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Jüdische Presse · 1923-06-22 · 25 (22.6.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
25 (22.6.1923)
Date
1923-06-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 25 itfpwMB mmn Seit« 167 «.■־ ■"«H■1»■ . ■ *—■■■״■׳•«■»־■׳- Rmnänwn. Handelsterbinduas zwischen Palästina and Rumänien. Das Bukarester rumänische Tagblatt ״Presa" beriohtet über eine Handelsverbindung zwischen Palästina und Rumänien und schreibt unter anderem folgendes: Rumänien hat schon vor dem Krieg einige Artikeln nach Palästina exportiert, hauptsächlich Mehl und Bauholz, es wurde aber auf die Verbindung mit dieser kleinen, armen Provinz des türkischen Reiches kein grosses Gewicht gelegt. Der Krieg hat dann jede Verbindung mit Palästina ־unmöglich gemacht und erst nach dem Friedensschluss ׳dachte man daran, die Verbindung mit Palästina wieder .aufzunehmen. Im Jahre 1920 ist die ״Palestiuo Romano Handels- und Industrie A. G." in Bukarest durch dortige .Finanzmänner gegründet worden mit dem Zweck, Verlindung zwischen beiden Ländern zu sohaffen. Die Gesellschaft hat auch in Jaffa mit Erlaubnis der palästinensischen Regierung eine Filiale errichtet. Anfangs hat der Mangel an Verkehrsmittel die Tätigkeit der Gesellschaft äusserst .erschwert, seit dem vorigen Jahre aber verkehren vorläufig zwei Schiffe regelmässig zwischen Galatz und Jaffa. Rumänien exportiert nach Palästina hauptsächlich Mehl Bauholz, Petroleum, Möbel und ökonomische Geräte, könnte .aber in Anbetracht der hohen palästinensischen Valuta gegenüber der ihrigen ,in jedem Artikel, in dem sie exportfähig ist, Konkurrenz mit Amerika, England und Frankreich aufnehmen. Mit .der Entwicklung־ Palästinas hofft man den Handelsverkehr mit diesem Lande intensiver gestalten zu können. Tomor Margarine כשר• Einem wahrhaft fühlbarem!Bedürfnisse trögt die hvkjmnte Firma Van den Berghs Fabrieken Rotterd %m - London Rechnung, indem sie aus dem .allerfeinsten Mutenal hergestellte כשר Margarine auf den Ma׳kt bringt. Die AfSrgariue ist mit dem Siegel de■ ״Betb* T) i n“ de-t englischen Oherrabbinates versehen in Vs kg erhältlich. Man Variante es in all• n LeLensmittelgeschäften. Alleinvertreter: Julius Gruber, Wien, III., Matthäus- ׳gas86 Nr. 14. Strenge Massregeln gegen die antisemitischen ‘Studenten. Indem die antisemitischen Studentenhetzen in ■Klausenburg kein Ende nehmen wollten und an verschiedenen Fakultäten der dortigen Universität die Vorträge gestört und sogar unmöglich gemacht worden sind, sali sich endlich die rumänische Regierung genötigt, statt nur miss-!־;lügender Aeusserungen, schärfer einzugreifen. Es wurden strenge Massregeln eingefülirt, um die Ordnung in der Stadt aufrechtzuhalten. Einige der Anführer der Studenten sind verhaftet und durch Ui״ Polizeibehörde aus der Stadt ausgewiesen worden. Hoffentlich wird die irregeführte rumänische Jugend durch solche Massrege!« 2u beawrer Einsicht gelangen. Sdwxiit. Ein rühmenswertes Beispiel. Anlässlich der goldenen Hochzeit des Herrn Isidor Erlanger und der Frau Rachel geborene Sachs (Luzern), wurden von Freunden des Jubelpaares an Stelle von Blumenspenden dieser Ehrentag in besonders sinniger Weise gefeiert. Bei der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel in der Schweiz wurde nämlich auf den Namen ״Isidor und Rachel Erlanger-Sax“ ein namhafter Betrag abgeliefert mit der Bestimmung zur Errichtung eines Landarbeiterhauses in der Aguda-Kolonie B‘ne Brak bei Jaffa. Das Haus soll eine Tafel mit Inschrift *** בית ישראל Isidor und Rachel Erlanger-Haus *** tragen. Es Ist zu erwarten, dass auch andere Agudafreunde bei freudigen Anlässen in solch schöner Weise unseres heiligen Landes gedenken und so erhabene Momente im Familienleben für alle Zeiten segertSpendend dem Gedächtnis der Nachwelt erhalten. Pro-Falascha-Bewegung. In Neuchatel. hat sich nach Rückkehr des Dr. M. Ascher, welcher einige Moq|Hr im Interesse unserer Brüder Abessiniens mit dem bekannten Falascha-Forscher, Prof. Dr. Faitlovitsch, Amerika bereiste, ein schweizerisches Pro-Falascha-Komitee gebildet. Der provisorische Vorstand macht es sich zur Aufgabe, junge Falaschas als Lehrer ausbilden zu lassen, damit endlich der Mission gesteuert werden kann. Ueber die Erfolge werden wir ein andermal berichten und auch den Aufruf des genannten Komitees, welchem übrigens prominente jüdische Persönlichkeiten der ganzen Schweiz angehören, im Wortlaut wiedergeben. Kol—•bau. Italien. Eine Prämie für das beste Werk zur Bekämpfung des Antisemitismus. Vor einigen Jahren starb in Rom ein reicher Jude namens Treves und iiinterliess eine bedeutende Summe mit der An- Weisung, dass das Ministerium des Unterrichts ein Preisausschreiben veranstalte und die hinterlassene Summe als Prämie für das beste Werk gegen den Antisemitismus dem Verfasser zukommen lassen solle. Kürzlich nun hat sich das Ministerium mit dieser Angelegenheit befasst und es wurde eine spezielle Kommission zur Ausführung des letzten Willens des Verstorbenen ernannt. Dieser Kommission gehören zwei Professoren der Philosophie und der Oberrabbiner von Rom an. €ngian<l. Kampf gegen die Schechlta. Die schon seit einiger Zeit sich bemerkbar machenden Bestrebungen, die auf Beseitigung der Schechitamethoden als ״unmenschlich“ hinzielen, verdichten sich Immer mehr zu einem förmlichen Angriff auf das vorgeschriebene Ritual. Sir Artur Sirley begründet in einem Antrag, den er Im Parlament vorlegen will, die Notwendigkeit einer Reformierung der Schlachthäuser nach modernen hygienischen Anforderungen im allgemeinen. Besonders davon getroffen fühlt sich selbstverstündlich die jüdische Gemeinde, für welche eine jede solche ״Reform“ die Verletzung eines der Grundgesetze bedeuten muss. Eine spezielle Kommission, die sich die. Durchführung des Projektes zum Ziele gesetzt hat, hielt eine Versammlung ab, an der auch einige Parlamentsmitglieder teilnahmen. Die Reden richteten sich hauptsächlich gegen das jüdische Ritual, das als grösstes Hindernis des Reformplanes bezeichnet wurde. Es wäre doch wirklich an der Zeit, dass diese ״Tierfreunde“ endlich einmal einsehen, was durch ungezählte wissenschaftliche Untersuchungen festgestellt wurde, dass die jüdische Schechita eine der humansten Schlachtarten ist. Zur Schechitafrage. In der Schechitafrage ist nun in den letzten Tagen eine Entspannung eingetreten. In dem von Shirley eingebrachten Antrag war die Betäubung des Schlachtviehs verlangt worden und Gewähren von Ausnahmen der Regierung anheimgestellt. Auf Antrag des Whitechapler Abgeordneten Joosling wurde der Gesetzentwurf dahin geändert, dass das Schlachten nach jüdisch-religiösem Ritus den Juden nach wie vor gestattet bleiben soll. — Bei dieser Gelegenheit veröffentlichte das ״Jewish Chronicle“ ein Gutachten aus der Feder Professor Walmar Haffkine, das wiederum die schon zahllose Mal bewiesene Tatsache festlegt, dass die jüdische Sehechita eine der humansten Schlachtarten sei und eine Garantie dafür bietet, dass sowohl das Vieh keine Schmerzen empfindet, als auch die Bildung von Mikroben im Fleisch verhindert wird. Gedenket der Waisenkinder! Spendet für die Waisenhäuser der Aguda Jisroel Sekretariat: Wien, II. Malzgasse Nr. 12a. /JT\ TSCHECHO-SLOWAKEI. Orthodoxe Tagungen in der Slowakei. Sitzung der orthodoxen Landesrepräsentanz. Dienstag, den 12. Tamus findet in Bratislawa •(Turnergasse 14) eine Sitzung der Landesrepräsenianz statt. Da die Landesvertretung der orthodoxen Gemeinden nicht allzuoft zu Plenarsitzungen zusammentritt, wird der bevorstehenden Sitzung im;ganzen Lande grosses Interesse entgegengebracht. Alle Führer der Orthodoxie werden zur Sitzung «erwart^ Die Tagesordnung lautet: 1. Tätigkeitsbericht des Präses. 2. Bericht der Rechnungsrevisionskommission. 3. Stellungnahme zur Frage der Sonntagsruhe. 4. BesprechungwichtigerSchulangelegenheiten. 5. Bericht über den Stana der Vorarbeiten des Pensionsinstitutes der orthoxen isr. Kultusbeamten. 6. Wahl der Rechnungsrevisionskommission für das Jahr 1923/24. 7. Etwaige Anträge. Aguda-Tagung in Bratislawa. Die Ankündigung der כנסיה גדולה hat auch auf '׳die Aguda-Orts- und Jugendgruppen in der Slow a k e i belebend und anspornend gewirkt. An allen Orten regen sich die Anhänger der Aguda und rüsten für die grosse Versammlung des orthodoxen Judentums. Viele Ortsgruppen haben ihre Delegierten für die כנסיה גמלה bereits gewählt, in an- •deren ist man noch mit der Konskription der Mitglieder beschäft>gt, um die zur Wahl eines eigenen Delegierten erforderliche Zahl rechtzeitig zusammen¬ .zubringen. Wo organisierte Ortsgruppen noch nicht ־ existieren — so zum Beispiel in den meisten Ge-, -meinden der Ost-Slowakei und des Russinsko — , ■sucht man solche noch in letzter Stunde zu gründen oder zumindest durch direkte Einzahlung des Jahresbeitrages Mitgbed der orthodoxen Organisation zu werden. Die in der ,Jüdischen Presse“ veröffentlichten begeisterten Kundgebungen der grossen Rabbiner und besonders der Aufruf des greisen Rabbi ׳Chajim Sonnenfeld in Jerusalem haben hier eine so tiefe Wirkung ausgei'ibt, dass selbst ׳eingefleischte und!ewohnheitsmässige Anhänger ■ •des שב ואל תעשה nunmehr aktiv werden und ’ wenigstens als Gäste an der Wiener Versammlüng teilnehmen möchten. Um den vielfach geäusserten Wünschen noch einer Aussprache über die weitere organisatorische Arbeit in der Slowakei Rechnung zu tragen und zugleich auch die auf der כנסיה גדולה zur Entscheidung gelangenden Fragen vom Standpunkte der slowakischen Orthodoxie zu erörtern, hat die Leitung dor Agudas Jwroel-Landesorganisation für die Slowakei auf den 11. Tamus;;(25. Juni) einen zur allgemeinen Aguda-Tagung erweiterten Delegiertentag nach B r a t is 1 a w a (Turnergasse 14) einberufen. An der Tagung werden Vertreter der O rtsgruppen und Jugendgruppen, ferner die orthodoxen Rabbiner des Landes, sofern sie sich ־־zu den Anhängern der Agudas Jisroel zählen (und dies ist bereits bei der weitaus überwiegenden Mehrheit der Fall!), teiinehmen. Die Tagesordnung der Konferenz zeigt folgende Punkte auf: 1. Bericht der Leitung. 2. Bericht der Gruppen. 3. Beteiligung der slowakischen Orthodoxie an der Kenessio Gedaulo. 4. Stellung der slowakischen Aguda zu den Fragen der Kenessio Gedaulo. 5. Finanzfragen. 6. Eventuelles. Legitimierte Mitglieder der Organisation können der Tagung als Gäste beiwohnen. Diesbezügliche Wünsche sind an das Zentralbureau der Agudas Jisroel (Bratislawa, Turnergasse 14, Postfach 140) zu richten. Beginn der Tagung: Montag, den 11. Tamus, präzise 10 Uhr vorm. Billigste Einkaufsquelle Dauergewellte Perücken Öthmar Schiff En gi* ob En detail Wien* I>; Kärninerring 6 (gegenüber dem Hotel Bristol) Di• frÖMte internationale Kun twerkstätte für Perücken, Scheitel und TraMßtörmationen Li*f«rt ■•it Mehr als ander!halb Jahrzehnten den vor- ■•kM»tMi •rtbtdoxeu Dumen aller Linder Perücken. Spaaiaiiit im Braut-Scheiteln. Di-*e werden der Mädchenfeiern* Mit varkllUftader Täuschung naehgemacht. Uee *•r Irrmflhrung zu schützen, bitte den Vornennen Otbeier und dis Adresse genau zu beachten! Kunerol aus Kokosnüssen, in AtzgeFsdorf hergeslellt, wird, unter strenger Aufsicht des ilattursdorfer Raw vom Anbeginn des Fressens, dor Nüsse bis. zur endgültigen Erzeugung und Verpackung. Kann von jedem בר ישראל אף למהדרין מן המהדריי בלב השקט genossen werden. jA. u£ruf I Infolge der katastrophalen Geldentwertung, unter .welcher wir in Deutschland zu leiden haben, sehen wir uns gezwungen, an unsere Glaubensgenossen im Ausland mit der Bitte heranzutreten, unsere Vereinskasse zu unterstützen. Der Zweck unseres, seit über 20 Jahren segensreich wirkenden Vereins ist die Erhaltung des traditionellen Judentums im Rheinland. Wir haben zwei Rabbiner angestellt, die unausgesetzt im Sinne des gesetzestreuen Judentums wirken. Wir leisten den kleinen Landgemeinden ideelle und finanzielle Beihilfe, wo solche erforderlich ist. Wir sorgen dafür, dass die notwendigen Gemeindeinstitutionen errichtet und erhalten bleiben, wir sorgen ferner dafür, dass die Jugend auf dem Lande Religionsunterricht erhält. Wir geben Stipendien zur Vorbereitung auf jeglichen Beruf. Kurz, unser Verein leistet für jüdische Gemeinden und einzelne dasjenige, was zur Erhaltung der jüdischen Institutionen nötig ist. Unsere literarische Tätigkeit, durch die wir den ethischen und religiösen Inhalt des Judentums zu verbreiten suchten, mussten wir bereits aus Mangel an Mitteln eingehen lassen. Ein Altersheim für die Rheinprovinz konnte infolge der Geldentwertung nicht errichtet werden. Glaubensgenossen! Wir stehen am־ Ende unserer finanziellen Leistungsfähigkeit und müssen unsere Beamten entlassen, wenn uns nicht vom Valutastarken Ausland Hilfe wird. Helft uns unsere idealen Ziele zu verfolgen! Spendet reichlich! Spendet schnell! Der Vorstand des Vereines für jüdische Interessen Rheinlands, Köln, Hohenstaufenring 14. M. L. Munk, Vorsitzender. S. Grünfeld, Rendant., Obigen Aufruf empfehlen wärmstens allen Glaubensgenossen. Bratislawa, 1. Tamus 5683. Für die orthodoxe Landeskanzlei: Oberrabbiner Koloman Weber, Präses. Oberrabbiner Simon Hirschler, Vizepräses. Die Administration der ״Jüdischen Presse“ In Bratislawa nimmt Spenden für obigen Zweck gern entgegen. Bad Luhaäovice. Dr. Ludwig Lieben ordiniert wieder in Luhaiovice, Vil a Slanaky. Höhensonne, Elektro- (h^raphie, VierzelUnbäder. .

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