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Jüdische Presse · 1923-08-24 · 34 (24.8.1923) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
34 (24.8.1923)
Date
1923-08-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 34 JÜDISCHE PRESSE Seite 3*1 Oie Redaktion füisrnimmt keine Verantwortung bezüglich des Kaschrus im Annoncenteile und ist es Sache der Leser, sich zu informieren. ״Bei Gott, nein!“ rief der Fremde. ״Ihr werdet Euch bald von der Wahrheit meiner Worte überzeugen“. ״Gewährt mir eine Stunde Frist und ich hole ihn herbei“. ״So“, meinte Rabbi Efraim, ״nun wollt Ihr euch entfernen. Habt ihr uns zu Narren gemacht?" ״Allein kann ich Euch nicht fortlassen“, dezidierte Rabbi Efraim. ״Unser Lelirhausdiener, der Schames Jeruchem, wird Euch begleiten. Habt Ihr uns zum Besten gehalten, dann wehe Euch!" ״Desto besser“, erwiderte der Fremde ruhig. ״Der Mann soll mich begleiten. Bitte aber, mir sonst niemand folgen zu lassen“. Rabbi Efraim winkte den Schames herbei, dem er den Auftrag erteilte, den Fremden zu begleiten ^nd ihn nicht aus dem Auge zu lassen. Die Geheimnistuerei des Mannes erregte sein Misstrauen. Er konnte nicht wissen, dass dieser absichtlich die Sache derart in die Wege leite, um Sarah nicht den Folgen eines plötzlichen Erscheinens ihres Gatten auszusetzen Raschen Schrittes verliess der Fremde das Weichbild der Stadt. Der Schames konnte mit ihm kaum Schritt halten, was natürlich seinen Verdacht erregte, der Mann wolle sich aus dem Staube machen. Mit aller Kraft strengte er sich deswegen an, keine allzu grosse Distanz zwischen sich und dem Fremden eintreten zu lassen. Es gelang ihm dies trotzdem nicht ganz, denn der Fremde tat immer eiliger. Als die beiden schliesslich die Stadt hinter sich hatten, blieb der Fremde plötzlich stehen, trat an seinen ״Wächter“ heran und sagte: ״Schwöre mir, mein Geheimnis nicht vorzeitig zu verraten. Du musst mir einen Dienst erweisen“. Der Verdacht des Schames wurde durch diese Worte noch bestärkt. ״Ich kann Euer Verlangen nicht erfüllen“, erwiderte er, “Ihr müsst mir zuerst sagen, um was es sich handelt“. Rabbi Jakob erzählte ihm nun die volle Wahrheit. Seine Erzählung klang so Überzeugend, dass Jeruchem keinen Zweifel an deren Wahrheit hegte. Er folgte demnach willig dem Verlangen des Fremden, ihn heimlicherweise in seine, des Schames, Wohnüng zu führen und ihm dort Rabbinerkleider zu ,verschaffen. Die gesamte jüdische Bevölkerung war mittlerweile 11m das Haus Rabbi Efraims versammelt, um das Ergebnis der inzwischen bekannt gewordenen neuen Wendung abzuwarten. Infolgedessen konnten die beiden unbemerkt ihr Ziel erreichen. Dort machte Rabbi Jakob Toilette und konnte bald darauf in voller Würde erscheinen, ohne die äusseren Spuren seiner bisherigen Wanderung aufzuweisen. Rabbi Efraim stand vor seinem Hause und hielt eifrig Ausschau nach dem Fremden, der ihm imitier geheimnisvoller vor kam. Er konnte es noch immer nicht glauben, dass sein Schwiegersohn tatsächlich zurückgekehrt sein sollte. Da aber nahten die beiden heran und Rabbi Efraim erkannte sofort seinen Schwiegersohn, dem er entgegeneilte. . Nach einer rührenden Bcgrüssung führte er den Wiedererschienenen, Totgeglaubten, in sein Haus. Sarah verfiel vor Ueberraschung ln einen Wein* krampf, erholte sich aber bald und begrüsste ihren Jakob, an dessen Tod sie nie glauben wollte. Nachdem die ersten Begrüssungcn vorüber waren, sprach Rabbi Efraim: ״Unser Religionsgesctz scheint einen solchen Fall nicht vorgesehen zu haben, denn es schreibt keinen bestimmten Dankspruch hlefür vor. Wir wollen aber unserem Vater im Himmel für die uns erwiesene grosse Gnade danken, indem wir dert zweiten Schlusssatz des Aclitzehngebetes sprechen:! Borttch mechaje ha-Messim! Gelobt seist Du, unser Gott, der Du die Toten zum Leben zurückfiihrst!“ Rabbi Heschel, der von dieser Wendung Kunde erhielt, erklärte, nie mehr eine Entscheidung in Agunafragen treffen zu wollen. Sein Leben lang blieb er diesem Entschluss treu. Adas Jtsnel (Säilfßchul),!1, Grosse Scfiiffg. ln der Zeit vom 5. Ab bis 12. Elul. Freitag, den 5. Elul 7-00 קבלת שבח. Samstag ׳פ׳ שפטים Morgengebet 6.30 und 9 Uhr, Minchoh 12.15, Um 8.30 Vortrag von ׳פרקי אבות anschliessend Minchoh. 50•? מוצאי ש״ק Uhr. An Wochentagen: Morgengebet 5.15, 6 h. Minchoh 7.00. Orthodoxe israelitische Kultu3gemeinde, Bratislava, Gebetszeiien vom 12. bis 19. Elul 6683. Freitag, 12. Eiui: קבלת שבח G.40. Samstag ׳פרשת כי תצא• Haschkomoh: 6.30, Schachris: 10.00, Minchoh: 4.00, Sabbatausgang: 7.30. An Werktagen: Schachris 6.00, Minchoh u. Maariw 7.05, תלמידי אונצדארף1 את אחי אגבי מבקש אולי יש אתכם איזה מקום מוכשר עבורי להיות מלמד עם נעריה גפ״ח וכדומה. נא בטובכם לחשתרל ולהוריעני ע״י הכתובת שלמטה. Ahnaham Kohn זעירא דמן חבריא ץ Mit dem Beginn des herannahenden Wintersemesters benötigen wir für unsere neugegründete Talmud Thoraschule 8 (acht) Lehrerkräfte. Reflektanten, welche חררש״י ונ״ך וגס״ת gründlich unterrichten können, mögen Ihre, von Zeugnissen über Fachtügtigkeit und יר״ש begleiteten Offerte bis ב״ך אלןל 1. J. an Gefertigten richten, wonach sie zum Probevortrag vorgeladen und in diesem Falle ihnen die Reisespesen vergütet werden. Jahresgehalt Kß 12.000 bis 14.000, Nur schriftliche Offerten werden berücksichtigt. Für die ^H'Leitung: Michalovce, כץ אב תרש״ג Michael Sommer. Die «th. isr. Kultusgemeinde in Pezlnek (Bösing) sucht per sofort einen שוחט ובודק מומחא בע״ת ובע״ק Bewerber müssen קבל!ךן v°ü drei anerkannten orth, Rabbinern besitzen. Gehalt nach Ueboreinkommen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet Für den Vorstand Simon Re isn er im Alter von 12—14 Jahren, die eine Talmud-Thoraschule besuchten, werden für den kommenden זמן als ßachurim ÄUFGEMÖMMEN Werden entsprechend verpflegt und erzogen. Anmeldungen bei Oberrabbiner &©Bcitos Vrbnve feeö .7! u *h °r 0 4, Masarykovä ' הלן יעקב צבי קאד.ן. Für die hohen Feiertage wird ein gesucht. Anträge mit Honoraransprüchen sind sofort an Herrn Heinrich Schöntal in Zäbreli a. d. Oder bei M.-Ostrau zu richten. ־־ Der Vorstand des TempelverOines. Meine 14jährige Tochter möchte ich zum Tausche in ein strengjüdisches Haus in Wien unterbringen. Bei uns ist eine Talmud-Thora-Schule und eine ישיבה Gefällige Aniräge erbitte ich bis Donerstag in das Bureau der ״Kenessio Geöaule“. ALENDÄRIU Tag ־" August Elul Notizen Sonntag 14. Montag 27. 15. Ende Kidusch-lewono. Tod R. Akiba Eger (MIschnas) Pressburg 5518. — Tod R. Meir Horowitz, Lemberg 5601. Dienstag 28. 16. Tod R. Isak Spira, Krakau 5342, — Tod R. Naphtali Spitz (Miorozon) 5472, Mittwoch 29. 17. Tod der Meraglim. — Altjüdischer Gedenktag. — Tod R. Natan Spira, Lublin 5412. Donnerstag 30. 18. Noah entsendet die Taube. — Tod des hohen Rabbi Lövv, Prag 5369. — Tod R. Isak Chajes, Prag 5373. — Tod R. Zwi, Glogau 5547. Freitag׳ •״ 19. Tod R. Berachja Schapira in Konstantinopel am Wege nach Erez Jisroel 6426. — Tod R, Abraham Lublin, 5588. — Tod R. Abraham Horowitz, Posen 5464. — Pri Meyodlm beendigt sein Werk 5540, Samstag 1. Sept. 20. K i S o w a u. — Iiaftoro: Kumi auri. — 3., 4. Perek. — Tod R. Jonathan Ebenscbuiz, Hamburg. ach AMERIKA , JAPAN, AUSTRALIEN EILu. LUXUSDIENST von HAMBURfl aniwbrbbn HAVRE und CHiRROURQ Wien,!״Opernring 6, Telephon 77-053־ Telegr.-Adr.GACANPAC. Abfahrtslisten und Auskünfte kostenlos. 2S Fahrkarten NACH ALLEN RICHTUNGEN IN KANADA UNO DEN VED6MIU9TBN STAATEN« Brater KocKet Rvirverol dm feinsten Pflansenfttt ausTfolwstvüsse« m IL K\merol ד bestes st־re*C PflatiwivfctN Kunerol כשר erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners S, R. Ehrenfeld, Mattersdorf Erste Preßburger erzeugt Taleslrp und Zidakel in feinster friedensquaMWrt. Reine Schafwolle. Auf Wunsch Mustersendungen. Abraham Schwarz, Bratislava, Kapuzlnergasse 2. 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