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Jüdische Presse · 1924-05-02 · 18 (2.5.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
18 (2.5.1924)
Date
1924-05-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 18 JÜDISCHE PRESSE Seite 123 DI1 Radiktlm dlimimiBt keim Verantworte; tozijlte dis Kisejinis I« AenaaemtiMi nl Ui m Swte dir Lasar, 11111 a IgftraHfii, werden ml teuoh brüderlich Hand in Hand zusammenarbeiten! Tretet ein, lasset aber euren Zionismus draussen, gebet ihn in der Garderobe ab, denn er gehört hier nicht hinein! Was soll man aber sagen, wenn man sich den! Inhalt dieses Aufrufs in der ״Jüdischen Volkszeitung“ ein wenig ansieht? Man greift sich an den Kopf und fragt sich, ob es denn möglich sei, dass ein Kreis von ernsten, sich .s e l'b s t e r nst n e׳hm e nd,e n Männern, mit einer solchen Kundgebung sich an die Oeffentlichkeit wagt. Wäre es nicht eine mit besonderer Sorgfalt redigierte Propaganda-Festnummer eines Parteiblattes, so fühlte man sich versucht, das ganze für einen in die Pessach-Zeitung verirrten Purim-Scherz eines heitergelaunten Spassvogels zu halten. Raummangel und die Achtung vor unseren Lesern gestattet uns ■nicht, hier die konfusen archäologischen und exegetischen Darlegungen wiederzugeben, die den ersten Teil des Aufrufes bilden. Wir begnügen uns mit dem wörtlichen Abdruck seines zweiten Teiles, der die konkreten Forderungen enthält: ״Die Aegypter haben im grauen Altertum für ihre בני האלקים wohl nur unverwüstliche Grüfte geschaffen, welche es ermöglichten, ihre Toten in einer Weise unterzubringen, dass diese, 0!b vorhergesehen oder nicht, bis zu unserer Zeit erhalten blieben׳, wodurch man heute in der Lage ist, durch vorgenommene Körpermessungen zu beweisen, dass sich *die äussere menschliche Gestalt seit tausenden Jahren nicht geändert hat. Wir besitzen unsere Chewra K adischas*) und es ist nicht bekannt, dass diese das entschieden beachtenswerte Beispiel der Aegypter in Erwägung;gezogen!hätten, sondern sie betätigen die Aufgabe der Leichenbergung in der Weise, wie seinerzeit die Bergung der Toten fü׳r die בני ארס in Liebling war, unsere Toten werden nämlich in ,grausam barbarischer Weise aus dem Kreise ihrer Angehörigen auf den Friedhof geschafft und dort in eine mögliehst tiefe Grube versenkt, um dann mit polterndem Gerolle!die Grube zu füllen und ausdemnoch vor handenenGe rolle einen Grabhügel zu schaffen. Wir könnten von den Aegyptern lernen und stat-t der bisherigen1 Bestattungsart das uralte uns zu eigen machen. Dazu wären entsprechend grosse, nach Massgabe der Anzahl der 'Mitglieder der Chewra Kadischa, unterirdische Hallen zu errichten, in welchen in gefällig hergestellten Behä 1tern die Leichen •nebeneinander unter««- bracht werden könnten. Die Kosten würden sich •wahrscheinlich gegen das jetzt übliche Verfahren׳ nicht verteuern. Dagegen! wäre nun von mancher Seite die Einwendung zu erwarten, dass viele Leute durch die. Macht der Gewohnheit gegen diese vermeintliehe (Neuerung Bedenken hätten, aber bei genauerer Betrachtung finden auch diese die Angelegenheit als erwägenswert. Zum Schlüsse noch eine Bemerkung, die unseren Blick wieder nach Aegypten! lenkt, nämlich יוסף fühlt seinen Tod nahen und er beschwört seine Brüder wörtlich: .פקר יפקד א׳ אתכם והעליתם את עצכותי מזה ׳Es gibt doch •immer noch Glaubensgenossen,!welche den!Wunsch haben, früher oder später nach Erez J •i!s r 0 e 1 zu kommen, und durch die Er rieh■ tung deT an ge deuteten Neueinrichtung der L e iche!n be s t a 11 ung wäre die Möglichkeit geboten, später in grösseren Gruppen nach dem Lande unserer Sehnsucht gelangen zu könne 11.“ Soweit der zionistische Aufruf. Wir verbürgen uns für die Echtheit der Abschrift und versichern, ausser den Sperrungen daran nicht das Geringste geändert zu haben. Wir sind begierig, wie die zionistisehen Mitglieder unserer Chewroth Kadis c h 0 t h auf diese Aufforderung ihrer ״tt a t i 0- » a le n“ Führer reagieren werde n. Vorstandswahl in Presov. Bei der am 21׳. April stattgefundeneri Vorstands- und Repräsentantenwahi wurden Herr Ludwig *Preiss zum •Präses und Herr Josef Fischgrund zum Vizepräses wiedergewählt. ■In die Repräsentanz wurden folgende Herren gewählt: Sam. Reiner, H. Willner, H. Weisz, •Martin Schwarz, Leo Friedmann, Dr. Jul. Spira, E. Preiss, S. Grosswirth, H. Schwarz, N. Gross, Jul. fiisenstädter, •Ad. Amster, Sirtl. Müller, M. Herbst, Si!m. Friedmann, M.!Weislowits, Isr. Treitel, Abr. Fränkel, S. Leuchter, M. Koiber, •lg. BurtZl, W. Arie, Ad. Fränkel, B. Steinlauf, S. Walirmann, H. •Steinlauf, Sim. Lenz, Mor Herz, Ad. Jordan. Jugendverein in Kesmarok. Am מוצאי י ו " ט ראשון ’hielt die Chewra ״Tiferet BachurinT in Kesmarok ihre 10. Generalversammlugn ab. Die Neuwahl ergab folgendes «Resultat: David Perlsfein (Präses), Bugen Gerhardt (Stellv.), David Emgelfeardt (Gabaä), Alex. Neugrösohl (Kassier), Salom. Grossmann, IskL Indisch, Mor Weingarten, Sal. Rosenzweig (Ausschuss), Jak. Pahmer (Schriftf.). Am Nachmittag versairanplteh sich die Mitglieder des Vereines in der Wohnung ihres •Präses, um ihm zu seiner Verlobung mit Tri. Mal vtne Baumgärten, Tochter des Herrn Rabb. Baumgarten in Wien, zu gratulieren, bei welcher Gelegenheit unter #מי תלו» echt )üdisohe Geselligkeit gepflegt *Wurde. ' ■' Jüdische GemoMe ln Bpr«$as?. In •unserer Gemeinde entspann *!am 22. April ekä heftiger Wahlkampf um den Vorstandssitz.!Die Oppo- »Äon hatte sich gut vorbereitet;!ihr Ziel war, den gegen- ^fertigen Präses zu stürzen., Trotedem!wurde der bisrige Vorstahd mit 4^'ge gen 144 Stimmen wiedergewählt, er Vorstand setzt sich dementsprechend aus fodgemdea Herren zusammen: Jakob Mermelsteiö (Vorsteher), T. Haft■ *) Sämtlich« Stellen von uns gesperrt. Red. aaaaoaaaaaaaaaaaä'flaannD oaaaaaaaaaaDpa Reise u. Sommeraufenthalt j םםםםםםםםהסםםםםםס0ססםסססקםםסםםםםםםםםם□ Bad Harzburg כשב HoUlPentionPARKHAU! " " unter Iffalberslfcc^ RabbinafalufiichT Das ganze5Jahr geöffnet Pftjitt I. X«#pUr, Villa frUtrict (Aatatoht Babbiner Dr. B r o m-I״nxern) —— Scheveulngen HOTEL ^1L Bnin. DeUmtiei 15 כשר St• Moititz (Schweiz) Hotel Edelweiss Steht unter Aufsicht Vota Rabbiner Kornfein, Zürich Restaurant ״Förstenhof‘, Franzensbad. Streng orthodoxe כשר ^öcije UDter Per8önl* Leitung Simon Raabs, Schwiegersohn des bestbekannten Restaurateurs Josef Ifegel, Wien. 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Vorstandswahl in Serednoje.!Der bisfieVirge1 verdien!sWolle^räs4s unserer Kiultusgemeinde,!Herr Elias Sternhell, wunde ׳zum Zeichen der allgemeinen Anerkennung einstimmig wiedergewählt. Jugendgruppe Presov. Bei der am א, רחוחמ״פ stättgefundenen Gene- ™!•Versammlung erstattete Vizepräses p. Ackermann den Tätigkeitsbericht und Kassier H. Her« fe Kassabericht. Die Neuwahl ergab folgendes Resultat: PäSses: D. Ackermann; Vizepräse's J. Arnstein; Kassier: Ch. Herz; Kontrollor: M. Heller; Schriftführer: N. Lauer; Gabbai: B. A, Bodner; Quästor נ J. Neumann; Org.-Sektionsleiftier J. Gottfried; Keren Hatautah: Ch. Herz; Erez Jisroel: T. Heller; Bibliothekar: A. Goldberger; Schomre Schabbos: M. Heller; in die Repräsentanz: M. Oh. Heller, M. Tratfiner, M. Händler, S. Reinitz, S. Pahmer; Kommissar in den Landesv.erb.: M. Ch. Heller. Bernhard Preiss s. A. Die Presover jüdische Gemeinde beklagt das Hinscheiden eines ihrpr angesehensten und ältesten Mit• «feer. f&? Ögttthatä Präl$$ wfe* Am f: aÄfeieiÄ’ TTelmlWertti Grabe gelegen' Der Verbild zeichnete sich durch seine Wohltätigkeit aus. Er war ein streng orthodoxer Jode, ^er auch seine pnder in seinem Sinne erzog. Dqt Gemexndepräses, Herr J^u^Wig Preiss, betrauert in ihm seinen VaW^ An seiner Bestattung beteJig־׳ fcen sich alle Kreise der »küschen und dchOHRRschen Ö^- tfeerung. "• 1" Wir pa,<y1en jinsjfe f-eser heut! fähige B^ dir Sötaj *die G^l^ilpäekif altbeyliijifjfei f 1n Tag Nissan Mai Eiru win. Sonntag 30. 4. 19. Montag 1. Ijar 5. 20. Dienstag 2. 6. 21. Mittwoch 8. 7. 22. Donnerstag Freitag Esihstag 4. 5. 8• 9. 2». 25. 6. 10. 25. Bratet ezial erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Shrwürden dea Herrn . Oberrsbbiners ' 5S, Riir?ld,? Kalendarium. A^as Jisroel (Schiffschul). Gebetstun^en in £6? Zeit rpm Nissan bis" 5.־'Ijar BÖÄi. Frei tag, den 2Ö. Nissan ש3ןן Ä0pt?.Off.''Samstag אחרי % Morgengebet: 690 un<J ’9.30, 1Minchah 12.15. Uin 3.30 Vortrag von פר® אבןךן anscbliessen^ Miochah S‘““ 0®®| KonhHrse. 10®® Konkum. Bei der Suboticaer (Szabadka (6. H. S.) aut. otiii. Ist. Oeimeinde ist di^ 'SfeiJe ein^s yörz®£* Men שוחט ובודקי מימחה, der ein מגקה בעל תפילה בעל קורא, וירא שמים ist. sofort zu besetzen. Reflektanten auf diese 5felle, von drei anerkannten orth. Rabbinern hajberi, können jhre öftferte mit Angajbe Ihres Alters, Tamtliensjtan^ und bisherige Wirksamkeit dem Vorstande 's^testens ]bis 3P- Mai a. ]. ejnseio^W*'י מוהל werden bevorzugt. Gehalt laut Uebereinkommieh. Spesen werden nur dein Berufenen vergütet. Moritz Glück, Deutsch Hermann, Sekretär. Pilses. Triidi Bisebfifsararder Dr. fiastay I. MBhr Verlobte. Nedy Ffjadmaim sitm״־ ’״ Kohrniao Rulmitzer fetfenVirÄen Verlobte. ןייי^®Ä^,J«׳«״ ,״י*• i»> vil- )ril11iWte»>> 40 p»cibl0BgaA) wm, wto OoMiMfl, VH., Kenreagaise 21/19 StväBfl ־«ä ffpaiisfaaais Hermine Badon bai Wien, Rolletgeaee 7

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