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Jüdische Presse · 1923-07-06 · 27 (6.7.1923) · page 7

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
27 (6.7.1923)
Date
1923-07-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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jUüi&CHfc JPKfcaafc ,fcsMdfe* gesfettttm stol mt twerüssm ate mR dw ¥avdass wir das WoM und den Pttekjfl, dis Bnt- *fcfcfcmg and Förderung der iatersssen ferer OamriBrte« ebenso am Heraen tragen wollen, tele dtefenlSea ln der Slowake!, wte wir dke*mWl עיס v*r**Bfctotet sind. Und wenn vielteüaht fn der Auffassung Aber «acebe Fragen zwischen dieser und lener Gegend Wein® naterscMedÜtibe Nuancen bestehen und nranobe Dinge vielleicht eine andere Behandlungsmethode bedürfen, dort wie hier, so vereinigt uns doch das einzige Ziel und das einzige Ideal, unsere Gemeinden {ע״ס יסודי התויח והמסויד zu fahren und Sind Wir entschlossen, gegen jeden Versuch, von welcher Seite immer er kommen mag, den jüdischen Qedst zu verfälschen, entschieden abzarwehrem Es unterfliegt keinem Zweifel, dass das Faktum der Vereinigung aller orthodox Qeshmten In unserem Lande ein Oesdhehofe von solch eminenter Tragweite, von solch weittragender WJchiig^oit d&rstelK, dass dasselbe aller Vorkommnisse im Leben unserer Organisation, während Ihres vierjährigen Bestandes im neuen Staate an Bedeutung weit überragt. Eine viertel Million orthodoxer Juden בלי ע״חי stehen nun fest zusammen ,כאיש א' בלב א entschlösse!׳, kein Jotta von der תולה הקתשח zu opfern und gegen jeden Angriff zu verteidigen. U־öd wie jedes grosse und heilige Ziel nicht glatt zu erreichen ist, erst nach Ueberwlndung verschiedener Widerstände durch» geführt werden kann, konnte auch der die Mehrung des Ansehens und der Förderung der Kraft der Orthodoxie zum Ziele habende Zusammenschluss aller glaubensfesten Gemeinden erst erfolgen, nachdem ein Berg Schwierigkeiten besiegt wurde. Wir können unmöglich im Rahmen unseres heutigen Berichtes alle künstlich uns in den Weg gelegten Hindernisse aufzählen, alle Winkelzüge, Verdächtigungen und Denuntöatiionen schildern und was alles von einigen verbissenen Gegnern der Orthodoxie in Prag am Sitze der Zentralregierunig unternommen wurde, um den natürlichen Lauf dieser Angelegenheiten zu hemmen. Leute, die auch nicht den Schatten einer Berechtigung besitzen, sich in unsere Angelegenheiten einzumengen, haben ln völlig Inkompetenter, in völlig illegaler Weise auf die letzte Entscheidung einen Einfluss zu gewinnen getrachtet. Dabei war ihnen kein Mittel zu schlecht, um bei den massgebenden Kreisen gegen uns Stimmung zu machen. In einer zur Informierung, besser gesagt zur Irreführung der Behörden und des nicht jüdischen Publikums tschechisch geschriebenen jüdischen Zeitung wird eine systematische Hetze gegen Alles, was sich Orthodox nennt, betrieben, um die Glaubenstreue Judenhelt in einem ungünstigen Uchte erscheinen zu lassen. In einem bei jeden gutgesinnten Menschen Unwillen erregendem Tone wird das ganze Füllhorn des unbändigsten Hasses über die religiös orientierte Jadenheit ausgeschüttet. Die orthodoxen Rabbiner der Slowakei werden da als Kleriker, Dunkelmänner, Finsterlinge, als Gegner des Fortschrittes und Feinde der Kultur beschimpft. Die Zustände in unseren Kultusgemeinden werden im Lichte der zurückgebliebensten Verwahrlosung dargestelit und mit Berufung auf den demokratischen Geist der Republik ein Einschreiten der Regierung gegen dieses verkommene und veraltete System gefordert Und wenn es unserem ehrlichen und offenen Auftreten mit Hilfe חשי״ת gelingt, diese tendenziöse unwahre Einstellung auf ihren richtigen Wert zu reduzieren und kompetente Faktoren zur Respektierung unserer gesetzlich gesicherten autonomen Rechte zu bewegen, oder gar für eine wohlwollende Behandlung unserer Angelegenheiten zu gewinnen und die Hetze gegen die Orthodoxie fruchtlos geblieben, da ertönt wieder ein lautes Geschimpf und ein wütendes Geschrei über Verdächtigung, Verleumdung und Verrat der angeblich durch die Leitung der Kanzlei geübt wurde. Wir müssen jidoch g. Landesrepräsentanz der Wahrheit die Ehre geben, dass die nicht orthodoxen Kreise hierzulande jede Gemeinschaft mit den Umtrieben einiger Prager Juden entschieiiden ablehnen und insolange wir nicht vom Gegenteil überzeugt sind, haben wir keine Ursache dara!n zu zweifeln, denn wir können es hier offen ausspreohen: erstens sind unsere Neologen gegenüber den Prager Feinden der Orthodoxie wahre צדיקים וחסידים zweitens stad unsere Neologen vernünftig genug, weise genug, erfahren genug, um den lächerlichen Widerspruch nioht zu übersehen, der jeden logisch Denkenden komisch anmuten muss, wenn gerade von jener Seite, von wo man uns Woche für Woche, Tag für Tag als Trennungsorthodoxen verhöhnt, als die Störer der Einheitsfront anklagt und nicht aufhört für sämtliche Juden, ohne Unterschied der religiösen Schattierungen eine einheitliche Vertretung, eine einzige gemeinsame Kanzlei zu fordern, dass man nun gerade von dieser Seite dem System von zwei Kanzleien innerhalb der geeinigten Orthodoxie in diesem Lande das Wort redet, das, fühlen unsere Neologen וחיא לא הצלח kann nicht gelingen, wie denn auch unser Standpunkt auf der ganzen Linie בעז׳חית durchgedrungen. N-uai steht die gesamte Orthodoxie dieses Staates in einer einheitlichen Organisation da, mit der einzigen Einschränkung, dass, wie dies in der Genehmigungsklausel des Uzhoroder Gouvernements hervorgehoben wird, entsprechend der autonomen Rechtslage Rusinskos, in Uzhorod eine Expositur errichtet wird, deren Leitung mit den 25 gewählten Vertretern, in Fragen, die das Gouvernement angehen, den selben verantwortlich bleiben. In allen inneren religiösen und konfessionellen Fragen steht die gesamte Orthodoxie als eine feste unerschütterliche Phalanx, an der alle Angriffe zerschellen müssen. Und wahrlich g. Landesrepräsentanz wir bedürfen der Einigkeit und des festen Zusammenhaltens aller orthodox Geatenten dringender den« Je. Das wahre אחיות aller dem $6tb«1 religiösen Ideal Huldigenden, demselben jüdischen Ziele ztistrebenden ghaabemtreuen Jaden war vielleicht!de so notwendig wie bente. In etoer Zelt, wo gegen die Verfälschung des jüdischen Geistes die schwersten Kämpfe geführt werden müssen, wo die jüdischen Massen von gefährlichen Schlagworten verwirrt werden, wo das unjüdische Prinzip frei verkündet werden darf das חורה תחי מונחת בקרן זויות das תורתיגו חקדושח m den entlegenen Winkeln unverbindlicher Privatangelegenheiten zu schleu« dem Ist, ln einer solch tief traurigen Zeit, können wir den Ge&uhren nur entgehen, können wir es nur erreichen, dass ׳לא תשבח עדות ממי זרעו dass wiir unseren heiligen Glauben, unseren Kindern und Kindeskindern unversehrt und unangetastet überliefern sollen, wenn wir alle zusatnmen geschlossen, geeinigt und fest zu einander stehen und mit opferwilligem מסירת חנפש für die ewigen Wahrheiten unserer Religion sich einzusetzen bereit stehen. Zu dem g. Landesrepräsentanz harren wichtige Lebensfragen der Orthodoxiein diesem Lande der dringenden Erledigung, die in nächster Zukunft uns stark beschäftigen werden. Da ist beispielsweise die Sonntagsruhe, die den dritten Punkt fn der heutigen Tagesordnung bildet, die eines unserer kostbarsten religiösen Güter, das wichtigste Gebot, den heiligen Schäbbos unmittelbar berührt. Die Sonntagsruhe soll näm- Weh nach Zeitungsberichten, die nach unseren Inforinatdonen auch vollkommen bestätigt werden schon in einen ganz nahen Zeitpunkt endgültige parlamentarische Regelung fintRö. Wir müssen da eine über die ganze Slowakei und KarpathOrusslei» /Sich erstreckende Aktion efaleiten, mit dem Endziele, da$s die Schomre-Schabbos nicht in ihrer Existenz getroffen werden. Wir maohen wohl von der Sonntagsruhe keine religiöse Frage, am allerwenigsten werden wir es dulden, dass dieselbe vom jüdischnationalen Gesichtswinkel behandelt werde, wie dies in unverantwortlicher Weise von einen gewissen Kreise bereits geschehen und auch bisher schon der günstigen Einstellung für die Schabboshaltende Kaufmannschaft grossen Schaden zugefügt hait und können wir es niemals zugeben, dass der heilige Schäbbos, dessen einzige und ausschliessliche Quelle in der ת וי ה zu suchen ist, zu einem leeren und inhaltlosen nationaljüdischen Feste herabgewürdigt werde. Die Sonntagsruhe ist in erster Reihe ein soziales Problem und eine rein wirtschaftliche Frage und haben wir das Recht nach Befriedigung der berechtigten sozialen Wünsche gerade im Interesse der Förderung des Handels füT die in ihrer überwiegenden Mehrheit aus schäbboshaltenden Kauflcuten bestellende Kaufmannschaft zu verlangen, dass ihre Exisienzmöglichkeit ' bei' Lösung der Sonntagsruhe volle Berücksichtigung findet. Und die Landesrepräsenlanz wird nun ׳ zu erwägen haben, ob nicht aus ihrer Mitte eine Konnnissiorf eingesetzt werde, die sicli in allen Städten mit geeigneten Personen' ergänze, um dann in Gemeinschaft mit den Hahdclsgrcrnien und anderer Interessenten bei der Regierung und Parlament eine befriedigende Lösung 01111c Schädigung der Kaufmanmschaft durchzusetzen. Wir haben mit den Vorarbeiten begonnen, wie dies aus einem Referat, dass llinen erstattet werden wird, licrvorgelit. Ich möchte noch aus dem Komplex wichtiger Fragen einige herausgreifen, die immer auf der Tagesordnung stehen und von der Kanzleileitung stets in Evidenz gehalten werden müssen. Da ist zunächst die Talmud Tora, die infolge der Ausdehnung der obligatorischen Schul- Pflicht bis 14 Jahren eine unheimliche Aktualität bekommen und eines starken Schutzes bedarf, um sie vor der nachteiliigen Wirkung der erweiterten Schulpflicht zu bewahren. Die Talmud Tora, die Chadorim unsere תיניקים שלבית |רב diese Pflanzstätten wahrer Religiosität und wirklicher Gottesfurcht sjrid unser ganzes חיות bilden die Wifrzel und den Lebensnerv der Orthodoxie, ohne welche unsere Kinder zu wahren ייאים nicht erzogen werden können und die ganze religiöse Zukunft als gefährdet erscheinen müsste. Wir müssen daher alles aufbieten, um den abträgliohen Einfluss der vielen neuen Gesetze und neuen Verordnungen auf dieselben hintanzuhalten. Die erweiterte Schulpflicht bis 14 Jahre tritt mit den Beginn des nächsten Schuljahres in Kraft und ist es uns gelungen zu erwirken, dass die Talmud Toras hievon unberührt bleiben und der Status quo für das kommende Jahr weiter aufrecht besteht und die Kinder der Taimud Toras prüfen können. Wir müssen es mit Anerkennung erwähnen, dass die Regierung unserem Bestreben', unseren Kündern intensiven Religionsunterricht zu geben, volles Verstandnis entgegengebracht und können wir der Erwartung Aus־; drupk geben, wenn die ganze orthodoxe Judenheit hinter den Talmud-Tora־;Schulen stehen wird, wir den bisherigen Zustand אי״ח aufrecht erhalten können. ן In Bezug auf die Befreiung der jüdischen Kinder vom Unterricht am Schäbbos in den staatlichen Volksschulen sind wir nach wiederholten Beratungen im Schulreferat zu folgender vorläufiger Vereinbarung gelangt. Die alte ungarische Verordnung in staatlichen Schulen, wo die Schülerzahl 20 beträgt, wonach der Schäbbos als Feiertag gilt, wird dahin modifiziert, dass schon eine 50prozentige jüdische Schülerzabl genügt, um den Unterrieht am Schäbbos ruhen zu lassen. Staatliche Schulen, wo der Prozentsatz der jüdischen Schüler kleiner ist, werden den Kindern deren Eltern bei der Schulleitung ansuchen, ihren Kindern zu gestatten, den samstägigen Gottesdienst zu besuchen, der Schulbesuch am Samstag erlassen. Dieser Antrag wird vom Schulreferat befiirwortend an das Säiulministerium in Prag geleitet werden und wenn diese höchste Instanz denselben genehniight, hfl . .....*■■SSsSTIhu» so glauben wir eine etrdgüftlgce befrierifeend® Lösaag ÄrJ diese hi gewissen Gegenden $0 wichtig® Präge refunnteg Za haben. Was die kontessfonehe Söhlde betrifft, kämen wir leider nicht behaupten, dass dieselbe viele Freunde hätte and ln den massgebenden Kreisen sich grosser Sympathie erfreuen würde. Die Lehrer au den konfesstotieilen Schulen, zuraal diejenigen, deren Staatsbürgerschaft noch nioht geregelt ist, machen schwere tmd prüf imgs volle Zeiten durch und sind wir nach Kräften bestrebt, deren hartes Los zu mildern. Zum Schlüsse fühle ich mich verpflichtet, einiges über die materielle Lage der LandeskauzleJ za berichten, die wir leilder als nicht sehr günstig bezeichnen müssen. In der letzten Zeit haben die Ausgaben in erschreckendem Masse zugenommen und die Einnahmen in unheimlicher Weise abgenommen. Von allen Selten, von Gemeinden und Vereinen werdon die masslosesten Ansprüche und die unerfüllbarsten Forderungen an die finanzielle Leistungsfähigkeit der Landeskanzlei gestellt, infolge der auf allen Gebieten in beängstigender Weise sich fühlbar machenden wirtschaftlichen Depression ertönt der Hilferuf an die Landeskanzlei, über deren Einkommen im Publikum sich ein Kreis von Legenden gebildet und die unsinnigsten Behauptungen verbreitet werden. In Wirklichkeit g. Landesrepräsentanz hat die Landcskanzlel bloss eine einzige Einnahmsquelle das יקמחא יפסחא die heuer versagt und als vollkommen ungenügend sich erwiesen hat. Die jüngste Sitzung der Landesrepräsentamz hat, wie dies aus der Verlesung des Protokotles hervorgeht, der! Beschluss gefasst, um den Missbrauch, der mit den Esrogim getrieben wird, zu steuern und die Ausbeutung der Jereim, die um jeden Preis einen Mtivchor haben wollen, zu hintertreiben, dass die Landesicanzlci, die eine Aktion einleite, in dem Sinne das bei Gewährung eines bürgerlichen Nutzens für die Zwischenhändler die Esrogim preiswürdig in Verkehr gebracht werden. Der etwaige entfallende Gewinn sollte dem Pensionsfonds und ישיבות zugute kommen.. Die Aktion ist insoferne als gelungen zu betrachten, als tatsächlich von keiner Seite, die ihren Bedarf an den ד, מינים durch die Kauzlei besorgen Hessen, sowohl in bezug auf die Preisbildung, wie auch in betreff der Ouualitat der Ware irgendwelche Klagen laut wurden. Aber die ganze Aktion hat genannten Institutionen nioht nur kleinen materiellen Profit gebracht, vielmehr hat die Kanzlei effektive zirka tschech. K 8000 dafaufgezafrit. Eine unserer ersten Aufgaben war es, als wir dieses schwere Amt übernommen haben, für die Altersversorgung der Kultusgemeindebcamten etwas zu unternehmen. Ist es doch ein älter dringender Wunsch sowohl der arbeitnehmenden Angestellten, wie auch der arbeitgebenden Gemeinden, in dieser Richtung etwas Lebensfähiges zu schaffen. Wir entsprechen daher einem allgemein empfundenen Bedürfnisse, wenn wir die Pensionsfrage ins Rollen brachten, umso elijer als früher oder später auch von seiten der Regierung aus höheren sozialen Gesichtspunkten auf die Gemeinden ein Zwang ausgeübt werden könnte, diese Frage einer entsprechenden Regelung zuzufiihren. Der erste Schritt hiezu konnte nur in der Schaffung eines entsprechenden Pensionsfonds .geschehen. Zu diesem Behufe haben wir mit Zustimmung der massgebenden Kreise den Osterzucker mit einer kleinen Steuer belegt, die voll und ganz ausschliesslich dem Pensionsfond gewidmet bleibt. Kein Heller, aber auch kein einziger Heller wurde von diesem Gcldc zu Kanzleizwecken verwendet und liegt der ganze Betrag auf Heller und Pfennig in einem hiesigen Bankinstitute deponiert, bloss die Zinsen sind, dem Be- Schlüsse der jüngsten Sitzung gemäss, an Rabbinerswitwen und -weisen verteilt worden. Seit zweieinhalb Jahren bekommen wir Hilfsgelder aus Amerika. Anfangs flössen dieselben reichlich, jetzt hingegen leider schon sehr spärlich. Diese Gelder werden stets כדעת חנותן im Sinne der Spender und entsprechend der Weisungen des Central Relief Committees von der' Kanzlei in korrekter, mustergültiger Weise verwaltet. Jeder Posten ist belegt, jede Ausgabe mit einer eigenhändig unterschriebenen Doppelquittung des Empfängers versehen. Die eine Quittung wird nach Amerika geschickt, die zweite im Archiv der Kanzlei aufbewahrt. Wiederholt hat Amerika seine Anerkennung hierüber geäussert. unter anderem schrieb man uns einmal: es reizt die Spender zum neuen Geben, wenn mau sieht, mit welch rigoroser Gewissenhaftigkeit jeder Cent verrechnet wird. Dieser Reiz scheint in der letzten Zeit etwas nachgelassen zu haben. Aber die Kanzlei ha absolut nichts von den Amerikanischen Unter- Stützungen für Ihre Ziele verbraucht, bloss die Kosten für den Beamten, der zu der Leitung dieses Ressorts direkt angestellt wurde, werden von diesem Gelde kärglich bcglichen. Das einzige Einkommen der Kanzlei bildet, was niemals ein Geheimnis gewesen, das Einkommen vom Pessachmehl, das, wie Sie aus dem Berichte der Rechnungs-" revisionskommission ersehen werden, bisnun tatsächlich zur Deckung des Budgets hinreichte. Heuer hingegen, wo der Beschluss der Landesrepräsentanz, wonach die Gemeinden verhalten sind, ihren Ostcrmehlbedärf durch die Kanzlei hat absolut nichts von den Amerikanischen Unterkaum der dritte Teil des Voranschlages gedeckt, trotz der wesentlichen Einschränkung der Ausgaben, trotz des begonnenen Abbaues der Gehälter und trotz der strengen Sparsamkeit auf der ganzen Linie droht ein Defizit und ein Ausfall, so dass für zwei Drittel der dringendsten Ausgaben keine Deckung vorhanden ist /

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