Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 15 (13.4.1923)
- Date
- 1923-04-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 90 JÜDISCHE PRESSE Nr. 15 und verbittert, ein Bild des unbeschreiblichsten, jedes jüdische Herz tiefbetrübenden Massenjammers. Infolge der Besorgnis vor einer kriegerischen Komplikation in Europa haben die Banken den Kaufleuten die Kredite gekündigt und wollen den in Klemme geratenen Industriellen nicht zu Hilfe kommen. Die Verschärfung und Zuspitzung des Verhältnisses Englands der Türkei gegenüber, die Kriegsrüstungen Sowjet-Rußlands üben auf das kommerzielle Leben hierzulande eine geradezu lähmende Wirkung, hierzu kommt noch die Agitation der arabisch-nationalistischen Presse mit ihren unzweideutigen Hoffnungen und Zielen. Unter den Folgen der sich nach Schlagworten und Prestigepolitik 'orientierenden Kolonisationspolitik leiden auch die jüdischen Kolonisten, die durch Mangel an rechtzeitiger Kreditgewährung selbst in einer rationellen landwirtschaftlichen Produktion gehindert sind und daher mit den größten Existenzschwierigkeiten kämpfen. Jüdisches Geld aus den Städten, ja selbst aus den Kolonien fließt tagtäglich unaufhaltsam in arabische Hände für Grüngemüse, Geflügel und andere Lebensmittel, die doch im Sinne eines jüdischen Erez Jisroel jüdische Kraft produzieren sollte, um dem jüdischen Kapital die nationalökonomisch notwendige Kreisbewegung zu geben. Dieser schweren, durch das vis-major der politischen Verwicklungen noch verschärften Krise steht der mächtige, riesige Kräfte und Geldmittel verschlingende Apparat der sogenannten „Palestine Executive* der am Ruder stehenden Organisation macht- und tatenlos gegenüber, da man dort selbst einen verzweifelten Kampf mit absoluter Mittellosigkeit und dem Versagen der vielerhofften Hilfsquellen zu bestehen hat. So konnte Waad Hachinuch den Lehrkräften sechs Monate hindurch die Gehälter nicht auszahlen, -die Beamten in den verschiedenen Aemtern und Exposituren sind mit ihren Bezügen im Rückstände und die materielle Deroute zeigt sich bis in die oberen Sphären jener verantwortlichen Kreise, wie dieses auch in den Spalten der Presse jenes Lagers mit aller Deutlichkeit zu erkennen ist. Das wäre ein getreues, leider nur zu wahres Bild der momentanen Situation in Erez Jisroel, welche die hiesige Bevölkerung schwer bedrückt, aber durchaus nicht hoffnungslos macht. Die Klärung in Lausanne, Angqra, Konstantinopel und überall, vtß jetzt Weltgeschichte gemacht wird, kann, wenn sie nicht eine ganze Welt in unabsehbare Tiefen reißen soll, nicht zu lange auf sich warten lassen. Alle zuständigen Faktoren und berufenen Kenner des politischen und kommerziellen Getriebes stimmen darin überein, daß der voraussichtlich sich bald verziehende Alpdruck einen rapiden Aufschwung der Arbeit in Erez Jisroel, einer intensiven, realen und wirtschaftlichen Tätigkeit hier zur Folge haben wird. Jene Faktoren und Kreise, die durch rechtzeitige Vorarbeiten, in Voraussicht'des Kommenden, für die unbedingt unmittelbar bevorstehende Zeit gerüstet dastehen, werden entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung des alten und besonders des neuen Jischuw ausüben. Die Weltgeschichte im allgemeinen und die Geschichte unseres Erez Hakdoschah im besonderen kennt keinen Stillstand. Trotz der "gegenwärtig noch bestehenden Sperre der Palästina-Emigration steht zum Beispiel die Einwanderung von über 4000 Jehudim für die allernächste Zeit unmittelbar bevor, die als Pogromflüchtlinge bisher in Konstantinopel waren und nun von der Kemalschen Regierung ausgewiesen wurden. Wie man auch über die Gestaltung der Dinge in und um Erez Jisroel denken mag, die eine Wahrheit kann und darf nicht aus dem Auge verloren werden, daß Erez Jisroel durch eine Geserah min Haschomajim als ein Makompeleta für alle in Bedrängnis kommenden, alle na vvenad gewordenen Juden in den Vordergrund getreten ist. Sowie der Sohn einer Witwe, der in der Fremde seine Existenz zu suchen gezwungen ist. sobald es ihm schlecht geht, er krank und elend darben muß, sich zu seiner armen Mutter zurücksehnt, zu ihr zurückeilt, um selbst bei kargem Brot doch bei der Mutter Schutz zu suchen. Diese (Sehnsucht, dieses unstillbare, fast fanatische leidenschaftliche Bestreben, Hasten und Drängen ist in der jüdischen Volksseele nach all den Schrecknissen der Kriegs- und Nachkriegszeit erwacht. Wo Verfolgung und Bedrängnis der Juden in den verschiedenen Ländern aufflammt und noch aufflammen wird, da löst sich auch mit elementarer Kraft der Gedanke der verzweifelten materiell niedergebrochenen Jehudim nach Erez Jisroel aus. Mit dieser unleugbaren Tatsache muß nun jeder Jehudi rechnen, der darin die Fügung G-t es, unerforschlichen Ratschlusses, erblickt und dem das Schicksal seiner jüdischen Brüder und damit des Judentums und seines himmlischen Beschützers am Herzen liegt. Ob man es will oder nicht, wie man auch den Kopf in den parteipolitisch oder galuthpatriotisch gefärbten Sand stecken mag, Erez Jisroel ist zum Brennpunkt des jüdischen Volkslebens, der jüdischen Schicksalsgeschichte geworden, hier gewinnt alles, was die jüdische Volksseele bewegt, seine Lebenssäfte, und jede Aktion, jede Bewegung, die auf eine geistige, moralische oder materielle Förderung und Stärkung des Judentums abzielt, aber keine Basis in Krez Jisroel hat, hier nicht Wurzel fassen kann, ist für Klal Jisroel verloren, für die Hebung des jüdischen Geistes aussichls- und wertlos. (Schlug folgt.) Salkin oder Galkin. So klein der Unterschied zwischen diesen zwei Namen ist, so hätte er doch leicht jüdisches Blut verlangt. Salkin klingt jüdisch, hingegen Galkin echt russisch. Nun, dieser Herr Galkin war der Vorsitzende des Gerichtshofes, der den Prozeß gegen die polnischen Geistlichen, der bekanntlich mit der Verurteilung des Prälaten Budkiewitz endete, durchgeführt hat. Der Name Galkin wurde aber spät — wenn auch nicht allzuspät — sichergestellt. Früher hieß es besonders nach der Leseart der polnischen antisemitischen Zeitungen Salkin. Dieser jüdisch klingende Name wurde von derselben Presse zu der ärgsten antisemitischen Hetze benützt. Ein neuer Beweis, mit wie wenig Vernunft dieses Geliebter arbeitet. Es ist ja auch ihnen wohl bekannt, daß niemand in Rußland von der bolschewistischen Religionsverfolgung so viel leidet als eben die jüdischen Rabbiner und Religionslebrer. Erst unlängst hat die englische Judenschaft dagegen offiziell protestiert. Auch dürfte in Polen nicht unbekannt sein, daß die polnische Aguda- Organisation den Völkerbund angerufen hat, gegen die unmenschlichen Handlungen der fanatischen Religionsfeinde in Rußland einzuschreiten. Die orthodoxe Presse der ganzen Welt ist bemüht, die Schandtaten der bolschewistischen Kulturpolitik aufzudecken und gegen ihre Methoden die Oeffentlichkeit anzurufen. Dabei wird nicht verschwiegen, daß unter diesen fanatischen Feinden jeder Religion auch einige entartete Juden sind, die sich aber vom Judentume längst losgesagt haben. All diese ernste Arbeit wird aber von den braven Antisemiten vergessen, wenn sie hinter einem bolschewistischen Volkskommissär oder Richter einen Juden zu entdecken glauben. Diese Entdeckung soll ihnen dann zum Vorwand dienen, ihre Kreise zu denselben Greueltaten aufzuhetzen, gegen welche sie, falls sie in dem bolschewistischen Rußland begangen werden, mit aller Vehemenz protestieren. Auf den inneren Widerspruch ihrer Handlungen achten sie nicht und sie befürchten es nicht von ihren beschränkten Lesern ertappt zu werden. Wie hohl und unwahr müssen aber Proteste gegen Bluturteile in Rußland empfunden werden, wenn sie gleichzeitig mit einer unverantwortlichen und rüden Hetze zu Blutvergießung verbunden sind. So klein der Unterschied zwischen Salkin und Galkin ist, so wenig Differenz können wir zwischen den Greueltaten der Bolschewiken und der Bluthetze der Antisemiten feststellen. Misrachi als geistiger Mittelpunkt. Auch Worte haben ihr Schicksal. Es gehört in das Gebiet der Sprachphilosophie, die Bedeutungswandlungen der einzelnen Worte festzustellen. Nicht selten kommt es vor, daß ihr Sinn gerade in das Gegenteil umgewandelt wird. Wir wollen nur das Wort „schlecht1' herausgreifen, das vor einigen Jahrhunderten soviel wie r schlicht" bedeutet hat. Wie es aus der Phrase r schlecht und recht" klar zu ersehen ist. Auch das Wort „Misrachi" soll ursprünglich den Sinn gehabt, haben, als Abkürzung für Merkas Ruchni (Geistiger Mittelpunkt) zu dienen. Die Begründer der Misrachi-Bewegung wollten wahrscheinlich einen neuen geistigen Mittelpunkt für die orthodoxe Judenheit schaffen. Die ersten 20 Jahre dieser Bewegung haben aber genügt, um diese Bedeutung sowohl beim Feind wie beim Freund in die tiefste Vergessenheit geraten zu Lassen. Es bleibt das große Verdienst des Rabbi Amie, Antwerpen, dies anläßlich der jüngsten Misrachikonferenz in Berlin festgestellt und in aller Oeffentlichkeit mitgeteilt zu haben. Besser und trefflicher hätte'» kein Mensch die 20 Jahre misrachistischer Existenz charakterisieren können. Verein der Preßburger in Wien. Am 27. März 1923 fand in Wien die gründende Generalversammlung obgenannten Vereines statt. Sie gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung der in Wien lebenden Preßburger, welche durch ihr zahlreiches Erscheinen das Zugehörigkeitsgefühl zur heimatlichen Scholle und ihr großes Interesse für die Idee des neu zu gründenden Vereines an den Tag legten. Die Sitzung eröffnete Herr Moritz Nasch, dessen reger Initiative, die Gründung des Vereines zu danken ist, mit einer warmen Begrüßungsrede, in welcher er die Aufgaben nannte, die dem neuen Verein gestellt werden müssen — er legte den Mitgliedern ans Herz, in ihrer Tätigkeit innerhalb des Vereines den „ererbten Traditionen und unserer alten Kultur" treu zu bleiben — und auch kurz die bisherigen Leistungen des überaus verdienstvollen Vorbereitungskomitees würdigte. Hierauf bestieg Herr Prof. Philipp Nasch aus Oedenburg als Gast- und Festredner das Podium. Er fand warme zu Herzen gehende Worte, erfüllt von der Poesie echter Heimatsliebe und als er voll Innigkeit und Wehmut von seiner alten Preßburger Judengasse sprach, da war es als ob er einen Reigen alter Melodien an unser Ohr vorüberrauschen ließe. Mit dem Gedanken und der Erinnerung an die Vaterstadt rief er einen Schwärm schlummernder Gefühle in seinen Hörern wach und nachdem seine Rede verklungen war, da hatte so manches Preßburger Herz, das die Stätte seiner Jugend vergessen hatte, von Neuem die Sehnsucht nach ihr erfaßt, in so manches Auge stahl sich eine Träne. Nach ihm sprach der Direktpr der Kaufmannsbank Herr Ferdinand Herzfeld, der sich in einer sehr schönen Rede für die humanitären Zwecke des Vereines begeisterte und den Vortrag des Herrn Prof. Nasch mit Worten größter Anerkennung und Bewunderung würdigte. Hierauf ergriff Herr Rabbiner Dr. Moritz Bauer das Wort, welcher wohl nicht gebürtiger Preßburger, jedoch 'a}s stolzer Schüler der Preßburger Jeschiwa, insbesondere die Stellung Preßburgs als jüdisches Kulturzentrum eingehend besprach. Als letzter Redner sprach Herr Dr. Samuel Lemberger, der Sohn eines altberühmten Preßburger Geschlechtes, über die Ziele des Vereines, die dieser nach seinen Ausführungen der traditionell-religiösen Richtung der Vaterstadt schuldet. Er sprach sich für die Schaffung einer jüdischen Kultursektion innerhalb des Vereines auß und redete einer materiellen Förderung der Preßburger Talmudschulen das Wort. Dieser Antrag löste eine lebhafte Debatte aus, was bei der Verschiedenheit der hier herrschenden Weltanschauungen nicht überraschte. Sein Wunsch ist aber auch nach Ansicht seiner engeren Gesinnungsgenossen den tatsächlichen Möglichkeiten vorausgeeilt, da unter den heutigen valutarischen Verhältnissen, gerade umgekehrt damit zu rechnen ist, daß die Heimat ihre in Wien in Not geratenen Kinder nach Kräften unterstützt und die Ziele des Vereines fördert. Zum Schlüsse schritt man zur Genehmigung der von Herrn Josef Alkalay entworfenen Statuten, worauf die Wahl der Funktionäre stattfand, bei welcher durch Akklamation Herr Moritz Nasch zum Obmann, die Herren Ignatz Steiner (Wien VIII) und Heinrich Lemberger zu Obmannstellvertretern, die Herren Josef Alkalay und Abraham Reichner als Schriftführer, Herr Armin Löwensohn als Kassier und außerdem ein großer Ausschuß, dem Herren aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten, natürlich auch aus den jüdisch-gesetzestreuen Kreisen, angehören, gewählt würden. Mit Wünschen für das Gedeihen des Vereines, schloß der Obmann die Sitzung, deren überaus würdiger Verlauf allen zur Freude und Ehre gereichte. ^_ DeutscDösterreich. Beilegungdes Streiks der Kultusgemeinde- Angestellten. Noch in letzter Stunde vor Pessach gelang es, den Streik der israelitischen Kultusgemeinde-Beamten beizulegen. Im großen und ganzen endete der Streik mit dem Sieg des Vorstandes, der es verstand, die arbeitswilligen Kräfte der Gemeindemitglieder zu freiwilliger Arbeit heranzuziehen. Auch die Mitglieder der Orts- und Jugendgruppe der Agudas Jisroel haben sich hervorragend, besonders im Dienste der Chewra Kadischa, an dieser freiwilligen Arbeit beteiligt. Hoffentlich wird die Beamtenschaft der israelitischen Kultusgemeinde zur Einsicht gelangen, daß die ultima ratio des Streiks nicht der glücklichste Weg zur Austragung von Differenzen ist zwischen der Kultusgemeinde und ihren Angestellten. Der Krankenhausverein hat wie alljährlich auch diesmal trotz der großen Anzahl der jüdischen Patienten und unbeachtet.der teueren Lebensmittelpreise seinen Dienst während des Pessachfestes, dank der Agilität des Vorstandes, unterstützt von der Opferwilligkeit der Wiener Judenheit, klaglos zur Zufriedenheit aller Patienten versehen. Vortrag Dr. Schlesinger. Herr Dr. Falk Schlesinger (Berlin), der anläßlich des Aerztekongresses in Wien weilt, hat der Einladung der Aguda-Jugendgruppe Folge geleistet und hält Samstag, den 14. April, um 5 Uhr nachmittags, im Lokale der Jugendgruppe „Ueber die Bedeutung der Kenessio Gedaulo0 einen Vortrag. „Haderech." Die Nissan-Nummer vom „Haderech" (offizielles Organ des Zentralrates der Agudas Jisroel) erschien unmittelbar vor Pessach. Scheinbar sind technische Schwierigkeiten, mit denen das Blatt zu kämpfen hat, noch nicht ganz überwunden, denn I die äußere Form und Umfang des Blattes entspricht nicht den Erwartungen, die man berechtigterweise an den neuen Redakteur Herrn G. M. Wölk, der auch in dieser Nummer mit einigen trefflichen Aufsätzen auftritt, geknüpft hat. Aus dem Inhalte wollen wir noch einen sehr beachtenswerten Aufsatz von Herrn Rabb. Dr. Pinchas Kohn über die Geistesströmungen in der Orthodoxie hervorheben. In dem offiziellen Teile des Blattes befindet sich auch ein Rundschreiben der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, die im Auftrage des Rabb. Rates alle Aguda- Gruppen aufruft, der palästinensischen Landwirtschaft, mit Rücksicht" auf das herannahende Schmito-Jahr, beizustehen. s Deutschland. Berlin. Die neuorganisierte Agfidas Jisroel-Ortsgruppe in Berlin hat das Pessachfest zu erhöhter Propagandatätigkeit im Interesse der Kenessio Gedaulo benützt. Es haben in sechs verschiedenen Bezirken unter großer Beteiligung der Berliner orthodoxen Judenheit Versammlungen stattgefunden, wo die Herren Rabbiner Dr. M. Hildesheimer, Dr. E. Münk, Dr. I. Singermann, M. Rokach, Dr. H. Iftein, Dr. Moses Auerbach, ferner die Herren Dr. Nathan Birnbaum, M. H. Low, Dr. I. Schlesinger, Jakob Landau (Frankfurt a. M.) und Dir. Dr. Karlebach (Hamburg) über die Bedeutung der Kenessio Gedaulo mit sehr gutem Erfolg gesprochen haben. Bezirkstag der Hessischen Agudas Jisroel- Jugendgruppen. Der diesjährige Bezirkstag der Hessischen Jugendgruppen fand in Fulda statt. Vertreten waren die Gruppen Alsfeld, Birstein, Burghauen, Kassel, Eiterfeld, Frankfurt, Fulda, Gerstfeld (mit Hettenhausen und Schmalnau), Guckshagen, Hannau, Hersfeld, Lauterbach, Marburg, Niederaula, Oerseemen, Rhina, Treysa, Wüstensachsen. Einzelne Mitglieder waren anwesend: Aus Fliedern, Mannsbach, Saalmünster, Schlüchtern. Der Ortsverein war vertreten durch die Herren Leo Münk und Dr. Max Kohen, die Palästina-Zentrale durch Herrn Willy Hofmann (Frankfurt). Hamburg. In einer von Nichtagudisten zahlreich besuchten Versammlung der Zeire Emunas Jisroel hielt am Sonntag, den 16. Adar, Herr H.;Knoblewitz ein großzügiges Referat über die Beziehungen zwischen Zeire Emunas Jisroel und der Gesamtorganisation ^der Aguda. Nach einer lebhaften Diskussion und"" dem Beschlüsse erweiterter Vereinstätigkeit der Zeire Emunas Jisroel schlössen sich letzterem eine Reihe neuer Mitglieder der hiesigen osteuropäischen jungen Leute an. Der Sabbatschulzwang in Sachsen aufgehoben. Nach längerer Zeit hindurch zwischen der deutschen Reichsregierung und der sächsischen Staatsregierung gepflogenen Verhandlungen hat sich die sächsische Regierung entschlossen, den seinerzeitigen Erlaß über den Schulzwang an hohen religiösen Feier-