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Jüdische Presse · 1924-06-27 · 26 (27.6.1924) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
26 (27.6.1924)
Date
1924-06-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Seite 175 Nr. 26 jOMSCflE PRESSE ihre Arbeit -seit der vor zwei Wochen auf Initiative dei1 Landeszentrale ,.)erfolgten Gründung zu, aus dem hervor'• geht, dass sie eine rege Tätigkeit entfaltet, die mannigfache Erfolge aufzuweisen hat. Der schöne Anfang berechtigt zu den besten Erwartungen für die Zukunft. Spanien wünscht die Juden zurück. Das spanische Organ in New York, der ״Heraldö Cuba“, teilt mit, die New Yorker Rabbiner de Sola und! Schulmann hätten Nachrichten empfangen, nach welchem der spanische Diktator, General Primo de Riviera, bereit ist, nicht allein in Madrid eine Universität hauptsächlich für jüdische Studenten zu eröffnen, sondern auch eine all• gemeine jüdische Einwanderung in das Land zu begünstigen, in der Absicht, den spanischen Handel dadurch wieder zu beleben. > \ Das Resultat der KehHowahlen in Warschau. Aguda 18 Mandate (8000 Stimmen), Zionisten 4 Mandate (5990), Bund 5 '(2345), Linke Poal'ej Zion 2 (1159), Folkisten 3 (1401), Alexandrer Chassidim 2, Zdoko-Chewres 1, zusammen 50 Mandate. Liste der Aguda-Mandatare und der Aguda gesinnungsmässig nahestehenden Dosores der Warschauer Gemeinde. 1. Jeschaja Rosenbaum 2. Eliahu Kirschbraun (Seymdep.) 8. Jankel Trockenheim 4. I8ak Meier P r i w e 8 6. Mendel K a 1 i s c h 6. Isak Maier Lewin 7. Nathan Bramberg 8. Nuchem Rosenield 9. Dawid Weidenfeld 10. Mordecha Lsib ßruman 11. Abraham Hundo 12. Jakob Taub 18. Moses Levner 14. Abraham Goldschlag 16. Gerschon Salomon R i t m e i 81 e r 16. Menachsm Zemba (Rabbiner) 17. Menes Riba 18. Mendel P r i w e 8 19. Cbaim S a 1 z s t e i n 20. Jecbiel Maier Anker 21. Izchok 31 ickgold Die Verschiebung der Gemeindewahlen in Lodz. Lodz. (A.J. P. B.) In Lodz wurden die Wahlen auf den 4. Tamus (6. Juli) verlegt. In agudistischen Kreisen erblickt man in der Verschiebung einen unfreundlichen Akt der gegenwärtigen agudagegnerischen Gemein'deleitung. Die polnische Regierung wünscht Assimilanten In der jüdischen Gemeinde. Warschau. (J. T. A.) Die polnische Regierung hatte 6ich das Recht Vorbehalten, ihrerseits drei Mandate für/ die Warschauer jüdische Gemeindeverwaltung zu nominieren. Es verlautet, dass. die Regierung zu Mitgliedern der Gemeinderepräsentanz drei« notorische Assimilanten ernennen will, ״damit in der Repräsentanz jede Richtung1 im Judentum vertretenl sei“. Wie bekannt, haben die Assimilanten während der Wahl kein einziges Mandat durchzubringen vermocht. i Der jüdische Parlamentsklub hielt über diese Frage eine Sitzung ab. Die .Deputierten Grünbaum und Rabbiner Lewin wiesen näch, dass laut dem jüdischen Gesetz eine Regierung keine jüdische^ Gemeindevertreter ernennen darf. Es wurde beschlossen, dass keine der jüdischen Parteien eine Nomination seitens der Regierung annehmen 8011, Daraufhin wurde eine Kommission aus den Deputierten Grünbaum,. Dr. Thon und Kirschbraun an den Bildungsminister entsandt, um ihm die Forderung zu überbringen, dass die Nominierung der drei Vertreter durch die jüdische Repräsentanz selbst geschehen soll. i Der Kampf um die religiöse Gemeinde in Wilna. Weitere Angriffe Dr. Wigodski’s. Wilna. (A/J.P.B.) Dr. Wigodski setzt seine Angriffe in der Presse gegen RabbiChaim Osefl Grodzenski und gegen die übrigen Mitglieder des Wiinaer Rabbinats fort. Doktor Wigodski argumentiert, dass der Kampf der Rabbiner um die religiöse Gemeinde die jüdische ,Einheitsfront zer4 stören muss, die in der gegenwärtigen antisemitischen Zeitepoche besonders notwendig ist. Er behauptet weiter, dass das Wiinaer Rabbinat in diesem Kampfe isoliert dasteht und schliesst den Artikel mit persönlichen Angriffen auf Rabbi Chaim Oser Grodzenski uhd Rabbi Menachim Krakowski. Die ebenso unsinnigen wie grundlosen Beschuldigungen, besonders ■ die persönlichen Angriffe auf den weltberühmten Wiinaer Rav haben in den reUgiösen Kreisen Wilnas eine stärke Erregung hervorgerufen. Protestversammlung gegen Dr. Wigodski. Wilna. (A. Jv P. B.) Sonntag den 13. Siwarij (15. Juni) fand hier unter Vorsitz von Rabbi Chaom Osep Grodzenski-eine grosse Protestversammlung gegen die Kapipfmethode. der Linksparteien, besonders aber gegen' die gehässigen persönlichen Angriffe Dr. Wigodskis gegen das •WiinaerRabbinat statt. Die Versammlung beschloss, ge• : eignete. Abwehrmassnahmen zu treffen^ gegen diese Art HIRMN KNABIN KIND IR KLEIDER MIRRKN KNABIN KINDER J. STERN, WIEN II. OLOCKINOASSI IS ll TILIPHON 4C-S-S9 liftgir tob fertigen Kleidern. Für Maeebeetellungen bla an den feinsten Stoffen Torr&tig ErstkUeelge Znsofcnelder, beete Arboitskrdfte. Anf Vermeidung tob שטנת Wird genauest gelobtet. des Kampfes gegen den religiösen Charakter der Ge•( meinde, ferner wurdei beschlossen, eine ständige Ver• tretung der Bethäuser zu gründen. Inspektionsreise Frau Sara Schenira, Leiterin der Beth Jakob-Schule ln Krakau. Krakau. (A. J; P. B.) Frau Sara Schenira, die Gründerin der ersten‘ Beth Jakob-Schule in Krakau, machte in Begleitung ihrer Schülerin, Fräulein Kirchbaum, eine Inspektionsreise zur Besichtigung der im letzten;;.»irc gegründeten Beth Jakob-Schulen in Stanislau, Kolomea, Przemysl und Olkus. Die Schularbeiten, alle mit ausgezeichnetem Erfolg, dienen als Beispiel zur Gründung von weiteren Schulen. < Rabbi Chaim Moschulaum Kaufmann s. A. Warschau. (A. J. P. B.) Sonntag, den 13. Siwaif verschied im Alter von 62 Jahren der bekannte Gaon «Rabbi Chaim M. Kaufmann von Pultusk. Er bekleidete seit 18 Jahren die Rabbinerstelle in Pultusk. Propagandareise Dr. Wfnkler’s in Norwegen. Christiania. ,XA. J. P. B.) Rabbiner Dr. Winkler (Christiania) hat die jüdischen Gemeinden Norwegen^ bereist und für Keren Hathora und Keren Erez Jisroel( erfolgreiche Propaganda gemacht. Der ״Lubowiczer Rebbe“ übersiedelt nach Petrograd. Riga. (J• T. A.) Der berühmte Lubowiczer Rebbe1 hat vor kurzem die Stadt Rostow am Don verlassen,( weil er seitens der lokalen jüdischen Sektion Verfolg gungen ausgesetzt war. Er suchte um die Erlaubnis an, seinen Aufenthalt in Leningrad (Petrograd) nehmen zu dürfen. Diese Erlaubnis wurde ihm nun erteilt. Mehrere seiner nächsten Chassidim haben ebenfalls in Leningrad dauernden Aufenthalt genommen. י Bannspruch der frommen russischen Juden gegen die ״Lebendige Synagoge“. Kiew. (J. T. A.) Wie der J. T. A.-Vertreter erfährt,! sind die Gründer der sogenannten ״Lebendigen Synagoge“ in Poltawa frühere Bundisten und Poale-Zionisten. Die Versammlungen werden stets gut besucht, weil die Synagoge der einzige Ort ist, wo man über Religion!und Juden-1 tum frei reden kann. Die frommen Juden Poltawas haben׳ die ״Lebendige Synagoge“ in den Cherem getan. Hilfstätigkeit amerikanischer Agudisten. Frankfurt. Rabbiner Dr. Leo Jung (New York) hat für das deutsche Hilfswerk der Aguda zehn Kisten Kleider gesendet, ebenso namhafte Beträge für Keren Hathorä und Keren Erez Jisroel. Für die Wiederauflebung rabbinischer Schiedsgerichte. Minneapolis. (J. T. A.) In Minneapolis machte die Bne Brith-Loge die Anregung, dass die alten rabbinisehen Tribunale der Vergangenheit, da der Rabbiner noch der Richter seiner Gemeinde war, wieder eingeführt werden. Jüdische Anwälte in dieser Stadt treten ebenfalls dafür ein, dass Streitfälle aussergerichtlich durch Rabbiner geschlichtet werden. Es wurde ein Statut für innere Organik sation solcher Rabbinergerichte abgefasst. Grandioser Empfang der Rabbiner-Delegation in Chicago. Chicago. (A. J. P. B.) Die Rabbinerdelegation traf in Chicago am 2. Juni ein. An dem grandiosen Empfang! der Delegation beteiligten sich viele tausende Gäste. Auch der Bürgermeister erschien zur Begrüssung der Gäste. An dem Bankett zu Ehren der Rabbiner nahmen 300 Führer und Vorstände der verschiedenen Vereine teil. Der offizielle Redner״ war Oberrabbiner Schapiro aus Kowno, der in einer eineinhalbstündigen Rede die Lage der Jeschiwoth in; Europa und besonders in Litauen schilderte. I immnmtmmwmnnmmmhfmmimKmmmmm Hübtoke Vorzimmer, ■ohöne Klotten (praktische Patent-Abwaschtiscbe), gediegene Soblafzlmmer, reisende Vüdokenzlmmer usw., einzelne Küchengerate aller Art MSbfllspiziilfibrik ״KÜCHENFEE" KARL KLIMBEROER k Oo. Wien, XX. Be־., Engelaplit* Nr. 6 Nur eigene Erzeugnisse, garantiert solide Bauart. Höchste Auszeichnung (Goldene Medaille 1918). Filialen: 1., 8plegel|t1se 15 VIII., Josefstidterstr. 30 111., Landstr. Hauptstr. 65 XVIII., Wfthringerstraooe 115 IV., Margarateaatraaae 2 XXL, Hanptatraasa 28 VI., Stanpergassft 51 XXI, Kagras,Wagraaorstr.il• ביה. STATTKARTEN Alle Verwandte, Freunde und Bekannte laden wir auf diesem Wege zur Trauung unserer Kinder מ ח ל ח und ד ו ך ein, welche למז״ט T1DO 1TTI אי״ה בי1ם ד א׳ (Mittwoch, den 2. Juli d. J.) um ‘/s2 Uhr in der Schiffschui, II. Grosse Schiffgasse 8, stattfiadet. Wien, im Siwau 6684 Rabbiner Jose(‘ II. Herminengasse 13 Frau Laa Perlstein Kezmarok Die grossen Jeschiwoth in Litauen: Slobotko, Poniewes, Kelmi, Teltschi. sind die Hochschulen der Thora- Wissenschaft, aus denen die zukünftigen Führer des jüdi•/ sehen Volkes hervorgehen. Ausserdem ( sind noch 21' kleinere Jeschiwoth und ungefähr 100 Jabneschulen mit 7000 Zöglingen. ״Wird unsere Mission keinen Erfolg haben,“ schloss der Kownoer Rav, so ist das gleich־« bedeutend mit einem Todesurteil für die künftige thoran treue Generation.“ Der Erfolg war die Aufbringung von! 18.000 Dollar. י Der Doktortitel iür Zöglinge der New Yorker Jeschiwah. New York. (J. T. A.) Das Kollegium der Universität des Staates New York hat das theologische Semina!( beauftragt, dem Rabbiner Isaac Elchanan vom theologisehen Seminar die Genehmigung zu erteilen, seinen Schülern den Doktorgrad für hebräische Wissenschaft und Literatur zu verleihen. Die Wahlen zum Waad Hoir Hoaschkenasi. Jerusalem. (A. J. P. B.) Die ersten auf demokratischer Grundlage durchgeführten Wahlen zum Waad Hoir Hoaschkenasi in Jerusalem fanden Mittwoch, den 2. Siwan (4. Juni) statt. Die Wahlbeteiligung war überaus gross. Mit Rücksicht auf den Charakter der Wahlen herrschte eine ge4 hobene und feierliche Stimmung unter den Wählern. Von den ungefähr 1500 Mitgliedern der Gemeinde erschienen 1200 an der Wahlurne. Wahlvorschläge wurden von vier Gruppen erstattet. Die Liste der Agudas Jisroel hat die Majorität errungen. Grosse Protestversammlungen gegen die Sabbatentweihung zionistischer Führer. Jerusalem. (A. J. P. B.) Die öffentliche Sabbatentweihung, die die Mitglieder der engeren Exekutive der obersten zionistischen (BehördeGeorg Haiperu r,und Vaan Friedsland bei ihrem jüngsteniAufenthalt in Chaifa begangen haben, hat eine grosse Erbitterung in allen religiösen Kreisen Erez Jisroels hervorgerufen. In Jerusalem fand auf Initiative des Mischmeres Schabbosverein Dienstag, den 8. Siwan 'י ein Massenmeeting statt, in welchem mehrere Redner der Erbitterung der thoratreuen Judenheit über solche Vorfälle Ausdruck gaben. Rabbiner Selzmann aus New׳ York wies auf die unangenehmen Folgen hin, die solche Handlungen bei dei* amerikanischen Judenheit hervorrufen werden. Zum Schluss nahm die Versammlung eine scharfe Protestresolution an. In den Versammlungen in, Chaifa und Tiberias wurde der Forderung Ausdruck gegeben, dass die obgenannten Mitglieder der engeren zionistischen Exekutive sofort demissionieren. Eine neue Mädchenschule in Tiberias. Tlberias. (A. J. P. B.) Seit langer Zeit wird von der hiesigen orthodoxen Judenheit die Notwendigkeit einer frommen jüdischen Schule für Mädchen empfunden. Unter Vorsitz von Rabbi Mosche Kliers hat sich nun ein!Komitee gebildet, dessen Arbeit nun mit dem Erfolg gekrönt wurde, dass die erste Klasse einer Mädchenschule eröffnet werden konnte. Die Schule weist einen guten Besuch auf.׳ Nebst den Leistungen der heimischen Bevölkerung trägt Agudas Jisroel zur Erhaltung der Schule bei. { Die Uebersiedlung der Jeschiwoth ״Keneseth-Jisroel nach Jerusalem. Jerusalem. (A. J. P. B.) Der Schwiegersohn von; Rabbi M. M. Epstein (Slobotko) ist hier eingetroffen! Seine Anwesenheit war mit dem Plan der Uebersiedlung der Slobotker Jeschiwoh nach Erez Jisroel verbunden. il1IWiWiililllMilllM>IIIIIIIIWtliillllllllHIM*ll>Hi^lifiil413 Brautausstattungen Billigste Einkaufsquelle in Leinen- und Damastwaren, Chiffone, sowie in Taschen- und Tischtüchern etc. Leopold Lederer stieg# 5 (nichst Salzgries), Telephon 66-3-71 Die VI. Internationale Donau-Messe findet statt vom 23. August bis 2. September 1924. 18 Ausstellungsgruppen. 88%ig® Erm&ssigung auf den Eisenbahnen. Anmeldungen an die Direktion der Messe, Bratislava, Hafenstrasse. Perücken aus dauergewelltem Naturhaar, garantiert unsichtbar im Tragen, liefert kurzfristig Rudolf SCHIFF Wien, 1. Bezirk, KXrntneretraeee 1 (nichst 40m Stcfaaaplata, am 41e Ecke)

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