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Jüdische Presse · 1924-06-20 · 25 (20.6.1924) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
25 (20.6.1924)
Date
1924-06-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 168 JÜDISCHE PRESSE Nr. 25 ES KLEIDER 8» i. STERN, WIEN II. OiOCKINOASSI 38 11 TILBPHON 48-3-8•!•*gar von fertigen Kleidern. Für Mannb estelltmgen bi• su den feinsten Stoffon vorrätig- Erstklassige Znsohnelder, beste Arboitskrüft•. Auf Varmaidung _von שטנץ Wird genauest gaschtet. Smyrna. Es gibt zwei judäo-spanische Zeitungen: ״El Tempo“, die zweimal wöchentlich, und ״El Telegrafo“t die dreimal wöchentlich erscheint. Beide sind unpolitisch. Es gibt in der Türkei keine zionistischen oder jüdisch nationalen Organisationen und es werden keine Fonds für die Palästinaarbeit erhoben. Die Juden der!Türkei sind loyale Bürger, dankbar für die Freiheit und brüderliche Behandlung, die sie in den letzten 400 Jahren ln der Türkei genossen haben. Sie haben die Zuversicht; dass dieser günstige Stand der Dinge immer fortdauern wird. Reorganisation des türkischen Oberrabbinats. Konstantinopel. (J. T. A.) Die Vorsteher der jüdischen Gemeinden in der Türkei sind hier zusammengetreten und haben in mehreren Sitzungen beschlossen, in Anbetracht der gegenwärtigen Lage in der Türkei das Oberrabbinat nach moderneren Grundsätzen zu reorganisieren. Eine Kommission aus fünf Personen wurde bestimmt, die Angelegenheit des Oberrabbinats solange zu verwalten, bis die Revision der Verfassung des Oberrabbinats durchgeführt sein wird. Der Oberrabbiner Chaim Bedjarano Effendi wird hach wie vor von der zivilen Behörde als der legale Re- Präsentant der Juden in der Türkei angesehen. Er versieht wie bisher sein Amt gemäss den offiziellen Statuten des Rabbinats. Während der Sitzungen ergaben sich Meinungsverschiedenheiten in betreff der Aenderung der Statuten des Rabbinats. Einige Mitglieder waren dafür, dass eine solche Aenderung nicht stattzufinden habe, bis nicht die.Regierung das neue Gesetz, das die Lage der religiösen Institutionen im Lande regelt, hat ins Leben treten lassen. Andere vertraten demgegenüber den Standpunkt, dass die Minderheitsklauseln des Vertrages von Lausanne ausreichten, die jüdische Bevölkerung zu schützen. Endlich wurde beschlossen, dass eine neue Verfassung, die das Oberrabbinat regelt, entworfen und der Regierung zur Begutachtung vorgelegt werden soll. Man stimmte darin überein, dass es besser sei, selbst die Initiative zu ergreifen, als zu warten, bis die Regierung ihrerseits den jüdischen Gemeinden ihre Vorschläge macht. Es wurde eine Kommission aus zehn Personen gewählt, die die Verfassung des Oberrabbinats zu redigieren haben wird. Mr. H. B. Reisner ist das einzige aschkenasische Mitglied in den beiden Kommissionen. ' Die Zahl der Juden in Persien. Teheran. (J. T. A.) Lieber *die mutmassliche Zahl •der Juden! in Persien׳ erfährt der J. T. A.-Vertreter an massgebender Stelle folgendes: Wenn auch bis jefat keine Volkszählung in Persien statitgefurtden, hat, so kann man doch die Zahl der in Persien wohnenden Juden mit einer gewissen Sicherheit auf etwa 80.000 Schätzern Zumeist leben die Juden in der ־,Hauptstadt Teheran und in den grösseren Provinzstädten wie iHamadan, Isphahan, Schiraz, Kashan, Kermanschiah, Meshed usw. In den kleineren Städten und auf dem Lande sind jüdische Einwohner kaum noch anzutreffen. Gefährliche antijüdische Stimmung in Teheran. Teheran. (J. T. A.) Wie schon kurz berichtet, fanden in der zweiten Hälfte des Mai in Teheran antijüdische Unruhen statt. Nunmehr liegen darüber ausführlichere Nach• richten vor. Die Sache begann damit, dass ein paralytischer moslemitischer Knabe in ein jüdisches Haus kam und sagte, das Haus gehöre ihm und die Leute, die darin lebten, wären seine Diener. Der Hausbesitzer rief einen Polizeimann herbei, damit dieser den Jungen in ein Krankenhaus schaffe. Inzwischen bekam der Junge einen epileptischen AnfaU. Ein Haufen von Mohammedanern rottete sich zusammen und verlangte von den Mullahs (Priestern) eine Autorisation, die Juden zu massakrieren, die, wie sie sagten, einen mobammedänischen Jungen getötet hätten. Die Polizei zerstreute den Haufen und der Junge, der jüdische Hausbesitzer sowie zwei Jüdinnen wurden zur Untersuchung auf die Polizeistation gebracht, wo sie noch immer zurückgehalten werden. Am nächsten Morgen drang ein Haufen von ungefähr 2000 Mohammedanern in das jüdische Viertel ein mit der Absicht, zu massakrieren und plündern. Jedoch die Polizei war vorbereitet und zerstreute den Pöbel. Alle jüdischen Läden wurden geschlossen und Bind seither noch nicht wieder geöffnet worden. Kein Jude wagt es, das jüdische Viertel zu verlassen. Am Abend darauf gelang es dem Pöbel, wieder ia das Viertel einzudringen und ein Massaker einzuleiten. Sechs Juden erhielten Messerstiche, zwei von ihnen ringen mit dem Tode. Ungefähr ein Dutzend anderer Juden erhielten andere Verletzungen. Auch diesmal verhinderte die Polizei ein grösseres Unglück. DerUeberfall widerholte sich am nächsten Tag und diesmal wurden acht Juden verwundet. Die Stimmung ist noch immer sehr erregt. In Verbindung mit den Gerüchten, dass der paralytische Junge inzwischen gestorben ist, hetzen Agitatoren immer wieder die Menge auf, indem sie verlauten lassen, die Juden hätten einen Seyed (Nachkomme des Propheten) getötet. Dp. Aranyi Sigmund Direktor - Chefarzt des Grand Sanatoriums und ärztlicher Rat des Trenöin -Teplicer Bades, hat seine ärztliche Ordination im Badeorte Trenäin-Teplice neuerdings begonnen. Von der Aguda ln Argentinien. Buenos Aires. (A. J. P. B.) Es gelang der Aguda ln Buenos Aires, grössere Summen für Keren Erez Jisr 0 e 1 zu schaffen, die bereits den Thoralehranstalten des heiligen Landes zur Verfügung gestellt wurden. Ferner wurde eine spezielle Unterstützungskassa für Sabbathaltende geschaffen. Auch auf dem Gebiete des Kaschruth־ wesens und der Schaffung einer koscheren Schechita ln Buenos Aires gelang es der Aguda, einige Verbesserungen zu erreichen. Es wurde ein Kaschruth- und ein Schechitakomitee gebildet, die mit grosser Energie und gutem Erfolg arbeiten. Der ״Jüdische Wecker*‘ für den Sabbath. Buenos-Aires. A. J. P. B.) Das Wochenblatt der ״Jüdische Wecker“ weist in einem längeren Artikel auf die zunehmende Entweihung des Sabbattages hin, die fast in allen jüdischen Keisen in Argentinien üblich geworden ist. Die Zeitung schlägt vor, eine energische Aktion für die Heilighaltung des Sabbattages einzuleiten, um die Zukunft des jüdischen Lebens in Argentinien zu sichern. Eine amerikanisch-jüdische Delegation nach europäisehen Hafenstädten. New York. (J. T. A.) Das Direktorium der jüdischen Immigranten-Hilfs- und Schutzgesellschaft ״Hias“ hat eine Delegation nach Europa entsandt, die die Bedingungen in den Hafenstädten erforschen, mit den lokalen jüdischen Organisationen in Berührung kommen und eine jüdische Emigrationssbewegung nach Kanada, Argentinien, Biasi• lien, Peru, Palästina und Südafrika organisieren soll. Die Delegation besteht aus den Direktoren der Hias: Aron Benjamin, B. S. Vladook, M. Weinberg und Herrn Isaak Osefsky. Die Delegation trat am 7. Juni an Bord des ״Majestic“ die Reise an. Diese Massnahme bedeutet eine radikale Erweiterung der Arbeit der Hias, die sich bis jetzt auf die Hilfe an die Immigranten, die schon in Amerika oder auf dem Wege nach Amerika waren, beschränkt hat Das palästinensische Oberrabbinat ein Weltrabbinat (?) New York. (J. T. A.) Der Antrag auf Einrichtung einer grossen Jeschiwah in Jerusalem, die mit dem Rabbi Isaac Elchanans theologischem Seminar in New York einen Austausch von Professoren, Studenten und Publikationen pflegen soll, wurde von der Vereinigung der orthodoxen Rabbiner von Amerika und Kanada auf ihrer vor kurzem beendeten Konferenz beschlossen. Es wurden Komitees eingesetzt, die die Errichtung einer Welt jeschiwah in Jerusalem vorbereiten sollen. Oberrabbiner Koak aus Jerusalem machte den Vorschlag, dass das Oberrabbinat von Palästina, das offiziell von der brittischen Regierung anerkannt ist, so ausgestaltet werde, dass es die grössten lebenden jüdischen Gelehrten in der ganzen Welt um sich versammle und auf diese Weise die geistige Autorität für die Weltjudenheit werde. Der Vorschlag wurde von der Konferenz angenommen. Es wurde ein Komitee ernannt, das für die Errichtung eines angemessenen Heimes für das Oberrabbinat in Jerusalem, das dann auch das Weltrabbinat aufnehmen wird, sorgen soll. Ein tunesischer mohammedanischer Führer über religiösen und politischen Zionismus. Jerusalem. (J. T. A.) In einem Gespräch mit einem Vertreterder Palästinensischen Telegraphenagentur äusserte sich der jetzt in Palästina weilende Führer der Mohammedaner in Tunis, Abdiul A'zilz Salebi, über die Kalifatsfrage dahin, dass die Wahl des Königs Hussein von Hedjas als Kalifen keine endgültige sei. König Hussein, sagte er, ist durch eine!kleine Minorität der Mohammedaner gewählt worden. Man muss noch die Konferenz der mohammedantsehen Delegierten, die nächstes Jahr in Kairo stattfin'det, abwarten, bevor man die Kalifats!rage als erledigt ibetrachten darf. Abdul Azi'z bazeichnete den panar attischen Verband als einen!Traum. In bezug auf die jüdische Flrage in Palästina machte Abdul Aziz einen Unterschied zwischen dem religiösen׳ und dem politischen Zionismus. Der :religiöse Zionismus, sagte er, ist friedlich, während der politische Zionismus das wicht ist. Er meinte, dass Palästina nach denselben Richtlinien aufgebaut werden sollte, wie die Schweiz; er glaube sicher, dass wenn die arabische und die jüdische Welt sich in Palästina vereinigen •würden, diese Vereinigung eine grosse Macht darstellen würde. Der neue Leiter von Jeschiwas Zion in Jerusalem. Jerusalem. (A.J.1P.B.) Rabbiner Dworets ans Litauen wurde als Nachfolger des verstorbenen Rabbiners Katzenelienibogen zur iUebemabme der Leitung von Jeschiwas Zion berufen. Eine neue Talmud Thora in Jaffa. Jaffa. (A. J. P. B.) Im Aufträge des Lubawiczer Rebbe gründete Rabbi Salman Hevlin, der Leiter der Thorat Emeth Jeschiwa in Jaffa, in der Siedlung Meak! Schearim, eine neue Talmud-Thora. ( Palästinensische Kaufleute gegen die zionistische Exekutive. Jerusalem. (Ita.) In Tol-Awiw fand dieser Tage eine Versammlung der Fabrikanten und Geschäftsleute statt, auf welcher an der Haltung der palästinensischen zionistischen Exekutive gegenüber den Geschäftsleuten in Palästina Kritik geübt wurde. Es wurde beschlossen, der palästinensischen zionistischen Exekutive ein Protestmemorandum zu übersenden und, sollte dies nötig werden, sich auch an die Leitung der zionistischen Weltorganisation in London zu wenden. Die Hintergründe der Arbeitslosendemonstration in Jerusalem. Jerusalem. (J. T. A.) Zu ׳dem Bericht über die Arbeltslosenikundgebuingen von der Zionistischen׳ Exekutive •ist noch!zu melden: Eine Menge von etwa 50 Personen, •unter ihnen »eine Anzahl älterer, g!ar nicht dem Arbeiterstände angehörender Leute, wurde auf der Strasse von sogen. Arbeitslosen!zur Auffüllung ihrer Reihen angöworben. Die Gruppe erschien am 18. Mai im •Bureau •der ipalästinemsischen!zionistischen Exekutive und! veranstaltete dort eine Arbeitslosendemonstration. Sie wünschten׳ die Mitglieder der Exekutive zu sehen, die auch, unter der •Voraussetzung, dass die Demonstranten sich zerstreuten, eine kleine!Deputation zur Besprechung empfangen wollten. Die Menge weigerte sich aber, auseinanderzugehen. Einige, die fortgehen• wollten,!wurden von den Anführenden zurüctogehaiten. (Als!dann endlich Polizei׳ gerufen wurde, verliess die Menge ruhig das Gebäude. Eine Person wurde verhaftet. Dieser Versuch einer ,Demonstration soll •auf die •Ab- Spaltung der kommunistischen Gruppe des allgemeinen jüdischen Arbei'teriverbandes •zurückzuführen sein. Die kommunistische Gruppe vermied es seither, sich an das Arbeitsbureau des Verbandes, wo Arbeit für alle Arbeitswilligen zu haben war, zu wenden. Der Schlichtungsversuch zwischen Dr. Ruppin und dem ״Dear Hajom“ gescheitert. Jerusalem. (J. T. A.) Der Rat des palästinensischen Arbeiterverbandes ״Histadruth Haowdim Haklalim“ hat eine Resolution angenommen, in welcher dem von Doktor Ruppin geleisteten Werk für die jüdische Kolonisation in Palästina die Anerkennung und dem ״Doar Hajom“ wegen seiner Angriffe auf Dr. Ruppin die Missbilligung ausgedrückt wird. In der Resolution wird gesagt, diese Ausfälle werden als Angriffe auf die Arbeiterkolonisation, deren Vater Dr. Ruppin ist, angesehen. Wie die palästinensische Telegraphenagentur erfährt, haben .einige dem Oberkommissar von Palästina Sir Herbert Samuel nahestehende Personen den Versuch gemacht, einen Vergleich zwischen Dr. Ruppin und dem ״Doar Hajom“ herbeizuführen, damit das Gerichtsverfahren, das durch Herrn Dr. Ruppin gegen die Zeitung eingeleitet worden ist, niedergeschlagen werden kann. Dr. Ruppin hat jedoch das Vermittlungsangebot zurückgewiesen dnd die Absicht kundgegeben, seine Sache durchzuführen. Emigranten aus der Türkei nach Palästina. Konstantinopel. (J. T. A.) Neuerdings macht siel; unter den Juden der Türkei eine starke Emigrationsbewegung nach Palästina bemerkbar, die besonders den politisehen Bedingungen des Landes zuzuschreiben ist. Hunderte von Juden wurden bei dem palästinensisehen Emigrationsbureau registriert, die auf Pässe nach Palästina warten. Viele von ihnen sind landwirtschaftliche Arbeiter aus Thrazien, die im Besitze landwirtschaftlicher Geräte und ausreichender Mittel zum Erwerb von Boden in Palästina sind. Ein Delegierter aus Adrianopel traf dieser Tage in Konstantinopel ein, um im Namen von fünfzehn jüdischen Familien dieser Stadt mit Herrn Gourland über Erleichte־ rungen zu verhandeln, die es ihnen ermöglichen sollen, nach Palästina zu gehen. Sie sind alle erfahrene landwirtschaftliche Arbeiter und im Besitz genügender Mittel für Landerwerb. Eine grosse Anzahl sefardischer Händler hat sich ebenfalls wegen Pässen nach Palästina eintragen lassen. Der palästinensischen Regierung wurden Vorschläge gemacht, eine besondere Ausgabe von Pässen für sefardisehe Juden aus der Türkei zu verfügen. Man glaubt, dass die palästinensische Regierung dem Plane günstig gesonnen ist, weil erfahrungsgemäss die sefardischen Juden mit den Arabern auf gutem Fusse zu stehen pflegen. ב״ה. STATT KARTEN Alle Verwandte, Freunde und Bekannte laden wir auf diesem Wege zur Trauung unserer Kinder דוד!>״״ מחלה «in, welche לשיט tffin אייה ביום ד א' ודח (Mittwoch, den 2. Juli d. J.) um ‘/a2 Uhr in der Schiffschul, II. Grosse Schiffgasse 8, stattfiadet. Wien, im Siwaa 6684 Rabbiner Josef Baumgartan | II. Herminengasse 13 Frau Lee Peristein Kezmarok Hftbioke Vorzimmer, sohöne KfLohen (praktische Patent-Abwaschtische), gediegene Sohlafz immer, reizende M&dohenzlmmer usw., einzelne Küchengerate aller Art Möbelspezialfabrik ״KÜCHENFEE“ KARL KLIKBERQER ft Oo. Wien, XX. Bez., Engelaplats Nr. 6 Nur eigene Erzeugnisse, garantiert solide Bauart. Höchste Auszeichnung (Goldene Medaille 1913). Filialen: (., Spiegelgasse 15 VIII., JoaefatKdterstr. 30 III. , Landstr. Hauptstr. 65 XVIII., Wihrlngeretraese 115 IV. , Margaretenatraaae 2 XXI., Haaptstraas• 28 VI., Stumpergaase 51 XXI, Kagran,Wagraneratr.118 OWIiMllMIIHIIIIMilllHilil»

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