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Jüdische Presse · 1924-03-21 · 12 (21.3.1924) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
12 (21.3.1924)
Date
1924-03-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. IS JÜDISCHE PRESSE Seite 85 €r« frroel. ן Empfang der palästinensischen Agudas Jisroel bei König Hussein. Jerusalem. (A. J. P. B.) Sonntag •den 19. Adar I (24• Feibnuar) wurde ln Shunna eine Delegation •der Agudas Jisroel und •des Waad' Hoir Hoasdikenasi unter Führung van Rabbi Chaim SonnemfeM׳ •von Körnig Hussein in Audienz empfangen. König Hussein nahm die Delegation unter grossen1!Ehren auf. Rabbi Chaim Sonnenield begrüsste den König m3׳t dem üblichen Segensspruch, •der •durch den Qrossivesier d'es Königs verdolmetscht wurde. Hiernach hiess König Hussein die •Mitglieder •der Delegation sich setzen, Rabbi Chaim Sonnenifeld wies er einen Platz neben sich •an. Nach einer herzlichen Aussprache wurde dem König eiine •Adresse übergeben, die •von Sdieik Fuad AlkaHip •zur Verlesung gebracht •wurde. •König Hussein antwortete auf die Adresse, dlass ihm dlie herzlichen Be- Ziehungen, die zwischen •der religiösen Judenheit und den Arabern von jeher vorhanden waren, bekannt sind; er versicherte•, dass ׳diese herzliehen )Beziehungen auch in der Zukunft keine Trübung erfahren werden. Er •weTdie in allen jüdischen Fragen!mit der!Organisation •der A g udas Jisroel rechnen und stets bestrebt sein, den Wünschen der Agudas Jisroel naohzu-komimen. Nach der Audienz begab sich die Delegation zum Sohn des Königs, Emir Abdula. Auch hier!wurde •die!Delegation mit grossen Ehren empfangen. Von Emir Abdula wurde die Delegation zu der Hoftafel •des!Königs abgeholt. Be!i dieser Gelegenheit überreichte Emir Abdula im Aufträge seines Vaters Rabbi Chaim Sonnenfeld den Orden Istaklal erster Klasse. Emir Abdula hat dem Wunsche Ausdruck gegeben, Rabbi S o n n e n f e 1 d bei nächster Gelegenheit in Je r_u s a 1 em au:f.z u su che n. Nachdem die Delegatiionoeim König eine Abschiedsaudienz nahm, kehrte sie nach Jerusalem zurück. Nachfolgend der wörtliche ׳Inhalt der Adresse: Seiner Majestät König!Hussein, Sohn Ali des Ersten, dem Regenten von •Hedjas! Majestät! Im •Namen des Ewigen, des •höchsten G-ttes, der •Himmel und Erde geschaffen hat. Wir beehren uns als Abgesandte •der tihoratreuen Weiterganisat'ion Agudas Jisroel und der ׳thoratreuen Gemeinde ׳der :heiligen Stadt Jerusalem, die •unter dem Namen!Wiaad Hoir •Hoaschkene• sim organisiert ist, die mit ׳dien •Bestrebungen •der WeltorgansaVion Agudas Jiisroeü sich eins fühlt, ׳vor Eurer königlichen Hoheit zu erscheinen. 11m Namen dieser Welt- Organisation beehren wir uns, das Erscheinen Eurer königliehen Majestät im heiligen Ländle mit den ,heiissesten Segenswünschen zu begrüssen. Der König aller Könige möge den Thron Eurer Majestät erhöhen!!und befestigen. Möge in den Tagen Eurer'!Majestät Gerechtigkeit blühen zum Glück aller Untertanen׳ Eurer Majestät. Agudas Jisroel •ist die Organisation •der thoratreuen Juden, •die in der ganzen Welt ungefähr eine Million Mitglieder!hat, die aber dlie Gefühle einer weit •grösseren A!nzahl von Juden zum Ausdruck bringt, die alle das Bestreben haben״ die alte Verfassung des jüdischen Volkes, seine heilige Lehre •und Tradition in!ihrer Reinheit zu ■erhalten und1 alle Fragen im Geiste der Thora und ihrer Gesetze zu lösen. Die Agudas Jisroel li s t eine unabhängige iüdisdihe iWeltorganisa ion. Die jüngste grosse Versammlung (Kenessiio Gedaulo;, die im verflossenen Monate in der Stadt Wien stattfand!, u!n!d an welcher die ׳gewählten Vertreter der ׳thoratreuen Judenheil, die Grössen der!Thora und die Führer des jüdischer: Volkes aus allen •Weltteilen anwesend waren, hat feier,‘chst erklärt, dass sie keine •andere Organisation autorisie! t hat, im Namen des ganzen jüdischen Volkes zu sprechen Wir hoffen, dass zu!jener Zeit, da Eure Majestät mit Angelegenh eiten, die •das ganze jüdische Volk betreffen, sich befassen wird, auch ׳den V ar׳e tr e t e r n von Agudas Jisroel das Recht einräumen wird, im Namen der thoratreuen Jude n׳h eit zu sprechen. Wir versichern Eurer Majestät, dass!die Juden Gefühle der!Liebe und Brüderlichkeit!ihren Nachbarn und den Einwohnern der Länder gegenüber hegen, überall, wo sie in der Zerstreuung leben. Dies gilt auch von dem heiligei! Lande, für dessen Frieden, Gedeihen und Aufbau wir dreimal des Tages beten. Diese Beziehungen brüderiicner Liebe zu unseren Nachbarn wollen wir auch in Hinka!ff pflegen und gemeinsam mit allen seinen Einwohnern zu!1 Aufbau, zur Besiedlung und zum Aufblühen •dieses Lande•;, des Mittelpunktes des sehnsuchtsvollen Streben;• der Juden'heiit beitragen, zum Segen und zum Frieden all der verschiedenen Volksstämme, die es bewohnen. Wh c - lauben uns unserer zuversichtlichen Hoffnung Au su rack zu •geben, dass Eure königliohe Majestät überall i h 1 e n Einfluss zugunsten der in den arabischen Ländern wohnenden Juden geltend machen wird.!Der Herr der!Welt segne Eure Majestät und Ihre erlauchten Söhne und Nachkommen. Es möge Eurer Maie׳ stät vergönnt sein, nooh lange Jahre das glückliche Gededhen Ihrer Völker zu sehen. Jn Ihren und unseren Tagen möge Juda erlöst werden und Israel in!Sicherheit wohnen. Amen!“ Aus der •vorstehenden Darstellung ergibt sich ohne- Sonnen« unb 9tegenfd)itme• GMalitöten L. Fiertels Nachfolger M. Leib, Wien, 6. Bezirk, Mariahilferstrasse 89 {שבך geschlossen Feste Preise auf j»׳dem SiUck ersichtlich. .*. Leser diese! Blattes erhalten drei Prozent Vergütung Brautausstattungen Billigste Ein kaufsquelle in Leinen- und Damastwaren, Chiffone, sowie in Taschen- und Tischtüchern etc. Leopold Lederer stieg« 5 (nächst Salzgries), Telephon 66-371־ weiters, wie dies auch der Jerusalemer Vertreter der Ita, der ein Interview rniit •dien Führern •der Aguda hatte, wobei ihm ,eine Kopie des dem König Hussein überreichten Memorandums gezeigt wurde, bestätigt, dass die Angriffe des Her rn Sokolow •in der jüngsten Sitzung des zionistischen Aktionskomitees in •London gegen die Delegation ungerechtfertigt sind. Die zionistische Organisation, dlie ihrerseits entgegen dem Wortlaute und Geiste des Mandats über ■den Kopf der grossen Massen sich anschickt•, zusammen mit einigen Grössen der. amerikanischen Finanzwelt die Vertretung des!jüdischen Volkes zu spielen, steht am wenigsten das!Recht zu, *über •ein selbständiges Vorgehen der organisierten!Orthodoxie gegenüber den (Mächten •der Erde Beschwende zu führen. Die Kenessio Gedaulo als legitime Vertretung der gesamten •unab- •hängigen Orthodoxie •hat es klar und ■d e u tlieh ausgesprochen, dass es keiner!Organisation zu steht, •das jüdische Volk •im seiner G•esamthe,dt zu vertrete n.!Das jüdische Volk wird zu urteilen wissen, an wem die Schuld liegt, dass gegenüber •dien Mächten ׳der Erde eiine einheitliche Vertretung des jüdischen Volkes bis zum heutigen •Tage nicht besteht und •wird der Orthodoxie das Recht zugestehen,, unter den obwaltenden Umständen 1i׳h׳re Interessenten selbständig zu vertreten. Köllig Hussein und das Kalifat. 0. ,P. Z.) Jerusalem. .(Remter.)!Mesopotamien, Transjordanien und •Hedschas haben das Kalifat dem König Hussein angeboten, der es angenommen hat. (J. P. Z.) Die Agentur iHavas meldet aus Jerusalem unter dem 10. •März, dass der Grossmufti von Palästtoa nach einer Besprechung mit dem König •Hussein namens des Obersten Kirdienrates alle »Mufti, Giemas und Notabeln von Palästina zu einer Konferenz über die Frage des Kalifates nach Jerusalem eingeladen hat• 1(J. P. Z.) Jerusalem. (Reuter.) Etwa hundert •bevollmächtigte Vertreter aus allen Teilen Palästinas •beschlossen •einstimmig, König Hussein das Kalifat anzubieten. (J. P. Z.) London. Im englischen Unterhaus erklärte Mac Donald, ׳dlie englische Regierung nehme in der •Frage des Kalifates ■den Standpunkt des vollständigen Desinteressememts ein. (J. P. Z.) Jerusalem. Der oberste Rat der Muselmanen׳ •hat dem Vertreter der Agentur Reuter die Erklärung abgegeben׳,!dass •das Kalifat dem König Hussein unter der!Bedingung angeboten •worden.sei, dass er sich bemühe, in allen jenen Ländern, wo er Kalif würde, eine ko!nst'itutione 11 e und unabhängige Regierung nerbeizuiführen. Der Grossmuftii, die!Mitglieder des Obersten Rates •und die■ Pinkas Kornfeld u. Frau Simon Mayer Strassnitz Pressburg laden alle Verwandten und Bekannten zur Trauung ihrer Kinder Edith und L a j o s die ב״ון am 25. März 1924 (19. Adar II. 5684) um halb 2 Uhr in Oalänta (Restaurant Fischhof) stattfinden wird. Statt jeder besonderen Anzeige. SCHEITELN, PERÜCKEN!.Transformationen In feinster!.modernster Ausführung! Mit einem Griff moaern frisiert DAUERWELLEN (gekochtes Haarj WASSERONDULATION nach dem neuesten Verfahren von 250.000 Kronen aufwärts. Als besondere Spezialität: SCHEITELN AUF HAUT gearbeitet, günzllch unkenntlich Im Tragen. Sämtliche Reparaturen wie auch Wasserwellungen werden übernommen. Provinzversand wird prompt effektuiert Erste Wiener Werketitte für moderne Haarkonfektio■ FR. JEREMIAS M.LIPPEL Wien, II., Stefanlestrasse 7 (Jetilge He lasdet.) Delegierten Palästinas w׳erdlen nach Transjordanien! abreisen* um König Hussein •das Kalifat anzubieten.!(J. P. Z.) Kairo. Die ägyptische Presse!veröffenitiiicht einen! Aufruf •des Ulema von Alehaza, der gegen die Ernennung des Königs Hussein, der eine Schöpfung Englands sei, zum Kalifen protestiert. Etwa fünfzig Schelks, Ulemas und andere Notabeln haben am den König eine Botschaft gerichtet, in der es heisst, jeder Anwärter auf das Kalifat müsse den Entscheid der *muselmaniisclten Welt abwarten-, da für •alle Muselmanen ein einziger Kalif ge- 'vLl.lt werden soll. «$? $ Mitteilungen.י$י $ | Elisabeth-Helm. Diese .jüdisch-humanitäre Anstalt, errichtet zur Versorgung von jüdischen Kriegswaisen, Lehrmädcheni und Arbeiterinnen, hat ,ihre Aufgabe bisher in vollem Umfange gelöst, allerdings unter den schwersten materiellen Opfern. Um denselben;nun zu begegnen!, will Herr Direktor I. Rosner durch Veranstaltung einer •Effektenlottenie dem!Institut wesentliche materielle Zuwendungen verschaffen.. Nach lUeberwindung mancherlei Schwierigkeilen ist nun diese Lotterie unter staatliche Aufsicht gestellt worden und werden Gesamttreffer im Werte von 600!Millionen zur Verlosung gelangen, darunter Haupttreffer!in der!Höhe •von 120, 60, 35, 120 und 10 Millionen und tausende andere Treffer. Die Leitung liegt in den Händen e;i!ne׳s rührigen! Komitees, das sich atis den Präsidialmi'tgliedern Obermedizinalrat Dr. S. Krüger (Präsident), Frau Rosa Bondi!(Vizepräsidentin) und Dr. •H. •Herbatsdhek (Viizepräsidemt) und den Kuratoren ׳H. Pappemheim, Direktor •I. Rosner, Kommerzialrat!Alfred Landesberger, Prof. Dr. 1M!ax Eisler und Karl Altmann zusammensetzt. Es •Ist nicht nur im Interesse des segensreich wirkenden *Instituts, dessen Aktion •bestens zu unterstützen, sondern auch in Hinsicht auf die ׳bedeutenden Vorteile, welche den Losabnelimern winken!, empfehlenswert, diese Unterstützungen! in reichstem Masse vorzunehmen. Wir appellieren* an den beikasnut wohltätigen Sinn •unserer Glaubensgenossen und hoffen, dass dieser Aufruf auch lebhaften Widerhall finden wird. Auskünfte •erteilt das Elisabeth-Heim, Abteilung Effektenilotterie!,!11., Malzgasse 7,!wo •sich auch Wlederverkaufer melden wollen. Vom Rabbfnat der Adas Jisroel erhalten wir falgenide!Mitteilung: Verschiedene!Händler mit Lebens- und Gemussmitteln!veröffentlichen ׳Anzeigen, dass sie Waren von Unternehmungen und Erzeugern beziehen, die die Aufsicht •des Räbbinats der Adas Jisroel geniessen. Alle Kunden dieser •Händler werden aufmerksam gemacht, •dass dlie obengenannte Mitteilung •durchaus nicht beinhaltet, •dass audh *die •betreffende •VerkaufssteJile d1i׳e strenge Aufsicht geniesst- (Das Rahbinat der Adas Jisroel übernimmt ׳für dieselben keinerlei Verantwortung •und jedes Käufers Sache •ist >e׳s, d!ie Richtigkeit der Angabe des Händlers und dessen Vertrauenswürdigkeit selbst zu prüfen. Wien, am 8. Kiislew 516) 684׳. November 1923). •Das Rabbinat der Adas Jisroel. Adas Jisroel (Schiffschul), Wien, II., Grosse Schiffgasse 8. _Kanzlei: II., Grosse Schiffgasse 1. Z 320 ex 924. Die nachbenannten Verkaufss'ellen von Lebensuod Genussmitteln stehen unter der rituellen Aufsicht des ebrw. Rabbinates der Adas Jisroel: Fle schverschleisstellen: Eckerling Markus, IX., Liechtenste nstrasse 117. Fischer Ad0ifrII., Im Werd 3. Fischer Bela, VI., Stumpergasse 48. Fischer Gabriel, 11״ Grosse Scbiffga'se 11. Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. Hönigsbeer Emanuel, II., Fr. Hochedlingergasse 93. Stern Josef, II., Grosse Schiffgasse 6. Nur in den vorbenannten Fleischverschleisstellen gelangt Fleisch zum Verkauf, das von der Sehe, hitah der Schächter der Adas Jisroel herrüh't. Gastwirtschaften und Selchwarenverschleisstellen s Eisen & Hönigsbeer, II., Haidgasse 5. Fischer Adolf, II, Im Werd 3. Fischer Gabriel, II., Grosse *chiffgasse 16. Fischer Gabri» 1, II., Kieme Sperigasse 7 a. Lazar Montz, XX., Wa'lenstenstrasse 46. Mayersohn Samuel, 11., Taborstrasse 24a. Nagel Josff, II., Kieme Sperigasse 6. Schreiber Benjamin (Wieuea), II., Obere Donauatraise 91. W eldler He mann, II., Fiosegasse 9. Geflügel Handlungen: Fischer Bela, VI., Stumperga*se 48. Fried mann Samuel, VI., Sti^gengasse 14. Fürst Markus, I!., Krommbaumgasse 2. Gansl Leopold, II., Grosse Schiffgass'* 16. Kaufmann Lazar, II., <!r08‘e Schiffgasse 18. Kohn Helene, II., Im Werd 18. Schreiber Benjamin (Wienea), nur II., Obere Donaustrasse 91. Die Aufsicht bezieht sich bloss auf ungeteilte Stücke, die mit der Marke (Plombe) der Adas Jisroel versehen sind. Konditorei: Pomeranz Abraham L*»1b, II., Herminengasse 13. In den nachfolgenden Verkaufsstellen gelangt Milch aus der unter Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel stehenden M-ierei zum Verkaufe: Guntramsdorfer, II, Hsideasse 6. Ehrenkranz Jakob, XX, Staudingergasse 14. Gelb Leopold, II., Flossgaase 9. Von der Bundesregierung bewilligte Effektenlotterie Zugnngten des ELISABETH-HEIM - - ■ ■׳־.——— f&r Kriegswaisen, Lehrmädchen and Arbeiterinnen Wies! II. Bezirk, Malsgei••« Nr« 7 Telephon Nr. 43*5*40 Gesamttreffter 600 Millionen Kronen Haupttreffer 120, 60, 35, 20 und 10 Millionen Kronen und tausend andere Treffer LSI• I.«. Banken 1. Trafiken erhftltlleh I Wlederverkiafer gesackt

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