Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 30 (27.7.1923)
- Date
- 1923-07-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 30 JÜDISCHE PRESSE Seite 215 NACHRICHTEN. mmm Die Woche. 88 SB ES Genf. In der letzten Sitzung der Vöikerbundsliga wurden in die Kommission für Mädchenhandel für Amerika Abraham FJexner, für Belgien Isidor Muse gtwählt. New York. Mr. Albert Luoas, Generalsekretär des amerikanischen Joint, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Mr. Lucas war der Schwiegersohn des Rabbi ff. Nreto aus Philadelphia. Zeitlebens setzte er sich warm für die Wahrung der orthodoxen Interessen im Bezug auf die religiöse Erziehung und Sabbathheiligung ein. (J. P. Z.) New York. Im Staate New York wurde der Tag für Prüfungen jüdischer Kinder in allen Schulen vom Sabbath auf Montag verlegt. London. Am IS. d. M. wurde hier die Konferenz der der Rabbiner und Prediger Englands eröffnet. Ehe Konferenz dauerte drei Tage. Tel Awiw. Zwischen deir jüdischen Arbeitern die in der Histadruth Haawdim organisiert sind und den jüdisollen orthodoxen Arbeitern in Tel Awiw, kam es wegen der Ansprüche auf den Hausbau zu Schlägereien, bei denen 25 Arbeiter verwundet wurden. Die Polizei schritt eiin und ein Proteststreik wurde erklärt, der zur Zeit noch andauert. Berlin. Der liier erscheinende ״Rul“ bringt einen Bericht des Kommandanten der russischen Südarmee, wonach in der ganzen roten Armee eine starke antisemitische Strömung herrscht. Es musste deshalb von der Ernennung von Juden zu Offizieren Abstand genommen werden. Warschau. Der amerikanische Arbeitsminister James Davis ist nach Warschau gekommen, um dfc Eniigrations- Verhältnisse zu studieren und mit der polnischen Regierung zu verhandeln. Warschau. Die Warschauer russisch-polnische Bank, die an der Aufbauarbeit des Joint lebhaften Anteil genommen hat, heisst jetzt ״Zentralbank der Kooperativen“. Die Bank steht in Verbindung mit zirka 300 jüdischen Volksbanken in Polen und hat vom Joint die Finanzierung der Aufbauarbeit in Polen übernommen. Lemberg. Am 14. d. M. ist im Kurorte TruskaWce Rabbiner Zwi Fränkel atrs Przcmyslany nach langjähriger Krankheit verschieden. Lodz, ln Lodz begann ein Monatsjournal, das sich mit den Fragen der orthodoxen Frauenbewegung beschäftist, unter den! Titel ״Bcth Jakob“, zu erscheinen. Riga. Der Minister für Unterricht M. Gajlit, ein aktiver Antisemit, der auch den Numerus clausus für Lebtland befürwortet hatte, musste auf Grund einer Ab- Stimmung, die gegen ihn gerichtet war, demissionieren. Kowno. Die Exekutive des jüdischen Nationalrates von Litauen bestellt aus vier Orthodoxen, zwei Zionisten, zwei Zeire Zion, einem Handwerker, einem Misrachist und einem Volkist. Frankfurt. Die Erez Jisrocl-Zentralc der Agudas Jisroel in Frankfurt begann eine starke Tätigkeit zu entfalten. Es wird eine grosse Propaganda für den Keren Hajischuw geführt. Die letzten Eingänge waren 5000 Dollar aus Amerika, 15.000 Lei aus Rumänien und 500 Dollar aus Halberstadt. Frankfurt. Die Agudas Jisroel-Jugend in Frankfurt י ordnete von Scliwoasar b’ Tainus an Musarschiurim unter der Leitung Rabbiner Moses Schneider an. Es ist dies eine Naieiiifiiltrung unter der deutschen Orthodoxie. Triest, Am 4. d. M. sind mit dem Dampfer ״ICanipi, doglio“ von Triest 24 Personen hach Palästina gereist. S&8 Vom Tage. Die Konferenz misrachistischer Rabbiner in Warschau. Vorige Woche fand in Warschau eine Konferenz misracliistisclier Rabbiner statt, die vor dem Karlsbader Zionistenkongrcss zu den Hauptproblemen desselben Stellung nehmen wollte. Diese Konferenz hat iiir uns, die wir ständig für eine unabhängige Organisation der thoratreuen Judenheit eintreten, ein eminentes Interesse. Während der Tagung hat nämlich das Verhältnis der Misrachi sowohl zu der Zionistischen Organisation, als auch zur Agudas Jisroel zu lebhaften Debatten Anlass gegeben. Aus dieser Debatte kann inan sehr viel lernen. Es scheint, dass mau auch in lnisracliistischcn• Kreisen allmählich der (ragikoniixchcn Rolle bewusst wird, die die Misrachi innerhalb der Zionistischen Organisation spielen muss. Einige Rabbiner haben beantragt,.dass die religiösen Forderungen an den Zionistenkongress einen ultimativen Charakter tragen sollen, ein Verlangen, das selbstverständlich von den derzeitigen offiziellem Führern der Misrachi abgelehnt wurde. Dieselben verfolgen nämlich noch heute die kurzsichtige Politik, die bereits Tlcrzl in seinen Tagebüchern (II. 105) bei mit Verachtung gepaarter Befriedigung folgend charakterisiert: ״Während, des Kongresses bestand ich auch einen geheimen Kampf mit den Rabbinern der schwärzesten Coukur, die gekommen - waren, um sich der Bewegung anzuschlicssen. - Sie wollt*! Zugeständnisse, die ich verweigerte. Ich fühldass sic sich verloren geben und noch aus ihrer Niederlage herausschlagen wollten, was möglich ist Ais ich ihnen keine Konzessionen machte, gingen sie ohne solche mit.“ Diese klägliche Rolle setzt seither die offizielle 'Misrachi- Vertretung fort. Wir würden aber den ״Qcfijhrten“ Unrecht tun, wenn wir das immer erstarkende ׳Bewusstsein der Kläglichkeit dieser offiziellen Politik, in den Augen düv misrachislischen Massen totschweigen würden Die Resolutionen der misrachistisehen Rabbinerkonferenz scheinen einen Kompromlsstandpunkt zwischen der Bestrebung nach Unabhängigkeit‘; und der derzeitigen offiziellen Politik cinzunehmen. In den •Palästina betreffenden Resolutionen begriissen sie wohl die Bildung des Oberrabbinats, aber sie verurteilen gleichzeitig die Entweihung des heiligen Charakters des heHigen Landes. Sie protesiteren gegen die religiösen Schulwerke, aber finden nicht den richtigen Mut gegen jene Stellen energisch vorzugehen die sowohl für die Entweihung des!Landes, wie für das Wurzeifassen der ardigiösen Sahulen in Erez Israel Vorschub leisten, sie finanziell kräftigen und moralisch decken. Es scheint sogar, dass die im obigen Sinne gefassten Resolutionen den offiziellen Führern als zu energisch und mutig vorkamen. Um den Rücken zu decken und sich vor den Linken zu legitimieren, hat, die Rabbinerkorrferenz auch einen Protest nach Rechts ausgesprochen, nämlich gegen die Agudas Jisroel. Die misraahistische Rabbinerkonferenz spricht der Kenessio Gexfcmlo de׳r Agudas Jisroel das Recht ab, im Namen der gesamten thoratreuen Judenheit zu sprechen. Dieser Protest ist, falls man die oben geäusserten Motive nicht in Betracht zieht, schlechthin unverständlich. Die Kenessio Gedaulo wurde von Agudas Jisroel ehiberufen. Die Delegierten werden von den in Ortsgruppen zusammengefassten Mitgliedern der Aguda-Organisation gewählt. Tn allen Kundgebungen wird betont und unterstrichen, dass die Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel nur im Namen dieser unabhängigen, auf dem Prinzip der alleinigen Souveränität der Thora gegründeten orthodoxen Organisation, sprechen will. Niemand würde dem Irrtum zum Opfer fallen, als ob die Kenessio Gedaulo auch im Namen jener thoratreuen Juden sprechen möchte, die nebst der Thora noch die Offenbarungen der Zionistischen Organisation für sich als bindend betrachten. So erwünscht es jedem thoratreuen Juden wäre, die gesamte thoratreue Judenheit in einer Organisation zusammengefasst zu sehen, wollen wir einstweilen mit Befriedigung feststeilen, und da treffen wir uns mit den Wünschen der misrachistisehen Rabbinerkonferenz, dass die Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel nur jene thoratrcucn Juden vertritt, die einstweilen kein anderes Abhängigkeitsverhältnis, als jenes von Gott und seinem heiligen Gesetz anerkennen. VAN DEN BERGE S כשר T O כשר T O 1 M O R O כשר R כשר MARGARINE TÖMOR-MARGARINE allerfeinsteQualität aus den Van d e n B e r g h’s Fabriken, Rotterdam—London, mit dem Siegel des ״Beth Din“, des engl. Oberrabinates, in 1/׳,kg-Würfel Vertrieb: ,CENTRA* A. <3., Wien, ».,Taberst«‘. 24a Deut$clrö$tcrrcicft. Die Verbandsleitung der orthodoxen israelitisehen Kultusgemcinden des Durgenlandes beim neuen Landeshauptmann. Der neugcwählte Laudeshauptmann des BurgenLmdes, Prof. W a 11 h e i m, hat Freitag, den 20. Juli, die Verbandsleitung der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinden des Burgenlandes in längere Audienz empfangen, um sich über die Lage und Wünsche deT burgenländischen Juden infor-;niereii zu lassen. Der Landeshauptmann hat mit grossem Interesse die Ausführungen der Deputation entgegengenormnen. (A. J• P. B.) Die Einstellung der amerikanischen Hilfsaktionen und die Lage der Thoralehranstalten in Mittel- und Osteuropa. Es ist aus den Zeitungsberichten, die durch Aeusserungen von offiziellen Persönlichkeiten eine, Bestätigung erfahen, zu entnehmen, dass sowohl der ' Joint wie das Zentral Relief Comitee ihre Tätigkeit mit Ende des Sommers endgültig liquidieren. Da ein grosse 'Peil der Thorabhranstalte-n nur dank der Unterstiitzung des Zentral Relief Comifcees ihren Betrieb aufrechterhalten konnte, sind die Leiter dieser Anstalten wie die Führer der thoratreuen Judenheit mit der ernsten Sorge für die Existenz dieser Thoralehranstalten erfüllt. Da anlässlich der Kenessio Gedaulo in Wien zahlreiche Vertreter sowohl der amerikanischen wie der europäischen thoratreucn Wohlfahrtswerkc in Wien sein werden, wurde auf Anregung des Herrn Morris Engel mann aus New-York beschlossen, am Mittwoch den 15. August eine spezielle Konferenz, die sich mit dieser äusserst dringenden Frage der Weiterführung der Thoralehranstaltcn beschäftigen soll, abuhalten. Ort und Zeit dieser Beratung wird noch später bekannt gegeben. (A. J. P. B.) Wien. (A. J. P. B.) Misrachistische und zionistisehe Blätter veröffentlichten vor einiger Zeit einen offenen Brief, den der Grossrabbiner von Sadagora an den Grossrabbiner von Czortkow gerichtet haben soll. Der Sadagorer Rabbi erklärte einem unserer Mitarbeiter, dass er überhaupt keinen offenen Brief > geschrieben hat und bereits Schritte wegen eines. Dementi unternahm. Der Grossrabbi von Sadagora erklärte vielmehr, dass er selbst Anhänger der Agudas Jisroel sei. Baden. (A. J. P. B.) Der Mangel eines rituellen• ,Bades wurde von den hier ansässigen 100 jüdischen Familien schmerzlich empfunden. Trotz der Bemiihungen des hiesigen Oberrabbiners gelang es bis zum heutigen Tage nicht, ein solches Bad zu errichten. Erst nachdem einige orthodoxe Juden und Mitglieder der Aguda in die Kultusgemeinde gewählt wurden, wurde eine diesbezügliche Aktion eingeleitet, die notwendigen Summen gesammelt — Bankier Julius Feingold spendete 250 Millionen Kronen —־ die den Bau eines rituellen Bades ermöglichen. jjii scMisi« Gwfccij(« kaufen Sie in der Kunstu. Antiquitätenhandlung Adele HirscMer, Wien, l, Fleischmarkt 18 Palästina. Jerusalem» Im ״Israelit“ finden wir folgende Schilderung der Lage in Jerusalem: Die Lage_ in Jerusalem kann jetzt auf gar keinem Gebiete, weder auf ökonomischen, noch politischen oder gesellschaftlichen als gute gelobt werden. Die Arbeitslosigkeit war schon im Winter und Frühling gross und auch der Sommer hat die erhoffte Besserung nicht gebracht. Auch die Grosskaufmannachaft befindet steh fn einer schweren Krisis. In den öffentlichen Geschälten sieht man kaum einen Kunden. Es fehlen Fonds zum Häuserbau und vom Auslände kommt nur wenig Geld herüber. Die Chainzim, die die verschiedenen Bureaus, auch das der Agudas Jisroel. um Arbeitsvermittlung anflchen. gehen mit uuerfüllten Wünschen von dannen. Auf politischem Gebiete herrscht nichts weniger als Zufriedenheit. Die Gerüchte über den arabischen Vertrag beunruhigten die Herzen ungemein. Man macht in zionistischen Kreisen den Führern den schweren Vorwurf, dass sie mit ihrem grossen Beamtenapparat es nicht verstanden hätten auf der Wacht z!i bleiben und nun von den Dingen nicht weniger überrasch( seien als alle anderen, die ihre Sache bei den zionistischen Führern in besten Händen glaubten. Das gesellschaftliche Leben ist von der Parteien Zank und Streit durclischiittcrt. Die grosse Vereinigung unter den Orthodoxen muss leider immer noch an der Taktik derer um das Oberrabbinat und den .AVaad bair“ scheitern, denn was sie Einheit nennen, muss von den Orthodoxen als glatte Bevormundung empfunden und abgelelrnt werden. Dass bei der Eimveihungsfeicr im Rabbinerhatisc die Herren Doktor Klausner und Jcllin das Hauptwort führten. Männer, die an der Spitze von Anstalten stellen, die von den grössten russischen lind polnischen Rabbinern ij! Acht und Bann getan wurden, ist; gewiss nicht dazu angetan, die Ortliodoxen mit Vertrauen zu erfüllen. Ebensowenig der Aufruf des Oberrabbiners Kuk zur Unterstützung des Nationalfands, mit dessen Geldern bekanntlich auch unritnellc Küchen unterstützt werden und das Prinzip der Zivilehe gefördert wird. Es dürfte dem Oberrabinatc doch nicht unbekannt sein, dass in den kleinen Niederlassungen des Nationalfonds nirgends ein Schochct. eine Schule, eine Mikwoh usw. anzutreffen ist. Und dennoch sollen die Orthodoxen Geld zu diesen unjüdischen Unternehmungen geben! Nicht minder verstimmte die Gedenkfeier aus Anlass der füntundzwanzigsten Jahrzcit von Rabbi Samuel Mohilcwer in einer Synagoge von Jerusalem. Neben 015errabbiner Kuk und anderen hielt eine Gedächtnisrede der Leiter des bekannten radikalgerichtctcn zionistischen Seminars Df. Mohilcwer. Rabbi Samuel Mohilewcrs Namen ist auch den Orthodoxen wert und heilig genug, und darum baten sie in einem Gesuche au das Oberrabbinat, inan möge das Andenken des Rabbi nicht durch ,eine Ehrung aus dem Munde des radikal-frcigeistigcn Direktors entehren. Wenigstens sollte fiir den Fall, dass Dt. Mobilewer auf das Wort nicht verzichte, der Oberrabbiner bei dieser Gelegenheit nicht sprechen. Aber dieser Einspruch nützte so wenig für die anderen Proteste. Die Gedächtnisfeier fand statt mit Rabbiner Kuk und Dr. Mohilcwer als Rednern. Nur dem Eingreifen Rabbi Chajim Sonnenfcls ist es zu verdanken, dass eine geplante Demonstration der Thorajiinger, die durch lautös Lernen die Feier zu stören beschlossen, nicht zustande kam. Ucbrigcus. bat Misrachi dafür gesorgt, dass für alle EvenuLiiitäten Polizei am Platze war. Aus all dem ergibt sich für den objektiv Denkenden bis zur Evidenz, wer die Schuld und Verantwortung für den Uniriedun in der heiligen Stadt trägt! Jerusalem. (A. J. P. B.) Die E1־ez Jisroel-Zcutrale der Agudas Jisroel in Frankfurt a. M. überniitteltc der Jerusalemer Aguda-Zcntrale einen 11an1haften Betrag für die Gründung einer orthodoxen Kolonie bei Jerusalem. ,Jaifa. Dass von den Zionisten geführte Spital ״Hadassa“ wurde wegen Mangel an Betriebsmitteln geschlossen. Um dem schrecklichen Mangel eines Spitals in Jaffa abzuhelfen, wurde das seinerzeit von der Agudas Jisroel ins Leben gerufene Spital ״Beth Marpeh Klali“ neu eingerichtet und ausgebaut. Die Herren Dr. Kantorowitsch und Dr. Segall aus London übernahmen die Leitung. Eine Augenklinik sowie ein zahnärztliches Ambulatorium wurde neu eingerichten. (A. .1. P. B.) Passende Hoebzeitsgesclienke sowie kompl. Silberkassetten, Leuchter, Girat!- dole und כלי קודש ZU billigsten Preisen. JUWELIER ABRAHAM SCHAPIRA Wien, II. Bezirk, Rotensterngasse 13 1 ' ' ד■ I II ■ .■—!f €1tgland. London. (A. J. P. B.) Eine Delegation des hiesigen Zentralbureaus der Agudas Jisroel wurde am Montag den 13. Juli von Sir Herbert Samuel empfangen. Gegenstand der Aussprache waren die Wünsche der Agudas Jisroel bezüglich der Forderung nach Unabhängigkeit der orthodoxen Gemeinde, die unter dem Rabbinat von Oberrabbiner Chaim Sonnejrfeld steht. ׳׳•* ־.. London. Der Jerusalemer Korrespondent der ״Daily Express‘* meldet: Musa Kasim Pascha, der Präses des arabischen Kongresses in Jaffa erklärte unter anderem: Die Regierung treibt die Araber zum Wahnsinn und die arabischen Führer befürchten, dass sie die Kontrolle über die Bewegung verlieren werden. Kasim Pascha erklärte ferner, er sei nicht gegen die Persönlichkeit Sir Samuels Herberts, , nur gegen dessen Politik. Die Araber werden ihre Gegnerschaft der zionistichen Politik gegenüber weiter betreiben, jedoch nur mit gesetzlichen Mitteln. Sie rechnen zu diesen Mitteln auch das Steuerboykott, weil dieses im Einklänge mit dem Prinzipe — ״Keine Steuern ohne Vertretung“ — steht.