Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 18 (4.5.1923)
- Date
- 1923-05-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 18 JÜDISCHE PRESSE Seite 115 Die sogenannten Wohlfahrtszentralen versagen voll- -ständig. Wir müssen daher zur Dezentralisation zurückzukehren und denjenigen Vereinen reichliche Mittel zur Ver- Tilgung stellen, die wahrhaft Edles erstreben und leisten. Deshalb ergeht ein Appell aii das jüdische Herz, dem Verein ״Schnelle Hilfe“ angemessenen Geldmittel zuzuwenden, damit er sein Werk fortsetzen und erfüllen können soll. Der Perek-Vortrag für die Schüler und Schülerinnen der Talmud-Thora und Jessod Hathora findet Schabboth, präzise 3 Uhr im Talmud-Thora-Bethause statt. ״B."-Gruppe der Agudahs-Jisroel, Wien, XVII. Die vor einigen Wochen gegründete Gruppe entfaltet eine reiche Tätigkeit Sie erweist sich nicht nur als bewährte Vorkämpferin des Agudah-Gedankens, sondern sucht auch <lurch gemeinverständliche Vorträge für die Vertiefung des Gottesgedankens zu arbeiten. So hielt am Samstag den -22. April Herr Moritz Spitzer einen Vortrag über ״Die Wechselbeziehungen zwischen Sprüche der Väter und der heiligen Schrift“, der dankbar aufgenojnmen wurde. Die sich daran schliessende Prüfung über den bisher durchgearbeifeten Lehrstoff zeitigte ein durchaus befriedigendes Resultat. Eisenstadt. Sonntag den 13 Ijar, 29. April, fand unter dem Vorsitz des Herrn Oberrabbiner Löwy, Frauenkirchen, eine Sitzung der Verbandsleitung der autonomen, •orthodoxen israelitischen Kultusgemeinden des Burgenlandes statt. Hauptgegenstand der Beratung bildeten die Erlässe der burgenländischen Landesregierung, nach welchen eine Anzahl von Lehrkräften an den israelitischen Volksschulen abgebaut werden sollen, und die schulfreien Feiertage bestimmt wurden. Beide Erlässe sind ohne Hin- -Zuziehung der Vertreter der jüdischen Konfession ergangen. Ueber die politische Bedeutung dieser Angelegenheit referierte Herr Oberrabbiner Dr. Pollak, Wiener-Neustadt, über die schultechnischert Fragen Herr Oberlehrer Buxbäum, Eisenstadt. Nach eingehender Beratung wurde der Text des Memorandums festgestellt, in welchem der burgenländischen Landesregierung der Standpunkt der Ver- -bandsleitung der burgenländischen orthodoxen israelitisehen Kultusgemeinden bekannt gegeben und Abänderungen der obenerwähnten Erlässe verlangt werden. Nach der .geschlossenen Beratung fand eine öffentliche Versammlung der Eisenstädter Judenschaft statt, in welcher Oberrabbiner Löwy, Frauenkirchen, und Oberrabbiner Dr. Pol- ‘lak, Wiener-Neustadt, über die kritische Lage der bürgenländischen autonomen, orthodoxen israelitischen Kultusgemeinden referierten und die einzelnen Kultusgemeinden zu Selbsthilfe und zu namhaften materiellen Opfern aufriefen. An Ort und Stelle wurde eine Sammlung eingeleitet, die für die Erhaltung der wichtigsten Gemeinde- Institutionen einen namhaften Betrag ergeben hat. Vorkonferenz zur Gründung eines WeUvcrbandes •der jüdischen Studentenschaft. Am 28., 29., 30. April fand in •Wien eine Konferenz zur Gründung eines jüdischen studentischen Weltbundes statt. Anlässlich der Konferenz wurdön. hauptsächlich die aktuellen, Fragen der jüdischen Studentenschaft, die hauptsächlich durch den Antisemitismus geschaffen wurden, zur Diskussion gestellt; Von orthodoxer Seite war der Bund jüdischer Akademiker vorläufig zu rein informativen Zwecken durch Herrn Dr. Pollak und Herrn Dr. S. Lcinberger vertreten. Wir wollen von den Richtlinien und von den Satzungen der Konferenz folgende zwei Punkte herausgreifen. Dem Weltverband können jene jüdisch akademischen Gruppen angehören, welche sich durch die Gemeinsamkeit der Inter-' essen und Pflichten der jüdischen Studentenschaft verbunden fühlen. Der Weltverband entfaltet seine Wirtschaftliehe Tätigkeit. durch Bildung solcher gemeinsamen lnstitutionen, welche geeignet sind die Interessen sämtlicher territorialen Verbände zu fördern. Die zu gründenden Institutionen sind so einzurichten, dass alle dem Weltverband angehörigen Studenten ohne Gewissenszwang diese benützen können. (Sabbath, jüdische Feiertage, rituelle Kost.) Diese Formulierung der Ziele und Aufgaben des Weltverbandes ermöglichen auch der thoratreuen Studentenschaft, bei aller Wahrung ihrer Autonomie, die Mitarbeit im Weltverbande. Ueber Teilnahme entscheidet das Bundespräsidium in Berlin. Erziehungsrat für das thoratreue Schulwesen in "Wien. Die pädagogische und statistische Sektion des Er- Ziehungsrates haben ihre Arbeiten unter dem Vorsitz des Ehrwürdigen Herrn Rabbiner S. Neuwirth, beziehungsweise des Oberlehrer Herrn Kohn (Talmud Thora) begonnen. Die Arbeiten dieser Sektionen sollen die ziffermässige Grundlage der Arbeitssphäre und Erziehungsrates und die methodische Leitung des Unterrichtes an den einzelnen Anstalten ermöglichen. Der Erziehungsrat (II. Bez., Malzgasse 16) beabsichtigt am Schlüsse dieses Schuljahres ein Jahrbuch erscheinen zu lassen, das über alle thoratreuen Lehranstalten •Wiens erschöpfende Berichte bringen wird. Die einzelnen Vorstände der Lehranstalten werden gebeten, dem Erziehungsrat das nötige Material ehebaldigst zur Verfügung zu stellen. , Der neubelebte Emigrationsweg über Wien—Triest nach Palästina. Als die Palästina-Emigranten Osteuropas vor einigen Monaten die Ro׳!te. ab Galatz v a Konstantinopel nach Jaffa auf Gru׳׳d des kollossal billigen Deckfahrpreises von zirka 11/2 Pfunden zu benützen begannen und m׳t Rück- •sicht auf die minimalen Reisekosten sich der Verkehr auf •dieser Linie immer mehr und mehr verdichtete, war das Streben der mit dem Palästinaverkebr via Wien—Triest beschäftigten Stellen vor allem darauf gerichtet, dem Lloyd Triestino, der mit Palästina ab Trie t mit seinen Schiffen von jeher die rascheste und bequemste• Verbindung vermittelt, nabezulegen, mit den Preisen der Galatzer Route für Emigranten die Konkurrenz aufzunehmen. Gleichzeitig ging man •daran, im Verein mit dem Lloyd und den hiefür in Betrach! kommenden Stellen die Abschaffung der 14׳ägigen Quarantäne bei den italienischen Behörden zu erreichen. Es ist nun diesen unablässigen und eindringlichst begründeten Vorstellungen •gelingen, dass einerseits heute der Lloyd Triestino’ bei seinen wöchentlich zweimaligen Abfahrten und rasrhen wie bequemen Verbindungen mit Palästina' für die Palästinafahrer aus Polen und Russland, Rumänien etc. Deck berfahrtspreise zu den :äusserst niedrige״ Sätzen von L. 1 15 0. (Postdampfer früher L. 4. 18.) und L. 3. 0. 0. (Eildampfer mit Anschluss früher L. 5.2.0.) nach Jaffa verlangt und dabei im Gegensätze zu der rumänischen Linie, die höchstens alle zwei Monate, meisten smit nicht bestimmt eingehaltenea Abfahrtstagen eine viel längerdauernde Fahrt bietet, den Emigrant-m wöchentlich zweimal in vier oder zehn Tagen nach Palästina bringt. Hand in Hand ist damit eine Abschaffung der beschwerlichen und kostspieligen Quarantäne erzielt worden, so dass heute selbstverständlich der ganze Emigrationsverkehr wieder via Triest sich vollzieht, was auch die Ziffer von zirka 60D Personen, die in diesem Monat in Triest nach Jaffa verschifft wurden, beweist. Wie nun mehrfache Meldungen besagen, tritt das Triester Palamt, welches als Hafenpalamt die wichtige Funktion der Ueberwachung und Beschützung der Emigranten auszuüben hat, als ein die Kosten der Reise verteuernder Element auf, indem es, statt eine gute Unterbringung des Emigranten auf dem Schiffe zu veranlassen, sich mit Gepäcks- Überführungen beschäftigt und hiefür einen viel höheren Tarif einhebt als die Spediteure auf dem Triester Platze. So verlangt das Triester Palamt für die Ueberführung des Mitguteepäckes von der Bahnstation in den Freihafen (1 Minute Entfernung) per Stück L. it. 6 und für Handgepäck per Stück L. it. 2, während der Spediteur bisher L. it. 3 und L. it. 1*50 berechnete und derzeit eine weitere Ermässigung der Speditionstarife eingetreten ist. Ausserdem ist mit den Transporten zur Abfertigung ein ganzes Heer von Beamten angestellt und wir fragen uns da, von welchen Geldern werden die Kosten getragen? Als eine Interpellation seitens eines uns bekannten und befreundeten Herrn beim Triester Palamte erfolgte, wurde ihm ־׳ diesbezüglich vom Leiter desselben die Antwort zuteil, dass das Palamt keine Schnorrer befördern könne, sondern jeder alles bezahlen müsse. B. H., Graz. Deutschland. Hersfeld. Am Dienstag den 10. April sprach das langjährige Mitglied des O. V. der Jugendorganisation, Herr Siegmund Stein aus Berlin in unserer Gruppe über das Thema: ״Die Kenessio Gedaulo und ihre Bedeutung“. Ausgehend von dem Stande der gesetzestreuen Judenheit, schilderte er die Notwendigkeit der Agudas Jisroel und die Verpflichtung für jeden, dem es ernst ist mit seiner Ueberlieferungstreue, sich der Aguda anzuschliessen. die jetzt zum ersten Male sich rüste in Wien, in der K. G. die gewählten Vertreter der Jereim zusammentreten zu lassen. Eine lebhafte Diskussion von Vertretern verschiedener Organisationen, schloss sich a!1 das mit vielen Diwre Tauro gewürzte Referat an. In seinem Schlusswort betonte der Redner auf eine Diskussionsrede eingehend,־ insbesondere die Notwendigkeit harmonischen Zusammenwirkens von Alten und Jugend. Cassel. Auf der Durchreise weilte am Donnerstag vergangener Woche der Vorsitzende der Berliner Jugendgruppe, Herr Siegmund Stein als Gast bei uns. Vor einem geladenen Publikum hielt er ein Referat über die Kenessio Gedaulo. Er wies in eindringlichen• Worten auf den grossen Aufgabenkomplex der Agudo in Erez Iisroel, wie in allen Ländern der Diaspora hin und forderte alle Anwesenden auf, soweit c(ies noch nicht geschehen, sich der Agudo anzuschliessen und von ihrem Wahlrecht für die Kenessio Gedaulo restlos Gebrauch zu machen. An das Referat schloss sich eine Diskussion an, die allen genauere Einblicke in das Wesen der Aguda und ihre Einstellung zu anderen Organisationen gewährte. Berlin. Die Eröffnung'des Sommerhalbiahres fand im Berliner Rabbiner-Seminar, an den Tagen des 17. bis 19. April, in Gegenwart der jetzigen und der Mehrzahl, der 26 in Berlin zurzeit amtierenden ehemaligen Schüler des Institutes statt. Am ersten Tage hielt Herr Dozent Dr. Grünberg die Eröffnungsrede. Nach den einleitenden Worten, die dem Gründer und Genius der Anstalt, R. Israel Hildesheimer, seligen Angedenkens gewidmet waren, ging Redner zum wissenschaftlichen Teile seines Vortrages, über die ״Geschichte der Punktierung“. Die Vormittage des 18. und 19. April wurden durch einen halachisehen Vortrag des Herrn Dozenten Rabbiner A. Kaplan über die zeitgemässe Frage ausgefüllt, wie man sich am Erew Pessach, der mit einem Sabbath zusammenfällt, zu verhalten habe, falls man von den Sabbath-Brothen Challoh zu nehmen vergessen hat. Unter lebhafter aktiver Beteiligung der anwesenden Rabbiner und anderen Gästen wurde dieses Referat erstattet, wobei eine Stimmung wie bei einem alten Jeschiwah-Pilpul herrschte. Zum ersten Male waren auch (acht) Gymnasialabso.lventen zugegen, welche an den neubegründeten ״Biblisch-Talmudischen Kursen“, teilnehmen. Diese jungen Leute sind verpflichtet, sich während der Dauer von mindestens einem Jahre täglich sechs Stunden mit Talmud, sowie wöchentlich drei Stunden mit Bibel unter Leitung von Dozenten des Rabbiner- Seminars zu beschäftigen. Polen. Protest gegen die blutigen Ausschreitungen. Still, aber desto eindrucksvoller verlief in Warschau der 17. April, der als Protesttag gegen die rohen Exzesse anlässlich des Budkiewicz-Meetings be* gangen wurde. Es war die Parole ausgegeben wordenem Nachmittag sämtliche jüdischen üeschäfte und Kaufläden zu sperren und sie wurde auch einmütig befolgt. Im jüdischen Viertel sah es aus wie am Jom Kippur. Der ganze Verkehr lahmgelegt, die Strassen wie ausgestorben, alle Rolläden heruntergelassen, unheimliche Stille überall. Kein Jude schloss sich aus. Selbst diejenigen, die an Samstagen und Feiertagen, ja am Jom Kippur offenhalten, waren an diesem Tage mit den übrigen Juden solidarisch. Auch die im christlichen Viertel versprengten jüdischen Geschäftsinhaber bekundeten ihren Protest durch Schliessung der Geschäfte. Es war ein stummer, imposanter und würdevoller Protest, ein jüdischer Protest. Rowno. Der Rabbinerverband in Litauen, welcher die Rabbiner aller Anschauungen umfasst, trat mit einem sehr warmen Aufruf und mit anfänglich ziemlich reichen Erfolgen an die jüdische Oeffentlichkeit zugunsten der Hungernden in Sowjet- Russland. Die selbstlose Hilfsaktion wurde in niederträchtiger Weise von den nationalistischen Juden durchkreuzt und zunichte gemacht durch die Behauptung, dass das Unternehmen, blos ein politischer Schachzug gegen den ״Nationalrat“ sei; also geschehen im Lande der sogenannten jüdischen Autonomie. Rowno. in Rowno fand vorige Woche eine Rabbinerkonferenz von weittragender Bedeutung statt. Tagesordnung war die Wiederauflebung der Organisation ״Achdus“, deren Ziel es ist, alle thoragläubigen Juden unter der Fahne der heiligen Lehre zu vereinigen. Ein Antrag auf Anschluss dieser neuen Organisation an die Agudas Jisroel wurde zwar zuerst von Herrn Rabbiner Rappaport aus Luck bekämpft, sodann aber wurde eine entsprechende Resolution einstimmig angenommen. Angesichts der Bedeutung veröffentlichen wir sämtliche Resolutionen: 1. Die Konferenz der Rabbiner und orthodoxen Privatleute in Wolhynien beschloss, eine Organisation der religiösen Juden in Wolhynien unter dem Namen ״Achdüs“ zu begründen mit den Sitz in Rowno. 2. Es sind zunächst durch Propaganda in allen jüdischen Siedelungen Wolhyniens Ortsgruppen des ״Achdus“ zu bilden. Das religiöse Leben in allen seinen Einzelheiten soll gestärkt und die Gesamtheitsfragen des jüdischen Volkes und insbesondere die Palästinafragen mit grösster Aufmerksamkeit behandelt werden. 3. Die Konferenz beschloss, dass die wolhynische ״Achdus־״Organisation sich der Agudas Jisroel anschliesst. Warschau. Der Zentralrat der polnischen Aguda hielt vergangenen Sonntag, Montag und Dienstag eine Sitzung ab, . die unter ausserordentlicher Teilnahme der Delegierten ihren Verlauf nahm. Vorsitzender war der Sanoker Rav, Rabbiner Schapira (Sejmabgeordneter). Nach einem Referat des Herrn I. M. Lewin wurden die wichtigsten Beschlösse gefasst, unter anderem die Erhebung einer progressiven Steuer, beginnend mit poln. M. 10.000 bis zur .Höhe von poln. M. 1,000.000 zugunsten der Organistation. Interessant ist der angenommene Antrag, eine allgemeine . Mobilisierung der Aguda- Mitglieder während der Monate Ijar bis Ab zu vollziehen. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sowohl in seiner Heimat als auch auf Weisung des Zentralrates in anderen Orte n für die Aguda tätig zu sein. Die 100 Mitglieder des Zentralrates haben sich uneingeschränkt diesem Zweck zur Verfügung gestellt. Am zweiten Tage wurde eine energische Betätigung des Palästina-Programmes beschlossen, unter anderem auch die Einrichtung eines Kerem Hascheviis, um diejenigen Landleute in Palästina zu unterstützen, welche die Vorschriften des Schmittajahres beobachten und die Unterstützung des Organes der Agudas Jisroel in Palästina, des ״Kol Jisroel".. Am dritten Tage referierte ein Abgeordneter über die allgemeine politische Tätigkeit des orthodoxen Tciubs. In der sehr stürmischen Debatte wird sowhl dem Ausschuss der Aguda, als auch den Sejmabgeordneten Indemnität erteilt, es wird aber unbedingt verlangt, dass die pariamentarische un d journalistische Tätigkeit so geführt werden muss, dass die Prinzipien nicht verwischt werden. Endlich wird die Frage des Zusammenarbeitens mit anderen jüdischen Parteien dem Be- Schlüsse des Rabbinischen Rates der polnischen Aguda Vorbehalten. Lodz. (Brief an die Redaktion.) Die Lodzer Aguda ist endlich aus ihrem lethargischen Zustand aufgewacht und hat sich zu einer energischen Arbeit ^auf dem Gebiete des gesellschaftlichen Lebens aurgeschwungen. Die Cholha-moed-Tage sind ausgiebig ausgenützt worden. Am zweiten Tage Cholhamoed wurde eine grosse Massenversammlung einberuien, welche sehr gut besucht war. Die Herren Deputat M ü n z b e r g, Senator McndcJsohn und A. Rogow hielten politische Referate über die bisherige Tätigkeit der jüdischen Delegierten im Sejm. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, die den orthodoxen Abgeordneten für ihre erspriessliehe Tätigkeit im öffentlichen Leben Vertrauen und Dank ausspricht und sie auffordert, auf dem eingeschlagenen Wege auszuharren. . In jüngster Zeit wurde bei uns eine Organisation der orthodoxen Arbeiter unter dem Namen ״Poalei Emunei Israel״ ins Leben gerufen. Dies nimmt schon regen Anteil am jüdischen Leben und hat einige öffentliche Ver- Sammlungen abgehalten, so dass man mit erfolgreicher Entwicklung der Organisation rechnen darf. .. Bk 3 __ _ aua dauergewelltem Naturniinai r (lf)||1pp 11 Kärntnerslrasse 8?;r9’9־»:,ar.e»״־rr׳ÄUg RUDOLF SCHIFF ׳־״ “mL-Äsy•*■״ PERÜCKEN