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Jüdische Presse · 1924-09-12 · 37 (12.9.1924) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
37 (12.9.1924)
Date
1924-09-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Als Leiter und Lehrer berief er befähigte Männer aus Deutschland und Litauen, die die von ihm geschaffenen Anstalten mit grösstem Erfolge führten. ששח תלמידים שחץ מתכסין בטלית אחת וחיו עוסקין בתורה. Den äusseren Zusammenhalt gab er der Judenhedt jener Gegenden durch eine neue Gemeindeorganisation, und bis in die kleinsten Gemeinden der Provinz spürte man sein wohltätiges Walten. Nur ein Mann wie R. der von Anfang an in die Psyche der jüdischen Bevölkerung eingedrungen war, und sich ganz mit ihrem Leiden verbunden fühlte, konnte so erfolgreich wirken, wie es ihm gelang, denn er wusste wirklich, was not tat, und gab seinen Brüdern aus dem reichen Schatz seiner Fähigkeiten, wessen sie bedurften. So wurde er im wahrsten Sinne der Führer, der מגהע des litauischen Judentums in der Zeit seiner Bedrängnis, der Mittelpunkt eines von ihm geschaffenen geistigen Kreises in Kowno. Man brauchte R. auf die Worte תא ואחוי לך מתי מדבר nicht erst aufmerksam zu machen, aus der Liebe zum jüdischen Volke fand er mit gütigem Herzen und scharfem Verstand von selbst den rechten Weg und ging ihn mit eiserner Energie. קח לך איש אשר רוח בו שיכול לחלוך כנגד רוחות של כל אחד ואחד♦ Und nach kurzer Zeit gab es im damaligen Leben des htauäschen Judentums nichts, wo man nicht seines Geistes einen Hauch verspürt hatte. Und so kann es nicht Wunder nehmen, dass der Name Dr. Rosenak bald überall bei Gross und Klein bekannt war. Die Lebensanschauung Dr. Leopold Rosenaks, der vom Standpunkt der Thora ausgeht, nicht nur den Interessen des Einzelnen nachging, sondern auf die Gesamtinteressen AHer Wert legte, gipfelte in dem berühmten Ausspr.ueh Aristoteles: ״Ich liebe meinen Sokrates, ich Hebe meinen Plato, die Wahrheit aber liebe ich am meisten.“ Dr. Lazar Gulkowitsch, Lektor an der Universität Leipzig. NACHRICHTEN Die Tagesordnung der Zentralratstagung der Aguda in Krakau. Krakau. (A. J. P- B.) Die Zentralratsta^ung hat folgendes Programm: 1. Eröffnung. Die Zentralratstagung wird Montag, den 15. September — 16. EUtil — nachmittags um 4 Uhr im Festsaal der israelitischen Kultusgemeinde in Krakaiu vom Vorsitzenden dds Zentralrates ObeTrabb. Lewin Samibor eröffnet. 2. Wahl des (Präsidiums• 3. Bericht des* Geschäftsfüüirenden Ausschusses, erstattet von Rabb. Dr. Pinchas Kohn, Leiter des Zentral'bureaus der ׳Aguda in Wien, 4. Wahl der Kommissionen. Dienstag: Berichte der Landesgruppen. Generaldebatte. Mittwoch: Berichte über Keren Hathora und Palästina, soziale Fürsorge, Jugend, Organisation, Finanzen. r Seidenstoffe Samt«, Jaekenfuttar in Preis, Auswahl und Qualität iinarraicht im Seidenbaus Komornen Wlan, l.j Fischerstiege 3 u. II.j Taborstrasse 14. Einschreibungen an der ״Jesod Hathora“ und Kindergarten. Sonntag den 15., Montag den 16. und Dienstag den 17. Eiul (Sonntag den 14., Montag den 15. und Dienstag den 16. September) finden die ELschröibungen an der ״Jesod Hat'hora“ sowohl für den Kindergarten, als auch für die Knaben- und Mädchenreligionsschule im Schulgebäude, ■11., Nestroygasse 11, zwischen 10 und 12 Uhr •vormittags statt. NeuemtTetende Schüler müssen ihren Geburtssohein mätbringen. Es wird aufmerksam gemacht, dass spätere Anmeldungen nur in ganz besonders berücksichtigungswündigen Fällen entgegengenommen werden, und mögen die p. t. Eltern den Einschredbungstermln genauest einhalten. —•-•׳* ■ -*■—»י■.■ -...■<•״■> JÜDISCHE PRESSE Seite 251 Plenarsitzung des Geschäftsführenden Ausschusses* Wien. (A. J. P. B.) Vor der Zentralratetagung findet im Bureau des Zentralrates Kralkau, Katarzyna 1, Montg, den 15• September, vormittags um 10 Uhr eine Plenarsitzung des Geschäftsführenden Ausschusses satt. Sir Herbert Samuel wieder in Palästina. Jerusalem. (J. T. A.) Nach Ablauf seiner Urlaubszeit ist der Oberkommissar für Palästina Sir Herbert! Samuel am 3. Snptember wieder in Jerusalem eingetroffen. Es verlautet, dass Sir Herbert Samuel in etwa vierzehn Tagen wieder nach London reisen wird, um ,mit dem Kolonianamt über die schwebende Palästina-Anleihe, sowie über mehrere andere wichtige Fragen Vereinbarungen zu treffen. Dieser Aufenthalt des Oberkommissars in London wird etwa eine Woche dauern. Wie die Palästinensische Telegraphenagentur erfährt, ist die palästinsisch-jüdische Gemeideverordnung von dem Kolonialamt noch nicht ratifiziert worden. N 1 * Jerusalem. (J. T. A.) Am 2. September wurde hier amtlich mitgeteilt: Sir Herbert Samuel hat während seinesl Aufenthaltes in London mit dem Kolonialamt ein Abkommen getroffen, wonach er seinen Posten als Oberkommissar für Palästina weitere fünf Jahre — vom Zeitpunkt des Ablaufes seiner jetzigen vertraglichen Amtsperiode gerechnet — bekleiden wird. Bodenkauf in Erez Jisroel. Die PaJästinazentral© d׳er Agudas Jisroel gibt bekannt, dass sie in Emek Israel 400 Durnam Boden abzugeben ha!t. •Preis 2,5 englische Pfund per Dunam. Xm ואשהשנח wünschen Sie allen Ihren Verwandten, Freunden, Kunden, Güsten und Bekannten כתיבת וחתימה טובה in der ,Jüdischen Presse“. Sie ersparen Mühe, Porto und Zeitaufwand. Dagegen ist der Neujahrswuneek in der ,Jüdischen Presse“ billig und erfüllt vollkommen den beabsichtigten Zweck. Das Inserat laut nebenstehendem Muster kestet einschliesslich aller Steuern nur K 50.000 resp. Kd 25. a Jakob Eisenatein 11. Frau Wien, II., Scbreig. 12 Eisen & Hönigsber Selchwarenhandlung Wien, II., H&idg. 6 Da wir nur eine bestimmte Anzahl von Druckseiten für diese Neujahnwünsche reservieren können, empfiehlt es sich, ehestens den untenstehenden Bestellschein auszufAllen und in einem Briefumschlag an die Adresse: ״Jüdische Presse“, Wien, II. Bez«, Malzg. 12 a, oder Bratialawa, Turnerg. 14, zu senden. ---Ausschneiden!- ■r1׳. j» ♦),«niiiji Der Boden liegt inmitten jüdischer Siedlungen, :ist für Pflanzungen -gut geeignet. •Genügend Wasserquellen. Anmeldungen mit dem ׳Betrage ehestens an die Agudas Jisroel, Wien, II., 1Malzgasse 129. Bestellschein M Wien, II., Malzg. 12 a An die ״Jüdische Presse , Bratialawa,Turnerg. 14 Die Hasspropoganda gegen den toten Dr. de Haan. Frankfurt. (A. J. P. B.) Gegenüber tendenziösen Meldungen stellt die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel fest, dass es unwahr sei, dass man in de Haans Taschen Papiere gefunden hätte, die auf ein persönliches Mordmot'iv hinweisen, der Chef der Jerusalemer Polizei hat diese Mitteilung offizfeU dementiert. Gegenüber weiteren Gerüchten stellen wir auf Grund authentischer Informationen fest, dass Frau Dr. de Haan-vait Marseveen niemals die Absicht hatte, irgendwie den Leichnam de Haans von der Ruhestätten am Har Haselsim zu entfernen. Die Mitteilung von einem katholisch getauften Sohne de Haans ist ebenfalls vollkommen freie Erfindung. Aus dem Bethaus Montefiore. Herr Rabb. J. J. Peritz, ein Schüler der altehrwürdigen Jcschiwoh zu Pressburg wurde an den Montefiore-Verein als Rabbiner berufen und erwarb sich durch seine Rednergabe und seinen integren Charakter rasch die Sympathien seiner Gemeinde. Der Ritus und die innere Einrichtung des Bethauses entsprechen der orthodoxen Richtnng. Herr Rabb. Peritz stellte aber die Forderung an seine Gemexndemitglieder, dass sie zumindest dm Bethause dem Schulchan Aruch in allen Details Rechnung tragen. So verlangte er, dass man nicht im zusammengelegten Tadis und am Jom Kipur nicht an Lederschuhen zur Thauro aufgerufen werde. Vom Din abgesehen glaubte er dies auch auf Grund der bei seinem Engagements gemachten Versprechungen des Vorstandes, das Bethaus auf streng orthodoxer Basis zu führen, verlangen zu dürfen. Trotzdem opponierte der Vorstand dagegen •und verharrte in seiner Opposition auch als der Rabbiner die Wichtigkeit seiner Forderungen ׳auf der Kanzel begründete. Auch dem Verlangen eines grossen Teiles der (Mitglieder, die auf seiten des Rabbiners stehend, eine Klärung der strittigen Fragen durch eine Generalversammlung forderten, trug der Vorstand in keiner Weise Rechnung. Der Rato♦ biner zog daher die Konsequenz, die ihm sein Gewissen vorschreibt und verzichtete auf sein Amt. Die Verehrer des Herrn Rabbiners im Vereine bedauern seinen Abgang ■lebhaft. Er selbst wird gewiss Gelegenheit finden!, sich dort zu betätigen; wo׳ fester Charakter und tiefe Frömmigkeit mit Gesinnungstüohtigkeit gepaart, als!wichtigste Postulate an einen geistigen ■und geistlichen Führer, nach ihrem vollen Wert geschätzt werden. Oeifentlicher Dank! (Die Exekutive der KinderhilfcwocWe Nieder- Österreich -Bürge nl a nd spricht der Kultusgemeinde Baden bei Wien ihren Dank für die gütige U!eberlassung der Bureauräumliohkeiten für die Zwecke der KinderMlfswodhe aus. Ferner sieht sich die Leitung veranlasst, den jüdischen Wanderbund ״Blau-Wedss“ für seine mustergültige und tatkräftige!Mitarbeit, sowohl (bei den technischen Vorarbeiten wie auch am Sammeltage selbst, ihren verbindlichsten (Dank dm Namen der Waisenkinder auszuspiechen. Das (Exekutiv-Komitee: B. Alfenkraut, Salo Perlstein, Dr. 6. Spitzer. Ich bestelle hiemit einen Rosch-Haschono-Glückwunsch K 60.000 Muster a), b) zum Preise von - Name: Genaue Adresse: Besondere Wünsche: Unterschrift: Bücher und Zeitschriften ״Bibliothek des Jüdischen Volksfreundes**, herausgegeben von Rabbiner Dr. B. Wolf, Köln. Die Bibliothek des Jüdischen Volksfreundes bezweckt, den Lehrgehalt des Judentums, wie es im biblisehen und nachbfblischen Schrifttum niedergelegt Ist, in moderner Auffassung dem gebildeten Publi׳■* k u m zugänglich zu machen^ Besonders soll die nach Wahrheit ringende Ju gend die ideale Höhe der jüdisehen Ethik erkennen und wieder mit Verehrung für das angestammte Erbe erfüllt werden. Der Verlag dieser Bibliothek Iiess vor dem Kriege erscheinen: 1. Trauervorsohriften, 2. Vorschriften für die Mahlzeit, :־ 3. iu. 4. Speisegesetze 1. Teil, Speisegesetze 2. Teil, 5., 6. u. 7. Sprüche Salomon. Die K'riegszeit hat die Erscheinungen? einstellen lassen und erst 1923 wurden die Veröffentlichungen fortgesetzt, und zwar mit der Herausgabe von 8. ״Nachlass Seew“. Trotz der wirtschaftlichen Ungunst der Zeit hat sich der ״Verein für die •jüidisohen Interessen Rheinlands“ entschlossen, eine grössere Arbeit in fortiaufenden Broschüren der Oeffentlichkeit zu übergegben. Er soll ein P en t a t e.u ch-C om!m e nt ar von Rabb. Dr. Wolf, Köln, mit Uebersetzung •zum Pentatseuoh ln Druck gehen, der, auf Beachtung der Gramatik und Tonzeichen aufgebaut, versucht, die UeberMeferung den Midraschim für den einfachen Wortsinn zu verwenden und der *an den erforschten Tatsachen nicht vorbedgeht, sondern sie Am Lichte der Tauroh bewertet. Dieser Commentar soll in einzelnen Wochenabschnitten in Broschürform «tu scheinen. Um den Commentar jedermann zugänglich zu ■machen, soll jede Broschüre zum Selbstkostenpreis von etwa M. 0,60 abgegeben werden und abonniert man sofort bei dem ״Verein für die jüdischen Interessen Rheinlands“« Nur wenn genügend Subskribenten, Zeichner oder Förderer von Verbreitung jüdischen Wissens ihr Interesse ausreichend bekunden, kann der Versuch gelingen« ׳11 ׳;י’!׳' ,1) I t j / Perücken aus dauergewelltem Naturhaar, garantiert unsichtbar im Tragen, liefert kurzfristig Rudolf SCHIFF Wien, 1. Bezirk, Käratneratrasse 8 (!tickst dem StefaaapUti, mn dl• Eck•)

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