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Jüdische Presse · 1925-02-27 · 9 (27.2.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
9 (27.2.1925)
Date
1925-02-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Seite 53 Nr. 9 ״gegeben/ istvor zwei Menschcnaltem nach Jerusalem gezogen \tmd hat dort das berühmte Diskinsche Waisenhaus, ' begründet.' Er galt i« Erez Jisrocl als erste Autorität und dank «elftem grossen Einfluss hat das von ihm gegründete 'Waisenhaus rasch eine grosse Bedeutung erlangt. Nach scinemVÄbleben wurde seiu Sohn zur Leitung des Waisenhauseshfosrufen. Rabhi jizdhok Jeru6hem Diskin 41at das Waisenhaus im Geiste;seines grossen Vaters geführt und trotz alter Fährnisse auf bedeutender!Höhe erhalten. Rabbi Jizchok. Jeruehem Dtskin ,!war ein intimer Freund von Rabbi kfcisef Sonuenfeld. lifcese Freundschaft hat in den Kämpfen der letzten Jahre, wo sie!beide an der Spitze der unabhängigen Ortliodojfie in Erez, Jisrocl standen, noch mehr .a)n Innigkeit gewonnen. Das Ableben von Rabbi J.;J. ßhskin!unterlässt eine;grosse : Lücke. ■ Dunaiska streda. שר וגדול גפל הוום כישראל vor - Schluss ödes Blattes erhalten wir ein Telegramm, dass der Oberrabbiner Weiiiberger ‘זצ״ל , ■in Dunaiska Streda (Szerdabely), verschieden äst. Einer?der grossen iTalmidc ״Chachomim geht mit ihm der jüdischen Welt vefJoren. Kundmachung! . Am אדר *? Dienstag den 3. v'März, halb 16 Uhr 5־abends \vird in unserem Beühaus f(Stbiffschul) von 1.Seiner ,Ehrwurdec Herrn Oberraibbiner S. Fürst ein ה&פד über ־die י im verflossenen Jahre verstorbenen .:גאונים abgdialten. m Der Vorstand ׳.Ser Adas Jisroei; \ Dreisäigjähriges Bestandsjiibiläum;des Bethaus-< 'Vereines ״*Mikdosch Meat“. Der in weiten Kreisen der •Wiener Gemeinde riihmlichst bekannte Msr. Dienstmänner- ׳verein sowie die1 ihm angegliederten Vereine ״Mikdosch •Meat“ urld ״.,Chesed schel Emes“, 2. .Bezirk, Franz "Hoch- .,edlingergassc 8, begingen dieser Tage das Jubiläum ihres ■dreissigjährigen Bestandes. Aus diesem .Anlass fand am? 22. ,Februar 1925 in der zur Ehre!des Tages festlich beleuchteten;;Synagoge des Veneines ״Mikdosch Meat“ -ein Festgottesdienst statt. Nach dem Abendgebet hielt;der werdienstvo.Ue «Obmann Herr Oskar;Ratlnn, der seine; ganze .Kraft in ,den Dienst des überaus segensreich wirken- ,<len Vereines •:gestellt hat, eine Absprache .und skizzierte in kurzen, ,.aber markigen Darlegungen den Werdegang des Vereines, der trotz der Not der Zeit seiner sich ge-, stellten •Aufgabe, der Betätigung der Menschenliebe und.!!der Wohltätigkeit stets treu geblieben -sei. Nach ihm; ergriff Herr Rabbiner Moses Horowitz [das Wort .zur, j eigentlichere ,Festrede. Seine Ausführungen, die die Auf-! gaben und Ziele *des Vereines in geistreicher Weise be-n leuchteten,;fanden .bei dem zahlreich erschienenen Publi- kum begeisterten :Anklang. In gehobener Stimmung wurde! hierauf nach Dankesworten des Obmannes, Herrn Rubin, an die Erschienenen, .die Jubiläumsfeier geschlossen. ••־:'. H־JWarpe;Lanefescla. .Am letzten Samstag, hielt,.Rabbiner Dawid F r i e.d.m a n n.־ aus Wiener-Neustadt im ,Bethause, ״Marpe Lanefesch“ ,eine mit grossem;Interesse aufge-, ,nommene Drascha. .Unter den Zuhörern hat . man die alten Freunde;des Bethäusvereins ״Marpe Lanefesch“ bei-; sammen gesehen. Es ist, zu bedauern, dass aus den , übrigen( Kreisen der Wiener Orthodoxie kaum einige Zuhörer,bei der geistvollen;Rede anwesend waren. Ein bedauerliches!;Zeichen der Zeit. Man hat «noch immer lieber Politik jtis. Mussaiy. Ph.-F. •Zu Maurus Jakais L00. Geburtstag. Die Bedeutung dieses hervorragenden Dichters und fruchtbarsten Schrjfietghers des modernere Ungarn, dieses glühenden Patriolen, zu würdigen,. überlassen wir berufenen Federn. Hier gei •bjoss eine Episode erwähnt, die sein Gerechtigkeitsgefübl und seine Stellung zum orthodoxen Judentum,' ,charakterisiert. Nach dem jüdischen Kongress im Jahre 3869, ,der die Orthodoxie vollkommen knebeln wollte, entbrannte ein furchtbarer Kampf unter den jüdischen! Parteien. Moritz Wahrman«, ein ,erstrangiger Politiker und. Finanzmann, der schon als Vizepräsident des Kongresses die Orthodoxen, speziell die würdigen alten Rabbiner in rohester Weise behandelt hatte, hielt im Paria: ment eine wütende Philipika gegen die Orthodoxen. Da erhob sich Jokai und apostrophierte seinen langjährig gen Freund und Kollegen mit folgenden Worten; ״Ich muss meiner besonderen Verwunderung Ausdruck geben> dass mein Freund Wahrmann in offener Parlaments- Sitzung . gegen Abwesende, die sich hier nicht verteidigen' können, in solch vehementer Weise loszieht. In merito; will ich bemerken, dass mich mit vielen Orthodoxen aufrichtige Freundschaft verbindet, weil ich unter , ihnen zahlreiche Elitemenschen gefunden.“ Baron Ullmann ist als Jude gestorben. Die anlässlieh des Ablebens des Baron Ullmann,' Repräsentant des Rothschild-Hauses in Ungarn, verbreiteten Nachrichten, wonach Baron Ullmann aus der jüdischen Gemeinschaft ausgetreten sei, entsprechen in keiner Weise den Tat- Sachen. Amtseinführung des Oberrabbiners Rabbi Josef Kornitzer in Krakau. Donnerstag, den 25. Schevat fand die feierliche Amtseinführung des Oberrabbiners Rabbi Kornitzer in einer ausserordentlichen Vorstandssitzung derf Krakauer Kultusgeraeinde statt, zu welcher nebst den Mitgliedern des Vorstandes auch .einige hundert der angesehensten Bürger der Stadt, wie auch der VizepräsL dent der Stadt Krakau Ing. Sarö und der Präsident der Handelskammer Herr Epstein eingeladen wurden. Im festlieh geschmückten Saale der Kultusgerneinde erschien Herr Oberrabbiner Kornitzer in Begleitung der ältesten Vor- Steher. Oberrabbiner Kornitzer war in der historischen feierlichen Tracht der Krakauer Überrabbiner erschienen. Der Präsident der Kultusgerneinde Dr. Landau begrüsste JÜDISCHE PRESSE im Namen des Kultusvorstandes mit warmen Worten den neuen Oberrabbiner und gab der Erwartung Ausdruck, dass die geistige Arbeit des neuen Oberrabbiners auch die Tätigkeit des yorstandes wohltätig beeinflussen wird. Atp Schlüsse der Rede erklärte der Präsident den Raw als in$ Amt eingeführt und verlas, vom Präsidentenstuhl auf deli Raw zugebend, feierlich den Wortlaut der Erklärung, in welcher der Oberrabbiner verspreche, alle Pflichten, welche dem Oberrabbiner ■ obliegen, auf sich zu nehmen und das Amt sorgfältig zu führen, worauf der Raw das Gehörte mit Handschlag und. mit den Worten ״Ich verspreche“ bestätigte. Dann; ergriff der Raw das Wort, Zuerst dankte er in polnischer Sprache für das Ihm übergebene Amt und gab dann In jüdischer Sprache in ' bewegten Worten seinen Gefühlen Ausdruck, die ihn erfüllen, indem er den Rabbinersitz cinnimmt, an welchem so bedeutende Männer des jüdischen •Volkes sassen. Er wird dafür Sorge tragen, dass in dieser altberühmten jüdischen Gemeinde nicht nur die Jugend, sondern die ganze Judenheit Gelegenheit Bekomme, Thora zu lernen. Was die Jugend betrifft, so soll nicht nur die männliche, sondern auch die weibliche Jugend Gelegenheit bekommen, jüdisch m lernen und somit .auch jüdisch zu leben. Die jüdischen Töchter dürfen . nicht mehr vernachlässigt werden, wie es leider bis jetzt der Fall war. Es müssen die Dämme weichen, welche sich zwischen Vater und Tochter, Mann und Frau, Bruder und Schwester infolge einer schweren Unterlassungssünde aufgetürmt haben. Nachdem noch der neue Oberrabbiner sein Programm über Aboda und Gemiilus chasodim in tiefsinniegn Worten ent- *wickelt hat, fordert er alle Gemeindemitglieder auf, ihm bei der Verwirklichung seiner Aufgabe behilflich zu sein, denn nur in gemeinsamer Arbeit kann das grosse heilige Werk gelingen. Die feierliche: Sitzung hat einen würdigen Verlauf gehabt und machte auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck. Als der Raw das Gemeindegebäude ver- Hess, empfing ihn auf der Strasse eine grosse Menge, die ihn durch die festlich geschmückte Strasse nach Hause begleitete. Tags darauf verkündeten vom Präsidenten der ד . .;־ ' AGUDAS JISROEL JUGENDGRUPPE WIEN, II., FLOSSGASSE 1 ' EINLADUNG zu der ,אר״ך am Montag, den 9. März (14. Adar), präz. 8 Uhr abends, im Festsäale des Hotels ״Bayrischer Hof“, II., Taborstrass'e 39, stattfindenden Purim - Veranstaltung Bei Zuspätkommen Einlass nur in den Zwischenpausen Restliche Karten!;sind im. Lokale der Jugendgruppe, II., Flossgasse 1 zu haben *J-J ik! >!•:(; •',i'i'«־fW Um!מ•;׳?.׳ כשר ist das neueröffnete Selchwaren-־ ' כשר Wien, II., Praterstrasse 49 Kultusgemeinde Unterzeichnete Plakate in allen Stfakscn. dass Rabbiner Josef Nechemia Kornitzer das Amt des ÖberrabBlmhrs von Krak'ati am 19. Dss. ׳ übernommen Kät' Ähtässlith' 1 def" Amtseinführung des neuen Oberrabbiners erschien ‘ auch eine Festzfeitung mit dem Namen ,/Der Käbulas Punim", die den feierlichen Einzug wie die Reden und Biographie des neuen Oberrabbiners in geschmadkvoller Weise schilderte. Rabbirierwahl in CzernolRze. Herr Rabbiner Jakob L a b i n (Drohobycz), ein Enkel des bekannten Gaon Oberrabbiner Chäim Jizchok Jeruchim aus Altstadt, wurde von der! jüdischen Gemeinde in Czernolitze (Ostgälizien) zum Rabbiner gewählt. Es ist zu erwarten, dass mit der Wirksamkeit des neuen Rabbiners das religiöse Leben der Gemeinde neue Impulse erfahren wird, umsomehr, als der Neugewählte ein eifriger Mitarbeiter und Vorkämpfer der Aguda ist. ״ . Der Piotrkower Raw in ZIoczow. Z 1 o c z o w. (A. J. P. B.) Der Piotrkower Raw, Oberrabbiner Sejmdeputierter S^hapira, besuchte diese Woche unsere Stadt, um für die grosse Lubliner Jeschiwah zu werben. Der Einzug in die Stadt glich einem wahren Triumphzuge. Er wurde bereits am Bahnhof von vielen hunderten Juden begrüsst. die ihn in die schön dekorierte Stadt begleiteten; Samstag sprach der Piotrkower Raw in der grossen Schul. Den zweiten Vortrag hielt er in einem gewesenen Kinosaal., der dank des Herrn Scliaul Roller nunmehr nur zu r'eiigiösen Vorträgen und Veranstaltungen verwendet wird. Nebst dem grossen moralischen Erfolge hatte der Piotrkower Raw trotz der schweren Wirtschaftskrise auch grossen materiellen Erfolg. Eine Czenstochauer Agudakolonie in Erez Jisroei. C z e n s t o c 11 a 11. (A. J. P. B.) Die hiesige Aguda hat unter dem Namen ״Giwatli Pinchos“ mit einem Kapital: von 20.000 Pfund eine Gesellschaft gegründet, die fiir ihre Mitglieder (230 Familien) eine Kolonie gründen wircL. Eine Delegation hat sich bereits nach Ercz Jisroei begeben, um gemeinsam mit der Wirtschaftsdelegation der Palästina-Weltzentrale an Ort und Stelle die Pläne zu verwirklichen. Die Wahrheit über die Chadorim in Polen. W a rschau. (A. J. P. B.) Die agudistischen Parlamentarier Oberrabbiner Lewin, Ascher M e n d e 1 s o 11 n und Leib Minzberg haben den Vizepremierminister Tugutli besucht, um über allgemeine jüdische Fragen, speziell aber über die Lage der Chadorim und Kehiloth zu konferieren. Die genannten Herren wurden bevollmächtigt, zu erklären, dass die von Dr. Wigotzki in mehreren Zeitungen wiedergegebenen, Minister Tugutli in den Mund gelegten Aeusserutigen gegen die Chadorim in keiner Weise Minister Tuguths Anschauungen' entsprechen. Keren Hathora-Propaganda in Polen. W a r s c.h a 11. (A. J. P. B.) Sejmdeputierter Oberrabbiner- Schapirav hat mit S. Friedmann und Fischei' Fromm Siedlce Und Lukow besücht und in mehreren Volksversammlungen für den Organisationsfönds und Keren Hathorä gesprochen. < fn Kalisch referierten die Herren Rabbiner Moses Lau,’ Sejmdeputierter Sirkes und Henoeh Sienkowicz in zwei Massenmectings. Der Erfolg war glänzend. Aehnliche Versammlungeh fanden in Wlöszozwe, Strzezian und Mlawo statt, wohin die Herren. Sierawski, Mendl Moses und Rabbiner Jehuda Abalich delegiert wurden. Diese .Propagandaarbeit wird in den grösseren Städten fortgesetzt. Vor züg 11 ehe.atreng rituelle Küche. Elegant eingerichtete Lokalitäten Besondere Abteilung für.CaW! und Konditorei sowie für Hochzeiten und Diners Bürgerliche Preise! , Vornehmste Bedienung! Feinste warme n. kalte! Selohwaren u Fleiioh Our aus der renommierten כשף Selchwarenfabrik und Fleischbank GABRIEL FISCHER Separate Abteilung für Strassenverkauf Erstklassige Getränke! Telephon iMr. 45-1-60 Der Anschluss der ostgalizischen Landesörganisatian der Aguda an die Warschauer?Zentrale.’Warschau. (A. J. P. B.) Die Herren ■ Sejmdeputierten Obörrabbirier L e w i 11, Josef S c 11 ö n b 1 u m-Lemberg und Josef L a u- Kolomea wurden in die Exekutive kooptiert. Ferner würden noch 15 Vertreter Ostgaliziens in die ׳ Landeszentrale kooptiert. Für die bevorstehenden Osterfeiertage. Hiemit bezeugt das endesgefertigie Bezirksrabbinat, dass das( Kokos: fett ״Kunerol“ mit Ostersiegel unter strenger Aufsicht; erzeugt wird und daher von jedem strenggläubigen Juden mit ruhigem Gewissen in den Osterfeiertagen verwendet werden kann.! Mattersdorf, 1. Adar 5685. S. •B. Ehrenfeld, Sohn des Rabbiners Samuel Ehrenfeld, Verfasser de? Werkes Chok Söfer und Enkel des Chsam Sofer. > Die weltberHee airibattD MANISCHEWITZ-MAZZOTH in Wen. מאכישעוויץ־מצות ־׳ מאנישעוויין־מצות , .. - ■ j * iw Zum ersten Mal wird die; jüdische Bevölkerung Oesterreichs und der Nachbarländer Gelegenheit haben, sich für die P E S S AC H-FE I E RTAGE mit den weltberühmten amerikanischen Manischewitz-Mazzoth azzothgriess und FarVel die unter strengster rabbfnlscher Aufsicht erzeugt und von vielen Rabbinern sämtlicher Weltteile als streng כשף anerkannt werden, zu versehen. Wiederverkäufer, welche sich rechtzeitig mit diesen erstklassigen, in der Packung herrlich 000 adjustierten Mazzoth versehen wollen, wenden sich an die 000 hauptniederlage: Da.AaJAis.b1f O WIEN, II. BEZIRK, LEOPOLDSGASSE Nr. 43 BffOQGlZKjF ® V■ ■ Telephon 46-1-90 engros en detail

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