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Jüdische Presse · 1924-08-01 · 31 (1.8.1924) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
31 (1.8.1924)
Date
1924-08-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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/ Seite 210 JOlMdCWEME Nr. 31 49§S ws!l.§if ä׳e flSttf! זי׳ ־ Ff)? ־ 5en, er die »1r (j|f ftoio 4§fttF Pffflfl*1 Schluss 14fl§prer$eit$ ffistregefl «ייי^א» ,w$f4§Br r•* ilffif flr״—m-, ״. , ... das Beste <ljt unser piugs Volk «$||) pnä |f: streben, und dass Sie dieses nq|)g Wolle)) ajjcl) üj)s zublffi$en >er4en. jif) Sjpg HHI?re£ &f#hfll$?FI Auslührun?en richte() g׳ir (j^gf gp §)g |g ftnffggg: Ist die zionistische Leitun'z im- Stande und bereit, qps und damit den thoratreuen Massen, die wir vertreten, die bindende Erklärung "abzugeben, dass alle in Palästina zu treffenden öffentlichen Einrichtungen auf dem Boden der Thora, ihrer schriftlichen und mündlichen Gesetze geschaffen und geführt werden, über ~<fere‘n’' An- Wendung auch von uns anzuerkennende Autoritäten der Thora zu entscheiden hätte n.“ Trotz dieses Refus erschien anlässlich der Friedensverhandlungen in Paris abermals eine Agudadelegation vor Herrn Sokolow mit der Absicht, eine jüdische Einheitsfront nach aussen herzustellen. Die diplomatisch klugen und schlagkräftigen Worte Sokolows ״M!i sehethorach •beerew Schabbos“ usw. haben auch diesem Versuche ein rasches und klägliches Ende bereitet. Aber nicht nur gegen die Orthodoxie gebärdete sich die zionistische Leitung in solchen Siegerallüren, sondern auch gegen andere Gruppen und Körperschaften im Judentum. Herr Weitzmann, der nun durch eigenen Schaden so klug und bescheiden wurde, wollte die Amerikaner zu jener Zeit aufs Knie zwingen, musste aber nach drei Jahren erkennen, dass ein jüdischer Führer gut überlegen muss, wie er zu sprechen und wie er zu handein hat. 'Es ist nun allzu selbstverständlich, dass die Verbeugung vor dem amerikanischen Geldschatz bedeutend rascher kommen musste als das Bestreben, einen gerechten Ausgleich mit den idealen Forderungen der Orthodoxie zu finden. Herr Sokolow will die Notwendigkeit der Beachtung dieser Forderungen bis zum heutigen Tage nicht einsehen, denn sonst würde er nebst anklagendem Angriff auch vielleicht die realen Möglichkeiten der Herstellung einer jüdischen Einheitsfront erwogen haben. Herr Sokolow Hess aber Konzessionen, Entgegenkommen, Rücksichtnahme auf seelische und religiöse Bedürfhisse ganz ausser Erwägung. Er hat seine Anklagerede folgend geschlossen: Eine vereinigte Front muss wieder hergestellt werden, dafür müssen wir kämpfen. Die Worte von Herrn Sokolow scheinen eine eigenartige schicksalschwere Bedeutung zu haben. Vor ungefähr vier Monaten, in der letzten Sitzung des grossen Aktionskomitees der zionistisehen Organisation, hat er Prof, de Haan soharf angegriffen. Dieser Angriff bildete den Auftakt zu einer gehässigen Kampagne gegen de Haan, dessen tragischen Abschluss die ganze jüdische Welt vor Monatsfrist mit Schaudern erleben musste. Wir wissen nicht, was die Folgen der neuen Kampfansage von Herrn Sokolow sein werden. Das eine wissen wir, dass Agudas Jisroel, gestützt auf die moralische Kraft der grossen Rabbiner und thoratreuen Volksführer, die heute die einzige Möglichkeit des religiösen Aufbaues des jüdischen Volkes in der Erstarkung Agudas Jisroel erblicken, gestützt auf die Macht einer Organisation, die Hunderttausende von gottesfürchtigen und gläubigen Juden׳ in sich schliesst, diesen aufgezwungenen Kampf solange führen wird, bis über eine fiktive, historisch unge- ממי }em bekmtyfifr Spei rthodexelffiuen, Fi Ingen Bemürangen el die dem eigenen Haare mit verblüffendster TTuschung’ geahmt |jhd. Nach einem gesueh* in dem A|e}i*r des Herrn Baal wird sieh jede orth, Braut leichten und freudigen Hettänr etgeneüaar absehneiden•**« lassen und einen Scheitel su tragen. Die Damen yer^en zum Besuche des nachstehenden Atelierp höflich■! elpt geladen, woselbst Modelle kostenlos aasprobiert werden. Franz Balle, Wien, IV>, Gusshausstrasie 26 Telephon 68-918־ rechtfertigte, auf Knebelung und UnterMßkWlS 4?F besten Potenzen des jüdischen Volkes, seiner Thora und Jr^d'iHon qufgetyaufe, zionistische Machtgelösten dienende jüdischen!Einheitsfront, die Phalanxartige Einheitsfront aller Juden hergestellt wird, •die das jüdische Volk auf heimatlichem Boden, auf Grund seiner Jhora und Tradition errichtet, vor aller Weit repräsentieren wollen. P. Die Ermordung Prof. Dr. de Haans. Pn Chaluz im Zusammenhang mit dem Mord an de Haan verhaftet. Jerusalem. (J. T. A.) Am 24. Juli wurde hier in Verbindung mit dem tyord an dem apudistischen Führer Dr. de Haan ein Chaluz verhaftet. Näheres hierüber liegt noch nicht yor. Weitere Pressestimmen über die Ermordung de Haans. Kairo. (A. J. P. B.) ״Muktam“, ein führendes ägyptisches Blatt, das bis jetzt ständig einen pro-jüdischen Kurs gehabt hat, schreibt in seiner Nummer vom 4. Juli einen scharfen antizionistischen Artikel in Besprechung des mörderischen Attentats gegen pr. de Haan. Unter anderem schreibt die Zeitung: ״Die ägyptische öffentliche Meinung hat die Nachricht, dass die Zionisten in Jerusalem Doktor de Haan ermordet haben, mit grosser Erbitterung vernommen. Besonders nachdem Dr. de Haan in Aegypten als einer der verständigen und mässigen wie verlässlichen Juden bekannt war, der mit den anderen Söhnen des Ostens sich gut vertragen hat.“ ״Wir wissen es nicht, was wild Dr. Weitzmann sagen, nachdem er immer beweisen wollte, dass die Zionisten nach Erez Jisroel kommen, um das Land zu bearbeiten und dort mit den anderen Stämmen friedlich zu leben. Nun, ist <|as, was die Zionisten in Palästina getan haben, das, Was Dr. Weitzmann versichert hat? Oder muss man zum Aufbau Palästinas das Blut eines Mannes, wie Dr. de Haan vergiessen?“ In einem anderen Artikel vergleicht ״Mukdam“ den Mord an de Haan zu den Attentat an Matteotti. So wie durch den Mord an Matteotti die Stellung Mussolinis erschütter wurde, so wird man auch den Zionisten kein Vertrauen mehr schenken können. ״Kol Jisroel“, das Jerusalemer Organ der Aguda, findet nach einem ״Onu Maaschimim“ (Wir beschuldigen) betitelten Artikel der jüngsten Nummer den letzten Grund der Ermordung de Haans in dem Verhalten der palästinensischen Regierung in bezug auf die innerjüdischen Angelegenheiten. Die Regierung hat den erworbenen Rechten und der Stellung der orthodoxen Judenheit in Erez Jisroel nicht das richtige Verständnis entgegmgebracht. Infolgedessen haben die destruktiven Bestrebungen, den alten Jischuw zu ersticken und seine Vertreter aus dem öffentlichen Leben auszuschalten, eine grosse Förderung erfahren. Fand sich dann jemand, der in herrlichen, wenn auch vieldeutigen Bildern vorzauberten.“ Wieder wagte ich den Einspruch, dass unsere Propheten nicht bloss in Bildern und Gleichnissen vqq dieser ersehnten Zukunft sprechen, sondern klar und deutlich §ie kennzeichnen. Es werde die Zeit sein, in der viele Nationen anerkennen, dass von Zion die Lehre kommt und des Ewigen Wort von Jerusehpiajim; die Zeit, in der die Völker ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und kein Volk gegen Volk fürderhin das Schwert erheben wird; die Zeit, in der der Ewige einzig und sein Name einzig sein wird .... Ich hatte erregt gesprochen, und selbst die zürnenden Mienen des Priesters hielten mich nicht zurück, ruhig hinzufügen: ״Man kann nicht klarer sprechen als unsere Propheten da sprachen. Auch der Blinde wird es merken, wenn diese Yerheissung zur Wahrheit geworden.‘ Dpr Priester erhob sich von seinem Sitze und trat auf mich zu; seine flammenden Augen auf mich gerichtet, sprach er mit gütiger Stimme: ״Sie sind noch jung, mein Freund . . . Sie werden es noch erfahren, dass schliesslich die Menschen nicht von dem ergriffen und überwältigt werden, was mjn ihnen als Wahrheit verkündet, sondern von der4Persörilicljkeit dessen, def dieser Mi^sjop §ich widipet. Der fiämonische Zauber <jqr Perspriljghkpit bleibt $lj$n siegreich. Lassen Sie wieder in der geeigneten Stunde auch aü$ ihrer Mitte den Mann ^erstellen, dessen hinreissende Persönlichkeit allein schon Manner und Frauen fesselt, dein der §uf m|cHtiger Gerste$grä$se vorausgeht, der mit der Macht seiner Beredsamkeit, ja mit dem Klange seiner Stimme schon die Hörer bezaubert, der mit seinem Auge jeden Widerspruch entkräftet, und der Mann wird die Verkündigungen der alten Propheten in ihr Gegenteil umdeuten können, ohne fürchten zu müssen, sofort widerlegt zu werden. Er wird bald begeisterte Jünger und schwärmerische Anhängeririnen finden, die seine Deutungen als göttliche ׳Offenbarungen weitertragen und allmählich, selbst wenn er nicht an sich glauben sollte, den blinden Glauben an ihn nähren und befestigen . . . Dieser Mann, — schloss der Priester seine Rede — dieser Mann, mein junger Freund, 'wird auch Ihre Glaubensgenossen zu dem Ziele führen, in dessen Erreichung allein ich das Heil Ihrer Glaubensgenossen erblicken kann . . . Der Mann wird kommen, er Wird seine Brüder und Schwestern befreien und, wenn er will, selbst immer höher und höher steigen, die höchsten Stufen irdischer Ehren erklimmen.“ ׳ Ich mochte wohl die mit glühendem Pathos gesprochenen Worte mit skeptischem Lächeln erwidert haben, aber das Lächeln erstarb auf meinen Lippen, als der Priester, mir die Hand auf die Schulter legend, ausrief: ״Dieser Mann werden Sie sein!“ Efeyor ich poch ein Wqft <kf Erwiderung gejupdeij, wurde ein leises Klopfen* hörbar, und |ef|jg errötend trat ein entzüökehd schönes Mädchen |ps Zhnraer. Es war, wie ich soforj; entnehmen konnte, die Nirhte <}?s Pfie$tef$. (Fartsetouw: fojgt.) Sie SesWf S8? a8״B llKlni־8|*ז»6 ״*> schützen wollte, «WM «F: |ls W# |esF8fflBe1' 1״י״ Schtck*ai Je! vtFW!er öwr!wlfotfef• 'V fiie § 8s*»l *Hfl 4es f88en 88 endgültigen Annahme *i (Hp5nö$gesetz ״t>>1e’pf^e pgsprfcht fya Ent- ÜH8&8I W* WJFtfl VSF der desselben. In den Kreisen der jüdischen Orthdoxie aller Länder herrscht grosse Erbitterung. Das bekannte Mitglied der k9n??ry4t!yen Partei im englischen Unterhause, Lieut-Colonel Howard Bury, das sich eingehend mit jüdischen Problemen beschäftigt, richtete in dieser Angelegenheit eine Anfrage, die wir nachstehend veröffentlichen. Lieut-Golonel Bury hat auch nach der Ermordung Prof, de Haans eine diesbezügliche Anfrage an die englische Regierung gestellt, die wir seinerzeit gemeldet haben. (Red.) Die Verordnung Uber die Jüdische Gemeinde in Pa- London. (J. T. A.). In der Sitzung des englischen Unterhauses vom 21. Juli erklärte Herr J. H. Thomas, der Staatssekretär für die Kolonien, dass er vorläufig keinen Bericht über die vorgeschlagenen Statuten der jüdischen Gemeinden Palästinas erstatten könne. Der gesamte Komplex dieser Frage wird jetzt unter seiner Aufsicht behandelt. Lieut. Colonel Howard Bury fragte den Kolonien- Staatssekretär an, ob ihm die seitens der orthodpyischen Judenheit in Palästina und der ganzen Welt erhobene Opposition gegen die vorgeschlagenen Palästina-Gesetze, nach welchen sämtliche Juden unter die Herrschaft der Zionistischen Organisation gestellt werden sollen, bekannt sei; ferner, ob er die Sachlage vor Ratifizierung der Ver- Ordnung einer neuen Erwägung unterziehen wolle und ob die Palästinaregierung bereits zahlreiche Bittschriften über denselben Gegenstand erhalten hätte. Herr Thomas anwortete folgendes; Ich setze voraus, dass Lieut. Colonel Howard Bury sich auf die vorgeschlagenen Statuten der jüdischen Gemeinde bezieht. Ich werde die Frage reiflich überlegen und ziehe es vor, über den Gegenstand gegenwärtig noch keinen Bericht zu erstatten. Die palästinensischen jüdischen Orthodoxen senden einen Vertreter nach London. Jerusalem. (J. T. A.) Die jüdische orthodoxische Gemeinschaft Palästinas hat, wie die Palästinensische Telegraphen-Agentur •erfährt, den palästinensischen Advokaten Herrn Horace Samuel, beauftragt, nach London zu reisen und dort als ihr legaler Vertreter zu handeln. Er soll im Kolonialmt gegen die Ratifizierung der palästinensischen jüdischen Gemeindeordnung Einspruch erheben. Eine Million Dollar für ein traditioheiles jjidischesSchulwerkjnNew York. Unterredung der J. P. Z. mit Mr. Morris Engelman (New York). (J. P. Z.) Die erste ungarische jüdische Gemeinde ״Ohab Zedek“ in der 116 Strasse in New York hat kürzlich beschlossen, eine neue Synagoge, verbunden mit einer jüdischen Elementar- und Mittelschule, zu erbauen, deren Kosten sich auf zirka eine Million Dollar belaufen werden. Die Gemeinde hat nun ׳eine Kommission, bestehend aus den Herren Louis Friedman, Bernhard Reich, S. M. Ungar, Tsidore Goldberg und J. J. Berkowitz, beauftragt, während ihres Aufenthaltes in Europa eine Studienreise zu unternehmen, um die schönscen und ältesten Synagogen in Europa zu besichtigen und Vorschläge zu machen, um den Typus einer traditionellen jüdischen Synagoge in Amerika zu verewigen. Mr. Morris Engelman, der Mitbegründer des ״Joint Distribution Committe“ und agile Finanzsekretär des ״Central Relief Committe“, der dem Vorstand der ״Ohab Zedek“-Gemeinde angehört, äusserte sich dieser Tage auf seiner Durchreise in Zürich unserem Herausgeber gegenüber u. a. wie folgt: Die Juden Amerikas haben, seitdem die grosse •Ein- Wanderung im Jahre 1888 eingesetzt hat, erst ihre materiefle Existenz aufbauen müssen, weshalb die Einwanderer sich um die Pflege der kulturellen und geistigen' Interessen nicht in genügendem Masse kümmern konnten. Die Pflege der jüdischen und talmudischen Wissenschaft hat man vernachlässigt, und die Thora ruhte hauptsächlich nur auf den Schultern der eurqpäischen Judenheit. Mit Ausnahme von einigen Jeschi woth, wie diejenige der ״Jeschiwoth Jaakqb-Jossef“ und der ״Jeschiwoth Jizchak Elchanan“ (Hauptleiter Dr. Revel), die sich besonders in den letzten Jahren entwickelt haben, besass New York keine Pflege- Stätten der Thora im wahren Sinne des Wortes. Jetzt aber, da die Immigration gestaut ist und nicht in genügendem Masse intellektueller Nachwuchs nach Amerika gelangt, wurde im Hause von Rabbi Dr. Philipp Klein, wo seinerzeit der erste Grundstein zum grossen ine lltttte r^|g|iufsquf uflene, ■•wie in Taschen- Lsepald Letarer stiege 6 [z י(יומ «H3־* Flsohernächst Salz

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