Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 4 (23.1.1925)
- Date
- 1925-01-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2629891-2630099-2630103--1694-2633477- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4» Nr. 4 JÜDISCHE PRESSE. Seite 23 Hajessod geschaffenen Kolonien;weder ein Bethaus noch ein Sofor Thora oder sonst ein Zeichen jüdischer Tradition 211 finden ist. Selbst Einzelpersonen ,müssen erst bei der Leitung auf umständliche •Art Bewilligung einholen, uni Sich ihr Leben traditionell gestalten zu können. Trauungen werden fast durchwegs ohne Chuppas Kidusehirn vollzogen. In Petach Tikwah waren .fromme Arbeiter gezwungen, wegen der Koscherkost .ein gesondertes Spital zu gründen, fhaurolos ist das Thauroland, .man spricht die heilige Sprache, aber ihr Inhalt fehlt! Ein «taiienischer Minister schützt die jüdische Religion. R o.m. (A. J. Pi B.) Der frühere Unterrichtsminister Senator Ruffini veröffentlicht im ״Oiomalc d'Italia“ einen Artikel über das vorgelegte Gesetzesprojekt der Glaubensfreiheit. Er bedauert, dass die jüdische Religion־ nicht die gleichen Rechte genicsst, wie die katholische, und . gedenkt, der jüdischen Heldentaten, insbesondere .der drei römischen jüdischen Universitätsprofessoren Witorbo, Levi, Gikamo, die als Opfer für das italienische Vaterland gefallen sind. ‘ Ein litauischer Godaui ׳verschieden. Berlin- (A.J.P. B.) Nach längerem schweren Leiden verschied hier der Plungianer Raw, Rabb. Samuel Awigdor s-, A. Der Dahingegangene wirkte durch 20 Jahre in Plungian, wo er sich ,durch seine hingebungsvolle Tätigkeit für das Allgemeinwohl seitens aller Parteien der grössten Wert- Schätzung erfreute. Seinem humanitären Wirken verdanken viele־ philanthropische .Institute ihre Entstehung, ln ihm Verliert das litauische Judentum einen seiner energischesten Vorkämpfer. Von ,der Poaie Agudas JisroePBewegung in Erez Jisroei. J e r u s a l c m. ,(A. J. .P. B.) Unter dem Namen ״Nachliel“ wurde von ,der Poaie Agudas Jisroei eine genossenschaftliche Farm in der Kolonie ״Renania“ gegründet. Die Mitglieder!haben sich zur Aufgabe gesetzt, nach der Tagesarbeit jede freie Stunde dem Limud Hathora zu widmen. Die Tcilnehmerzahl beläuft sich auf 50 Personen. Propagandareise .:Rabbiner Dr. Lewensteins nach Holland. Amsterdam. (A. J.P. B.) Während der Chanukawoche;besuchte Rabb. Dr- Levvenstein, Zürich, die grösseren Städte Hollands, um hier die Agudaidee zu propagieren. Seine Vorträge .fanden überall begeisterten Anklang, ln Haag, der Stätte seiner früheren Wirksamkeit^ ist es ihm gelungen, eine Ortsgruppe der Aguda ins Leben zu rufen, der ,bereits ,über 50 Mitglieder beigetreten sind. Anlässlich eines in Rotterdam, unter dem Präsidium des; Oberrabbiners Dr. Ritter •abgehaltenen Chanukaabends hielt Rabb. Dr. Lewenstein ein mit stürmischem Beifall aufgenommenes Referat. •In Amsterdam fand unter Vorsitz von Rabb.; Saluis eine öffentliche Massenversammlung statt* in der Dr. Lewenstein über die Zwecke und Ziele dei* Aguda referierte. Die Erez Jisroel-Bewegung in der polnischen Orthodoxie. Lodz. (A. J. P. B.) Unter dem Namen ״Sichron Awrohom“ haben sich hier eine Reihe orthodoxer Kapitalisten zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen, die bereits 4000 Dunam Boden in ״Schiach Abrik“ angekauft hat, in der Nähe der Rothschildschen Mühlen, 12 Kilometer von Haifa und 2 Kilometer von der Bahnstation Gida entfernt; angrenzend befindet sich auch der neugekaufte Bodenkomplex des Jablonaer Grossrabbiners. Die Aguda hat eine grosszügige Aktion zum Ankauf von Boden in Erez Jisroei unternommen, an deren Spitze Senator Ascher Mendelsohn steht. Bis jetzt wurden für 3000 Dunara die Einzahlungen geleistet. Weiters haben sich orthodoxe Druppen zu diesem Behufe zusammengeschlossen. Amtseinführung des neuen Rabbiners. Wr.-Neu■ stadt. Am 11. Jänner fand in Wr.-Neustadt die Eüiführung des gewählten Rabbiners Herrn Hiliel W e i s s statt. Am Bahnhof wurde, er von einer grossen Deputation der Gemeinde eingeholt und begriisst. Dann begab er sich mit den zahlreichen Gästen in den Schul» hof, wo er vom gesamten Vorstand mit den Sifre Tauroh eingeholt und in die Synagoge geleitet wurde. Dort begrösste ihn Oberkantor Vogel mit einem ausge» zeichneten Boruch habo. Herr Kültuspräsident Ungar begrösste ihn von der Bimah in warmen, aus tiefstem Herzen kommenden. Worten; Kultusvorsteher Rosenberg hielt im Namen des Tempelvorstandes eine Ansprache und führte aus, dass sich die Gemeinde glücklich schätze, an der Stelle, wo der Trumas hadeschem gewohnt, einen würdigen Nachfolger wirken zu sehen. Rabbinatassessor David Friedmann begrüsste den Rabbiner in feierlicher Weise und gab der Hoffnung Ausdruck, dass er die altängestammte Jüdischkeit in Wr.-Neustadt festigen werde. Herr Rabbiner Weiss hielt dann eine grossangelegte Programmrede, in der er alle aufforderte, sich den drei Säulen, die das Judentum erhalten, Tauroh, Awoda und Gerailas Chesed, zu widmen. Die Rede machte einen grossartigen Eindruck auf alle Versammelten. Anwesend wären: Deputierte der Stadtgemeinde, der katholischen und evangelisehen Geistlichkeit und von auswärts Deputierte vieler Gemeinden, darunter Rabbiner Lipschütz aus Kobersdorf, Rabbinatsassessor S. Friedmann, Baden, Rabbinatsassessor S. Goldstein, Neunkirchen, Rabbiner Benedikt aus Wien, der Vater des Herrn Rabbiners, der bekannte Talmid־! chpchom Rabbi Moses Weiss aus Pressburg, weiters waren anwesend Herr Kultuspräses Braun und Herr Dr. Alfred Berger aus Baden, Kultusvorsteber Dohan, in Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde Wien, Vorsteher Stern und Sekretär Neufeld von der Adas Jisroei, Wien, von Mattersdorf Präses Isidor Deutsch mit den Vorstehern Sandor Kohn, Heinrich Moses, Adolf Steinhof. Um 6 Uhr fand im Brauhaussaai ein Bankett statt. Herr Vorsteher Aron Weiss begrüsste die Gäste in ebenso herzlichen als geistreichen Worten- Vorsteher Dohan begrüsste in FERTIGE HERREN- KNABEN- . KINDERKLEIDEF Massabteüung bis zu den feinsten englischen Stoffen# Feinste, eleganteste Ausführung / Neueste. Modejournale liegen ’ auf / Auf Vermeidung von שעטניך wlrd streng geachtet / Um geneigten Zuspruch bittet hochachtungsvoll J. STERN, II., GLOCKENG. 25. Tel. 46-9-13 einer gelungenen Rede die Gemeinde und den neuen Rabbiner. Herr Vorschter Stern überbrachte in kurzen, markigen Worten die Grösse der Adas Jisroei. Sekretär Neufeld skizzierte in einer ausführlichen, mit Diwra-Thora gewürzten Rede die Erwartung, die sich an die Tätigkeit des Rabbiners knüpft, worauf Herr Rabbiner Weiss in tiefgefühlten Worten den Festrednern und Gästen dankte. Es sprach auch Herr Rabbiner Lipschütz aus Kobersdorf in alter gediegener Weise. Herr Rabbiner Benedikt beglückwünschte die Gemeinde und den Rabbiher und in vorgerückter Abendstunde trennte sich die Gesellschaft in feierlicher Stimmung, in döm Bewusstsein, dass Rabbiner Und־ Gemeinde zu beglückwünschen seien, dass cs ihnen gelingen wird, Wr.-Neustadt auf dem Wege des echten Judentums ,zu stärken und.!zur Blüte zu bringen. Zur Tagung des Bundes gesetzestreuer Gemeinden in Hamburg. Hamburg. (Ä. J. P. B.) Am 26. Kislew fand in der Aula der Talmud Thora-Realschule eine öffentliche Versammlung statt, in der Rabbiner Dr. Kohn das erste Referat *über Organisation und Gewissensfreiheit hielt. Herr Rabbiner Dr. Munk, Berlin, nimmt zu den konkreten Aufgaben des Bundes Stellung. Schliesslieh referiert Rabbiner Dr. Klein, Nürnberg, über das; Frauenvvahlrecht. , Baron Rothschild gegen die Bibelkritik. P i e t r i k a (Ä. J. P. B.) ״Das jiddische Leben“ erfahrt aus Paris,׳ dass Baron Rothschild seine jährliche Subvention für die Jerusalemer Universität davon abhängig macht, dass dort keinerlei Bibelkritik getrieben werde. England und der jüdische Konservatismus. London. (A. J. P. B.) Unter starkem Beifall des Unterhauses hat der neue Handelsminister Arthur Samuel bei seiner Angelobung, dem jüdischen Gesetz entsprechend, das Haupt bedeckt. Die litauische Regierung und die Rehiloh. Kow.no. (A. J. P. B.) Die Führung der Geburtslisten wurde■ irre, Verordnungswege den Gemeinden entzogen und wieder den Rabbinern übertragen. Zwei neue Agudazeltungen in Polen. Warrscha u. (A. J. P. B.) Seit Jänner erscheint in Piotrkow eine Wochenzeitung ״Das jüdische Leben“, redigiert von A. B. Eckermann, sowie eine Monatszeitung in Lomza unter dem Titel ״Unser Wort“. Beide Blätter erscheinen i in jiddischer Sprache. Die Erez Jisroel-Bank der Aguda. Warschau. (A. J. P. B.) Julius Holländer, Mitglied des G. A. der Agudas Jisroei, hatte auf seiner polnischen Tournee in׳ Angelegenheit der Aguda-Hypothekenbank für Erez Jisroel mit hervorragenden Finanzmähnem eingehende Konferenzen. Diese Frage hat infolge des Massenandranges der Orthodoxen nach Erez Jisroei an Aktualität besonders zugenommen. Ungeheurer Andrang zwecks Bodenkaufes seitens der polnischen Aguda. Warschau. (A. J. P. B.) Die Nachrieht vom vollkommenen Ausverkauf des von der Aguda erworbenen Bodenkomplexes in Emek Jisroei hat Beunruhigung bervorgerufen, da zahllose Orthodoxe grosse, Kauflust bekunden. Die Agudabureaus sind täglich von Hunderten Auswanderungslustigen förmlich belagert. Zahllose Vereinigungen solcher Kolonisationsaspirantcn haben sich an die Aguda gewendet, damit diese den Kauf zentralistisch regle. Es wurde sofort ein spezielles Bureau geschaffen, das ausschliesslich die gesamte Materie zu bearbeiten hat. In einigen Tagen begibt sich neuerlich eine Kommission von Fachleuten nach Erez Jisroei, um neue Bodenkäufe im grossen Stile abzuschliessen. Keren HathorarPropaganda in Deutschland. M a 11 nh e i m, 24. November. (A. J. P. B.) Vortrag von Wolf S. Jakobsohn; mehr als 200 Zuhörer. Trotzdem der hiesige Führer der Zionisten den Keren Hathora ablehnen zu müssen glaubte, weil dieser selbstverständlich nur im Geiste der Thora geleitete Erziehungsinstitute unterstützt, gelang es den wirkungsvollen Ausführungen des Redners, alle anwesenden Gesetzestreuen, welcher jüdisch-politisehen Einstellung auch immer, für Keren Hathora zu entflammen. Der Herr Vorsitzende des hiesigen Keren Hathora-Kommissariates, Rabbiner Dr. Unna, hat die Ver- Wo ©**»ält man den wivklivn naturgetreuen SCHEITEL? Dem bekannten Spezialisten künstlicher Haanrbeiten fÜr orthodox•' Frauen, Franz Ball a, ist es nach Jahrzehntelangen Bemühungen endlich gelungen Scheitel herzustellen, die dem eigenen Haare mit verblüffendster Täuschung nachgeahmt sind. Nach einem Besuche in dem Atelier des Herrn Balla wird sich jede orth. Braut leichten und freudigen Herzens entscblieh« ■n, das eigeie Haar abschneiden zu lassen und einen 8:heitel zu tragen. Die Damen werden zum Besuche des nachstehenden Ateliers hötlicbst eingeladen, woselbst Modelle kostenlos ausprobiert werden, Franz Balla, Wien, IV«, Gusshausstrasse 26 Telephon 68-9-12 Sammlung mit warmen Herzeilstönen geleitet. Hiesige junge Damen, Agudistinnen und Misrachistinnen, haben die Sache der Bees Jaakow-Schulcn recht eifrig in die Hand genommen, und ein grosser Erfolg ist zu erhol-, fcn. Für Keren Hathora wurden weit über 1500 Mark Jahresbeiträge zugesagt. — Fulda, 26. November. Iß einer vom Fuldaer Raw sehr schön geleiteten, von agudistischer Atmosphäre erfüllten und gut .besuchten Ver- Sammlung sprach Herr Jakobsohn für den Keren Hathora. Mehr als 1800 Mark Jahresbeiträge erwirkte der Vortrag. Unter dem Ehrenpräsidium von Rabbiner Doktor Cahn, Rabbinatsassessor Kunstadt und Dr: Herz gehören dem Kommissariat an die Herren Dr. Ph. Frank, Max Nussbaum, Jakob Eschwegc. —- Frankfurt a. M., 28. November. Die hiesige Mädchengruppe hatte bei ihrer Veranstaltung zugunsten, der Bees Jaakow-Schulen in Polen starken Zuspruch. Es wurden, monatlich 200 Mark für dieses östliche Erziehuugswerk der Aguda zugesagt. — Frankfurt a. M., 29. November. Wolf S. Jakobsohns trefflicher Vortrag hat nach Zahl und Beschaffenheit ein seiner würdiges Publikum der hiesigeti Orts- und Jugendgruppen gefunden. Jahresbeiträge in Höhe von 3600 Mark wurden dem Keren Hathora, gesichert. Unser schon von Beginn an rühriges Kommissariat hat des Redners Anregungen mit erfreulicher Schwungkraft aufgenommen. Einleitend gedachte. Herr. Jakobsohn des heimgegangenen Führers und eigentlichen Gründers der Jugendorganisation, Dir. Dr. Langer s. L Die Versammlung, die von Herrn Leopold Oppenheimer umsichtig geleitet wurde, spendete reichen Dank, und namens des G. A. sprach Herr Dr. Ehrmann anerkennende Worte., Von hier aus begab sich Herr Jakob-, sohn nach Bayern. Rücktritt des Baseler Rabbiners von seinem Amte.: Basel. (A. J. P. B.) Dem Vernehmen nach beabsichtigt der Oberrabbiner von Basel, um die Schebuothzeit, in der' sich der Antritt seiner Wirksamkeit zum 40. Male jährt,׳ aus Gesundheitsriloksiicbten von seinem ׳Amte zurücik-״ zutreten. ‘ Grosse Versammlung der Poaie Agudas Jisroei in Jerusalem. J e r u s a le m. (A. J. P. B.) Vor kurzem fand' hier die erste Generalversammlung der Poaie Agudas; Jisroei statt. Der Sekretär der jungen Organisation, Herr• Leviser, gab eine Erklärung ab, wonach die Poaie Agudas Jisroei, sich zu den Prinzipien der Wcltaguda bekennend, betreffs aller ihrer Aktionen mit der Aguda in Verbindung treten werde. Dreizehn SHrei Thorat verbrannt. Si.edliee. (A. J. JP. B.) Nach Meldung der Zeitung ״Unser Weg“ ist im׳ Städtchen Misacz, durch Unvorsichtigkeit des Syna-: gogendieners, im Beth Hamidrasch ein Schadenfeuer entstanden, dem das Beth Hamidrasch sowie 13 Sifrei Thora zum Opfer fielen. Die Lewaja der verbrannten -Thorarollen fand unter. ungeheurer Beteiligung statt. Der :Unglückstag wurde als Thainis Zibur festgesetzt. ״ Der Rabbiner von Tiberias leimt den Eintritten den Misrad Harabbonuth ab. Jerusalem. (A. J. P. B.) Nach!•äugen Verhandlungen zwischen dem ׳Misrad Harabbonuth und dem Rabbiner von Tiberias, Rabb. Moses Kliers, hat, nachdem letzterer den Eintritt in den Misrad Harabbonuth abgelehnt hatte, der Misrad Harabbonuth in Jerusalem im Einvernehmen mit der Regierung ein Misrad Harabbonuth in Tiberias geschaffen und zu diesem Behufe ein Mitglied des Misrad Harabbonuth dahin entsendet. Der Fall hat ־ grosse Erbitterung in den orthodoxen Kreisen Tiberias ausgelöst. Ein eigentümlicher Vorgang einer jüdischen Spitals- Verwaltung. Jaffa. (A. J. P. B.) Wie bekannt, besteht hier seit zwei Jahren ein jüdisches Spital unter dem Namen ״Beth Marpe Kloli“ der Agudas Jisroei, das unter persönlicher Leitung des Rabbi Slonim steht. In letzter Zeit geriet das Spital in finanzielle Bedrängnis. Rabb. Slonim musste sicli nun nach Amerika begeben, um die hötigeu Mittel aufzubringen. Nun hat der Präsident der Jaffaer Gemeinde, der Zionistenführer Bazallel, Jaffa, in den amerikanischen Zeitungen, die . Mitteilung .veröffentlicht, dass Rabb. Slonim nicht von der Gemeindeverwaltung beauftragt worden sei, zumal das Spital angeblich keine Not- Wendigkeit sei. Es ist notorisch, dass genanntes, von der Agudas Jisroei gegründete Spital zurzeit, da das zionistische Spital ״Hadassah“ gesperrt war, einzig und allein die gesamte Krankenfürsorge bestreiten musste. Rabbinerkonierenz über die Aguuothfrage. W a rschau. (A. J. •P. B.) Am S. Sclrwat (findet hier eine ״Konferenz sämtlicher Rabbiner Polens statt, welche sich hauptsächlich •mit der ׳Aguuothfrage zu (befassen!hat. Nach der letzten Statistik ׳gibt •es in Polen 1000׳ Aiffunoth. Es handelt sich um sofortige materielle Hilfe sowie ,um Zukunftsfragen. Der angebliche Ueberfall auf Oberrabbiner Kuk. Jerusalem. (A. J. P. B.) Beim Passieren der Jeschiwoh Ohel Mosche fiel knapp an Oberrabbiner Kuk ein kleines Aluminiumgefüss mit Wasser vom Fenster auf die Strasse. Man nützte diese Situation sofort aus ׳und verstreute das Gerücht von einem versuchten tödlichen Anschlag auf den Genannten. Seine Freunde, versandten sofort telegraphische Schauernachrichten in die ganze Welt, um insbesondere in Amerika die Stützungsaktion der Sonnen:- feld'schen Jeschiwoh zu schädigen. Oberrabb. Sonnenfeld bemühte sich vom ersten Moment, in loyalster Weise den Fall aufzuklären, entsandte einen speziellen Delegierten zu Oberrabb. Kuk, der ihm sein tiefstes Bedauern über den Vorfall auszusprechen und seine Bereitschaft kundzutun hatte, unverzüglich einen Besdin zu bestellen. Doch Kuk empfing die Friedensbotschaft des greisen Gaon nicht. Die ITA hatte ursprünglich die Tendenznachricht mit naiver Genauigkeit zum Abdruck gebracht, doch musste auch sie, die Lächerlichkeit des Vorfalles anerkennend, widerrufen. Die palästinensische Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet, doch erklärt Kuk, dass er persönlich keine Strafanzeige gemacht hatte. ״,.״״-«im Die Ankunft des Bojaner Rebben ln Amerika. New York. (A. J. P. B.) Am 18. Kislew wurde der Bojaner Rebbe Mordechai Salamon Friedmann unter grossem Pomp 4m Hafen empfangen. Er wurde von 1bedeutenden Persönlichkeiten dortselbst begrüsst. Todesfall. Montag, den 23. Teureth verschied Frau BeUi'Sternim Alter von 92 Jahren. Sie war eine wahrhaft Jüdische Fraw,!lebenskhig . und guten Herzens, glücklich «nur, wenn Me gehen konnte. Tief trauern ihre Kinder und Kmdeskmder. Auch ausserhalb des engen Familienkreises wird das Andenken der edlen, Mebespendenden Frau fortleben. 1, 1