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Jüdische Presse · 1925-01-02 · 1 (2.1.1925) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
1 (2.1.1925)
Date
1925-01-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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V. b. b -־' fc&raktfbn'ü. Ädminfejrätioh 1Wi.6n, II,,Leopoldsk «kfe ÄM.V Sfleg6‘;TLStdtk.Tel..45-i9־J. ^s§echö?^lp'WäkeiC Bratislava,. Postfach 140״!?fir^höiiii jede'n' Freitag. — . Redaktionsschluss:,;;Ä^lA151MXSönntag;;füf י Kadirfäiten^Mpitlag. ד'.ץ Xbpbnementspreise: Oanzjährig: Für Oesterreich K 120.000, - Tschecho-Slowakei tschech. K. 70, Einzelnummer öst. K 3000, ־ das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen für Oestetreich! PoslsparkassenamtWicn, Konto Hr. 13.458; für Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr, 190.40&; für Ungarn: Postsparkassenamt Budapest, Konto Nr. 50.170; für Tschecho-Slowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 53.386; für Jugoslawien: Poslsp.-Amt Agram,Ko. N. 40.217; f.Rnmänlen: Banca Marmarosch Blanc & Co für Florenz & Co, Bukarest; für die Schweiz t Postscheckk. Luzern VII. 1470. ■־;־,-*״״ '׳<•%,; •׳•ן' ב״ה ויענה־פרעססבורג ר טבת תיפ״ה, 1925 wiDn-Bratislaira, 2. Jänner . '•׳■־'•: ii* JahFfj, '1e1nja,rs1)aaT^e«rt;1cu,^jyu juk; y^is^uimisc״ u&1 ״“״״׳,*.״״;Ifep-edLulM״־rdes%\V;aad *Holr Haasc 11kenasd-“ ־yoSi^rvBeSläti&u&;des palästinensÄchcn" Gcntehulege־ setöegf' rn^Bfftraohtgezogen wer-den'würden. Atmery .,er- '־wfderWpersöiiliölj,'-'dass -a|l!ie 'interessierten, Teile der/ jü'di׳־■ 1k1״fvr,\׳ Anf.1* state ״׳־■r.Ar.Htu'r ruva' '^uituj.umviUM’avo .■uiur1> xuwiuwLnwi...■,huv« *j w4 vvm: .m־*v 16it begönner ־Tagte, tibef :d1^ Lage '711־ der־ Bewegung. Er ״sagte״ dfe'Ärib'eiir'der* Xguida gewinne in der ganzen׳ Wdt tnrm'er'lrfediT■;aiV Ausdehnung, 'die Agudah sei ein isbeiis־־ '\5^Cörö®e׳r’ Faktor״ Im, politischen uHd ״religiösen - Leben des Dr, Cohn safte,,. er ־sei inr Aufträge des ^Zentnäiqätes dier; Agaildah rnf Zusarnimenliang. mit der pa!TäjrtmeWsehen jüdischen 'Gelnie'ilrdep-rdmmg nach׳-London ge- Ikdhuiwi. 7Seine Aufgabe׳ ist1 es,” ae&emi'ber den zuständigen Autoarftäfen^und^den parlameritarisafien Kreisen cton StandpunkT d^>ünabhä11ig׳iÄeh^6rli1od0xen Judentums י in der .FraSe.״־ der,-' Gerriieinideotidtnung-iu vertreten׳:־ -Er' sei* ii Dr. Pftiehas Cohn zTtterte zum Schluss die Aein^e/tm einer aufcoraflven britischen Persönlichkeit die ihm sagte: ״Grossbritamien gründet' seine Macht auf dem Schute der Minderheiten und nicht a׳uf religiöser Undiddsaink.dit.“ — Uschi sc 11׳k in äusserte si-oh einem Korrespondenten über die Agudas Jisroel wie folgt: ״Die Aigudas Ji׳sroel und ihre Anhänger ■sind zwar bittere Feinde der 210nistüschen Organisation, aber, wie ich bemerken konnte, nicht des Aufbaues Erez Jisroels. Für sie ist hebräisch lediglich eine lieilige Sprache. Sie gefährden unsere nationaie Organisation, aber sie haben ein starkes Interesse an diesem Lande und ich bin sicher, dass sie zu seiner Ent- Wicklung in ein jüdisches Land viel beitragen werden•“ — Seit 1919 haben sich in Erez Jisroel 50.000 Juden niedergelassen. 58 Prozent der Einwanderer waren im Besitz genügender finanzieller Mittel, 53 Prozent der bemittelten Emigranten kamen aus Polen. — Die polnische Regierung hat beschlossen, alle. Konzessionen a!ui Monopolartikcl zurückzuiziehen. Diese Verordnung tröfft die jüdische Bevödkerung besonders schwer und rief eine gewaltige Besterzimg hervor. — Das Organ der Palä stIDnensüsch-arahischen Exekutive ,,Felestin“ sowie das Organ des lateinischen Patriarchen ■in Palästina ״Rakib Sion“ veröffentlichen beide am 21. Dezember Artikel, in denen vor dem Anschluss an die vor kurzem gegründete Freimaurerloge gewarnt wird.— Von dum obersten Gericht der Vereinigten Staaten wurde ein Vienhör über die Verfassungsmässigkeit der vom Staate New York eingeführten Kaschruth-Verordnung׳ angestellt. Diese Verordnung stellt unter Strafe, wenn ein Fleischlüindfer Fleisch nichtritue-ilcr Schlachtung als ״koscher“ verkauft. Fünf New Yorker Kaufleute protestierten gegen das Gesetz, indem sie durch ihre Anwälte geltend machten, dass das Wort ״koscher“ in der Praxis nicht mir die Bedeutearg rituell, sondern auch eine zweite Bedeutung, nämlieh refei, frisch, einwandfrei hat. Die Verordnung des Staates New York sei eine ungesetzliche Einmischung in innere kaufmännsdehe Verhältnisse. Der Vertreter der Prokurafuf verteidigte das Gesetz, indem er erklärte, das Geset^beschütze die Interessen unzähliger Bürger New Yorks, die sehr aui Kaschruth achten. Es sei die Pflicht der Staatspolizei, alle diejenigen, die sich vor einer Gewissens^ Sünde hüten, vor jenen zu schützen, die sie zu täuschen versuchen. Das Wort ״koseher“ habe jedenfalls eine allgc- : mein feststehende Bedeutung, nätnffioh rituell. — Aus Kiew . wlind gemeldet, dass sich dort unter dem Namen ״Machsikd Hadass“ eine Austrittsgenrejinde‘ gebildet habe, unter;Vorsitz des Herrn Aron Hornstein.. Die Gemeindemitglielder ׳zailiileri an׳ dlie Hauptortsgeime'inde keinerlei Steuern, weil ,die religiöse Führung dieser Gemeinden sie nicht befriedigt. -T- Vor einigen Tagen wurde ein Abkommen : zwischen dem Joint und der Sowjetregicrung in betreff der Landansiedittng von Juden in Russland unterzeichnet:;;— der Hauptstadt Portugals, ist soeben ein Altnänach erschienen, aus dem hervorgeht, dass in Portugal rund 12.000 Juden• leben. — Der Rabbiner von Moskau, Jakob Mase, ist dm 19• Dezember nach längerem Leiden im 64. Lebensjahre verschieden. Die Bestattung fand in Moskau, am 21. Dezember statt. — Am 20. Dezember verstarb in Wien Kommerzialrat Sa* ' muel Rosenzweig im Alter von 68 Jahren. Er war der Water der Frau Änitta Müller. Er erwarb sich um die , jüdischen Flüchtlinge grosse Verdienste. — Der Oberrab* biner von Bulgarien Dawid Pipano ist in Sofia im hohen Alter gestorben. An der Bestattungsfeier nahmen Ver*; trct'er des Königs, der Regierung, des heiligen Synods, .der türkischen Gemeinde, sowie zahlreiche Provinzabordnungen teil. — Der berühmte Dermatoiog, Hofrat Prof. S. Ehrmann in Wien wurde 70 Jahre alt. Aus diesem An* lasse fand am 1S. Dezember im Allgemeinen Kranken* hause eine Feier statt. — Das Präsidium des Verbandes der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde des König-* reiches S. H. S. hat anlässlich seiner jüngsten Sitzung Herrn Oberrabbiner Moses Deutsch, Subotica, zu seinem leifen'den ׳Präsidenten gewählt. — Die Keren Huthora-Zcntrale hat soeben ein zweites Heft in hebräischer Sprache mit einer kleinen deutschen Beilage herausgegeben. Sie veröffentlicht hier zum ersten Male wert* volle historische Materialien über die Jeschiwoth in Litauen (Woloschin, Slonin und Mir, Radin, Slobotka, Telschia usw.), auch über das Netz der von Rabbi Josef Horowitz begründeten Nowogrodker Jeschhvali. Das Heft enthält ferner wertvolle Aufsätze von rabbinischen Auto־ ritäten der Jetztzeit über den Gedanken des Keren Ha* thora, so vom Chofes Cliaim, Rabbi Chajirn Oser Grodzenski, Rabbi Sonnenfeld u. a. Die dritte Abteilung bringt ausführlichen Bericht bei der Krakauer Tagung über Keren Hathora. Referate, Debatten, Beschlüsse, Statuten und Spendenverzeichnisse. Besonders hervorzuhebe« sind einige beigefügte Kunstblätter der Grundsteinlegung«־ feier in Lublin. Das Heft macht nach seinem Inhalt und nach seiner Ausstattung einen vorzüglichen Eindruck. Man will in New-York eine K’hilloli gründen. ■■■■' Endlich• beginnt die amerikanische Juden- Jahren ei-folgreicher und .segensreicher Tätigkeit für die Gesamtheit :möchte die amerikanische Judenheit nun das eigene Haus!bestellen. Das klassische •Land1 der Organisation besitzt nämlich noch ■immer nicht die älteste lind dem jüdischen Wesen angemessenste Organisation, die Kehilloh. Die jüngste Konferenz der New-Yorker Organisationen, d-ie im ״Amerikanisch- Jüdischen Kongress“ vertreten sh kl; hat• mm einen Kat eingesetzt, •um endlich die Gründling einer Kehiilloh in New-York, die wohl von Dr. Magnes vor acht Jahren angeregt wurde, der praktischen Verwirklichung näherznbringen. Die grossen׳ amerikanischen jüdischen Zeitungen!beschäftigen■ sich selbstverständlieh in ausführlichen!Artikeln mit diesem wichtigen Problem. Sie alle sind der Ansicht, 1dass ■dem papierenen Zeitalter der Proteste und' Symipathiekund־ gelbungen ein Ende zu machen sei. Auch •die goldene Periode ist vorbei, wo die amerikanische JmJenheit hauptsächlich!für die Brüder in anderen ׳Ländern gewirkt ■hat, Die amerikanische Jaidenheit hat die dringende ׳Aufgabe, sich mit den eigenen Notwendigkeiten zu befassen. ■Dieses ins Jüdische übersetzte Monro׳eprinzip hat selbstverständlich ,keine feindliche Spitze gegen die ausseramerikanisdie Judenheit. Kann doch die Arbeit der grossen sozialen und philanthropischen ׳Dachorganisationen nur dann dauernd ׳bestehen, falls ein gesundes, tragfähiges Fundament für sie vorhanden ist. Dieses Fundament ist eben die jüdische Kehilloh. Die erste und allgemeinste Forderung, cl'ie •von der Oeffent'Jichkeit in bezug auf diese KehiJJloh erhoben wird, ist die der unbedingten Demokratie. Was ist nun der Sinn dieser Demokratie? Wenn die amerikanische Judenheit darangeht, in New-York, wo ungefähr 1,5 Millionen Juden wohneu, eine Kehilloh zu gründen, ist anzunehmen, dass sie nicht neue Experimente versuchen will, sondern für den alten jüdischen Geist in der neuen Welt eine Heimstätte zu schaffen gedenkt. Amerika ist übersatt an hypermodernen, te clinisclumechaniseben Korpora- ־ tiörreii und! Institüdonvn. . Amerika empfindet tiefe Sehnsucht nach ׳wahrem jüdischen Geist, nach aufrichtiger Frömmigkeit. Hoffen1 wir, dass der .Wunsch nach einer ehrlichen Demokratie unsere Brüder i« Amerika bewegen wird׳, eine jüdische Kehilüioh zu schaffen, die alle Gruppen des jüdischen Volkes, auch jene, die der Thora und Tradition unverbrüchliche Treue bewahren, in sich zu schiiieasen vermag. Ist das der Sinn ׳des grossen Versuches, so wird׳ Amerika nicht nur für -die eigene Zukunft, sondern auch für di'e jüdische Gegenwart ausserhalb Amerikas Grosses leisten. Die amerikanische Judenheit bleibt, selbst wenn sie sieh nunmehr der Lösung der eigenen Prob'terne zuwendet, ein bedeutungsvoller Faktor für die osteuropäische Judeiiheit und die Entwicklung der Arbeit in Erez Jisroel. War man bis jetzt gewohnt, von Amerika wirtschaftliche Methoden und tecliirische Organisationen zu erwarten, so wird man ׳lernen ׳müssen, auch geistige Beeinflussung von jenseits des Ozeans zu empfangen, ln einem Zeitalter, wo in Europa die religiöse jüdische Kehilloh, alljseits »bedroht wind1, in einer Periode der leidenschaftlichen. Versuche, den alten Charakter der ״heiligen Gemeinde“ zu verändern, ׳damit sie der nationalistischen oder sozialistischen ״V0>'|ksgemei11de“ Platz schaffe, kehrt Amerika ernüchtert von den ״modernen“, ״volkstümlichen“, ״nationalen“ und» ״sozialen“ Orga-. irisationen zmn Kern jeder jüdischen Organisation, zu der alten jüdischen Kehilloh zurück. Dies kanVi nicht ohne tiefste Wirkung auf Osteuropa bleiben. Es ׳ist ferner anizunehmen, daiss in! dem Augenblick, w0׳ New-York eine jüdische Gemeinde auf ehrlichen demokratischen Grundlagen, .also mit weitgehender Berücksichtigung der Thora und Tradition schaffen whl, alle Versuche des Waad Leumi, in Erez Jisroel der jüdischen Bevölkerung eine Gemeindeordnung aufzuzwingen, die sowohl der jüdischen Traditio* wie jeder demokratischen Auffassung hohnspricht, scheitern müssen. Die thoratreue Judenheit der ganzen Welt hat ein elementares Interesse an der Bevor Sie eine Perücke kaufen, versäumen Sie es nicht Wiens GRÖSSTE Internationale KUNSTWERKSTATTE und BILLIGSTE EINKAUFSQUELLE für PERÜCKEN, SCHEITEL U. TRANSFORMATIONEN des OTHMAR SCHIFF, WIEN, I., KÄRNTNERRING Nr. 6 fSrKM« aufzusuchen I Liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmsten orthodoxen Damen alier Länder Perücken. Spezialist in Brautscheiteln Die Herstellung einer Jeden einzelnen Perücke erfolgt aus GARANTIERT DAUERGEWELLTEM NATURHAAR, Indivldueli dem Gesichte ängepasst. 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