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Jüdische Presse · 1925-01-09 · 2 (9.1.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
2 (9.1.1925)
Date
1925-01-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 2 JÜDISCHE PRESSE. . Seite 13 .Aktion für •den ״Keren Hathora“ der Keren Hathora-Zen- Iralfonds allmählich in die Lage versetzt werden wird, seinem Ziel nahezukommen. Die gesamte Zuhörerschaff tauschte gespannt und mit seelischer Ergriffenheit den ein* dringlichen Ausführungen des Redners und den geistreichen דברי תורה in die er die Darstellung des Programmes des Keren Hathora einflocht und bereitete ihm nach Schluss der Rede begeisterte Ovationen. Herr Braun gab dem Danke der Versammlung Ausdruck und konstatierte, dass im Sinne der Statuten mit der gegenwärtigen Generalversammlung die ״Sektion für ״לימוד התורה וחיזוק הדת־ die Funktionen des Keren Hatliora - in Bratislava übernehme. Während eine Kandidationskommission die Neuwahl vorbereitet, gibt Se. Ehrw. Herr Oberrabbincr Schreiber in einer zweiten Rede wertvolle Anregungen zur AusgesiaUting des engen Zusammenhanges aller derjenigen, die sich um die Förderung der ישיבות in allen Ländern bemiihen und eifert abermals die Versammlung zur energisehen Mitarbeit an. Herr ו׳י •rnbb.'ner Hirse hi er fas-V den Grundgodanken des Keren Hatliora und seine praktische Be- - deutung für die Ausbreitung des trotz allen Nuancierungen in den Auffassungen und der Verschiedenheit der Lehr- und Lernmethoden doch einheitlichen Thorageisies zusammen und bittet, die Arbeit der Ortsgruppe derart zu gestalten, dass der slowakischen Aguda im Weltverbände der Agudas Jisroel der gebührende Einfluss auf die zukünftige Entwicklung eingeräumt werden könne. Die hierauf per Akklamation vorgenommene Wahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: In den Vorstand: Willi• Kohn, Markus Fürst, B. Donnebaum, "D. Haberfcld und Jakob Katz. Ausserdem wurden mit dem Rechte der Kooptation weiterer Mitglieder in den Aus- ■ s c h u s s gewählt: Oberrabbiner Hirschler, Isidor Pappen- '־beim. Rabbiner Unsdorfer, Siegm. Kohn, D. Springer, UM. Gottesmann, Robert Griinwald, Willi. Raab, Jakob Langer, Jakob' Koss, Matio Leuchter, Mano Koth, Siegm. Rosenbaum, Mart. Weiner, Juda Griinwald, Salon־!. Neuhaus, Arnold Käinpfnei־, Jakob Pressburger, Siegm. Adler und ALwo Gidali. ׳ Herr B r a 1111 dankt den Mitgliedern und den "Gasten für ihr Erscheinen, forciert sie auf, sich zahlreich zur aktiven Mitarbeit in den Sektionen zu meiden und sehliesst die Versammlung. Jahresversammlung des ״Sinai“ in Prag. Am מוש״ק פ, וישלח hielt der Verein ״Sinai“ seine• Jahresversammlung ab. Die Mitglieder waren zahlreich ׳ •erschienen; etwa. 60 Herren und Damen waren, anwesend,, ■-als der Obmann, Herr Dr. Isidor Jciteles, die Vor- 'Sammlung eröffnete und den Bericht erstattete. Dem Tätigkeitsbericht war zu entnehmen, dass der Verein in diesem Jahre auf religiösem Gebiete manchen Erfolg auf- . zUweisen hat. So hat er sich mit gutem Erfolg um die Be- -Schaffung koscherer Milch bemüht. Der Verein hat auch eine Bäckerei unter Aufsicht genommen, wo koscher 'Weissgebäck hergestellt wird (es dürfte bekannt sein, dass ln Prag die Semmeln wegen Beimengung animalischer Fette geassert sind): Auch auf anderen Gebieten sucht der Verein bessernd einzugreifen und den frommen Juden in Prag das Leben zu erleichtern. Der Bericht wurde mit '!Dank zur Kenntnis genommen. In' der Debatte wurde die Vereihsleitung wegen der Beteiligung zweier Mitglieder des "Vereines im Nationalrat interpelliert. Die Herren Dr. B. J e i- ׳Leies, Prof. Eugen Lieben ׳und zuletzt Oberrabbiner 1Dr. B r o d y antworteten darauf, dass für die Entsendung von Vertretern in den Nationalrat durch den Verein, dem nicht nur strengorthodoxe Juden, sondern zum grossen Teil auch Zionisten angehören, Erwägungen lokaler Natur entscheidend waren und können nur von denen '.richtig beurteilt werden, die mit den eigenartigen Verhältmissen seit längerer Zeit vertraut sind. Die Antwort wurde •^ohne weitere Diskussion zur Kenntnis genommen. Hierauf ״wurden die turnusmässig ausscheidenden Vorstandsmit- •Glieder einstimmig wiedergewählt. Chanukka-Feiern ln Bratislava. Am dritten Chanukka-Abend war die Brat i- :slavaer Jeschiwa zu einem freudigen Fest in der Mensa vereinigt. Wie alljährlich fand auch diesmal eine würdige Chanukka-Feier verbunden mit einem Sijum auf;מם׳ נדרים Statt. Aus diesem Anlass versammelten *sich die gegenwärtigen זמן an Zahl bedeutend angewach- ■senen בחורים mit ihren Lehrern und Freunden um •die gedeckten Tische. Der bot ein herrliches Bild und rief die Erinnerung an jene Zeit wach, als die Pressburger Jeschiwa eine Schülerzahl von Hunderten aufwies. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass eine solche Blütezeit nunmehr nach der fortschreitenden Konsolidierung der ökonomischen Verhältnisse für die Jeschiwa wieder herannaht. Noch vor Beginn der Mahlzeit beendet Herr Lazar Schaffer die gelernte' מסבת und knüpft.daran *:eine Rede vorzüglicher דרוש und אגדה. Bei Tisch richtet zunächst Herr Salomon Fischhof an den Leiter der Jeschiwa Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Akiwa Schreiber und die anderen Lehrer einige herzliche Worte der Begrüssung und der Verehrung. Darauf sprach ׳der Herr Oberrabbiner zuerst שמעהתא und gab sodann im Rahmen treffender מגירות seiner Freude über die auf- :steigende Entwicklung der Jeschiwa und über den guten tGeist, der in ihr herrscht, Ausdruck. Er erzählte dabei von -4ct schweren Krisis, die infolge der veränderten Verhält- I misse über die Jeschiwa herangebrochen war, welche j Not die Zöglinge erdulden mussten, und von dem nunmehr an den Tag tretenden Wiederaufleben, das er mit Genugtuung konstatieren könne. Entsprechend den neuen erhöhten Bedürfnissen habe sich ein Komitee den Gaboim beigesellt, dessen Mitglieder sich mit dankenswertem Eifer für die materielle Wohlfahrt der Jeschiwa eiusetzen. ebenso wie die Schüler selbst mit ernstem Fleisse sicii dem ״Lernen“ widmen. Sämtliche Anwesenden bekundeten begeisterten Dank dem Rabbi für seine warmen und aneifernden Worte. Die hierauf folgende Mahlzeit zeugte von dem musterhaften Arraiigierungstalent des Herrn Moritz S ä m e k. wobei er von Herrn R o s e 11 b i ii t h und anderen Bachurim tüchtig unterstützt wurde. Oborkantor M arokko und Herr L. F e t-t 111 a 11 11 sorgten für erlesene gesangliche Genüsse. Reichliche Spenden fielen der Jcschiwakassa zu. Nach dem Benschen fesselte der zweite Lehrer der Jeschiwa, Herr Rabbiner David* W e s s e 1 y, die Versammelten mit. einer logisch gegliederten חליפות דרשה und erntete grossen Beifall von allen Zuhörern. Die darauffolgenden Reden der Bachurim W c i s z, W iederm a n n tmd D i a m a 111 sowie die des Herrn Klein im Namen der Gaboim zeichneten sich durch Gcdiegenheit aus und die Festteilnehmer waren bis spät in die Nacht hinein beisammen. Nicht minder Anerkennenswertes leistete die Voreiiiigimg der jüngsten fhorabeflisscneii Jugend in Bratislava', die Agudas Jisroel ״B.-Gruppe“, mit dem schönen Chanukkafest, .das .sie am מוש״ל) ד חג ו ב ח für ihre Mitglieder veranstaltete. Es war eine Freude, wahr-! zuiielmien, mit welch gutem jüdischen Sinne diese jungen j Kinder, die fast sämtlich noch die Scluilbank drücken, ganz nach eigenem Antrieb ,heraus ein Festprogramm zu-' sainmeimistellen vermochten, das sich von den'Voranstaltungeu ihrer anderen Idealen uaehstrebenden Altersgenossen wohltuend unterschied. Die Feier bedeutet ein Ruhmesblatt des Leiters. Herrn F. W e i s z. Ein eigener Chor unter Leitung M. W e i s z sang vorzüglich. מסבת מגילה wurde beendet und E. Ungar hielt zum Sijum eine מ נידו ת und חריפות ■דרשה mit nicht geringer rednerischer Begabung. L. Fleischni a 11 n s Festrede zeigte hoffnungsvolle Ansätze. Der Vortrag von Herrn F. VVeisz war reich an Belehrung und manch guter ״väterlicher“ Ermahnung an die ״bankettierende“ Jugend, die sich seinem Kommando unterstellte. Dem Obst und der süssen Limonade wurde natürlich mit lieisscm Hunger und unstillbarem Durst zugesprochen. Die ״B“-Jugen'd schied mit dem schönen7 Vorsatze fleissig zu lernen, um recht bald wieder eine solche Sijtim-Feier begehen zü können. Jugendversammlung in Bratislava. Der Bratislavaer Segensreich wirkende Jugendverein מבקשי תורה berief für Sonntag, den 8. Tewes eine allgemeine Versammlung der Jugend ein. Der Gerrieindesaäl war Von ׳älteren und (Jüngeren Leuten bis auf .;den letzten Platz besetzt. Auf׳ der Estrade sassen ausser dem Vereinspräses der Vereinsrabbiner Salom. Unsdorfer und unter Führung des )Gemeindepräses Herrn David. Kraus eine Delegation des Gemeindevorstandes. Vereinspräses Herr Jos. We.isz berichtet über die günstige Entwicklung des Vereins und seine fruchtbare Tätigkeit zur Verbreitung der Thorakenntnis’ und der Hebung der Religiosität unter den!Handelsangestellten und Gewerbetreibenden, wobei er dem vortragenden Rabbiner U n .s d o r f e rden Dank aller Mitglieder und Schüler ausspricht. In einer nach!Form und lnhalt gleich meisterhaften Rede entwirft sodann Herr (Rabbiner Unsdorfer ein Bild von den geistigen •,Yer% häitm'ssen unter der Jugend, die ihre Hauptzeit!ihrem Erwerb widmen muss und durch den Verein מבקשי תורה zum ״Lernen“ angehalten und zur Wahrung des שבת קודש ermutigt wird. Der Verein habe in wenigen!Jahren \sehr anerkennenswerte Erfolge aufzuweisen. Allabendlich besuchen das nunmehr ungenügende Vereinsiokal etwa 80 bis 100 junge Leute aller Stände, um .zu lernen. Er, appelliert an die jüdischen Kaufleute, sie mögen (ihren Angestellten ausreichende Zeit zum Lernen freigeben und spricht dem Gemeindevorstand für die Förderung, die er dem Verein angedeihen lässt, den Dank aus. ,Im Interesse der Ausdehnung der Wirksamkeit des Vereines seien geeignete Räumlichkeiten erforderlich. Redner bittet den Vorstand, fiir solche sorgen zu wollen. Rauschender Beifall beweist, dass die Versammlung den Appell des Redners beherzigt hat. Gemeindepräses Herr Kraus sehliesst pich dem Wunsche des Vorredners an, versichert!im Namen der Gemeinde, dass alles geschehen werde, mm den Verein auch in Zukunft zu ermutigen, und .zollt den Lei1־ stungen des Vereinsrabbiners Lob und Anerkennung. Vorpteher Herr Ph. Benedikt erweitert die Worte des Präses, unter Deutung zahlreicher Talmud- und Misrachistellen’ mit gediegenen Ausführungen über die grossen Opfer, die die Jugend in unseren Tagen für das Judentum zu bringen Hat, und empfiehlt den Anwesenden, die Bestrebungen des Vereines tatkräftig zu unterstützen. Als HernWeisz die Versammlung sehliesst, berichtet er, dass unter idem! Eindruck der vornoramenen Reden bereits grössere Spen* den als Bausteine zu einem neuen Vereinslokal angemeldet} wurden. ביה Ernst Stern und Frau laden höfliehst alle Freunde und Bekannten zur ברית מילה ihres Sohnes, welche ש0־} ק׳ ,לחי »TJQ »m Sanatorium. Löw, IX., Pelikangasse 15,1. Stock, um 3/4ll Uhr stattfindet. 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Verlobte. Kofiktinsi. In der orth. isr. Gemeinde Moconok (zupa Bratislava) ist die stelle eines צה״נi וושט pDibi שרב בעל תפלה וסגל קורא wenn auch per sofort zu besetzen.' Bewerber müssen vo n;drei anerkannten Rabbinern קבלות haben. Gehalt nach Uebereinkommen. .,Reiaespesen werden nur dem Berufenen vergütet. Offerte sind zu richten an;:׳ Leopold Weisx, Gemeinde-Präses, HoCOKftOk (Slowakei) KONKURS. In der Brezoracr orth. Kultusgemeinde istdieSteile eines 2 שלב ולולא*h 1• Jänner 1925 z!1 besetzen, Jährlicher GebaK Kc. 4000.~, Teuerungszulage Kc. 2000.— und Nebeneinkominen. Reflektanten wollen, sich je früher melden.'üöDÖ werden bevorziigLDem Akzeptierten werden Reisespesen und Uebersiedlungskosten vergütet. Offerte an die' Orth, isr/ Kultu8-! gemeinde Brezovs. י; , KONKURS. j Bei der Soproner (Ungarn) orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde ist die Stelle eines tüchtigen Ka ntors, der gleichzeitig ein vorzüglicher דק*j^V שוחט מ ומחא ורבים למורא «st, zurbesetzen. aehatt na^ 1 Uebereinkommen., Bewerber (n u r u n g. Staatsbürger) im Besitze von הבלות ” dreier anerkannten orth. R a b b i n e r 1wollen ihre diesbezüglichen Offerte mit Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit, Alters und Familienstandes, ferner dem Nachweis ihres ung. Staatsbürgerrechtes längstens bis Ende Jänner 1925 an den gefertigten Vorstand einsenden. — Nur Berufene werden ztf einem Probevortrage zugelassen, welchen die Reise* Spesen vergütet werden. Schiff Ödön, Gem.^Präses.

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