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Jüdische Presse · 1923-04-20 · 16 (20.4.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
16 (20.4.1923)
Date
1923-04-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Hr. 16 JÜDISCHE PRESSE Seite 99 Polen. Der Fall Butktewltsch. Nach einer längeren Pause leistete sich Warschau wieder einmal ein kleines Auto-da-fe. Diesmal war es eine Protestkundgebung gegen das Sowjeturteil und seine Ausführung an dem Prälaten Butkiewitsch, der von den Bolschewiken als „Staatsverräter" hingerichtet worden ist. Da sich die Antisemiten zum Prinzip gemacht haben, jedes Ereignis der äusseren oder inneren Politik vor allem auf seine Brauchbarkeit als Hetzmittel gegen die Juden zu prüfen, hatten sie im Fall Butkiewitsch sozusagen ein gefundenes Fressen. Nichts klarer und einleuchtender, als dass wieder einmal die Juden schuld waren an dem barbarischen Akt der Roten Regierung. Verlorene Mühe wäre es, diesen Judenfeinden begreiflich zu machen, dass die Juden am meisten unter den Religionsverfolgungen der Bolschewiken, der auch Butkiewitsch zum Oftfer gefallen ist, zu leiden haben. Umsonst ihnen zu beweisen, dass eben die Juden von dieser Bestrebung der Bolschewiken in ihren wichtigsten Lebensinteressen getroffen werden und als erste dagegen ankämpften. Tut nichts: der Jude wird verbannt. Jud und Bolschewik sind nun einmal von den rechtsradikalen Hetzern als identisch.gebrandmarkt worden und letzten Endes war die Hinrichtung des katholischen Prälaten nichts als ein Racheakt der Juden und ein Schritt weiter zur Aufrichtung ihrer Weltherrschaft im Zeichen des Antichrist. Mit diesen und ähnlichen Argumenten vergiftete die polnisch-antisemitische Presse die öffentliche Meinung und so ist es nicht zu verwundern, dass als würdigste Demonstration ein kleiner Ausflug ins Judenviertel unternommen wurde; Das Weitere ist leicht zu erraten. Ausgeplünderte Läden, verprügelte Passanten, aufgehaltene und nach den „Mördern" des Prälaten Butkiewitsch durchsuchte Tramwaywagen und schliesslich die zu spät gekommene Polizei (die arme Polizei, die immer und immer wieder das Pech hat, einzugreifen im Moment, wo die Banditen schon von selbst abzuziehen beginnen und ausgerechnet immer bei antisemitischen Exzessen!), Ereignisse, die uns abgestumpfte Mitteleuropäer schon schablonenhaft anmuten. Wir müssen schon vor einigen Hundert Toten lesen, um noch so richtig in Empörung zu geraten. Nur fünfzig Verwundete, wirklich nicht der Rede wert. Als in der seligen Zarenzeit einmal ein Pogrom in Bialistok veranstaltet wurde, bei dem einige Todesopfer zu beklagen waren, da ging ein Sturm der Entrüstung durch die ganze jüdische und einen grossen Teil der nichtijüdischen Welt. Heute braucht es wie gesagt ganz anderer Massenmorde, um Aenliches hervorzurufen. Nach einem Krieg, bei dem zirka 15 Millionen Menschenleben zugrunde gingen, spielen einige Leichen keine Rolle mehr. Oder ist diese Abstumpfung nur nach einer Richtung hin zu spüren? Ist man so gleichgültig gegen Mord und Verbrechen nur dann wenn es Mord und Verbrechen an Juden ist? Fast möchte man es meinen, wenn man die ungeheure Empörung beobachtet hat, die als Folge der Hinrichtung •des Prälaten Butkiewitsch in der ganzen Welt sich geltend gemacht hat. Ein Mann ist verurteilt worden, gewiss ungerecht verurteilt, aber doch vor einem Gericht, nach bestehenden und angewandten Gesetzen. Verurteilt worden nach langem Prozess, nach Anhören von Zeugen und Verteidigern. Ein ungerechtes Urteil wurde gefällt und der Papst sandte Botschaft über Botschaft, die „Liga der Menschenrechte" Protest über Protest, die ganze Welt stand wie ein Mann zur Verdeitigung eines Unschuldigen auf! Ein bißchen plötzlich und ein bißchen spät ist dieses Weltgewissen aufgewacht ein bischen ähnlich der Polizei, die beim Pogrom leider zu spät eingegriffen hat. Wo war es damals, als in der Ukraine nicht einer, sondern eine Million Unschuldiger hingeschlachtet wurden, hingemordet ohne Gericht, ohne Zeugen und Verteidiger? Wo war die „Liga der Menschenrechte", als in den Strassen polnischer, ungarischer, rumänischer, deutscher Städte Ströme jüdischen unschuldigen Blutes flössen, wo blieben da die Proteste des Papstes, des Oberhauptes einer Religion, die die Liebe zum Nächsten als ihr höchstes Ideal aufs Schild erhebt? Wo blieb die Entrüstung, als an den Hochschulen fähige, arbeitsfreudige Menschen unterdrückt f und zerdrückt wurden nur darum, weil sie einer anderen Konfession angehörten? Oder ist auch dieses berühmte Weltgewissen lediglich Parteisache geworden? Dann allerdings ist es traurig um unsere Welt bestellt. Palästina. Agudath Jisrael in Jaffa. Am 19. Adar, 5683 fand im Bet Hamidrasch Barned in Nive Shalom eine sehr zahlreich besuchte Assiphah der Jaffaer Agudath Jisrael-Organisation statt, die einen moralischen Sieg dieesr neubelebten Agudah-Vereinigung in Jaffa bedeutete. Den Vorsitz führte Fabrikant J. Cahaner. Auf der Tagesordnung standen: 1. Der Ausbau der Organisation, 2. Die Ken'siath Hagdolah, 3. Das Beth Marpeh. Herr Levi Cahann referierte in anregender, interessanter Rede über die drei Punkte der Tagesordnung und beleuchtete in überzeugender Weise die Wichtigkeit der Durchführung der auf der Tagesordnung stehenden Fragen für ein Durchdringen und die Festigung der Gesetzes¬ und Glaubenstreue unter den Juden Erez Jisraels. Dem mit Beifall aufgenommenen Referate schloss sich eine lebhafte Debatte an, an der sich Kaufmann J. Chabez, Hotelier H. Malkow, Kaufmann B. Fennigstein, Grosskaufmann D. Popasch, Juwelier Markovits, Fabrikant M. Halpern, Rabbi Perlmann, Rabbi Zobel und der Vorsitzende beteiligten. ' Es wurde den Anträgen des Referenten entsprechend beschlussweise ausgesprochen : Die Notwendigkeit der Ausdehnung und Festigung der Organisation der Agudath J is r a e 1 in Jaffa. Für das glaubenstreue Judentum, für die Traditionen des Thora-Geistes ist in Erez Jisrael eine Zeit der grössten Zerrüttung und Gefahr eingetreten und somit der psychologische Moment für ein intensives und zielbewusstes Eingreifen der Agudah in die Palästinaarbeit gekommen. Die Assiphah weist darauf hin, dass die Agudah Jisrael auch in ihrer Gesamheit nur so und nur dann erstarken kann, wenn sie in Erez Jisrael Wurzel fasst. Der Waad wurde angewiesen, an alle- Haupt- und Zweigstellen der Agudah im Chuz Laarez einen ebenso wirkungsvollen als energischen Appell zu richten, " dass alle moralischen und materiellen Mittel aufgeboten werden müssen, um eine feste Organisation der Agudah hier ins Leben zu rufen und derer. Bestand zu sichern, als eine Zufluchtstätte des glau'benstreucn Judentums und jener, die den verloren gegangenen Weg zur Thora aufrichtigen fiorzens suchen und darin stützende und leitende Hand bedürfen. Die Assiphah beauftragt Herrn Levi Cahann der schmerzlichen Enttäuschung und Verbitterung der glaubenstreuen Juden in Erez Jisrael gegen die Leitung der Organisation der Agudath Jisrael in Chuz Laarez in geeignetsf Weise Ausdruck zu sreben, dass die Baaleh Emunain Erex Jisrael in ihrem Kampfe gegen die Widerwärtigkeiter der Zustät.de ganz auf sich se.bst angewiesen sind, dass die Sache der Agudah in En z Jisrael keine Förderung zj einer der Notwendigkeit der Zeit entsprechenden realen Betätigung findet und dass die Jehudim in Erez Jisrael für die bitteren, geradezu katastrophalen Folgen, für die wehrlose Unterdrückung des traditionellen Geistes in den meisten Zweigen des palästinensischen öffentlichen und privater! Lebens die Faktoren im Chuz Laarez verantwortlich machen. Die Assiphah erachtet die Errichtung eines der entgegengesetzten Strömung gleichwertigen Bureaus für die Organisationsarbeit und die Palästinaexekutive der Agudah in Erez Jisrael mit dem Sitze In Jaffa, als dem Zentralpunkt des wirtschaftlichen Lebens Palästinas als umgehend dringendste Notwendigkeit. Die Assiphah annerkennt die grosse Bedeutung der Knessiah Hagdolah für die Erstarkung der Agudah Jisrael und beschliesst die entsprechenden Vorbereitungen für diesen Agudah-Kongress zu treffen. Die Assiphah begrüsst das durch die Opferwilligkeit der Herren Raw Slonim und Mechel Halpern ins Leben gerufene Bet Marpeh in Neve Shalom als einen willkommenen, wenn auch bescheidenen Anfang einer effekivten Tätigkeit der Agudah in Erez Jisrael, wenn auch andere Institutionen, wie ein Beth sefer Lebanoht, ein Asyl und Arbeitshaus für glaubenstreue Arbeiter, eine streng koschere und billige Küche dringender wären. Das Beth Marpeh, welches bereits lebhafte Frequenz zeigt, soll wenigstens der palästinensischen Oeffentlichkeit als Beweis dafür dienen, dass die Agudath Jisrael mit zielbewusstem Ernst an die sukzesive Durchführung realer Palästinaarbeit schreitet. Es ist nunmehr Reputationssache der Agudah, dass das Beth Marpeh bestehen bleibt und wegen Mangel an materieller Stütze nicht seine Tätigkeit einstellen müsste. Die Assiphah hofft auch diesbezüglich die Förderung seitens der Agudah-Faktoren im Chuz Laarez. Vor Schluss der Assiphah brachte der Vertreter des Schomreh Schoboth-Vereines einen Fall zur Sprache, dass ein Kaufmann in Tel Aviv, der wegen öffentlichen Chilul Schaboth vom Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, an das höhere Gerichtsforum appelierte, worauf ein arabischer Richter das Urteil annulierte. Dieser Chilul Haschern erregte in den weitesten Kreisen der jüdischen Bevölkerung ohne Unterschied der Parteistellung Entrüstung. Die Assiphah der Agudath Jisrael entsendete ihrerseits zwei Deputationen zum Waad Harabanith und den Waad Hair um im Namen der Hagudah gegen diesen Schlag gegen die Heiligkeit des Schabot und gegen das Ueberhaiidnehmen des Chilul Schaboth in Jaffa-Tel Aviv energisch zu protestieren und geeignete, strengste Massregel zum Schutze des Schaboth Kodesch zu fordern. Nachdem zur Leitung der Organisationsarbeit der Agudah in Jaffa und zur Vorbereitung der Propaganda und der praktischen Betätigung der Agudah ein aus fünf Mitgliedern bestehendes engeres Exekutivkomitee gewählt wurde, schloss der Vorsitzende die Assiphah. TSCHECHO - S-L OWAKEI. Sabbath und Sonntag. Von Jakob Joel Braun. In diesen Tagen, da die Frage der Sonntagsruhe einen grossen Teil der slowakischen Judenheit in Erregung hält, dürfte es angebracht sein, ein wenig auch bei der viel wichtigeren Frage, der Sabbathruhe, zu verweilen. Diese Frage scheint aus der öffentlichen Diskussion völlig ausgeschaltet zu sein — als ob es damit in unserem Lande in jeder Beziehung auf das beste bestellt wäre. Es ist gut und vielleicht auch nützlich, dass in dieser Zeitung einmal auch hierüber ein offenes Wort gesprochen und die weite Oeffentlichkeit daran erinnert wird, dass es an der Zeit wäre, irgendwelche Schritte zu unternehmen, um der Heiligkeit des Schabbos bei uns selber jene absolute Geltung wieder zu geben, die sie vor wenigen Jahren noch allgemein besass. Die Diskussion über die drohende Sonntagsruhe zeigte deutlich genug, welch tiefe Sorge auf allen Gemütern lastet, wenn durch eine gesetzliche Massregel des Staates die Sabbathruhe eine Einbusse erleiden könnte. Diese Befürchtung ist ohne Zweifel berechtigt. Es sind der Schwachen leider viele unter uns, die einen solchen I^M nicht bestehen und bei Gefahr eines wirklichen oder vermeintlichen wirtschaftlichen Zusammenbruchs aus Mangel an ]intD3 zu dem im des, 70h jr zu allererst den heiligen preisgeben würden. Man muss eben die Bedeutung des Sabbaths voll erfasst haben, man muss von der Ueberzeugung durchdrungen sein, dass die absolute Heiligkeit des Sabbaths, die uneingeschränkte, jede im "inj; )rW nicht einwandfrei begründete „Milderung" von vorneherein abschliessende Mno TOP nVDt? den Grundpfeiler des Judentums bildet, ohne den es Judentum nicht gibt und nichtgeben kann, und man muss dabei dieses Judentum sehr lieben, seine Verpflichtungskraft stark fühlen und sie unlösbar in sein persönliches Bewusstsein aufgenommen haben, damit der Gedanke, man könnte mit dem Sabbath sein ganzes Judentum und mit ihm wiederum sein Alles hinopfern, die seelischen Hemmungsapparate wirksam in Bewegung setzen soül. Noch leben G. s. D. Tausende und Abertausende in unserer Mitte, die sich für ihre Person unter keinen Umständen zu einer Verletzung des Sabbathgebotes entschliessen würden und die nach bestem Wissen und Können darauf bedacht sind, auch ihre Kinder mit derselben Widerstandskraft auszurüsten. Sind nicht aber auch viele Tausnde unter uns, die dem starken wirtschaftlichen Druck nachgeben würden? Haben wir nicht alle die Pflicht, auf Mittel zu sinnen, um ihnen, diesen weniger Widerstandsfähigen, den Rücken zu stärken, den Willen zu härten? Mag die Sonntagsruhe eine religiöse, eine wirtschaftliche oder eine soziale Frage sein, ja selbst wenn sie ein nationales Problem wäre, so ist doch ihre Lösung immerhin einerseits von der Einsicht, vielleicht auch von dem Wohlwollen, ja sogar von der Gewogenheit unserer nichtjüdischen Mitbürger und der staatlichen Instanzen und anderseits bis zu einem gewissen Masse von der Solidarität der assimilatorischen und nationalistischen F)2& ^na j ü d i s c h"e r Herkunft abhängig. Es müssen alle Wege beschritten, es müssen alle Hebel angesetzt und alle Möglichkeiten bis zum äussersten ausgenützt werden, um die jüdischen religiösen, wirtschaftlichen und meinetwegen auch nationalen Interessen bei der Lösung dieser Problems möglichst weitgehend zu beschützen. Bei kluger und politisch aufrichtiger Mässigung der Forderungen und bei Ausschaltung aller ausschliesslich auf Reklame und Prahlsucht hinzielenden, realpolitisch aussichtlosen hohlen Phrasendrescherei könnte man einigen Erfolg erzielen und die schärfsten Kanten der gegnerischen Vorschläge abwetzen. Haben die Sachwalter des Judentums in unserem Lande gemeinsam mit den wirtschaftlichen Interessenten die drohende Gefahr für die wirtschaftliche Existenz der betreffenden handel- und gewerbetreibenden Volksklassen auf ein mögliches Mass reduziert, so müssen wir uns im Vertrauen auf des Allmächtigen Beistand in das Unvermeidliche fügen und in gutjüdischem Sinne ausharren, bis eine bessere Einsicht die Ungerechtigkeit weichen lässt. Ganz anders verhält es sich mit der Frage der Integrität der Sabbathruhe. Diese ist eine innere jüdische Frage. Ihre Lösung hängt einzig und allein vom orthodoxen Judentum des Landes ab, von seinem Ernst und seiner Prinzipientreue. Es sollte vor allen Dingen mit der willenlähmenden fatalistischen Selbsttäuschung gründlich aufgeräumt werden, als ob der Niedergang der Sabbathheiligung eine Art Naturgesetz in der neuzeitlichen Entwicklungsgeschichte der jüdischen Menschheit wäre, gegen das sich aufzulehnen vergebliche Mühe sei. Nichts ist für das religiöse Leben gefährlicher als eine solche Resignation. Man sollte ihr entgegentreten, wo imitier man ihr begegnet. Und man begegnet ihr heute — Gott sei's geklagt — allerorten. Der Kampf für die Aufrechterhaltung des Sabbaths in seiner Unbedingtheit, in seiner ungebrochenen Absolutheit und ungeschmälerten Reinheit muss endlich aufgenommen werden. Wollen wir, dass ausserjüdische Kreise den überragenden moralischen Wert jüdischer Sabbathheiligung mit der gebührenden Rücksichtnahme behandeln, so sollte in erster Reihe erwogen werden, ob es nicht zunächst unsere eigene Sache wäre, im Judentum selber dem Sabbath den Respekt wieder zu verschaffen, der ihm zukommt. Des ewigen Jammerns und Wehklagens über eine verderbte Generation, die des Wissens und der Gottesfurcht bar ist, sollte genug sein. I s t dem so, i s t das jüdische Geschlecht unseres Zeitalters schon s o entfremdet von den hohen jüdischen Lebenszielen, dass der Sabbath, dieses „Wahrzeichen des ewigen Bundes" zwischen dem Weltenschöpfer und seinem Volke, seine bindende Kraft lockert, so ist es wahrlich spät genug, an die Wiederherstellung seiner Herrschaft zu denken und die Massnahmen hiezu mit jener Umsicht und Festigkeit, mit jener unbeirrbaren Folgerichtigkeit und mutigen Entschlossenheit zu erwägen, die uns auszeichnet, so oft wir persönliche Interessen zu wahren genötigt sind. Gibt es aber Mittel und Wege, um dem Uebet zu steuern? Ich behaupte: es gibt deren mannigfaltige. Sie bleiben nur so lange unwirksam, als ein ernstlicher Versuch, sie mit der gebotenen Energie praktisch anzuwenden, bezw. zu beschreiten, nicht gemacht wird. Ich möchte heute nur einige wenige von diesen Masnahmen zur Diskussion stellen. Mögen sich diejenigen, denen es um den Schabbos ernst ist, dazu äussern. Ich bin dessen sicher, dass das religiöse Leben in unseren Gemeinden dadurch in sehr kurzer Zeit einen Aufschwung nehmen wird, wie wir ihn alle sehnsüchtig herbeiwünschen.

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