Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 25 (22.6.1923)
- Date
- 1923-06-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 166 JÜDISCHE PRESSE Nr. 25 sommer die öffentliche Sammlung für das Waisen- ן haus in Baden zu organisieren und zu leiten haben . wird. Nach reiflicher Ueberlegung wurde der Sam-! nieltag für den 29. Juli 1. J. festgesetzt. Wir werden ן auf das Nähere noch zurückkommen müssen. j Die Prüfung im Agudawaisenhaus in Baden. Wieder ein Beweis dafür, wie leicht es ist, — den nötigen Willen vorausgesetzt — das Thorastudium mit Derech Erez zu verbinden, zeigt die Tatsache,® dass die Kinder bei der am Donnerstag den 14. Juni stattgefundenen öffentlichen Prüfung über die erste, zweite und dritte Klasse für reif befunden wurden. Direktor und Lehrkräfte sprachen sich sehr befriedigt über die Leistungen unserer Zöglinge aus. Die ״Neue Freie Presse“ brachte am 18. Juni 1. J. an auffallender Stelle folgende Notiz über das ״Jüdische Hilfswerk‘‘: ״Vor zwei Jahren ins Leben gerufen, hat das ״Jüdische Hilfswerk“ bereits zwei Waisenhäuser in Baden eröffnet, von denen jedes über 100 Kinder fasst, und ein ״Internat für verlassene Knaben“ in Wien gegründet. In den letzten Monaten Die Gründung einer Jugendgrunpe in Kobersdorf. Arn 8. Juni פ'שלח hatten wir die Ehre drei Vorstandsmitglieder der Lackenbacher Jugendgruppe in unserer Mitte zu begrüssen. Wir hielten nachmittags unter dem Vorsitze unseres ehrw. Herrn Rabbiners eine Versammlung im Volkshaus ab, d!ie ziemlich gut besucht war, welche Herr Rabbiner Lipschütz mit kurzen, aber gediegenen Worten eröffnete. Hierauf erteilte er das Wort Herrn Schey, Präses der Lackenbacher Jugendgruppe, welcher in einer dreiviertelstündigen Darstellung die Ziele und das Strebcn der ״Aguda“ und deren historische Bedeutung klarlegte. Insbesonders verwies Redner auf das grosse und wichtige Moment der ersten Kenessio Gedaulo hin, welche die Grundlinien für die Lösung aller die Juden und das Judentum bewegenden Fragen im Geiste der Thora festlegen wird. In der darauf sich entspannenden Debatte beteiligten siah Herr Ph. Riegler, Lazar Lipschütz und S. Kornfein. Nachher fand die Gründung einer Jugendgruppe statt, in der gewählt wurden: Lazar Lipschütz, Präses. Josef Gerstl, Kassier. Samu Kornfein, Schriftführer. Max Hirschler und Max Holzer, Beiräte. Mit der Gründung unserer Jugendgruppe wird und möge es uns gelingen Kobersdorf in seinem alten Glanz und Ruhm wiederzubeleben, und es dürfte umso leichter Nachdem Herr Rabbiner Lipschütz und die Neugewählten der Lackenbacher Jugendgruppe Dank zollten und brüderliches Mitarbeiten in der Aguda versnrachen, erbat sich Herr Schey das Schlusswort, worin er der grossen Freude Ausdruck verlieh, nunmehr mit den Kobersdorfern nicht mehr als Nachbarn, sondern als wahre Bundesbrüder verkehren zu können. «T TT Tu I TT S GRTJBER VAN DEN BERGH’S 0 O R TOMOR MARGARINE allerfeinste Qualität aus den Van den Bergh’s Fabriken, Rotterdam — London, mit dem::Siegeldes ״BethDin“,des englischen Oberräbinates, in 7״ kg Würfel Ankündigung! Sonntag, den 24. Juni 1923, 7 Uhr abends findet im grossen Saale der Agudas Jisroel Jugendgruppe ein Vortrag des Herrn Moriz Spitzer über ״Ibn Gabirol“ statt. Gäste, auch Nichtmitglieder herzlich willkommen! f war man nun daran gegangen, Lehrwerkstätten zu 5״ Pnarnmwnidpn dio hisher! 8e״ngen, zumal unser ehrw. herr Rabbiner und unser begründen, in denen jene Fogromwaisen, die dis . vielverehrter Herr Lehrer Klein ihre unterstützende Mitin den Waisenhäusern und 1m Internat untergebracht arbeit versprachen, waren und bereits dem schulpflichtigen Alter entwachsen sind, der produktiven Arbeit zugeführt werden. Wer Gelegenheit nimmt, die ״Jüdischen Lehr- Werkstätten“ in Meidling zu besuchen ,der wird viel Sehenswertes finden, und ein, wenn auch nicht fertiges, so doch sichtbar fortschreitendes Werk betrachten können. Denn diese Kinder sollen dort nicht nur eine Lehrstätte, sondern auch ein Heim haben, in dem die Leitung sorgfältig darauf bedacht ist, die Kinder nach Tunlichkeit vergessen zu machen, dass sie die hingebungsvolle Liebe der Mutter und den vorsorglichen Schutz des Vaters durch einen Krieg, den sie nicht verschuldet, verloren haben. Das Hilfswerk, das solcherart pädagogisch und Volkswirtschaftlich gleich Wertvolles leistet, ist dabei in seinen Mitteln nur auf öffentliche Spenden -angewiesen, die leider nicht reichlich genug fliessen, und doch würde der edle, humanitäre Zweck der Institution es verdienen, dass kapitalskräftige Wohltäter sich ihrer in bekannter Freigebigkeit annehmen.“ Zeire Agudas Jisroel, XX. Bezirk. Einer Einladung der Jugendgruppe des XX. Bez.. Bäuerlegasse 20, folgend, trug am ש״י' 0" שלח um 8 Uhr nachmittags Herr Elias Grünberg aus Bojan פרקי אב1ת vor- Der Vortrarende erläuterte meiaterhaft durch Zuhilfenahme mehrerer Midraschzitate die schwierigsten und auffallendsten Stellen in פרקי אבות. Hernach sprach Herr Rabbiner T. Horowitz aus Rzeszow über die Ziele der Agudas Jisroel und der der Kenessio Gedaulo und wies daraufhin, dass Agudas Jisroel von heute mehr ' keine TageserscheiriunK ist und wie es bei unserem Patriarchen Abraham heisst בי״ג שנה הכיר את סראן so war, es Agudas Jisroel, die in ihren ersten Geburtsjahren schon erkannte wie heilig und dringend die Pflicht ist, die sie sich auferlegt hat. Zum Schlüsse erschien der als Gast hier weilende Sejmdeputat Herr Oberrabbiner Schapiro aus Sanok in Begleitung seiner Anhänger und so bot sich die langersehnte Gelegenheit dar, zusammen mit dem Sanoker Raw bei nfTIVD שלש zu sitzen. Nach Absingen von זמירות ergötzte uns der erwähnte Raw mit seiner überaus scharfen דברי ת1רה *iel 0לפ1ל .un^ ׳מגירות die au* j^den Einzelnen erquickend wirkten und einen echten שבת WV bereiteten. Dieser שבת bleibt bei uns allen ein ewiges Andenken. - A. /ijWir>vjy1T1)VrYTY׳r1*r1*T1*>**A*A** * * ***** Sonntag, 24. Juni, 6 Uhr nachmittag, findet Im Lokale der Jugendgruppe XX., Bäuerlegasse 20, eine Versammlung statt, in welcher Herr Rabbiner Dr. Pollak und Herr Lewi Izchok Kahane über das Thema Erez Jisroel und Agudas Jisroel referieren werden. Die Leitung. Tiferes Bachurlm. Dieser seit Jahrzehnten bestehende Verein, erfüllt eine Mission, die zu den allerwichtigsten im Judentum gehört, für die Erhaltung des religiösen Judentums die höchste Notwendigkeit bildet. Hisoharu biwne anijirn schemeihen teze Thora ״Gebt acht auf die Kinder der Armen, von ihnen geht die Thauroh aus.“ Ein Judentum ohne Thauroh ist ein Unding. Die Thauroh ist nicht Privileg einer Priesterkaste; sie soll Gemeingut Jisroels sein. Jeder Jude hat die Pflicht, zu lernen und seine Kinder in ausgedehntem Masse Thauroh zu lelyen. Der wohltätige Einfluss der thaurohgeiehrten Laien in den Gemeinden ist geradezu unschätzbar. Um der Wiener Orthodoxie diesen Schatz, thaurohgelehrte Nichtrabbiner zu wahren, wurde Tiferes Bachurim gegründet und hat im Lauf? der Jahre Grosses geleistet. Die leidigen Valutaverhältnisse machen dem Vorstande die Erfüllung seiner Aufgabe ungemein schwer. Derzeit beträgt das Monatsbudget 10 Millionen und wenn nicht jeder religiöse Jude den Verein materiell fördert, wird derselbe gezwungen sein, seine Ausgaben zu reduzieren und die Ausbildung charakterfester, thaurogelehrter bewusster Juden einzuschränken, was für die Erhaltung des religiösen Judentumes in Wien von katastrophaler Wirkung wäre. — Beitrittserklärungen an den Obmann Herrn Salomon Schreiber, II. Krumbaumgasse 6. Auch Adass Jisroel, II. Grosse Schiffgasse 1, Agudas Jisroel, II. Malzgasse 12 a, Jugendruppe der Aguda, II. Flossgasse 1, nehmen Anmeldungen und Beiträge entgegen. Jugoslawien. Schlussgesang, vorzüglich gesungen durch den Chor, uad mit dem Schlussworte des letzten Redners wurde diese erhebende und ln aller Hinsicht gelungene Feier geschlossen. Beim Arrangement erwarb sich Verdienste der H. Vereinssekretär Stephan Glück und H. Julius Glied. Fiume. Nach der letzten Volkszählung beträgt die Zahl derjuden in Jugoslawien: Kroatien-Slawonien. 19602 Vojvodina. 18777 Bosnien-Herzegowina. 12028 Serbien (innerhalb der alten Grenzen 5994 ׳ Mazedonien.5737 Slowenien.964 Murinsel.763 Dalmatien .. 322 Montenegro. 17 Insel Kre (Veglia). 17 64221 Kulturnachmittag in Sobotica. Am zweiten Tag Schawouth n. M. veranstaltete der Selbstbildungsverein konservativer Richtung der Suboticaer ,ugend einen Kultur nachmittag, der sich zu einer imposant’en echt jüdischen Feier gestaltete. Erschienen sind ausser der Jugend zahlreiche Mitglieder der orth. Gemeinde mit ihrem Vorstande an der Spitze, so dass die drei Lokale des Vereines mit Zuhörern gefüllt waren. Der durch die Herren Eugen Kohn und Julius Glied geleitete Chor eröffnete die Feier mit einem schönen hebräischen Gesang, welchem dann eine sehr schöne, schwungvolle, geistreiche Eröffnungsrede des Vereinspräses Siegmund Guttman fogte, die mit lebhaften Beifallskundgebungen empfangen wurde. Dem folgte dann die Vorlesung des Herrn Eduard Mayer, der die heroische Gestalt des Psalmkönigs durch seine treffenden Schilderungen vor unserem geistigen Auge vorführte. Herr Arpad Holländer deklamierte ein Gedicht von Morris Rosenfeld, welchem dann die Vorlesung des H. Aladar Stern über Megillath Ruth folgte, die eine sehr gelungene Schilderung der Helden der Megillah darstellte. Es folgte nun die Deklamierung zweier Gedichte von Josef Patai durch den H. Ladislaus Berger, die er gefühlvoll vorzutragen verj stand. Die schon gehobene Stimmung der Zuhörer wurde! noch gesteigert durch das Singen eines neuen Liedes, bei j welcher Gelegenheit der Chor sich abermals auszeichnete.! Die Geschichte der Religion schilderte H. Samuel Gingold j in seiner Vorlesung, die von hohem Niveau war. Zum; Schlüsse ergriff Vizepräses H. Samuel Deutsch das Wort j und hielt eine tiefdurchdachte mit Diwre Thora gewürzte Rede, die vermöge ihres reichhaltigen Inhaltes einen machtigen Eindruck auf alle Zuhörer ausübte. Dem folgte der Alle Damen, die vorteilhaft aussehen wollen, trägen׳ Perücken, Transformationen, Naturscheitel und Teile aus feinstem dauergewellten Haare aus der Kunstwerkstätte für moderne Haarersazteil Wien, l.f Mahlerstrasse Np. 5, Teleph■ 6392• Katalog gratis, grösstes Haarlager, daher zivile Preise. Feine Wohnungseinrichtungen. Spira Wien, UII.,S!ebenst*rnga8se 1—3 (Ecke Karl Schweighofergasse) Wien. 11״ Hollandstrasse 14 (frühere Stefaniestr. (Ecke Kleine Sperlg.) in der Nähe des Nord- und Franz Josefs-Bahnhofes empfiehlt den sehr geehrten Delegierten des Weltkongresses ״Kenessio Gedaulo" sowie allen nach Wien kommenden p. t. 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