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Jüdische Presse · 1924-05-30 · 22 (30.5.1924) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
22 (30.5.1924)
Date
1924-05-30
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 22 JÜDISCHE PRESSE Seite 1*47 der Oeneralversaimlpng mit elBiall 2m Kenmtriis genammen wunde. ÜDe darauf folgende Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Ergebrifs: Leoipöild ׳Hirsch,1 Ääöllf Hoifbaiuer, PHnkas, D. (Weäss, S. Pidk, D. Löbeb I. Vortrefflich, I. ötebier, 8א. Winkler, S. Kahn, I.׳ Wetes, D. Protter, I. Zöllschen, I. IHirschenihaiuser, I. Wassenvpigel; Reivteoren: M. L. Kahn, S. Spiegel, Oie Konstituierung des neuen Vorstandes findet Sonntag, den, 12. Juni (38. Ifiar) statt. <. Generalversammlung des Bethauses I uii H ‘ Machslke Hadas, Wien, L Sonntag, den 14. Ijar (18. Mai) fand unter dem Vorsätze des Herrn Bernhard Hofbauer die Gemeralrver- Sammlung im Bethause ״’Machsttke Hadas“, bei grosser Beteiligung der Mitglieder statt. ׳Nachdem der Vorsitzende die Anwesenden aufs freundlSchste begrüsste, hob er Ln besonders beredten Worten das Aufblühen des Bethauses in den letzten Jahren hervor, dass insbesondere durch das fleässige Thoralernen dieses B;et Hakneses eine Stätte der Thora des I. Bezirkes. ,wurde. Täglich werden Schiiurirrr in Gcmore, Chiumisch, Thil’hn durch: Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner S. Neuw׳irth und Vorträge über Nevim von Herrn Samuel Glückselig abgehalten!, ׳wofür der Vorsitzende den Vortragenden seinen besten Dank ausspricht. Nachdem über die Gebahramg des Vereines die Revisoren Bericht erstatteten!, nahmen die anwesenden Miltglieder den' Tätigkeitsbericht mit Werfen der höchsten Genugtuung zur Kennnis und erteilten dem Vorstande das Absolutorim. Bei der nunmehr stattgefundenen Wahl wurden diie Herren Bernhard Hofbauer, Wilhelm Neumann, Adolf Rosentha.1, Mendel BaudeT, Nathan Weiss, Ing. Ledfwig Kritzler, Leon Reinkraut in den Vorstand!, die Herren Gustav Lustig zu Revisoren gewählt. Es ist die Annahme berechtigt, dass durch den neugewählten Vorstand dieses Bethauses, auch in der Zukunft für den I. Bezirk als eine wahre Thora-Pflegestätte erhalten, bleibt. , Mitgliederversammlung der B-Gruppe. Sonntag, den 21. r!jar fand1 in der B-Griuppe der Agudas JisToel eine Mitgliederversammlung statt.!Hermann Bondi eröffnete als Vorsitzender der ״ B-Grappe die Ver- Sammlung und erstattete den Geschäftsbericht über das vergangene Jahr. Sodann hielt Herr M. Spitzer ein Referat über den Unterricht in der B-Gruppe. Ferner hielt Hen S. Stern ein Referat über Propaganda und Herr H. Braun über die Tätigkeit der Sozialen Fürsorge inner-!halb der •B-Guppe. Danach erstattete Hermann Bondi־ den׳ genauen Kassaberichi. Die Statuten!!wurden vorgelesen und nach längerer Debatte einstimmig angenommen. Der Vorstand!wurde mit geringer Veränderung ׳wieder gewählt. Die Versammlung dauerte zwei Stunden. Zeirei Agudas Jisroel, XX. Sonntag den 11. Mai fand im Lokale der Zeirei Agudas Jisroel, Wien XX., ein Diskussionsabend statte der einen sehr anregenden Verlauf nahm. Nach einleiten- Vden Begrüssungsworten des Herrn Moritz Spitzer ergriff der Redner des Abends, Herr Redakteur Schönfe ld, das Wort. Er gedachte eingangs der blutigen Vorkommnisse in Jendziew und knüpfte daran die Betrachtung, dass dieser Fall durchaus nicht individuell gewertet werden dürfe, sondern bloss den Anbeginn einer zielbewussten Attacke darstelle, der auf das entschiedenste entgegenzutreten oberste Pflicht sei, nachdem es sich hier um einen organisierten Generalangriff gegen die orthodoxe Jugend handle, die nicht gewillt ist, den Boden des *Thoragesetzes zu verlassen. Im Anschluss daran gab der Redner einen Ueberblick über die derzeitige Lage der Agudas! Jisroel und betonte, dass die Kenessio Gedaoloh jene jüdische Atmosphäre geschaffen habe, die für die Gesundung des jüdischen Volkes erforderlich wäre, auch wenn man im Verhältnis zur Grösse der Weltbewegung nicht auf entsprechende Leistungen hinweisen könne. Zur Besprechung der Lage der orthodoxen Jugend, über• gehend, betonte der Vortragende, dass es die Aufgabe der Jugend sei, alle ihre Kräfte in den Dienst der Agudas Jisroel zu stellen,1 auch hinsichtlich solcher Aufgaben, deren Endzweck äusserlich vielleicht nicht das Lernen ist. Dennoch müsste sich die Jugend dessen bewusst sein, dass bloss die zielbewusste und klaglose Durchführung aller vor unseren geistigen Führern vorgezeichneten Aufgäbe auf den verschiedensten Gebieten (Organisation und Presse) beitragen könne, näher zu kommen dem Ideale von Ghisu'k Hadas und Limud Hathora. Die Corona Typewriter Company, Gro<to>n, New York, welche d!ie weltbekannte, weitverbreitete, ׳tragbare Corona Schreibmaschine erzeugt, bat nunmehr ein Spezialmodei mit!hebräischem Lettern herausgelb rocht. Diese Maschine, welche alle Vorzüge einer soOidem, stnapazfähigen, Bueraumaschine in sich ׳ vereinigt, wird Zweifellos sich neue Freunde Schaffens die ihre Korrespondenz in hebräischer Sprache oder zumindest mit hebräischen Buchstaben zu erledigen wünschen. Die Vertretung der Gorona-Masoh׳ine liegt in den Händen der Firma The Rex Company, Wien, 1X., WähringerStrasse 6-8. KLEIDER "£5: I. STERN, WIEN II. OLOCtfCENQASSE 25 II TELEPHON 45-3-59 Lager ton fertigen Kleidern. Für Mastbaatellnngen bla auden feinsten Stoffen vorrätig. Eretklaeelge Zasohnelder, bette Arbeitskräfte. Auf Vermeidung von r^ wird^enaneit getohtet, . Mit elnemOrlff ׳׳-- — שייטעלן פעויקק ׳ 0. Trans 10rm*tlone■ in feinster u. 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Der Vorstand der Frankfurter R eligi0nsgeselteohaft hat auf Anregung der Palästinaizeratnale die Eingänge des kommenden Sabbats aus MiZwohivertkauf und Thoraspemden für den Keren Hasohm'itoh bestimmt. . Rabbiner A. E. Kaplan. זצ״ל Aus Berlin wird die traurige Boitschatt gemeldet, dass Rabbiner Abraham Kaplan plötzflich in der Blüte seines Lebens, erst 34 Jahre alt, verschieden!!ist. Er stammte aus Litauen und zählte zu den! fähigsten! Schülern der Telsoher Jtschiiwoih. Als man vor einigen Jahhren siicih seitens des von Israel Hildesheimer gegründeten׳ Rabbiner- Seminars an die Btaiuisohen Gediaiullm (wandte, sie möchten der Anstalt einen bedeutenden! Tallmid Chochom empfehlen, der fähig sei, einem Manne wie David Hofmann זצי׳ל zur Seite zu stehen, da ׳wiesen sie auf den) jungen Kaplan hin. der sich schon frlüh, auch in Litauen, einen grossen Namen erworben׳ hatte. Im Laufe der wenigen Jahre ist es ihm gelungen, seine Schüler in׳ unrvergleüchiliaher Weise mit heiss er Liebe zum Limud zu erfüllen und es besteht kein Zweifel, dass er das Talmiudstudium in ungeahnter Weise an deT Anstalt gefördert hat. (Mit ■seiner Heimat blieb er nach wie vor innig verknüpft; auch dort hat sein früher Heimgang unnennbare Trauer heitvorgeufen. Auch in (Wtissenschaftilicher Beziehung beschrift deT Verewigte neue Wege. Von seinem umfassenden Wissen zeugen die zahlreichen, hauptsächlich im hebräischen Teil des Jesohurun veröffenfiliohten Aufsätze. Als leitzte Arbeit hat׳ er in deT genannten Zeitschrift den! Plan einer neuen Talmudeuklärumg entworfen, die 'in einzigartiger Weise zeigten׳, welch׳ bedeutender und kflarer Kopf dem Judenturne entrissen ־worden ist. Brautausstattungen Billigste Einkaufsquelle in Leinen- und Damastwaren, Chiffone, sowie in Taschen- und Tischtüchern etc. Leopold Lederer gries), Telephon 65-3-71 Die!Beerdigung, die vorige!Woctoe.auf (fern Friedhof der Asdas J'lsroel-GiiSmd'lrid.e in Berlin stättgäft1nd׳eh bat, zeugte von der grossen Liebe" ־dtkI Verehrung, die der Verstorbene genossen hat.: Es sprachen!; :Rabbdner Dr.. Mftwik #ür die Georrteinde, Dr; Wohlgemuth; und Dri GrCnberg für die Dozenten, ein Lehier d>es Verstorbene^ i^ab-: binar Grodteensky aus SlobodDca und ’ Dir. Dr. Cariebach! ans Hamburg. Zahlreiche7Schüler waren auch von ausser-׳ halb hetmügeellL u'tri' dem Lcbrer ühd’ Freunde däs'l&lztJe Geleit zu geben. In erschütternder Weise äusserte 'sfdi Klage und Trauer um den Heimgang diesessdtenen Menschen,!dessen Andenken aus" der iMii'tte seiner Freunde u!n׳d Schüler nicht we'iohen wird. Der Sieg der Assimilanten und Agudisten bei der Krakatier Gemeindewahl. Warschau. (J. T. A.) Die Wahl in die erste hödistbesteuerte Kurie der Krakauer jüdischen Ge-, meide erbrachte einen Sieg des Blocks der Ässirni-* lanten und der Agudas JisroeJ'. Die Wahl in die zweite (mittlere) Kurie findet am Sonntag statt. ־־• Die vorliegende Nachricht der ״Ita“ ist vollkommen falsch. Die Tendenz der Nachricht aber;ist klar. Da die Zionisten eine vollkommene Niederlage erlitten haben, gönnen sie der Aguda sogar einen ״Sieg“, um sie nur gleichzeitig als Verbündete der Assimilanten darstellen zu können. Die Aguda hat in der ersten. Kurie überhaupt keinen einzigen Kandidaten aufgestellt und konnte ergo keinen Sieg erringen. Wahr ist, dass die Zionisten im Kampfe mit den Assimilanten eine Niederlage erlitten haben, indem' die Assimilanten alle 10 Vertreter dieser Kurie errungen haben. ״Jüd. Presse“.) Die Installierung von Oberrabbiner Schapira in Piotrkow. Warschau. (A. J. P. B.) Oberrabbiner Seimdeputierter Schapira ist Donnerstag den! 4. Ijar von hier in Begleitung einer Delegation von!100 Personen und einer grossen Aftzahl von Anhängern nach Piotrkow abgereist, um das, •dortige Rabbinat zu übernehmen. Auf allen Stationen der Strecke Warschau—iFliotrikow erschienen Delegationen, um dem äusserst beliebten Führer herzliche Ovationen zu bereiten. In Piotrkow wartete die ganze jüdische Bevölkerung mit dem Vorstand der Gemeinde an der Spitze auf den neuen Rabbi. Nach einem besonders herzlichen Empfang begab sich •der neugewählte Rabbiner in diie überfüllte Synägcige. Die Stadt hatte ׳Fahnenschmuck angelegt Die Piotrko'wer jüdischen!Handwerker überreichten dem Oberrabbiner ein prachtvolles Geschenk. Die •Antrittsrede Oberrabbiners Schapira machte gewaltigen Eindruck. Ein. feierliches!Bankett beschloss den Abend. Oberrabbiner Schapira musste noch in vorgerückter Stünde vom Balkone. seiner Wohnung der zahlreichen Menge für die freudigen Ovationen seinen׳ Dank aussprechen. . , .,, Sejmdeputat Kirschbraun über die Kehilohwahlett. Warschau. (A. J.P. B.) Der Führer der agudistischen Abgeordneten im polnischen Sejm, Sejmabgeordneter Elia Kirschbraun, äusserte sich dem Berichterstatter der jüdisehen Zeitung in polnischer Sprache,;״Nasz Przeglond“;. gegenüber ausführlich über seine Stellung zu den Gemeindewählen. Er dementierte vor allem die Gerüchte,, nach welchen er sich infolge Ablehnung seiner Ansichten■ von der aktiven Arbeit in der Aguda zurückgezogen hätte.. Es ist wohl wahr, dass er in der letzten Zeit nicht viel gearbeitet hat, da er vom Ausland, wo er in wichtigen( Angelegenheiten weilte, krank zurückgekommen ist. Heute steht er wieder aktiv in der Agudabewegung, die für ihn die höchste Willensäusserung der religiösen Judenheit ist. Was die Gemeindewahlen selbst betrifft, so ist es nur allzu sehr selbstverständlich, dass die religiöse Judenheit selbständig zum Schutz des religiösen ,Charakters der־ jüdischen Gemeinde in Polen in den Wahlkampf eingetreten ist. Wenn man auch für die Bildung eines ,ein■; heitlichen Blocks anlässlich der Sejmwahlen triftige Gründe anführen kann, so sind die Gemeinde wählen eine־ innerjüdische Angelegenheit, bei welcher die Differenzen der Weltanschauung der einzelnen Gruppen im jüdischem Volke, zum Ausdruck! kommen müssen. : Das Bündnis der Aguda mit den Assimilanten in Krakau — eine Erfindung. Krakau. (A. J. P. B.) Senator Deutscher und Deputat Stempel haben in einem Schreiben an die Redaktion deaf ״Nowy Dziennik“ die Meldung kategorisch dementiert/ nach welcher die Szlojmei Emunei Jisroel (Aguda) miif Herr Schwarz, von ׳der Agudas Jiisroel, Jerusalem, weilt zurzeit »in Wien und• ist gerne bereif, den! Interessenten über alle Verhältnisse in Palästina, namemtliioh über Arbeä'tsmöglichkeit und Arbei׳tstgeiegenhe!it Auskünfte zu geben. Er is!t täglich an ׳Wochenitagen zwischen! I'l bis 112 U!hr im Burau, der Agudas Jiisroel, II., MalZgasse 12a, ziu sprechen.. Hanf- und Papierspagate 312 allen Stärken, roh und gefärbt, Gurten in allen Breiten, Packjute, Seile, Stricke und,. Stränge kaufen! Sie am besten und billigsten b״! Stroh 6c Co., Wien, II. MüMfe!d!gasse 9 (gegenüber dem Nordbohnhof). Auf!Wunsch kommt Vertreter■ mit Mustern •ins Haus. Telephon 46-4-71. Hflbsohe Vorzimmer, ■ohöne Eflohen (praktische Patent-Abwaschtiscbe), gediegene Sohlafzlmmer, reizende MAdohenztmmer usw., einzelne Küchengerate aller Art Möbelspezialfabrik ״KOCHENFEE“ K&RX. KLIHBEROEB & Oo. Wien, XX. Bez.v Engelsplatx Nr. 6 Nur eigene Erzeugnisse, garantiert solide Bauart. Höchste Auszeichnung (Goldene Medaille 1918). Filialen: 1., Splegeigasae 15 VIII., Josefstädterstr. 30 111., Landstr. Hauptstr. 65 XVIII., WlÜringeretrasse 115 IV., Margaretenstrasse 2 XXL, Hauptatraase 28 VI., Stanpergasse 51 XXI, Kagran,Wagrameratr.118 n>8>>uimM»11Mi1a11HMmuM>aw»Ni>1u1mfaumMW1Bguii Perücken aus dauergewelltem Naturhaar, garantiert unsichtbar im Tragen, liefert kurzfristig Rudolf SCHIFF Wien, 1. Bezirk, Kärntnerstrasse 8 (pichst dem Stefaaaplatz, nm die Ecfce)

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