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Jüdische Presse · 1925-02-13 · 7 (13.2.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
7 (13.2.1925)
Date
1925-02-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 7 JÜDISCHE PRESSE. Seite 4 t sei. And. hat er seine Jugend in .Krakau verbracht» wo .di« Familie stell einer‘• «rossen BeMebtheM erfreute. Sediie Wahl' zum Krakauer Oberrabbiner erfolgte schon vor einigen Jahren, die Schwierigkeiten einer Uebersiedlung nach Krakau konnten aber erst jetzt beseitigt werden. Der . Ein(־ zug des neuen Oberrabbiners fand am Donnerstag den il. Schevvath statt. Die Einführungsfeierlichkeiten waren׳ grandios. Vorsteher und Qemeinderäte fuhren dem Raw bis zur Landesgrenze entgegen. Am Bahnhofe erwartete ihn eine vieltausendköpfige Menge. Ein grosses Polizei•״ Aufgebot •sorgte für Ordnung. Die ■ganze Stadt, besonders das J-udenviertel, ■war fes״tiio!r!ilunliniiert und geschmückt. Fast die gesamte Judenschaft der Stadt bildete Spalie^ in den Strassen, welche der Zug passierte. Die Fenster der jüdischen Häuser waren mit Porauchos, Teppichen und Silberschmuck belegt. In der grossen alten Schuf fand die erste Begriissung durch den Gemeindepräsiden־ ten Dr. L a n cl a u■ statt. Tiefbewegt dankte der neue Raw für den überwäiltligenden!Empfang. Er versprach, sein •neues 11 eiliges .!Amt ■im Sinne seines Grossvaters, Rabbi Simon Sofers, und seines Vaters zu verwalten. Am Schabbos begriisste man den ׳neuen 1Raw in seiner Be־ : hausung. Schabbos nachmittags hielt Oberrabbiner Korvnitzer in der alten Schul seine Antritts'-Droscho, die voü der unabsehbaren Menge in Andacht gehört wurde, und ersichtlich den tiefsten 1Eindruck hervorrief. Nach Sabbat־ ausgang wurde Oberrabbiner Kornitzer durch die festlich illuminierten Strassen des Judenviertels von etwa zehn'H tausend begeisterten Menschen in ־ seine Behausung geV leitet. Man erwartet von der Wirksamkeit Oberrabbinerg Kornitzer, der als Leiter der Expositur der orthodoxen Landeskanzlei in Pod-Karpathoruss ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Klall Jisroel gezeigt hat, ein neues׳ •Aufblühen des religiösen Lebens .nicht nur ׳in!Krakau selbst, sondern 1in ganz Ga;!!iz!ien. Die Wiederbelebung einer alten jüdischen Kehilah. — Ein grosses Werk des Keren Hathora• W 1i e n. (A. J. P. B.) Der (Keren IHathora ,hat beschlossen, zur Wiederbelebung des jüdischen •Geistes in der .alten, seither ganz zugrundegegangenen Kehiloh Schlaining im Südburgenland (Oesterreich) ׳eine Jeschilwoh samt 'Internat zu errichten. Dank4 grosser Zuwendungen■ des dortigen •Grossgrundbesitzers Ferdinand Heinrich und •ciiines ungenannt sein wollenden Wohltäters!ist ׳das!Projekt •der Verwirklichung ganz ,nahe. Als Rösch Jesahiiiwöh .wurde' der titanische Gaoai ‘Rabbi Simon Sohkop •gewonnen, ׳der zehn■ seiner besten 1Schüler mitnimmt. ׳> Spendenausweis. Auf Grund des in Nummer t für die Hinterbliebenen des Schächters Schwarz, Surovce, gingen bei der ״Jüdischen Presse“ folgende Spenden ein: Durch Öberrabb. Hirschler: Aus Bratislava S. Adler 40; L. Kästner 20; B. M. 5; zusammen tsch.׳ K 65. — Ferner , כשר של פסח sawmwKE von aller feinster Qualität und billig, weil hergestellt aus Rohmaterialien, die aus dem eigenen landwirtschaftlichen Betriebe der Firma hervorgehen. Nicht die Reklame, sondern die vorzügliche יי* ויQualität der Ware ist maßgebend. Ein Versuch genügt, um sich von der unübertrefflichen Qualität unseres Fabrikates zu überzeugen. Achten Sie auf unsere Schutzmarke: KAFFEESACK, Hergestellt pprj כשף של unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Josef Abeies, Oberrabbiner der orth. isr. Kultusgemeinde in Velk6 Sarluny (Nagy Sallö). נעשה תחת השגחת הרב הגאון מוהרר יוסף אבעלעס אב״ד בק״ק וועלקע שארלוה׳ יע״א. ־• כשר בלי שום חשש ופקפוק כלל אפילו למהדרין מן המהדרין. ln allen einschlägigen Geschäften erhältlich. 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Ontl, Bratislava Republikplatz 26 Telephon 2566 Manlcure / Massage sind bei Herrn Oberrabbiner Eckstein von Sered ein^ gelaufen: Ohrensteinische, Güterdir’ektion 250, ChevVra Kar 1 discha 100; Friedrich Rotn 100; Zuckerfabrik 100; Frauenverein 50; Tennenbaum 50; Politzer 50; Frau Zs. GrüiH feld, Miksa Kövös, Wwe. F. Paul, Oszkar Klug, Geza Friedländer, Alfred Friedländer, Ferdinand Braun, Ignaz; Müller, Emanuel Künstler, Leopold Grosz, Dr. Havas Josef, David Guttmann, Max Kaiisch, Sandor Guttmann, Oszkar Frommer, Karoly Reichmann, Adolf Weisz, Edm. Schulhof,׳ N. N., Samu Guttmann, David Salzer je 20; Brüder Paskusz, Ignaz Weisz, Sala 11. V. je 25; Emil Salzer 15; Bernat Wohlgemut, Salomon Ehrenfeld, •A. Quittner, Wwe. M. Ehrenfeld, Wilhelm Breuer, Michael Glück, Lajos Klug, Sandor Sonnenfeld, Ignaz Klein, Kalman Schwarz, Siegfried Winkler, Max Steiner, Daniel Rakovsky, Salomon . Müller, Nathan Beck, Leopold, Beihilf, A. Pretzelmayer, N. Wollner, Manheim, Simon Weinberger, Simon Seidler, Ignaz Delikat, Josef Reisz, Heinrich Schwarz, K. Licht־ ner, Josef Weisz, Wilhelm Schwarz, Viktor Müller, Karl Müller, Turat Jonas, Gerson Stadtier je 10; Salomon׳ Salamon, L. Friedenstein, Adolf Klug, Herro Grosz, Ilka Reisz, Emil Sönnenfeld, Max Läufer, Samu Grünzweig, Dezsö Müller, Philipp Grosz, Mor. Weinberger, David Klug, Hugo Reisz, Dr. Kaplon, Hermann Hecht, Neumann B-, Josef Rusz, Armin Guttmann je 5; Frau B. Kess-1 ler, Sobotiste, 6; zusammen tsch. K 1396. Die Organisierung der Keren Hathora-Arbeit in Oesterreich. Samstag ׳den 1*5. Süliewath ׳fand!iim Saale •der Jugendgruppe eine zahlreich beschickte ‘Versammlung de? Keren Hathora-Vertrauensmänner statt, die zum Zwecke der Organisierung der Keren HathoraJArbeit in Oester-( reich einberufen wurde. Das Landesdirektorium des Keren Hathora für Oesterreich hat nämlich die praktische Durchfiilmmg der iKcr-en Hat!10rn-<Arbe׳it der Jugend.grtippe anvertraut. Um diese überaus wichtige .Arbeit durchführen; zu können, hat die Jugendgruppe Vertrauensmänner für den Keren Hathora ernannt. Die, erste Versammlung der Vertrauensmänner fand nun Samstag abends statt. Herr1 Dr. Pollak referierte (über die, Aufgaben der Aguda^ Jugend bei Durchführung der Keren Hathora-Arbeit. Nach1 ihm forderte der Sekretär des Keren Hathora, Herr Rabbibiner Moses Blech, die Erschienienen in begeisternden' Worten auf, die übernommene Arbeit, rastlos durchzuführen. Besonders lenkte er die Aufmerksamkeit der Vertrauens1männer auf die Wiichtiitgkeit ■der!K .1 •e i <n a!r b eli ׳t. Es wiurde .;nämlich beschlossen, eine allwöchentlich 1000 Kronen*- . SpendeKeren ,Hathora. .ein,zj1heben.. Die Kommission,. 1?ess schön ausgeführte Karten?anfertigen, auf dereir fonen seifte 17 Keren ,׳Hathora-iMarken ä K;.1000 auf geklebt sind. ■Jeder :bewusste Jude, soll .׳ttiun, dazu!gebracht werden, mindestens ׳eine 1Marke w öc h ent 1 ich ■bei ,den Vertrauensmännern zu erwerben. Diese Arbeit soll den Grund( stein bilden. Auch alle sonstigen Arbeitsgebiete des Keren iHathora,!über die •wlir noch besonders berichten, wurden von Herrn Sekretär Blech eingehend besprochen. Nach ihm' sprach der als Gast in Wien weilende Herr Dr. Calvari a׳us Berlin. Er entwickelte den Gegensatz zwischen dem Nationalismus der anderen Völker ,und dem des jüdischen Volkes. Das Losungswort der anderen Vjjlker lautet:׳ Nasse lonu schem, während, das jüdische Volk dies a.blehnt und nur berufen ist, 1 o $ s u m 1 e c h o schem. . Hiedurch erstrebt das jüdische Volk die Ueberwindung des Nationalismus und die Vereinigung aller Völker unter dem Rufe: ״Lossum lecho schem״ und bereitet so die messia- ,nasche Zeit vor. ... Das drohende Schächtverbot in Oesterreich. Auf die in vielen Blättern veröffentlichte Nachricht eines drohenden» Schächtverbotes in Oesterreich, sei hiemit zur Steuer der Wahrheit nachstehendes festgestellt: In einer Notiz der 1Wiener ״Arbeiter-Zeitung“ war. berichtet worden, dass durch Verordnung des Wiener Magistrates angeordnet ■wurde, dass vor dem Schächten von Kleinvieh der Kopfschlag zu erfolgen habe. Nach dieser Notiz sollte auch' das! zuständige Bundesministerium eine Weisung herausgegeben,!haben), dass aileiTthalben in ganz Oesterreich ׳der iKopfschlag vor dem Schächten einzuführen sei. Da bekanntlich der Kopfschlag vor dem Schächten in seiner Wirkung einen! Schächtverbot gleichkommt, bemächtigte sich der orthoidoxen Judenschaft eine •grosse!Unruhe. Bei erfolgter Inter- •v entfall seitens 'des Präsidiums ׳ergab ■sich,!dass die städtiisehen und staatlichen Behörden in der loyalsten Weis* ausdnückilioh!in den •betreffenden •Erlässen anmerkten, dass gasse. Bei all diesen Anlässen, wurde für Kefen Hathord gesammelt. ׳׳׳:• * ■י־■׳., -•■׳■׳••: Daf-jomi-shim im 6. Bezirk. Samstag abends, den 14. Scheivath, feierte die Jugendgruppe der| Aguda irrt 6. Bezirk etwas verspätet, aber doch nicht zu spät, die daf- |jomi;־sium־Feier hach clem Traktat Psochim. Der Schiur wird von Herrn Blum alltäglich gelernt, der auch den Hadran vortrug. Nach ihm sprachen Herr Moritz Felsenbürg, im Namen der Jugendgruppe die Herren Deutsch, Fischer und Oesterreicher. Nach der stimmungsvollen .Sudas Mizwoh wurde das Benschen für K 1}0ÖÖ,0P0 versteigert. Herr Rabbiner F 1 e s c h, der den Schiur eifrig* fördert, war durch seine Trauer verhindert, an der Sium־! £eier teilzunehmen. Salamon Duschnitz s. A. Vorige Woche verschied in hohem Alter in Dolni(Kubin Herr Salamon Duschnitz, Er bekleidete 45 Jahre lang die Rosch'rHakohot-Würde ■und wirkte während seiner langjährigen öffentlichen Tätigkeit zur Stärkung des religiösen Judentums. Die gan'ze Einwohnerschaft des Ortes ohne konfessionellen Unterschied hat ihm die letzte Ehre erwiesen. תגצב״ה iiutmil dem feinsten ftlatvzenfett Bus Kafettnässea Kvmerol? Ssei bestes srreichba Pflanzenfett Köclvet כשר erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden de? Herrn Ober• rabbiners S, B. Ehrenfeld, Mattersdorf ,Stets lagernd grosse Posten Stahl־ uad Nürnberger Galanteriewaren an (roi N. INTRATER Wien, la, Adlergasse 4 Telephon 76-2-67 Die grösste und hygienischeste mit allem Komfort eingerichtete orthodoxe תחת חשגחת des ehrw. H. Rabb.H. Schenk, Wien und eines von ihm bestellten ständigen 1- משגיח stehende Wiener Konditorei, Chocoladen-, Gefrorenes ״Teebäckerei-Erzeugung Israel Vortrefflich Engros-Abgabe: Wien, 11., Obere Augartenstraase Nr. 52 Endetail-Abgabe, Cafe und Konditorei: Wien, n., Leopoldsgasae Nr. 22 Telephon 45-6-21 sich diese Vocschrift auf die nach jüdischem Ritus zu. schlachtenden Tiere ׳nicht beziehe. Aufschwung des Thora-Studiums in Wien. Es ist ein erfreuliches Zeichen des Aufschwunges von Limud Ha* thora in Wien, dass drei Sijum Haschass!־Feiern an einem Abend begangen wurden, und zwar: Im Hause des Grossrabbiners Moses Friedmann, Mitglied des Rabb.ni׳• sehen Rates der Agudas Jisroel für Oesterreich, im Verein ,Schornre Hadass im 20. Bezirk, ferner im Bethaüsverein Ans che das wi Zodek, in der Traunfels- Streng כשר Streng כשר Restaurant 6. Clcbtensteln Itlaiiand Via S. Giovannfe ln Conca 9/1 Neueröffnung am 15. Februar 1925 Clara Kohn Ludwig Kohn (geb. Hacker) '׳ Deutschkreuz Pressburg Vermählte Suche für meinen Freund passende Heirat selber iat Ende der Dreissig, nachweisbar schuldlos geschieden, autorisierter Rabbiner, Nachkomme von ׳גאונים וצדיקים eventuelle Partie mit rabbinischem Posten verbunden be- * vorzugt. . Zuschriften unter ״Simon tov“ an die Bratislavaer Administration dieses Blattes. Neu! Bil igste Einkaufsquelle Neu! in Kosmetik, Chemikalien, Drogerien, Gummiwaren, Verbandstoffen u. 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