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Jüdische Presse · 1923-11-09 · 45 (9.11.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
45 (9.11.1923)
Date
1923-11-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 354 JODISCHE PRESSET NV: 45 An unsere P. T. Abonnenten! Wir ersuchen diejenigen Abonnenten, die mit ihrer Abonnementgebühr noch im Rückstand sind, dieselbe umgehend begleichen zu wollen, da sonst die Zusendung der ״Jüdischen Presse“ eingestellt werden müsste. Administration der ״Jüdischen Presse״, ▼ v ▼sr»▼־w vrvTvn־ yy rw v׳y y •w■rvyyy■V vrvrri'־ ihr Leben einbüssen, als in Palästina selbst gerettet werden kann, ist in wirtschaftlicher Hinsicht jede einzelne im heiligen Lande an gesiedelte jüdische Familie als reiner nationaler Gewinn zu buchen. Sie entlastet das Golus und stellt einen Ansatzpunkt in Erez Jisroel für die Gewinnung weiterer wirtschaftlicher Positionen dar. Ueber die Einzelheiten der palästinensischen Wirtschaftspolitik der Agudas Jisroel ist in anderem Zusammenhang zu sprechen. 3. Für die Sicherung der geistigen Existenz des jüdischen Volkes, das heisst seiner Existenz als Träger, Pfleger und Bewahrer des Thorageistes, kann Erez Jisroel von ungeheurer Bedeutung werden. Abgesehen von dem überlieferten Grundsatz, dass die natürliche Eigenart des Landes selbst der Entwicklung des jüdischen Geistes förderlich ist, besteht gegenüber der immerhin noch vorherrschenden arabischen Kultur die Gefahr der Assimilation in weit geringerem Masse als gegenüber den europäischen Kulturen. Freilich ist unter der Herrschaft der neuen Verhältnisse dieses günstige Moment von Tag zu Tag schwererer Beeinträchtigung ausgesetzt und es ist sicher, dass die vorherrschenden Wirkungen der über Palästina hereinbrechenden falschen und echten modemen Kulturströmungen erst in ihren Anfängen zu erkennen sind. Allein angesichts der Tatsache, dass die gleichen Tendenzen ja überall in der Welt vorherrschen, muss die Schwierigkeit der Erhaltung des jüdischen Geistes und seiner Stärkung als umso dringlichere Aufforderung für die Erez Jisroel-Politik der Agudas Jisroel gelten, alle Kräfte aufzuwenden, um Erez Jisroel zu einem Heilfaktor für die geistigen Gebrechen der jüdischen Gesamtheit werden zu lassen. 4. Unter der Sicherung der sittlichen Exi- :stenz des jüdischen Volkes verstehen wir die Erhal- •.tung Israels al$ G-ttsvolk, seine durchgreifende Organisation zum jederzeit tatbereiten Vollstrecker des in der Thora nieder gelegten' G -11 e s w ill e n s. Das Endziel liegt darin, wie in der Vergangenheit Jerusalem zum Sitz eines von dem Vertrauen der gesamten rabbinischen thorakundigen und gesetzestreuen jüdisehen Welt getragenen obersten Areopags von Thoraweisen zu gestalten, der zugleich die oberste Spitze der Agudas Jisroel-Organisation bildet. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn vor allem in Erez Jisroel s e 1 b s t die Herrschaft des Gottesgesetzes über Geist, Gemüt und Willen durch alle verfügbaren Mittel der Kindererziehung, der Volkserziehung, der technischen Organisation gesichert wird. Hieraus ergeben sich die Grundsätze der Schulu.nd Er Ziehung s Politik, der Gemeinde- Politik und der 0 rg a n i s a tio n s arb e it im weitesten Sinne. III. 1. Die überlieferte jüdische Weltanschauung lehnt es, ganz so, wie sie die Subsumier uug des jüdischen Volkes unter den allgemeinen Begriff der Nation perhorresziert, auch ab, Palästina lediglich als politische Heimat und als politischen Besitz des Judenvolkes begreifen zu lassen. So wie das jüdische Volk nichts weiter ist als ein Werkzeug in Gottes Hand zur Durchführung der sittlichen Zwecke des Geschichtsprozesses, so ist Erez Jisroel das terri- 10 r i a 1 e We rkzeugzur Err.eichungdieser Z i e 1 e. 2. a) Auf dem Boden Erez Jisroels hat sich die G-tthedt de.n Menschen offenbartb) Der Boden Erez Jisroels hat zur Geburt der beispiellosen Tatsache der Prophetie zeugend beigetragen. c) Auf dem Boden Erez Jisroels hat endlich drittens die S c h e c h i m a (G-ttesherrlichkeit) ihre Stätte gefunden und wird sie wieder finden. 3. Aus 1 und 2 folgt, dass dem Boden Erez Jisroels eine ganz besondere, keineswegs als poetische Floskel TXIsn0GEr>I2Srt3-T rJBSJBJN־!!«folge Anhäufung der Lagerbestände verkaufen wir für ksnre Zeit komplette Kuchen, und zwar: 1 Kredenz: mit Ornament- Verglasung, 1 Abwaschtiscii mit 2 Zinkschiüffein, 1 KohPew׳ kiste, 1 Mistkiste, 1 Stockerl, alles prima weh?» emaillackien? statt K4,803 000 zum äusserst billigen Preis von IC 1,390.000* Billigste Einkaufsquelle von.* Vorzimmern, ScWaf- und Mäd* chenzimmern, Küchen, Bureau- und Geschäftseinrichtungen1. Verkauf sämtl. Küchengeräte. Mdbel-Spezialfabrtk «Küchetrfee“, Karl Klimberger 6e Co., XX- Engel^platz 6\ Goldene Medaille 1913. Filialen: I. Spiegelgasse 15, IV. Margaretenstrasse 2, Vf. Stumpargasse 5L. Vifi. Josefstädterstrasse 30, XVill. Wahringerstrasse 115, XXI. Hauptstrasse 28, XXI. Kagran, Wagram 4 rstrasse 118. UND OIE GRÖSSTEN UND SCHNELLSTEN sch'Iff euer'Welt ' FILIALEN*. _ . WIEN/IV. 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Ifsernach hat die Erez Jisroel-Politik dle be* sondere Aufgabe, mit ängstlicher Sorgfalt auf; die Schaffung der Vorbereitungen bedacht zu sein* did ein heiliges Leben der Individuen und־'die ethisch-religiöse Reinheit der jüdischen Gemei n:- schäften auf dem Boden Palästinas erleichtern; und gewährleisten. Sie muss ferner zu verhindern suchen, dass der Boden Erez Jisroels durch unheilige;, d. h. gesetzeswidrige Lebensführung entweiht und dadurch die Erlösung des jüdischen Volkes aus dem Golus auf unabsehbare Zeit hinausgeschoben wird/ 5. Aus Ziffer 4 folgt nick t, dass die Erez Jisroel- Politik die Einwanderung aller nicht gesetzestreuen Elemente durch äussere Mittel zu verhindern suchen soIL Wohl aber ergibt sich aus den entwickelten Grund-i Sätzen• die Pflicht einer mit Hochdruck arbeitenden Propaganda fürdie Einwanderung, :p n d An sTedlung.. religiös hochstehender Elemente, für ihre wirtschaftliche Sicher rung im Lande und für ihre schlagfertige, jederzeit zur innerpolitischen Vertretung gerüsteten, technisch vollendeten Organ I s a t i 0 ׳n. IV. L Den besten und unzweideutigsten Wegweiser für die Erez Jisroel-Politik bildet die unter L 2. Absatz erwähnte M i z w a s-J i s c h u w-E f e z Jisroel. Sie verleiht der Erez Jisroel-P׳ditik der Agudas Jisroel den stetigen, von den wechselnden; politischen Konstellationen verhältnismässig unab-. hängigen Charakter und gibt ihr die Sicherheit, un*. beschadet der verschiedenen erkenntnismässigen Err י Wägungen, mit ihrer Siedlungspolitik efen Willen.! G-ttes z.u erfüllen. 2־. Das. Gesetz unterscheidet Mizwath-:- Jis c h u w-Erez-Jisroel, d. h. die jedem: Juden undi jeder Jüdin unter gewissen Bedingungen•; obliegende: Pflicht, in Erez Jisroel zu wohnen und Mizwas., iischuw Erez Jisroel im engeren Simse, d. .h. die Pflicht, den Boden Erez Jisroels derart 2u produ-.kr t i v i e r e n, dass er die Möglichkeit zur Ansiedjung einer denkbar grossen Zahl jüdischer Invaliden bietet. Ueber das Nähere belehren; die Qu.ßlJSOr- Schriften. 3* Die Grenzen der Mizwas, <£. h. die Fälle:» in.,; denen der gesetzestreue Jude von״ ihrer Eijülhmg; dispensiert ist, sind im Gesetze festgelegt. sind:, a) Lebensgefahr, b) Mangel an selbständiger, Er-. nährungsmöglicht, c) UnmögliGhi&eiit einer thora-- gemässen Kindererziehung in Erez Jisroel, d) Unrpögr:•- lichkeit eigenen Thorastudiums* in Erez?,JisroeR e) Unmöglichkeit thoragemäs§er־ Vereljglichung*, f) Hungersnot. Tri® keiner dieser Fälle za — und es ,muss ,dg.tbei natürlich die Auslegung de* Begriffe in :ajnemvsr*- nünftigen, dem normalen Durchschnitt RechM^ftg? tragenden Sinne erfolgen —so b e s re h:t it;e: Pflicht für jeden eiInen treuen Juden in v 01 he.*־• Sch w e!;e^wJeaj'edte andere religiöse Pflicht sinaitischen oder rabbin&ehe!*; Charakters. 4. ln allen Fällen, im denen dem i$dischtfl:2 viöuum religiöse Pflichten,־ obliegen, d^rerin Ej£ftllft$!g von gewissen, nur durch; die G e s a!pa t h^ijt; zu schaffenden Vorbedingungen abhängt,. hiattÄte Ge- &amtheit ihrerseiis, die verantv^rtung^bwere Aufgabe, diese V'o» r b e d i n %; u ng.<$m. z u schaffen. Jede jüdische Gemeir.de; be’tMßilafet es als sebstverständlich, dass; sie für Scffe§<fritahi..$Likwah, Jugendunterricht us.W>. institutioneu: m s&jjaf&n hat, die dem einzelnen׳ die. PflichterfJJl'img:; ermöglicht. Die Vorbedingungen fifor die thorj־tgemä?&e; Erfüllung der Mizwoth JigphiBy Urez Jisro׳*!; zu, seilaffen, kann., aber nicht Aufgabe; der * org^insierteii; Einzeln gemeinde^ sondern nur der־0 ־r&a׳aנsierte,^ jüdische^ Q <fcs,a m t h e i der Agudas Jisroel sein-, Sife allein hafc die Möglichkeit nnd d a 11 erd i:e.PffJSe h t: a) mieden fihr die Verwa’/tnng des heiligen. La&des massgebenden: oolitischen iMächten im Ntjmen. der historischen; Judfcßheit zu v erhandein uk«ct daher die Bedingungen; z» formulieren, unter denen, auf Grundlage des IhQragesetzes sich <^n jüdisches Leben, in Palästina entfalten kann; b) die Mög- Zur lluiohe Answahl neuester Pelzmodelle in sämtl. Pelzarten — Pariser uud Wiener Geschmack vereint — erzeugt nur in eigenen Werkstätten unter persöul. Leitung des bestreuomm*orten Inhabers der Finna fir. MNtui. 2-6 Telephon 3945 gründlich auf dem natür liehst en Wege Sa I «ha ■ ■AAa. Heildurch Anwendung des elektro-galv. 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Seit Fekrunr L J. beMfce ick Ikvse seken nadk kurzer Zelt besserte shk mein Zuataad, m da« ick siWaftw ktnato, Meder dnpsUt häkam ms« Mn kk äett aei Pank jetat iftaade, Hafer• weeu iek bemeihe, dass ich bedeutend ruhiaer uni aneessMktUcher neorks hin. Ich werde Ihaen J^parnt tedermansi nur besUa« em»hklsn ich bedeutend rukiger uni aneessMkitUcker n₪₪&m₪mmmmmm₪m₪₪₪m

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