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Jüdische Presse · 1924-03-14 · 11 (14.3.1924) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
11 (14.3.1924)
Date
1924-03-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 11 JÜDISCHE PRESSE Lamdesorgaiaisation!beherrschen: Die grossen gemein• samen iGesamthelteairägalben müssen immer stärker hervor- ׳treten,!unter ,ihnen in erster Linie die!Sorge für Erkräftigung!der Thauroliebe!und des Thaurostudtums und ebenso düe!Arbeit für Erez Jisroel, ׳währendl noch so wichtig er- Idietnende,!aber von höherer Warte aus doch kleine und Ideiiiilllcihe örtliche Auseinandersetzungen izurücktreten müssen, Nach diesen grundsätaliahen Darlegungen ging Referent!auf die eigentliche ׳Tagung über und schilderte dienen Verlauf an!Hand1 der gefassten Beschlüsse,!die er in fünf Gruppen teilte. Eingehender und mit Nachdruck ,wurden diejenigen behandelt, die sich um ״,Keren Hatauroh“ gruppieren!, weil er lin ihm den Zentralipunkt aller lAgudatätigkeit sieht, die!ihr auch ivon!keiner!Seite und1!keiner!Organisation streitig!gemacht wird. Die!Menschen׳, die Geister und — das Geld der Orthodoxie *der iWelit ihiefür mobil!zu machen, müsse die erste!und letzte Aufgabe!jedes Agudisten werden.!Wichtiger freilich könnte!manchem die Zukunft und Gegenwart Paläs td-!nas erscheinen. Aber da politische und ökonomische Rücksichten!Agudas Jisroel dort derzeit nur ׳auf ein ver-!hälfnismäss'ig kleines Arbeitsgebiet drängen, nämlich auf Häusenba-u und Begründung -von!Industrien״ und da Agudas Jisroel auf diesem engen Gebiete ׳zu leisten!!versuche, was ihm möglich sei, bleibt die Fürsorge für Thüuroipfletge und alles, was!mit!iihr zusammenhängt, das ist der Keren Hatauroh, das Wesentliche. Ausser diesen beiden1 allumfassenden iBeratumgspunkten sind!, wie!Referent mitteilt, auch einige nur die deutsche Abteilung der Aguda angebende Angelegenheiten behandelt worden. So die des ,,Vorortes“, das ,heisst des ,-«Sitzes“ des Gruppenverbandes ׳oder der ,,Landesorganisatian‘‘, wie sie sich!in Anlehnung ■an das Gmndistatut!von ,jetzt a!b nennt, ferner die stärkere .Eingliederung der Jugendgruppen!in die Gesamtarbeit der!Ortsgruppen und schliesslich einige missverstlandene oder unrichtige Auslegungen ׳des Grundstatuts, ׳die offenbar vielseitig!verbreitet sind, weil sie!zur Gründung der ״Achduth“ wesentlich beigetragen haben Referent weist aus den einzelnen (Paragraphen1 des Statutes die Berechtigung zweier Resolutionen nach, die auf!dem :Delegiertentag beschlossen worden waren, von denen die eine dien Missverständnissen allgemein entgegentritt1, die andere die Gründung von Achduth beidauert. An das etwa eineinhalbstündige Referat schloss sich eine selhr lebhafte Debatte, ,in!der von dien׳ meisten Rednern die Notwendigkeit, für das Taurohsbudiium zu sorgen׳, betont wurde umd Vorschläge nach dieser Richild mg gemacht «wurden. Auch das Verhältnis von Agudas Jisroel und Achduth wurde mehrfach berührt und schliesslich auch einige interne ,Fragen der Orstgruppe besprochen. Vorfrag Oberrabbiner Schapira in Berlin. Die Ortsgruppe Berlin der Agudas Jisroel -veransfaltet am Montag dien 117. (Märiz in!den! Musiker-Festsälen-, Kaiser Wilhelm-Strasse 31, halb 9 Öhr,!eine öffentliche Versammlung, in der der bekannte Sejmabgeondnebe Obenrabbiner Schapiro aus Sanok!(jetzt Piotrekow) über das Thema ,,Das (jüdisch-geistige Leben! Polens einst und letzt“ sprechen! wliird. Der berühmte Redner und geistige Führer dier Juden! Polens beabsichtigt, noch in anderen deutschen! Städten!Vorträge zu halten. Von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden. Von dbr Zentralwohlfa!hrtsstelle der deutschem J u dt (ein. w|irä uns mibgeteit, dass der F o rtb 1!11du!ngsk01 r!3 für Erzieh e rper so na!, der vom 2- bis!12. März in Berlin sbaitttfinden sollte, lnfolge Verhinderung einiger massgebendeni Referenten ver- ,tagt werden muss. Es hat!sich in 1Anstalt!slkre!isen lebhaftes (Interesse für ׳den Kursus!gezeigt.!Der nächste Termin wird ln aller Kürze bekunnitlgegeben Baronin Mathilde v. Rothschild s. A. Am 8• März verschied! in Frankfurt a. M. Frau Baronin Mathilde von Rothschild ע״ח nach vollendetem 92 Jahre. Eine Tochter des Freiherra Anselm von Rothsahild,, Wien, fügte sie sich gänzlich ׳den hohen Ansprüchen ihres Gatten! ר* שמעון וואלף דל!Wilhelm Freiherr von Rothschild, der auch als einfacher pfflH בן für ׳einen צאדיק gegolten!hätte. Er stellte an ׳sich und sein Haus ׳die!höchsten Anforderungen, die düe Religion an!die Frömmsten der Frommen stellt;, und׳!Baronin Mathilde war!ihm eine ebenbürtige Gefährtin. Im Wohltun ׳wetteiferte dieses Ehepaar!in unbegrenzter ■girosszügiger Weise und die Verblichene ertrug es gerne* dass ihr Ga׳tte, der Stolz Ihres Löbens, fest alle freie Zeit dem Wohltun und! iThoralemen widmete. Zahllos ,snnd die Existenzen, ׳die Baron WSlhdm aufrichtete, noch zahlloser die Unglücklichen auf dem ganzen Erdenrund* denen er Hilfe bo!t, und überall war seine edle Gattin seine freue ׳Mitarbeiterin. Die!Widmungen für Frankfurt, für dessen׳ sämtliche Institute, setzte die Verbiohene auch nach ׳dem Todte ihres Gatten11901)׳ ׳) fort und1 zeugt alles in Frankfunt! Bestehende von der Grosszügiigkeit der Dahingeschiedenen. Frau Baronin' Eduard Rothschild!In Paris, die Tochter der Baronin Mathilde, und deren Gatte haben׳ von dien ■edlen Eltern die ׳warme Liebe für Juden und Juden•• tum und die unbegrenzte Freigebigkeit für jüdische Zwecke geerbt. Jugoslawin. Friedensverhandlung in Ilok. Montag den 25. Februar besuchte Grauditabbiner Dr. Isaik AHealay aus Beograd die orth. jüdische Gemeinde fiok. Anlass hiezu gaben die fortwährenden; Reibungen und Streitigkeiten 4m!Schosse der Gemeinde in derart i Zwecks Ehe Für junges Intel), schönes Mädchen aus streng orthodoxem Hause, Mitgift K5 203.000, Wird entsprechender Bewerber mit Intelligenzberuf und streng jüdischer Erztehung gesucht. Oefl. ganz ausführliche nicht anonyme Zuschriften hei selbst• verständlicher strengster Diskretion erwünscht unter: *Seelen• harmonie* an die Wiener Administration dieses Blattes. gesteigertem Masse׳, dass sich die streitenden Parteien gegenseitig bei der Regierung denunzierten. Zu bemerken ist, dass der Waüzener Gaon נ״י vor einem Jahre bereits!in dieser Angelegenheit! intervenierte und den Frieden herstellte. Die Zwistigkeiten) jedoch brachen!von neuem aus und die Regierung ibauftragte den Grandrabbiner, er möge versuchen׳, den Streit zu schlichten.!Imposant waren die Feierlichkeiten, die zu Ehren des ‘GrandrabbimeTs In allen Ortschaften,, ׳die er passierte, veranstaltet wurden, wie auch die feierlichen Begrüssungera, mit denen er ׳überall von politischen und :geistlichen Würdenträgern — auf höheren!Befehl — empfangen wurde; die!Spitzen der Iloker Behörde fuhren ihm sogar!bis Beocin entgegen. Um halb 1 Uhr nachmittags kam der Grandralbbiner an den!Triumphbogen, -der ihm vor der Synagoge aufgestellt war* und wurde vom Gemeindepräses in einer senbisehen und vom ׳dortigen Raw ג״י in einer ׳hebräischen Anspräche begrüsst. Er hielt eine Rede und betonte, er sei von der Regierung direkt entsendet worden, den!Streit zu schlichten. Der Grandrabbiner ist Inhaber eines hohen Ordeniszeichens ׳und sehr ׳geiachtet bei Regierung und ׳Hof, nichtsdestoweniger ist! er sehr ׳bescheiden׳ und stellt seine!Dienste gerne dem Gesamtwohl zur Verfügung.!Der Umstand!, dass er ׳von Sr. Majestät und vom Kultusminister zwei Glückwunschtelegramme erhalten!ha׳t, beweisen zur Genüge, dass ׳der Antisemitismus in Serbien keine Wurzeln schlagen konnte. Man!benützte diese ׳Gelegenheit, um eine Versammlung sämtlicher 'jugoslawischen orthodoxen Gemeinden einzuberufen, um die Gründung einer orthodoxen Landeskanzlei zu ׳besprechen; Grandrabbiner Dr. Alkalay versprach ihnen, ׳in ׳diesen Ihren (Bestrebungen sie zu unterstützen. Um!3 Uhr nachmittags begann die Herzlichsten Maseltow entbieten wir Herrn Emanuel Felsen bürg anlässlich seiner Vermählung mit Fräulein Julie Schreiber Mitglieder der Agudas Jisroel- Jugendgruppe, Wien. Die ,.Jeschlwo-Sektion“ der Agudas Jisroel Jugendgruppe Wien wünscht herziiehst Maseltow ihrem unermüdlichen und stets opferbereiten Leiter Herrn Emanul Felsenburg anlässlich seiner Vermählung mit Frl. Julie Schreiber DIE ״JESCHIWO-SEKTION“ der Agudas Jisroel Jugendgruppe Wien Der Vorstand der Agudas Jisroel-Jugendgruppe Wien li. nimmt auf diesem Wege Gelegenheit, seinem Kollegen und Vizepräsidenten Herrn Emanuel Felsenburg anlässlich seiner Hochzeit mit Frl• Julie Schreiber herzlich zu gratulieren. Wir verbinden mit den aufrichtigsten Wünschen für seinen ferneren Lebensweg die zuversichtl che Hoffnung, dass unser Freund, der dem Voratand der Jugendgruppe seit der Gründung derselben in a׳!fopferungsvoller Hingabe angehörte, auch nach seinem 8tatutenmäs8igen Ausscheiden uns sein Wohlwolen bewahren wird. Der Vorstand der Agudas Jisroel- Jugendgruppe Wien 1(. Agudas Jisroel Jugendgrnppe Wien II., Obere Donaustrasse 69 (Saaleingang Flossgasse 1) Mittwoch י׳ד אדר שגי (den 19. März), 1/fl Uhr abends und Donnerstag 20) פורים. März), 7a8 Uhr abends findet im Grossen Saale der Jugendgruppe eine lustige Purim« V eransialiung statt, zu der sämtliche Mitglieder herziiehst geladen sind. Näheres In der Purim-Nummer des WoohenkalenderB Seite 70 Verhandlung und dauerte ununterbrochen( (bis halb dl Uhr ־ nachts; Vorsitzende waren: dev Grandnabbiner, lerher die Rabbiner von Sufootlca, Ada und Peitavoselo!und einige Privatmänner. «Das Nachtmahl wunde anstatt um 8 Uhr um 11)1 Uhr ׳aihgehalten und da bis m dieser Zelt ׳noch!kein Resultat erzielt wurde, ׳ergriff das Word Sr. Eihrw. Rabbiner Moses!Deutsch aus Subotica, (hernach Sr. E!hrw. Rabbiner David ■Hoffmann aus Ada. iSämtliehe Zuhörer!lauschten den praditvollenv mit Diwreh Thora gewürzten Reden1 der ׳mit rednerischem Talent begabten־ Rabboniim; es sprachen .noch die Robbonim von Uök und Petrovoselo. Die Zuhörer waren zu Tränen gerührt und es!herrschte •eine Feststiimmung. Es besteht die Hoffnun!g, dass die FriedenswerhandLungeni das erwünschte Resultat bringen werden. —־ el —er« Rumänien. Konferenz der Landesorganisation der Agudas Jisroel in Rumänien. Kiischlnew. (A. J. (P. 1B-) In der letzten Woche fand hier die Konferenz der Agudas Jisroel statt. Es nahmen! zirka 60 Delegierte teil. Für ׳sämtliche Arbeitsgebiete, wurden spezielle Kommissionen gebildet, die dlie Jntensiviieirung der Arbeit zum Ziele haben.!Obenrabbiner Senator Z'irelsolm wird neuerdings zum ׳Präsidenten der Landeskanzle! gewählt. ämtrika. Konvention der Aguda-Jugendgruppen Amerikas. New York, 19. Februar. Unser A.-Korrespandent meldet: Samstag abends, den 16. Februar begann die erste Konvention der Agudas Jisroel-Jugendgruppen Amerikas, die 3 Tage dauerte. Die Eröffnungsrede hielt Rabbi Dr. Philipp Klein. Referate ,wurden unter anderem gehalten vom Exekutivmitglied der Aguda-Weiltorganisation Oberräbfoiiner M. M, E Pstein aus Slobodka (Litauen), Rabb. Margulies (New York), Rabbi Dr. Philipp Rosenberg (Yonkers), Rabbi Herbert ׳Goldstein .-und Rabbi Dr. Leo Young (beide von New York), Redakteur W 01 k (aus Kawno), Rechtsanwalt Dr. Max Young (Philadelphia). Es wurden verschiedene \wiohtige Resolutionen gefasst. Genauer Bericht folgt. New York. Die Zahl der!Mitglieder der zionistischen Organisation ist ׳von! 170.000 auf 30-000 zuruckgegaragen. New York. Die Wiener Zelire'i Agudas Jisroel teilt auf Grund erhaltener Berichte mit׳, dass ihr VoTstandismHSigdied Herr Leivi Jizchok •Kabane!bereits am 7. Adar rischbn in New York gelandet!ist und' ivon den dortigen Zaire i Agudas Jisroel herziiehst empfangen wuTde. Vier Taige nach «׳einer Ankunft, ׳am 111׳. Adar Tischon, begann!die amgekündigte Landeskonferenz der amerikanischen Aguda- Jugend und׳ wurde Herr Kahane mit! der Erstattung des Ere!z Ji׳sroel-Refenates!betraut. Detaillierte Berichte Über die Landskonfereniz sind( noch ausständig. €rez 3$rod. Das Memorandum der Agudas Jisroel an König Hussein nicht antizionistisch. Jerusalem. (J. ׳T. A.) Am 28. Februar veröffenit- Hchte der ,«iDoar Hayoni“ die Meldung, dass ein von Oberrabbtner Sonnenfefld ׳geführte Delegation׳ der Aigudas JiiSToell am 24. Februar beii König!Hussein erschien und ihm ein Memorandum von scharf antiiziionisitischem Charakter ׳überreichte. Der Jerusalemer J. T. A.-Vertrteitetr hatte ein Interview mit Führern der Agudla, wobei!ihm eine K׳o!piie des dem König!Hussein ׳überreichten! Memorandums gezeigt wurdle.!In dem!Memorandum wird erklärt, dass Palästina Im Mittelpunkt der Sehnsucht!der orthodoxen. Judenlhedt steht, •dlie den Aufbau Palästinas liiK Harmonie und! in Zusammenarbeit mit allen Rassen ׳wünscht. An der Abfassung des!Memorandums!ist die Setzt In Palästina ׳weilende!Delegation agudlistisoher Rabbiner aus Polen unter!der Führung des Gerer Rebbe beteiligt!gewesen. Die Bedingungen einer Annahme der Balfour-Deklaration durch die palästinensischen Araber. Jerusalem. Das offizielle Organ der national-arabisehen (Partei, der »Mirat el Sherk“ teHrö mit, die Mitglieder der palästinensfisch-arab isahen Exekutive 1hätten währenidl ihrer Beratung mit König!Hussein In •Sbuna (Transj o׳rdanien) Ihre Zustimmung zu der Annahm׳e dier Balfour-Deklaration und des Britischen Mandats unter der Bedingung gegeben, dass eine nationalle Regierung in Palästina eingesetzt wenden würde. Erdbeben in Jerusalem. Jerusalem. In der Nacht des 27* Februar wurde In Jerusalem!, Tiberlas und! anderen Orten Palästinas ein leichtes Erdbeben verspürt, öeber etwa vorgekommene Beschädigungen wurde jedoch nichts berichtet König Hussein wieder in Amman. Jerusalem. ׳(J. T. A-) Am 29. Februar kehrte König Hussein aus Shuna nach Amman zurück. Er beabsichtigte; in einigen Taigen seinen Aufenthalt in Transjordainteii zu beenden undl die Reise nach Mekka anzuitretent!Die Bespreohungen über den Angflo-Hedias-Vertrag werden dann seine Söhne Emir Abdullah und AU -sowie der Emir Luft׳- aUah forifähren. Der Korrespondent der ^Thnes“ telegraphdert: Am 29. Februar hielt König ׳Hussein dtoe längere Ansprache an!die Mitglieder des Exekutivkomitees des palästinensisch-arabischen Kongresses, Jn der er die Verhandlungen des Anglo-Hedjas-Vertrages behandelte. Der Ton ׳der. «Ansprache war sehr gereizt. v

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