Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 28 (13.7.1923)
- Date
- 1923-07-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2629891-2629999-2630025--1031-2632762- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Kr. 28 JÜDISCHE KRESSE Seite Gans abgesehen von den wenigen Einzelheiten die ia genannt wunden, abgesehen von den Aufgaben, die der ׳v;u4a durch Emigration und Kolonisation erwachsen, hat •1ic Konferenz durch ihren zu wählenden ,,Rabbiniscften Rat“ insbesondere religiöse Entscheidungen zu' treffen,, die das Leben der thoratreuen Juden regeln und in gesetzmassige Bahnen lenken. Es entstehen der Konferenz auch sonstige Unmengen von Aufgaben, deren Erörterung nicht int Rahmen dieses Artikels liegt. Er will nur als Anregung aufgefasst werden, als ״Gedanken“, die nicht etwa Anmassung oder dem Analoges sind. Niemand kann heute die Vorurteils* volle Meinung haben, der Kongress entspringe nicht וחס cm Bedürfnis oder sei gar nicht zum Nutzen det Gewmtheit. Ein jeder kann und muss heute die Ueberzeugitng Haben, dass eine Konferenz der bedeutendsten und her-, vor ragendsten Gelehrten aller Länder der Prüfstein ist, \n dem wir die Art und Weise unseres Lebens zu messen, die Richtschnur, nach der wir unseren Gang zu lenken -laben. Selbst der Gegner, der die hehren, hoben und *dealen Ziele und Zwecke verkannt hat und das von-der \guda bis jetzt Geleistete, so die Gründung der Wafcen- Häuser, die Unterstützungen nach der Ukraine etc. etc., licht zu schätzen weiss, muss von dieser Konferenz die Lösung־ veler lebenswichtiger Prägen erhoffen. , Berichte aus dem Ausland. Warschau. Aus ganz Polen liegen bereits Berichte über die Wahlen der Delegierten für die Kenessio Oedaulo. Die Wahlen fanden bereits in folgenden Städten statt: Ostrolenka, Biala Siedlec, Gombin, Deretschfn, Wofoszowa, Dotnbrdwa, /Jaromb, Zelichow, Zyrardow, Zloczow, Tyktyn, i’urka, Ciechanow, Tomaszow, Jablonne, Jaroslaw, lokotow, Lipnia, Lodz, Mysienice, Minsk-Mozow, Skierniewfce, Strykow, Plonsk, Kasmir, Kozk, Kiodowa, Sniadawce, fs&lc, Olkusch, Adamow, Bielitz, Biala, Orajewo, Zwolin, Lunczyc, Lukow, Mäkow, Miechow, Serozk, Sbkolow, Sochatschew, Miedzyborz,«.Racioitdz, Siedlec. >. Warschau« Bei den Wahlen zur Kenessio Gedaulo wurden folgende Delegierte gewählt: Rabbiner Abraham Zwi Perlmutter, die Herren M. Biedermann, C. J. Michelsobn, j. Löw, A. Kirschbraun, A. Priwes, A. Bialer, D. Weidenfeld, (111. Bialer, J. Rosenbaum, J. M. Priwes, J. Gerstenkorn, l)r. 2f. Nimzewitsch, M. Priwes, M. Kammer, M. A. Rosenstorcb, N. Rosenfeld, Seh. ,Abrach, A. Z. Priedmann, J. L. Orleon, J. Bialer, J. H. Sanküwitsch, IT. Berliner, A. B. Eckermann, M. Rosner. Kalisch. Bei den Wahlen znrSenessBMSeäautovwurden folgende De legten gewählt: Rabbiner Jecheske! Lipschütz, [labbi Jihoschua Mosis sowie die Herren Moses Lübinaky, Wolf Tusk und Josef M. Herb er., Die Wähl dauerte den. ganzen Tag und die Beteiligung aus sämtlichen -Schichten der' orthorioxen Juden war eine äusserst rege. Riga. Bei den Wahlen zur Kenessio Gedaulo wurden g»wählt: Oberrabbiner Sack, die ־Herren N. Jlubin, M.'׳. J. ü hart. Rabbiner J. Baranltzki und Cb. Sch. Wittenberg. ( Zürich. Der erste Delegierte Amerikas zur Kenessio Gedaulo Herr Rabbiner Dr. Jung ist ber-its in Europa, eingetroffen und hat in Zürich vorübergehend Aufenthalt genommen, .; Zürich. Die Dclegibrtenwahler. zur Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel inWfen Haben folgendesResultat ergeben: \ om Landeskcrmltete der schWcizefisfchfen' Agudas Jisroel- Landesorganisatton wurden delegiert die Herten Cb. J. Eiss, K. Sternbucb und־ Josef 'Eriaöger: Basel. Unter dem Vorsitze des Herrn Charles Nordmann, tagte vorige Woche in Basel eine Vollversammlung der .\guda-Ortsgruppen, um die Wahl der Delegierten für die Kenersio Gedaulo vörzimelinien. lieber Vorschlag der Leitung w urde hierauf mit' Stimmeneinheft Herr E. Botsehko zum Delegierten gewählt, nachdem Herr Rabbiner Dr. Cohn eine Wahl aus Gesundheitsrücksichten abgelehnt hat. , > Jerusalem. (J- P. Z.) Sr. Herbert Samuel c mpiing vor seiner Abreise eine Delegation der Agudas Jisroel in einer einstündigen Audienz, in welcher die Forderungen der otfbocloxeirGenieinde ״Waad hair haaschkenasi" bezüglich deren Unabhängigkeit vorgebraeht vvtrrden. Der Oberkömmissär versprach eine Lösung zu suchen, die den erwähnten Forderungen Rechnung tragen soll. Sir Herbert Samuel ersuchte sodann Rabbiner Horöwitz, der Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel, sejne persönlichen Grilsse und Glückwünsche zu upermittein. . . . Wien. Wie wir erfahren, kommt der weitberühmte Chasen Josele Rosepblatt nach.Europa, um an der Kenessio Oedaulo teiteupehmen. : . Wien. Folgende Delegaten sind zur Könessio Gedaulo aiigcweMet: Rarbbiner Levvitan aus Christiania, Obcrrabbiner Zirefeöhn aus Kischinew. לס^י ל«־4£יו!*56יל**י.דד•♦» Kaufet nur ßoilinger Eiskasten Falr.k: Wien, XV. btaglgasse iO, Telephon 38.419־ Filiale: Wien, VII. Burggasse 17, Teläphon 33.872 efr. «A Hm Kunerol aus Kokosnüssen, in Atzgersdorf hergert^Ut, wird unter strenger Aufsicht des Mattersdorfer Raw vom Anbeginn des Pressens der Nüsse bis zur endgültigen Erzeug uig und Verpackung. Kann von jedem ישראל אף "O למהדרין מ! המהדרוז בלב השקט genossen werden. Tägliche Ausgabe der ״Jüdischen Presse“. Während der Kenessio Gedaulo erscheint die ״Jüdische Presse״ täglich. Die Kenessio-Ausgabe kostet 20.000 Kronen. Die Jahresabonnenten (auch die neu sich anmeidenden) erhalten die tägliche Zeitung gratis. Vom Tage. Der Dresdener Defcgiertentag der Zionisten und. Agudas Jisroel. D!er Dresdener Defeglertentag des zionisfcischert Verbandet in Detitecfdamd hat in bezug auf Agudas Jisroel folgende Resolution angenommen und dem bandesworstaiKte überwiesen« Der XDGDelegiertentag des Z. V. I. D. gäaiibt in den Beschlüssen der Wiener Zentnalratssützung der Agudas JfSfoet 1921 und der Breslauer Tagung vom Dezember 1922 den Wällen zur verantwortliehen Teilnahme am Aufbau Palästinas zu erkennen, wenn auch die vorliegenden Beschlüsse der Agudas Jisroel für die Zionistische Organisation nooh keine Grundlage zur Verständigung bilden können. Der Delegiertentag drückt seine feste Zuversicht aus, dass über alle trennenden Momente hinweg von allen jüdischen Organisationen Mittel und Wege zur Erfüllung der zahlreichen praktischen ,Aufgaben, in Erez Jisroel gefunden ׳werden. Wir registrieren diesen Beschluss, denn unseres Wissens ist dies die erste ,Resolution, <te eine zlonfsflsöhe Körperschaft in bezug auf Agudas Jferoel gefasst hat Wir werten diesen Beschluss als Zeichen der ■zunehmenden Objektivität, mit welcher in ziariistischen Kreisen die Tätigkeit von Agudas Jisroel beurteilt wird. Die Resolution gibt der Ansicht Ausdruck, dass 'die vorliegenden Beschlüsse deT Agudas Jisroel für die zionistische Organisation noch keine Grundlage zur Verständigung bilden können. Dieser Ansicht können wfr nur beSpflttchten. Zwischen der Weltanschauung der Agudas Jisroel und der Ideologie der zionistischen Organisation klafft noch ein gewaltiger Gegensatz. Jedoch die Anerkennutig dieser Gegensätzlichkeit, das Verständnis für die Weltanschauung der Anderen sind die besten Vor. boten einer Möglichkeit, mindestens auf wirtschaftlichem Gebiete, die trennenden Momente zurücktreten zu lassen. Soweit, was den Inhalt der Resolution betrifft; was die äussere Form anlangt, so muss verzeichnet werden, dass hier von der Aguda nicht mehr im Tone der Gehässigkeit gesprochen wird, wie es nooh heute im Grossen und Ganzen in den misradiistischen Presseorganen geschieht. Sowohl diese Objektivität, wie die Gehässigkeit hat leider ihre Quellen fn einer Schwäche. Die zionistische Organisation hat Infolge ihrer finanziellen Schwäche und politischer Misserfolge gelernt, objektiv zu sein und die Anschauung des Gegners mindestens verstehen zu wollen. Die m&raohistische Organist tan beginnt wiederum .angesichts der oben geschilderten Vorgänge: In der zionistischen Organisation die moralische Schwache ihrer bisherigen Haltung in der religiös indifferenten zionistischen Organisation zu . empfinden• Moralische Schwäche pflegt öte die Quelle der Objektivität, hingegen diie Triebfeder von Gehässigkeit zu sein. Die Koscherbill des Staates Illlouis. Der Staat Illionis hat eine Kosoherböl angenommen, nach welcher die Marke ״Koscher“ vor jeden Missbrauch gesetzlich geschützt wird. Beweggrund zu dieser Bffll war diechhofeese Zerrüttung, die auf diesem Gebiete in Amerika geheßssdSt hat Wir glauben, dass die »Verhältnisse Sh Europa dttrehaus nicht besser sind. Die Lebensmittel, die e&ter nttaeOen Aufsicht bedürfen, werden' oft ohne Besecfißgftmg als ״koscher“ verkauft und von dem urteilslosen Publikum •auch als solche genommen. Thefilim und' JftesusQfli werden fabriksmässig bergestelTt und der urteilslosen Masse, die nur nach dem Preise und nicht.nach der Qualität der Ware verlangt, als heilige Utensilien aiufgö&alst. Aücih Tn Europa würde die Regelung dieser {frage dshngend von nöten sein. Selbstverständlich kainin man Von dtem europäisehen Parlamenten und gesetzgebenden Körperschaften nicht erwarten, dass sie eine Koscherbül'beschliessen. Die antisemitische Atmosphäre, die auch dlte ׳:!Parlamente vergütet, ist bloss für num־erus׳'daasus und'fih: Schäcbtverbot günstig. Doch wäre es Pflicht dec Juddanlfe^t, aefet ihre inneren AngelegenöeiterlJZlt0Idneüדtf^äמJfcl^ietm^:!aa®amerbtsbesdhliisse zu warten. Die iüdfeche öflönJ&0he?MelmmgsoJ6!e aufgestachelt werden, bis sie es ®efffle^^ch täfeHHäL dass mit den Gegenständen,.^die jiir FaüsSSe und für .jeden, einzelnen heiligen Charak^fhahien; kefti M'issbrau.ch^getraeben1 werde. VAN DEN BERGIT» 0 MAR GÄRIHE TO MQR-MAR GARINE allerfeinsteQualctät aus den VandenBer g'h’s Fabriken, Rotterdam-London, mit dem Siegel des ״Bcth Din“, des engl. Oberrabinates, in 78kg-Würfel Vertrieb: ,CENTRA* A. d.,Wien* Bl., Tabor str. SAa Die Woche. 03 Warschau. Für die Konferenz des Städteverbandesiin Polen wurde namens der Stadt Warschau unter vier De!egierten der Vertreter der orthodoxen JudenschaftvHerr HHrfnagel gewählt. Bialystok. In Bialystok fand man vergangene-Woche ein fürchterlich geschändetes und zerrissenes Sefer Thow. Nach der Reinigung wurde das Sefer zu Grabe gebracht Eine vieltausendköpfige Menge begleitete-den Trauexzi^. Es wurden audi mehrere Hespiaim gehalten. Die ganze jüdische Bevölkerung nahm an diesem erchütternden Begräbnis teil. Das• Sefer Thora wurde in einem-Grabe,; neben dem Ohel Rabbi Samuel Mohilewer* s. A. beigesetzt. Watschau• Der Rabbiner aus Pultusk, R. Claim Meschulem Kaufmann, wurde auf einer Reise von Warschau nach Lodz von einer Bande Soldaten im Eisenbahncoupe fürchterlich malträtiert. Ein dienstlich mitreisender Gendarm wm versprach zwar vor Abgang des Zuges dem Rabbiner seinen Schütz, mied aber während der frtfhrt den Waggon, in welehern Rabbi Kaufmann reiste, trotz dessen Rufe nach Hilfe. B&t der Stationsvorstand einer Haltestelle veranlassfe die Befreiung des ohnmächtig gewordenen Rabbiners aus den Händen der militärischen Räuber. Kowno. Der Präsident des jüdischen! Nationalrates Dr. S. Rosenbaum ist zum Minister für jüdische Angelegenheften ernannt worden. Berlin. Der Präsident der zionistischen Wechselexekutive Nahum Sokolow begab sich in ein Sanatorium, wo er sich zwecks Erholung bis zur Eröffnung des Zionistenkongresses aufhalten wird. Strassburg. Ende Juni fand liier die Konferenz der französischen Rabbiner statt. Die ■Rabbiner Frankreichs, die zwar keine Reformrabbiner sind,, aber sich vor einigen Jahren durch die getroffenen Entscheidungen über den• Schnlahan-Aruch hinweggesetzt haben, benützten die Gelegenheit der Konferenz, die irgendwelche praktische Ergebnsse für die Hebung des wahren Jüdisch-religiösen Sinnes in Frankreich nicht auf weisen kann, zu einigen schönen Reden, Banketten usw., die aber nicht einmal Interesse bei der jüdischen Bevölkerung Strassburgs erregt haben. Subotica. Das eben jetzt errichtete jüdische Spital in Subotica stellte die Küche unter Aufsicht des orthodoxen Oberrabbiners Herrn Moses Deutsch in Subotica. Sarai&wo. Die sefardische Gemeinde in Sarajewo teilt mit, dass ihr Rabbiner Nr J. Maestro am 17. Tamus im 65.. Lebensjahre gestorben ist. Rabbiner Maestro erfreute sich in seiner Gemeinde grosser Hochachtung. Warschau. Die rumänische Polizei verlangte, dass während des Aufenthaltes des rumänischen Königspaarcs in Warschau die bessarabischen und hukowinischen Juden aus der Stadt entfernt werden. Jerusalem. Bei den Wahlen in die gesetzgebende Versammlung nahmen 50 Prozent Juden, 18 Prozent Mohammedaner rmd 5,5 Prozent Christen teil. New York. (J. P. Z.) Bei der von der Stadt New York veranstalteten Abstimmung, wer sich während de!־ letzten 25 Jahre am »meisten um die Stadt verdient ge* macht hat, erhielt der bekannte jüdische! Phil an trop, Nathan Strauss djö Mchnzahl d'er Stimmen. ,Warschau. Der ״Hajnt“ meldet, dass ein Millionär namens Winter am 27. Juni nach Lodz abgereist sei, mit der Absicht, seiner Geburtsstadt 20 Millionen Dollar für verschiedene WohTtätigkeitsanstalten zuzuweisen. London. Anlässlich des Geburtstages des Könifs wurde der Semitöloge Prof. Dr. Hermann ׳üollandsch iu den. englischen Adelsstand erhoben. 1Jerusalem. Eine Amerikanerin, Frau Mary Fels, ist io den letzten Tagen in Jerusalem einigctroffen und!!׳־t eäßeji Lamdsitrldi zwischen; Samaria und Galiläa für 100n300 Pfund amgelsauft. Kowno. ■Del׳ neugew.ählte Staatspräsident von Litauen, Stulglnskl, dankte in einem herzlichen Telegramm dem jRßäsSÖItim der Agudas Harabumn für die freundliche BfegBiisstm® anlässlich seiner Wahl. Kowno. Der Direktor der Jeschlwa ״Kneses Jisroel״ ln *iStofcöflca, RäbbJaer Ep stieim cnli-ielt vom Staatspräsideirtett Mgendes Telep-amm: Fiür Ihr.e freundliche Befflfesggg:.,benZliiCh dankend', wünsche ich Ihnen den besten ,,WfeS m unserer gemeinsamen Arbeit zur Hebung der KlljBßr Sn itraserem Lande;“ Audi der Rabbiner von Kowuo. D11)Sd4a!ß&;0, Crliidt ein Dänktefegrumm. ,., .Kowno. QaS tharafeeuie Judentum ■in Litauen be-; g^stejssasgatigenie' Woche in seiner Mitte den Herrn ffätny, B&dfeel ^rs Afrnartfca׳, eines gebürtigen Litauers, der äfe-ifteavusster ■j«d®sch-or,thcfdoxer Pfulanfpop und un ermüd- ÜfcäSer Aisbefler^ür״ die jüdischen orthodoxen Institutionen btett ist« AUe ,Damen, die vojrteäbafbausselian wollen,tragen Perücken TROrSfBSmatiOBen, Nafearsrcheitet und Teile aus feinstem dtoaerflfweiltcm Ham aus der Kunstwerkstätte für moderne Haarersazteil ■1runs Würnrnm ■— mw Wien, I., Mahleratrasse Nr. 5, Teleph. 6392>. Katalog gratis, grösstes Haarlager, daher dvfle Preise