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Jüdische Presse · 1923-10-26 · 43 (26.10.1923) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
43 (26.10.1923)
Date
1923-10-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nt. 43 jüßüsciill PRESSE Seite 337 der angeführten Fette und Corned Bdfef, koscher Pflanzenfett und sonstige Lebensmitteln gesetzt werdlft. Dfö Pakete Sfftd gegefi pMtb and Verlust vetsidlert und überdies Mn zirka 15 billigef, als sie im Kleinhandel beschafft werden können. Einzahlungen für solche Lebensmittelpakete können bei den Damen des Vorstandes der Agudas jisroel Mädchengruppe vorgenommen werden, sowie im Lokale der Agudas Jisroel Jugendgruppe, Wien, 11״ Obere Donaustrasse 69, allabendlich von 7 bis 9 Uhr, woselbst auch Erlagscheine mit dem Aufdruck ,.Koscherpaket“ zu erhalten sind. Die Stellung und die Aufgaben der jüdischen Frau. Von Pessie Wolk-Kownö. III. Erfüllt die jüdische Frau in der heutigen Zeit ihre Aufgabe als Erzieherin und Mutter ihrer Kinder? Kennt sie -ihre Stellung und ihre speziellen Pflichten, die ihrem natürlichen Wesen angepasst sind und die ihr in der jüdischen Lehre genau festgesetzt wurden? Blieb sie treu den höheren Aufgaben, die ihr durch Tradition von Geschlecht zu Geschlecht, von den Müttern des Volkes vererbt wurden? Und das Wichtigste: Was kann man in der Zukunft von ihr erwarten, dieser Zukunft, für die wir heute so schwer dulden und leiden? Bevor wir auf all diese Fragen antworten werden, taucht eine neuerliche Frage vor uns auf: Die jüdischen Männer, in deren Händen sich die Fäden aller öffentlichen Angelegenheiten konzentrieren, sie, denen die Thora sämtliche Pflichten und Aufgaben zu vollziehen befahl, die notwendig sind, um die geschichtliche Kette des Thorastudiums von Geschlecht zu Geschlecht fortzupflanzen? Erfüllen die Männer alle ihre Pflichten und Aufgaben? Und ist denn ein Ort vorhanden, wo die Frau diese Arbeit ergänzen kann, in diesem Masse, in welchem sie dazu verpflichtet ist? Wenn wir auf die ersten Fragen eine Antwort suchen und diese Antwort negativ ausfällt, so darf man die Fehler nicht nur auf Seite der Frau suchen, sondern die Schuld eher den Männern beilegen. Die heutige jüdische Frau erfüllt gewiss nicht die Aufgaben und Pflichten einer jüdischen Frau. Die jüdische Frau unserer Zeit ist weit entfernt von dem idealen Symbol!, dlas man unter dem Begriffe jüdische Frau kennt. Die jüdische Frau hörte auf, das zu sein, was sie einst war, sie hörte auf, geistige Erbin zu sein der grossen Mütter des Volkes. Aber wir müssen eindringen und uns klar werden über die Gründe, warum es heute so ist, und wir müssen sehen, was wir heute noch zu machen haben. Letzten Endes ist doch die jüdische Frau ihrei Natur gemäss mehr Stütze als selbständige Schopferin. Und wenn sogar Gebiete vorhanden sind, in denen die Frau die Schaffungskraft der Männer bei weitem übersteigt, ist doch der Grundstein in den Händen der Männer. Die Männer sind es, die den Grundstein legen müssen, damit die Frau später das Gebiet ausbauen kann. Gewiss ist die heutige Frau nicht dieselbe wie die jüdische Frau der vorigen Jahrhunderte oder sogar des letzten. Aber auch die Männer, ״die Bauherren“, diejenigen, die das Fundament des jüdisehen Hauses begründen und befestigen, sind nicht dieselben geblieben wie unsere Eltern, die Menschen des vorigen Geschlechtes. Das jüdische Heim hat seine Originalität verloren, im Gegensatz zu der alten jüdischen Heimat, die auf der Erkenntnis basiert hat, dass die Absonderung von der äusseren Welt notwendig ist und die das Wichtigste für uns in unserem unvergleichlichen, spezifischen jüdischen Wesen gesehen hat. In den letzten Jahrzehnten ist das Aussehen und das äusserliche Leben der jüdisehen Familie anders geworden. Mit dem ganzen östlichen Temperament und mit unserem natürlich starken Willen w!aT unser einziges Bestreben, unserem Leben eine äusserliche Anmut zu verleihen, in unsere Wohnhäuser die Schönheit der anderen hineinzutragen und unser Familienleben auf neuen Grundlagen aufzubauen׳ Mensch sein — dies bekam eine bestimmte Bedeutung und dieses war — gleich zu werden allen nichtjüdischen Menschen ohne jedweden Unterschied zwischen Jude und Nichtjude. Darin liegt der Anfang der Zerstörung, des jüdischen Heimes. Wenn auch! die Assimilation sich bestrebte, unter der Devise ״Ein Jude im Hause und ein Mensch auf der Strasse“ diesem Bestreben den Charakter, einer- Renaissancebewegung zu verleihen, Dag, jüdische w^r^ zerschiagen und baufällig. Der.. Wf4nd vop .d&^pep naHim mit. sich-,d$6 fr.üliere, heilige.Leben u^tl,;li^,zwückv.die1 Erniedrigung einet Rum et die nur vpn, der vergangenen Pracht zeugt. Wer sind die. Schuldige^ An dieser SftbÜfe soll dies^ Frage׳ nioHt in ihrer ' ganzen Breite eröntenk wej$n^ D^vist ein langes Kapital dfer* Köitipffc** SäckegnodNhnndlung fewH Staifi Wien, 11■, öb> lioaauslräs•• II. Telephon 43ISO Eieartd VerkOtff V61» Säcken Plachen Spagaten Brautausstattungen Billigste Eiokaufsquelle in Leinen- und Damastwaren, Chiffone, sowie in Taschen- und Tischtüchern etc. Leopold Lederer stiege 5 (nächst Salzgries), Telephon 6571־3־ Kaufet nur J30llinger Eiskasten Fabrik: Wien, XV. Staglgasse 10, Telephon 38.419 Filiale: Wien, VII. Burggasse 17, Telephon 32.380 (•«a, י',*־׳*י*?* *e3* 4ד*ו! FILIALEN? _ WIEN/IV. ARGENTINIERSTR.62* C50SSIN© / STEFAN KLEE AUSKÜNFTE WER§ENSTETS öERNE ERTEILT. WIEN!. GRÄBEN 30 NACH *EIEMK* UND KANADA OIE GRÖSSTEN UND SCHNELLSTEN '"''''״SCH IFFE׳ DER ׳WELT! SCHEITELN, PERÜCKEN u. Transformationen in feinster 11, modernster Ausführung 1 ..DAUERWELLEN (gekochtes Haar) WASSERONDULATION nach dem neuesten Verfahren vöri 250.000 Kronen aufwärts. 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Die Frau, die von Natur mehr geneigt ist, das Schöne zu sehen, die Frau, die leichter vom äusseren Glanz beeinflusst werden kann, sie brachte auch in das jüdische Heim das Maximum des fremden Lebens, dessen Schönheit mehr auf das AeuSsete gerichtet ist. Dabei ist zu bemerken, dass ihr die Waffen fehlten, die der Mann in der Erfüllung der Gebote und dem Thorastudium hatte. Die Frau, die mit leeren Händen den neuen Strömungen gegenüberstand, ohne gründliche Kenntnis vom Wesen des jüdischen Lebens, konnte leicht vom fremden Leben besiegt werden, ohne sogar einen innerlichen Kampf der fortgeschrittenen Meinungen mit den althergebrachten Weltanschauungen, führen zu müssen. Die Frau verstand wohl das indische Leben gefiihls-, abe?r nicht verstandesmässig, im Gegensätze zum Manne, dem die Thora das fehlende Gefühl für das typisch jüdische Leben leicht ersetzen konnte. (Fortsetzung folgt.) Ein wertvolles Geständnis. Unter dem Titel ״Die Fraktionen und die Zukunft des allgemeinen Zionismus“ veröffentlicht Dr. Aron ׳Barth, ein Vertreter der Misraclii. in der ״Jüdischen Rundschau“ einen Artikel, dem wir nachfolgende Zeilen, die in Kreisen der unabhängigen Orthodoxie auf Interesse Anspruch erheben können, entnehmen: Dr. Barth sagt: ...Es ist gar kein Zweifel, dass die fortschreitende, bis zur restlosen Durchbildung gehend-e Fraktionierung des Zionismus nur von zwei Faktoren abhängt: Von der immer!weiter gehenden Erfüllung praktischer Palästina-Aufgaben und von der steigenden Verbundenheit jedes einzelnen Zionisten mit den •in!Palästina zu leistenden Arbeiten. Das •Wort vom ״Primat des palästinensischen Aufbaugedankens vor allen parteidogmatisehen Bindungen ׳wirtschaftlicher oder religiöser Natuf“ ist ein vollkommener Widerspruch in sich selbst. Je stärker das Gefühl der Verbundenheit mit dem Aufbau ,in Palästina ist, umso stärker muss die Festlegung auf eilte bestimmte Tendenz sein. England kann zionistioh schlechthin sein, das jüdische Volk muss über das ״W i e“ seiner Heimstätte bestimmte Vorstellungen haben und sie zu verwirklichen suchen, es ist eine aus reiner Theorie erwachsene und in der Wirklichkeit nicht denkbare An׳■ schauung, als ob man dem Aufbau (zunächst nur •ruhig seinen Lauf lassen könnte, und wenn er erst gesichert dastünde, dann an den Umbau gedacht werden könnte. Wer überzeugter Anhänger des Kapitalismus ist, muss einem sozialistischen Aufbau entgegentreten, weil seiner Ueber? zeugung nach hier etwas begonnen werden würde, wäs von Anbeginn an zum Scheitern verurteilt :wäre. Uhd, wer umgekehrt ein Sozialist' nicht nur des Wortes, sondern der inneren Ueberzeugung ist, der muss mit der gleichen Energie zu verhindern trachten, dass ein neues kapitalistisches Wirtschaftsgebilde errichtet werde, von dessen Zusammenbruch er von vornherein überzeugt säin muss. Es bedarf keiner Ausführung, dass für die religiös positiv eingestellten Kreise eine ganz entsprechende Anschauung massgebend ist — schon der Psalmist hat es sich gesagt, dass wo G -11 nicht der Bauherr ist, die Bauleute sich vergeblich abmühen... Diesem wertvollen Geständnis, das ein Beweis ist1, dass man sich in manchen Kreisen der Misraohi ■vor jeder Einsicht doch nicht hermetisch abschliesst, ist nur noch eines hinzuzufügen. Wiewohl der Verfasser zugibt, dass Misrachi diese ׳Mängel kennt, fehlt dieser Fraktion doch die notwendige Energie zur Konsequenz, die eben die unabhängige Orthodoxie besitzt und kraft! der sie sich immeT gegen jedweden Kompromiss stellte. Darss dem so ist, beweisen folgernde Worte im Artikel' (Dir. Barths: . . . . ״Rosenblüth scheint vergessen zu haben, dass ׳die zionistisohe Organisation durch •ihren1 Beschluss von 1911 den ■Misrachi vor die Frage gestellt hatte, ob er überhaupt noch in der zionistischen Organisation bleiben könne. Der Misrachi wusste, dass er mit jedem Tage seiner weiteren Zugehörigkeit zum Zionismus zwar in der Lage sei, gegen diesen Beschluss awzukämpfen und!wieder dafür zu sorgen, dass die aus allgemeinen Kreisen stammenden Gelder nur solchen Zwecken zugeführt werden, •denen die Gesamtheit der Zionisten zustimmen kann, dass aber, bis er dies durchgesetzt habe, er Tag für Tag im schweren Gewissens kämpf leben muss. Et hat seinen Beschluss gleichwohl für da®׳ Verbleiben in der Organisation: gefasst und hat sich dern Keren Hajessod, der ja unter anderem auclh die vom 1Mv:isr achi als verder bfll cfr־ 'a n g 6 s e h e wen Sc h ulI e <n unterstützt, zur Verfügung’ gestellt. Er tut dies aus jüdischem Verantwortliohfteitsgefühl, weil die zionistische Organisation die einzige gesamtjüdische Organisation ist, in der die neue nationale •Heimstätte durch die vorbereitende Tat einer nationalen Organisation verwirklicht werden kann . . . Nun. es •ist sehr fraglich, ob die schweren!Gewissenskämpfe für einen aufrechten Juden dürdir die Zugehörigkeit zu einer Organisation kompensiert werden, deren Arheitsmodus mit den wesentlichsten Anschauungen des orthödoxen Juden urevereInbar Ist. Stellt der Verfasser erst : jetzt die Forderung und die Notwendigkeit! dass!über das ' ״Wie“ der netten Heimstätte für das jüdische Volk beäsirant# Vorstellungen geschaffen und־ deren VerfWirklrehung״ gesucht• w׳erden muss, so ist «,in Hinweis not- : wrdndiik־ dass das ״Wie’“ bereits (gefugten worden ist und bereits an der Verwirklichung gearbeitet wird. Dieses ,Wie“ heisst ״thoratreu“. En gros und Erzeugung . _ _ l.v Graben 2t Filiale: Karlsbad, Alte Wiese. Pelzaufbewabrung gegen Versicherung über die Sommemenete

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