Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 2 (9.1.1925)
- Date
- 1925-01-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 JÜDISCHE PRESSE Nr. •2 Aranka Pr ess b u r g e r, .die mit ihrer hinreissenden Stimme jüdische Lieder vortrug, Fräulein Manczi N e 11■ fe‘Id, Fräulein Sarika Stern, Fräuiein Szeren Löwinger,•Fräulein‘Öttile Ko vari, Fräulein Boske Ka lisch, die alle ernste und humoristische, Gedichte vortrugen. Für Leckerbissen sorgte in ausgiebigster Weise der Vorstand des Vereines. Unter allgemeinem Beifall und bester Stirnmung endete die Feier um 11 Uhr nachts mit einem grossen materiellen Erfolg für die Mädchengruppe. P. Konferenz der Misrachiverbände der Donau- und Balkanländer. Vom 25. bis 28. Dezember tagte in Bratislava die diesjährige Konferenz der Misrachiverbände der Donau- und Balkanländer. Es waren Delegierte aus Oesterreich, Tschechoslowakei, Rumänien und Ungarn erschienen. Referate wurden gehalten über Erziehungswesen, über ״Nationales. Leben und religiöses Werden“, über die Palästina- Bank für gesetzestreue Juden, über die Vorbereitung und Schulung gesetzestreuer Chaluzim sowie über interne misrachistische Fragen. Von den Resolutionen ist besonders jene von Interesse, die sich mit dem Verhältnis des Mis־* rachi zur Aguda beschäftigt. Sie lautet im Wortlaut: ״Um den Einfluss der gesetzestreuen Schichten des jüdischen Volkes auf das Ercz Jisroel-Werk zu verstärken und den Umfang des gesetzestreuen Jischuw zu er־ weitern: 1. beauftragt die Konferenz die misrachistischen Dele-J gierten der Donau- und Balkanlähder, auf dem nächsten1 * 3 Zionistische Kongress dahin zu wirken, dass im Sinne des Völkerbundniahdates und der Beschlüsse des XIII. Zionistenkongresses der von ,der Agudas Jisroel angebotene ■Ein1־ tritt in die Jewish Agency akzeptiert und ehestens verwirklicht werde, unter der Voraussetzung, dass 50 Proizent der Sitze in der Jewish Agency im Besitze der Zionistischen Organisation verbleiben; 2!. beschliesst die Konferenz, dass die Arbeit des Mis4 rachi in den Donau- und Balkanländern zur Vorbereitung der Älijah, Hachschärah und sonstige wirtschaftliche Erez ׳Jisrod-Ärbeit möglichst im Einvernehmen mit sämtlichen gesctzcs.treuen Organisation neu und Gruppen zu vollziehen ist, und beauftragt ihre Landes Vertreter, im Einvernehmen mit dem ' Generalsekretäriat für die europäische Propaganda diesbe-« zügliche. Unterhandlungen sofort zu eröffnen; 3. beauftragt die Konferenz ihre Landesvertreter, im Einvernehmen mit dem Generalsekretariat für die euro־! päische Propaganda. mit sämtlichen . gesetzestreuen Organisationen und Gruppen 'der Donau- und Balkanländer Verhandlungen über die Möglichkeit gein e i n 6 a m e r C h i n u c h - A r b e i t in Erez Jisroel sofort?11: eröffnen.“ Spendenäusweis der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, tL, Obere Donaaistrasse 69. Moses djc׳dermann' K 12.000, Maier Hirschberger 10.000, Hans Engel III 300.000, Sandor Adler 50.000, Samuel Stern 50.000, Julius Steinfeld 50.000, Alfred Stroh 20.000, Samiiely 10.000, Emil Adler 10.000, Erwan Stroh 10.000, Hoshanoh Ralbboh Einig. 165.000, Sig. Stern 20.000, Nach. Adler 20.000, Max Adler 20.000, Armin Braun 10.000, Moriz Schreiber 10.000, B. Rabinowitscli 5000, Max Adler 50.000, D. Baumgarten 50.000, Nath. Adler 50.000, Jacques Wedler 50.000, (Mor. ßtetnhof 50.000, David Steinhöf 50.000, Phil.. Feldheim 50.000, Samuel Stern 50.000, Oskar Neurat 100.000, Siegmund Bondy 300.000, David Schlesinger 50.000, Dav. Breuer 100.000, Minjan-Eingang 5,342.700, Rudolf Kohn 40.000, Wolf Morgenstern 6000, M. Reismann 2000, Karl Richter 10.000, Desider Schlesinger 30.000, Sal. Schreiber 24.000, M. Lazar 24.000, H. Ullmann 24.000, Samuel Kohn 24.000. Sal. Weiss 12.000, V. Weiss 12.000, Simon Fischer 12.000, Jacques Weldier 24.000, •Hermann Fürst 24.000, B. Reinisch 12.000, Adolf Fürst 24.000, Nandor Nagel 24.000, Philipp Schenk 24.000, Fritz Wasserfogel 20.000, Siegm. Fuchs 24.000, Moses Ledermann 12.000, Gustav ‘Herzog 24.000, Heinrich Herzog 24-000, Max Fischer 12.000, Nathan Felsenburg 50.000, Gabor!Weiss 50.000, Karl Roth 24.000, G-tttfcb Schenk 24.000, D. Davidovitsch 12.000, D. Moskowits 14.000, Max Klein 4000, . Monatsbeiträge per November 1,525.000, Minjanspenden 615.000, Mel. Hamalkoh-Eingang 705.000, Kaufmannschiur November 190.000, N. Herzka 50.000, B. Schiff Söhne 50.000, A. Steiner 50.000, Hochzeit Blech 160.000, Hermann Fürst 20.000, B. Rabinowitscli 50.000, Beth Hamidrasch 70.000, Büchsengeld 51.000, A. Grünwald u. Bruder 100.000, Hersch Schlesinger 24.000, Schiffmann, Schöngasse, 50.000, Morgenstern, Novaragasse, 24.000, Mich. Kalisch 10.000, Ernst Tauber 5000, S. Dickmann 15.000, Fel. Spindel 15.000, Weidenfeld Oberm. G. 15.000, N. N. 6000. Summe K 11,510.700. Wirtschaftsnachriehten aus Erez Jisroel Heimstättenaktion der Palästinazentrale der Agudas Jisroel. Der erste grössere Bodenkauf der Aguda in Erez Jisroel ist vollzogen und weitere Käufe stehen in naher Aussicht. In diesem Stadium erhalten wir zahlreiche An־ fragen von seiten unserer Mitglieder, was nunmehr mit dem Boden geschehen-solle. . .. . - . Nach eingehendsten Erörterungen dieser-Fi'äge, ist der.. Beschluss, gefasst worden, sofort in eine ■ grosse.,Aktion; zur Errichtung und Weitergabe vorbereiteter Heimstätten einzutreten, die in ihrer weitgehenden Berücksichtigung der bisherigen Berufe der Einwanderer und in ihrer durch Erstellung grosser Serien erreichten Billigkeit die neue Form der jüdischen Kolonisation in Palästina darstellen, die der breiten Masse unseres Mittelstandes die Niederlassung ermöglicht und innerhalb dieses Rahmens auch die Beschäftigung zahlreicher gelernter und unge־ lernter jüdischer Arbeitskräfte gestattet. * Die Initiative zu dieser neuen Bewegung geht von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel aus, aber die Teilnahme steht allen Juden offen, die sich mit der in einem jüdischen Palästina selbstverständlichen Forderung einverstanden erklären, dass in den zu begründenden Ansiedlungen durch Ortsstatut Vorsorge gegen öffentliche Verletzung des Religionsgesetzes .und für die dauernde Erhaltung der durch die Thora geforderten religiös-kulturellen Institutionen im Geiste des überlieferten Judentums getroffen werde. Zunächst sind die folgenden Typen von Ansiedlung in Aussicht genommen, deren eifrige Propagierung wir unseren Vertrauensleuten zur Pflicht machen: Heimstätten zu 200 Pfund.*) Diese gelten für Ein- Wanderer mit städtischen Berufen, die aller Wahrschein־ lichkeit nach die grosse Mehrzahl bilden werden. Solche Heimstätten umfassen einen Bauplatz , von einem Dunam (brutto), ein. einfaches, aber für besch.eidene Ansprüche durchaus genügendes Haus, einen vorbereiteten Garten, aus welchem mit geringer MüHe der eigene Bedarf einer Familie an Gemüse- und Geflügelzuchtprodukten gewonnen; werden kann. ' Diese Art Heimstätten eignen sich nicht hur für. Einwanderer mit städtischen Berufen, sondern auch für *) Die, Ziffern beziehen sich auf ägyptische Pfund als der in Palästina geltenden- Währung (diese stehen um 3 Prozent höher als engl. Pfund)., Als Erfüllungsort gilt zunächst Frankfurt a. M. als Sitz der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel. solche, die aus eigenein Vermögen, aus Zinsen oder anderseitigen Einkünften einen Zuschuss zu ihrem Lebensunterhalt haben. Das eigene Haus, eigenes Gemüse, Geflügel und Eier, später auch Obst usw. ermöglichen es den aut diese Weise Angesiedelten, mit viel geringeren Einkünften, Wie auch mit einem viel geringeren ursprüngliehen Anlagekapital auszukommen, als bei den, bisherigen Ansiedlungsformen. Heimstätten zu 300 Pfund. Diese sind als Erwerbsheimstätten mit landwirtschaftlichem Hauptberuf ge־ dacht. Sie umfassen ausser obigem eine Bodenfläche von 5 Dunam für Geflügelzucht oder Milchwirtschaft. Eine solche Fläche reicht für jede dieser beiden. Betriebsarten in einem genügend grossen Umfange, um bei normaler Arbeit den vollen Unterhalt einer Familie sicher* zustellen. Diese beiden Zweige dpr Landwirtschaft unterscheiden sich vorteilhaft, von fast allen anderen dadurch, dass sie vom ersten Tage an bereits Erträge liefern. Soweit nötig, soll auch Pachtboden zur Verfügung stehen.. Die Palästiha-Zentrale der Agudas Jisroel wird bei einer grösseren Zahl von Siedlern diesen für entsprechende Vefkehrsbedingungen, für Wasserleitung und Elektrizität, für technische Hilfsmittel zwecks Bodenbearbeitung und Bewässerung tind־ alle anderen ’ erforderlichen zentralen Einrichtungen, sowie vor allem auch für Fachleute, die die Ansiedler bei ihrem Uebergang zu neuen Berufen beraten, zur Seite stehen. Bei diesem System kann auch Gemüsebau als Hauptberuf sowie auch die Anlegung von Baumpflanzungen in Betracht gezogen werden. Die letztere Form eignet sich besonders für. Leute, die erst in etwa sechs. Jahren ihre Uebersiedlung bewerkstelligen wollen, und die ihre eigene Arbeitskraft nicht landwirtschaftlich betätigen wollen.' Neben den beiden obigen Normalfälleii, die für Familien von durchschnittlicher Grösse (fünf Köpfe) ge־ dacht sind, sollen auch Heimstätten für sehr kleine und für sehr grosse Familien vorgesehen werden. In solchen Fällen sind Varianten der obigen Beispiele bis zu Pfund Sterl. 100 für kleine Familien ohne Landwirtschaft und bis zu Pfd. Sterl. 400 für grosse Familien mit Landwirt- .schaft vorgesehen. ־ .v-׳ .Im übrigen sollen die Ansiedler nicht an bestimmt(? Formen, gebunden werden. Vor allem wird ׳ Gelegenheit geboten sein, auch Familien mit reichlicheren Mitteln in trimer jüdcm Eirazeljiall!angepassten. Form■ ansässig 7a\!machen- Die obigen Beispiele wollten nur für die grosse Mehrzahl der Fälle sorgen, deren knappe Geldmittel (nach den bisher in den jüdischen Kolqnisationsbestrebungen geltenden Auffassungen) für eine seilbstaiijdii'ge Niederlassung zu. U׳nrecht als!unapureichenid «׳Mte1L;:''"!;''<.;• ־ Die nachstehende .Aufstellung! zeigt die Verteilung der Kosten für die oben dargestellten?Normaltypen. Heimstätten zu Pfd. Sterl. 200 für mittelgrosse Familien mit städtischen Berufen oder Existenzformen: Boden, ein Dunam Bauplatz (brutto) zirka Pfd. Sterl. 5, Haus von drei bis vier Räumen (bei Serienbau) zirka Pfd. Sterl. ,100, eventuell. •Werkstattraum oder dergleichen zirka Pfund Sterl. 20, vorbereitende ■Arbeiten für den Hausgarteiij -Strassen; Leitungen, usw- sowie Anteil an Kosten .von Schule, Synagoge, religiösen Beamten,.'Fachleuten, Arzt usw. (einschliesslich!Diverses und Unvorhergesehenes) zirka Pfd. Sterl. 60, kleiner Geflügelhof (komplett) Pfund Sterl. 15, lihissesaimt •Pjd. Stert. 200. — Heimstätten zu Pfd. Sterl 300 für mittelgrösse Familien mit Geflügelzucht oder Milchwirtschaft als Hauptberuf: dieselben Beträge wie oben, jedoch statt Werkstattrapm ein Stall im gleichen Betrag Pfd. Sterl. 200, dazu an lebendem Inventar (und zwar entweder 400 bis 500 Stück Geflügel oder drei bis vier Stuck Milchvieh) inklusive fünf Dunam Boden für den Landwirtschaftsbetrieb Pfd. Sterl. 100, insgesamt Pfd. Sterl. 300. — Heimstätten für kleinste Familien mit städtischen Berufen lassen sich ungefähr zur Hälfte der obigen Kostenziffer von Pfd. Sterl. 200 erstellen, also Pfd. Sterl. 100, solche für kleine Familien mit Land- Wirtschaft zum halben Preis der obigen Heimstätten von Pfd. Sterl. 300, also Pfd. Sterl. 150, oder bei reichlicherer Ausstattung Pfd. Sterl. 200, für besonders grosse Familien dürften sich!die Kosten .!bei ׳städtischem Hauptbenuf auf Pfd. Sterl. 300 stellen, und bei landwirtschaftlichem Haupt* beruf (grösserer Haus- und grösserer Viehständ) ' auf Pfd. Sterl. 400. TSCHECHOWS L O WIK E L Generalversammlung der Aguda in Bratislava. Die am 8. Tewes stattgefundene Generalversammlung der Agudas J i s r o e 1-O r t s g r u pp e in Bratislava bedeutet nicht nur ,eine wichtige Etappe in der Ent- Wicklung der Aguda in dieser Stadt, sondern sie wird naturgemäss auch eine starke Auswirkung haben auf alle jüdischen Gemeinden in der Slowakei, i!1 denen man aut ein solches Signal von Pressburg seit langer Zeit lauerte. Der Saal war überfüllt und konnte nicht alle Mitglieder fassen, als nach Ankunft des Ehrw. Herrn OberrabbinCrs Schreiber die Versammlung durch Herrn Berthold, Donne b a u in mit einer kurzen Ansprache er-: öffnet wurde. Er begrüsste mit herzlichen Worten besonders den Oberrabbiner, als dessen Verdienst er es bezeichnete, dass die Ortsgruppe seit dem Vortrage Jakob Rosenheims - propagandastisch solch schöne Erfolge aufzuweisen hat, und den in Vertretung der Agudazentrale erschienenen Rabbi Josef Baumgarten au Wien. Lebhaft akklaniiert ergreift sodann zunächst Se. Ehrw. Herr Oberrabblner Schreiber das Wort, um für ,die Begrüssung zu danken und legt in einer längeren Rede die Bedeutung und das Programm der Agudas Jisroel dar. Der Grundgedanke und das Arbeltsprögramm der Agudas jisroel sei nicht Neues im Judentum. Sie bilden den Lebensinhalt aller guten Juden aller Zeiten. Was aber der Aguda gerade in unserer Zelt eine solch hervorragende Bedeutung verleihe, ist der Gedanke der Vereinigung aller treujüdischen Kräfte zur Durchführung des GesamU heitsstrebens, das sich seit je in erster Reihe auf לימוד חתורח וחיזוק חדת richtet Das, was die Aguda von allen anderen jüdischen Organisationen unterscheidet, nämlich die bedingungslose Treue zur חוה •ק und ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit •von andersgearteten neuen jüdischen Bestrebungen, das erhöht ihren Wert vom Gesichtspunkte jener Prinzipien, für welche das orthodoxe Judentum bei uns unter Führung der grossen Männer der vorigen Generation mit beispiellosem Mut gelitten und gestritten hat. Die bisher aus verschiedenen Gründen geübte Reserviertheit gegenüber den organisatorischen Forderungen der Aguda sei nicht mehr berechtigt. Das slowakisehe orthodoxe Judentum sollte ■ jetzt mit Taten auf allen Arbeitsgebieten der Aguda sich einen hervorragenden Platz in der orthodoxen Weltorganisation sichern. Das orthodoxe Judentum in der ganzen Welt wünscht unsere Mitarbeit und wir wollen dem Sammelruf des כלל hören und ihm folgen. Diese Ideeen führte der Herr Oberrabbiner im einzelnen aus und unterstrich besonders jene Forderungenadenen die slowakische Orthodoxie kraft ihrer'Traditionen und ihrer reichen Erfahrung allgemeine Geltung zu verschaffen berufen ist. Jetzt heisst es aber vor allem, die Pressburger Ortsgruppe funktionsfähig zu gestalten. Deshalb richtet er an die ganze Gemeinde die Bitte, der Aguda anzugehören und in ihr hingebungsvoll zu arbeiten. Der zweite Redner', Herr J. J. Braun, dankt vor allen Dingen dem Herrn Oberrabbiner für seinen warmen Appell und gibt namens aller Anwesenden die Versieherung ab, dass die Worte des religiösen Führers zu allen Zelten bei den Agudisten lauten Widerhall finden werden. Nach einer Zusammenfassung des AVbeitsprogrammes erläutert der Redner den technischen Aufbau der Ortsgruppen nach dem von ihm ausgearbeiteten System der Arbcitssektkmen, ln denen ein jedes Mitglied Gelegenheit findet; sich nach Neigung und Befähigung in der Aguda zuin Wohle des Klal zu betätigen. Der Referent findet reichen־ Beifall. , Hierauf hält Rabbi Josef B q u m g a r t e n sein Referat über den ״Keren Hathora“ der Agudas JiSr roel. Anknüpfend an?, die historische Bedeutung des ״Fasttages“ vom 8. Tewesv von dem die Chronik festzuhalten hat, dass an ihm die Thora einst einen Niedergang erfuhr שבו נעתקה חתורח יונית ,schildert der ehrwürdige Referent mit der .ihm eigenen überzeugenden Wärme das Schicksal des Thorageistes in der Vergangenheit bis auf unsere Tage. Gerade dieser 8. Tewes, sei eine Mahnung לחימת קרן התורה um an ihm der . Thora in unserem öffent- Jichen Leben jene alle Interessen t überragende Stellung wieder zu verschaffen, die ihr im jüdischen Volk zükommt- Es sei ein gutes Zeichen, dass in den weitesten kreisen das Verständnis für לימוד התויה als höchstes Ziel des Judentums wieder zu erwachen beginnt. Der ״Keren Hathora“ organisiere die Kräfte, die au der Erstarkung des Thorageistes unmittelbar oder mittelbar, geistig öder finanziell mitärbeiten wollen. Der Judenschaft Pressburgs erwächst auf dein Gebiete dieser Neubelebung eine besonders grosse Aufgabe, wenn sie auch jetzt des Rufes sich würdig erweisen wolle, den ihr der חתם םו0ר זצ״ל und die grossen Männer, die in seinen Bahnen wandelten, in der jüdischen Geschichte gesichert haben, Pressburg müsste auch jetzt das Kraftzentrum, die eigentliche geistige und organisatorische Z e 111 r a 1 e aller Bestrebungen sein, die auf eine intensive Pflege des לימוד התורה וחיזוק הדת gerichtet sind. Er hoffe, dass nunmehr durph den Anschluss der Pressburger Ortsgruppe und ihres geistigen Führers, des Oberrabbiners, an die