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Jüdische Presse · 1925-02-13 · 7 (13.2.1925) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
7 (13.2.1925)
Date
1925-02-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE. Nr. 7 Seit^-40^ Iti Palästina und im Galuth wii.tet ejne Epidemie der Bodenspekulation . mit palästinensischen Grundstücken. Niemand kümmert sich Um das Ende, wenn er nur in der ׳Zwischenzeit hohe (jewinne einstreichen kann. Der städtische Böden und damit die Wohnungsmieten werden so masslos verteuert, dass keine normale Wirtschaft die Belastung äushaiten kann, aber auch der Preis des lärtdliehen Bodens wird durch Kettenhandel so hinaufgetrieben, dass eine halbwegs rentable Kolonisation ausgeschlossen ist und derjenige, der als letzter den Böden erwirbt tihd nicht mehr Weiterverkäufen kann, notwendig, der Betrogene sein muss. Aber, nicht das persönliche Schicksal dieses letzten Gliedes der Kette ist für uns wichtig, sondern das Schicksal unserer Kolonisation, die dadurch fast unmöglich gemacht wird. In Polen existieren heute eine unabsehbare Menge von unkontrollierbaren Palästina- Gesellschaften aller Art und die jüdischen Massen lassen sich verleiten, ihr Geld, oft ihren letzten Groschen, diesen Gesellschaften anzuvertrauen. Eine leichtsinnige und manchmal sogar betrügerische Propaganda erweckt in den Leuten Hoffnungen, die unerfüllbar sind. .Da tauchen' zum Beispiel immer wieder Projekte auf, die versprechen,־ dass man mit einem, geringen Betrage, etwa mit 200 Pfund,: für eine fünfköpfige Familie eine landwirtschaftliche Existenz gründen kann. In Polen soll — nach Zeitlin ׳sogar von 200 Dollar die Rede. sein. Dadurch wird ein .Taumel erweckt, der für den Augenblick die Palästina-Bewegung* aufbläht, dem aber der Katzenjammer folgen muss. Das! Endresultat wird, nicht, nur für die Beteiligten, sondern' für die ganze Bewegung katastrophale Wirkung haben, wenn nicht; rechtzeitig aufklärend und regulierend einge*^ griffen wird.“ 'Wir •hoffen sicher, dass die Schilderung .׳der Verhältnisse in•!bezug auf ■Polen übertrieben :ist. Die Ag'Udas Jisroel!ist ׳jedenfalls jetzt in .einem ־erfolgreichen Versuch begriffen,!die alle iDämime :überschreitende . Palästina-1Begeisteru!ng . in geordnete, •wirtschaftlich ׳gebahnte Geleise zu lenken. lEs ist in der Tat dort, wo z. 'B.!das Vermögen ■der .,Aermsten •auf dem Spiele ׳steht, äirsserste Nüchternheit dJer verantwortlichen!Führer am!Platze.' Gerade, wenn man Palästina!ernstlich liebt, muss •man sich ängstlich da- •vor hüten, dass!an diesem heiligen ׳Bodeii nicht ׳d!er Ruim irgend eines ׳Menschen haftet. ׳!Wehe den Gewissenlose'n, die den!Begeisterten schlechte!Berater •sind, aus •welchem Grunde auch immer.!Welcher ׳Mut a!ber daiziu ׳gehört, ־gegen ׳den Strom zu ׳schwimmen, das ׳wissen ׳nur diejenigen,!die eben!diesen Mut ׳äuifgebracht haben -und deshalb sich :als!Palästina-Feinde!und Verräter des!jüdischen Volkes stigmatisieren Gebe höfL bekannt dass ich meinen streng; 8 כשרeI0hwäfenverS6hief8ä und die Auskooherei ab 15. d. M. durch zwei 8öhöne Speisesäle verßrSssert habe und bemüht sein werde, meine p. t. Gäste auch weiterhin in jeder Hinsicht zufriedenzustellen. Um zahlreichen Zuspruch bittet T Josefine Welsz Wien, XV., Marlahllferstrasse 169 (Eingang Talgasse 11) :v3 Minuten vom ■Westbahnhofe. -••--—• :%t ' ■י--- - ־ ' ־ •< ־ -- / - Die Landeskonferenz der Agtida in Ostgalizien. Sonntag, den 14. Schwath wurde die Ländekonferenz der ostgalizischen Organisation der Aguda eröffnet. Der Eröffnung ging ein Massenmeeting voran, an welchem Tausende von orthodoxen Juden teilnahmen. Das Meeting wurde vom Vorsitzenden der Landesorganisätion, Sejmdeputat Oberrabbiner Ar%p L e w i n- Sambor, eröffnet, der über die ,ideelle Bedeutung der Aguda, über die Arbeit seit der Kenessio sprach. Sejmdeputat Stempel, Krakau, referierte über die politisehe Lage der Juden in Polen, Herr Dr. Leo Deutschländer, Wien, sprach über Keren .Hathora im allgemeinen über das brennende Problem ,der Mädchenerziehung im besonderen. Rabbi Tobis H o r o w i t z berichtete über die Erez Jisroel-Arbeit der Aguda. Nach Erstattung der Referate nahm das Massenmeeting eine Resolution an, welche in einem Treuegelöbnis für die Aguda gipfelte. In einer besonderen!Resolution wurde dem orthodoxen Sejmklub das Vertäuen votiert. Die sachlichen Beratungen der Konferenz, an welcher über hundert Delegierte teilnahnien, wurden 4 Uhr nachmittags! eröffnet. Den Vorsitz führte Oberrabbiner Aron Lewin, Sambor. Das Lemberger Rabbinat war durch Oberr a b b i n e r L. Braude, das Wiener Zentralbureau durch Rabbiner Tobias Horöwitz und Dr. Leo Deutsch- 1 ä n d e r, die Warschauer Zentrale der Aguda durch Senator M e n d e 1 s o h n und Senator Deutscher, der orthodoxe Sejmklub durch Deputat Stempel vertreten, die' den Gruss der durch sie •vertretenen Körperschaften in mit brausendem Beifall aüfgenommenen Begrüssungsansprachen überbrachten. Ganz besonders begeisterte die Ansprache des Herrn Oberrabbiner Braude. .Tiefen Eindruck auf die Versammlung machte auch die Rede des Senator Mendelsohn, welche in Genesungswünschen für den kranken Deputierten Elia Kirschbraun ausklang. Herr Meir Wander erstätete den Geschäftsbericht der Lemberger Zentrale. Die lierren H a 1 p e r n und Winkler berichteten über die* Arbeit!der Zeirim. Herif Dr. D e u t s c h 1 ä n d e r. referierte über den K e r e n Halassen!mussten. :־ Wo erhält man den wirklich naturgetreuen Dem bekannten Spezialisten künstlicher Haararbeiten für orthodoxe Frauen, Franz B a 11 a, ist eB nach jahrzehntelangen Bemühungen endlich gelungen Scheitel herzusteilen, die dem eigenen Haare mit verblüffendster Täuschung nachgeahmt sind. Nach einem» Besuche in dem Atelier des Herrn Balla wird sich jede orth. Braut leichten und freudigen Herzens entschliessen, das eigene Haar abschneiden; zu lassen und einen Scheitel zu tragen. Die Damen werden zum Besuche des nachstehenden Ateliers höfliebst eingeladen, woselbst Modelle kostenlos ausprobiert werden. Franz Balla, Wien, IV«, Gusshausstrasse 26 Telephon 58-912־ KAFFEE- ZUSATZ PESSACH laut Attest Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners Simon Schreiber aus Erlau verlässlich כשר auch : heuer wieder in garantiert reiner und ausgiebiger Qualität zu haben bei Heinrich Franck Sö&we in ICosice Diese Fabrik steht unter Oberaufsicht d. Herrn Oberrabbiners Simon Schreiber und unter ständiger Kontrolle eines von Sr. Ebrwürdeu ernannten iiommen jüdisehen Aufsehers, so dass ihre sämtlichen Erzeugnisse verlässlich koscher sind und also von jedem Glaubensgenossen ruhig! das ganze Jahr hindurch gebraucht werden können. Beachten Sie beim Einkauf ja recht genau die Schutzmarke: KAFFEEMÜHLE und Unterschrift: Heinrich FR AN CK Söhne wenn Sie die verlässlich aechle Qualität bekommen wollen! ׳'• tjio r ä;" Herr Stein e TV1 'PfzemysI; hielt ein Korreferat' über dasselbe’ Thema: 'Üöbe’r^^Ve z:^ j i s r ö!erl referierte ’ der Leiter der Palästinazfentrale für Ostgalizien, Doktor! Benzion Fessler. Nach dem Referat des Herrn Rabbiners Tobias Horowitz überr die Tätigkeit der politischer! Leitung und der Wiener '׳ Zentrale begann die Generaldebatte. Als erster Redner trat (Herr Rabbiner Moses Blech aus Wien auf. Er erklärte sich zu sofortiger) Werbearbeit ini Lande bereit, denn die praktische Arbeit, sei heute wichtiger als alle Reden. — Der Rabbiner1, von Skalad fordert die Einsetzung eines grossen Aktionkomitees für Keren Hathorä Hach dem Muster von Wilna. Während dieser Rede erschien Sejmdeputat Oberrabbiner Schapira, Piotrkow, von den Delegierten enthusiastisch begrüsst. Er hielt ein grosses Referat über die Bedeutung der Lubliner Jeschiw'ah. Die Diskussion nach diesen Referaten dauerte det^ ganzen Nachmittag und Montag-Abend. Sie umfasste sowohl das politische wie das Chinuch-Gebiet. Der Wille, die begonnene wirtschaftliche Arbeit der Aguda in Erea Jisroel energisch' fortzusetzen, hat alle Diskussionsredner erfüllt. Besonders leidenschaftliche Debatten hat der Plan־ der organisatorischen Umgestaltung der Ostgalizischen Landesorganisation hervorgerufen. Es hat sich nämlich als notwendig erwiesen, der Aguda in Polen eine einheitliche zentrale Leitung zu geben. Es wurde nach hef-< tigen Wechselreden mit Majorität beschlossen, sich der• Warschauer Landeszentrale zu unterstellen. Ostgalizien entsendet in die Warschauer Zentrale 3 Vertreter und in! den Zentralrat 15 Vertreter. — Spät abends wurde diese!1 historische Landeskonferenz unter stürmischer Sympathiekundgebung und Absingung von religiösen Liedern geschlossen. Die Konferenz bot ein anschauliches Bild über das frisch-pulsierende Leben auf den einzelnen Gebieten der! Agudatätigkeit. O s t g a 1 i z i e n, wo die Agudaidee bereits nach der ersten Kattowitzer Konferenz1 feste organisatorische Formen annahm, hat unter den Kriegs- und Nachkriegsereignissen besonders stark gelitten. Diese Leiden haben selbstverständlich!auch die Agudatätigkeit ungünstig beeinflusst. Auf Grund des Eindruckes, den diese Konferenz hervorgerufen hat, ist nun' zu hoffen, dass nun diese Periode der Schwäche endgültig1 vorbei ist. Die ostgalizische Landesorganisation der Aguda wird vereint mit der Landeszentrale in Warschau die ungeheure Fülle von Kräften, welche das orthodoxe Judentum in Polen in sich birgt, sowohl für Keren Hathora,* wie für Erez Jisroel zum segensreichen Gedeihen bringen. Heu eröffnetI Neu eröffnet! Sgegmund Steuers כשר Selchwaren- und Delikatessengeschäft gSgT■ Wien, 1. Bezirk, Adlergasse 8 “itg Die Selchwaren werden aus den Fabriken bezogen, die unter Aufsicht der Adas Jisroel (Schlff-Schul) stehen. ADAS JISROEL (Schliischul), Wien, II., Grosse Scfeffgasse 8 . Kanzlei: H., Grosse. Schjffgässe 1־ Die Adas Jiisroel bringt ihren iMiitsliederai;und F׳reu’.1den zur. ׳Kenntnis!, ׳dass sie ■h׳eu׳er nur eiine b e s c h r ä n k t e Menge Mazzoth erzeugen ׳lässt. Diejenigen, die Wert ׳darauf ׳legen, unsere Mazzoth z׳u beziehen, •werden •daher in!ihrem eigenen Interesse gebeten, ihre!Bestellung!umso gewisser bis .20. d. M. an die Kanzlei der ׳Adas Jiisroel bekatiiTtzugeben, da 1für später ein langende Bestellungen eine G e w ä!11 r ׳f ii r d e r e n A 11׳ s ׳f ii 11 r u 11׳ g nie!111 ii b e rnoinmen werden kann. Bei der Bestellung ist für jedes Kilogramm eine Anzahlung von K 5000 zu ׳leisten. Zusammenfassung achtundvierzig Warschauer orthodoxer Gruppen durch die Erez Jisroel-Zentrale der Aguda. Warschau. (A. J. P. B.) Sonntag den 14. Schwat — 8. Februar — vollzog sich die ׳langersehnte Zusammfassung aller Warschauer orthodoxen Verbände, die in Erez Jisroel sich wirtschaftlich betätigen wollen. In dem letzten Jahre haben sich diese Verbände massenhaft vermehrt, so dass sowohl eine störende Verwirrung in dem Lande wie eine ungesunde Konkurrenz beim Bodenkauf in Erez Jisroel selbst, zu befürchten war. Da diese Verbände zumeist unter dem Eindruck der Reise vom Gerer Rebbe sich gebildet haben, standen sie der Aguda nahe, ohne mit ihr organisatorisch verknüpft gewesen zu sein. Da., nun in den letzten Monaten die Aguda selbst eine energische wirtschaftliche Tätigkeit in Erez Jisroel entfaltet, haben diese kleineren Gruppen Anlehnung an die Aguda gesucht. Sonntag vollzog sich nun das bedeutungsvolle Ereignis der Vereinigung dieser zahlreichen Verbände unter der Palästinazentrale der Agudas Jisroel. Bei der Versammlung referierte Herr I. M. Lewin über die Notwendgikeit der Vereinigung und über die Prinzipien, die bei der vereinigten Arbeit massgebend sein werden. Er beschäftigte sich ferner mit den Aufgaben der Konferenz der Palästinazentralen, die noch in diesem Monate in Frankfurt stattfindet, ferner mit dem Zweck der Wirtschafts־ delegation, die nach der Konferenz, unter der Führung von Herrn Julius Holländer, nach Erez Jisroel fahren wird. Er referierte ferner über die Aussprache, die der-.Geriir».Kebb.u.uüt^em.J^M0.i.10?y.1;f,Rgbl>i . hat’. Der Gerer, Rebbe betonte, dass er bei aller An- ׳ erkennung der Verdienste des Jablonower'1 für Erez Jisroel unter k. e inen Umständen s e fri Zusammenge 11 e n mi־täre 1 i;giös enZi0nis ten gutheisse 11 könne. Aus solchen Allianzen entsteht mehr Schaden als Nutzen. Auf Grund der Ausführungen von Herrn I. M. Lewin haben .alle Vertreter der verschiedenen Verbände, selbst jene, die bereits eine Verbindung mit nichtörthodoxen Gruppen eingegarigen sind, ihren Anschluss an die neugegründete Verbindung, unter Führung der Aguda bes9hlossen. Die Verbandsleitung hat unter Führung einer Exekutive ihre Arbeit sofort begonnen. Delegierte des Verbandes werden sowohl an der Palästinakonferenz in Frankfurt wie an der Delegation nach Erez Jisroel teilnehmen. Amtseinführung des neuen Krakauer Oberrabbiners;, J<rakau, dessen -Rabbinatssitz seit 22 Jahren verwaist war, hat durch die WahL des Herrn Rabbiners J. N. K o r-׳ n i t z e r, eines Enkels von Rabbi Simon Sofer, endlich einen würdigen Oberrabbiner gefunden. Rabbi J. N. Kornitzer war bisher Ravv in VelkLSveljus. Als Sohn des berühmten Rosch-Beth-din in Krakau, R. Akiba Kornitzer Herrengarderoben nacb Mass Weldler & Fürst, Wien, II., Hollandstrasse 16 Lager feinster orig. engl. Stoffe. Anfertigung auch in 24 Stunden. Eine Sehenswürdigkeit Wiens ist das neueröffnete Selchwaren-Restaurant כשר כשר Wien, Bl., Pratersfrasse 49 V 0 rzüg liehe streng rituelle Küche. Elegant eingerichtete Lokalitäten. Bürgerlicher reise! Vornehmste Bedienung! Feinste warme n. kalte Selohwaren u. Fleisoh nur aus der renommierten כשף Selch- Warenfabrik und Fleischbank Gabriel Fis Separate Abteilung für Strassenverkauf. 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