Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 1 (2.1.1925)
- Date
- 1925-01-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 1 Sd1affa11.gr der Kehüloh Kedauscito in New-York. Die grossen Führer der •Agudas Jisroel, die .so oft gebeten wurden, zu diesem Delntfe nach Amerika zu gehen, haben die Pflicht, an dieser heiligen Aufgabe zu Nutzen der amerikanischen Judenheit und zum Wohl der Gesamtheit hervorragend mitzuarbeiten. .1. P. Visa für agudistische Erez Jisroel- Einwanderer. Wien (A. J. P. LU In Verfolg der in Genf stattgehabten Unterredung agudistischer Vertreter mit dem Oberkommissär Herbert Samuel hat das Regierungssekretariat in Jerusalem Unterm 8. Dezember d. J. der Agudas Jisrocl-Zentrale in Wien folgende Informationen zugehen lassen: ״Die Ihnen in der Unterhaltung gegebene Mittei' Iung sollte folgendes besagen: Es ist für jüdische Erez Jisroel-Ein Wanderer nicht nötig, sich des von der zionistischen Organisation geschaffenen Apparates zu bedie־ nen, wenn sie dies nicht wünschen. Die einzuschlagende Prozedur besteht in der Einreichung einer Bewerbung entweder an ein britisches Konsulat oder direkt an den Einwanderungskommissär (Controller of Permits) in Jeru- Salem, und zwar an letzteren — für den Fall endgültiger 'Anstellung — durch Vermittlung des Arbeitgebers in Palästina. Der Arbeitgeber in Palästina sollte sein Gesuch durch den nächsten Distriktsbeamten einreichen unter Angabe der Einzelheiten über die Persönlichkeit, deren Dienste gewünscht werden, über die Art seiner Beschäftigung und über die Höhe seines Lohnes für die Periode von mindestens einem Jahre. Wenn ein endgültiger Arbeitgeber noch nicht gefunden ist, so sollte Name, Alter, Adresse und Beruf dem Controller of Permits in Jerusalem mitgeteilt werden, der die Einwanderung herbeiführen wird, wenn und sobald in dem Berufe, dem der Bewerber angehört, weitere Arbeitskräfte gebraucht werden. Einwanderer, die nicht beabsichtigen, eine Anstel־ Iung in Palästina zu suchen, fallen im allgemeinen unter zwei Klassen: a) Personen mit eigenem Vermögen, b) nahe Verwandte von Personen, die bereits in Palästina angesiedelt sind. Mit Bezug auf die Gruppe a) wird bemerkt: Wenn jemand dem britischen Konsulat oder dem britischen Passbureau oder dem Controller of Permits in Jerusalem nächweist, dass er im Besitze eines eigenen Kapitals (einschliesslich des Wertes von Waren oder Maschinen) Von mindestens 500 Pfund ist oder eines gesicherten Einkommens von 60 Pfund im Jahr, so soll er ohne Schwierigkeit Visum erhalten. Gruppe b) ist beschränkt auf Eltern, Grosseltern, Schwiegereltern, Ehefrauen, Verlobte, unverheiratete oder verwitwete Töchter und Schwestern, sowie Söhne und Brüder unter 18 Jahren. Ist das Familienoberhaupt bereits/ in Palästina, so - soll das Gesuch von־ diesem an den nächsten Distriktsbeamten gerichtet werden.“ . ■ ־ ־ ' * ־ ..<־■׳ ׳ Die Palästina-Zentrale in Frankfurt a. M. stellt Abdrücke des Originals dieser Verfügung in englischer Sprache sowie in Uebersetzung all denjenigen zur Verfügung, die sich unter Berufung darauf an die briti׳־ sehen Konsulate oder Passtellen wenden wollen. Auch ist die Palästina-Zentrale bereit, ihrerseits Ein- Wanderungsgesuche an den Controller of Permits in Jerusalem zu vermitteln, sobald ihr die Bewerber die in der Verfügung angegebenen einzelnen Angaben unter Nachweis ihrer Richtigkeit zur Verfügung stellen. Keren Hatorah- Tagung in Hamburg. Hamburg (A. J. P. B.). Die Tagung, zu welcher das Landesdirektorium des Keren Hatorah in Deutschland den Verwaltungsrat und die einzelnen Keren Hatorah-Kommissariate zum 27. und 28. Kislew geladen hatte, trug das Gepräge einer grossartigen Kundgebung zu Ehren der Thora und ihrer Vertreter. Es nahmen an ihr teil von den grossen Führern der jüdischen Gesamtheit, neben dem Mitglied des Rabbinischen Rates für Deutschland, Herrn Oberrabbincr Dr. Lerner, Altona, der Sadagoraer Rcbbe, die Führer des litauischen'Judentums: der Poniwescher Raw, der K r i n k e r Raw, der Racko w e r Raw, der K e 1 m e r Raw, sowie viele der bekanntesten deutschen Rabbiner und prominente Vertreter des Kaufmannsstandes. Insgesamt nahmen an der Tagung etwa 100 Delegierte aus allen Teilen Deutschlands, vom äussersten Nordosten, Memel, bis zum Südwesten, Freiburg, teil. Alle Teilnehmer waren von dem Gefühl beseelt, dass eine der gewaltigsten Aufgaben, die der gesamten Judenheit obliegen, die Stär* kung der Thora ist. Der Vorsitzende des deutschen Landesdirektoriums, Herr Oberrabbiner Dr. Spitzer, eröffuete um 10 Uhr vor־' mittags die Tagung und führte aus, dass die Tagung im Zeichen des alten Prophetenwortes, das den Sinn der Chanukoh-Geschichte kennzeichnet, stände: ״Nicht mit Kraft, nicht mit Macht, sondern in meinem Geist.“ So sehr wichtig die Sicherung der materiellen Voraussetzungen ist, so darf doch über diese Aufgabe die andere Seite des Problems, die Durchdringung aller Kreise mit ״Meinem Geist“, dem Geist der Thora und des Talmuds, nicht vernachlässigt werden. Herr Oberrabbiner Dr. Lerner gab die Grüsse des Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel und verglich die anwesenden grossen Vertreter mit ״jenen Lichten, die heilig sind“ und deren Anblick schon uns zu tliorageweihter Arbeit aüspornt. Der Sadagoraer Rebbe wies mit begeisternden Worten auf die hohe Aufgabe der Tagung, in Anlehnung eines Psalmverses, hin und versicherte den deutschen Keren Hathora der herzlichsten Sympathien der grossen chas* sidischen Führer. Der Rackower Raw überbrachte die Grüsse und »Wünsche des grossen Führers unserer ganzen Bewegung, des Chofez Chajim, und die besonderen Wünsche des in letzter Minute am Erscheinen verhinderten Rabbi Chajim Oiser Grodzeusky. Nach den Begrüssungen wurde der Geschäftsbericht des Landesdirektoriums des K. H. in Deutschland erstattet. Alsdann erstattete djas Mitglied des ׳Larsdesdirektorinms Herr Rabbiner Dr.!Klein, Nürnberg, *ein Referat über -das Thema: ״\V i c •e r:z i eh t d er d׳e!u tsch e Jud e sein Kind zu einem Bern Tauro?“ Referent weist einleitend darauf bin, dass!dier Begriff des Ben Tanro ■nabungemäss kein feststehender »ist mnd je nach!Lage ׳der Verhältnisse näher zw bestimmen sei. Unter den •gegenwärtigen Verhältnissen •in Deutschland kann und muss es durch systematische!Erziehungsanbeit erreicht werden, dass die Mehrheit der orthodoxen Juden in den!Stand gesetzt wende, (beispielsweise einer Droscho über ein imittelsohweres!Gemorah-dnjen!mit Verständnis zu folgen,!so dass die Baalc Battsim nicht nur vereünizelt, wie es beute der Fall äst. sondern in ihrer!Mehrheit!mit Verstänidnis und Interesse van einer GemorolHDiskussion sich beteiligen können. Zur ErreidiuiDg dieses Zieles list es durchaus nioht!notwendig,!von der in Deutschland, auf Grundlage von Torali und Derech Erez, geschaffenen Erziehungsfanm albzuweichen, trotz einer!während der )Kriegszeit!bisweilen hervorgetretenen Tendenz, hierauf izu!verzichten.!Zu übernehmen wäre ׳allerdinigs vom Osten der ׳Gemeinisalraftsgeist,!der i!m Glieder zwischen ׳Lehrern und Schülern 'herrscht. Bei keiner ׳unwichtigen unid ibei!keiner entscheidenden Lebensangeletgenhöit lässt der östliche!Schüler seinen 'M!eilamed ungefragt, während bekanntlich das Verhältnis zwischen!Lehrern und Schülern lim Westen, trotz aller Viersuche, nicht auf der Basis des gegenseitigen Vertrauens besteht.!In sachlicher Beziehung ist nicht zu •verkennen,!dass dlie Miitteis011ulbildung in der Form, wie •sile ׳in Deutsch-!,and durobgaführt wind, ,allzuviel Kräfte •absorbiert. E׳s!muss!mit Fachleuten ׳geprüft werden, tin welcher Weise für eine andere Gestaltung der Lehrform und Lehrmethode das vorgeschriebene!Maas des ■Profanen!auf kürzerem Wege zu erreichen ist, damit die freigewordene Energie dem Limmud zugewanidt werden kann. Da damit zu .rechnen (ist, dass derartige ‘schuilipolitische Bemühungen!nicht in allzu schneller Frist zum Ziel gelangen, sollen!jetzt •alle 'Kräfte idahiin konzentriert werden, dass jedes Kind zwei ׳Stunden!täglich,!oder mindestens!acht Stunden wöchentlich, •zum •Lernen ungehalten wird. •Nach Absolvierung der!Schule soll d׳a!s Jeschiwoth- Jahr zur allgemeine 11 ,Einführung gelangen. Es silnld schon Amfänge!in!Deutschland gemacht worden!mit denkbar bestem Erfolg. Redner ■tritt .nioht!dafür •din, ׳diese!jungen Leute nach Ungarn öder Litauen auf ■eine grössere Jesöhiiiwoth •zu sohidken, sondern zunächst die!in Deutschland gegründeten hiefür zu benutzen; Idias kommt!diesen Anstalten •ebenso wie den Schülern!zugute. Erst nach ׳dem Aufenthalt im der!deutsehen Jeschiwoh kann vom Rausch Jeschiwoh entschieden werden, •ob und welche •ausländischen Jesohliwoh-Anstailten von!dem Jüngling ׳noch besucht werden!sollen. Das Referat wlird, auf Grund!einer;angenommenen Resolution, in!Druck ׳erscheinen. U׳m die aus ׳dem Geschäftsbericht ׳und!aus dem vorerwähnten Referat sich •ergebenden wichtigsten 'Fragen äm AusführiM'ohkeit ׳erörtern zto können, wurden folgende vier : Kommisslonem!gebildet . _.. . ,׳.v .';,י י.,... .. י ״ '.. i 1. Kommission zur Besprechung der •geistigen Not auf! idem Lahde. 2. Kommission zur Besprechung der geistigen Not!kn westfälischen Industriegebiet. 3. Kommission zur Besprechung von Orgamisatiansangelegenheiten in den Grosstädten. 4• ■Kommission zur weiteren Ausarbeitung der aus!dem Referat des Riabib. Dr. Klein •sich ergebenden ׳Folgerangen. Als Ergebnis dieser ‘ •Kommfissionsberatungem Ihililigte!das Plenum, dass 1. in!der Frage!der 'Behebung •der geistigen Not auf dem Lande der deutsche Keren Hatorah die auf diesem Gebiet segensreich wirkenden •Freie Vereinigung •und Agudas Jisroel-Jugendorganisation weitgehendst •unterstützt, dass aber darüber!hinaus •eine Statistik aufgestellt wird, welche jedes jiidsohe Kind in!Deutschland, das ohne Religions¬ Hotel-Restaurant i, GUTH, Wien, II., Hollandstrasse 14 (ehemalige Stefaniestrasse) ■■■:•.■-^ Anerkannt beste Küche! ,, . Markus Kamm und Frau zeigen die *Vermählung ihrer Tochter Klara mit Herrn Josef Schräger an, welche Dienstag den 30. Dezember 1924 (3" טבת) in Wiener Neustadt stattgefunden hat. G'raftulafiion א״׳יה Samstag den 3. Jänner 1925 שבח פ׳ ויגש הבע״ל» Wien, 1. Rotenturmstrasse Nr. 22 Wo erhält man den wivklicn naturgetreuen SCHEITEL? Dem bekannten Spezialisten künstlicher Haararbeiten für orthodox״ Frauen, Franz B a 11 a, ist es nach jahrzehntelangen Bemühungen endlich gelungen Scheitel berzustellen, die dem eigenen Haare mit verblüffendster Täuschung nachgeahmt sind. Nach einem Besuche in dem Atelier des Herrn Balla wird sich jede orth, Braut leichten und freudigen Herzens entschlossen, das eigene Haar abschneiden zu lassen und einen Scheitel zu tragen. Die Damen werden zum Besuche des nachstehenden Ateliers höflichst eingeladen, woselbst Modelle kostenlos ausprobiert werden. Franz Balla, Wien, IV., Gu88hau8stra8se 26 Telephon 58-9-12 unterricht aufwächst, erfasst. Unter Zugrundelegung.«fieser Statistik soll sich alsdann der •deutsche Keren Hatorah an die weiteste jüdtsdie Oeffentiichkelt!wenden, :um grosse Mittel aufzubringen, . damit •die Frage des Relgtonsunterrlchtes in •lehrerlosen Gemeinden ,in umfassender iWefse in die Band genommen und geregelt werden kann» 2. In der Frage der geistigen Not im westfälischen Industriegebiet .ein Mitglied des Landesdlirektoriums gemeinsam!mit Herrn Dr. iDeutschländer däe Organisierung!des Umimud, sowohl für Knaben, •als für Mädchen, vornimmt, während 3.!die Entschtiessungen der Kommisskxn,!welche sich •mit •den Problemen der Erziehung beschäftigt, zum Teil der •pädagogischen Konferenz, welche am 2• Tewesh in Hamburg tagt,, •als!Material ׳überwiesen werden,!zum Teil!an die •gesebzestreuen Rabbinenverbärtde tin Deutschland weiter geleitet werden. Sie befassen sich mit der Verjüdiischung •des profanen Unterrichts ׳und •mit!der Intensitvieramg des ׳jüdfsohen Unterrichts,!und geben dem Wunsche Ausdraak;!dass.!alle deutschen Rabbiner sich ׳die Forderung,!dass jeder jüdische junge!Mann nach Absolvierung ider Schule!auf ׳die Jesohiwoh gehe, zu!eigen ׳mache,!und in!ihren Gemeinden Widder arnd immer wieder •propagiere. 4.!In d!er Frage der Organisierung des Keren Hatorah in •den Grosstädten wurden!mit!den Vertretern der Kammissariate :entsprechende Abmachungen für den weiteren Ausbau getroffen. Während!die Kommissionen •tagten, wurde (im!Plenum die GeneraMiskussion,!über welche ein weiterer Beröcht; folgt, durchgeführt. •Zu einem gewaltigen )inneren Erlebnis wurde!all!leu Teilnehmern der Zweite Tag der Keren ׳Hatorah-Tagung. ׳Was ׳der •Agudas Jisroel,!und insbesondere dem Keren Hatorah •als höchstes ׳Ideal vorsohwebt, idiiie V!erei(n9gung!aü'l jener Koryphäen <m schaffen, ׳die!in!ihrer!besonderen Eigenart 'ihres geistigen!Wesens den ganzen •Rdichtiim von Taurosaenu hiäkdauscho der •Welt offenbaren, war liin wahrlich nicht ׳schwachem Abglanz auf dieser Tagung vertreten. ' An!der Spötze der. •Hamburger Raw, als Vertreter der Schule des Ohassam Sofer, •ihm zur!Saite anerkannte Gedaulim aus dem klassischen •Land des OLümmnld, iätaiien, •neben dem Präsidenten der Sadagoraer Rebbe, ׳als Vertreter jener (Bewegung, •die den Tauro-Gcist mit ireügiöser GefüMisikraft zu!erfüllen weilss.!Der Vorsitzende, der Hamburger Raw,!eräffnebe mm 12 •Uhr 30׳!Min.!in Anwesenheit von Vertretern!der Dieutsch- * Is r•a e׳l ftlSsoheai Gemeinde ׳und!des Deutsch-f sraclitischen Synagogeiwieitbandes ׳die Tagung ,׳unid führte!in seilner. Begriissung aus: dass, wenn Keren Hatorah!auch :die •Sorge ׳!für ׳alle Tonah-Bed'ürifwis'se der ganzen •Wellt!tragene Wil, die OLeiitauig ׳des deutschen Keren Hatorah jedoch die!heutige; Tagang!Insbesondere :zu dem Zwecke zuisarmmenberufen hat, um die!anwesenden. Führer ׳der .!deutschen ׳Judenheit vertraut ׳zu imajpheii mit der ninlbesohreilbifohen Not •und Ver- •schuildinnig ׳ der r’ btäulischen mnd r^pdlnisch-llta׳uischen jeschiwaus. ■Im Anschluss an die •Worte,!mit!denen der ■Vorsützende die Tagung!am!ersten Tag •eröffnet hatte: ,Nicht ׳mit Kraft, nicht!mit Macht, sondern 111 ■meinem Geist“, verbreitete sich der Redner ■weiter über!die Wesenheit des Geistes. ״So wie die Muskelkraft der AmelÜsie Obre Grösse bei weitem überschreitet, so wie des Kraft des von Jsroel •ausgehenden Geistes bei weitem idas!Muss seiner Zald!übertrifft, so ■stellt ׳auch!die von Litauen ausgehende •geistige Wdrkung in keinem Verhältnis zur •Zahl •seiner Bevölkerung.“ ׳Einzelne Jeschiwaus, einzelne Gödaiulkn, ׳üben!einen geistigen Einfluss aus, der 13m Deben!der (jiib!׳sehen •Gesamtheit zu ‘ungeheurem!Segen •wind. ■Diese Führer wollen heute der!deutschen Judenheit •berichten!lassen von dem Leben und Treiben (in!ihren Jeschiwaus,!und ■von ׳der!beispiellosen •m׳aterie׳Men Not, unter der!geradezu unvergleichliche ■geistige Werte geschaffen werden. Namens des geschäftsführandon Ausschusses ׳der Agudas Jisroel ibegnüsste sodann Herr Jacob Rosenhelm die Versammlung •und führte etwa aus: Die Leitung der Agudas Jisroel ist glücklich, dass in Hamburg, das den Ruf nach Renaissance des deut־ sehen Judentums freudig aufgenommen, diese Tagung stattfindet, und dass gerade in Hamburg, wo man selbst unablässig für Limmud Harauroh arbeitet, man!das Verständniis für!die grossen Stätten •der Tarah (im Osten wecken mnd vertieften wolle, das ׳kennzetichne!den, L-andesgrenzen nicht achtenden Geist von Keren Hatorah. In Anlehnung an eine Diskussion des Vortages, was unter einem entpolitisierten Keren Hatorah zu verstehen sei, führte Herr Rosenheim aus: Für uns ist Agudas Jisroel genau in gleichem Sinne eine politische Organisation, wie es auch das jüdische Volk als Ganzes ist, in dem reinen Sinne nämlich, dass Politik die Verwirklichung der höchsten sittlichen und religiösen Ideen im ötffentlichen Leben bedeutet. Aber weil für Agudas Jisroel aus diesem reinen Begriffe ihrer politischen Idee ein durchaus eindeutiges Organisationsprogramm folgt, das die Thora in den Mittelpunkt des Öffentlichen jüdischen Lebens stellt und weil andere jüdische Gruppen gerade dieses Organisationsprinzip nicht anerkennen und nach anderen ihm widerstrebenden Grundtsätzen den Aufbau der jüdischen Gemeinschaft vollzie* hen, darum sind harte Zusammenstösse in diesem Kampf um die Idee der Wahrheit unvermeidlich. Viel leichter dagegen wird es sein — und in diesem Sinne ist das Wort von ׳d!er •EntpoWtiisiperang des Konen Hatorah zu verstehen — bei dem Aufbau und der ganzen Arbeit des Keren Hatorah allen in ihrem individuellen Leben auf dem Bodten der Torali stehenden reliigfiö&en Gesannungsgenossen eine Plattform zu gemeinsamer Arbeit für die G-tteslehre und ihre Verbreitung im jüdischen Volke zu bieten. Ich glaube, dass diese Zusammenarbeit, obgleich der Keren Hatorah ein Organ der Agudas Jisroel ist, sich ohne alle Reibungen vollziehen kann und dass sich das Wort 1המאור שבה מחזירם למוטבa״c4 in die־ ser Zusammenarbeit zum Besten aller Toiike rar Herbeiführung des wahren Friedens, des רה ID של01 ה bewähren wird. (Fortsetzung folgt.)