Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1924-06-13 · 24 (13.6.1924) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
24 (13.6.1924)
Date
1924-06-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2629891-2630051-2630074--1468-2633232
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions (1 not found in this text)

ppp ייזי ד ״J׳T«־Vv7W׳ ־. ^^lי^J^*wp!^ייוJןיwן4י^w!wיf^ייוי1^^i^וPM^יwfמו5'^ייומייw..w; r.r1'TY^'J^:TiWFyr# Nr. 24 ]ümdE1em»8e 9Mte 1«! JBin׳ I9ka!n|dal“,!sdhreiien/ sie, ״*die Zionshoflfniumg: mit ■der Tradition!und den! Ziousaulbau mit der Religion ®ü verbinden׳.“ ,JVerdeibenlbniniger ׳über!Israel“ nannte man dde lAiauidlSteni,!weil sie es gewiagt!haben!, die Tihora obenan 1z!u stdHert aitild von dem INaftfonaWsmus nicht Sprudlern. |S0 «leiht der iWaad Leuniii aus, der die Exekutive der sogenannten IDeleigi e r teniversamniiluinig daTSteHlt. Die Pihysioginamie wird ׳in der Zukunft noch demtliioher hervortreten. Die Delegiertenver'.ammlung ׳hätte das höchst? poli- ׳bische iVollksorgan!des :palästinensischen Judentums ,sein können. Sie!ist es!aber nicht und!wird es auch weiter nicht ׳sein, ,so lange die* Thora nicht respektiert und ihr nicht! der Ehrenplatz an der Spitze des jüdischen ,Lebens in!Palästina eingeräumt!wird. Im Wanderungsheim des ״Jüdischen Hilfswerkes". Das Jüdische Hiilfswerk der Agudas Jiisroel 1im Wien hat im Rahmen seiner Fürsorgetätigkeit ein neues Werk geschaffen, für das ׳ihm weiteste Amerkennung gebührt. Wien ist wieder einmal ein Zentrum der Emigranten geworden, die aus dem Osten kommen und nach Erez Jisroeil Oder Amerika streben. Für alle diese Flüchtlinge war die: öeberga׳n׳gszei׳t, die sie in Wien verbringen mussten, ein recht trauriges Kapitel. Das neue Wan!derungsh:eim im XX. Bezirke, Nord wes tbjhnstrasse 77, des Jüdischen Hilfswerkes soll das traurige Emigrantenschicksal lindem. In dem neuen Heim können 30 Personen Unterkunft finden. Die grossen Schlafsäle befinden sich im ersten Stock. Im Parterre ist ,ein grosses Schreibzimmer, zwei Einzelzimmer zur Unterbringung von Familien und ein ,Bad. Es war geplant, die Eröffnung des Heimes gleioh nach Sdhwuos mit ׳einer schlichten Feier zu vollziehen. Allein ׳die plötzlich in Wien eintreffende Schar von Flüchtlingen macht die sofortige Ueberga'be des Heimes noch vor der endgültigen Vollendung zur Notwendigkeit. Das Bewusstsein, dass di© Flüchtlinge ׳den Jömtef statt am Polizeigefängnis in dem von jüdischer Opferwilligkeit zeugenden!Hause verbringen durften, erfüllt alle Beteiligten mit dem Gefühl ׳berechtigter Freude. Weitere Emigrantentrupps in Wien. Mittwoch und Donnerstag den 3. und 4. Siwan (4. und 5. Juni) trafen weitere Truppen von Emigranten in Wien ©in, so dass die Zahl jener Emigranten, die sich bis ׳Donnerstag abends ׳im Rechtsschutzbureau der Ag׳uda gemeldet hatten, sechzig übertraf. Angesichts dieser Tatsache hat sich!die Leitung des Jüdischen -Hilfswerkes entschlossen, ,das!noch nicht ganz fertiggestellte Wianderungsheim in der Nordwestbahnstrasse den ׳Emigranten zur Verfügung zu stellen. Die Präsidenten des Jüdischen Hilfswerkes Univ.-Prof. Dr. Max Eisler und Heinrich Pappenheim haben für die schnelle Ausstattung des Heimes Sorge getragen. Prof. Eisler wandte sich ferner an die grossen jüdischen Wohlfahrtstellen, um ihre Mithilfe zu erwirken, da nach zuverlässigen Berichten weitere Scharen unterwegs sind.!Das Ziel der meisten ist Erez Jisroel. Das rührige Fürsorgekomitee, bestehend au׳s den Herren Moritz Stednhof, S. Aschkenasy, Daw,id Breuer, Alfred Stroh, Nathan Steiner, S. Richter hat für ׳die Verköstigung während der Feiertage Sorge getragen. Auch die Wiener Polizei hat den Wünschen des Reohtsschutzbureaus ׳gegenüber weitgehendes Entgegenkommen gezeigt. © NACHRICHTEN. © Teilnahmskundgebung für Bundeskanzler Dr. Seipel. Wien. (A. J. P. B.) Der Geschäftsführende Ausschuss der Agudas Jisroel und die österreichische Landeszentrale haben an deq Bundeskanzler ein herzliches Schreiben gerichtet, in welchem sie ihrem ,Schmerze über das fluchwürdige Attentat Ausdruck gegeben und dem Bundeskanzler die innigsten Wünsche für seine Oenesung ausgesprochen haben. י Eine Richtigstellung des Czortkower Rebben. Wien. (A. J. P. B.) Der Czortkower Rebbe hat einem unserer Mitarbeiter gegenüber erklärt, dass die Wiedergäbe seiner Aeusserungen an den Korrespondenten des New Yorker ״Morning Journal“, Herrn Abam G0UL berg, in der Ita-Meldung entstellt ist. Der Czortkower Rebbe ist von der Richtigkeit des Agudapromms tief überzeugt und ist der Ansicht,!dass die Aguda in ihred segensreichen positiven Arbeit für Klal Jisroel den rieh־! tigen Weg geht, der endlich zum Frieden führen muss. Eine Keren Hathora-Woche in Wien, Wien. (A. J. P. B.) Das Keren Hathora-Komitee in Wien hat an alle orthodoxen Bethausvereine und Rabbiner die Bitte gerichtet, den Schabbos vor Mattan Thora für Spenden für Keren Hathora zu bestimmen. Der Aufruf hat bereits Erfolge aufzitweisen: Adas Jisroel Schiffschul widmete dem Keren Hathora 3 Millionen, Herr Kommerzialrat Siegmund Bondi 5 Millionen Kronen. Wiener Wohlfahrtsanstalten für die Flüchtlinge an den polnisch-litauischen Jeschiwoth. Wien. (A. J. P. B.) Es ist dem Wiener Keren Hathora-Komitee abermals gelungen,, einen nennenswerten Beitrag für die russischen Flüchtlinge an den polnischlitauischen Jeschiwoth zu erzielen. Die Wiener israelitische Kultusgemeinde und die Allianz haben gemeinsam mit dem Keren Hathora ungefähr 500 Dollar für diesen Zweck) bereitgestellt. I; Gründung einer Orts- und Jugendgruppe Frauenkirchen. Sonntag •den 28. Ijjar fand in Frauenkirchen (Burgen- Land) ׳die Gründung einer Orts- und Jugendgruippe der Agudas Jisroel unter Vorsitz ,des Kultuspräsidenten Simon Rechnitzer statt. Von der :Landes'zentrale war Herr . Telephon 57-7-78 Scheitel, Perücken Transformationen Braatfrlsnren aus allerfeinstem dauergewellten Naturhaar liefert für die vornehmsten orthodoxen Damen der bekannte Spezialist für individuelle Frisuren Carl Polak Damenftriseair Wien, IV״ Schleifmöhlgasse 3 prompt und billigst für In- und Ausland en groa und es dötail. Bei Bestellungen von auswärts erbitte genaues Haarmuster und Angabe des Masses von einem Ohr zum anderen. Kostenlose Vorführung der neuesten Modelle. :׳־׳. Beachten Sie gefälligst die Hausnummer 3 1 Man ,denke nur an die Wirksamkeit von N e •h e m i a N 0 b e 1, dessen Gestalt mit an der Weg:־ scheide zwischen der Herzlsohen Palästina-Kolonisation und der allein ׳historischen, kontinuierlichen, nationalreligiösen Zionsbewegung steht. * Die innere Stagnation, der mangelnde seelische Schwung im Zionismus von heute, ist auf die Er- Schöpfung des Erbes an Herzischen Ideen zurückzuführen. Ueber Herzl!ist keiner der heute im Zionismus an exponierter Stelle stehenden hin׳ausg!ekommen. Möge ihr politisches und wirtschaftliches Werk noch so gross sein, mögen sie unter Aufopferung von Leben und Gesundheit mit den Völkern der Welt um die Sicherstellung unserer Heimstätte gerungen haben, mögen sie ׳darum auch Anerkennung und Dank der jüdischen Gesamtheit verdienen — dass sie in diesen kritischen Jahren geistig uns nicht den Weg weisen' konnten, von uns Aktivität verlangten, wo in unserer entjudeten, profanierten Seele trotz aller Betriebsamkeit eine entsetzliche!Leere un׳s quälte, das ist ihre historische Schuld und darum kommen wir trotz aller politischen und ,wirtschaftlichen Erfolge nicht weiter. Die Bewegung hat ihren eigenartigen Schwung verloren, weil ihr geistiges Kapital verbraucht ist. Sie kann es nur durch den engsten An- Schluss an den kulturellen Bau dar jüdischen religiösen Vergangenheit wieder erlangen. Darum ist Birnbaums bittere Kritik am Heidenjudentum ,noch immer wahr wie vor Jahren. Nathan Birnbaum beabsichtigt noch einmal zu ׳den kulturellreligiösen Zeitfragen vor aller Öffentlichkeit Stellung zu nehmen, da er in der Redaktion der Wiener unpolitischen Monatsschrift ״Menorah“ mit Anfang Juli an massgebender Stelle mirtarbeiten wird. Ohne politische Schärfe, mit der gütigen Weisheit des R ü c k s c h a u e n d e n will ,er zur inneren Sammlung und zur Orientierung am überlieferten religiösen Werk unseres Volkes aufrufen. Denn wir sind an der Wegscheide angelangt: wir müssen endlich einmal von der Assimilation an das Nichtjüdische Abschied nehmen und geistig, ׳kulturell dort ansetzen, wo unsere Väter am Bau der jüdischen Ueberlieferung aufgehört haben. Uns obliegt ein organisches Weiterbaue n, nicht aber das Verneinen und Zerstören des Unwissenden; umsomehr als unsere Unfähigkeit, losgelöst von der jüdischen Tradition, ein unvermittelt Kulfurlicht genug gezeigt hat. Mag ׳Birnbaum uns politisch völlig entfremdet sein, geistig hat er uns noch übergenug zu sagen. שייטעלן פעריקען ==■־־■. u. Trans,ormttlone■ In feinster u. »Odern stsr Aitflhriifeal DAUERWELLEN (gekochtes Heer) * WASSERONDULATION nach dem neuesten Verfahren von 250.000 Kronen aufwärts. Als besondere Spezialität: SCHEITELN AUP HAttt S. - _ Sämtliche Reparaturen wie ittdt Wasserwellungen werden überlaoasra frlsiwrt nommen. Provinzversand wird prompt effektuiert Erste Wiener Werkstätte für moderne Haarkeaftktloa FR. JEREMIAS M. LIPPEL Wien, II., Stmfanlestrasse 7 (Jetzige Hollaaästr.) Obmann!W. P a p p e n •h e i an mit den Herren Blech und S c h e y erschienen. Herr lOberrabbiner 1L ö iw y, iMitaMed des rabbinlsehen Rates, begrüsst di׳e zahlreich besuchte iVersammluhr und •schliert die Wichtigkeit des Anschlusses aller Jereim an ׳Agudas Jisroel.!Nach!ausführlicher!Darlegung der Ziele und Tätigikeiit!der Agudas Jisroel wurde ׳einstimmig diie Gründung einer Orts- und Jugendgmppe beschlossen und wurden folgende •Herren! einstimmig!in den ,Vorstand gewählt: Herr Aron Rechnitzer,!Obmann, Markus Deutsch, •Stellvertreter, Salamon Steiner, Kassier, Arthur Un׳g a r, Schriftführer, Jakob Popper, Emanuel Löwi n, Samuel Brock, Revisoren. Das innige!Verständnis der Anwesenden für die Aguda lässt eine schöne Entwicklung der Gruppe ׳erwarten. Eine Sijumfeier in Baden bei Wien. Am 2. Tag Schebuoth fand in Baden! ein SÜjurt! auf מם" 17בת Statt, die auf Anregung des Delegierten aus Litauen an dier Kenessio, Rabbiners Feiwelsahn, von einigen וכ׳ץ i׳m Laufe des Winter gemeinschaftlich gelernt worden war. Bei schön gedecktem Tisch fand sich die ganze Ge- ■meinde ein, an deren Spitze Rabbiner Salamon Friedmanti und L. Maiiger, deT Senior der Lernenden. R. Morddhiajr Schwarz eröffniete den Reigen der Redner mit einer gtosS angelegten WH חריפות, während Rabbiner Friedrttamn in beredten Worten die Wichtigkeit von לימוד darlegte, und die Teilnehmer aufforderte, gleich wieder eine neue מסכת zu beginnen. Nach vielen שילוו! ותשבחות Gesängen, endete spät nachts die schöne Sijtimfeier. Unter den auswärtigen Gästen war auch IR. Sohlomoh Schreiber aus Wien zu sehen. Das Programm der Zweiten Jüdischen Welthilfskonferenz. Die Welthilfskonferenz soll in einen ״Jüdischen Weltverband für soziale Hilfe“ aufgehen. —־ Schaffung eines jüdischen Rettungsfonds. Berlin (J. T. A.) Generalsekretär der Jüdischen Welthilfskonferenz, Herr J. Effrojkin aus Paris, hat sich aitij 2. Juni vor einer Gesellschaft jüdischer Journalisten i» Berlin über den Plan eines ״Jüdischen Weltverbandes fü!T soziale Hilfe ausgesprochen, dessen Gründung von deif Jüdischen Welthilfskonferenz vorbereitet wird. Bekanntlieh wird am 21. August d. J. die Zweite Jüdische Welfi hilfskonferenz in Karlsbad zusammentreten. Die Leitung' der Welthilfskonferenz beabsichtigt, den Delegierten vorzuschlagen, dass die Jüdische Welthilfskonferenz in der bisherigen Form zu existieren aufhört und in eine breitere Grundlage gestellte, möglichst das ganze Judentum uthfassende Hilfsorganisation, in den von der Konferenz ZU gründenden Weltverband für soziale Hilfe aufgeht. Ueber die Konstitution und die Ziele des neuen Verbandes sprach sich Herr Effrqjkin , in der folgenden Weise aus: ו Jeder Eingeweihte weiss, dass das jüdische Volk die während des Weltkrieges, ferner während der Pogrome, der Bürgerkriege, des Hungers und der Epidemien in Russland, durchgemachten Katastrophen noch keineswegs überwunden hat, sondern dass diese Katastrophen in eine organisches Stadium getreten sind. Bei der jetzigen' Lage in Osteuropa, zum Teil auch in Mitteleuropa, kann' man täglich eine^ neue jüdische Katastrophe erwarten. Insbesondere aber in Russland, wo die jüdische Be-f völkerung als das erste Opfer eines neun politischen oder־׳ sozialen Kataklysmus fallen kann. < Bis jetzt kam die Hilfe erst immer nach dem 1Ruii1.' Nunmehr soll die Hilfstätigkeit so organisiert werden, das^ Katastrophen möglichst vermieden, oder wenn •sie eingetreten, durch sofort einsetzende Hilfe möglichst* paraly׳■* siert werden. Es soll ein jüdischer Rettungsfonds ge* schaffen werden, der nicht durch zufällige milde GabCM und Sammlungen, sondern durch eine ständige Steuerleistung seitens den jüdischen Institutionen, der KehiM loth usw. erhalten wird. Die Summe der jüdischen Wohlfahrtsaktionen in den verschiedenen Ländern übersteigt zuweilen das Budget manches kleinen Staates. ״Joirit“ w *, Perücken aus dauergewelltem Naturhaar, garantiert unsichtbar im Tragen, liefert kurzfristig Rudolf SCHIFF Wien, i. Bezirk, K irntnerotnase | (nächst dem Stefanaplatz, um die Eck«)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.