Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1924-03-07 · 10 (7.3.1924) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
10 (7.3.1924)
Date
1924-03-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2629891-2630051-2630061--1365-2633108
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

pppppp!pp*ייוויומיי^וו^מ! Nr. 10 .... ...■ JÜDISCHE PRESSE _Seite 71 akt der ganzen bisherigen Politik diös Mü&naohi zu sein. Agüdais Jisroel •muss schuldig ׳gesprochen werden^ da ׳weder der Ziontenuis noch der Paale-Zionlsmus noch ׳(Her Mtisraohi selbst schuldig gesprochen wenden darf. Es •bidiht also ,nienmid übrig als X'gudlas Jdsroei Es stellt also der Verfasser dies Artikels ,,Die ׳einzige Heilung“ diie Frage: ,,!Was wH!Mferaetoi? Was stört den M'tenadni a׳n der Vereinigung mit d:em selbständigen ortihodbxen Judtenitum? Warum kann Mlsnachi sich nicht mit der Atgudas Jiisroel vieretoigeni, um gemeinsam den arelilgiösen Geist i*n Zionismus z׳u!bekämpfen)?“!Darauf antwortet Rabbi Berlin mit einer ganzen Reihe!von Beschuldigungen!gegen die Aguidas Jisroel: ,AVer proklamierte die Notwendigkeit vereinig ׳t e r A r ö e ׳i t zwischen Mferachii und Aigudäs Jiisroel!, der Misrachi in Karlsbad oder die Aguda in Wien׳? W׳er brachte es dazu, dass die Agudas Harabonim eine Delegation nach Wien entsendete, um!gemeinsame Arbeit anzubahnen, wenn nicht Miisnaahi? Wo stiess diese Delegation an eine ,,steinerne Mauer“, wenn nicht bei Aigudas Jisroel? Wieviel!Made wunden entweder in Warschau oder in Berlin und Frankfurt Versuche angestellt, ׳damit es wenigstens in bezug auf die Arbeit in Ereiz Israel zur Verständigung komme? Ständig waren es die iMiisrächt, die diese Versuche untiernahmen, ständig scheiterten dieselben an dem 1Unwlüllen der Agudlas Jisroel usw,“ Diese Fragen sind so gestellt, dass ein Mensch, der in politischen ,,Weisheiten“ unerfahren1 ist, meinen könnte: Da ׳ist der Mferacbi, ׳der fortwährend ruft: Juden, ver einigen wir!uns, die!Thora!ist in einer Gefahr, die Abtrünnigen wollen dien Glauben und! ׳die Religion zerstören!, das Juden»• tum!ist in Gefahr!!Vereinigen wir uns! Und ׳die Aguda, die ״versteinerte“!Aguda rührt sich nicht. Als 0:b es sie nicht anginge ... Rabbi Berlin sagt: ,,Misrachii ist jene Organisation, die fortwährend zur Einigkeit mahnt und ruft.“ Wieso wird!aber dies gemeint? Heisst dies, dass es zu einer freien Vereinigung des ort'hodoxen Judentums im׳ Rahmen einer unail- 1hä׳ng!i1gen orthodoxen jüdischen Körperschuft kommen soll, oder 1heisst eis* dass sich ׳das artthodoxe Judentum unter Leitung der zionistischen Führer vereinigen soll? ׳Rabbi!Berlin sagt nicht klar, was er zu sagen hat. Und. gerade von der Klarheit de r Antwort hängt alles ab, hängt die richtige Aufklärung der Frage, wer wahrhaft) orthodoxe jüdische Einheit anstrebt, Misraoh'i oder Agudlas Jisroel? ״Wie oft“, sagt Rabbi Berlin, ,/es zu Versuchen zur Anbahnung gemeinsamer!Arbeit in Ere!z Jisroel kam, so oft scheiterten. dieselben nur am ׳Unwillen der Aguda.“!Warum aber erzählen Sie, Rabbi Berlin, nicht, wie dies g e ׳sche׳h ■en ist? Warum teilen Sie nicht mit, w elche Bedingungen beide!Parteien gestellt liaben? Warum erzählen Sie (nicht, was ׳Ihnen׳ Agudas J׳isroel geantwortet hat? Was für Gründe eigentlich störten immer die Verhandlungen? Da Sie es nicht sagen, Rabbi Berlin, so!muss ich es sagen!. Es muss 1wirklich ©infür allemal der springende Punkt der!Beziehungen zwischen Misarchi umdi Agudas Jisroel angewiesen werden!, es muss aufgewiiesen werden,׳ ׳warum Misradii als unschuldig und friedlich gestimmt gelte* wogegen die Aguda ■schuldig und nu r schuldig .!gilt. Die Aufklärung ist ganz einfach. Als Misradii an lAgudas Jiisroel nuit Vereiniigungsvorsdilägen!herantrat, geschah dies nur als Teil der zionistischen Organisation, die für Misrachi die כלל ישראל Organisation bleibt.!Misradii!sprach׳ von einer Vereinigung mit der Agudlas Jiisroel als einer Fraktion der zionistischen Organi׳- satioin. Dass da eine Vereinigung unmöglich ist, ist klar• Abgesehen von der!Ideologie:, abgesehen davon, dass dank des Verbleibens in der!zionistischen!Organisation der M'israchi von einem Grossteil der Orthodoxie als מסייעים ידי עוברי עבירה!betrachtet wird (eine Tatsache, die heute vom Mferacbi׳ selbst zugegeben ׳wird), ist ׳eine Vereinigung auf solcher Basis faktisch unmöglich. Denn so lange der Misraoh'i ein Teil der zionistisehen Organisation!ist und dieselbe behaupten kann, dass das orthodoxe Judentum nur ein ■Teil* Tesp. eine Fraktion im Judentum sei — ein Teil, der auch von der zionistisehen Organisation vertreten! wird — steht bereits dieser Umstand in dem grössten! Gegensatz!zum Programme und Ziele der Agudas Jisroel, die die Prokilamierung und Wiederherstellung des ׳Begriffes ״jüdisches Volk“ als G־t׳tes!volk, als Volk der Thora, bestrebt! ist. Deshalb Wurde׳ dem iM'israahii erklärt: die Einigu׳ng kann erst dann st!a1t׳tf!indem, wenn Misrachi ebenso frei und unabhängig sein wird wie Agudas Jisroel. Wenn war auch jetzt mit Misrachi gemeinsam arbeiten könnten), könnten ■wir so 1 »an׳ge ׳nicht mit der zionistischen Organisation arbeiten(, so Bjamge dieselbe ihre Steilung zum Glauben un׳d zur Thora (vom Grund auf geändert haben wird. Diese Erklärung wurde zu!verschiedenen Malen abgegeben und! Rabbi Berlin ist darüber ebensogut informiert wie ich.!Diese Erklärung kennen ׳ebensogut! die iMferachi- Rabbiner wie die Delegierten der Agudas!Harabonim i׳n Amerika, die während der Kenessio Gedatrlo in Wien׳ Verhandlangen׳ gepflogen!haben׳. Die Stellung der Agudas Jisroel ist also ׳ganz klar. Brautausstattungen Billigste Eiokaufsquelle in Leinen- und Damastwaren, Chiffbne, sowie in Taschen-‘ und TischtOcheni etc. Leopold Lederer X5 »1(״Ä״: gries), Telephon 66-8-71 Sie scheint aber nicht klar genug für diejenigen zu sein, die die Angelegenheit im Dunkeln!lassen wollen. E׳s ist deshalb •wenig nützlich, die Notwendigkeit der Arbeit zwischen Misrachi und Agudas Jisroel zu proklamieren, ebenso •wie es von kleinem Wert!;ist, für die Unterhandlungen eine Delegation zu entsenden!. Wichtiger und ausschlaggebender ist. Ob Misrachi wirklich geneigt ist, die Stellung als מסיים ידי עוברי עבירה aufzugeben und ob!Misrachi eher mit der Agudas Jisroel als ׳mit der zionistischen Organisation ׳zu arbeiten! wünscht. Ich will ׳mich nicht mit Details befassen- Ich will nicht die Empfänge der Delegation!der Agudas Harabonim in Karlsbad und in Wien vergleichen. Ich könnte vieles erklären., was Raummangels halber unterbleiben muss. Ich könnte aus eigener Erfahrung erzählen, wie Misrachi ׳seinerzeit wirklich ׳die Gelegenheit nai:e, sich mit Agudas Jisroel zu vereinigen׳, wie es damals aber im iitauisohen •Nationalrat trotz der grössten Bemühungen nicht zustande zu bringen war Misrachi will lieber eine erniedrigende Gemeinschaft mit den Gegnern des Glaubens als einen wirklichen Bund mit ׳dem orthodoxen׳ Judentum — mit der Agudas Jisroel. Darauf!beruht auch d׳a|!s gnässte Uwglück. Darin liegt ׳der K r a n 1k h e i t s!h e r ׳d. Die Frage: ״Woher die Aerzte nehmen?" hat keine Berechtigung. Die Aerzte sind da!, man ׳lässt sie aber nicht zur ׳Heilung zu. D i e A e r z!t e ׳s i n d d a , die /M i s r a c h 1i können sie selber sein. S1ie!müssen es nur sein wollen — dann werden s li e e s w e r ׳den! Plenarsitzung des Geschäftsführenden Ausschusses. Wien. (A. J. P. B.) In der jüngsten Sitzung des GeschäftsfiihrerJden Ausschusses, a!n der samtliehe Mitglieder aus Wien, Rabbiner Aron K a t z aus Nitra, Jakob Joel Braun, Bratislava, sowie Jakob R o s e n h e i m und Leo Wreschner, Frankfurt a. M., teiligenommen haben, wurden die verschiedenen Probleme der Tätigkeit des Rabbinischen Rates, des Keren Hathora, sowie der Palästinazentrale gründlich beraten. Es wurde ferner beschlossen, sofort nach Pessach eine Sitzung des Zentralrates womöglich nach Warschau einzuberufen, der eine Plenarsitzung des Rabbinischen Rates vorhergehen wird. Auf die Tagesordnug wurde die Beratung des Modus einer engen Zusammenarbeit des Rabbinischen Rates mit dem Geschäftsführenden Ausschuss sowie Konstituierung un׳d Statuierung des Keren Hathora gesetzt. Der Keren Hathora für litauisch-polnische Jeschiwoh. Wien. (A. J. P. B.) Die Keren Hathora-Zentrale hat au׳s den Erträgnissen der ersten Aktion einen namhaften Betrag an die unter der Verwaltung des 0‘berrabbiners Chaim Ojser Grod'zensky, Wilna, stehenden 17 polnisch-litauischen Jeschiwohs überwiesen, wodurch einige Jeschiwohs vor der drohenden Schliessung bewahrt wurden. Ferner wurden 1die unter Verwaltung Nissuim Nachums stehenden sephardiseben Talmud Toras unterstützt und die Jeschiwoh in Deutsch-Kreuz sowie die Talmud Thora in Wien und Ujhelli subventioniert. SCHEITELN, PERÜCKEN a. Transformationen in feinster u. modernster Ausführung 1 Nit alnam Griff DAUERWELLEN (gekochtes Haar) WASSERONDULATION nach dem neuesten Verfahren von 250.000 Kronen aufwärts. Als besondere Spezialität: SCHEITELN AUF HAUT gearbeitet, gBnzllch un> kenntlich Im Tragen■ Sämtliche Reparaturen wie auch Wasserwellungen werden übermodern frisiert nommen. Provinzversand wird prompt effektuiert Erste Wiener Werkstätte für modsrne Haarkonfektlon FR. JEREMIAS M.LIPPEL Wien, II., Stefaniestrass• 7 (Jetzige Ho'laedst NACHRICHTEN. © Oesterreich. Der 7. Ader. Der Todestag unseres ׳grossen! Lehrers Moses gilt׳ auch dem pietätsvollen Gedenken jener im Laufe des Jahres Dahiingeschiedenen treuen Jünger Mosche Rabbenys, ׳die seine Thora hochgehalten, entwickelt, gelehrt und1 Ins Leben umgesetzt ׳haben. Im .vergangenen Jahre hat der Tod׳ reiche Ernte im Gefilde der Thora gehalten. Es gingen von uns die Rabbonim Hageomiim &. z. L. Öberrabbiner Josef Jehu'da Alfma!nn, Mezö Csat am 2. Adar 5683, Rabbi Nosen׳ Note Keil- L ö w 4, Sarboigad, 1Rabbi Gha'fon F r i e d, Sojo Szentpeter, Rabhi Rinchas Chaiim Klein, Velke Selvjus (Nagy Stzöllös), •Rabbiner Telteibaum, Tetsohö, Rabbi Leb Rub i nst ei n, Pressburg, Rabbi!Moses W e i s s, Jablonica, Rabbi Isaak H a ׳b e r f e .1 d» Sobotlschf, Rabbi Josef Pres sbürg e r״ Dajen ׳in Mat^ersdorf, Rabbiner Doktor Sinai Schiffer׳, Karlsruhe, Rabbi Mosche Marx» Darmstadt, ׳Rabbi Mosche Leb Barnb erg e r, Schönlanke, Rabbi Salman Sender Kahane Scha.piTa am 29׳. Schebath 5683, Jerusalem, Rabbi Mosche K a t z e n eile n b o g e n, Jerusalem, Rabbi Schlomo Elchanan Jaffe, New York, Rabbi Ebener!R a b b ,i n o w i t s c h, Minsk, Rabbi Nathan L i!p schütz, Dajen in Lodz, Rabbi Abraham Dow Popel!, Miariampal, Litauen. Die Chassidim Rabbis, Rabbi Schemarlja Noach S c h n e e r s 0 h n, Bobmisk, Rabbi Samuel Zwi D a n ׳z i .g e t, Alexander, Rabbi Schalem Dow Ungar, Zabno, Rabbi I s r a e 1, Bhusch, Rumänien. Wien, Donnerstag vormittags ist der Gorer Rebbe und seine Reisegesellschaft aus Erez Jisroel in Wien eingelangt. Am Bahnhöfe fand ein imposanter!Empfang statt. lieber den grossen Erfolg der Reise wird in unserer nächsten Nummer ausführlich beriohtet werden. Oberrabbiner Schapira in Wien. Wien. Der neugewählte Öberrabbiner von ׳Pliotrkow, Oberrabbiner Sejmdeputierter Sdhapira ist Mittwoch, zwecks Abhaltung von Konferenizen mit dem Zentralbureau, in Wien eingelangt. Wie uns mitgeteilt wird, wird Öberrabbiner Schapira auch in einer öffentlichen Versammlung sprechen. Ort lind Zeit wird durch Plakate bekanntgegeben werden. Polen. Oberrabbiner Schapira, Sanok, zum Oberrabbiner von Piotrokow gewählt. Warschau. (A. J. P. B.) Oberrabbiner Sejmdeputierter Schapira, Sanok, der bekannte Führer der Agudas Jisroel in Polen, Sekretär der Exekutive des Rabbinischen Rates, sowie Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses, wunde zum Oberrabbiner der grossen Poitrokower Gemeinde berufen. Extrazug für den Oberrabbiner Schapiro. Sanok. In Sanok verstarb plötzlich der bekannte ״Bukowsker Rebbe“. Deputierter Öberrabbiner Schapiro weilte gerade in Lublin zum Zwecke der grossen Jeschiwoh. Als ihm telegraphisch vom Ableben des Rabbi Mitteilung gemacht wurde, depeschierte er, man möge mit der Levajoh beginnen, er komme! Uad wirklich kam er mit Bxtrazug von Lublin an, da sich die Trauer gemeinde mit dem אןץן gerade in der Synagoge befand. Er hielt einen ergreifenden Hesped und ernannte gleich den Sohn des Verstorbenen zum Nachfolger des Vaters. Kraft seiner Energie und seines Einflusses hatte es Rabbi Schapiro auf telephonischem Wege bei der Lemberger Eisenbahndirektion durchgesetzt, dass ihm, da es regelmässige Verbindung nicht mehr gab, ein Extrazug zu diesem Zwecke gestellt wurde. Eine Rede Öberrabbiner Lewlns im polnischen Sejm. Warschau. In der St-jmsitzung von Freitag d^n 16. ▼. M. hielt bei Beratung der Todesstrafe der Deputierte Oberrabbiner L e w i n, Mitglied des Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel, aus Sambor eine glänzende Rede gegen die Todesstrafe, die den grössten Eindruck machte. Eilautn. Konferenz der Landesorganisation der Agudas Jisroel, Litauen. ״ Kowno. (A. J. P. B.) Vergangene Woche wurde unter grosser Beteiligung die Konferenz der litauischen Landesorganisation der Agudas Jisroel eröffnet. Im Namen des Geschäftsführenden Ausschusses nahm an der Konferenz Dr. S. Ehrmann teil, der sich zurzeit auf einer Propagandareise durch Litauen 1befindet. Auf der Tagesordnung der Konferenz stehen die wichtigsten Angelegenheiten des litauischen orlhodoxen Judentums, besonders die Lage der Jesohiwos sowie der Kampf gegen die Zwangssonntagsruhe. Es wurde eine spezielle Kommission gewählt, die sich mit dem Rechtsschutz der eben entrechteten Jeschiwohzöglinge befassen wird. Ferner wurdte der Be- Schluss gefasst, das ״Jiddische Leben“ zu erweitern, damit es auoh gleichzeitig als Organ der lettischen Orthodoxie dienen kann. En gras uad Erzeugung I., Bauernmarkt 24 (Ecke Fleischmarkt) Tel. 67-302 Detailverkauf s - Niederlage: l.v Graban 28 Filiale.’ Karlsbad9 Alte Wiese. IfelztifbewahrBBg geges Vrrttofceruftg über 61• Siaatramt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.