Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 30 (25.7.1924)
- Date
- 1924-07-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 204 wagen werden..Nicht weniger interessiert die grosse jüdische Öffentlichkeit, was der״Jud“, das Organ der polnisehen Aguna, sagt. Wir zitieren aus einem ״Warum wir* schweigen“ überschriebenen Artikel des ״Jud“; ״Die zionistische Presse will aus unserem Schweigen Kapital schlagen. Die zionistische Presse will das Andenken von Prof, de Haan noch mit der Behauptung beschmutzen, dass auch die Orthodoxen von ihm abrücken. Aber siel sind im Irrtum, wie sie in ihrer sonstigen Kampagne gegen die Orthodoxie im bewussten oder unbewussten Irrtum sich befinden. Wir schweigen, denn wenn wir schreien wollten, so müssten sich alle Himmel öffnen vom Weh• geschrei über diese Schandtat in Israel. Schreien — dass die ganze Welt erzittert vor!der Brudermordhetze, zu welcher die zionistische Taktik geführt hat. Schreien —wir würden dann das Mass und den Ton unserer Worte in der Ver• zweiflung nicht mehr abschätzen können, und da würden die Zionisten jedes Wort ausgenützt und die Tatsachen verdreht haben, nur um die jüdische Masse irrezuführen, um nur die Aufmerksamkeit von diesem Schandfleck abzulenken. Schreien — es ist aber überflüssig, denn das frisch vergossene Blut schreit schon genug.“ — ״Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde.“ Das sind die Worte, an den ersten Brudermörder, an Kain, gerichtet, als er seinen Bruder Hevel erschlagen hat. Ein grösseres und eindringlicheres Geschrei wie des vom Brudermörder vergossenen Blutes gibt es nicht. Und *las eben jetzt vergossene Bruderblut von Prof. Jakob_ Israel de Haan schreit genug gegen die zionistischen Handlungen. . . . *N JCm*MS8B Brief aus Ungarn. (Von unserem ständigen Korrespondenten.) Der grosse kritische Tag ist ohne den gefürchteten Sturm abgelaufen. Wohlinformierte Kreise haben der Generalversammlung der orthodoxen Kehilla mit bebender Angst entgegengezittert, verchaswescholomte Naturen, die sich an jedem wolkentrüben Tage mit einem blattzerquetschten ״Mawir Jakob“ unter dem Kopfpolster zur Ruhe begeben, tuschelten geheimnisvoll über einen grollen» den Jomhadin, an dem es mit einem grossen Schofar zu Gericht gehen muss, und die Kleinen beben und die Grossen zähneklappern sollen. Und es kam anders. Es ging alles glatt. Es war alles koscher. Die hysterischen Zukunftspropheten behielten Unrecht. Es tobte wohl ein wenig; es gurgelte rollend durch den grossen Saal aber was die. Schwarzseher durch die rauchrussigen Brillen am Horizont zu erspähen, wähnten; das Zusammenprallen der leuchtenden Raketen am Firmament, es stellte sich nicht ein. Sie wollten dem Vorstand hart an den Leib, Seit Wochen sammelten und häuften sie das Kriegsmaterial. Geschosse aller Art und jeden Kalibers wurden aufgefahren. Und als es losplatzen sollte, da ging dem Dumdumgeschoss das treibende Pulver aus. Das Fleisch ist zu teuer! Die Mazzoth zu billig v(nach Pessach nattürlich). Die Steuern sind zu drückend! Die Mikwa — bei ihrer Nennung kommt dem echten Kritikaster von der •Trommelgasse das nichtvorhandene Wasser in den Mund und in die Augen — zu trocken. All das wollte man ganz wohlfrisiert, in Eloquentia gepresst mit Schlagwortsahne ״übertrofket“ den grünen Tisch (der auf Basis des Schulchan aruch fusst) auf den Kopf schleudern. Er erhob sich und alle Gemüter waren 1 besänftigt; die Elemente gebändigt und der Sturm war gelegt Autos ephal Er hat gesprochen! Der Roschhakoholl Zahl und Ziffer ist sein Element. Errungener Erfolg der Ersatz für den mangelnden Pathos. An seiner {ehrlichen Absicht zweifelt keiner. Seine ehrliche Jüdischkeit und jüdische Ehrlichkeit wie ein euklidisches Gesetz! Er ״will“ sprechen und alles schweigt und steht,ו wie ein hartgefrorenes Ohr, um den Bericht zu lauschen. Autos epha. E r hat das Wort ״Wir arbeiten. Unser Bestreben geht dahin, das von den Vätern ererbte rzu besitzen.' Die Kehilla muss eine autonome heilige Gemeinde bleiben. Die Alten kämpften für A w a u d o; Die Schul in ihrer altheiligen Form war ein Stück ihres Lebenszieles. Unser Streben geht weiter. Wir wirken für T a u r o l Die in der autonomen Gemeinde erhaltene, unter Leitung; hervor•' ragender Talmide-Chachumim stehende Talmudtora ist eine Musteranstalt und die mit ihr gemeinsame Vorbereitungsschule, für Leben bildende Jeschiwa des Raw aus Tinye erforderte Opfer, die nie zu schwer, zu gross und deshalb unerschwinglich sein dürfen. Denn sie sind das Leben unserer Seele und die Seele unseres Lebens.“, Wie Schwalben aus den Nestern so flattern unsere Kinder, Pester Ranken, nach den freien, heiligen, hellen Gegenden, wo der Himmel klarer und die Luft reiner ist — nach den Jeschiwos. Die orthodoxe Elementare und Bürgerschule für Mädchen und Knaben kann nur durch Anstrengung der Steuertatkraft erhalten und aufgebaut werden: ergo müssen sie bezahlen, bis der Buckel kracht. Gemilus Chesed und Zedoko, die wirksam in Erscheinung treten sollen, können nur durch volumnare Dis- Position demonstriert werden: ergo brauchen wir Geld. Und da die geistige Nahrung einer Kehillo ihre Lebenskraft potentiert, diese aber nur auf dem Weg der körperJ liehen Nährkraftquelle — durch Besteuerung des Fleisches und der Mazzoth mittels Gabellen gespeist werden kann, müssen sich alle das mit Liebe abringen lassen, was man ihnen so nüchtern aus der Tasche reisst und — bezahlen. Das Moto: eno nechol elo ״zoli“, darf nie vergessen werden. Und bleibt die Devise: ״Maulhalten und Steuerzahlen“ die Mammelukentugend einer bravlichen י i ־ י ־ " Kehillo halber^ jdamt kann die Generalversammlung be&l 32 Grad im Schatten 1 md, was mehr ist — freudiger, al& ך man ahnte, gcschlöase n werden. 1 , Budapest~-d)ie: G eneralversammlung: der orthodoxe» Kehilla in Budapest } 1at am 9. Juni!unter riesiger Be!* telligung der Balebatf» ו stattgefunden. Der Prachtsaal da® Gemeinde war überfüll t; die Stimmung wan eine gespannte; der Vorstand war »0B zählte. AbraHam von Freudiger eröffnete die Versami nlung und nach einigen einleitenden Worten, die in, knapp«;n Zügen das Wirken des Vorstandes darlegten, verlas Gm eräisekretär Heinrich Löffler *den Berieht, der mit Zahl 1s ad Ziffer all das bekräftigte, was der Rosch-Hakohol i kurz andeutete. Im Rahmen dieses Referates wurde alles mr ]spannt, was an Opfer und Erfolg das Jahr erbrachte* Mit < lern Wachstum der Kehila ist auch das Budget beträchtlich angeschwollen. Kultusun׳d Kultur- Institutionen, Syna! gogen und Tälmud-Thoras e: forderten Riesensummen. Die Kaschriseinrichtung und Erh altung erheischten Geldöpfei , die nur durch Ihanspruchr lahme der Steuerschraube uni 1 ihre rücksichtslose Anwendung erhältlich waren. No! . und Elend5 und Teuerung r wanaen zu Gemillus-Chesed-W 'erkan, die alle den unter d er bitteren Konjunktur keuch«;nden Balbatim mit Mühe abgerungen werden mussten A' ber: alles bewegt sich doch. Die Kehilla hat die Tendenz des. Weiteremporsteigens na ch wie vor beibehalten und 15 .t daran, zu; den bereite beste) lenden Institutionen, trotz de r kolossalen Schwierigkeiten, neue zu errichten. Nftbea d en arth. jüdischen: Schulten, 7 almudthoras, Synagogen, Fleischbänken und dem einzig{ irtigen orth. jüdischen*■ Spital, deren Erhaltung, fast unerträ gliche Lasten erheischen, gebt cter Vorstand jetzt daran, mit einem• Kostenaufwand von Milliarden eine Mikwa zu bauen, für die das. Verlar gen und drängende Bedürft) is seit Jahren vorhanden Ist. Akt. das Refarafc knüpfte si׳ch eine leidenstb<?ft*kbe Dis’kusvsbn, die von den Hfciren ׳Popper, Herzog u.nJ Spiegel geführt wu!de. Sie beklagen dl»*; Verteilimg der Lasten» die zumeist vom kleiinen Baibos getragen werden müssen. Man findet es!!?asozial, dass die HauPtsteuerqueflc der Kehilla das Koscr!viLiscn-Monopol sein soll und tadelt scharf die immense Verteuerung: der unentbehrlichen Lebensmitteln, des Rlazaoth und des Fleisches. Ntr den aafklärenden Bericht igungen des Rpsch Ifakohol — dem jeder den gute» Wille n, die ehrliche Absicht und angeborene Tüchtigkeit zuerk ennt, von demJeder überzeugt Ist, dass alles, was. geschieht, durch ihn am besten 1gemacht werden kann — gelingt es, die Opposition zu entwaffnen. Sa ging die Generalversammlung in versöhnlicher Stimmung zu Ende. Nr. 30 Szabad szalio. Traurige Botschaft bringe ich, Rabbi Meir Kol ich Weilt nicht mehr unter uns. Er wurde, 82jährig, von der Stätte seiner irdischen Wirk-, samkeit am 13. d. M. abberufen. Er war heilig' und gut; fleissig und lembefUessen. Sein Leben war nur der Thora; geweiht. Darum ist sein Verlust ein unersetzlicher. Gyöagyös. Die TalmudthQfa-Anstalt der orthodoxen Gemeinde hat ihr neues Heim kn Rahmen einer schönen Simches Mizwa eingeweiht. Unter Leitung des ehrw. Rabbiners A. Jungreisz wurde ein Sijum gefeiert und bei dieser Gelegenheit mit flammenden Worten die Bedeutung von Limud Hatot» beleuchtet. Die Teilnehmer opferten beim Bentschen schöne Summen für Jesehiwazwecke. @00 Vom tage. Die zionistische Exekutive und der Mord an Prot de Haan« Das Zentralorgan der zionistischen Organisation ״Haolam“ nimmt hochoffiziell zum Mord an Doktor de Haan Stellung. Das Zentralorgan verurteilt scharf den schändlichen Mord und knüpft noch folgende Betraditumgen an *dieses Verbrechen: ״Zweifellos werden jüdische und nichtjüdische Aufwiegler aus diesem Ereignis ihre Vorteile ziehen wollen.“ ״Wir hoffen, dass wenigstens die Agudas Jisro-el keinen Nutzen aus dem Tode Öhres Führers ׳wird ziehen wollen“... Angesichts des Umstandes, dass Agudas Jisroel selbst von der hohen Warte eines zionistischen hochoffiziellen Zentralorgans, im grossen und ganzen, nur für ein Grüppchen unverantwortlicher Volksverräter betraohtet wird, ist schon dankenswert, wenn solch ein hochlöbliches Zentralorgan!Hoffnungen an diese Ge■׳ Seilschaft von Verbrechern knüpft. Noch höher ist selbstverständlich der Umstand zu werten, dass die Hoffnung des ״Haolam“ in Erfüllung gegangen ist. Agudas Jisroel hat in all ihren offiziellen Kundgebungen sich grosse Zurückhaltung auferlegt. Sie hat es peinlich gemieden, ״aus dem Tode ihres Führers Nutzen zu ziehen“. Sie wagte •bloss schüchtern auf die Hassatmosphäre hinzuweisen, die durch die Hass- Propaganda und das Verrätergeheul der ganz- und halboffiziellen zionistischen Zeitungen gegen die Orthodoxie geschaffen wurde. Dass das hochlöbliche offizielle Organ kein Wort gegen diese Art der Behandlung von Weltanschauungen selbst anlässlich dieser schrecklichen Bluttat fand, ist eine Enttäuschung jener Kreise der Agudas Jisroel, die wiederum ihrerseits die Hoffnung gehegt haben, dass die zionistische Exekutive aus dem Tode eines meuchlings ermordeten jüdischen Kämpfers in Erez Jisroel mindestens diesen ״Nutzen“ für sich ׳und ihre Organe ziehen wird. Wiener, ״Hftfcoahner*41׳יס Hirifctt. Eis freut;sich: das - jüdische. Hörz:: des. Wieners,;', wenn mah von •den Siegesfährten• •der •Hakoafoner in fernen, fremden Länder itehört. Diesmal sind diese breitschultrigen, Träger des jüdischen Nätiana&smus > in Polen, Das ״Lodzer Tagblatt“ widmet; dem Ruhm der Hakoahner lange Spalten. ■Die Labeshyiwnen in der F r ,ej t a gnu mm&r des genanntem Blattes werden mit folgender. Ankündigung, geschlossen: ״Morgen, S a m Sttag».spielt Hakcah mit dem: Lodzer L. T. S. G. Das Match verspricht sehr interessant -zu werden, weil sich das Lodzer <L. T. ß. -Ca in guter Form befindet und Hakoah ia seiner? besten Aufstellung spielt. Die Einkünfte sind zur Erbauung, von einer Turnhalle für; den Lodfcer Sportklub ״Bar Kochba“ bestimmt.? Das morgige Match ist eör ״Jfaim Tow“ (sic!) für die jüdische Bevölkerung ia Lodz.“ Dass Hakoah in; seinem Sportbetrieb den heiligen Sabbat trotz des Beschlusses der jüngsten GeneraHversammlung, ehe jüdischen Heiligtümer zu respektieren, ausser acht lässt, überrascht undicht.Die Beschlüsse einer Generalversammlung, selbst jener von Hakoah♦ sollen nicht höher, gewertet werden als die ähnlichen Beschlüsse des Zionistischen Kongresses: und die gleichlautenden: Zusagen der zionistischem Exekutive, Ueberraschender ist die Kühnheit des, ״Lodzer Tagblattes“־, anlässlich des Sabbatspieles,:von; Hakoah von einem ״Jom Tow“ der jüdischen Bevölkerung von Lodz zu sprechen-. Die jüngsten Gemeandewahlea in Lodz haben es bewiesen, d&ss die überwiegende Majorität der! Lodzer Bevölkerung das. jüdische. Gemeinschaftsleben im Geiste der Thora lösen will. Hoffentlich wird, die thoratxeue Majorität der iüdiseihen Bevölkerung, Lodzs •die geeignete״!Mittel ergreifen, umsolch; eine, die jüdische Bevölkerungtief kränkende Behauptung zurückzuweisea. Ein kräftiger Protest -gegen -eine -derartige Entstellung der Wahrheit würdfe. wohl; der thoratreuen. Judenheit in Lodz das. Schimpfwort; ״Verräter!‘ an den neuen jüdischen ׳ Kulturgütern einbringen, aber hoffentlich wird die ■ selbstbewusste thoratreue Judenbeit Lodzs schon gelernt haben,, dass solch ein Verrat an den Errungenschäften der jüdischen Moderne kein Schimpf, sondem Pflicht und Ehre -ist. * NACHR|CHTS&li; Rabbi Dr. Pinchas Kobn bei Sir Herbert Samuel. London. (A.J. P. B.). Rabbi Dr. Pinchas• Kohn, Leiter des. Zentralbureaus der. Agudas JisroaL in hat. seine Londoner Anwesenheit benutzt um die Wünsche der Agudas Jisroel und Waad Hoir Haaschkenasi in Erez Jisroel, bei. den in Bntracht kommenden Stellen zu unterstützen.. Er hatte auch: eine längere Unterredung mit* dem High Comoassioner Sfc Herbert Samuel^ die privaten!; Charakter trug. Rabbi Dr.. Pinchas Kohn hatte bei dieser Unterredung Gelegenheit gehabt mit Sir Herbert Sa-- muel in zwangsloser״ Weise über alle jüdischen Fragen», sich auszusprechen. Vortrag des Sejmdepu&erten Oberrabb. Schapira ia! Wien. Donnerstag de.» 15. Tammus, sprach! Oberrabbinex Meier Schapira aus Piotrkow vor gefüllten* Saal im Bayrischen Hof über die E׳migra$onsbew!egung nach •Erez Jisroel. Einleitend'schilderte er dfc Tätigkeit des Keren H-atauro, besonders die Arbeiten; zur Errichtung de® grossen Jeschiwoh im Lublin; Er stellte mi-t Befriedigung fest, dass» die diesbezüglichen: Beschlüsse der Kenessio planmässig in; Wirklichkeit: umgesetzt werden.. Auch die Beschlüsse der Kenessio, in bezug auf Erez Jisroel führen nicht bloss ein d-ekoratives Dasein. Trotz •aller Schwierigkeiten gehen auch diese. Beschlüsse einer Verwirklichung entgegen.. Besonders hat die grosse Delegation aus Polen, an deren Spitze der Gerer R-ebhe stand; eine nachhaltige Wirkung ausgelöst. Die Emigrationsbewegung in Polen hat neue Impulse erfahren und wenn auch die grossen Kapitalisten durch die •Unmöglichkeit einer vernünftigen Liquidation ihrer Immobilien an der י־סמז mentanen Auswanderung verhindert $Snd, so zieht mindestens ein sehr wertvolles Menschenmaterial, das leider infolge seiner Armut nichts zu liquidieren hat, mach Erez Jisroel. Eine grosse Zahl von diesen Emigranten befindet sich zurzeit in schrecklicher Not in Wien. Oberrabbiner Schapira richtete ■dann einen tief erschütternden Appell an die Versammlung, in allen jüdischen Kreisen Wiens mit erhöhter Energie zugunsten der Emigranten zu arbeiten- Die Gründung eines jüdischen Zentral-Hftiskomttees in Wien. Auf Einladung des Präsidenten der isr. Kultusgemeinde in Wien, Prof. Dr. Alois Pick, fand sich Dienstag den 22. Juli eine stattliche Zahl von Delegierten fast aller Wohlfahrtsorganisationen im Sitzungssaale der Isr. Kultusgemeinde ein, um vor allem dem furchtbaren Elend der in Wien weilenden Emigranten zu steuern. Die Orthodoxie war durch die Herren Sandor Adler, Max Hofbauer, B. Hirschler, Kalman Pappenheim, Rabb. Dr. Pollak, J. Steinfeld vertreten. Nach einer kurzen Eröffnungsansprache des Präsidenten Prof. Dr. Pick referierte Sekretär Alfred Weiner über die traurige Lage der Emigranten und schlug l die Gründung eines gemeinsamen Komitees aller Wohl-