.»■*,• ■ s.e.»a'a 1 * I •II ■ Ai' '• ■•V■'•• * Wiens eleganteste, vornehmste und tatsächlich leistuhgfäliigete streng rituelle Jüdische Konditorei KAR L NEU MANN, W IEN U., GtaecLlesrätv&sse 4־©Q©1 ffUkrt Aufträge für Hoohzetten, Sud6■ n,nd a&mit lohen Festllohke 11en, ebenso fein . ':1wte1 »•»oh nnd p*et■ wefirt dnroh. ■■■sblarci •v*׳• U nt ■•«•■*•••«*••■•• •■■•'• % »׳״״ A ״• ־• '• 1•־•ו• V I Grossrabbiner Isaak Bloch gestorben. Am 22. Fe- I bruar ist der Ehrengrossrabbiner von Nancy, Rabbi Isaak j Bloch, im Alter voh 77 Jahren verschieden. 1 Erscheinen der ״Moriah“. F r a n k f u r t. (A. J. P. B.) ]Die erste Nummer der Zeitschrift für den Aufbau von * Erez Jisroel im Geiste der Thora, ״Moriah“, ist erschienen. Sie ist hebräisch und deutsch geschrieben und enthält wertvolle Beiträge von Rabbiner Drf Klein-Berlin, Davies-! Trietsch, Dr. Moses Auerbach-Berlin, Dr. Isaak Breuer usw. Die Zeitschrift erscheint monatlich und ist zu beziehen durch die Buchhandlung, durch die Post sowie durch die Hcrtnon-Verlagsgesellschaft, Frankfurt a. M. Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel. Laut Beschluss der in Frankfurt stattgefupdenen Erez Jisroel-Konferenz fährt dieser Tage eine Delegation nach Erez ( Jisroel, welcher sich noch Interessenten anschliessen können. Diesbezügliche Auskünfte erteilen die Palästina-Zentralen der Agudas Jisroel. In Ausführung *der Beschlüsse der Palästina-Konferenz der Agudas Jisroel hat die Wirtschaftsdelcgytion der Palästina-Zentrale unter Leitung von Herrn Julius Hollander-Frankfurt a. M. die Reise nach Erez Jisroel diese Woche angetreten. An der Delegation be-< teiligen sich u. a. auch die Herren Nussbauni-Halberstadt und Heller-Niirnberg. Bolschewiken in Erez Jisroel. Amerikanische Zeitungen melden, dass bei den vor zwei Monaten in Afula (Erez Jisroel) stattgefundenen Zusarpmenstössen zwischen Juden und Arabern es kommunistische Chaluzim waren, die die Araber gegen die Juden aufgehetzt hatten, Revision des Plotzker Bluturteils. Im Monat April gelangt in Plotzk die Revision des Prozesses von Rabbiner) Schapiro, der im Jahre 1920 während der bolschewistischen Invasion zum Tode verurteilt und auch erschossen wurde, nochmals zur Verhandlung. Generalversammlung der Talmud Thora in Fiume. Am 15. Scliwat fand die von zahlreichen Mitgliedern bcsuchte Generalversammlung der Talmud Thora der ortliodoxen Vereinigung in Fiume, die einzige in Italien, statt. Aus dem Rechenschaftsberichte ist hervomiheben, dass seit der Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit, das sind fünf Monate, die Resultate sehr befriedigend sind lind Lire 8406 unter grossen Opfern aufgebracht wurden. Die Neuwahl hatte folgendes Ergebnis: Herr I. M. Lipschiitz, Ehrenpräses, Katz Gabai, L. Deitel, Kassiere, S. Rosenwasser und M. Berner, Beiräte. Das neue Budget sieht Ausgaben von Lire 12.000 vor, die gedeckt erscheinen. Die notwendige Erweiterung der Talmud Thora ist in dem Betrag noch nicht berücksichtigt. Keren Hathora in London. Londo 11. (A. J. P. B.) Das Keren Hathora-Komitee hat die Veranstaltung von Meetings in ganz England beschlossen. ist das neueröffnete כשר כשר Wien, II., Praterstrasse 49 Vorzügliche streng rituelle K ü e h e. Elegant eingerichtete Lokalitäten Besondere Abteilung für Cafä und Kpndftbrei sowie für Hochzeiten und Diners Bürgerliche Preise! Vornehmste Bedienungl feinste warme u. kalte Selohwareo u. Fleisoh ' ׳ nur aus der renoramiörten כשר Sdlch- Warenfabrik und Fleischbahk Separate Abteilung für Strassehvdrkatif Er 81 k I a8 8i ge G et r anke! Tefephon Nr. 45-1-60!alMMMMIMilHii.