Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 30 (27.7.1923)
- Date
- 1923-07-27
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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iNf. OU Stile \214 t m ..- - Jti/idwUL i'iviiööi. Jerusalem. (A. J. P. B.) Am 21. Tamus wurde liier die Landeskonferenz der Agudas Jisroel eröffnet. Es nahmen Delegierte aus Tiberias, Jaffa, Safed und verschiedenen Kolonien sowie Siedlungen teil. Es wurden wichtige Resolutionen angenommen und eine Kommission gewählt, die einen genauen Arbeitsplan für Erez Jisroel zur Kenessio Gedaulo ausarbeiten soll. Flume. Sonntag den 15. d. M. fand hier eine Besprechung der Agudas Jisroel statt, in welcher die Aufgabe unserer Delegierten zur Kenessio Gedaulo besprochen wurde. Um unseren Mitgliedern den Zutritt zu den während der Kenessio Gedaulo stattfindenden Veranstaltungen zu e r m £ s s f g t e n Preisen zu ermöglichen, hat sich die Leitung der Jugendgruppe veranlasst gesehen, Mitgl feds-Legitimationen auszugeben, die ab Sonntag den 16. Aw (29 Juli) täglich von 7 bis 9 Uhr abends im Bureau der Jugendgrupnc, II. Flossgasse 1, zur Ausgäbe gelangen. Ferner werden diejöngien Mitglieder,, die sich entweder , für die ganze Dauer der Kenessio Gedaulo oder nur für einzelne Tage als Ordner zur Verfügung stellen, ersucht, sich gleichfalls in der genannten Zeit zu melden. Selbstverständlich müssen sich die Ordner verpflichten, den von ihnen übernommenen Dienst auf das Genaueste und Pünktlichste dnrehzufübren. Die Leitung der Agudas Jlsroel-Jugendgruppe Wien. aautfik abialze amienec wn ufa, (jo'joMN'iQiii!li'ülmlili Feine W ohnungseinrichfungen. Wien, Uli., 3־1 . ' ־ (Ecke Karl Schweighofergasse) ■iiirnnrnml FILIALEN1 . :׳ WIEN/IV. ARGENTINIERSTR.02/ | ׳־. «älüJSSIfSlG , STEFAN KLEE I AU5K0NFTB WERDEN STETS GERNE ERTEILT. 1 mm 1^3ä=|i WIEN I./ GR ABEN 30. NACH UND DIE GRÖSSTEN UND SCHNELLSTEN SCH^iFFElER WELfTr‘;׳':r5 Die Hüter der Schmittoh in Erez Jisroel. Motto:!מאי טעמה דשביעתא Gott sprach zum Volke Israel: ״Sechs Jahre sollt ihr säen, das siebente Jahr aher lasset die Erde leer, damit ihr dessen eingedenk seiet, da^s das Land mir gehört.“ Sie aber taten.nicht also — sündigten und wurden vertrieben. Synhedrin 39. Wie das heilige Volk einen Sabbath der Sabbate besitzt, ebenso hat das heilige Land einen Sabbath der Sabbate — denn mir gehört das Land ״כי לי והארי*״. Die Schmittoh ist ein Symbol des auserwählten Volkes und seines Landes. Alle Gebote, die den Boden betreffen, sind deswegen heilige Gebote, weil das Land geheiligt ist. Das Missachten der Schmittoh ist ein Wahrzeichen des Galutli, das Behüten der Schmittoh aber bringt den Segen. .,Denn ich gebot meinen Segen für Euch im sechsten Jahre". Auch hier, bei (dieser wichtigen Angelegenheit stossen wir, . auf die Differenzen zwischen den befden wesentlichen Anschauungen im heutigen Judentum. Zwischen denjenigen, denen Nationalismus' nicht mehr bedeutet wie, das Ausleben eines Volkes in eigener Form und denjenigen für die Nationalismus mehr ist, als äussere Form. Für die, denen der Besitz eines Landstückes, gleichzeitig der Besitz eines Heiligtums ist. Und Wenn wir der Gnade teilhaftig wurden, dass Juden Land kaufen und besitzen’ können, so müssten wir alle unsere Tatkraft und Aufmerksamkeit darauf richten, dass alle diese Juden, die das Gebot erfüllen wollen, es auch erfüllen können. Damit das Land das werde, was es sein 'soll; ein Teil, des ewigen Erbes. Mit grossem Jubel begriissen wir die Gründung des Schmittohfondes durch die, Agudas Jisroel. Dadurch wird demonstriert, dass wir, gewillt sind, ־ die Heiligkeit deä Landes unserer Väter zu wahren. Dass wir auf der Wacht vor allen unserfen Heiligtümern stehen wollen und unseren Brüdern in Erez Jisroel die ,}in den Scheuern lind Keltern" leben, die Möglichkeit geben wollen, alle. Gebote, die den Boden betreffen, zu erfüllen. Damit wir frohen Herzens den'Segenssprticlrsagen können: All haarcz w’al peiratehu. Wir rufen jedem Juden, den ein Veranhvprltlchkeitsgeftihi mit der Thauroh unddem heiligen Lande innig verbindet zu,; sich ׳.in diese'm Schmittohfonds werktätig ־zu beteiligen. ׳ י• ״הנה קרבה שנת השמיטה״ . Das Schmittohjahr nähert sich und unsere Kolonisten im heiligeil Lande warten auf unsere Hilfe, wei sie auf die Erfüllung des Wortes sehnsüchtig, warten: ״Und ich werde meinen Segen gebieten". Wessen׳ Herz wie sie auf die■ Erfüllung des Wortes sehnsüchtig warten. sich am Schmittohfonds zu beteiligen. Es wäre richtig, dass während der Kenessio Gedaulo bei der Schaffung der Kolonlsationsbank der Agudas Jisroel eine spezielle Abteilung hti 'Budgete der Bank für den Schmittohfonds und dessen Hüter •geschaffen werden soll. ..ואכלת לחם לשובע ־־ ונחת ישלו□ בערץ ״ .Und ihr werdet euer Brot zur'Sättigung haben und ich werde Frieden geben dem Lande". . Le v i r יי e 11 '0k Kahane. Brief aus Transylvanien. Konferenz der orthodoxen jüdischen Gemeinden Transylvaniens. — Kampf um die jüdische Schule. Schwer lastet die Hand der liberalen Regierung auf den jüdischen Schulen. Anstatt diese durch Staats- Subvention zu unterstützen — was ihnen mit vollem Rechte zukäme — hat die Regierung solche Erlässe nacheinander folgen lassen, welche die Existenz der jiidlsehen Schulen gefährden. Zuerst die Sprächenverordiiimg. Die. Regierung hat ungeordnet, dass die Unterrichtssprache in den jüdischen Schulen entweder die rumänische, oder die hebräikche, eventuell die jiddische, aber keineswegs die ungarische Sprache sein darf. Indem es aber, eine physiche Unmögllchkeit war, dieser Verordnung nachzukommen, da weder die Lehrer noch die Kinder die rumänische Sprache kennen, Ist die ungarische Unterrichtssprache, als Ucbcrgangssprachc im vergangenen Schuljahre noch geduldet worden. 1,1t sämtlichen jüdischen Schulen hat man die rumänische Sprache intensiv unterrichtet und man hat : sogar mit den grössten Anstrengungen seitens des Lehr־! körpers und• besonders seitens der Zöglinge soweit gc- ' bracht, dass in den höheren Klassen einige Gegenstände rumänisch unctrrichtct worden sind. Jetzt fordert aber d i e . R c g i e r 1! 11 g, dass die r u m ä n i s c 11 e, oder die 11 e b r ü i s.c h e Unterrichtssprache auf d e r g a n z e n . L in ie . aufgenommen werde. Dass weder Lehrer (gebeugt unter materiellen Sorgen), noch Zöglinge die rumänische Sprache in einer so kurzen ׳ Zeit sich noch nicht soweit, aneignen konnten, dass diese als Unterrichtssprache, dienen könne, nimmt die Regierung nicht in Betracht. Und dasselbe gilt auch vqn der hebräisehen Sprache. Diese Verordnung allein ist auch schon geeignet, die jüdische Schule vor eine Krise zu stellen, doch haben andere Erlässe des Unterriehtsministers diese Krise nooh verschärft. Vor einigen Tagen hat der Unterrichtsminister das O e f f e n 11 ic 11 k(e i t s r e ch t d e s j ild Isch en G y mnasiunis in K1 a u $ e n b u r g entzogen, wiewohl in dieser' Schule die Unterrichtssprache die hebräische ist. Ohne vorherige Untersuchung, ohne jede Motivierung V.SGV ist das Oeffentlichkeitsrecht entzogen worden und man ׳ befürchtet, dass eine solche Verordnung auch bezüglich anderer jüdische'r Schulen b e vo r s t e h t. ' Diese Massregeln haben ln Jüdischen Kreisen die grösste Bestürzung hervorgerufen. Die jüdische Jugend kann andere konfessionelle Schulen nicht besuchen, weil dies schon ein früherer Erlass verboten hat. Aber auch die Staatsschulen müssen vor der jüdischen Jugend gesperrt bleiben, weil ein vor einigen Wochen erschienener Erlass verbietet, die jüdischen Zöglinge von d e n sch r J f tl ich e n...A rb ei t e 11 an Samstagen und Feiertagen %'u entheben, weil der Minister zwischen Schüler u׳n׳d -Schüler keinen Unterschied machen lässt und er diese Enthebung als ein unberechtigtes Prlvlleghim betrachtet und' es׳ auch aus pädagogischem Stand-• puhkt nicht billigt. Nach einer in den letzten Tagen erfolgten Verordiiung dürfen jüdische Schulen — inklusive Chadorim und Jesahivos — Sonntag nicht u nte rr ich fen. Indem diese Verordnungen einerseits tief In die Existenz der jüdschen Schulen eingreifen und andererseits den Besuch der Staatsschuld^der religiösen jüdischen Jugend unmöglich machen, hat die Leitung der orthodoxen jüdischen Gemeinde in Grosswardein sicli veranlasst gefühlt, die orthodoxen jüdischen Gemeinden Siebenbürgens für den 18. d. M.,’zu׳ teiner• Konferenz eln'zuberufen, um über diese Erlässe zu‘beraten und gegen dieselbe Stellung zu nehiTiefi. Die bedeutendsten Gemeinden folgten der Ein- ladtmg ־ und waren bei der Konferenz vertreten. Als Präsidenten der Konferenz sind die Herren Gemeinde- Präsidenten Ul 1111׳ann• •/(Grosswardein), Reiter (Safmar) und M a 11 dl (Nlarosvasarhely) gewählt worden. Nachdem Präsident Ullmann die Vertreter der Ge- .. meinden begrüsst und. in einer längeren Rede die gefährdete Läge der jüdischen Schulen und Schüler äusefnartderr gesetzt hätte, lmt Herr Ludwig Freund׳elne Resolution der Konferenz vorgelegt, ln welcher gegen diese die Rechte der Juden Siebenbürgens verletzenden und mit der Religionsfreiheit nt Widerspruch stehenden'Erlässe, Protest. erhoben wird und dei Konferenz die Forderung aufstcllt diese ausser Kraft zu setzen, Nach einer mehrstündigen Debatte, in welcher fast alle Anwesenden sich beteiligten, wurde die Resolution mit clnigeh jVjadifizierungen angenommen; Es wurde dann ein. aus 10 Mitgliedern bestehendes Komitee gewählt, welches im Einvernehmen mit der orthodoxen Landeskanzlei, den Protest den kompetenten Stellen zukommen lassen und deputativ. den Minister u)n Zurücknähme dieser, Erlässe eVsucheh soll. Man hofft, dass diese Aktion nicht ohne Resultat bleiben wird. Immerhin haben diese Erlässe eine traurige Perspektive der Zukunft der transylvanischen jüdischer Schulen entrollt und gezeigt, wieviel Kampf, Mühe und . Arbeit es kosten wird,"die׳ Erhaltung der jüdischen Schüler zu sichern. "■J ..\ ־• ־״'-■־ .״״י״«■■״-־־־ ־ w. . , (Ecke Kleine S per lg.) in der Nähe des Nord• und Franz Josefs־.Bahnh’ofes empfiehlt den sehr geehrten Delegierten des Weltkongresses ״Kenessio Gedaulo״ sowie allen nach Wien kommenden p. t. Glaubensgenossen seine 80 modernst u. elegantest eingerichteten Zimmer, Bäder im Hause. Bäder im Hause. Reizende Juwelen, Gold- und Silberwaren, Uhren/ , Silber-Essbestecke, Tempelgerüte etc. Brüder Gold«, (dien,KMnersfr. 531 vl8-ä-vls der Oper.'’//-Samstag'geschlossen. 11 : v.-a* 's* ea v.- 0 •.»־ ,יד». Kaufet nur Fabrik: Wien, XV. Staglgatfs'e 10, Telephon 88.419 Filiale: Wien, VII. Burggasge 17, Telephon 33.072 . .*׳-*ז 71+**«#***+> .*״4' 4991856462