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Jüdische Presse · 1923-11-30 · 48 (30.11.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
48 (30.11.1923)
Date
1923-11-30
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 48 __jtmmcm* prtfesse 8Mte m Jause werden ü**r 500 Ktodtor teflftetoneti. Diese Zahl spricht für sich. 500 Kinder *u behüte# und zu bebewirten, ist an und für sich eine grosse Aufgabe. Dank den ausserordentlich gutdnrchdachten und planmässfe dureftgeführten Vorbereitungen de« Grossen Damenkomitees ist zu hoffen, dass Ide Feier den Kindern einen besonders angenehmen Chanukahabend bereiten wind. Die Feier wird mit dem Anzflnden der Chanukahlichter, mH gesanglichen und rezi* tativen Vorträgen der Kinder eingeleitet. Danach folgt die Jause, »um Schlüsse werden heitere und belehrende Darbietungen geboten. Der Aufmarsch der Kinder geschieht in geschlossenen Reihen von der Talmud Thora-Schule aus. Der grosse Saal des ״Bayerischen Hof“ ist ausschliesslich für die Kinder reserviert Die Eltern und geladenen Gäste der Schule werden nach Massgabe der vorhandenen Plätze auf der Galerie Platz nehmen. Bekleidung der armen Schulkinder an der Talmud Thora. Anlässlich des ChanukaMestes werden die bedürftigen Kinder der Talmud Thora-Schule mit hübschen warmen WoMsachen beteilt welche ein edler Kinderfreund, ■itrtd Gönner der Talmud Thora-Schule gespendet hat Dttitsöhlandshlife und ״Jüdische Wochenschrift“. I«1 Nummer 6 dieses Blattes unternimmt ehr Bin־* Wnder den traurigen Versuch, unsere ״Deutschla/ndshllfe“ ר— denn was er ״agudlsttsch*4 nenflt, ist hier unser« Sache — in den Arm zu fällten, Seine Methode Ist nicht ne׳u: Irgendeine Bagatelle au« irgendeinem veretosm eiert* sehen Krähwinkel wird erst zu einem netten Skamdälöhen ausstaffiert und nachher allerhand pauschalen Verdächtlgungen gegen das ganze, gr09se, menschenfreundliche Unternehmen Tür und Tor geöffnet. Das mag dtie Leset• des Ölaittes erfreuen, uns Hesse es kalt, würden d׳abei nioht höhere Interessen auf dem Spiele stehen. So aber müssen wir hier erklären, dass wir künftighin jeden derartigen Schmierfinken, der die reinen Wege unserer Arbeit auch nur mit einer Zweideutigkeit beschattet, solange verfolgen werden, bis unser Orandsarttz der völlig unpolitäsehen, unpersönlichen Sozialhilfe m einer allgemein .anerkannten Selbstverständlichkeit geworden Ist. Das ,Jüdische Hlifswerk“. Frauenkirchen. Dte Verhandele!fctmg der bungenf;Indischen orthodoxen israelitischen Rultasgemetaden hat In einem Rundschreiben die burgenländschen KehHoitfh aufgefordert, für das Hlilfswerk zur Unterstützung der notleidenden deutschen Jehudfm Sammlungen zu veranstalten. Am ויצא ,B שבת hielt Herr Rabbiner S. L ö w y, Frauenkirchen* eine Kanzetrede, fn welcher er in ergreifenden Worten das tmsägilfche Elend schilderte, in das unsere Brüder kn Deutschen Reiche geraten, und das Auditorium anfeuerte, zur Linderung der Not nach Kräften zu spenden. Die Rede hatte einen grossen Erfolg. An Spenden beim ם*ת חקדושדו kamen K 5,280.000 ein, dte bereite an den Vorstand des Hilf s werke« abgeführt wurden. Diese Leistung möge die anderen burgenländfechen Kehtloth anspornen, ihr Möglichstes zu leisten. Polen. Die Reise des Gerer Rebbe nach Erez Jisroel. Wien. (A. J. P. B.) Wie die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel in Frankfurt a. M. mitteilt, begibt sich der Gerer Rebbe sofort nach Chanuka in Bogleitung von 40 Personen nach Erez Jisroel. Ferner nimmt an dieser Reise eine Gruppe agudistischer Industrieller unter Führung des Grossindustriellen T. Bfaler (Lodz) teil, um die Arbeiten des Binjan Hooretz zu fördern. Wiedererscheinen des ״Jud“. Warschau. (A. J. P. B.) Das tägliche Organ der Orthodoxie Polens, der ״Jud“, das durch den Druckerstreik am Erscheinen verhindert war, hat vergangenen Freitag wieder zu erscheinen begonnen. Neues Gebäude der Aguda-Mädchenschuie in Krakau. Krakau. (A. J. P. B.) Die von der Aguda in Krakau im Jahre 1919 errichtete Mädchenschule ״Beth Jakob“ hat ein grosses Gebäude für Schulzwecke erworben, in welchem bis 1000 Schülerinnen Unterrieht erhalten sollen. Es werden dort auch praktische Kurse für Näherinnen, Modistinnen usw. abgehalten werden. Rumänien. Der akademische Senat der Universität Jassy gegen die antisemitischen Hetzstudentert. Bukarest. Der Senat der Universität Jassy hat ais Antwort auf die Forderungen der antisemitischen ouzatetisehen Studenten das Folgende beschlossen: Der Senat ist außerstande für die wegen Teilnahme an dem pogromlstisehen Komplott verhafteten Studenten zu intervenierendes sei denn bloss zugunsten einer Beschleunigung des Untersuobungsverfahrens; das Univeritätsstatut wird in dem Sinne modlfteteft, dass der Senat ermächtigt wird,!oderzeit Strengste Massnahmen zu er greifen; die Forderung, dass jüdische Hilfe- und Lehrkräfte aus der UnlverSltflt entfernt werden sollen, wird einstimmig zurückgew-tesen; die Porderimg, dass Im anatomischen Institut für $e®fef«wecke auch jüdische Leidien bereitgestellt werden, wird erfüllt Die Vorlesungen an der Universität Jassv wurden wieder aufgenojomen. König Ferdinand von Rutüättteii gegen den Hochschulantisemliismus. ’ Jassy, Bei einem Besuch der landwirtschaftlichen Ausstellung in Jassy hielt König Ferdinand von Rumänien eine Rede, in der er eich scharf und eiltschieden gegen die Ruhestörer än den Universitäten aussprach. Der König, wünschte aus vollem Herzen, das« endlieh einmal der rühjge Betrieb' auf den Universitäten beginne, und zu den anwesenden Professoren der Jassyer Universität gewandt, sagte der Monarch: ״Die chaotischen Universitätsverhältnisse schaden uns nicht nur im Inland®, sondern auch im Auslände. Wfr brauchen Harmonie auf deri Universitäten. ,Die Agitationen müssen aufhören. Es dürfen keine Kumpfe zwischen den Elementen ,desselben Volke« stattfimtefl.“ Die Rede machte einen tiefen Eindruck. Es Steht fest, dass der König und der Ministerpräsident Bratianu die antisemitische StudentenbCwegutug verdämmen itrtd dennoch kann man von einem regefmässfgen, ungestörten Hochschulbetrieb׳ nioht reden. Hauptschuld hieran misst man dem Ünterfiohtsmlnister bei, der trotz dem Widerstand der Professoren versucht hat, den Numerus o Kundin Beehre mich den p. t. Gästen bekänntzugeben, dass ich ab heute in meiner Restauration nebst vorzüglicher Küche auch erstklassige 1 aus der bestrenommierten Fabrik! EISEN & HÖNIGSBER zu denj kulantesten Preisen führe. Um zahl-! reichen Zuspruch bittet Restaurateur lag a *as&wa «SS Telephon 44׳׳R51 7*1 Arrangements für Sudes und andere Festlich׳־ ketten auch ausserHaos werden übernommen, unter Aufsicht der ערת ישראל (Schiffschul) FILIALEN; _- WIEN / IV. ARGEHTINIER.STR.,620 SuyasMN^jggrgAN klee AUSKÜNFTE WERDEN STETS GERNE ERTEILT. clausus cinzufiihren. Man muss nun abwarten, wie der Unterrichtsminister A ח g 11 e 1 s c 11 des Königs Wort respektieren wird. Der rumänische Kronprinz gegen den Antisemittemtts, Gegenüber den Ausstreuungen der Cuza-Leut«. wonach Kronprinz Karl Jüngst einer StiKtefrtenberAtmvg gegenüber die antisemitische Bewegung In Jassy gutgeheissen habe, stellt ״Die mineata״ den Wortlaut der Antwort des T.ronfolgers wie folgt fest: ״Ich kann Ihnen rächt eindringlich genug anraten, wieder in dte Vorlesungen zu gehen. Es Ist die Zeit gekommen, dass Sfe Ihren unmöglichen Forderungen, m denen auch der Numerus clausus gehört, entsagen müssen. Demgegenüber verspreche ich Ihnen, formell meine volle Unterstützung ztir Fördern*« der kulturellen Bestrebungen und der Erleichterung der Studien der Hochschüler. Ebenso werde fdi den Justizminister bitten, das Verfahren in der Angelegenheit der verhafteten Studenten zu unterlassen. Eine Rabblnateschute. In Klausenbufg ist die nette Rabbinatsschule mit OeffentWcbkeitsfecht die vorige Woche feierlich eröffnet worden. Die Rabbiflätsschule hat vorläufig SÖ Bachurim. Die Vorträge hatten Herr Oberraibbiner Akiba Glasner, Rabbitief MöseS Löwy und Rabbiner Ldzär Fried. Ttaiitn. Der Vatikan gegen den AntlsöifiltiSffltts. Rom. (J. P •Z.) Die Presseagentur Volta stellt öffütlös die Oerüahte ln Abrede, dass der Brief <*e׳a Münchner Erzbischofs Faul!haber an den ReiCinskantzier vom Vatikan Inspiriert worden sei. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich betont, dass dte Ermahmmgen des Kardinals zum Partelfriöden und gegen den Antisemit Ismus mit den vom Vatikan stets verkünd 01 e n a!11« em e ine n Grund- Sätzen i i b e r e i n s 11 m m e n. England Die Schechitafrage in England. London. Die dem englischen Unterhaus vorliegendc Tierschutzbill sieht für das Schlachten Bet&ubungszwang vor. Der Board of Deputies hat sich nun mit dem Antragsteller auf folgende Klausel zur Aufrechterhaltiung des Schlachtens nach jüdischem Ritus geeinigt: ,,Die Vorschriften dieses Gesetzes Hflden keine Anwendung auf ein Mitglied der jüdischen Glaubensgemeinschaft, das ein Zeugnis des jeweiligen Präsidenten des Board of Deputies der britischen Juden über seine Befähigung zum Schächter besitzt» sobald er sich mit dem Schlachten von Tieren nach jüdischer Methode zur Ernährung von Juden beschäftlgt und sofern keine unnötige Qual damit verknüpft ist.“ Durch die Uebertragung der Befugnis auf den Präsidenten des Board statt auf deh Chief-Rabbi soll den übrigen Rabbinern besonders aber auch den 08tjüdischen, ihr Recht auf Erteilung von Kabutos gewahrt bleiben. Dtie Schhissklausel ist mit Recht stark angefochten worden, denn sie öffnet Schikanen Tür und Tor. Schliesslich verlässt man sich dabei auf die Objektivität der englischen Rechtsprechung im gegebenen Falle. Amerika* Der jüdische Kongress in Amerika und die OrtHo* doxle. Man kann niioht sagen, dass der anrerikanfsoh-lüdlsolle Kongress irgendwelche Spuren im jüdischen Leben lrinterlassen hätte. Ausser der Rede Z a n g w i 11 s, die gewiss keine Offenbarungen enthielt, hat der Kongress kaum ein nennenswertes Moment gezeitigt, mit dem sich die jüdische Oeffentlichkeit ernstlich zu befassen hätte. Eine Lehre hat der Kongress immerhin gebracht, , die alte ewig neue Erfahrung, dass fiir die Orthodoxie kein Raum rst in den grossen Sälen, in denen unter souveräner Führung von religiös-liberalen Kreisen getagt und beraten wind. — Aus Berichten der amerikanisch-jüdischen Presse Ist deutlich genug zu entnehmen, wie dort die orthodoxen Delegierten auf diesem Kongresse behandelt wurden. Man hatte wenig Sinn und Interesse fiir ihre Wünsche und Forderungen, aber man legte Wert darauf, dass sie mit dabei waren. Die orthodoxe Reklammarkc war nötig, weil mau!11 den Massen des amerikanischen Judentums, unter denen sich leider viel Laue und Matte, aber wenig überzeugte Abtrünnige befinden, nocli etwas auf die Meinung der Orthodoxie gibt. Als Aushängezettel sollte sicli doch aber die Orthidoxie nicht brauchen lassen. Wenn von einem jüdischen Kongress ernstlich die Rede sein soll, so muss er von Vertrauen der jüdischen Bevölkerung getragen sein. Und dieses Vertrauen kam! nur gewonnen werden, wenn der Kongress durch seine Zusammensetzung die Gewähr bietet, dass nichts gegen dte Religion und das jüdische Empfinden unternommen wird. Freilich muss erst eine organisierte Orthodoxie da sein, wenn sie den Anspruch erheben will,. Führe rin oder, mindestens gleichberechtigte Mitarbeiterin auf dem Kon- Herrenmodehaus A. BORENSTEIN WN,!1., Hollandstr. 10 Sairtfliolb-e Herrenmodeartikel (Herrenwäsche, Krawatten etc.) -r-Taawg! Mäßige Preis«. ״״וי! /!.,■יי■׳ Feinste Herrengarderoben na. all IMTstss.. 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