Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 18 (2.5.1924)
- Date
- 1924-05-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 122 60!Rabbiner einen ßtaatszusobuss. ln diesem!Sinne stillte auch die Angelegenheit im Etat geregelt «wenden. Rür die Jüdischen Rabbiner würde eine iährldChe Summe *von 21.000 Ot (2160 Dollar) angesetzt. Aber auch diese verhältnismässig geringe Summe hat) die SejmmeihrheH abgeleb»t. Im «vergangenen Jahre betrug der staatliche Zuschuss tür die!Rabbiner 2400 Dollar, welche Summe durch dias Jüdische Ministerium an sämtliche Rabbiner!verteilt worden Ist. RastUnd. Der neue Rabbiner von Minsk. Minsk. 1(A. J. P. B.) An Stefll« des jüngst!verstorbenen Minsker Raw, Rabbi Elleser Rabinowitisch, wurde sein Schwiegersohn, Rabbi ׳Mendel, der bis Jetzt in Nlesdhin gewirkt bat, als Rabbiner gewählt. Wiederaufleben der ]Udiscben Gemeinde In Leningrad. Leningrad. \(J. T. A.) in Leningrad, dem früheren Petersburg, macht sich seit längerer Zeit ein Wiederau!- leben der «dortigen jüdischen Gemeinde bemerkbar. In den Jahren 1920-31, da sich ein rapider Niedergang der ehemaligen russtschen Residenz vollzog, hat sich auch die lüdische Betvölkerung stark vermindert. In den letzten1 Jahren Und!Monaten aber bat eine intensive Rückwänderbng eingesetzt, so dass man in Leningrad die Zahl der ftüdlschen Bevölkerung auf 38.000 schätzt. Der grösste Teil derselben setzt sich aus Geschäftsinhabern, Handwerkern und Angehörigen der Intelligenzberufe zusammen. Arbeiter zählt «man 2600. Auch wohnt in Leningrad eine grössere Anzahl jüdischer Studenten. Die jüdischen Institutionen werden mehr geschont als in Moskau. Die B&thausvereine, KultusangesteUten und Rabbiner haben sich zu einem ,*religiösen Verband“ zusämmengeschlossen. Die Wahltütigkeitsgesdlschaft ״Jekopo“,!ferner die «hebräische GeseUschaft zur Verbreitung der Bildung, die Institutionen für Jüdische Ku'ltm• und Wissenschaft, die Hiistorisch-ethnographische Gesellschaft, sowie eine Reihe jüdischer Bttbliotheken' existieren und entwickeln eine intensive Tätigkeit. Es erscheinen auch neue jüdische Bücher in russischer und hebräischer Sprache, aber nur über wissenschaftliche Fragen. Rabbiner Dr. Bisenstadt steht nach wie vor an der Spitze der jiWischen Gemeinde. Italien. Fiume. Bei der am 27. April hier stattgefundenen Generalversammlung der orthodoxen Gemeinde fand die Neuwahl des Vorstandes statt, die folgendes Ergebnis hatte: Präsident: A. Engelsrath, Vizepräsident: Eng. Lipschitz, Kassier: Z. Kugler, Ausschussmitglieder: Deitel, Lager, W. Lipschitz und Ph. Weisz. Rolland. Keren Hathora In Holland. Amsterdam. (A. J. P. B.) Die hoMäindische Landes- Organisation der Agudas «Jferoel hat beschlossen, die Eingänge des Keren!Hathora, die bereits eine beträchtliche Höhe erreicht haben, vorläufig zur Gänze der Zentrale!zur Verfügung zu stellen. Besuch der holländischen Königin In der Amsterdamer Synagoge. Amsterdam. (J. T. Aj Mit grosser Ehrerbietung seitens der jüdfeohen Bevölkerung Amsterdams wurde die hoUändlsche -Kiöngin Wlilhelmine, begleitet von ihrem Gatten, dem 'Prinzengemahl, und der Kronprlnzessffin JuMana, auf «dem Wiege zu der •grossen Synagoge im Juden-!viertel empfangen. Die Synagoge war besonders geschmückt; auf den für die känfitefiahen Besucher reservierten Sitzplätzen waren die ikörfteMdien Wappen mit hebräischen Psalmenauf- | Schriften angebracht. j JOPiSCHE PRESSE Der Oberrafiblnef Ondeiwyzer sowie der Präsident der Gemeinde, E. B. Asscher, hielten Ansprachen', worin sie <De XradWioin der Gerechtlgke^Toleraiiz und Frei'heiit des ntedertändischen!Königshauses rühmten. Anlässlich dieses Besuches wurden in der Synagoge •zwei Gedenktafeln enthailt. Ein nobler Akt der Toleranz. Kairo. (J. P. Z.) Der ägyptische Senat hat beschlossen, an Sabbaten keine «Sitzungen abzuhalten, da das einzige jüdische Mitglied, Joseph de Picciotto Bey, nicht in der Lage ist, den Zusammenkünften beizuwohnen. €r» itroel. Erklärung der palästinensischen Regierung über die vorgeschlagepe Währung. Jerusalem. <J. T. A.) die palästinensische Regierung halt eine Erklärung veröffentlicht, ln der auf die Angriffe, «die in «der arabischen Presse gegen •den Vorschlag auf Einführumg einer eigenen Palästinawährung •und die Einlösung der ׳jetzigen1 Währung gemacht!Worden• waren!,!erwidert wird. Die Regierung stellt fest, dass die Palästinawährung, sollte sie •eingeführt werden,|mit der britischen Währung verbunden sein und direkt von der Palästina-Regierung, keineswegs aber von irgend einer Bank ausgegeben werden wird. Araber protestieren gegen die geplante paläsdnenslsehe Währung, Jerusalem. (J. T. A.) Dfe‘ Palästinensiisohe Arabische Exekutive hat an den öberkonwnissär Sir Herbert Saimuel ein!Memorandum geschickt,!in welchem sie gegen den Vorschlag der Regierung, eine eigene palästinensische Währung einzuführen, protestiert. «fr «fr Mitteilungen, •f» «frj Ein nadtabmuatsswertes Interesse!zeigt bei gbder Gelegenheit (Herr J. Honigsberg;<für unser Internat für fverlassene Knaben, und zwar spendet er an «allen ׳Festlägen«, so auch jetzt,!je 5 Kilogramm Fleisch. Für welche!Spfenden wir!ihm auf!diesem!Wege unseren!Dank!zollen. Die Leitung des Internates für verlassene Kftaben. Telephon 57-7-78 Scheitel, Perücken Transformationen BrautfHuursn atu allerfeinsten dausrgewetlten Naturhaar liefert פור ד* סארגעםסמען: ארטאדאקסען דאסען Der bekannte Spazlallst für individuelle Frisuren Carl Polak Üamenftuseafr Wien, IV., Schleiimählgatse 3 prompt und billigst für ln- und AuMsnd ss •a groa and en dttalL =*= Bei Bestellungen von auswärts erbitte genaues Haarmaster und Angabe des Hasses von einem Ohr zum anderen. bbss Kostenlose Vorführung der neuesten Modelle. Beichten Sie gefällig»! die Hausnummer 8 Nr. 18 Adas Jlaroel (Schiffschul), Wien, II., Grosse Schiffgasse 8. Kanzlei! 11״ Orosae Schiffgasse 1. Vom Rabbinat der Adas Jisroet erhalten wir folgende Mitteilung: Verschiedene Händler mit Lehens- und Genussmitteln veröffentlichen Anzeigen, dass sie Waren von Unternehmungen und Erzeugern beziehen, die die Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel gemessen. Alle Kunden dieser Händler werden aufmerksam gemacht, dass die obengenannte Mitteilung durchaus nicht beinhaltet, dass! auch die betreffende Verkaufsstelle die strenge Aufsicht geniesst. Das Rabbinat der Adas Jisroel übernimmt fiit^ dieselben keinerlei Verantwortung, 'und jedes Käufers ßachd ist es, die Richtigkeit der Angabe!des Händlers und dessen Vertrauenswürdigkeit selbst zu prüfen. Wien, am 8. Kislew 5684 (16. November 1923). Das Rabbinat der Adas Jisroel. Die nachbenannten Verkaufsstellen von\ebens- und Genussmitteln stehen unter der rituellen Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Adas Jisroel: Fleisch v e r sc,h!le 1 s st-elMem: Eckerli ng /Markus,!IX. Llech»!enste 1nstrasse 117# Fischer Adolf, II. Im ׳Werd 3, Fischer Bola, VI. Stumpergasse 48, Fischer «Gabriel, II. Gr. Sahiffgasse 11׳, Friedmann Samuel, ,VI. Stiegengasse 14, •Hönigsber Emanuel, II., Fr. Hochedlingerg. 23, Stern Josef, II. Gr. Schiffgasse 6. N ur in de n ivorbe nannten Fleisch verschle iss teilen gelangt Fleisch zum Verkauf, das von «der Süheöhitah der «Schächter der Adas Jisroel herrühTt. Gastwirtschaften und S e lc-hw ar en v e rs chiei s st e llen: Eisen & Hönigsber, 11• tiaidgasse 5״ Fischer Adolf, II. Im Werd 3, Fischer Gabriel, II. Gr. Schiffgasse 16, F ischer Gabriel, H. Kl• Sperlgasse 9, Lasar Moritz, XX. 'Wa!׳lenstei׳nstrasse 45, Mayersohn •Sa׳muel, II. Taborstrasse 24 a, Nagel •Josef, II. Kl. Sperlgasse 7, Schreiber «Benjamin (Wlenea), II. Ob• Donau- Strasse 91,!We 1 dler Hermann,, II. Flossgasse 9• GeMügelhandlunge.n: Fischer Bola, V!I. Stumpergasse 48, Fried mann Samuel,!VI. Stiegengasse «14, Fürst Markus, 0׳. Krumimfoaumgasse 2. Gansl Leopold, H. Gr. Schiffgasse 16, Kaufmann« Laizar, •M. Gr. 6diffga«sse 18, Kohn ,Helene, II. Im ■Werd 13, Schreiber!Benjamin׳(«Wiienea),•nur II• 0!b.«Donau- Strasse 91. Die Aufsicht! bezieht sich bloss auf ungeteilte Stücke, «die mit ׳der Marke (׳Plombe) der Adas Jisroel verseihen sind. Konditoreien: i Pomeranz Abraham Leib, II., Herminengasse 13. Pomeranz Abraham Leib, II., Flossgasse 9. ln den nachfolgenden •Verkaufsstellen gelangt Milch aus der unter Aufsicht des Rabbinats der Adas Jisroel stehenden Meierei zum Verkauf«:; Guntramsdorfer, 11. ttaidgasse 5,! Ehren kränz Jakob, XX. Staudingergasse 14־. ' Gelb Leopold* M. Flossgasse 9. f.ld-Ba"״״hKWmmr •,1»״״״*™PP*• ־»*•״ SUin- TSCHECHO-SLO WAK Ein zionistischer Aufruf an die Chewroth Kadischoth. I<n •Ihrer wahnwitzigen Sucht, alles Bestehende Sn unseren Gemeindeeinrichtungen zu zerstören und an seine Stelle!die!Ausgeburt im Hirn irgend eines fan׳a!tisehen ztorfisttechen ״Modernisiert“ zu setzten, sind unsere slowakischen! «Zionisten auf eine merkwürdige Idee ge»- kommen. (Offenbar laus Verzweiflung über das Misslingen aller ihrer Versuche, die lebende jüdische Gemeinde In ihre Eirtftespihäre zu ziehen!, scheinen sie es nunmehr mit den!Tote-n, mit einer Reform des בית חחיים beginnen zu wollen. IWlas da!verlangt wird, ist geradezu unglaublich. Wir kennen unter dten׳ Zionisten man- Chen!gescheitert Kopf «und unter dien Anhängern des 'M!Jsfiaichi Manche, denen die jüdische Ueberlieferung wlrktöch teuer und heilig Ist. Um dieser Zionisten willen, tut es uns weh, dass ihre Führer sie schon so ׳verblendet!haltert, dass ihnen auch der grösste!Widersinn zugemutet wenden darf, ln der Slowakei halten׳ bekanntlich in vielen! orthodoxen Gemeinden am Chol-HamoedriPessaoh die Chewrotih Kadischoth ihre Jahreswersaimmlungeni ab. Wohl aus diesem Anlasse, geswissermassen als ״ estonistisohes Programm für diese in «der Regel streng konservativen (Vereine, veröffentlicht das zionistische Pressorgan für die Slowakei, die ,Jüdische Voikszeitung“ in ihrer!zu!Propagandazwecken besonders reichlich ausgestatteten, mit einem Leitartikel des Mdsraohi-lRräses Oberra'bbiner Dr. Brody in!Prag eingeleltcten und im ganzen Lande eifrig •verbreitetem ,jPess!ach-Festnum׳meT 51684“ einen Aufruf ,An unsere C'hewroth-Kadischotb!“ Der Aufruf ist nicht gezeichnet, ist also wohl hochoffiziell. Schon die Tatsache an sich, dass die Zionisten sich in die חניה קדי*א eimzumertgen suchen, obgleich «die Tätigkeit dieser (Vereine ׳weder «zu der ,Jewish Agency“ noch «zum (Nationalismus und wahrscheinlich auch nicht zu der Einrichtung einer zionistischen Universität in Jerusakm eine ,Beziehung hat, gibt?zu denken. Selbst die M'israebisten weiden nicht hoffen, dass es «ihnen' eher getongen werde, der •unabhängigen Orthodoxie ein Grab zu schaufeln,!wenn sie ■nach dem bekannten Vorbild die Parole ausgeben ,!Erobert die Chewroth Kadischoth!“ und das traditionell-jüdische B e s t a 11 ung s w e s e n nach ihrem Geiste uittzionisleren׳. Was wollen aber die slowakisehen Zionisten mit der künstlichen Hineinzwängung ganz Brautausstattungen Billinte T* ‘ ‘ *־; ־ Chiffone, sie Binkaafiquelle in Leinen- und Damastwaren, n Taschen- und Tischtüchern etc. Leepold Lederer ■tteg« S (nächst Sa£ gries), Telephon 85-8-71 EI. ©@00000© ofifensiohtlich krankhafter zionistischer Gedanken in die «bisher von jedem Parteihader unberührten Chewroth •Kadischoth, •deren Wirken doch wahrlich mit Zionismus nichts «zu tun hat und ausschliesslich religiös-humanitär ist und zu bleiben hat? Was anderes wollen sie ,mit ihren ganz unmotivierten Eindringen in die Chewroth Kadischoth als die jüdisohen «Begriffe verwirren und auch das bisherige friedHohe Zusammenarbeiten vor Orthodoxen und Zionisten aler Schattierungen in den Chewroth Kadi• sohoth v erg if te n? Ein solches ,Beginnen• müsste auf das schärfste;zurückgewiesen werden, selbst wenn ihre sachlichen Vorschläge diskutabel wären. Auch dann müssten die orthodoxen Juden •ihren misrachistischen Glaubens- und Stammesgenossen sagen!: Ihr «habt eure eigenen Arbeitsgebiete, Keren Hatfessod, Natiartaiifond,!Schekel, Hesbräisierung, nationalistische iMinoritätspolitrk, Nationalrat, Kongress «usw., ihr erfreut euch eurer grandiosen Turin- und Tanzfeste uslw. usiw. Lebt euch aus, wo man eurer so sehr bedarf! Verwertet oder «vergeudiet «dort ■eure geistigen und physischen Kräfte, wie es euch gefällt. (Was wollt ihr in unserem nach Thora und Mizwoth und nicht nach zionistischen!Wünschen «geregelten Leben? — Wellt ihr aber als Juden •an unseren religiösen Gemeinden, ,Institutionen, Chewroth Kadischoth und sonstigen Ver einen •ehrlich urid auf- •riohtfg mitwMcen, so seid herzlich willkommen! Tretet ein und wir werden eure Rechte «weder kürzen noch, schmälern! Tretet ein, lebet unser Leben und wir