Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 39-40 (26.9.1924)
- Date
- 1924-09-26
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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4 Sielte 268 modernen, vielverzweigten Schulwesens baut, das den differenziertesten Wünschen der Eltern und den ver• schiedenen Begabungstypen der Zöglinge Rechnung trägt» so muss der Opfermut jüdischer Bürger, die zu den all* gemeinen Schullasten beitragen und doch für die Erfüllung ihrer jüdischen Erziehuugswünsche besondere Opfer von seltener Grösse bringen, geradezu bewundert werden. Aber gerade, weil solche Opfer gebracht werden, wollen wir uns über die Möglichkeiten, die der in Deutschland geschaffene Schultyp zulässt, nicht täuschen. Vor einem halben Jahrhundert ist für die höhere jüdische Schule die Form geschaffen worden, in deren Rahmen das höchste Mass geistiger Leistung und jüdischer Erziehung erzielt werden konnte. Die Orthodoxie, die damals eine Insel darstellte, in einem Meere anders Oesinnter, für welche Anlehnung an oder gar Aufgehen in die Kultur Europas höchstes Ideal war, hat mit der Errichtung jüdischer Schulen unter der Devise pR תורח עם דרך den ersten bedeutungsvollen Schritt zur wahrhaft jüdischen; Schule getan. Wenn nach 50 Jahren das Werk der Väter von dem Streben unserer Jugend und auch von den Vätern nicht mehr als ausreichend betrachtet wird, wenn .— konkret gesprochen — eine jüdische Schule nicht mehr befriedigend angesprochen werden kann, die 90 Prozent der Wochenstunden, den staatlichen Forderungen entsprechend, den profanen Lehrplänen widmen muss und1 nur den kümmerlichen Rest den jüdischen Disziplinen zuweisen kann, so ist das Problem, um das!es sich handelt, klar genug umschrieben. Die Aufgaben, die sich aus dieser Erkenntnis ergeben, sind zunächst schulpolitischer Natur und gipfeln in dem Wunsche nach Aenderung des Stundenplanes. Aber auch eine Reihe anderer Forderungen für die innere Gestaltung des Schulbetriebes sind zu erheben» über die demnächst gesprochen werden wird. Wie hilft man am besten der Talmud Thora-Schule.*) 1. Indem sich Eltern schulpflichtiger Kinder bewusst wenden, dass däe Wahl einer ׳jüdischen Schule die beste Gewähr Ist für dais Gedeihen der Erziehung. Der Besuch einer jüdischen Schule!muss -einen dauernden segensreichen Einfluss ibmterlassen. ׳Wenn Sie Ihre Kinder ,in die Talmud Thora-Schule schicken, so nützen Sie sich, Ihren Kindern und dem orth. Schulwerk! 2. Durch Aufbringung des Schulgeldes armen Schulkindern den Besuch der Schule zu ermöglichen. (Im letzten Schuljahre haben unter 300 Zöglingen 200 überhaupt kein Schulgeld gezahlt. Da ein Schulkind der Veriwailtung 1K •1,500.000 jährlich •kostet, is es unmöglich, die Schüfe eldbefr.ediuwg in ׳diesem Ausmasse armen Schulkindern zu gewähren.) Zahlen Sie daher •das Schulgeld für ein armes Kind. Sie üben Wohltätigkeit in edelster Art und unterstützen!zugleich die Schule. 3. Wird!man zur Thora aufgerufen, so ist das Naheliegendste für Talmud ThonanZwecke ׳zu spenden. So ehren Sie die Thora in jegtioher Beziehung. 4. An den jüdischen ׳Fasttagen ׳gedenkt man der armen Schulkinder, die öfter fasten müssten, falls die unentgeltliche Schülerausspeisung an Ider Talihiud Thora- Schule, die!bisher hundert Kindern täglich gute Nahrung bot, eingestellt werden •müsste. 5. (Man stiftet Stipendien für Schüler durch Legate, die gleiohzei'tgi ein teueres Andenken lebendig erhalten. 6. Bei •freudigen Anlässen, ׳Brith Mflah, Bar Mizwalh und Hochzeiten gedenkt man der armen Schulkinder. 7. Man!bestimmt der Schule einen regelmässigen Monatsbeitrag, um dre Sicherstellung des Monatsbudget* von 50 Millionen •zu ermöglichen. 8. Man wird Mitglied des Wiener Talmud Thora- Vereines!(K 36.000 jährl.). 40! Man verlangt im Sekretariat der Schule, II., Mialzgasse 16 (׳Bureaustunlden von 9 bis 1 und von 3 Ibis 6) einen Samtnelbogen, um •in Freundeskreisen für das älteste und grösste jüdische Schulwerk Wiens Spenden zu sammein. (PoistscheCk-Konto Nr. 182JS9). dO. Man •schickt -für ׳diesen Kalender zumindest •eine Spende von K. 10.000, um auch auf diese Weise sein Interesse an!der Förderung der Schule zu dokumentieren! Die Lage der Jeschiwos in Ungarn. Die orthodoxe Judenschaft Ungarns hat bekanntlich eine Landesorganisation, die nicht nur staatlich anerkannt ist, sondern zugleich ihre offizielle Vertretung •gegenüber der Regierung bildet. Däe Organrsation besteht!aus der!durch die Delegierten aller orthodoxen israelitischen Kultusgemeinden des Landes auf die Dauer von sechs Jiahren gewählten hundertgliedrfigen Landesrepräsentanz (40 רבנים und 60 Laien) und aus der f ünf z׳ehng1lied.r ig en Zentriadkommissdon (fünf רבנים und zehn Laien), die dde Landesrepräsentanz aus ihrer eigenen Mitte auf dde Dauer von drei Jahren wählt. Das exekutive Organ der Organisation ist die orthodoxe Zen t r alk an ziei in Budapest mit dem lebenslänglich gewählten Präsidenten an der Spitze. Statutgemäss hat die Landesrepräsentanz (dfi!e seit dem Weltkrieg •im Frühling des vorigen Jahres neu gewählt wurde), mindestens!einmal jährlich zu tagen, während die .Zentralkommission zur Verwaltung laufender Angelegen- Kelten in je drei Monaten zusammentreten soll. Die heurige Versammlung der Landesrepräsentanz wurde seitens der Zentratkanzlei soeben für den 17. September 1. J. (18. El ul) nach Budapest einberufen. Den Hauptberatungsgegenstand *) Aus dem diesjährigen Luach der Wiener Talmud Thora-Schule. JÜWBCHE PRESSE wird •diesmal die ו/״ת und ישיבח" Fragj bilden und mit Rücksicht darauf hat!die Kanzlern eftung zu diesem Teil der Beratung eine grössere Zahl auch solcher בעלי בתים geladen, die der Landesnepräsentanz nicht angehören, von denen aber die Geneigtheit zur werktätigen Beteiligung!an der heutigen Aktion vorausgesetzt wind, welche zur Rettung von 4 לימוד חתורחer heran wachsenden GeneraitSon vorausgesetzt wird. Wie!arg es בעו״ח um das Talmud-Thora- und ישיבה Wtesen!in Ungarn bestellt ist, erhellt aus der Motivierung, welche die .Zentralkanzlei Ihrem Einladungszirkular;beigeschlossen. Aus dem ׳ungarischen Original übersetzt, heisst es dia wörtlich ׳wie folgt: ״Die ausserordentlich schweren wirtschaftlichen Verhältnisse, die *immer mehr steigenden Preise haben unsere religiösen Institutionen und *hauptsächllich unsere Talmud- Thona-Sabulen und Jeschiwas in eine!krisenhafte Situation gestürzt. Unsere Talmud-Thora-Schulen sind ausserstande, ׳dem nötigen Lehrkörper eine durch die heutigen Verhältnisse geforderte Bezahlung zu bieten. UeberaU im Lande ist man gezwungen, diese Schulen nacheinander zu sohliessen. In einzelnen kleineren Kultusgemeinden hat der Talmud-Thora-UnterricWt der Kinder schon!a u f g ehört. Auch in den mittleren Kultusgemeinden mussten die Lehrkräfte infolge der Unorganisdertheit der Sache auf dias allermin!imalst׳e reduziert werden, •und so kann bloss •eine Quote der Kinder Unterricht gemessen, und auch diese nur in עברי und höchstens noch in חומש, aber in Talmud und weiter riioht mehr. -Die Lage der J es c׳hi w0 s s ist noch trauriger. Schon in alter Zeit haben unsere Weisen festgestellt: ״Gebt acht auf die Kinder der Armen, denn aus den Reihen dieser stammen die Thora-Gelehrten.“ Nun, diese grösstenteils armer Eltern Kinder fretjuen- Gierten und frequentieren unsere vaterländischen JesCMwoss, ohne dass sie vom Eiltemfhause auch nur auf *die minimalste Unterstützung rechnen könnten. Unter den Verhältn'rssen *der Vorkriegszeit haben jene Kultusgemeinden und deren Umgegenden, wo dde J!esChdwoss waren, in ihrer Edeiherzägkeit mit ein bisschen Anstrengung die Aufrechteiihaltungshedürfnisse!herbeigeschafft. Wenn auch manchmal sich ein kleines Manko ׳zeigte, haben sie bei ׳den grösseren Kultusgemeinden und bei der Zentrale Hülfe gefunden. Auch nach dem Krieg, bei Verschlechterung der Verhältnisse, halben *amerikariische •edelherzige Glaubensbrüdea־ bedeutende Hilfe geboten. Nachdem aber dies leider vorläufig aufgehört und die Einkommensquellen •unserer h&ertändischen Glaubensgenossen sioh eingeengt haben, ja teils ganz versiegt sind, sind unsere sämtlichen Jeschtwoss in eine katast rophale Lage geraten. Wenn riieht sofort und allerdringendst eine unter grösster *Kraftanstrengung zu entfaltende •Rettungsaktion geschieht, dann ist für das an der!Schwelle stehende Wintersemester der grösste Teil der in unserem Vaterland befimd'lichen Jeschiwoss gezwungen, seine Tore zu sperren und den Unterricht ein!zustellen. ׳Ueberflüssig, darzulegen, welch gefährlicher Schlag dies für unsere Konfession und die ungarländüsche Judienhait wäre. Wir, die wir an der Spitze der Konfession Wache halten,!haben die moralische Pflicht, die!leitenden Männer unserer Konfession zur Beratung ainzuberufen, ihre Aufmerksamkeit auf die grosse Gefahr zu lenken und gemdinsam uns *darum zu!bemühen, solche Rettung9mittel zu suchen und *zu finden, mit deren Hilfe wir das Judentum in unserem Vaterlande auch für die Zukunft sollen sichern können. Ohne Thora-Kenntnis und Religiosität kann das Judentum •nicht fortbestefhen. Wiederholt, auch in der letzten Minute, lassen wir unser mahnendes Wort ertönen; an den!Führern unserer Konfession ist nun die •Reihe, sich zur Verteidigung zu rangieren; die Verantwortlichkeit wälzt sich auf jene, die auch weiterhin indifferent fe.nbleiben.“ Soweit der tatsächlich in letzter Minute erklingende Notschrei •des orthodoxen Landespräsidiums, der h Fe*'־• lieh nicht wirkungslos verhallen wird. A—e. * Die ישיבות in Ungarn. Das ישיבה Wesen in Ungarn, welchem der verheerende Weltkrieg und dessen unheilvolle Folgeerscheinungen nur schwer narbende Wunden schlug, beginnt erfreulicherweise, wenn auch nur allmählich wieder zu erstarken. Wie ich von autoritativer Seite erfahre, kann, die Zahl der בחורי חמד» die derzeit in den hierländischen ישיבות dem Studium von גמרא ופוסקים obliegen» (ohne עיךחרע) auf zirka 1500 veranschlagt werden. Am zahlreichsten frequentiert sind, derzeit die ישיבות in Satoraljaujhely (etwa 150 בחורים )» Mako (beiläufig 140), Biid-Szent-Mihaly (über 100), Nagy- Kal 10 (nahezu 100), Papa (an die 80) und Waitzen (ungefähr 60). Jedoch erscheint nicht nur die so sehr erwünschte Vermehrung der בחירים-Schar, sondern leider auch die Aufrechterhaltung des bisher erreichten Status stark in Frage gestellt. Während nämlich in früheren Zeiten die Kinder armer und unbemittelter Eltern in diesen echten Pflanzstätten der ח1דח חקחשח materiell zumeist durch Gewährung von wöchentlichen Freitischen (sogenannten ״Kosttagen“ seitens der opferwilligen Familien der bebetreffenden Ortschaften unterstützt wurden, geschieht heute die Beihilfe in den meisten ישיבות durch die zu diesem Zwecke errichtete Mensa-Institution. Doch ist der weitaus grössere Teil der Zöglinge nicht in der Lage» selbst die ermässigten Mensa-Taxen zu entrichten; überdies mangelt es ihnen an den Mitteln, um den horrenden Mietzins des Quartiers und die Kosten der sonstigen unentbehrlichen Bedürfnisse zu decken. Daher hat die vor Nr. 39/40 mehreren Wochen in Budapest abgehaltene Konferenz der Zentralkommission der orthodoxen Judenschaft Ungarns beschlossen, an alle orthodoxen Kultusgemein• den des Landes die Aufforderung zu richten, sie mögen sämtliche נדרים וגד בית eines bestimmten שכת קודש (an welchem zu diesem Behufe הוספות gemacht werden sollen), der ישיבח Unterstützung wirdmen. Der betreffende , ש״ק ist nun längst vorüber, und die orthodoxe Zentralkanzlei, wohin die Spenden einzuliefera waren, hat an jene Gemeinden, die nichts sandten•, Urgenzen gerichtet, so dass das vorliegende Resultat als ein endgültiges betrachtet werden muss. Bedauerlicherweise besteht dies alles in allem in bloss rund 28, sage und schreibe achtundzwanzig Millionen Kronen ungarischer Währung! Als Ursache der Winzigkeit des Ergebnisses wird der Umstand angegeben, dass der in Raab bestehende Tomche-Jeschiwoss-Verein die bezügliehen Spenden vieler Gemeinden an sich zog. Aber der Kläglichkeit, um nicht zu sagen: dem Fiasko, der gross geplanten autoritativen Aktion scheint ein ganz anderes Motiv zugrunde zu liegen, und dies bestellt darin, dass die Aktion von keiner orthodoxen Presspropaganda begleitet wurde! A—«. * Die ישיבה קטנה in Bratislava. Die Voifbereitungsjesdniwa יש*כה קטנה in Bratislava erobert sioh allmählich einen hervorragenden Platz unter den Institutionen, die sioh dem Limu!d Hatauroh widmen. •Den Beweis für die wertvolle Arbeit, die sie leistet, hat sie dieser Tage wieder erbracht. Am Sonntagיזם א׳דסליחות nahm Herr Rabbiner R. David Wessely das Verhören •der Schüler im Nebenschiur im Beisein zahlreicher Baalebatim und einer Vertretung des Gemeindevorstandes vor. Was der bewährte Leiter der Anstalt, R. Baruch Lobt, zuwege gebracht hat, verdient die höchste Anerkennung, wenn man bedenkt, dass er mit ganz junge»? בחורים » die zum Teil noch nicht einmal בר מצוח sind, während der Sommermonate ausser dem Hauptsohiur, in dem alles gelernt wurde, was in der grossen Jeschiwah, noch 36 Blatt בבא בחרא mit ראשונים als ׳ שיעור פשוטgründlich durobgenommen hat. R. David Wessely riohtete am Sohlusse der Prüfung anerkannte Worte an Lehrer und Schüler. Audh der Verwaltung^ den Gabbaim und den A'USSohussmütgKedern gebührt bewundernde Anerkennung *für den Eifer, mit dem sie für die innere und äussere Ausgestaltung der ישיבה קטנה tätig sind. Anfragen wegen Aufnahme zum Winter-Seman sind zu richten an die Gabibonn Berthöld Donnebaum, Am Bergei 6, und Efradm Kaiser, Ursulinska 10. Schlussprtihmgen in der ״Jesode Hathora“ in Bratislava. Amש״ק פ׳תבא und Sonntag den 22. E׳l׳ul •fanden in der Jesode Hathora-Sohule zu Bratislava die Schluss- Prüfungen statt. Dde Prüfungskommission w׳ar vom Lehrresultat überaus befriedigt. R. David Wessely leitete die Prüfung und gab seiner Zufriedenheit sowohl mit den Leistungen der מלמדים als auch mit dem Lerneifer der Schüler Ausdruck. Staatliche Inspektionen der religiösen Einrichtungen in Rumänien. Kischlnew. (J. T. A.) Der Kultusinspektor für Bessarabien, Ro&atiu, ■erklärte Pressevertretern!gegenüber, er sea von der Bukarester ׳Regierung!beauftragt, die religiösen Einrichtungen der verschiedenen Konfessionen!, darunter auch der jüdischen, zu •kontrollieren. Er habe beschlossen, als Ratgeber in jüdischen Fragen!den Otberrabbiner von Bessarabien, Z i r e 1 s 0 h n, heranzuziehen. Das jüdische Unterrichts wesen in den Sowjet-Republiken. — Erziehungskonferenz iüdiseher Pädagogen aus Russland, der Ukraine und Weissrussland. Moskau. (J. T. A.) Laut einer vom Organdsations- Komitee soeben veröffentlichten offiziellen ׳Mitteilung wird *am 15. November in Moskau eine allrussdändiisohe Konferenz!über jüdische ׳Erziehung eröffnet werden. Das Programm der Konferenz ist folgendes: Die nationale Politik der Sowijetregierung und!die jüdischen Arbeätermassen; Bericht über die Arbeit der zentralen ׳jüdischen Erziehungsbureaus!in Russland, der Ukraine und Weissrussland; neues Arbeitsprogramra für die jüdischen Schulen und neue Methoden, •das Programm in •die Tat umzusetzen; politische Aufklärungsarbeit; berufstech־ nisoher ׳Unterricht; soziale Erziehung usw. Im Zusammenhang mit der Konferenz wird eine pädagogische Aus- Stellung arrangiert werden. Die jüdischen Feiertage an den amerikanischen Schulen. Cindnati. (J. T A.) Von jetzt ab wird in den meisten amerikanischen Schulen und Universitäten kein jüdischer Studierender mehr gezwungen werden dürfen, an den hohen Feiertagen Prüfung abzulegen. Den jüdischen Studierenden wird es frei stehen, an jüdischen Feiertagen fortzubleiben. Die Union der amerikanisch-jüdischen Vereine hat in Ausnützung dieser neuen Errungenschaft den Schulleitern und den Superintendanten des ganzen Landes einen jüdischen Kalender zugestellt, mit der gleichzeitigen Aufforderung, die Prüfungen so anzusetzen, dass insbesondere an den Tagen des Rosch Haschonoh und des Jom Kippur keine Prüfungen stattfinden. Die bisher bei der Union auf diese Gesuche eingegangenen Antwortschreiben sind durchaus befriedigend. Viele Superinten־ danten und Schulleiter haben um weitere Exemplare des jüdischen Feiertagskalenders zwecks Verteilung unter den Lehrern ersucht.